Für den Zufall, falls es doch noch Juristen gibt: Wir haben Probleme mit dem Winterdienst.
Immer noch gleiches Haus, 5+1 Parteien. Zweimal ältere Herren, die keinen Winterdienst machen können, einmal Studentinnen, einmal Leerstand, wir und der Bestatter von unten. Für unser Haus gibt es, auch im Mietvertrag festgehalten, einen Winterdienst, den eine ominöse Firma macht. Angeblich.
Im Winter war es faktisch so, dass entweder der Bestatter oder ich, zweimal die Studentinnen (die ansonsten im Praktikum sonstwo waren), geschoben haben. Wir haben für ca. 75% der Tage davon auch Fotos, Mieterin wurde telefonisch und via WhatsApp (von mir) und schriftlich (E-Mail, Post) vom Bestatter darüber informiert. Sie hat versucht es zu klären, aber mit mäßigem Erfolg: Einen Tag war der Winterdienst (nachweislich, weil bestätigt) am falschene Ort (bei einem anderen Bestatter ums Eck), die anderen Tage war angeblich jemand da und "hat gestreut". Größtenteils haben wir das aus Kulanz gegenüber dem Bestatter gemacht, der muss immerhin seine Verkehrspflicht gegenüber den Kunden einhalten (Auch wenn das natürlich ein perpetuum mobile der Akquise sein könnte). Sekundär auch gegenüber der Vermieterin, da deren Mann Mitte Dezember an Krebs verstarb.
Laut Nebenkosten macht der Winterdienst ca. 120€ pro Einheit aus, u.a. da der Räumdienst für ganze 6 Monate beauftragt war ("O bis O"). Sehen wir alle nicht ein. Vermieterin besteht immer noch drauf, liefert aber die Nachweise, was da passiert ist, nicht. Mir ist auch unklar, was Räumdienst heißt, z.b. ob das auch Laub & co. beinhaltet oder nicht.
Hat jemand Erfahrungen, gerne auch praktischer Natur ohne juristische Eskalation, mit so Fällen?
Kann man den Betrag komplett kürzen oder nur anteilig für die harten Monate?
Bonusfrage: Wenns jetzt wer umfallt, weil nicht geräumt ist, wer haftet? Afaik Vermieter, wobei unklar, ob es nicht der Bestatter wäre, wäre es ein Kunde. Fragen.