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Deutschland: Wahlen 2021

Gustavo

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Warum sollte man das wollen? Das mag in der Spitzenpolitik ja ein ungewöhnliches Konzept sein, aber ich würde mir wünschen dass die Leute nach Kompetenz und Eignung für das Fach ausgewählt werden.

Dafür gibt es schon Gründe, aber ich meine jetzt hauptsächlich, weil die SPD gesagt hat dass sie es würde. Kann mir schlecht vorstellen, dass sie jetzt sagen "haha, jk"
 
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Mal gespannt wer das Gesundheitsministerium bekommt. Ich sehe schon die schlechte Presse, wenn es nicht Lauterbach wird, weil es halt direkt das Paradebeispiel für vieles ist, was an der Politik zu kritisieren ist: Descriptive representation vs. substantive representation, Regionalproporz, Expertise wird nicht berücksichtigt etc.
Warum sollte er es nicht werden? Hatte schon andere Namen gelesen, aber ohne Begründung.
 

parats'

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Weil Lauterbach innerhalb der SPD nicht unumstritten ist, da reicht im auch der Titel Corona-Papst nicht.

Anbei die Liste der Favoriten:
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Warum sollte er es nicht werden? Hatte schon andere Namen gelesen, aber ohne Begründung.

Meine Vermutung ist weil die SPD ihn nicht wirklich mag. Meine Vermutung ist aber, dass die SPD dann Prügel kassieren wird, weil die SPD das wohl kaum als Grund sagen wird.
 
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Gerechter könnte Prügel kaum sein. Wenn einem Lauterbach Sabine Dittmar vorgezogen wird, kann man sich ja nur verarscht vorkommen. Verneinung des Leistungsprinzips wäre da kein Ausdruck mehr.
Wenn man diese ntv-Liste ernst nehmen kann, spricht sogar der Geschlechterproporz für Lauterbach. :ugly:
 

Shihatsu

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Also zu erst das mit dem Dope. Dann liest sich das Zeugs zum Digitalen wie ein Thesenpapier des CCC (Spoiler: Liegt daran das es genau das ist - GENAU das) dem sogar der BDI zustimmend tootet. Und dann wollen sie vielleicht Lauterbach zum Gesundheitsminister machen? JA HABEN DIE DENN ALLE GEKIFFT? Am Ende des Tages fang ich gar an zu hoffen...
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Gerechter könnte Prügel kaum sein. Wenn einem Lauterbach Sabine Dittmar vorgezogen wird, kann man sich ja nur verarscht vorkommen. Verneinung des Leistungsprinzips wäre da kein Ausdruck mehr.
Wenn man diese ntv-Liste ernst nehmen kann, spricht sogar der Geschlechterproporz für Lauterbach. :ugly:

Ich fände es auch schwer nachvollziehbar wenn sie ihn nicht geben würden. Es wäre einfach ZU offensichtlich, dass sie einen der ganz wenigen Politiker, der echte Expertise in einem ganz bestimmten Fach hat, für DAS drängendste Thema (sicher nicht für die ganzen vier Jahre, aber halt jetzt) nicht nehmen würden. Trotzdem vermute ich, dass genau das kommt. Ich glaube in jeder Bundestagsfraktion sitzen eine Menge Leute mit der Faust in der Tasche geballt die eigentlich auch gerne wie Lauterbach dauernd sagen würden was sie wirklich denken, nicht was die Partei gerade als Losung ausgibt, die sich das aber nicht leisten können weil ihr Thema halt nicht die Nachrichten bestimmt. Dazu gibt Lauterbach sich merklich Mühe, nichts Schlechtes über Politiker anderer Parteien zu sagen, was man in der SPD glaube ich auch nicht gut findet.
 
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parats'

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Das Fachkompetenz nicht immer so guten Ergebnissen führt sieht man an Andreas Scheuer.

Mal im ernst - es hat einen Grund warum Lauterbach bei der SPD seit 2 Jahrzehnten in der Versenkung ist. Das kann mit seiner Expertise zu tun haben, oder aber mit Spannungen innerhalb der Partei.
Meine letzte große Erinnerung an ihn, vor Corona, war das intensive mitwirken und einführen der Fallpauschalen während der Ökonomisierung des Gesundheitswesens unter Schröder. Mittlerweile sieht er aber auch selbst ein, dass das Mist war.
 
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Meine letzte große Erinnerung an ihn, vor Corona, war das intensive mitwirken und einführen der Fallpauschalen während der Ökonomisierung des Gesundheitswesens unter Schröder. Mittlerweile sieht er aber auch selbst ein, dass das Mist war.
Naja, afaik ging es dabei in erster Linie um eine (dringend nötige) Rationalisierung des Gesundheitssystems und das System der Fallpauschalen/DRGs hat dabei imo durchaus eine Daseinsberechtigung. Es kommt maßgeblich auf die Implementierung an und einige große Fehler, die dabei gemacht wurden, sind inzwischen erkannt und wurden zum Teil auch berichtigt.
Wesentliche Ziele der Reform, z.B. Abbau überflüssiger Krankenhäuser und eine viel stärkere Konzentration auf spezialisierte Kliniken konnten nicht erreicht werden, weil das von zu vielen Akteuren nicht gewünscht war. Zudem wurde die (u.a. von Lauterbach) angestrebte Verbreiterung der Finanzierungsgrundlage (Bürgergeld) niemals durchgesetzt.
Sich angesichts dessen darüber zu beschweren, dass unser Gesundheitssystem teilweise ausgeblutet ist und das Lauterbach mit anzulasten, finde ich da nicht ganz fair.
 
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pinko

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Glaube ehrlich gesagt nicht, dass Lauterbach es wird. Der hat wohl zu viele Feinde in der eigenen Partei.

Bin zum ersten Mal seit vielen Jahren mal wieder auf eine Regierung gespannt. Einige gute Ideen hat man schnell mal aufgeschrieben, solange die Coronakrise alles dominiert, dürfte es schwer werden, diese rasch anzugehen. Zudem wird die Union im Bundesrat fleißig blockieren, allerdings wird das schwierig, weil sie in einigen Ländern mit Ampelparteien regiert.

Es wird viel Hauen und Stechen um Finanzierungsfragen geben. Die FDP sitzt hier an einer Schlüsselstelle. Mir fehlen im Koalitionspapier auch wirklich fundamentale Ansätze für die Sozialpolitik, da hat sich die FDP schon mal gut durchgesetzt. Positiv sind die Vorhaben zur Digitalisierung, allerdings glaube ich da erst an Fortschritt, wenn er sichtbar wird.
 
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Ja, ich kann mir nicht helfen, aber Lindner behagt mir auf dem Posten einfach nicht. Zwar gibts von den Grünen viel fürs Klima und angeblich haben sie auch in den Details sonst noch einiges untergebracht. Aber so wirklich überzeugt, dass sich der Verzicht aufs BMF gelohnt hat, bin ich weiterhin nicht.

Bei Maischberger wird der Koalitionsvertrag bisher ziemlich gut rezipiert. Hat jemand einen Link zu einer wirklich guten halbwegs detaillierten Zusammenfassung? Hab bisher nur sehr grobe Umrisse gefunden, wo sich im größtenteils die Punkte drin fanden, die man eh schon kannte.

[edit]
Wie seht ihr eigentlich, dass die Grünen (voraussichtlich) keine PoC nominieren? :troll:

[edit2]
Daran anknüpfend: Es war tatsächlich an mir vorbeigegangen, hat Scholz echt versprochen, dass das Kabinett insgesamt geschlechtsparitätisch besetzt wird? Wäre schon ne gute Nummer der FDP gewesen einfach 4 Männer reinzuschicken. :ugly:
 
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parats'

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Sich angesichts dessen darüber zu beschweren, dass unser Gesundheitssystem teilweise ausgeblutet ist und das Lauterbach mit anzulasten, finde ich da nicht ganz fair.
Es ist halt wie es ist. Ich habe ihn noch prominent in Erinnerung, mittlerweile hat er aber auch selbst eingeräumt, dass das System so nicht tragbar ist. Es geht aber auch nicht um den Fall als solches, sondern um seine scheinbar nicht vorhandene Akzeptanz innerhalb der Partei. Die SPD hat seit Ende der 90er nur eine Legislaturperiode nicht regiert und Lauterbach war wie ein Phantom. Das spricht nicht dafür, dass er jetzt die Chance bekommt. Dafür fehlt ihm scheinbar der Support aus den eigenen Reihen und zwar unabhängig von seiner fachlichen Qualifikation, die er hat.

Wie seht ihr eigentlich, dass die Grünen (voraussichtlich) keine PoC nominieren?
Den haste doch von Lobo gestern. Bin da inhaltlich aber 100% bei ihm. ;)
 
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Rein von den Posten her haben sich die Grünen doch derb über den Tisch ziehen lassen. Finanzen kriegt die FDP, dafür kriegt man ein ominöses Wirtschafts- und Klimaministerium. Was genau sind denn mit "Klima" für Kompetenzen verbunden? Und dann hat man auch noch das Verkehrsressort abgegeben um sich mit Gemüse, Gedöns und Händeschütteln abspeisen zu lassen. :rofl2:
 
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Liest sich mE durchaus versöhnlich von den Inhalten her, wenngleich man auch hier stark das Gefühl hat, dass die SPD gegenüber der FDP deutlich mehr durchgesetzt hat als die Grünen. Wobei ich jetzt die Wahlprogramme nicht gelesen habe. In den Koalitionsvertrag werde ich aber wohl doch mal reinschmökern.

€:


Auch bei der bundeseigenen Deutschen Bahn bleibt eine radikale Strukturreform aus. Die von der FDP geforderte Aufspaltung der Bahn in Infrastruktur und Bahnbetrieb wurde von der SPD abgelehnt. Der Koalitionsvertrag sieht lediglich vor, dass künftig die Infrastruktureinheiten unter anderem mit der DB Netz innerhalb des Konzerns zu einer neuen, "gemeinwohlorientierten" Sparte zusammengelegt werden.
Toll, da hat die FDP mal eine vernünftige Idee und das wird dann wegverhandelt. :rolleyes:
 
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Benrath

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Ich hab gehört, dass DB Station & Service und DB Netz zusammengelegt werden, was für alle Sinn machen würde, weil ich im Personenverkehr eh keine Trasse ohne Bahnhof kaufen kann etc. Eventuell auch noch DB Energie dazu. Würde uns an sich Arbeit sparen, weil man nicht zwei Preissystem prüfen muss und eventuell die Kosten der Bahnhöfe einfach sonst irgendwo unter gehen lassen wird. Wird dem Güterverkehr nur nicht gefallen. Die zahlen aktuell aber eh sehr wenig und keine Gemeinkosten.

Inhaltlich hätte ich auch gedacht, dass Verkehr für die Grünen interessanter ist, aber wahrscheinlich brauchte Baerbock auch einen repräsentativen Posten und Verkehr hätte wohl Hofreither gemacht. Vielleicht denken Sie auch sie machen die Klimaverhandlungen übers AA.
 
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Ich hab gehört, dass DB Station & Service und DB Netz zusammengelegt werden,
Ja, so steht's ja auch in den Artikeln. ;)

Weiß echt nicht, was je dagegen sprechen sollte, die gesamte Infrastruktur in eine eigene, bundeseigene Gesellschaft auszulagern, die zu 100% mit Steuermitteln finanziert wird. Das würde ja gleich zwei Dschungel lichten: Netzentgelte (braucht man nicht mehr) und wirre Anreize der DB (kriegen Neubauten bezuschusst, Sanierungen aber nicht).
 

Benrath

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Ja, so steht's ja auch in den Artikeln. ;)

Weiß echt nicht, was je dagegen sprechen sollte, die gesamte Infrastruktur in eine eigene, bundeseigene Gesellschaft auszulagern, die zu 100% mit Steuermitteln finanziert wird. Das würde ja gleich zwei Dschungel lichten: Netzentgelte (braucht man nicht mehr) und wirre Anreize der DB (kriegen Neubauten bezuschusst, Sanierungen aber nicht).

Es gibt gewissen rechtliche Vorgaben, den du nicht entkommen wirst. Netzentgelte mindestens auf Höhe der unmittelbaren Kosten des Zugbetriebs (Direct Costs) musst du nach 2012/34 EU Richtlinie machen.
 
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Befristungen​

Im öffentlichen Dienst soll die Möglichkeit der Haushaltsbefristung abgeschafft werden. Beim Bund als Arbeitgeber soll die sachgrundlose Befristung "Schritt für Schritt" fallen. Um Kettenbefristungen zu vermeiden, sollen die mit Sachgrund befristeten Arbeitsverträge beim selben Arbeitgeber auf sechs Jahre begrenzt werden. Ein Überschreiten dieser Höchstdauer ist demnach nur in Ausnahmefällen möglich.
Kann jemand das erläutern? Klingt wie WissZeitVG für alle. :ugly:

Inhaltlich hätte ich auch gedacht, dass Verkehr für die Grünen interessanter ist, aber wahrscheinlich brauchte Baerbock auch einen repräsentativen Posten und Verkehr hätte wohl Hofreither gemacht. Vielleicht denken Sie auch sie machen die Klimaverhandlungen übers AA.
Klingt allerdings redundant, wenn die Grünen schon einen Superklimaminister stellen.
Die Postenverteilung wirkt tatsächlich so, als hätte Habeck hier einmal mehr zurückstecken müssen, um Baerbocks und Lindners Egos zu befriedigen.
Imo wäre es im Sinne des politischen Einflusses sinnvoller gewesen auf das BMF zu bestehen. Dann hätte die FDP Außen, Justiz und Wirtschaft + X bekommen. Für AB wäre wohl nur das Familienministerium abgefallen, aber mehr verdient sie nach dem Wahlkampf auch nicht. :troll:
 

Benrath

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Kann jemand das erläutern? Klingt wie WissZeitVG für alle. :ugly:

Na der Bund ist einer der schlimmsten Übeltäter bei der sachgrundlosen Befristungen. Deswegen war es immer so heuchlerisch sich über das Thema aufzuregen.
Sachgrundlose Befristung: Öffentlicher Dienst befristet wie kein Zweiter. 70 Prozent der sachgrundlosen Befristungen betreffen den öffentlichen Dienst.

Ka ob das stimmt, aber anekdotisch ist es gerade in den Ministerien so, dass viele nur 2 Jahresverträge bekommen. Daher wechseln dann einige zu nachgelagerten Bundesbehörden, weil es das bei uns zumindest nicht gibt.
 
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Das kriege ich auch so mit. Allerdings nicht nur direkt beim Staat, sondern auch allem, was öffentlich-rechtlich ist oder quasi vollständig öffentlich finanziert. Unbefristeter Vertrag ist da sowas wie ein Einhorn: Gibt Geschichten drüber, aber niemand hat es je gesehen.

Meine Frau arbeitet grad vertrerungsweise 6 Monate in einer Bundesstiftung und hat nach knapp 3 Monaten angeboten gekriegt, dass sie direkt in die Stelle übernommen wird, allerdings dann auch nur auf 2 Jahre befristet. Das wird zwar intern fast wie eine Festanstellung gesehen, weil es fast nie vorkommt, dass man nicht verlängert wird, aber ist natürlich trotzdem ne andere Position.
 
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Ich halte das Außenministerium für wichtiger für den Klimawandel als das Umwelt- oder Wirtschaftsministerium. Insofern schon relevant, das Grün zu haben. Andere Länder zu beeinflussen ist aber schwer, von daher wäre mir da ein Habeck lieber als eine Baerbock.
 
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Wann war denn bitte das letzte mal der Außenminister auf einer Klimakonferenz?
 
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parats'

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Hätte Deutschlands Stimme nur irgendein Gewicht, dann wäre ein starkes Außenministerium sicherlich ein valider Punkt.
Aber in Summe juckt es Staaten wie die USA oder China nicht, was Deutschland zu sagen hat - wenn da eher auf Ebene der EU.
Ohnehin ist der letzte kleine Rest Reputation von Heiko Maas erfolgreich vernichtet worden.

Deutsche Außenpolitik beschränkt sich im wesentlichen auf Händeschütteln, Fotos und bei Gipfeltreffen dabei zu sein.
Diese Vermittlerrolle, die man durchaus haben kann, ist seit Jahren tot. Die großen Streitpunkte Iran oder auch Nahost sind ein absolutes Minenfeld.
 
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Gerade weil Deutschland das größte EU-Land ist und entsprechend Einfluss haben, dürften wir als einzelnes Land durchaus noch Interessant sein für China oder USA. Aber die rufen dann halt auch nicht im Außenministerium an sondern im Kanzleramt (oder BMF).

Trotzdem fände ich Baerbock als Außenministerin aber ex ante erstmal gut. Gerade außenpolitisch hat sie schon im Wahlkampf mMn die vernünftigsten Positionen besetzt von allen Kandidaten. Klar ist der Einfluss des AA begrenzt, aber deswegen muss ich die Personalie nicht schlecht finden.
 

parats'

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Shoutout an Andy Scheuer für high level flames. :rofl2:
So sagte Scheuer der Deutschen Presse-Agentur: „Schön, dass die Ampel meine Arbeit der letzten Jahre fortsetzt.“ Den Vertrag hätte er bei den Themen Verkehr und Digitales auch schreiben können.

 
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Ich hab gehört, dass DB Station & Service und DB Netz zusammengelegt werden, was für alle Sinn machen würde, weil ich im Personenverkehr eh keine Trasse ohne Bahnhof kaufen kann etc. Eventuell auch noch DB Energie dazu. Würde uns an sich Arbeit sparen, weil man nicht zwei Preissystem prüfen muss und eventuell die Kosten der Bahnhöfe einfach sonst irgendwo unter gehen lassen wird. Wird dem Güterverkehr nur nicht gefallen. Die zahlen aktuell aber eh sehr wenig und keine Gemeinkosten.

Inhaltlich hätte ich auch gedacht, dass Verkehr für die Grünen interessanter ist, aber wahrscheinlich brauchte Baerbock auch einen repräsentativen Posten und Verkehr hätte wohl Hofreither gemacht. Vielleicht denken Sie auch sie machen die Klimaverhandlungen übers AA.

Jo das ist eigentlich ne große Sauerei. Die EU Kommission hat schon vor 15 Jahren angemahnt, dass eine Trennung von Infrastruktur und Dienstleistung bei der DB angezeigt wäre. Die Monopolkommission hat dieses Verständnis im letzten Sektorengutachten ebenfalls bestätigt. Nach meinem Wissen gibt es auch kein anderes Land in der EU, das Infrastruktur und Dienstleistung auf der Schiene in einem Konzern bündelt. Es gab darüber hinaus mehrere Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des BT, die eindeutig gezeigt haben, dass die Entflechtung in allen europäischen Ländern vorteilhaft für den Wettbewerb und die Endkunden war.

Ich bin da vielleicht etwas biased, weil ich die Konkurrenz vertrete und wir seit langer Zeit dafür kämpfen, dass Deutschland die DB nicht ständig auf heftigste Weise stützt und damit den Wettbewerb verzerrt und es irgendwie schafft, die Kommission dabei ruhigzustellen. Aber mir leuchtet überhaupt kein Grund dafür ein diese Entflechtung nicht endlich einzuleiten außer absurder SPD Rhetorik von "böser Privatisierung".

Mal abgesehen davon, dass der Bund auch ohne komplette Entflechtung iS einer Privatisierung die Wettbewerbsproblematik adressieren könnte, indem er beide Gesellschaften zum Beispiel in verschiedene Gesellschaften entflechtet, die jedoch beide in Staatseigentum bleiben. So bestehen aber zwischen DB Dach und DB Fernverkehr und DB Netz Gewinn- und Verlustausgleichsverträge, die dafür sorgen, dass Beihilfen im Infrastrukturbereich immer auch Vorteile für die DB Fernverkehr mitringen.

Gerade außenpolitisch hat sie schon im Wahlkampf mMn die vernünftigsten Positionen besetzt von allen Kandidaten.

Kommt wohl auf die Perspektive an. Sie hat halt das Polenlied vom bösen gefährlichen Russen gesungen und versucht NS2 zu verhindern, das für Deutschland einfach nur uneingeschränkt geil ist. Mir konnte jedenfalls immer noch keiner erklären, warum eine zusätzliche Quelle, die Chaosstaaten wie die Ukraine oder Weißrussland umgeht, für Deutschland nachteilig sein könnte.
 

Benrath

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Du musst nur nach Frankreich schauen da ist es mit sncf als Gruppe so ist wie bei uns. Holland hat auch wieder integriert. ÖBB ist ne holding. Auch sonst gibt's Beispiele, müsste aber gucken
 
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Du musst nur nach Frankreich schauen da ist es mit sncf als Gruppe so ist wie bei uns. Holland hat auch wieder integriert. ÖBB ist ne holding. Auch sonst gibt's Beispiele, müsste aber gucken
Ne SNCF war doch grade ein Musterbeispiel für Entflechtung. Die hatten erst eine getrennte Struktur mit einer komischen Vergaberegel, nach der nur SNCF Aufträge bekommen konnte und wurden dann noch weiter desintegriert. Oder hat sich da was geändert? Ich meine eigentlich nein.
 
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Grüne Kabinettsbesetzung ist raus mit ein paar Überraschungen:

Göring-Eckardt und Hofreiter gehen leer aus. Dafür sind Cem Özdemir und irgendeine Pfälzerin drin. Und Claudia Roth als Staatsministerin für Kultur und Medien. :fetti:
 

Gustavo

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Ging natürlich nicht ohne. Immerhin: Obwohl sie einfach jemand aus dem Hut gezaubert haben, wurde token PoC-Minister dann doch Özdemir, der mir ziemlich vernünftig vorkommt. Mit Anne Spiegel dagegen saß ich tatsächlich mal im Hauptseminar an der Uni Mainz und sie kam mir nicht vor wie das hellste Licht. Glücklicherweise muss man das für Gedöns wohl auch nicht sein. :deliver:

Geht btw schon los: Sowohl bei Illner als auch bei Lanz wurde ziemlich insistierend gefragt, ob Lauterbach jetzt Gesundheitsminister wird oder nicht. Die SPD wäre schön blöd, ihn nicht zu nehmen, aber zutrauen kann man es ihr natürlich locker.
 

pinko

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Hofreiter fasziniert mich irgendwie. Der Kerl hat wirklich Fachkompetenz, wenn es um Ökologiethemen geht, aber er besitzt auch praktisch überhaupt kein rhetorisches Talent. Schon erstaunlich, wie so einer so ne Karriere machen kann. Dass er nun leer ausgegangen ist, zeigt auch gut, wie sehr die Realos mittlerweile die Grünen dominieren, wobei Özdemir jetzt auch kein Weltuntergang ist. Nimmt sich manchmal etwas arg wichtig, aber gibt schlimmere Politiker.

Dickes lol @ Roth als Kulturstaatsministerin. Die Frau fällt einfach von Posten zu Posten. :rofl2:
 

parats'

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Hofreiter fasziniert mich irgendwie.
Ich küsse dein Auge, du sprichst mir aus der Seele.
Sein generelles Auftreten wirkt wie der Rüberbauer von nebenan, der schon vor dem Scheunenfest seinen selbst gebrannten weggezogen hat. Aber in punkto Verkehr/Landwirtschaft hat er wirklich mal Ideen, wie man Probleme angehen könnte. Find ich eigentlich schade, dass er nicht zum Zug kommt. Das ausgerechnet Cem Özdemir den Quotenmigrant gibt, der gefühlt 102% der Erststimmen in seinem Wahlkreis geholt hat, ist schon verständlich. Allerdings das falsche Ressort - Außenminister wäre in der Tat was gewesen. Die Fundis könnten sich aber etwas benachteiligt fühlen, kommen mit ACAB, RH und CM ja schon mal drei stramme realos in die möglichen Schlüsselressorts.
Zu Claudia Roth muss nichts sagen - hätten Heiko Maas und Andy Scheuer eine Tochter wäre Claudia Roth 1:1 das Ergebnis.
 

Benrath

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Ne SNCF war doch grade ein Musterbeispiel für Entflechtung. Die hatten erst eine getrennte Struktur mit einer komischen Vergaberegel, nach der nur SNCF Aufträge bekommen konnte und wurden dann noch weiter desintegriert. Oder hat sich da was geändert? Ich meine eigentlich nein.

Dude du weißt wo ich arbeite... Kannst du denn gar nichts glauben.

Den Artikel zur ÖBB kannst du selber suchen..
 
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Ich küsse dein Auge, du sprichst mir aus der Seele.
Sein generelles Auftreten wirkt wie der Rüberbauer von nebenan, der schon vor dem Scheunenfest seinen selbst gebrannten weggezogen hat. Aber in punkto Verkehr/Landwirtschaft hat er wirklich mal Ideen, wie man Probleme angehen könnte. Find ich eigentlich schade, dass er nicht zum Zug kommt. Das ausgerechnet Cem Özdemir den Quotenmigrant gibt, der gefühlt 102% der Erststimmen in seinem Wahlkreis geholt hat, ist schon verständlich. Allerdings das falsche Ressort - Außenminister wäre in der Tat was gewesen.
Darauf ein Like. :top2:

Dass Cem doch noch Minister wird, damit hätte ich nicht gerechnet. Und dann noch Landwirtschaft? :eek: Im AA wäre er alleine schon gut gewesen weil es Erdogan eine Freude gemacht hätte. :D Landwirtschaft stinkt jetzt halt schon sehr nach "wir brauchen noch einen Quotenmigranten" in Kombination mit "IcH WiLl AbEr JeTzT aUcH nOcH mInIsTeR wErDeN!"

€:

Annalena hätte doch auch Staatssekretärin bei Habeck werden können. :troll:

€2:

Aber lulz wie einige Medien schon wieder steilgehen wegen "Grüne vergeigen Start in die Regierung", "Grüne stürzen Ampel ins Chaos", etc. Alta, was?! :rofl2: Weil die noch einen Tag lang intern streiten wer jetzt an die Fleischtröge darf? :rofl2:
 
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Zu Hofreiter:
Nicht unwichtig für die Entscheidung war wohl auch die Performance von Anton Hofreiter bei den Koalitionsverhandlungen. Als Leiter der Arbeitsgruppe Verkehr soll er keine gute Figur abgegeben haben, sagen selbst linke Grüne hinter vorgehaltener Hand. Er sei schlecht vorbereitet gewesen, habe unklug verhandelt. Hofreiter könnte damit den Anspruch auf einen Ministerposten verspielt haben.

Bin aber auch ein wenig irritiert, das nach internen Querelen, die nicht nach außen dringen, wieder die Grünen angeprangert werden. Da hätte man sagen können: Warum muss bei der FDP nichts dezentral geregelt werden? Warum ist dort alles schon nach den Verhandlungen klar, wer was macht? Die SPD ist da doch vorbildlich: Lässt sich Zeit, obwohl es schon jemanden auch die Posten gibt, wer was machen möchte. Aber da finden halt - für mich wenigstens scheinbar - offene Gespräche statt.
 
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Dude du weißt wo ich arbeite... Kannst du denn gar nichts glauben.

Den Artikel zur ÖBB kannst du selber suchen..

Ich sage ja, kann gut sein, dass es da neue Entwicklungen gab. Mein letzter Stand war der BT Bericht über Entflechtung in der EU und da war Frankreich noch als Beispiel genannt 2017.

[]https://www.bundestag.de/resource/b...ae95e7d706e498468a51/WD-5-037-17-pdf-data.pdf

„Im Jahr 1997 wurden die Infrastrukturbetriebsaufgaben von SNCF, dem nationalen Eisen- bahnunternehmen, durch die Schaffung von RFF vom Zugbetrieb getrennt.

„Insgesamt finden sich in der französischen Bahnbranche kaum Belege für die Auswirkungen der vertikalen Trennung. Da diese nur teilweise erfolgt ist, wird das Potenzial für die Einführung von Wettbewerb und die Erhöhung der Transparenz nicht ausgeschöpft, und in Sachen Effizienz und Erfahrungen der Fahrgäste gab es kaum Veränderungen

Das Teilweise ist was ich mit komischer Vergabstruktur meinte, die RFF durfte nur Aufträge an SNCF vergeben, was halt irgendwie witzlos war. Aber immerhin hatten sie getrennte Bücher und ich würde gern wissen, wie es heute ist. Also gibt es im reintegrierten Konzern Gewinn- und Verlustabführungsverträge oder nicht?
 
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