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Die Bundeswehr eine lachnummer?

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Vor kurzem wurde stolz verkündet die Bundeswehr beteiligt sich am Syrien-Konflikt.

Nun stellt sich heraus, dass gerade mal 6 Tornados und eine müde Fregatte + Tankflugzeug dort hin verlegt werden.

Weitere Tornados sind nicht einsatzbereit. Darüber hinaus failt man an allen ecken und enden
viele Eurofighter sind nicht einsatzbereit. Viele Tiger Kampfhubschrauber sind nicht einsatzbereit.
G36 schiest angeblich um die ecke. Die Drohne Eurohawk ein riesen Fail. Ein Fail jagt den nächsten.

Wieso ist die Bundeswehr so schwach aufgestellt? Man hat eins der grössten Budgtes in Europa und hinkt anderen Ländern total hinterher. Alles scheint nur zur hälfte Einsatzbereit zu sein.

Grundsätzlich frage ich mich, wie es kommt, dass man Zig Eurofighter/Tiger und anderes equiptment einkauft, wenn man es dann nicht einsatzfähig halten kann.

Und dann noch die Führerin T_T

ursula-von-der-leyen-steht-wegen-ihrer-oeffentlichen-auftritte-in-der-kritik-.jpg


Sollte man die Bundeswehr wieder richtig fit machen oder eher doch gleich abschaffen weil man sich sowieso überall raushalten will?
 

Benrath

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Man hat eins der grössten Budgtes in Europa und hinkt anderen Ländern total hinterher. Alles scheint nur zur hälfte Einsatzbereit zu sein.
[/IMG]
Sollte man die Bundeswehr wieder richtig fit machen oder eher doch gleich abschaffen weil man sich sowieso überall raushalten will?
Absolut wohl schon aber prozentual sind wir mi 1,4% des BIPs eher unten dran. Wobei ich dachte es wäre noch weniger. Es wunder aber schon ein wenig, dass da so versagt wird, obwohl die Truppe stark reduziert wurde etc.
 
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Als Lachnummer kann man sie wohl nicht bezeichnen, aber dennoch ist sie unverhältnismäßig am failen.
Eigentlich müsste genug Geld und know-how am Start sein um eine effiziente und Schlagkräftige kleine Truppe zu besitzen.
Es müsste mal jemand mit Sachverstand an die Sache rangehen, der dann auch mal paar Jahre im Amt ist, und die Truppe ordentlich organisieren.
Grade die Tornados und andere Flugzeuge sind doch das wichtigste, wie kann das sein, dass nichts davon funktioniert?
Oder braucht man sie schlicht nicht?
 
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obwohl die Truppe stark reduziert wurde etc.
Wobei ich mich da jetzt fragen würde, ob nur die Anzahl der Menschen reduziert wurde oder man auch mit der Anzahl Panzer/Flugzeuge etc runter ist. Grade unter dem Standpunkt, dass es ja immer mal wieder Schlagzeilen mit Wartungsfails gibt. 20 richtig gut laufende Dinger sollten ja besser sein, als 50 zu haben von denen aber dann nur 10-15 echt nutzbar sind. Von außen scheinen wir ja eher letzteres zu machen :8[:
 

parats'

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Hatte mackia nicht genau dazu vor monaten schon was geschrieben - Personalabbau und Einsatzbereitschaft? Ging glaube ich damals um G36.

Immerhin sitzt der wüstenfuchs direkt am drücker. :troll:
 
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Vielleicht hat man auch einfach den übergang von der wehrpflichtigen- zur kompletten berufsarmee nicht so super hingekriegt. War sicherlich strukturell ne ziemliche umstellung. Gesundschrumpfen ohne fuckups ist vermutlich nicht so einfach, vor allem wenn man dann die standortschließungen dank wirtschaftlichem einfluss auch noch irgendwie angenehm verteilen will kam da vielleicht nicht unbedingt das beste dabei raus. Da können unsere bundeswehrler sicherlich genaueres sagen.
 
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natürlich ist die bundeswehr eine lachnummer. wir könnten wahrscheinlich nicht mal dänemark vernünftig besetzen und halten, geschweige denn eine seriöse militäroperation durchführen. und das als nachfolger des reichsheeres und der wehrmacht. natürlich ist das beschämend, aber die deutschen sind so pazifistisch verblödet, dass sie nunmal per se was gegen armee haben. hier werden soldaten in uniform ja auch eher angemacht als gegrüßt.
 

Gelöscht

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die piloten sind jünger als ihre maschinen. hat schon was von warhammer40k. aber hautpsache, der presseheini des verteidigungsministerium kann "unsere maschinen sind stääht of söö arte" ins micro murmeln.
 
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Wahrscheinlich finden die Spinner in diesem Land auch noch toll, dass die Bundeswehr so unfähig ist.
 
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jo, Bundeswehr ist schon ziemlich peinlich. Fast so peinlich wie die Regierung, die modernstes Kriegsgerät an Saudi-Arabien verkauft, damit die dort ihre unerträglichen Machtspiele fortführen können.
 
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jo, Bundeswehr ist schon ziemlich peinlich. Fast so peinlich wie die Regierung, die modernstes Kriegsgerät an Saudi-Arabien verkauft, damit die dort ihre unerträglichen Machtspiele fortführen können.

Wusste gar nicht, dass die Regierung Waffen verkauft, ich dachte die entsprechenden firmen würden das machen ...
 
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muss hier mal eben loswerden wie unglaublich mich die berichterstattung aufregt. gott, diese "jetzt sind wir im krieg" berichte und "das ist der neue feind der bundeswehr" IS-berichte bringen mich zum kotzen. unser versagerhaufen fliegt mit den klappermühlen ein bisschen durch die gegend und schiesst fotos. das ist alles. und der hurensohn xavier naidoo muss natürlich wieder ein antisemitisches kacklied veröffentlichen, um "für den frieden" zu singen und der UBER hurensohn todenhöfer verbreitet diese ekelhafte ken jebsen scheisse auch noch auf facebook. alles arschlöcher, nur abdel hamad ist ein stabiler good guy. /rant :top2:
 
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Aber nicht ohne Zustimmung der Regierung, oder?

joa, die Regierung erlaubt auch alle möglichen anderen Sachen, die nicht minder verwerflich sind.
Egal welche Regierung bisher an der Macht war, diese scheiße lief doch jedes mal unbehelligt weiter.
Saudi-Arabien ist so ziemlich das größte Husoland, dass es auf der Welt gibt, leider haben sie auch das meiste Erdöl...

@Heator: Todenhöfer und Ken Jebsen, quasi ein und die selbe Person, jo.
 

Moranthir

GröBaZ
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muss hier mal eben loswerden wie unglaublich mich die berichterstattung aufregt. gott, diese "jetzt sind wir im krieg" berichte und "das ist der neue feind der bundeswehr" IS-berichte bringen mich zum kotzen. unser versagerhaufen fliegt mit den klappermühlen ein bisschen durch die gegend und schiesst fotos. das ist alles. und der hurensohn xavier naidoo muss natürlich wieder ein antisemitisches kacklied veröffentlichen, um "für den frieden" zu singen und der UBER hurensohn todenhöfer verbreitet diese ekelhafte ken jebsen scheisse auch noch auf facebook. alles arschlöcher, nur abdel hamad ist ein stabiler good guy. /rant :top2:

:top2:
guter rant wobei trotzdem ein ziel dieser "teilnahme an einer bewaffneten auseinandersetzung" definiert werden sollte. dieses gewurste ist zwar typisch und vertraut, aber ich frage mich echt, was es soll.
 
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Easy
Wir haben rund 1 Mio Langzeitarbeitlose. Die fitten kommen sofort ins stehende Heer, die anderen erledigen Helfertätigkeiten für die BW. Die Sozialleistungen werden komplett gestrichen, das Engagement für die Landesverteidigung ist natürlich unentgeltlich.
Die freiwerdenden Gelder fließen umgehend in die Ausrüstung und Infrastruktur der BW.
Schon 2020 dürften wir mit Hightech-Goliaths, flankiert von arbeitslosen Marines, in Syrien für Ordnung sorgen :deliver:
 

pinko

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joa, die Regierung erlaubt auch alle möglichen anderen Sachen, die nicht minder verwerflich sind.
Egal welche Regierung bisher an der Macht war, diese scheiße lief doch jedes mal unbehelligt weiter.
Saudi-Arabien ist so ziemlich das größte Husoland, dass es auf der Welt gibt, leider haben sie auch das meiste Erdöl...
Kapitän an Bord!

Muss tatsächlich mal Heator rautieren. Widerliche Scheiße am rise.

@topic: Bin linksfaschistischer Ökopazifist. Unterstütze deshalb eine völlige Ausradierung des IS durch israelische Nuklearraketen. (Natürlich nur, wenn vorher alle Zivilisten evakuiert und nach Österreich gebracht wurden.)
Die Bundeswehr ist schon ziemlich lang ne Lachnummer. Passt aber zu ihrem Staat.
 
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Ich sag' nur NH90.
"90" steht dabei für das Auftragsjahr, es geht um einen Auftrag in Höhe von mindestens 5 Milliarden Euro.
Er wurden knapp über 80 Helis bestellt, ca. die Hälfte geliefert, einsatzfähig ist weniger als eine handvoll.
Beim einzigen wirklichen Einsatz dieses Geräts fiel ein Triebwerk aus und der Pilot musste notlanden.
Es bestehen 5 Kern-Anforderungen, nicht eine davon wird zuverlässig erfüllt, u.a. gibt es massive Probleme mit Korrosion.
Das Bundesamt für Rechnungsprüfung (?) warnt vor "Totalausfall beim Flug über Wasser" - ratet mal welchen Heli (unter anderem Namen) die Marine nun für 1,5 Milliarden Euro bestellt hat.

War die Frage ernst gemeint?

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2586420/Das-Hubschrauber-Fiasko-
 
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Achja, so geil...die Helis die übers Meer fliegen sollen und dabei aber rasant rosten :D
 
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Ich sag' nur NH90.
"90" steht dabei für das Auftragsjahr, es geht um einen Auftrag in Höhe von mindestens 5 Milliarden Euro.
Er wurden knapp über 80 Helis bestellt, ca. die Hälfte geliefert, einsatzfähig ist weniger als eine handvoll.
Beim einzigen wirklichen Einsatz dieses Geräts fiel ein Triebwerk aus und der Pilot musste notlanden.
Es bestehen 5 Kern-Anforderungen, nicht eine davon wird zuverlässig erfüllt, u.a. gibt es massive Probleme mit Korrosion.
Das Bundesamt für Rechnungsprüfung (?) warnt vor "Totalausfall beim Flug über Wasser" - ratet mal welchen Heli (unter anderem Namen) die Marine nun für 1,5 Milliarden Euro bestellt hat.

War die Frage ernst gemeint?

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2586420/Das-Hubschrauber-Fiasko-

ach du lieber Himmel.
Frage ist somit geklärt.
 
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Ist unglaublich, dass die beteiligten Leute und Unternehmen nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Auch die Ministerien haben ja sicher Juristen, die in der Lage sind, Fristen, Vertragsstrafen und zugesicherte Eigenschaften in die Verträge einzubinden. Und wenn sie das nicht getan haben, dann hatten sie entweder Anweisung das zu unterlassen oder es versäumt. In jedem Fall gibts irgend jemanden, den man dafür belangen kann.

Ich bin ja dringend dafür, der Politik lediglich die Einsatzlegitimierung zu übertragen und die Beschaffung und Ausrüstungsfragen komplett von der BW selbst entscheiden zu lassen. Was hat denn irgendeine Ministerin mit null Einsatzerfahrung darüber zu entscheiden, welches Gewehr oder welche Helm geeignet ist oder nicht?
 

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Ich sag' nur NH90.

Das Problem ist aber ja nicht die Bundeswehr an sich, sondern die Politik (und die Rüstungsindustrie) dahinter. Und es betrifft ja nicht nur den N/MH90 (MH = Marineausführung).

A400M
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Der CSU-Typ ab 17:40: "Der NH90 ist natürlich ein hochkomplexes Waffensystem der Bundeswehr, das ist absolut Hightech, Highend und deswegen nicht trivial, und deswegen nicht von heute auf morgen lieferbar [...] Die Begeisterung war sehr hoch"

dsytc13.png
 
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Klassisches "viele-köche-verderben-den-brei"-problem.
Wenn die damals überlegene deutsche Waffenindustrie immer mehr im Großkonzern Airbus untergeht und mehrere Länder an den Anforderungen und am Bauprozess mitrumpanschen, dann kommt halt nur scheiße raus.
Das KMW mit den Stümpern von Nexter zusammengegangen ist stößt ins gleiche Horn. Der nächste Panzer wird ein Murks werden, read it here first.
 
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Ist unglaublich, dass die beteiligten Leute und Unternehmen nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Auch die Ministerien haben ja sicher Juristen, die in der Lage sind, Fristen, Vertragsstrafen und zugesicherte Eigenschaften in die Verträge einzubinden. Und wenn sie das nicht getan haben, dann hatten sie entweder Anweisung das zu unterlassen oder es versäumt. In jedem Fall gibts irgend jemanden, den man dafür belangen kann.

Das Problem ist, dass dann das entsprechende Unternehmen pleite ist. Und so viel Rüstungsindustrie haben wir in Deutschland nicht - klagen wir die in die Pleite stehen wir ganz ohne da. Jedenfalls scheint das der Gedanke hinter der Nichtverfolgung zu sein, genau wie das auch bei großen Bauunternehmungen der Fall ist. Niemand will die Deutsche Bahn in ernsthafte Schwierigkeiten klagen, auch wenn sie massiv Sachen verbockt. Und da die das genau wissen wird entsprechend gehandelt.
Ich sage nicht dass das gut sei, im Gegenteil, es gibt sicherlich Wege daran vorbei. Beispielsweise mit mehr persönlicher Haftung der entsprechenden Manager/Vorstände, so dass die unter 'ner Brücke schlafen müssen falls sie ihr Projekt versauen. Dann überlebt die Firma (ist im Interesse Deutschlands) aber die handelnden Personen haben trotzdem ein maximales Interesse daran, alles richtig zu machen.
Nur ist das praktisch nicht wirklich umsetzbar. Wahrscheinlich nicht nur wegen der Lobby sondern auch wegen der aktuellen Rechtslage, was sagen unsere Juristen dazu?

Ich bin ja dringend dafür, der Politik lediglich die Einsatzlegitimierung zu übertragen und die Beschaffung und Ausrüstungsfragen komplett von der BW selbst entscheiden zu lassen. Was hat denn irgendeine Ministerin mit null Einsatzerfahrung darüber zu entscheiden, welches Gewehr oder welche Helm geeignet ist oder nicht?

Würde es das besser machen? Die zivile Aufsicht über das Militär hat schon seinen Grund. Damit würdest du Schattenbeständen an Waffen Tür und Tor öffenen. Und wie gut die Pflicht zum Bericht gegenüber der Regierung klappt haben wir ja bei den Geheimdiensten gesehen. Außerdem kann die BW genauso korrupt sein wie die Politik.
Aber es würde die aktuelle Situation sicherlich auch nicht schlechter machen (das geht ja nicht wirklich), d.h. einen Versuch könnte es tatsächlich wert sein.
 
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Warum hat sich mackia eigentlich noch nicht zu Wort gemeldet? Schämt er sich für seinen Arbeitgeber? :troll:
 

zimms

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Ihr müsst euch mal Pentagon Wars ansehen, dann wisst ihr wie der Hase läuft. :top2:
 
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Warum hat sich mackia eigentlich noch nicht zu Wort gemeldet? Schämt er sich für seinen Arbeitgeber? :troll:

Da liegt allerdings so viel im Argen, dass es eine unendliche Wall of text wäre, zu dem Thema Stellung beziehen.
Wir verkacken in den letzten Jahren, bei allen relevanten Theman und man kann geradezu zuschauen, wie wir immer schlechter werden :8[:

Ich nenne nur ein paar Stichworte:
- Alle Großvorhaben der vergangenen Jahre sind Milliardengräber, die die Truppe vor riesige Probleme stellen,
- die Einsatzbereitschaft des Großgeräts ist katastrophal, wegen a) Privatisierung von Instandsetzung und Wartung b) Ersatzteilmangel aus Geldgründen und c) überkomplexen Waffensystemen, die einen riesigen Wartungsaufwand produzieren,
- die Ausbildung in der Truppe ist auf einem beklagenswerten Niveau, weil a) zu wenig Großgerät zur Verfügung steht, b) die kümmerliche Resttruppe durch die vielen Stäbe und Ämter mit Aufträgen vollgeschissen wird, wozu für die Ausbildung keine Zeit bleibt, c) Personalmangel, da das Schlüsselpersonal (Offiziere und Feldwebel) in aller Welt in Einsätze geschickt wird, viele Stellen nicht besetzt sind und dann noch solche Brüller wie die Flüchtlingshilfe alles an Ressourcen erfordert was bisher noch flexibel einsetzbar war. Gut dass wir jetzt einsatzmäßig nochmal einen richtig großen Schluck aus der Pulle nehmen.
- Bürokratisierung und Zivilisierung der Streitkräfte (Uschis Lieblingshobby) sorgen dabei für einen noch höheren Zeitmangel, da wir nun Schwachsinn wie die 41-Stunden Woche einplanen sollen (Bedeutet 1 Woche Übung = 3 Wochen Freizeit für die Soldaten und das bei ohnehin kaum verfügbarem Personal), Arbeitsschutz, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mitbestimmungsrechte, Datenschutz usw usw beschäftigen die Truppe noch weiter mit Papier und schränken die Handlungsfreiheit zunehmend ein.
- Die Ausbildung wird verwässert, die neuen Soldaten sollen keine Überstunden mehr machen, so dass immer mehr Ausbildungsinhalte gestrichen werden und das Niveau der jungen Soldaten immer weiter sinkt. Da die Truppe aber selbst ausgeblutet und überlastet ist, kann dieser Mangel aber auch nicht durch die Einheiten mit eigener Ausbildung behoben wird, sondern wir schauen ohnmächtig zu.

Man könnte da noch bis ins Unendliche weiter ins Detail gehen, aber eines ist allen diesen Fakten gemeinsam: Sie führen dazu, dass die Truppe nicht mehr dazu kommt, ordentlich auszubilden und einsatzfähige Verbände zu bestücken, sondern man versucht nur noch irgendwo Lücken zu stopfen. Das geht schon über Jahre so und führt dazu, dass viele gar keine Ausbilungen im großen Rahmen (Bataillon aufwärts) mehr kennen und ganz einfach das Wissen um das Kriegshandwerk verloren geht. Von der Motivation ganz zu schweigen. Die ganze Bundeswehr kann nichtmal mehr eine einzige Brigade (4000 Mann) zusammenkratzen und bewegen. Es fehlt an allem. Das ist einfach schlimm.

Ich lehne allerdings eine Erhöhung des Wehretats ab.
In diesem System ist so viel Müll drin, dass wir erstmal ordentlich ausmisten und die ganzen Wasserköpfe entsorgen müssen. Der nächste Schritt muss darin liegen die Bw gesetzlich wieder militärischer zu machen. Wir brauchen Ausnahmen für unsere Waffensysteme und den Dienstalltag bei Umwelt- und Arbeitsschutz, bei Arbeitszeiten usw. Das kostet alles NULL Euro, man muss nur bereit sein sich einzugestehen, dass die Bundeswehr kein Arbeitgeber wie jeder andere ist. Die Zivilisten müssen überall rausfliegen und mit ihnen der ganze truppenferne Friedensmist. Die Generale müssen die Eier haben die Interesse der Bundeswehr (und da gibt es nur eine Messlatte: Die Kampfkraft der Truppe) unter allen Umständen, bis zur Opferung der eigenen Karriere gegenüber der Politik zu vertreten. Es muss wieder viel mehr Entscheidungskompetenz ganz nach unten verlagert werden und Schluss sein mit der dämlichen Zentralisierung. Dann muss mal jemand die Eier haben den Auftrag der Bundeswehr klar auszuformulieren und nicht immer herumzueiern und darauf aufbauend kann dann eine schlanke und funktionierende Struktur entstehen und man wird überrascht sein, was man für 30 Mrd € für eine geile Truppe haben kann.
Das wird natürlich nicht kommen. Stattdessen jammert man jetzt rum, dass man 5000 Soldaten mehr haben will.
 
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Baden/Berlin
Das hört sich echt traurig an :(
Und ich hab echt gehofft, dass die BW, unterstützt durch die in den geheimen Bunkern entwickelte tütsche Hochtechnologie (Stealthdronen, Psi-Schild-Kampfanzüge, Phasendisruptoren, Dark Templar, biologisch überlegene Mimic Infiltrationseinheiten) in absehbarer Zeit jedes stehende Heer der Welt und jede Bedrohung für Deutschland zermalmen könnte.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wenn ich sowas hier lese :(
sowas will ich in Deutschland auch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Project
 
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LoL. Sechs Fotoflieger fliegen und ein einziges Schiffchen schippern lassen ist einsatzmäßig nochmal "ein richtig großer Schluck aus der Pulle"? Srsly? :stupid3:
 
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Wenn man 1200 Mann braucht um die paar Systeme in Syrien in den Einsatz zu bringen, dann die MINUSMA Mission in Mali aufgebohrt wird, das Afghanistan-Kontingent wieder erhöht wird, die Ausbildungsmission für die Kurden ausgeweitet wird und man nebenher noch Ausbildungsunterstützung für die Mongolei, Georgien usw macht, summiert es sich ganz schön.
Das Problem ist einfach, dass in allen Einsätzen zum allergrößten Teil Offiziere und Feldwebel zum Einsatz kommen, da wir uns ja nicht mehr trauen selber zu kämpfen, sondern nur noch ausbilden, führen und unterstützen wollen und der größte Teil einer Armee nunmal aus Mannschaftssoldaten besteht, die man dafür nicht nutzen kann.
 
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Also laut Bundeswehrseite haben wir gerade ca. 4000 Soldaten im Krieg und das Mandat für Syrien erlaubt nochmal 1200. Das wären dann 5200 bei einer Gesamttruppenstärke von 178.829. Was machen die restlichen 174.600 Typen gerade eigentlich so bzw. wenn wir eh nur Offiziere in den Einsatz schicken weil wir nur Hightech-Abwehrwaffen, Aufklärung und Ausbilder liefern warum haben wir noch soviele Mannschaftssoldaten rumpimmeln?
 
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Wenn 5000 Mann im Einsatz sind, bedeutet das 15000 im Jahr, da die Kontingentdauer in der Regel nur noch 4 Monate beträgt (früher hatten wir mindestens 6), die müssen vorher extra ausgebildet werden und haben nachher Urlaub, arbeiten sich wieder ein etc, so dass du auf ca 25 000 Mann im Jahr kommst, die durch die Einsätze gebunden werden.
Dann sind von den 178 000 ca 20% noch in der Ausbildung, so dass real nur ca 140 000 zur Verfügung stehen. Wie ich schon erklärt habe, hat die Bundeswehr aber einen große Wasserkopf, der sich nicht an den Einsätzen beteiligt. Bleiben sagen wir noch ca 100 000 (davon bis zu 10000 in der Flüchtlingshilfe), von denen 25 000 wie oben beschrieben durch die Einsätze gebunden werden. Wenn du aus diesen 100 000 Mann 25 000 Spezialisten und ausgebildete Führer pro Jahr rausnimmst, erkennst du, dass die Belastung höher ist, als man auf den ersten Blick meint. Die "scharfen" Einsätze sind ja nicht das einzige an internationalen Verpflichtungen. Parallel werden Soldaten für die EU Battlegroup, für die VJTF usw in Bereitschaft gehalten und stehen ebenfalls nicht für weitere Aufträge zur Verfügung.

Die Mannschaftssoldaten alleine können natürlich wenig machen, weil sie nunmal keine Ausbilder sind. Trotzdem können wir die nicht einfach abschaffen, denn grundsätzlich ist die Armee zum Kämpfen da und dafür brauchen wir die. Wir haben halt eine viel zu hohe Bürokratisierung, die die kostbaren Dienstgrade bindet und gleichzeitig einen einseitigen Ansatz bei unseren Auslandseinsätzen, der das gleiche Personal überproportional fordert.
Vor 15 Jahren hatte die Bundeswehr dauerhaft 10 000 Mann im Einsatz und es lief. Da war die Armee aber auch noch nicht so kaputtgespart und man hat komplette Einheiten in den Einsatz geschickt und nicht nur die Dienstgrade.
 

parats'

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Wobei das Problem selbst nicht erst seit Ursula vdL besteht. Was man ihr vorwerfen kann/muss ist die Tatenlosigkeit und das abwichsen auf irgendwelche Errungenschaften die es schon vor ihrer Zeit gab (Kita z.b.).
 

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Natürlich ist es nicht (nur) Uschis Schuld. Ging damals schon mit Scharping los (btw mein erster Verteidiungsminister). Der dachte halt dass Privatisierung geil ist und hat so Sachen wie BwFuhrparkService, Projekt HERKULES und LHBw aus dem Boden gestampft. Und wie die Projekte gelaufen sind bzw. noch laufen weiß jeder der je Soldat war oder noch ist.
 
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Klar, schon seit Rühe ging es bergab. Damals konnte man aber noch viel von der Substanz zehren. Davon ist nun nicht mehr viel übrig und Uschi tut nichts um die Probleme zu entschärfen. Sie verschlimmert die Lage noch indem sie falsche Schwerpunkte setzt (um vermeintlich die Attraktivität zu steigern), die katastrophale Rüstungspolitik fortsetzt und die Truppe mit zusätzlichen Aufträgen belastet.
 
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Woran liegt denn der Personalmangel? Gibt es nicht genug Budget, um weitere Soldaten zu rekrutieren oder bewerben sich einfach zu wenig neue Leute?
 

parats'

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Soweit ich weiß fehlt in vielen Bereichen einfach schlicht das Geld. Der Etat ist ausreichend, wenn er für die Kernaufgabe der Bundeswehr verwendet wird. Da die BW aber attraktiver gemacht werden soll, wird eben der Rotstift an den Bereichen angesetzt die jetzt und sofort unnötig erscheinen und da trifft es leider die Truppe als erstes zusammen mit der Maschinerie. Keine glückliche Entwicklung und eins 100% hausgemachtes Problem.

Der Ruf der BW kommt dazu - auch wenn sich das imo gebessert hat.
 
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