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Coronavirus Sterben wir oder doch nicht?

parats'

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Das ist halt die Überzeichnung von Lobo, die gefällt mir auch nicht. Aber gerade im letzten Teil hat er Recht. Es ist halt einfach nichts passiert seit März 2020 und ich kann nicht ausschließen, dass wir auch im kommenden Winter mit irgendeiner Mutante bei Kindern rumkämpfen.
 

Gustavo

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Der Artikel ist imho das perfekte Beispiel für eine ganze Denkschule, die ich in den USA extrem häufig sehe. Glücklicherweise gibt es das in Deutschland nicht so oft, Lobo ist der offensichtlichste Fall davon: Völlig naiver Techno-Optimismus, gepaart mit absoluter Unkenntnis darüber, wie irgendwas tatsächlich funktioniert, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, völlig egal. Die FDP hat das mal eine Weile versucht mit ihrem "Bedenken second" Schwachsinn: Man insinuiert, es gäbe für alles irgendwie einen technischen Fix, alle anderen sind bloß zu blöd/feige/denkfaul/altmodisch, ihn zu sehen und zu nutzen. Wenn man dann genauer nachfragt, kommen nur irgendwelche leeren Worthülsen raus, oft irgendwas mit "Innovation" oder "Disruption" oder so ein Gewäsch, als ob sich niemand damit beschäftigt hätte. Häufig kommen diese Leute aus einer technik- oder wissenschaftsnahen Ecke, ohne die Technik/Wissenschaft selbst zu verstehen.
Hier sind es die Luftfilter. Ganz egal, dass niemand so richtig weiß, ob die tatsächlich genug bringen. Ganz egal, dass es längst kurz vor dem Abschluss stehende Studien gibt oder andere Länder (Kanada jüngst) den bereits existierenden Impfstoff für Jugendliche und ältere Kinder gerade zulassen. Nee, Deutschland muss eindeutig in jeden Klassenraum einen Luftfilter stellen oder direkt einbauen, sonst Staatsversagen.

Edit: Nochmal was anderes. Institut der UW hat hier Schätzungen bzgl. der tatsächlichen Todeszahlen veröffentlicht: http://www.healthdata.org/special-a...covid-19-and-scalars-reported-covid-19-deaths
Grafik hier:

total-mortality-figure-7.png

Da drehen wir doch mal am ganz großen Rad, auf dem bei jedem Feld "Staatsversagen" steht und schauen, wo es zum stehen kommt.
 
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parats'

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Die Luftfilter sind halt der runing gag. Aber reduziert man das Geschreie darum mal etwas, bleibt eben genau noch die Frage stehen - was hat sich geändert?
Luftfilter sind jedenfalls nicht der game changer, dass stimmt.
Es wird weiterhin beim Distanz und Wechselunterricht bleiben. Weiterhin schiebt sich jeder die Verantwortung zu und darunter leiden die Kinder, Fachkräfte und irgendwie auch die Eltern.
 
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Da drehen wir doch mal am ganz großen Rad, auf dem bei jedem Feld "Staatsversagen" steht und schauen, wo es zum stehen kommt.

Naja offensichtlich eher bei uns als in den südostasiatischen Staaten, die einfach viel besser und schneller auf alles reagiert haben, weil sie nicht über jede Maßnahme fünfzig Lanz Debatten geführt haben, sondern schnell und effizient getan haben, was nötig ist, ohne auf die Popularität der Maßnahmen Rücksicht zu nehmen.

Aber so ganz aktuell scheint die Karte nicht zu sein, bei der nächsten Auflage leuchtet Indien dann dunkelorange.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Naja offensichtlich eher bei uns als in den südostasiatischen Staaten, die einfach viel besser und schneller auf alles reagiert haben, weil sie nicht über jede Maßnahme fünfzig Lanz Debatten geführt haben, sondern schnell und effizient getan haben, was nötig ist, ohne auf die Popularität der Maßnahmen Rücksicht zu nehmen.


Du weißt doch so gut wie ich, dass solche Maßnahmen in Deutschland weder praktikabel noch durchführbar gewesen wären. Politik ist die Kunst des Möglichen. Selbst wenn die Politik sich nicht um die Popularität der Maßnahmen gekümmert hätte, hätten wir hier nie im Leben die compliance der Bevölkerung erreicht wie in Südostasien und zu einer Insel können wir uns nun mal auch nicht umfunktionieren. Mal ganz abgesehen davon, dass ja schon bei einer ziemlich laxen Ausgangssperre die FDP-Fraktion mit Tränen in den Augen eine PK gibt, wie verfassungswidrig das alles ist.



Aber so ganz aktuell scheint die Karte nicht zu sein, bei der nächsten Auflage leuchtet Indien dann dunkelorange.

Schätzungen sind von Anfang Mai. Latenzzeit muss schon beachtet werden. Indien hatte laut offizieller Zahlen vor einem Monat noch ein Viertel der jetzigen Fallzahlen, insofern wird das wohl durchaus noch nach oben schießen, aber halt noch nicht jetzt.
 
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Du weißt doch so gut wie ich, dass solche Maßnahmen in Deutschland weder praktikabel noch durchführbar gewesen wären.

Da bin ich mir eben nicht so sicher. Der Deutsche Querulant labert viel und macht am Ende wenig. Ich sage nur Datenschutz oder auch die Einführung der Impfpflicht für Grundschüler. Was wurde bei letzterem nicht krakelt "das gibt Chaos, haufenweise Kinder werden nicht beschult werden, weil sich Eltern weigern usw. usf.". Am Ende haben dann doch fast alle ihre Kinder brav impfen lassen, weil sie keinen Ärger mit dem Jugendamt wollten und bis auf ein paar Facebook Posts ist nicht passiert.

Will sagen: man sollte nicht so viel auf vermeintliche Stimmungen geben und einfach das machen, was richtig ist.

Selbst wenn die Politik sich nicht um die Popularität der Maßnahmen gekümmert hätte, hätten wir hier nie im Leben die compliance der Bevölkerung erreicht wie in Südostasien und zu einer Insel können wir uns nun mal auch nicht umfunktionieren.

Das mit der Insel stimmt, das mit der Compliance glaube ich nicht. Sobald der Staat ernsthaft angefangen hätte die Compliance mit Zwang durchzusetzen, wären alle eingeknickt. Ich sehe keine Welt, in der die Deutschen massenhaft Strafen und Bußen riskieren, nur um keine Maske zu tragen o.Ä.

Mal ganz abgesehen davon, dass ja schon bei einer ziemlich laxen Ausgangssperre die FDP-Fraktion mit Tränen in den Augen eine PK gibt, wie verfassungswidrig das alles ist.

Das ist ja auch ihr Job als Opposition, aber sie entscheiden halt nicht darüber, sondern Karlsruhe. Und bis dahin gilt die Einschätzungsprärogative der Exekutive.
 

parats'

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Soweit ich weiß, möchte Frankreich auch was verdienen bei der aktuellen Impfstoffherstellung. Die Werke stehen in Belgien und Deutschland, parallel dazu hat Frankreich mit Sanofi kein aussichtsreichen Kandidaten mehr, der in absehbarer Zeit eine Zulassung bekommt. Ist ein bisschen wie beim Gerangel um Airbus Standorte.

Auf der anderen Seite ist Frankreich afaik auch gegen eine Herausgabe des Patents und steht damit eng an deutscher Seite.
 
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Naja offensichtlich eher bei uns als in den südostasiatischen Staaten, die einfach viel besser und schneller auf alles reagiert haben, weil sie nicht über jede Maßnahme fünfzig Lanz Debatten geführt haben, sondern schnell und effizient getan haben, was nötig ist, ohne auf die Popularität der Maßnahmen Rücksicht zu nehmen.

Bitte nicht das good-governance Beispiel Westafrika vergessen, da wird anscheinend auch mega performt.
 
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In Absurdistan Berlin öffnen die ohnehin trotz Notbetreuung zu 2/3 vollen Kitas sollen jetzt wieder - für Kinder ab 4 Jahren. Unsere Kita hat den Eltern bereits angekündigt, dass sie das nicht umsetzen wird, weil es pädagogisch keinen Sinn gibt. Darum bleibt es dabei, dass es nach der Dringlichkeit des Bedarfs geht, statt nach Alter (derzeit 70% Auslastung).
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Da bin ich mir eben nicht so sicher. Der Deutsche Querulant labert viel und macht am Ende wenig. Ich sage nur Datenschutz oder auch die Einführung der Impfpflicht für Grundschüler. Was wurde bei letzterem nicht krakelt "das gibt Chaos, haufenweise Kinder werden nicht beschult werden, weil sich Eltern weigern usw. usf.". Am Ende haben dann doch fast alle ihre Kinder brav impfen lassen, weil sie keinen Ärger mit dem Jugendamt wollten und bis auf ein paar Facebook Posts ist nicht passiert.

Will sagen: man sollte nicht so viel auf vermeintliche Stimmungen geben und einfach das machen, was richtig ist.


Oh, ich sage nicht dass ich dem durchschnittlichen Deutschen glaube, was er so den liebenlangen Tag erzählt. Aber praktikabel wäre etwas mit minimalem Buy In halt trotzdem nicht. Fairerweise würde ich allerdings durchaus zugestehen, dass unklar ist, wie weit sich die Präferenzen der Deutschen verschieben ließen, wenn alle oder zumindest die meisten Parteien mitziehen. Aber es fällt mir zugegebenermaßen schwer zu glauben, dass es SO weit ist, dass man hier quasi südostasiatische Maßnahmen beschließt, während rings um uns herum alle anderen Länder europäische Maßnahmen beschließen.


Das mit der Insel stimmt, das mit der Compliance glaube ich nicht. Sobald der Staat ernsthaft angefangen hätte die Compliance mit Zwang durchzusetzen, wären alle eingeknickt. Ich sehe keine Welt, in der die Deutschen massenhaft Strafen und Bußen riskieren, nur um keine Maske zu tragen o.Ä.


Die Staaten setzen auch die Compliance bzgl. bspw. Kriminalität durch. Trotzdem können wir uns auf den Kopf stellen und werden nie im Leben die Kriminalitätsraten dieser Gesellschaften erreichen, weil es einfach enorme kulturelle Unterschiede zwischen unseren Gesellschaften gibt. Es ist illusorisch zu glauben, dass du das auf die Schnelle ändern könntest, wenn die Leute nicht internalisieren, warum sie das machen. Das ist ja der ganze springende Punkt an der Pandemie: Wir wissen nicht viel, aber ich denke wir wissen mittlerweile doch genug um zu wissen, dass ein ganz zentraler Teil der Übertragungen vermeidbar wäre, wenn die Leute sich ausreichend an die Regeln halten würden. Wenn die Angst davor sich anzustecken nicht genügt, werden die Art von Sanktionen die man auf sowas setzt doch noch viel weniger ausreichen.


Das ist ja auch ihr Job als Opposition, aber sie entscheiden halt nicht darüber, sondern Karlsruhe. Und bis dahin gilt die Einschätzungsprärogative der Exekutive.

Karlsruhe entscheidet aber nicht im luftleeren Raum. Der Willen Karlsruhes, ein ganz konkretes Gesetz wie die Notbremse anhand von extrem unkonkreten Normen wie den hier einschlägigen Grundrechten zu kippen, hängt maßgeblich davon ab ob es dafür gesellschaftlichen Rückhalt sieht. Stark vereinfacht: Wenn niemand diese Rechte wollte, würde es sich nicht lohnen sie zu erhalten. Wenn die FDP allerdings schon hier protestiert, steht zu vermuten, dass auch viele CDUler bei viel mehr nicht mitgegangen wären.
 

Benrath

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Die alle erst kamen als der Karren so richtig im Dreck steckte.
 
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Die alle erst kamen als der Karren so richtig im Dreck steckte.

Ich hab die Situation auch nicht mit der in Deutschland verglichen sondern wollte nur zweigen, dass es trotz der angeblichen so großen europäischen Freiheitsliebe auch hier durchaus härter zugehen kann. Und zwar ohne das Revolutionen entstehen!

Damit ist das Argument, sowas wie in China oder Korea ist in Europa undenkbar wohl hinfällig.

Wenn Politiker sagen "sowas wäre in Deutschland undenkbar", meinen sie in Wirklichkeit doch eh nur: "ich habe keine Lust sowas durchzusetzen". Eigentlich will man eh nur die Wirtschaft schützen. (Ob das eine kulturelle Eigenheit ist...)

Denkbar und machbar ist nämlich auch in Europa vieles. Das hat man in Frankreich, Belgien, Irland, UK und Portugal gesehen.
Wer glaubt es hätte revolutionäre Aufstände gegeben wenn es Smartphone Tracking wie in SK und Lockdowns wie in China gegeben hätte, liegt mMn ziemlich daneben, deswegen # an Heator, es hätte nen paar Facebook Posts und Demos gegeben und das wars. In Frankreich nen paar Auschreitungen so wie immer, nichts außergewöhnliches.
 
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Grundsätzlich d'accord, tzui -- nur nicht mit der Beobachtung, dass in Deutschland nur der Schutz der Wirtschaft auf der Agenda stand.

Ich würde sagen, es gab vier heilige Kühe:
  1. Leben -- man hat versucht, in der Statistik Tote/Bevölkerung besser zu sein als andere Länder. Dabei aber gerade bei den Pflegeheimen schlicht versagt.
  2. Europa -- bloß kein Impfstoffnationalismus.
  3. Konzerne -- dabei dann aber bei der Ausgestaltung der Hilfen und Prozesse versagt. Nenne es explizit nicht Wirtschaft, weil Gastronomie etc auch Teil der Wirtschaft sind.
  4. Schulen -- die mussten immer maximal offen blieben weil Kinder
In der Gesamtheit merkt man, dass das teils Lobbygetrieben war (Konzerne), teils aber eben medial-moralisch (Leben, Europa, Schulen).
 
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Ich hab die Situation auch nicht mit der in Deutschland verglichen sondern wollte nur zweigen, dass es trotz der angeblichen so großen europäischen Freiheitsliebe auch hier durchaus härter zugehen kann. Und zwar ohne das Revolutionen entstehen!

Damit ist das Argument, sowas wie in China oder Korea ist in Europa undenkbar wohl hinfällig.
Was soll damit hinfällig sein? Hast du Benraths Post nicht verstanden? Die strengen Maßnahmen in Europa hatten ne entsprechende damit einhergehende Inzidenzzahl; Portugal war über 800, Frankreich zumindest über 400 imo. Wir sind nie über 200 hinausgekommen und in keinem anderen europäischen Land hättest du mit unseren Inzidenzzahlen so einen Lockdown politisch durchsetzen können. Hättest du in den von dir genannten Ländern bei 200er Inzidenzen versucht diese Art von Lockdown zu machen, dann wären 100pro Revolutionen entstanden.

Wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht sind natürlich alle Argumente hinfällig, jo.
 
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Was soll damit hinfällig sein? Hast du Benraths Post nicht verstanden? Die strengen Maßnahmen in Europa hatten ne entsprechende damit einhergehende Inzidenzzahl; Portugal war über 800, Frankreich zumindest über 400 imo. Wir sind nie über 200 hinausgekommen und in keinem anderen europäischen Land hättest du mit unseren Inzidenzzahlen so einen Lockdown politisch durchsetzen können. Hättest du in den von dir genannten Ländern bei 200er Inzidenzen versucht diese Art von Lockdown zu machen, dann wären 100pro Revolutionen entstanden.

Wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht sind natürlich alle Argumente hinfällig, jo.

jaja klar, 100% Revolutionen..... träum weiter

Fakt ist, es gab harte Grundrechtseinschränkungen in Europa, teilweise härter als in China (Wuhan mal ausgenommen) willst du das bestreiten?
Weiterhin ist die Inzidenz wohl nicht die einzige Variable auf die man sich da berufen sollte, wenn könntest du eher damit argumentieren dass in den entsprechenden Ländern das Gesundheitssystem kollabiert ist.
Was allerdings in Irland nie passiert ist, die hatten z.B. mit einer Inzident von 147 im Herbst den harten Wellenbrecher Lockdown.
Habe nichts von Revolutionen in Irland gehört.
 
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Ja eben. Dieses "politisch durchsetzen" "das wollen die Leute nicht" blabla, das ist so ein vorauseilender Gehorsam gegenüber dem Pöbel, der den Pöbel auch noch maßlos überschätzt. Was hätten "die Menschen" tm denn gemacht? Den Reichstag gestürmt? Revolution? Nen scheiss wäre passiert, wenn das vernünftig durchgesetzt und kontrolliert worden wäre, mit harten Strafen und Polizeistreifen überall. Nichts, gar nichts. Alle hätten sich brav gefügt und nen bösen Facebook Post verfasst.
 
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Ja eben. Dieses "politisch durchsetzen" "das wollen die Leute nicht" blabla, das ist so ein vorauseilender Gehorsam gegenüber dem Pöbel, der den Pöbel auch noch maßlos überschätzt.

#
ich denke aber das wollte in erster Linie die Politik nicht.
Der revolutionäre Pöbel war da mMn doch eher vorgeschoben. Gerade wenn man sich die Umfragen ansieht, so war doch fast durchgängig in dieser Pandemie eine Mehrheit für härtere Maßnahmen.
 
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jaja klar, 100% Revolutionen..... träum weiter

Fakt ist, es gab harte Grundrechtseinschränkungen in Europa, teilweise härter als in China (Wuhan mal ausgenommen) willst du das bestreiten?
Weiterhin ist die Inzidenz wohl nicht die einzige Variable auf die man sich da berufen sollte, wenn könntest du eher damit argumentieren dass in den entsprechenden Ländern das Gesundheitssystem kollabiert ist.
Was allerdings in Irland nie passiert ist, die hatten z.B. mit einer Inzident von 147 im Herbst den harten Wellenbrecher Lockdown.
Habe nichts von Revolutionen in Irland gehört.
Die Inzidenz war ja jetzt nur ein Anhaltspunkt für den allgemeinen Zustand im Land. Fakt ist, dass diese ach so krassen Grundrechtseinschränkungen _nicht_ bei deutschen Verhältnissen, weder Inzidenz noch Nähe zu Kollaps der Wirtschafts- oder Gesundheitssysteme, durchgesetzt wurden. Und natürlich spielt das für die Compliance der Bevölkerung eine Rolle.
Irland hatte im Herbst einen leicht stärkeren Lockdown als wir, soweit ich die Maßnahmen überblicken kann, der 6 Wochen gedauert hat und die Compliance so weit in den Keller gedrückt hat, dass sie im Januar bei fast 1000 in der Inzidenz lagen. Hört sich echt wie ein Paradebeispiel an!

Revolution war natürlich n polemischer Begriff, kaum einer wird dann mit der Muskete vor dem Reichstag stehen. Aber die Mehrheit wird sich ohne die entsprechend gefühlte Dringlichkeit an diese Maßnahmen nicht halten. Und dann kommt heat0r angesteppt mit "einfach vernünftig durchgesetzt und harte Strafen, dann spielt Compliance keine Rolle". Zeigt die Geschichte der Menschheit ja 1a, siehe Prohibition und so. Die Polizei kann nämlich überall gleichzeitig sein, wir haben ja 40 Millionen Polizisten im Land.
 
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Dieses "undenkbar, weil Kultur"-Argument gab es doch genauso als die Masken(pflicht) aufkam, denn klar vor Corona wurdest du mit ner Maske in einer europäischen Stadt schräg angeguckt. Wenn man aber jetzt einen Blick in die Innenstädte wirft, scheint die kulturelle Gewohnheit aufgrund der speziellen Situation, die durch so eine Pandemie gegeben ist, keine große Rolle gespielt zu haben.
Klar hast du immer welche die nicht mitspielen (wollen), aber das kann man auch über das sagen was jetzt gemacht wurde.

Auf der anderen Seite braucht das natürlich auch eine klare, stringente Kommunikation von der Politik. Aber nach Gustavo ist Wischi-Waschi-Kurs ja scheinbar alternativlos.

Zeigt die Geschichte der Menschheit ja 1a, siehe Prohibition und so.
Wie war das mit Äpfel und Birnen?
 
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Die Inzidenz war ja jetzt nur ein Anhaltspunkt für den allgemeinen Zustand im Land. Fakt ist, dass diese ach so krassen Grundrechtseinschränkungen _nicht_ bei deutschen Verhältnissen, weder Inzidenz noch Nähe zu Kollaps der Wirtschafts- oder Gesundheitssysteme, durchgesetzt wurden. Und natürlich spielt das für die Compliance der Bevölkerung eine Rolle.
Irland hatte im Herbst einen leicht stärkeren Lockdown als wir, soweit ich die Maßnahmen überblicken kann, der 6 Wochen gedauert hat und die Compliance so weit in den Keller gedrückt hat, dass sie im Januar bei fast 1000 in der Inzidenz lagen. Hört sich echt wie ein Paradebeispiel an!

Revolution war natürlich n polemischer Begriff, kaum einer wird dann mit der Muskete vor dem Reichstag stehen. Aber die Mehrheit wird sich ohne die entsprechend gefühlte Dringlichkeit an diese Maßnahmen nicht halten. Und dann kommt heat0r angesteppt mit "einfach vernünftig durchgesetzt und harte Strafen, dann spielt Compliance keine Rolle". Zeigt die Geschichte der Menschheit ja 1a, siehe Prohibition und so. Die Polizei kann nämlich überall gleichzeitig sein, wir haben ja 40 Millionen Polizisten im Land.

Ich denke du wirst zustimmen dass durchaus härtere Maßnahmen in Deutschland möglich gewesen und mitgetragen worden wären.
Wie hart darüber kann man gerne streiten.

Um z.B. noch andere "nicht asiatische"! Bevölkerungen mit ins Boot zu holen ich sehe keinen Grund warum sich die deutsche Bevölkerung bei entsprechnder Kommunikation soviel weniger kooperativ verhalten sollte als die australische oder die neuseeländische.
Man könnte vielleicht sagen, weil die dortigen sehr sehr harten Maßnahmen bedingt durch die Insellage eher einen dauerhaften Erfolg versprochen haben. Aber das wird wohl nicht der alleinige Grund sein warum dort echt harte (kurz) Lockdowns bei absoluten niedriginzidenzen klaglos mitgetragen wurden.

Ichz finde bei den Masken hat btah mal einen wirklich guten Punkt, selbst Drosten meinte am Anfang Masken einzuführen -> kulturell bedingt unmöglich in Deutschland, und wo stehen wir jetzt?
 
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'David Baltimores Mutmaßung war nun in einem Beitrag öffentlich geworden: „Als ich diese Furin-Spaltstelle mit ihren Arginin-Kodons in der Virensequenz sah, sagte ich zu meiner Frau, das sei der unwiderlegbare Beweis für den Ursprung des Virus.“

Baltimore glaubte also, das Virus sei von chinesischen Forschern konstruiert worden. Beweise lieferte er nicht ". "
 
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180 Fälle bei 23,57 Millionen, das sind 5,5 pro 1 Millionen Einwohner, das wären 458 Fälle täglich in Deutschland, das wäre eine 7 Tage Inzidenz von 3,85 auf 100k
Taiwan hat in der Tat versagt.... und steht vor einer verheerenden Welle, das wird kein Impfstoff stoppen können.
 
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Gustavo

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Ich verstehe nicht, wie man bei Anne Will immer noch diese Dehoga-Tante einladen kann, damit sie uns allen erzählt, wie "die Gastro" irgendwelche "Sonderopfer" gebracht hätte. Von diesen Leuten hört man jetzt seit bald einem halben Jahr, dass sie maximal noch einen (jeweils den nächsten) Monat durchhalten können und spätestens dann unbedingt Lockerungen kommen müssen, weil sonst die komplette Gastro in die Insolvenz wandert. Jetzt, wo man wohl tatsächlich aufmachen kann, gibt es natürlich auch nicht mal mehr Gegenstimmen zu diesem Scharrn. Muss man solche Leute ernsthaft einladen, damit der Zuschauer zur besten Sendezeit noch mal schön belogen werden darf?
 
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Konnte zwar bisher nur die ersten 10 Minuten verfolgen, aber die redaktionelle Entscheidung da sone Tante hinzusetzen, hat mich durchaus auch irritiert - dann noch mit Kubicki als Aggregator verspricht gutes Bullshit-Bingo.
 

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Ich verstehe nicht, wie man bei Anne Will immer noch diese Dehoga-Tante einladen kann, damit sie uns allen erzählt, wie "die Gastro" irgendwelche "Sonderopfer" gebracht hätte. Von diesen Leuten hört man jetzt seit bald einem halben Jahr, dass sie maximal noch einen (jeweils den nächsten) Monat durchhalten können und spätestens dann unbedingt Lockerungen kommen müssen, weil sonst die komplette Gastro in die Insolvenz wandert. Jetzt, wo man wohl tatsächlich aufmachen kann, gibt es natürlich auch nicht mal mehr Gegenstimmen zu diesem Scharrn. Muss man solche Leute ernsthaft einladen, damit der Zuschauer zur besten Sendezeit noch mal schön belogen werden darf?
Du meinst Illner. :rofl2:
 
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Ich verstehe nicht, wie man bei Anne Will immer noch diese Dehoga-Tante einladen kann, damit sie uns allen erzählt, wie "die Gastro" irgendwelche "Sonderopfer" gebracht hätte.
Damit sich Leute wie du jedes mal wieder drüber aufregen. Die Sendung hat also "Diskussionspotential" geboten -> Erfolg.
 

Gustavo

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Damit sich Leute wie du jedes mal wieder drüber aufregen. Die Sendung hat also "Diskussionspotential" geboten -> Erfolg.

Die Sendung hat eben kein "Diskussionspotential" geboten, weil ihr niemand widersprochen hat. Das war doch genau, was ich bemängele: Wenn sie über "Öffnungen/Lockerungen" diskutieren, hat man halt auf der einen Seite Lauterbach oder so jemanden und auf der anderen Seite diese Frau, dann dürfte sie ihre Lobby-Argumente vortragen und Lauterbach würde halt sagen "kann ich verstehen, geht aber trotzdem nicht". Aber rückwirkend widerspricht natürlich niemand, weil niemand ein Interesse daran hat, so auszusehen als hackt er auf einer sowieso schon gebeutelten Branche rum. Das ändert aber nichts daran, dass es einfach grob irreführend ist, was dann da unwidersprochen stehen bleibt. Das ist in etwa wie wenn du einen Krankenhaus-Lobbyisten einlädst, der dann erzählt, dass es ja eigentlich mehr Geld für unsere armen, gebeutelten regionalen Krankenhäuser bräuchte, obwohl die Wahrheit ist, dass wir eigentlich nicht zu wenige sondern zu viele Krankenhausbetten insbesondere in schlechteren Krankenhäusern haben.
 

Gustavo

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Du diskutierst hier über die Sendung.

Ich habe von der Diskussion in der Sendung gesprochen. Ob mich das aufregt ist völlig belanglos, da ich offensichtlich einer von wenigen bin, die das Geschwätz der Dehoga-Frau aufregt.
 

Gustavo

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Ich aber offenbar nicht und zwar völlig bewusst. Das Diskussionspotential in der Sendung ist den ÖR halt egal.

Wenn es das Ziel wäre, Leute einzuladen, über die man sich beim Zuschauen aufregt, dann würde man wohl kaum die Frau von Dehoga einladen, weil das Gewerbe ja offensichtlich die Sympathien der Leute hat. Wenn das die Maxime wäre würdest du einfach jedes Mal Leute von der AfD reinsetzen, da regen sich dann alle auf.
 
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Man muss ja schon ein wenig durchmischen wer sich aufregt. Wenn du immer nur AfDler einlädst, regen sich auch immer nur die gleichen Leute auf.
An sich ist natürlich das aufregen nicht die Maxime, sondern einfach nur irgendeinen "Buzz" generieren. Ob der irgendwie inhaltlich wertvoll ist, ist dabei dann völlig zweitrangig.
Langsam gehen denen bei Corona vermutlich auch etwas die Buzz-Generatoren aus, dann muss halt wiederholtes Einladen der selben Heinis herhalten. Scheint ja zu funktionieren.
 

Benrath

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180 Fälle bei 23,57 Millionen, das sind 5,5 pro 1 Millionen Einwohner, das wären 458 Fälle täglich in Deutschland, das wäre eine 7 Tage Inzidenz von 3,85 auf 100k
Taiwan hat in der Tat versagt.... und steht vor einer verheerenden Welle, das wird kein Impfstoff stoppen können.

Ich hatte das jetzt eher zur Info gepostet und weil ich es interessant fand und nirgends davon gelesen habe. Zufällig auf Twitter gesehen, das laut @kAiN! keine Nachrichtenquelle ist :)

Es zeigt wie schnell man vom Kurs abkommen kann, wenn man zu früh lockert. Wenn du dann gleich schon wieder Schaum vorm Mund hast, kann ich auch nix machen.
 
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Dass diese Strategie wahrscheinlich keine echte Downside haben wird, war ja bereits anzunehmen. Ich hoffe, dass man zumindest auf diese Erkenntnis nun schnell reagiert und anfängt mehr Impfstoff für Erstimpfungen verfügbar zu machen. (Leider würde es mich überraschen.)
Das Timing könnte besser nicht sein, da gerade jetzt die Erstimpfungen ins Stocken geraten.
 

Benrath

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Naja man setzt eher Gegenanreize, weil die Leute erst nach der zweiten Impfung als "geimpft" gelten.
 
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