Deutschland: Wahlen 2021

parats'

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Shihatsu

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Wie FeFe schon festgestellt hat - und hier hat er absolut recht - hat die Realität die Satire bei den wokeness Fritzen LÄNVGTS überholt. So was kannst du dir nicht ausdenken. Der Typ da meint das ernst. Alter. Das tut weh.
 
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Was ich am schlimmsten finde ist, dass diesen Leuten immer noch mediale Aufmerksamkeit geschenkt wird, obwohl doch klar sein sollte, dass man die am besten einfach ignoriert. Don't feed the troll funktioniert einfach nicht.
 

Shihatsu

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CDU so zu den Plänen der Regierung bezüglich Corona:
KEINE EFFEKTIVE PANDEMIEBEKÄMPFUNG!!!!

Nun gut, DAMIT kennt sich die CDU ja aus, aber die SPD eben auch - ist das nun ein Lob?
 
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Was ich am schlimmsten finde ist, dass diesen Leuten immer noch mediale Aufmerksamkeit geschenkt wird, obwohl doch klar sein sollte, dass man die am besten einfach ignoriert. Don't feed the troll funktioniert einfach nicht.
Naja, die Medienhäuser sind voll von Menschen die genau so denken.
Genau deswegen wurde doch sehr lange eine Appeasementstrategie gefahren, um sich nicht umfassende Medienschelte und -ächtung abzuholen. Was hat man dafür bekommen? Statt, dass man sich über ein weitestgehend paritätisches Kabinett freut, wenn einem das wichtig ist, wird HITLER HITLER geschrien weil man nur 8/17 anstatt 9+/17 bekommen hat. So geht Demokratie heute: Wenn ich nicht genau bekomme was ich will, dann ist das Ergebnis halt Nazi. *wütendmitdemFußaufdenBodenstampf*
 
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Naja aber hast du Zahlen dazu, wie viele jetzt tatsächlich HITLER HITLER schreien bzw. denken? Es ist nämlich auch eine Unart heutiger Zeit geworden, einzelne Twitter Posts zu verwenden um damit gegen ganze Gruppen zu argumentieren. Dass der Post Schwachsinn ist: Darin sind wir uns hier wohl alle einig. Dass man auch weitere ähnliche finden wird: geschenkt. Aber ich gehe bei sowas trotzdem immer von einer schreienden Minderheit und einer schweigenden, "normalen" Mehrheit aus.
 
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Genau diese Art der Beschwerde ist ein Grundkonzept der Grünen...kleine Minderheit schon klar :lol:
Die kleine Minderheit, hat das also wie noch gleich in die Statuen gekriegt?
 

parats'

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Es ist immer noch unfassbar. Wäre Steuergeldverschwendung eine Straftat, würde Olaf für sein CumEx 10j im Gefängnis sitzen. So ist er jetzt halt Bundeskanzler. :raul:
 
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Na ja, dafür ist er mit der FDP als Koalitionspartner gestraft. :troll:
 
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Ich lese gerade, dass Habecks Superministerium eine halbe Abteilung ans Verkehrsressort abtritt. :rofl2: Zum Glück bekommt er eine Abteilung von Umwelt. :rofl2:

Das kann sich doch keiner ausdenken. :rofl2:
 

Gustavo

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Es ist immer noch unfassbar. Wäre Steuergeldverschwendung eine Straftat, würde Olaf für sein CumEx 10j im Gefängnis sitzen. So ist er jetzt halt Bundeskanzler. :raul:

Wer sagt denn, dass Warburg nicht wirklich Pleite gegangen wäre? :troll:
 

parats'

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Mein Mitleid mit Steuerbetrügern hält sich da in Grenzen.

Ich habe letztens ein paar Situationen aus dem Untersuchungsausschuss zu CumEx gehört/gelesen.
Christian Olearius hat doch tatsächlich Tagebuch geführt und die treffen mit Scholz dort vermerkt, allerdings ohne Inhalt.
Scholz wurde dazu im UA befragt. Er konnte sich an den Tag, die Uhrzeit und Ort erinnern. Aber nicht an den Inhalt des Gesprächs.
Als er nochmal gezielt zum Inhalt befragt wurde schwieg er einfach. Er saß da, guckte die Menge an und sagte _nichts_. :rofl2:
 

Gustavo

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Mein Mitleid mit Steuerbetrügern hält sich da in Grenzen.


Na ja, von "Mitleid" redet ja auch niemand. Was da wohl (Spekulation! In the game, in the game) wirklich passiert sein dürfte ist, dass Olearius sich bei Scholz ausgeweint hat, dass Warburg doch ganz doll sicher Pleite geht wenn sie die Steuerschuld in voller Höhe begleichen müssten und ob er denn nicht einmal, EINMAL, an die armen Arbeitsplätze im schönen Hamburg denken kann, welche vernichtet (tm) würden und im Übrigen, wenn Warburg Pleite geht dann sieht Hamburg doch sowieso nix von dem Geld.
 

parats'

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Dann wäre man im Rahmen des Insolvenzverfahrens bedient worden.
Abgesehen davon wäre die Warburg Bank aufgrund der Rückzahlung sicherlich nicht zahlungsunfähig geworden. ;)

Anrechnen kann man ihm ja, dass es bis zu den Sphären der Union noch ein weiter Weg ist und er sich nicht die Taschen voll gemacht hat. :|
 
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parats'

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Cem Özdemir mit der Ernennungsurkunde auf dem Gepäckträger zurück zum Bundestag. :top2:
Im AA hätte man ihn so feiern können, stattdessen gibt es die Quotenfrau, die als Kanzlerkandidatin antritt und dann den Vizekanzler abgeben muss.
Screenshot_20211209-065804.png
 
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Cem Özdemir mit der Ernennungsurkunde auf dem Gepäckträger zurück zum Bundestag. :top2:
Beim Cem weiß man aber halt auch nie so wirklich wie genuin solche Aktionen jetzt sind oder was nur Show ist weil er genau weiß dass jetzt die Kameras auf ihn gerichtet sind.

Annalena wird derweil von der NZZ gelobt:

 

parats'

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Beim Cem weiß man aber halt auch nie so wirklich wie genuin solche Aktionen jetzt sind oder was nur Show ist weil er genau weiß dass jetzt die Kameras auf ihn gerichtet sind.
Natürlich gehört da "Show" zu. Aber immerhin steht für so einige Grundprinzipien der Grünen dann auch ein.
Will mir gar nicht vorstellen, was ein Fahrradkorso aus allen Minister*innen der Grünen ausgelöst hätte.

ACABs Vorteil jetzt sind natürlich die Fußstapfen von Heiko Maas, welche nicht existieren. ;)
 
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Natürlich gehört da "Show" zu. Aber immerhin steht für so einige Grundprinzipien der Grünen dann auch ein.
Will mir gar nicht vorstellen, was ein Fahrradkorso aus allen Minister*innen der Grünen ausgelöst hätte.
Klar, das wäre mal ein schönes Signal gewesen. Ich finds ja auch nett, dass er mit dem Fahrrad gefahren ist.

Aber sind wir ehrlich, oft dürfen Spitzenpolitiker sich gar nicht ohne ihre Karossen bewegen weil die Personenschützer es nicht erlauben. Der Bundeskanzler darf nicht mal vom Kanzleramt zum Reichstag zu Fuß gehen, jedenfalls nicht zu vorher bekannten Terminen, obwohl das nur fünf Minuten sind. :ugly:
 
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Der Minister für Landwirtschaft unterliegt afaik aber nicht grundsätzlich so krassen Schutzauflagen wie Kanzler, Innen-, Außen-, Verteidigungs- und Finanzminister. Quelle: hab ich mal irgendwo gelesen. Ich such nochmal
 

Gustavo

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Der Minister für Landwirtschaft unterliegt afaik aber nicht grundsätzlich so krassen Schutzauflagen wie Kanzler, Innen-, Außen-, Verteidigungs- und Finanzminister. Quelle: hab ich mal irgendwo gelesen. Ich such nochmal

Prinzipiell wahrscheinlich nicht, aber ich glaube wenn man Cem Özdemir heißt und Bundesminister ist, werden die trotzdem nicht SO erpicht darauf sein, dass der als sitting duck durch die Gegend gurkt.
 
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Wie Karl gleich mal ein Zeichen an die Hater setzt und beweist, dass man Bundesminister und Dauergast in Talkshows gleichzeitig sein kann. #KarlstattOlaf
 
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Wird der jetzt auch noch alterssenil? Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.
 

Gustavo

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Merz natürlich völlig durchgeknallt. Aber: Bin auch erstaunt, wie schnell die FDP die Position, mit ihr werde die Schuldengrenze nicht umgangen, komplett geräumt hat. Die Rede war ja nie davon, die Schuldengrenze einfach zu ignorieren, sondern vor allem davon, über Budgettricks an ihr vorbeizukommen. Und offensichtlich klappt es, denn momentan sehe ich bis auf die FAZ niemand, die schreibt, dass das ziemlich eindeutig eine Verletzung der "roten Linie" ist, auf die die FDP angeblich bestehen würde.
 
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Die FDP hat sich mit ihrer "keine neuen Schulden (TM)" Linie auch gut in die Sackgasse manövriert. Entweder sie haben noch einen Funken Verstand (sieht zumindest danach aus) und sagen "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" oder SPD und Grüne können bei jeder noch so wichtigen aber nicht getätigten Investition bequem auf die FDP zeigen. Und zu investieren gibt es viel nach 16 Jahren Stillstand.
 
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Naja aber hast du Zahlen dazu, wie viele jetzt tatsächlich HITLER HITLER schreien bzw. denken? Es ist nämlich auch eine Unart heutiger Zeit geworden, einzelne Twitter Posts zu verwenden um damit gegen ganze Gruppen zu argumentieren. Dass der Post Schwachsinn ist: Darin sind wir uns hier wohl alle einig. Dass man auch weitere ähnliche finden wird: geschenkt. Aber ich gehe bei sowas trotzdem immer von einer schreienden Minderheit und einer schweigenden, "normalen" Mehrheit aus.
Die schweigende Mehrheit ist scheißegal wenn der Diskurs und die Politik von einigen wenigen Lautsprechern bestimmt werden. Und ja, es gibt genügend Menschen die so denken, ja es dürfte eine Minderheit sein. Leider … siehe zuvor: Die Meinung wird von der schreienden Minderheit relevant beeinflusst. Ich wollte mit meinem Kommentar darauf hinaus, dass diese Minderheit zwar ignoriert werden sollte, gerade weil sie eine Minderheit mit sehr extremen Ansichten ist, die eben deutlich von der Mehrheitsmeinung abweichen selbst wenn man sich im "irgendwie links"-Spektrum bewegt und nicht behindert ist. Jedoch war mein Kommentar auch darauf gemünzt, dass diese Gruppe kaum ignoriert werden kann, weil sie in den Medien sehr stark vertreten ist und daher einen weit überproportionalen Einfluss hat, der durch die Appeasementstrategie sogar noch verstärkt wurde, weil man zu viel Schiss vor der Medienschelte hatte.
 
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Naja der konkrete Fall ist jetzt aber ein schlechtes Beispiel für deinen Rant. Die Lautsprecher in diesem Fall bestimmen ja keineswegs den Diskurs und schon gar nicht die Politik. Außerhalb von irgendwelchen Twitter-Posts hab ich keine Beschwerden in den Medien gehört. Ich konsumiere hauptsächlich öffentlich-rechtliche, und was da zum Kabinett kam war "erste weibliche Innenministerin" und "die weiblichste Regierung, die es jemals gab". Daher: Ich sehe nicht, wie die "schreiende Minderheit" irgendwas im gesellschaftlichen Diskurs relevant beeinflusst. Wenn es Einfluss auf den Diskurs bekommt, dann weil es wohl doch nicht nur eine reine schreiende Minderheit ist, die es betrifft.
tl;dr: Ich kann deine Erfahrungen so überhaupt nicht teilen.
Hast du ein konkretes Beispiel, in dem eine schreiende Minderheit durch ihren überproportionalen Einfluss den Diskurs oder gar die Politik relevant beeinflusst? Was mir dazu einfällt, wenn man das "schreiend" jetzt weglässt, dann der gute klassische Lobbyismus. Den Einfluss haben irgendwelche Twitternutzer oder Kolumnenschreiber aber nicht.
 
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Hast du ein konkretes Beispiel, in dem eine schreiende Minderheit durch ihren überproportionalen Einfluss den Diskurs oder gar die Politik relevant beeinflusst?
Gendermüll. In Anbetracht der Zustimmung im Volk ist die Ideologie in der Journaille und Bildungsstätten überproportional vertreten und breitet sich dadurch weiter aus, weil sie sich so den Anschein von Legitimation selbst gibt.
 
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Bei dem Beispiel bin ich gespalten. Einerseits sehe ich durchaus, dass es in den älteren Generationen abgelehnt wird. Dementsprechend wird es da aber auch nicht benutzt. Ich höre außer vereinzelte Grünen- oder Linken-PolitikerInnen ( :deliver: ) niemanden in der Öffentlichkeit gendern, du etwa? Der absolute Standard ist immer noch "Bürgerinnen und Bürger" und ich höre auch keinerlei öffentlichen Aufschrei oder Widerstand dagegen. Es hat also teilweise etwas Einfluss auf den Diskurs, aber sicherlich keinen auf die Politik.

In Bildungsstätten ist es natürlich durchaus verbreiteter, da hat es aber, meinem Eindruck nach, auch deutlich mehr Rückhalt. Die nachkommende TikTok-, Genderfluid- usw. Generation ist auch eine andere als die unsere, die wir alle wohl mehrheitlich 30/35+ sind. Mir kommt das ehrlich gesagt alles wie ein ziemlich natürlicher Prozess vor, mag mich aber auch irren. So wirklich überzeugend finde ich es als Beispiel jedenfalls nicht.
 

Gustavo

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Die schweigende Mehrheit ist scheißegal wenn der Diskurs und die Politik von einigen wenigen Lautsprechern bestimmt werden. Und ja, es gibt genügend Menschen die so denken, ja es dürfte eine Minderheit sein. Leider … siehe zuvor: Die Meinung wird von der schreienden Minderheit relevant beeinflusst. Ich wollte mit meinem Kommentar darauf hinaus, dass diese Minderheit zwar ignoriert werden sollte, gerade weil sie eine Minderheit mit sehr extremen Ansichten ist, die eben deutlich von der Mehrheitsmeinung abweichen selbst wenn man sich im "irgendwie links"-Spektrum bewegt und nicht behindert ist. Jedoch war mein Kommentar auch darauf gemünzt, dass diese Gruppe kaum ignoriert werden kann, weil sie in den Medien sehr stark vertreten ist und daher einen weit überproportionalen Einfluss hat, der durch die Appeasementstrategie sogar noch verstärkt wurde, weil man zu viel Schiss vor der Medienschelte hatte.


Caveat emptor: Mich stört das auch. Das war tatsächlich einer der lächerlichsten Punkte, den ich seit langer Zeit ernsthaft vertreten gesehen habe, dass "also wenn ich den Kanzler mitzähle, die Staatssekretäre aber nicht, dann sind im Kabinett mit ungerader Zahl an Plätzen eben doch mehr Männer als Frauen (weil 9 zu 8)". Aber warum ich das nicht SO bedenklich finde ist schlicht die Tatsache, dass ich nicht das Gefühl habe, diese Leute setzen sich, auch wenn sie ein unverhältnismäßig großes Megaphon haben, tatsächlich in irgendeiner Form durch.

Sieht man imho gut an Baerbock selbst: In der Grünen Partei selbst war ihr Geschlecht ein Vorteil, den Habeck nicht ausgleichen konnte, obwohl wir insgeheim ALLE wissen, dass bei der umgekehrten Konstellation (40-jähriger Mann ohne Regierungserfahrung vs. 52-jährige Frau, die schon mal Landesministerin war UND die besseren Umfragewerte hat) nie im Leben auch nur eine Diskussion stattgefunden hätte, wer denn jetzt der Kandidat werden soll, weil es so offensichtlich gewesen wäre. Aber die Bewegung der Umfragewerte hat dann auch deutlich gezeigt, dass der Frauenbonus, den die Partei selbst gibt, in der Öffentlichkeit so einfach nicht mal annähernd im selben Maße besteht. Konsequenterweise ist sie dann bei der Wahl Baden gegangen, als den Leuten auffiel dass sie vielleicht doch nicht so qualifiziert war, wie die Geschichte der Grünen über sie glauben machen wollte. Ist natürlich pure Spekulation, aber ich könnte mir gut vorstellen dass die Grünen mit Habeck als Spitzenkandidat den Kanzler stellen würden (btw genau wie die Union, wenn sie Söder aufgestellt hätten). Fairerweise muss man zugeben, dass ich in keiner Weise sehe, dass bei den Grünen irgendeine Lernbewegung eingesetzt hätte, aber solange sie dafür halt kassieren ist imho doch irgendwie alles in Ordnung im großen Ganzen.
 

parats'

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Merz natürlich völlig durchgeknallt. Aber: Bin auch erstaunt, wie schnell die FDP die Position, mit ihr werde die Schuldengrenze nicht umgangen, komplett geräumt hat. Die Rede war ja nie davon, die Schuldengrenze einfach zu ignorieren, sondern vor allem davon, über Budgettricks an ihr vorbeizukommen. Und offensichtlich klappt es, denn momentan sehe ich bis auf die FAZ niemand, die schreibt, dass das ziemlich eindeutig eine Verletzung der "roten Linie" ist, auf die die FDP angeblich bestehen würde.
Kommt doch schon Bewegung in das Thema.


Herrliche Antworten. :rofl2:
 
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parats'

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In anderer Sache: Die Ampel versucht an der Sitzordnung im BT zu drehen. Die Union soll neben die AfD rücken, damit die Ampel wiederum zusammensitzt.
 

Gustavo

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Langsam scheinen die anderen Parteien verstanden zu haben.

Side note: Schlechte Nachrichten für @Xantos2

Hess ist dem Verfassungsschutz, mit dem er als Ausschuss-Vorsitzender in engem Austausch sein müsste, bestens bekannt. In einem Gutachten des Bundesamtes taucht er zweimal auf, etwa, weil er den Begriff »Flüchtling« kritisierte und lieber von »illegalen Armutsmigranten« sowie »Versorgungssuchenden« sprach.

:deliver:
 
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In anderer Sache: Die Ampel versucht an der Sitzordnung im BT zu drehen. Die Union soll neben die AfD rücken, damit die Ampel wiederum zusammensitzt.
Find ich okay, mal bisschen der Union ans Schienbein treten einfach weil man es kann. :top2: Dass Fotzenfritz direkt neben dem Gauleiter und der Alice sitzen darf tut mir auch nicht weh.

€: Genauso wie es mir nicht weh tut wenn die AfD nicht den Innenausschuss kriegt.
 
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Das Ding ist dass du das ja wirklich für bare Münze nimmst und nicht nur als Stereotypen die du wiedergeben willst


Langsam scheinen die anderen Parteien verstanden zu haben.

Side note: Schlechte Nachrichten für @Xantos2



:deliver:
Was findest du am Begriff Armutsmigrant / Versorgungssuchender problematisch bzw falsch bei der Mehrheit der -nehmen wir sie mal als Beispiel- Migranten an der weißrussischen Grenze?
 
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Verstehe jetzt so aus dem Schnipsel auch nicht, was an Armutsmigrant oder Versorgungssuchender schlecht sein soll, weil es doch wirklich perfekt beschreibt, wer da kommt und doch das Wort Flüchtling böse sein soll (weil -ling und deutsche Sprache ist ja so böse diskriminierend usw.). Also dann geht Flüchtling nicht, Armutsmigrant aber auch nicht, Wirtschaftsmigrant vermutlich auch nicht, also muss man weiter so tun als ob es sich um "Asylsuchende" handelt, obwohl sie weder Asyl suchen noch finden können und die Formulierung in der aktiven Gegenwartsform sowieso in allen Bereichen Schwachsinn ist (ich war sehr lange Student, aber wirklich kurz Studierender :deliver:)

Aber warum ich das nicht SO bedenklich finde ist schlicht die Tatsache, dass ich nicht das Gefühl habe, diese Leute setzen sich, auch wenn sie ein unverhältnismäßig großes Megaphon haben, tatsächlich in irgendeiner Form durch.

Ist ja auch nicht schwer von der NZZ für paranoide Russenangst gelobt zu werden. Das kann man auch immer gut bei Springer haben. Jaja, ist klar, Putin wird im Januar in die Ukraine einfallen. Das glauben lustigerweise selbst die Ukrainer nicht. Alle sind tiefenentspannt von meinen Kontakten (wenn sie nicht gerade darauf hoffen, dass Putin bei ihnen mal ein bisschen aufräumt. Heizung bei Großtante Galina in Dnipro läuft natürlich wieder nicht , sowas gabs nicht mal bei Breschnew:deliver:).

Wenn sie noch mehr Lob will, kann sie ja wieder ein bisschen gegen deutsche Interessen arbeiten und ein bisschen gegen NS2 hetzen.
 
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Bei dem Beispiel bin ich gespalten. Einerseits sehe ich durchaus, dass es in den älteren Generationen abgelehnt wird. Dementsprechend wird es da aber auch nicht benutzt. Ich höre außer vereinzelte Grünen- oder Linken-PolitikerInnen ( :deliver: ) niemanden in der Öffentlichkeit gendern, du etwa? Der absolute Standard ist immer noch "Bürgerinnen und Bürger" und ich höre auch keinerlei öffentlichen Aufschrei oder Widerstand dagegen. Es hat also teilweise etwas Einfluss auf den Diskurs, aber sicherlich keinen auf die Politik.

In Bildungsstätten ist es natürlich durchaus verbreiteter, da hat es aber, meinem Eindruck nach, auch deutlich mehr Rückhalt. Die nachkommende TikTok-, Genderfluid- usw. Generation ist auch eine andere als die unsere, die wir alle wohl mehrheitlich 30/35+ sind. Mir kommt das ehrlich gesagt alles wie ein ziemlich natürlicher Prozess vor, mag mich aber auch irren. So wirklich überzeugend finde ich es als Beispiel jedenfalls nicht.
Ehm … Du hast doch gesagt, dass Du v.a. öffentlich-rechtliches TV konsumierst. Da hört man sogar recht häufig jemanden gendern seit das Sprechen mit Pause in Berlin "in" geworden ist. Witzig wird es in real wie auch im Fernsehen wenn man über die Dauer einer Moderation merkt wie selbst die sehr Überzeugten es nicht über mehr als 2-3 Sätze konsequent durchhalten weil es eine derart künstliche Selbstkasteiung ist.

In kleinerem Maßstab in der Twitter-Echokammer in der man sich seiner Rechtgäubigkeit versichert (egal auf welcher Seite man steht) heute: Plickert von der FAZ schreibt einen recht dummen Tweet dazu, dass er Gendern scheiße findet --> knapp 200 Retweets und Antworten beschäftigen sich damit und so tauchte es dann in meinem Feed auf. Tenor der Aufregung: Plickert sollte mit tausenden Emails überschwemmt werden, er ist ein Rechtsaußen, wer nicht gendert entmenschlicht und exkludiert.
Uff.
Und ja, die Menschen die im ersten Absatz genannt werden und im örR moderieren, das sind auch Menschen die in genau dieser Bubble stecken.

Und wenn man von den Geisteswissenschaftlern unter 40 und Wählern von den Grünen und der Linken absieht, dann hat Gendern in vermutlich keiner einzelnen Bevölkerungsgruppe eine Mehrheit. Gerade wenn Du mit Menschen redest die nicht studiert haben wirst Du häufig nur ein verständnisloses Gesicht ernten. Ironischerweise ist diesen Menschen intuitiv schneller klar als denen die es gerne per Zwang durchsetzen würden, dass Sprachvorschriften nichts ändern, sondern nur vorbildliches Handeln … Performativität.
Daher ist ja auch meine Meinung, dass man darauf hinarbeiten soll, dass alle Menschen alle Chancen haben und, dass Frauen eben nicht durch den Familienwunsch aus der Karrierelaufbahn geschossen werden. Gendern hilft dabei einfach mal gar nichts. Von den Leuten die immer von den "unzähligen Papern" reden, die angeblich existieren, habe ich noch nie mehr gehört als die Behauptung. Meine eigene Recherche ergab, dass man nur zu diesem Schluss gelangen kann wenn man einige Paper sehr freihändig interpretiert und einen Haufen andere Paper ignoriert.

Und auch sowas https://www.faz.net/aktuell/feuille...hterstattung-der-new-york-times-17682498.html ist eine Instanz vom Einfluss weniger überzeugter an den richtigen Stellen. Ob man es jetzt richtig oder falsch oder irgendwas dazwischen findet.
 
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