Die Bundeswehr eine lachnummer?

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Laut SZ sollen übrigens nur 140 Raketen für die bereits vorhandenen Drohnen beschafft werden - vermutlich geleast. :troll:

Konkret sollen nun 140 Raketen für die israelische Heron TP-Drohne angeschafft werden, 60 für die Ausbildung an diesem Waffensystem, 80 für Einsätze.

Die Heron TP sind anscheinend tatsächlich geleast:

Sollen gegen Ende der 20er dann wohl durch die hier ersetzt werden. Sieht nach einem weiteren Fall von europäischen Rüstungsprojekt aus, das mit 15 Jahren Verspätung ein teures und nicht mehr aktuelles System hervorbringt.
 
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Benrath

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Kinders es haben jetzt alle verstanden. Bisschen mehr Entspannung täte vor allem Heator gut...
 
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parats'

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Wenn Merz die Fraktion dazu auf Linie bringt, folgt er seiner Bedingung von vor einigen Wochen nur konsequent.
Bleibt mal abzuwarten, ob es am Ende daran scheitern wird.
 
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Warum will denn diese scheiss SPD nicht einfach reinschreiben, dass die BW die ganzen 100 Mrd bekommt und fertig. Was soll das? Mein Gott Scholz versagt einfach immer mehr, wenn das so weitergeht kann er bald die Vertrauensfrage stellen. Habeck wäre einfach der bessere Kanzler gewesen.
 
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Im best case ist der SPD klar, dass auch andere Aspekte wichtig sind für die Verteidigung, wie zB gut ausgebaute Straßen entlang der Verlegungslinien und man das Geld auch dafür nutzen möchte.
Wahrscheinlich ist es aber eher ein "Militär ist böse, lasst uns das Geld lieber für was anderes einsetzen."
 
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Im best case ist der SPD klar, dass auch andere Aspekte wichtig sind für die Verteidigung, wie zB gut ausgebaute Straßen entlang der Verlegungslinien und man das Geld auch dafür nutzen möchte.
Wahrscheinlich ist es aber eher ein "Militär ist böse, lasst uns das Geld lieber für was anderes einsetzen."
Ich befürchte es halt auch und ich kann es einfach nicht fasssen, dass nach allem was passiert ist und gerade passiert es wirklich noch Menschen gibt, die so denken.

Andererseits sehe ich gerade sehr gut, was 50 Jahre ideologischer Indoktrination auch mit den intelligentesten und vernünftigsten Menschen machen können. Ich fürchte, dasselbe Problem was russische Boomer haben, haben auch die SPD Boomer mit umgekehrten Vorzeichen. Das ekelhafte Gift der Pazifistenideologie, kriegt man aus ihren Hirnen einfach nicht raus und nach kurzem Schock, rationalisieren sie sich die Welt wieder so zurecht, dass sie passt.
 

parats'

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Bitter für Airbus und den NH90, der afaik auch für Deutschland produziert und hier in Teilen gefertigt wird. Klar ein alter Hubschrauber und was neues muss her. afaik war der ganz schön unzuverlässig.
 
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Nun sollen laut der Zeitung angeblich neuere Chinook die rund 50 Jahre alten und reparaturanfälligen CH-53G-Hubschrauber vom US-Hersteller Sikorsky ablösen, die unter anderem in Afghanistan im Einsatz waren.

Die NH90 werden nicht ersetzt. Der NH90 ist ne "leichtere Klasse" von Helikopter.
 

parats'

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Man sollte es manchmal nicht nur überfliegen. Danke.
 
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Ist der NH90 der, von dem wir ungefähr 5 flugfähige Exemplare haben (aufgerundet)?
 
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Das ist der, der u.a. bei der Marine über dem Meer eingesetzt wird, aber leider etwas anfällig für Rost ist :eagle: (weiß nicht, ob das mittlerweile behoben wurde).
 
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Den Chinook gabs schon bei Command and Conquer Generals, solides Arbeitstier :deliver:

Grundsätzlich zu begrüßen, dass diesmal nicht die eierlegende Wollmilchsau neu entwickelt werden muss, am besten von zehn teilnehmenden Nationen mit zwei dutzend verschiedenen Agendas. Aber warum zum Fick Luftbetankung?! "Einsatz hinter feindlichen Linien" mein Arsch.
 
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Ist das jetzt die richtige Wahl?

Solltw einen stutzig machen, dass die geforderte Luftbetankung erst noch entwickelt werden muss? Trotzdem sollen die Hubschrauber schon ab 2025/26 geliefert werden.

Nein es ist nicht die richtige Wahl, das LM/Sikorsky Modell ist in allen Bereichen schlicht besser. Hintergrund ist bei der Beschaffung aber, dass LM schon mit der F-35 einen Großauftrag bekommt und man es sich mit Boeing nicht verderben möchte. Wahre Geschichte, so läuft Militärbeschaffung in Germany.

Grundsätzlich zu begrüßen, dass diesmal nicht die eierlegende Wollmilchsau neu entwickelt werden muss, am besten von zehn teilnehmenden Nationen mit zwei dutzend verschiedenen Agendas. Aber warum zum Fick Luftbetankung?! "Einsatz hinter feindlichen Linien" mein Arsch.

Man hätte auch schlicht den ebenfalls bereits marktfähigen LM CH 53-K nehmen können, ohne Goldrandlösung wie ursprünglich vorgehabt (und vor Gericht gescheitert weil dumm, kann ich gerne näher ausführen). Jetzt fliegen unsere Jungs halt mit nem Modell, dass schon im Vietnamkrieg im Einsatz war, statt für denselben Preis das Gerät zu bekommen, mit dem das USMC jetzt rumfliegt.
 
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Ich bin interessiert: Warum ist das vor Gericht gescheitert?
 
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Nein es ist nicht die richtige Wahl, das LM/Sikorsky Modell ist in allen Bereichen schlicht besser. Hintergrund ist bei der Beschaffung aber, dass LM schon mit der F-35 einen Großauftrag bekommt und man es sich mit Boeing nicht verderben möchte. Wahre Geschichte, so läuft Militärbeschaffung in Germany.
So läuft jede Beschaffung in großen Firmen, man hat nicht zu viele Lieferanten und will es sich nicht mit einem verderben. Also wird salomonisch aufgeteilt, zumindest ein paar Häppchen hier und da werden immer verteilt. Macht am Ende auch Sinn.
 
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Welche konkreten Nachteile soll es denn Deutschland bringen zu wenig bei Boeing zu bestellen oder besser gesagt, was erhofft man sich von Equity? Weder Boeing noch LM dürften uns das nächste Mal dollen Rabatt anbieten, nur weil wir zuletzt bei denen bestellt haben.
Wenn sie Aufträge wollen, sollen sie halt das beste Zeug anbieten, das hat grundsätzlich auch für heimische Industrie zu gelten, erst recht für US-Konzerne. Wir sind eine Marktwirtschaft, keine Bananenrepublik, wo jeder sich mal die Eier kraulen lassen kann.

Kurze Recherche ergab, dass es durchaus unterschiedlich Ansichten zu geben scheint, welcher die bessere Wahl ist. Der Stallion ist besser (moderner, mehr Nutzlast), aber teurer. Insgesamt scheint die Nutzlast von ~40 Stallions und ~60 Chinooks (gleicher Preis) vergleichbar, aber kA, was die strategischen Erwägungen sind.
Israel scheint sich kürzlich für den Stallion entschieden zu haben.

Feststeht, dass der Stallion ungefähr doppelt so geil aussieht und das Auge fliegt mit, darum wäre die Wahl für mich hier klar. :troll:
 
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Ich bin interessiert: Warum ist das vor Gericht gescheitert?
Das BAAINBw hatte ein Budget von 5 Mrd. Damit hätte LM denen genau ihre Anzahl an King Stallions of the rack als in der sog. MOTS Konfiguration (Military Of The Shelf) besorgen können.

Das BAAINBw hat sich aber gedacht: wir finden unsere Helis sollten auch im Blizzard landen können, außerdem in Wüstenstürmen und auf dem Mars (die ersten beiden stimmen) - Anforderungen, die weder dieser Hubschrauber noch der von Boeing erfüllt auch nicht von dem USMC gefordert wird. Wir halten fest, was für die US Marines gut genug ist, ist es für unsere Bundeswehr anscheinend nicht.

Jedenfalls haben sowohl LM als auch Boeing gesagt: kein Problem, das können wir alles entwickeln und einbauen, das kostet aber Geld. Das BAAINBw machte daraufhin ein überraschtes Pickatchugesicht, als die Angebote der Hersteller dann fast doppelt so hoch ausfielen (knapp 10 Mrd.) und brach das Vergabeverfahren wegen "unwirtschaftlicher Angebote" panisch ab.

Vor Gericht konnten wir dann beweisen, dass nicht die Angebote unwirtschaftlich waren, sondern die Kalkulation des BAAINBw einfach falsch und auf geradezu groteske Art lächerlich ( mein Highlight war, dass der Großteil der Kostenschätzung augf der sog. "Delphi Methode" basierte, bei der sich "Experten" im Kreis hinsetzen und wild drauf losschätzen - statt einfach bei den Herstellern zu fragen, was es ca. kosten würde. Alles keine vertraulichen Infos, sondern kann so auch in der Presse nachgelesen werden).

Damit ist das BAAIN dann auch in allen Instanzen gescheitert, LM hat Recht damit bekommen, dass die Aufhebung rechtswidrig war. Der Auftrag musste aber nicht neu vergeben werden, weil die Haushaltsmittel bis dahin aus dem Budget verschwunden waren (hupsi) und das Vergaberecht die öffentliche Hand nicht dazu zwingen kann eine Vergabe gegen ihren Willen vorzunehmen.

Israel scheint sich kürzlich für den Stallion entschieden zu haben.

In Israel läuft die Beschaffung auch viel geiler. Da sagen die Militärs "wir brauchen xyz" und die Regierung sagt "ok, was ist für diese Aufgabe das beste Gerät der Welt" und dann wird das einfach gekauft. Deswegen hat Israel auch schon lange die F-35 und zwar inklusive Plänen, sodass sie den Jet selber entwickeln können. Das können wir uns zB abschminken, weil sich Deutschland in den Augen von LM nachhaltig als inkomeptent und unzuverlässig erwiesen hat (siehe die Geschichte oben).
 
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Vor Gericht konnten wir dann beweisen, dass nicht die Angebote unwirtschaftlich waren, sondern die Kalkulation des BAAINBw einfach falsch und auf geradezu groteske Art lächerlich ( mein Highlight war, dass der Großteil der Kostenschätzung augf der sog. "Delphi Methode" basierte, bei der sich "Experten" im Kreis hinsetzen und wild drauf losschätzen - statt einfach bei den Herstellern zu fragen, was es ca. kosten würde. Alles keine vertraulichen Infos, sondern kann so auch in der Presse nachgelesen werden).
:rofl2: :rofl:
Ich kann es mir wirklich Bildhaft vorstellen wie ein paar Offiziere (Bäcker, Metzger, sonstige Arbeitnehmer fernab jeglicher fachlichen Praxis) sich im Kreis hinsetzen, sich alte Beschaffungen anschauen die komplett anders waren und dann einen Preis raten der vorher schon feststand und bei dem man nur ein paar Begründungen brauchte um den so los zu schießen.
 
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:rofl2: :rofl:
Ich kann es mir wirklich Bildhaft vorstellen wie ein paar Offiziere (Bäcker, Metzger, sonstige Arbeitnehmer fernab jeglicher fachlichen Praxis) sich im Kreis hinsetzen, sich alte Beschaffungen anschauen die komplett anders waren und dann einen Preis raten der vorher schon feststand und bei dem man nur ein paar Begründungen brauchte um den so los zu schießen.
EXAKT so ist es gewesen. Sie haben einfach die Kostenmodelle des Chinook übernommen, ohne zu bedenken, dass der Entwicklungsaufwand bei einem neuen Gerät eventuell etwas höher sein könnte, als bei einem Modell aus den 60ern. Allein die Integration mit der Bordsoftware ist ungleich teurer und komplizierter - wobei auch Boeing nach Prüfung aller deutscher Sonderwünsche deutlich über dem Budget lag.

Naja und dass man zB Fähigkeiten im Schneesturm zu fliegen auch erproben muss, wofür man Gerät nach Kanada schaffen muss inkl. kompletter Teams aus Ingenieuren, Piloten, Technikern, IT Leuten usw. haben sie irgendwie auch nicht bedacht. Die haben angenommen man klatscht da nen Deeicing Sensor drauf und dann passt das schon, wie bei so nem LEGO Bausatz.

So läuft jede Beschaffung in großen Firmen, man hat nicht zu viele Lieferanten und will es sich nicht mit einem verderben. Also wird salomonisch aufgeteilt, zumindest ein paar Häppchen hier und da werden immer verteilt. Macht am Ende auch Sinn.

Verstehe ich auch andererseits, andererseits ist Deutschland ein Nachfragen mit so viel Nachfragemacht, dass ich mich wirklich frage ob das Kräfteverhältnis so sehr auf Anbieterseite liegt, dass sie es sich leisten können es sich mit Deutschland zu verscherzen. Beide Hersteller haben zB auf Schadensersatzforderungen wegen des rechtswidrigen Vergabeabbruchs bei den Hubschraubern gegen Deutschland verzichtet, gerade um nicht zu viel Porzellan mit einem potentiell wichtigen Nachfrager zu zerbrechen (und weil die paar Dutzend Millionen für Boeing und LM eher Peanuts sind im Vergleich zu einem x Mrd. € Auftrag, auf den sie beide schielen).
 
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Solltw einen stutzig machen, dass die geforderte Luftbetankung erst noch entwickelt werden muss? Trotzdem sollen die Hubschrauber schon ab 2025/26 geliefert werden.
Luftbetankungsfähigkeit beim CH47 ist vorhanden. Die Presse vermeldet da Fake News.

Nein es ist nicht die richtige Wahl, das LM/Sikorsky Modell ist in allen Bereichen schlicht besser. Hintergrund ist bei der Beschaffung aber, dass LM schon mit der F-35 einen Großauftrag bekommt und man es sich mit Boeing nicht verderben möchte. Wahre Geschichte, so läuft Militärbeschaffung in Germany.
Die CH47 ist deutlich günstiger, so dass wir für den selben Preis mehr Hubschrauber bekommen und die gleiche Flottenleistung, bzw. mehr da die Hubschrauber selten mit maximaler Gewichtszuladung fliegen.

Am Ende kann die Bundeswehr mit beiden Modellen gut leben und das wichtigste ist, dass endlich mal eine Entscheidung getroffen wurde und man nicht weiter rumeiert -
und natürlich, dass man nicht das nächste Schrottmodell bei Airbus kauft, um Arbeitsplätze in Frankreich und Bayern zu subventionieren.
 
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https://m.faz.net/aktuell/politik/b...n-soll-schnell-umgesetzt-werden-18067251.html

Man hat sich dann doch auf die 100 Milliarden geeinigt.
Was ja eigentlich schon länger bekannt war, ist nun auch offiziell: das Sondervermögen ist nicht zusätzlich zu einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2% des BIP, sondern soll dazu beitragen.
Das 2%-Ziel muss nicht jedes Jahr, sondern durchschnittlich über einen Zeitraum von 5 Jahren erreicht werden.

Randnotiz: die Linke ist dagegen und möchte lieber ein Sondervermögen gegen Kinderarmut.
 
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Man hat sich dann doch auf die 100 Milliarden geeinigt.
Was ja eigentlich schon länger bekannt war, ist nun auch offiziell: das Sondervermögen ist nicht zusätzlich zu einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2% des BIP, sondern soll dazu beitragen.
Das 2%-Ziel muss nicht jedes Jahr, sondern durchschnittlich über einen Zeitraum von 5 Jahren erreicht werden.

Randnotiz: die Linke ist dagegen und möchte lieber ein Sondervermögen gegen Kinderarmut.

Ja, völlige Scheisse. Also alles auf Null mit der sog. Zeitenwende. Letztlich hat man nichts anderes beschlossen, als ein jahrealtes Ziel evtl. mal zu erfüllen - 2%. Die BW bekommt also effektiv nicht mehr Geld (als sie eh hätte haben müssen), es ist nur zeitlich anders verteilt. Super. Ganz toll.
 
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Naja, letztes Jahr wollte man das Budget wegen Corona ja sogar noch weiter kürzen. Von daher doch schon ne Zeitenwende :troll:
 

parats'

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Man hat sich dann doch auf die 100 Milliarden geeinigt.
Was ja eigentlich schon länger bekannt war, ist nun auch offiziell: das Sondervermögen ist nicht zusätzlich zu einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2% des BIP, sondern soll dazu beitragen.
Das 2%-Ziel muss nicht jedes Jahr, sondern durchschnittlich über einen Zeitraum von 5 Jahren erreicht werden.

Randnotiz: die Linke ist dagegen und möchte lieber ein Sondervermögen gegen Kinderarmut.
An dieser Stelle kann man dann auch festhalten, dass "es ist kein Geld da" keine valide Ausrede mehr ist, um andere dringende Themen voranzutreiben.
 

Gustavo

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An dieser Stelle kann man dann auch festhalten, dass "es ist kein Geld da" keine valide Ausrede mehr ist, um andere dringende Themen voranzutreiben.

Na ja, ganz so einfach ist es ja aber auch nicht, dafür musste immerhin das Grundgesetz geändert werden. Wenn die größte Oppositionspartei zustimmen muss, damit etwas zustande kommt, muss der Konsens schon relativ breit sein, weil es für die Union ja eigentlich durchaus opportun ist, wenn die Ampel möglichst wenig zustande bekommt. Das hier ist jetzt mal der Sonderfall, wo die Union sich das selbst lange gewünscht hat, aber immer durch die SPD blockiert wurde. Wenn SPD und Grüne nächste Woche kommen und sagen "Für die Umwelt hätten wir auch gerne einen Sonderfond" vermute ich dass sowohl FDP als auch Union eher abwinken würden.
 

parats'

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Bin ich bei dir. Aber ich hatte bisher nicht so das Gefühl, dass relevante Investitionen für bspw. Klimaschutz einen ähnlichen Stellenwert haben. Da hieß es dann immer nur, dass man ja erstmal jeden Euro auch verdienen muss, den man ausgibt.
Man hätte sicherlich auch ohne Sondervermögen mehr machen können, gleiches gilt imo auch für die Bundeswehr, wenn es die jetzige Situation halt so nicht gegeben hätte.
Nicht falsch verstehen, die 100mrd sind sicherlich sinnvoll, wenn man mal unterstellt, dass hier sinnvoll investiert wird.

P.s. ich beziehe mich hier vor allem auf die Ära Merkel. Was die Ampel aktuell plant und was davon umgesetzt wird, sollte man im Anschluss bewerten.
 
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Uh wee, richtiges Prachtteil. Jetzt muss es nur noch so gut sein wie es aussieht und wir brauchen 1000 Stück davon, am Besten gestern.
 
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Wir werden vermutlich 0 davon anschaffen, weil wir bereits mit Frankreich einen modernen Panzer entwickeln, der wahrscheinlich ca. 2050 in einer Stückzahl von 200 ausgeliefert wird, wovon 100 allerdings als Ersatzteillager herhalten müssen - drei Jahre später stellt China den ersten Battlemech in Dienst. :deliver:
 
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Sieht von aussen jetzt erst mal aus wie'n Leo2. Ich vermute dann auch mal bemannter Turm (anders als der KF41 oder der T-14) und 4 Mann Besatzung. Hat da jemand mehr Infos?
 
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Sieht von aussen jetzt erst mal aus wie'n Leo2. Ich vermute dann auch mal bemannter Turm (anders als der KF41 oder der T-14) und 4 Mann Besatzung. Hat da jemand mehr Infos?

Aus dem Text: "Besatzung: Kommandant, Richtschütze, Kraftfahrer, optional Systemspezialist/Führungspersonal .... Der Fahrer sitzt mittig in der Wanne. Links hinter ihm ist Platz für einen optionalen vierten Bediener, z.B. einen Subsystemspezialisten oder Führungspersonal."
 
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Um die Frage noch zu beantworten:

Der Panther KF51 ist für eine dreiköpfige Besatzung ausgelegt. Kommandant und Richtschütze finden ihren Platz an gewohnter Stelle hintereinander rechts im Turm
 

parats'

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Ist Machia bereits im Koma aufgrund konzentrieter Blutansammlung in der Körpermitte?
 
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Kann ich mir als Laie wenig drunter vorstellen: Ist das gut? :ugly:
 
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Um die Frage noch zu beantworten:

Das ist nicht ganz richtig, Kommandant und Richtschütze sitzen neben der Kanone, jeweils einer auf jeder Seite. Und ich bin mir da ziemlich sicher, weil ich schon drin saß :deliver:
Insgesamt gibt es vier Bedienerplätze, von denen aber einer optional ist. Wer das Ding lieber mit drei Mann Besatzung einsetzen möchte, kann das tun.

Das Fahrgestell ist btw eine gepimpte Leopard 2 Wanne, der Turm ist komplett neu. Das ist eine ziemlich geile Kombi, weil man so die ganzen Leopard-Bestände aufrüsten kann, ohne alles komplett neu kaufen zu müssen.
 
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Kann ich mir als Laie wenig drunter vorstellen: Ist das gut? :ugly:

Grundsätzlich ja, da diese Kompetenzen bisher auf verschiedene Kommanods verteilt waren und entsprechend wenig dabei rausgekommen ist. Es macht schon Sinn, dass es auch innerhalb Deutschlands ein "Oberkommando" gibt, dass alles organisiert und aus einer Hand befiehlt.

Richtig gut wäre es, wenn man im gleichen Atemzug noch ein paar dieser anderen Kommandos auflösen würde, damit der Wasserkopf nicht weiter anschwillt.
 
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Fachkräftemangel is real.
Außerdem sei eine "Entlastung im Grundbetrieb" vorgesehen, mit der "die Dienstzufriedenheit von Angehören der Spezialkräfte" gefördert werden solle. So wolle man künftig bei Kommandosoldaten, "die die jeweilige Kommandoverwendungsfähigkeit nachgewiesen haben, auf den zusätzlichen jährlichen Nachweis der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie der individuellen Grundfertigkeiten verzichten".
Gehts bald auch beim KSK mit Bierbauch in den Einsatz? :troll:
 
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