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Genderstudies / -equality

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Sicherlich, aber haben sich nicht gerade deutsche Aussiedler in den USA ein bisschen abgesondert und sind dementsprechend etwas "zurück geblieben" in ihrer religiösen Entwicklung?

Überhaupt nicht, die deutschen Einwanderer sind doch völlig in der weißen US Bevölkerung aufgegangen und seit dem 1. Weltkrieg quasi unsichtbar.
Die religiösen Sekten haben sich abgesondert und ihre Sprache usw. erhalten, aber die spielen rein zahlenmäßig nur eine sehr geringe Rolle.
 
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Jaja, Pride Month, das ist allen Unternehmen auch sehr wichtig auf jeden Fall!

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Diese Lann ist doch schon seit Jahren in den Medien. Finds auch unverantwortlich von der ÖR eine völlig evidet psychisch kranke Person so vorzuführen :(
 
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kann mich inhaltlich null auf den beitrag focussieren, bis ich weiß ob lann penis oder scheide hat. da bin ich konservativ

 
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Ein Rant zu der ganzen Transgender-Diskussion (sind Trans-Frauen Frauen oder Trans-Frauen) und die ganze Problematik drumherum:

(Eintrag vom 15. Juni 2021)

Die Autorin falls nicht bekannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Chimamanda_Ngozi_Adichie

Der Artikel von der taz über den ich drauf stieß: https://taz.de/Streit-um-Trans-Aussagen-von-Autorin/!5779189/

Ich fand es lesenswert.

Ohne eurer Lesensfreude vorgreifen zu wollen ist meines Erachtens der Kern der ganzen Pronomen- und Transgender-Identitäts-Diskussion eine Diskussion um Individualismus versus Konsens und geteilte Wertvorstellungen in der Gesellschaft: Hat man ein Recht darauf, dass man sich so schwul, unschwul oder ganz anders fühlen darf? Absolut. Hat man ein Recht darauf, dass alle andere Menschen dazu gezwungen werden diese individuelle Entscheidung durch Anpassung ihrer Wertvorstellungen zu akzeptieren? I'm not so sure. Müssen andere Menschen die Entscheidung an sich respektieren? Klar.
Es ist eigentlich kurios, dass die ganze Diskussion ständig um "Geschlecht" geht, weil das eigentlich allen fast egal sein könnte. Es geht darum, dass eine Rolle nicht behagt und man der Gesellschaft befehlen möchte einen nicht mehr in eine bestimmte Schublade zu stecken. Eigentlich verständlich, aber unendlich schwer weil man den Menschen nicht in den Kopf schauen kann.
 
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Es ist eigentlich kurios, dass die ganze Diskussion ständig um "Geschlecht" geht, weil das eigentlich allen fast egal sein könnte. Es geht darum, dass eine Rolle nicht behagt und man der Gesellschaft befehlen möchte einen nicht mehr in eine bestimmte Schublade zu stecken. Eigentlich verständlich, aber unendlich schwer weil man den Menschen nicht in den Kopf schauen kann.

Deswegen stellen sich Leute aus dem "LGBT-irgendwas"-Spektrum auch direkt erstmal mit ihrem bevorzugten Pronomen vor. Wenn das richtige Eintüten der eigenen Identität (und das werden unter Garantie noch mehr werden) als derart wichtig erachtet wird, ist das natürlich einigermaßen konsequent.

Der Ursprungstext ist interessant und die Grundansicht der Dame habe ich (und andere) hier ja bereits geäußert. Transfrauen sind Transfrauen, eine eigene Identität. Die männliche Vergangenheit und die körperlichen Unterschiede lassen sich nicht vollkommen wegwischen bzw. wegbehandeln. LGBT-Leute bemühen - wenn man so argumentiert - natürlich direkt gerne Superlative ("wegen sowas werden Leute ermordet"), siehe hier auch der taz-Text. Ist natürlich Schwachsinn, die Leute werden ermordet weil die entsprechenden Täter (meist aus irgendeiner toxischen Männlichkeitsgeschichte heraus) soziale Geschlechtskategorien generell für binär und unverrückbar halten. Das ist ja gerade nicht der Fall wenn man Transmenschen als eigene Identität anerkennt.
 
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Gustavo

Doppelspitze 2019
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Wieso sind Feministinnen eigentlich immer so infantil und mit sich selbst beschäftigt? Das liest sich wie eine Seifenoper, omg

Ich weiß nicht ob ich das jetzt unbedingt für "Feministinnen" unterschreiben würde, aber tatsächlich kommt man imho um diese Frage generell nicht ganz herum. Zumindest fällt mir ziemlich häufig auf, dass viele derjenigen, die sich mit Identität beschäftigen, auf erlittene Verletzungen aus Kindheit und Jugend hinweisen, weil man "anders" war. Könnte natürlich daher kommen dass viele dieser Leute noch ziemlich jung sind und das ihnen deshalb emotional noch sehr nahe ist, aber ich muss zugeben dass ich es doch ein bisschen verstörend finde, wie viele Artikel von Leuten in ihren 30ern und 40ern ich schon gesehen habe, die das thematisieren.
 
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Deswegen stellen sich Leute aus dem "LGBT-irgendwas"-Spektrum auch direkt erstmal mit ihrem bevorzugten Pronomen vor. Wenn das richtige Eintüten der eigenen Identität (und das werden unter Garantie noch mehr werden) als derart wichtig erachtet wird, ist das natürlich einigermaßen konsequent.
[…]
Wieso sind Feministinnen eigentlich immer so infantil und mit sich selbst beschäftigt? Das liest sich wie eine Seifenoper, omg
Ich weiß nicht ob ich das jetzt unbedingt für "Feministinnen" unterschreiben würde, aber tatsächlich kommt man imho um diese Frage generell nicht ganz herum. Zumindest fällt mir ziemlich häufig auf, dass viele derjenigen, die sich mit Identität beschäftigen, auf erlittene Verletzungen aus Kindheit und Jugend hinweisen, weil man "anders" war. Könnte natürlich daher kommen dass viele dieser Leute noch ziemlich jung sind und das ihnen deshalb emotional noch sehr nahe ist, aber ich muss zugeben dass ich es doch ein bisschen verstörend finde, wie viele Artikel von Leuten in ihren 30ern und 40ern ich schon gesehen habe, die das thematisieren.
Seht ihr, das meine ich. Ich möchte es nicht einmal als infantil bezeichnen. Ich kenne genügend Menschen aus der Ecke um zu glauben wissen zu können, dass die es tatsächlich so empfinden … weitestgehend.
Man kommt immer wieder zurück zu dem Kampf um Anerkennung als besonderes Individuum, was insbesondere bei Menschen nicht der Fall ist die sich unverstanden und ausgeschlossen fühlen. Das wird womöglich gefüttert/potentiert wenn man Menschen so erzieht, dass sie sich als etwas ganz besonderes betrachten.
Die Kernfrage ist mE aber wie man es schaffen kann Menschen in ihren Unterschieden anzuerkennen ohne gleichzeitig eine "individualistische Diktatur" zu erschaffen in der genau dieser Drang nach Anerkenntnis einen Konsens erzwingt mit dem niemand glücklich sein kann. Damit meine ich den bekannten Effekt, dass man lieber nichts sagt bevor man etwas falsches sagt. Sei es beim korrekten Gendern oder bei Kritik.
Wie sehr ist also das Individuum bzw. die Individualität des Einzelnen wirklich etwas genuin eigenes, und wie sehr ist es ein Produkt der Gesellschaft? Wie sehr darf ein Individuum verlangen sich sein eigenes Pronomen ausdenken zu können, und wie sehr darf eine Gesellschaft mit unseren Werten dies ggf. ignorieren bzw. wie weit muss sie es akzeptieren in ihrer Sprach- und Interaktionspraxis?
 
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Die Kernfrage ist mE aber wie man es schaffen kann Menschen in ihren Unterschieden anzuerkennen ohne gleichzeitig eine "individualistische Diktatur" zu erschaffen in der genau dieser Drang nach Anerkenntnis einen Konsens erzwingt mit dem niemand glücklich sein kann. Damit meine ich den bekannten Effekt, dass man lieber nichts sagt bevor man etwas falsches sagt. Sei es beim korrekten Gendern oder bei Kritik.

Ich verstehe das nicht.
Es kann doch jeder sein wie er will und mit seinen Extrawüsten einfach alle anderen in Ruhe lassen. Wieso muss denn die Akzeptanz des Anderssein sich in einer gesonderten Ansprache ausdrücken?
Ich verstehe das Bedürfnis gar nicht, dass irgendwer als *Innen angesprochen werden möchte. Bei 95% der Leute mit denen man kommuniziert kann es einem doch egal sein, weil man sich gar nicht tief privat austauscht und bei den anderen 5% kann man dann ja bei Gelegenheit das Thema zur Sprache bringen, einmal klären ob man anders angesprochen werden möchte und dann ist gut.
Wieso soll in jeder Kommunikation die Andersartigkeit berücksichtigt werden?
Ich sage: drauf geschissen. Viel einfacher ist es, wenn die 0,3% Schneeflöckchen in der Bevölkerung damit klarkommen, dass in ihrem Pass "männlich/weiblich" steht, auch wenn sie sich anders fühlen und sie es einfach damit Handel betreiben, wie mit dem Geburtsort, der auch im Pass steht. Interessiert keine Sau. Auf tieferer privater Ebene können sie sich dann ja als Transfrau und Einhorn austoben.
 
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Die Kernfrage ist mE aber wie man es schaffen kann Menschen in ihren Unterschieden anzuerkennen ohne gleichzeitig eine "individualistische Diktatur" zu erschaffen in der genau dieser Drang nach Anerkenntnis einen Konsens erzwingt mit dem niemand glücklich sein kann. Damit meine ich den bekannten Effekt, dass man lieber nichts sagt bevor man etwas falsches sagt. Sei es beim korrekten Gendern oder bei Kritik.
Wie sehr ist also das Individuum bzw. die Individualität des Einzelnen wirklich etwas genuin eigenes, und wie sehr ist es ein Produkt der Gesellschaft? Wie sehr darf ein Individuum verlangen sich sein eigenes Pronomen ausdenken zu können, und wie sehr darf eine Gesellschaft mit unseren Werten dies ggf. ignorieren bzw. wie weit muss sie es akzeptieren in ihrer Sprach- und Interaktionspraxis?
Darauf gibt es natürlich - wie so häufig - keine klare Antwort, am Ende wird es im zwischenmenschlichen Miteinander ausgehandelt, z.T. unterstützt von Rechtsprechung. In erster Linie muss man hier auch ein wenig konfliktfreudig sein, diese "individualistische Diktatur" entsteht nämlich auch dadurch, dass viele Leute Angst vorm anecken haben. Wo man da seine Grenze zieht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich persönlich habe kein Problem damit, Transfrauen- und männer mit dem gewünschten Pronomen anzusprechen. Sie sind mittlerweile im akademischen Umfeld nicht mehr so selten und es handelt sich ja nach wie vor um "althergebrachte" Formulierungen. Bei Personen die mit selbstausgedachten Fantasiepronomen ankommen oder - besser noch - als "fluide Person" jeden Tag anders angesprochen werden möchten, zeige ich dann aber schon mal den Vogel. Häufig ist es so, dass bei solch speziellen "Schneeflöckchen" viele andere bereits ganz ähnlich denken und es sich bisher nur nicht getraut haben, mal den Mund aufzumachen. Die sind dann oft ganz froh, wenn sich mal jemand vorwagt. Und selbst energische Streiter für die "gute Sache" (meist sehr jung und unerfahren) merken früher oder später, dass es sich bei diesen speziellen Individuen auch oft generell um ziemlich toxische Persönlichkeiten handelt, denen man gerade nicht jeden seltsamen Wunsch erfüllen sollte.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Ohne eurer Lesensfreude vorgreifen zu wollen ist meines Erachtens der Kern der ganzen Pronomen- und Transgender-Identitäts-Diskussion eine Diskussion um Individualismus versus Konsens und geteilte Wertvorstellungen in der Gesellschaft: Hat man ein Recht darauf, dass man sich so schwul, unschwul oder ganz anders fühlen darf? Absolut. Hat man ein Recht darauf, dass alle andere Menschen dazu gezwungen werden diese individuelle Entscheidung durch Anpassung ihrer Wertvorstellungen zu akzeptieren? I'm not so sure. Müssen andere Menschen die Entscheidung an sich respektieren? Klar.

Was ich daran übrigens besonders kurios finde ist die Tatsache, dass ansonsten Identitäten immer zu 100% essentialisiert werden: Ich bin weiß, hetero, Mann, cis, etc. pp. und das färbt meine Sichtweise und ich kann nie nachvollziehen wie jemand durch die Welt geht, der anders ist als ich. Ok, glaube ich nicht wirklich, aber whatever. Aber ausgerechnet das Attribut "Mann" kann man zu 100% abwerfen und als nichts anderes als eine Frau angesehen werden? Das prägt meine Sicht auf die Welt doch deutlich mehr als dass ich "weiß" bin, wenn ich in einem "weißen" Land aufwachse?
 
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Was ich daran übrigens besonders kurios finde ist die Tatsache, dass ansonsten Identitäten immer zu 100% essentialisiert werden: Ich bin weiß, hetero, Mann, cis, etc. pp. und das färbt meine Sichtweise und ich kann nie nachvollziehen wie jemand durch die Welt geht, der anders ist als ich. Ok, glaube ich nicht wirklich, aber whatever. Aber ausgerechnet das Attribut "Mann" kann man zu 100% abwerfen und als nichts anderes als eine Frau angesehen werden? Das prägt meine Sicht auf die Welt doch deutlich mehr als dass ich "weiß" bin, wenn ich in einem "weißen" Land aufwachse?
Es gibt doch in den USA Fälle in denen weiße unbedingt eine "schwarze Identität" annehmen wollten mit u.A. genau diesem Argument (inkl. Melaninbehandlung für die Haut). Die wirkten auf mich zwar wie ziemlich gestörte Persönlichkeiten, aber es ist schon witzig wie es da dann selbst der progressiven Seite "zu bunt" wurde.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Es gibt doch in den USA Fälle in denen weiße unbedingt eine "schwarze Identität" annehmen wollten mit u.A. genau diesem Argument (inkl. Melaninbehandlung für die Haut). Die wirkten auf mich zwar wie ziemlich gestörte Persönlichkeiten, aber es ist schon witzig wie es da dann selbst der progressiven Seite "zu bunt" wurde.

Oh, das gab es zwar schon (wobei selten mit Melanin-"Therapie"), aber interessanterweise haben diese Leute dafür fast alle brutal Prügel bekommen. Gibt interessanterweise immer wieder Akademiker, die über Gruppe X schreiben ("forschen" ist meistens zu viel gesagt) und dann irgendwo auf dem Weg vom PhD zum Professor anscheinend "vergessen", dass sie selbst nicht Teil der Gruppe sind. Was mir aufgefallen ist: Es ist immer nur die Metamorphose von gesellschaftlich "privilegiert" zu "weniger privilegiert", die die Leute stört. Diese ganze TERF-Geschichte im UK entzündet sich auch immer an trans women, seltsamerweise stört sich niemand an der Transition in die andere Richtung.
 
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Nicht mit einer Unze meines Körpers kann ich nachvollziehen wieso man sich darüber aufregt. Was für Vollspastis sind das die sich über einen (vermutlich verrückten) Typen echauffieren der nun erzählt er sei Koreaner und X Schönheits-OPs durchführen lässt? Ist einfach vollkommen wayne und maximal für ein kurzes "lel" gut.

edit:
"LGBTQI+K/J"
:rofl2:
edit2:
"feeling Korean"
Woher weiß man das man sich "Korean" fühlt? Das finde ich immer sehr seltsam, wie möchte man wissen wie sich eine Klasse von Menschen fühlt die man selber aber gar nicht ist? Kompletter Schwachsinn.
 
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Oh, das gab es zwar schon (wobei selten mit Melanin-"Therapie"), aber interessanterweise haben diese Leute dafür fast alle brutal Prügel bekommen. Gibt interessanterweise immer wieder Akademiker, die über Gruppe X schreiben ("forschen" ist meistens zu viel gesagt) und dann irgendwo auf dem Weg vom PhD zum Professor anscheinend "vergessen", dass sie selbst nicht Teil der Gruppe sind. Was mir aufgefallen ist: Es ist immer nur die Metamorphose von gesellschaftlich "privilegiert" zu "weniger privilegiert", die die Leute stört. Diese ganze TERF-Geschichte im UK entzündet sich auch immer an trans women, seltsamerweise stört sich niemand an der Transition in die andere Richtung.
Ist doch auch logisch, bei diesen kaputten Auswüchsen von Identitätspolitik geht es ja lange nicht mehr um Gerechtigkeit oder Gleichheit sondern um Vorteile die man für seine eigene Gruppe haben will. Deswegen teilt man den saftigen Opferkuchen nicht gern
 
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