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Flüchtlingsströme Richtung Europa #2

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99% der Meinungen sind eh nur Gefühle, keine Fakten

Ich glaube du versteht nicht richtig.
Deine "Meinung" magst du dir angeblich aus Fakten bilden, in Wirklichkeit sind es nur Sachverhalte die in dir Gefühle auslösen.
Aufgrund dieser Gefühle hast du überhaupt erst ne Meinung. Deswegen konkurrieren Gefühle eigentlich auch gar nicht mit Fakten.


  • Im limbischen System sind unsere Emotionen verankert, dort entstehen auch Affekte; im präfrontalen Cortex sitzt unser Verstand, der rational Vor- und Nachteile abwägt und unsere Handlungen in der Zukunft plant.
  • Zwar kann der Verstand die Gefühle in gewissem Maße kontrollieren, in der Realität steuern aber meist Gefühle das Handeln, auch wenn dem Menschen dies gar nicht bewusst wird. Das alltägliche Leben lässt sich zudem oft mit einfachen Faustregeln meistern.
  • Hirnforscher unterscheiden das rein spontane Bauchgefühl von der Intuition, die Erfahrungswissen aufarbeitet, welches über Jahre hinweg gespeichert wurde.
  • Studien zeigen: Komplexe Entscheidungen, die viele Faktoren berücksichtigen müssen, überfordern das Arbeitsgedächtnis. Hier sollte man – wenn möglich – der Intuition vertrauen.

Wie gesagt es ist schon möglich die Gefühle zu lenken und zu beienflussen aber es ist meist richtig lange Schwerstarbeit und ohne bewusst forcierte "Gegengefühle" kommt man da nicht weiter.

Ich habe _nicht_ eine allgemeine Angst vor Russen daraus entwickelt

Na dann herzlichen Glückwunsch zu deinem Übermensch sein (oder zumindest den glauben daran), ich behaupte mal die meisten Menschen können das auf Gefühlsebene (Angst/Hass) gar nicht differenzieren. Auch das halte ich für normale Biologie.

deine diskriminierenden und rassistischen Gedanken zu rationalisieren

Wenn ich meine rassistische Gedanken rationalisieren wollen würde, dann würde ich mir Fakten suchen die belegen, dass Muslime asoziale Machos sind. Was natürlich in dieser Allgemeingültigkeit völliger Quatsch ist.

Genau das tue ich nicht, weil ich weiß das meine Einschätzung allein auf meine erlebten Erfahrungen gepaart mit dem darauf folgenden Gefühlen resultieren. Ich räume diesen Gefühlen und Erfahrungen lediglich einen Platz ein und und räume sie nicht verschämt weg, weil ich ja ein Nazi wäre oder weil eine Statistik was anderes behauptet.


Wenn Fakten keine Rolle mehr spielen, weil das Gefühl ja da ist, dann ist das doch eine ziemlich beschissene Argumentationsgrundlage. Dann hat jeder sein Gefühl und am Ende gibt es kein Ergebnis. Das ist jetzt nicht die Haltung, in der du mir bislang in irgendwelchen Topics aufgefallen bist.

Ich habe nie gesagt das Fakten keine Rolle spielen, aber man kann halt schlecht das Gefühl von Menschen in einem Kiez in dem es asozialer geworden ist mit einer Kriminalstatistik abbilden und überzeugen kann man die Leute damit eben auch nicht.

Du liest halt einfach irgendwas mit postfaktisch und siehst rot und fängst an wild rumzubeleidigen (Was in deiner Welt vermutlich kein Arschlochmove ist da es ja die "richtigen" trifft.) :)

Dabei profilierst du dich noch nebenbei echt peinlich als moralische Überinstanz die ihre Gefühle unter Kontrolle hat, dank seiner großartigen Ratio.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Wenn du einen anderen Austausch meintest, gerne Zitat, falls ich was übersehen habe. Denn garantiert habe ich nicht das untenstehende geantwortet:

Hier der Post, der die Studie zitiert: https://broodwar.net/forum/threads/flüchtlingsströme-richtung-europa-2.242476/page-6#post-6854286

Hier deine Antwort: https://broodwar.net/forum/threads/flüchtlingsströme-richtung-europa-2.242476/page-6#post-6854572

"Ich finde die Studie auch komisch" und einen Verweis auf etwas, was nicht mal eine Studie ist (die zugrundeliegende Modellrechnung hattest du dir gar nicht erst angeschaut), das ist alles wozu du es gebracht hast. Ich habe dich darauf später auch nochmal angesprochen und da kam dann, dass du dir keine ganze Studie anschauen würdest, ich solle es bitte mit meinen eigenen Worten zusammenfassen, dann könnten wir darüber reden. Das ist imho eine ziemlich verheerende Debattenkultur für jemanden, der denkt, dass das Thema das alles überragende Großthema unserer Zeit ist: Wenn ich ein Thema für so überragend wichtig halte, würde ich ja versuchen möglichst viele Informationen zu dem Thema zu sammeln, damit ich die informierteste Entscheidung habe. Bei dir dagegen: "Ich finde die Studie (die du offensichtlich nicht gelesen hast) komisch." Ok.



Edit: Vermute du meinst den Afghanistan-Thread.
Da habe ich ausführlich auf deine Studie geantwortet, du aber nicht mehr wenn ich recht entsinne.

Nein, den Post meinte ich explizit nicht. Auf den hast du in der Tat ausführlich geantwortet, aber halt völlig am Thema vorbei. Du bist den lit review durchgegangen, aus dem die Leute die Thesen (!) für ihr Papier generiert haben, welche sie dann später mit eigenen Methoden versuchen zu be- oder widerlegen. Was soll man dazu noch groß sagen? "Querulant im Internet denkt, er könnte wissenschaftliche Paper, die ihm in einem Satz zusammengefasst wurden, widerlegen", darauf antworte nicht mal ich noch.
 
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