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Zukunft Home Office

parats'

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ergibt sich einerseits schon aus der definition im gesetzestext, gibt aber auch urteile dazu, bspw:

es muss da scheinbar SEHR genau betrachtet werden, wobei da etwas passiert ist, sprich, wenn man gerade etwas tut, was den privaten interessen dient, ist das dann nicht mehr abgesichert:

Aber genau dein erster Link zielt doch auf meine Intention ab. Das Du dir bei der Arbeit vor dem Computer, sitzend auf deinem Stuhl, keinen Schädelbruch zuziehst ist offensichtlich. Mir geht es hier ganz klar um die Vermischung in den privaten Lebensbereich, denn es ist offensichtlicher, dass dir ein Unfall auf dem Weg in der Küche, als sitzend auf dem Stuhl passiert.

Insofern stimmt deine Aussage ja nur bedingt, dann viel wichtiger ist, was Du gerade in dem Moment gemacht hast.
Es ist sogar vollkommen egal, wo ich mich außerhalb der Büroräume aufhalte, es kommt primär auf die Tätigkeit während des Unfalls an.
Genau an dieser Undurchsichtigkeit hapert es aktuell doch am ehesten und gäbe es diese Unklarheiten nicht, wären wir in der Firma schon seit Monaten durch mit einer ordentlichen Regelung.
 

Benrath

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ergibt sich einerseits schon aus der definition im gesetzestext, gibt aber auch urteile dazu, bspw:

es muss da scheinbar SEHR genau betrachtet werden, wobei da etwas passiert ist, sprich, wenn man gerade etwas tut, was den privaten interessen dient, ist das dann nicht mehr abgesichert:

Ich mein wir haben sowas bekommen, dass es kein Arbeitsunfall mehr ist, wenn ich auf dem Weg zur Toilette oder im Bad ausrutsche, was afaik im Büro schon wäre.
 
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Wer darf denn bestimmen, ab wann "richtig gearbeitet" wird? Wenn es der AG darf, kann man sich das Recht doch gleich schenken. Wenn es die AN dürfen, wird es schon wieder schwieriger mit der Handhabe für den AG.

Die Frage stellt sich doch immer im Arbeitsrecht, zum Beispiel beim Kündigungsschutz gegen Kündigungen aus persönlichen Gründen ( Schlechtleistung ). Das bestimmt zwar grds. der AG, er muss den AN aber vorher abmahnen und der kann sich dagegen wehren, d.h. am Ende entscheidet das Gericht darüber. Kann man doch hier genau so machen. Der AG muss den AN bei schlechter Leistung abmahnen und Aufhebung des HO Rechts anordnern, dann muss er aber ggf. auch stichhaltige Beweise für die Schlechtleistung vor dem Arbeitsgericht bringen.

Oder auch das was Gustavo sagt:
Sicher nicht ganz falsch, aber sowas ähnliches kann man bei so ziemlich allen Arbeitnehmerrechten anführen. Trotzdem habe ich jetzt nicht das Gefühl, dass Arbeitnehmer sich grundsätzlich einen 30% fauleren Lenz machen, weil sie wissen dass es Kündigungsschutz gibt oder so.

#2

Schau dir das amerikanische System an: Selbst begehrte Arbeitnehmer haben bestenfalls lückenhafte Rechte und austauschbare Arbeitnehmer werden behandelt wie Nutzvieh.

Ist echt so. Selbst die aller bestbezahltesten Arbeitnehmer in den USA haben im Schnitt sowas wie 2 Wochen Jahresurlaub. Ich hab überhaupt keine Ahnung, wie man so existieren (Leben ist das ja mE nicht wirklich) kann. Und auch da höre ich mit US Kollegen regelmäßig dieselben Argumente "wie aber mehr Jahresurlaub geht doch gar nicht, wer soll denn die ganze Arbeit erledigen". Dass wir in Deutschland denselben Job wie sie für dasselbe Gehalt und mit ähnlichen Gewinnen machen, aber dabei 6 Wochen Urlaub haben, macht sie irgendwie nicht stutzig. Manche Gesellschaften haben echt das Stockholm Syndrom.
 
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Sicher nicht ganz falsch, aber sowas ähnliches kann man bei so ziemlich allen Arbeitnehmerrechten anführen. Trotzdem habe ich jetzt nicht das Gefühl, dass Arbeitnehmer sich grundsätzlich einen 30% fauleren Lenz machen, weil sie wissen dass es Kündigungsschutz gibt oder so.
Persönlich bin ich ja auch eher pro Home Office, kann aber verstehen, wenn sich Arbeitgeber da ungerne zu etwas verpflichten lassen.
Es geht mir auch nicht mal unbedingt um "faulenzen", sondern um Berufe, wo die Arbeit nicht nur im Büro vorliegt.
Gesetze sind immer etwas starr, man wird irgendwelche festen Grenzen ziehen müssen. Wer hat also Recht auf HO? Nur, wer 100% am Pc arbeitet? 90%? 80%? Was ist mit 90%-Office-Berufen, die durch andere Arbeitsabläufe auf 100% geändert werden können?
So lange es auf freiwilliger Basis geschieht, lässt sich da immer eine Regelung finden. Aber sobald es ein Recht gibt, was der AN im Zweifelsfall einklagen kann, können da Situationen entstehen, die eindeutig zum Nachteil des AG sind. Da kann ich schon verstehen, wenn die Firmen dieses Fass lieber zu lassen.
 
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Was willst Du am Arbeitsschutz denn deregulieren?
Es gibt ja nicht grundlos eine Mindestanforderung an den Arbeitsplatz um den Schutz der Arbeitnehmer zu gewährleisten.
Ja, die Frage ist nur, was eine "Mindestanforderung" ist.
Wenn man natürlich den deiutschen Status Quo axiomatisch als Mindestanforderung definiert, wäre die Diskussion ja schnell vorbei ;)

Für einen Büroarbeitsplatz zuhause sehe ich da eigentlich ziemlich wenig, außer dass die Hardware grundsätzlich sicher und ergonomisch sein sollte -- aber selbst das braucht man mMn nicht regulieren, da wohl kaum jemand seinen MA einen strahlenden Röhrenmonitor als Arbeitsgerägt geben wird & die Mindestanforderungen an Hardware ja schon außerhalb des Arbeitsschutzes bestehen.

Ding wie Internetanschluss, Bürostuhl, Tisch etc. -- muss man mMn bestimmt nicht regulieren. Ebensowenig ob das Home Office Asbestbelastet ist oder einen Feuerfluchtweg hat. Das sollte alles durch Regeln zur Sicherheit von Wohnungen und ggf angemieteten Büros abgedeckt werden.

Drehen wir die Frage doch mal um -- wo siehst du Bedarf, beim Home Office den Arbeitsschutz zu regeln?
 

Benrath

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Ding wie Internetanschluss, Bürostuhl, Tisch etc. -- muss man mMn bestimmt nicht regulieren. Ebensowenig ob das Home Office Asbestbelastet ist oder einen Feuerfluchtweg hat. Das sollte alles durch Regeln zur Sicherheit von Wohnungen und ggf angemieteten Büros abgedeckt werden.

Bis der erste wegen Rückenschmerzen klagt ...
 
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Aber genau dein erster Link zielt doch auf meine Intention ab. Das Du dir bei der Arbeit vor dem Computer, sitzend auf deinem Stuhl, keinen Schädelbruch zuziehst ist offensichtlich. Mir geht es hier ganz klar um die Vermischung in den privaten Lebensbereich, denn es ist offensichtlicher, dass dir ein Unfall auf dem Weg in der Küche, als sitzend auf dem Stuhl passiert.

Insofern stimmt deine Aussage ja nur bedingt, dann viel wichtiger ist, was Du gerade in dem Moment gemacht hast.
Es ist sogar vollkommen egal, wo ich mich außerhalb der Büroräume aufhalte, es kommt primär auf die Tätigkeit während des Unfalls an.
Genau an dieser Undurchsichtigkeit hapert es aktuell doch am ehesten und gäbe es diese Unklarheiten nicht, wären wir in der Firma schon seit Monaten durch mit einer ordentlichen Regelung.
ja gut, es ist schon so, dass die exakt gleiche handlung im HO nicht versichert sein kann, vor ort dann schon. aber man ist halt nicht grundsätzlich nicht versichert, der rahmen ist nur recht schmal. da man das ganze aber relativ leicht "kreativ darstellen" kann, sollte das eigentlich in der realität kein allzugroßes problem sein ;)
 

parats'

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Drehen wir die Frage doch mal um -- wo siehst du Bedarf, beim Home Office den Arbeitsschutz zu regeln?
Naja warte mal, du würdest gerne den Arbeitsschutz deregulieren.
Grundsätzlich sind an den Arbeitsplatz, unabhängig vom Ort, die gleichen Standards zu setzen.
Ob es hier eine Überschneidung mit einer Anforderung aus einem anderen Bereich gibt ist erstmal sekundär, sie wird dadurch ja nicht nichtig.
Wenn Du also was am Arbeitsschutz "entschärfen" möchtest, dann gilt das imo für beide Bereiche, ansonsten wird der Arbeitsplatz daheim ein Arbeitsplatz zweiter Klasse, oder nicht?
 
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Naja warte mal, du würdest gerne den Arbeitsschutz deregulieren.
Grundsätzlich sind an den Arbeitsplatz, unabhängig vom Ort, die gleichen Standards zu setzen.
Warum? Ist doch gerade bei Freelancern nicht so, die gestalten komplett ihren Arbeitsplatz.

Du definierst einfach dogmatisch den Status quo als "must have", das ist natürlich eine sehr bequeme Art, zu diskutieren.
Ob es hier eine Überschneidung mit einer Anforderung aus einem anderen Bereich gibt ist erstmal sekundär, sie wird dadurch ja nicht nichtig.
Wenn Du also was am Arbeitsschutz "entschärfen" möchtest, dann gilt das imo für beide Bereiche, ansonsten wird der Arbeitsplatz daheim ein Arbeitsplatz zweiter Klasse, oder nicht?
Es ist ein anderer Arbeitsplatz. Genauso wie es auch sonst sehr viele verschiedene Arten von Arbeitsbedingungen gibt. Für Außendienstler besteht im Auto auch nicht der exakt gleiche ergonomische Standard wie im Büro. Oder Freelancer. Das ist eine Entscheidung, die wir als Gesellschaft treffen können, das Home Office in ausgewogenen Rahmen zu deregulieren.

Natürlich kann dann jedem Mitarbeiter mit bestehendem Arbeitsvertrag zugestanden werden, einen normalen Büroarbeitsplatz zu bekommen als Bestandsschutz.

Grundsätzlich erschließt sich mir aber nicht, warum man das nicht dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber frei überlassen können sollte, so wie es bei der Gehaltsverhandlung ohnehin schon so ist. Schließlich ist das Home Office dann eine Funktion des Gehalts, weil der Mitarbeiter die Gestaltung hat -- im Gegensatz zum Büro, wo der Arbeitgeber gestaltet und es daher auch mehr Sinn für Regulierung gibt.
 
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Warum? Ist doch gerade bei Freelancern nicht so, die gestalten komplett ihren Arbeitsplatz.

Genau deshalb sind Freelancer ja Freelancer und Angestellte Angestellte. Ein Arbeitgeber trägt die Verantwortung für seine Arbeitnehmer, insbesondere auch hinsichtlich der Arbeitssicherheit. Dafür hat er auch einen langfristigen Vertrag mit ihm und muss sich nicht bei jedem Projekt um einen neuen Erfüllungsgehilfen bemühen. Insofern vergleichst du da Äpfel mit Birnen.

Grundsätzlich erschließt sich mir aber nicht, warum man das nicht dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber frei überlassen können sollte, so wie es bei der Gehaltsverhandlung ohnehin schon so ist.

Wo ist das denn so? Bei Gehaltsverhandlungen gibt es zig Grenzen, egal ob Tarife, den Mindestlohn oder als letzte Grenze die Sittenwidrigkeit. Völlig frei verhandelbare Gehälter haben wir glücklicherweise nicht, da wir in einem Sozialstaat leben.
 

Das Schaf

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Ding wie Internetanschluss, Bürostuhl, Tisch etc. -- muss man mMn bestimmt nicht regulieren. Ebensowenig ob das Home Office Asbestbelastet ist oder einen Feuerfluchtweg hat. Das sollte alles durch Regeln zur Sicherheit von Wohnungen und ggf angemieteten Büros abgedeckt werden.
ich arbeite mit leuten die im HomeOffice 2 Erwachsene + 2 Kinder über eine 16k Leitung versorgen müssen. Und die leitung gibt nichtmal 16k her....
Weil es dort nichts anderes gibt.
Klar muss man das regulieren mit Internetanschluss
 
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Wie soll das dann aussehen?
Muss der AG dafür sorgen, dass dein Zuhause den Anforderungen entspricht? Oder muss sich da grundsätzlich der AN drum kümmern und der AG muss bei nicht Einhalten der Anforderungen Home Office verweigern? Wenn mein Arbeitszimmer kein Fenster hat, kann ich dann meinen AG dazu zwingen, mir eine neue Wand zu spendieren?
Der Unterschied zum Büro ist ja auch: der AG will, dass die AN im Büro sitzen und arbeiten. Deshalb muss der sich natürlich auch darum kümmern, dass dort alles in Ordnung ist.
Beim Home Office ist es aber unter Umständen umgekehrt: der AN möchte zu Hause arbeiten und trotzdem soll der AG dort investieren? Obwohl er seine Leute ja eigentlich lieber vor Ort hätte? Finde ich nicht so trivial, wie manche hier tun.
 

parats'

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Warum? Ist doch gerade bei Freelancern nicht so, die gestalten komplett ihren Arbeitsplatz.

Du definierst einfach dogmatisch den Status quo als "must have", das ist natürlich eine sehr bequeme Art, zu diskutieren.

Es ist ein anderer Arbeitsplatz. Genauso wie es auch sonst sehr viele verschiedene Arten von Arbeitsbedingungen gibt. Für Außendienstler besteht im Auto auch nicht der exakt gleiche ergonomische Standard wie im Büro. Oder Freelancer. Das ist eine Entscheidung, die wir als Gesellschaft treffen können, das Home Office in ausgewogenen Rahmen zu deregulieren.

Natürlich kann dann jedem Mitarbeiter mit bestehendem Arbeitsvertrag zugestanden werden, einen normalen Büroarbeitsplatz zu bekommen als Bestandsschutz.

Grundsätzlich erschließt sich mir aber nicht, warum man das nicht dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber frei überlassen können sollte, so wie es bei der Gehaltsverhandlung ohnehin schon so ist. Schließlich ist das Home Office dann eine Funktion des Gehalts, weil der Mitarbeiter die Gestaltung hat -- im Gegensatz zum Büro, wo der Arbeitgeber gestaltet und es daher auch mehr Sinn für Regulierung gibt.

Grundsätzlich sind Freelancer erstmal keine Arbeitnehmer, damit endet der Vergleich auch schon. ;)
Der Arbeitsschutz in Deutschland ist in seinem aktuellen Zustand nicht vom Himmel gefallen und man kann sich als AN sicherlich glücklich schätzen, dass man in einem der regulierteren Länder dieses Planeten arbeitet, was zumindest die Sicherheit des Arbeitsplatzes angeht.
Mir kommt es so vor, als würde die dauerhafte Einführung für dich am zu hohen Arbeitsschutz scheitern und das sehe ich einfach nicht.
Es erfordert Zugeständnisse der Berufsgenossenschaften, Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer wenn man sich in diese Richtung bewegen möchte, aber eben nicht auf Kosten der Sicherheit.
Daher nochmal meine Frage: was genau möchtest Du am Arbeitsschutz ändern?
Also wirklich konkret, was deiner Ansicht nach aktuell die Causa HO ausbremst.
 
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Aus meiner Sicht machen Regelungen der Arbeitssicherheit im Home Office, die über die Sicherheit des Arbeitsmaterials hinaus gehen, keinen Sinn.

Das kann man gern auf Bürotätigkeiten einschränken, was ja die Masse ausmacht.
 
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ich arbeite mit leuten die im HomeOffice 2 Erwachsene + 2 Kinder über eine 16k Leitung versorgen müssen. Und die leitung gibt nichtmal 16k her....
Weil es dort nichts anderes gibt.
Klar muss man das regulieren mit Internetanschluss
Lol, wie man auf die Idee kommen kann, das regulieren zu wollen.

Wenn der Arbeitnehmer die Alternative Büro hat, muss man da gar nichts regulieren.

Gute Arbeitgeber mögen dann ihren Mitarbeitern die Kosten für einen guten Internetanschluss erstatten. Sonst halt nicht -- genausowenig wie der Arbeitgeber verpflichtet ist, dem Mitarbeiter ein Auto oder Fahrrad zum pendeln zu schenken.

Wirklich absurd, was hier für Regulierungswahn zu Tage tritt. Kein Wunder, dass in Deutschland wenig innovatives geht.
 

parats'

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Anyhow, du hast kein konkretes Beispiel, richtig? Ich bin immer offen für Deregulierung und sehe auch lieber die Eigenverantwortung bei den Menschen als in Form von Vorgaben durch den Staat. Aber in diesem Fall sehe ich einfach keine konkrete Regelung, weshalb es gerade am Arbeitsschutz scheitern und wo der Gesetzgeber Vorgaben streichen sollte.

P.s. ich find ein Gesetz zum Recht auf HO auch unsinnig, die Vorteile liegen in gewissen Bereichen auf der Hand und die Unternehmen werden sich, da wo es geht, selbstständig dahin bewegen können.
Das es nur mit Zugeständnissen von allen Seiten geht, streite ich nicht ab.
 
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ich find ein Gesetz zum Recht auf HO auch unsinnig, die Vorteile liegen in gewissen Bereichen auf der Hand und die Unternehmen werden sich, da wo es geht, selbstständig dahin bewegen können.
Ich fände ein Gesetz zum Recht auf HO ziemlich sinnvoll, und auch generelle Staatliche Unterstützung davon.
Aus dem Grund dass es nicht nur eine Sache zwischen AN und AG ist, wenn sich HO breit durchsetzt profitieren wir alle.

Allein schon die Verbesserung der Luft wenn sich der tägliche Berufsverkehr reduziert. Der Situation auf den Straßen wird angenehmer für die die fahren. Entlastung am Immobilienmarkt wenn nicht mehr alle gezwungen sind Nahe zu den großen Arbeitgebern zu ziehen. Kleinere Büroflächen, also weniger Energie und weniger Platzverbrauch.
 
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Anyhow, du hast kein konkretes Beispiel, richtig?
Für Beispiele siehe hier: https://efarbeitsrecht.net/arbeit-im-home-office/

Sonst geht es ja nicht nur um die Regulierung, die schon existiert, sondern auch um die, die gefordert werden. Allein hier im Thread ja schon Perlen wie "mein Internet ist zu langsam, das muss reguliert werden".
Ich bin immer offen für Deregulierung und sehe auch lieber die Eigenverantwortung bei den Menschen als in Form von Vorgaben durch den Staat. Aber in diesem Fall sehe ich einfach keine konkrete Regelung, weshalb es gerade am Arbeitsschutz scheitern und wo der Gesetzgeber Vorgaben streichen sollte.
Der Arbeitsschutz in jetziger Form ist kein Blocker, da stimme ich zu. Aber dennoch könnte man durch Deregulierung Home Office für Firmen attraktiver machen. Gerade für kleine Firmen ist es ja schon teuer, überhaupt erstmal zu verstehen, was sie alles beachten müssen.
P.s. ich find ein Gesetz zum Recht auf HO auch unsinnig, die Vorteile liegen in gewissen Bereichen auf der Hand und die Unternehmen werden sich, da wo es geht, selbstständig dahin bewegen können.
Das es nur mit Zugeständnissen von allen Seiten geht, streite ich nicht ab.
Da sind wir uns einig.


Mich erschreckt, wieviele Fans der Regulierung hier im Thread alleine sind. Regulierung, das Home Office teuer zu machen. Ups, Arbeitgeber machen es nicht alt. Schnell noch eine Regulierung, sie zu zwingen. Am besten noch eine neue Behörde für die Überwachung... (Ja, etwas übertrieben -- aber von der Tendenz absolut so).
 
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Ich fände ein Gesetz zum Recht auf HO ziemlich sinnvoll, und auch generelle Staatliche Unterstützung davon.
Aus dem Grund dass es nicht nur eine Sache zwischen AN und AG ist, wenn sich HO breit durchsetzt profitieren wir alle.

Allein schon die Verbesserung der Luft wenn sich der tägliche Berufsverkehr reduziert. Der Situation auf den Straßen wird angenehmer für die die fahren. Entlastung am Immobilienmarkt wenn nicht mehr alle gezwungen sind Nahe zu den großen Arbeitgebern zu ziehen. Kleinere Büroflächen, also weniger Energie und weniger Platzverbrauch.
sehe ich grundsätzlich auch so, ABER: wie soll das ganze aussehen? ich teile die bedenken der vorredner, dass sowas irrsinnig schwer in die tat umzusetzen ist. es müsste auf jeden fall möglichkeiten für den AG geben, die leute im fall der fälle ins büro zurückholen zu können, wenn es die aber gibt, wird garantiert ein AG auf die idee kommen, dieses "schlupfloch" auszunutzen, dann hat man wieder den salat...
 
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Nachtrag:
Ich finde übrigens Regulierung im Arbeitsrecht und auch Arbeitssicherheit alles andere als grundsätzlich schlecht.

Bspw macht es total Sinn, Putzkräfte vor unverhältnismäßig giftigen Putzmitteln zu schonen. Sowieso Arbeitsschutz im produzierenden Gewebe und Bergbau, wo es um Gesundheit geht in einer Art und Weise, bei welcher der Mitarbeiter eben sich nicht selbst schützen kann.

Das heißt aber eben nicht, dass ich einem Schreibtischarbeit regulierend davor schützen muss, dass er in schlechter Körperhaltung am PC sitzt. Für mich liegt die Grenze dort, wo der Mitarbeiter die Kontrolle über die Situation hat.

Und da das Argument zu bringen, "lol, sei du mal froh über die tolle deutsche Regulierung", nur weil es für Regulierungen gibt, ist halt faule Argumentation.
 
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sehe ich grundsätzlich auch so, ABER: wie soll das ganze aussehen? ich teile die bedenken der vorredner, dass sowas irrsinnig schwer in die tat umzusetzen ist. es müsste auf jeden fall möglichkeiten für den AG geben, die leute im fall der fälle ins büro zurückholen zu können, wenn es die aber gibt, wird garantiert ein AG auf die idee kommen, dieses "schlupfloch" auszunutzen, dann hat man wieder den salat...
Natürlich wird es irgendwo Arbeitgeber geben die Schlupflöcher ausnutzen, oder einfach versuchen die Regeln ignorieren.
Das gibt es jetzt ja auch schon bei allem möglichen. Aber es ist ja auch kein Grund z.B. unseren Kündigungsschutz aufzuweichen nur weil manche Betriebe den umgehen.
Ich sehe keinen Grund davon auszugehen dass die ersten Schlupflöcher irgendwie einen Dammbruch auslösen und das auf einmal alle ignorieren, das ist in den anderen Bereichen einfach auch nicht so. Wenn sich der Großteil daran hält wäre schon sehr viel gewonnen.
 

Das Schaf

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Lol, wie man auf die Idee kommen kann, das regulieren zu wollen.

Wenn der Arbeitnehmer die Alternative Büro hat, muss man da gar nichts regulieren.

Gute Arbeitgeber mögen dann ihren Mitarbeitern die Kosten für einen guten Internetanschluss erstatten. Sonst halt nicht -- genausowenig wie der Arbeitgeber verpflichtet ist, dem Mitarbeiter ein Auto oder Fahrrad zum pendeln zu schenken.

Wirklich absurd, was hier für Regulierungswahn zu Tage tritt. Kein Wunder, dass in Deutschland wenig innovatives geht.
das führt dann halt wieder nur zu immensen ballungsräumen
weil in naher zukunft kann man bei mir in der Gegend in den wenigsten gegenden mit einigermaßen erträglichem internet aufwarten.
Nachdem wir gerade eine neu bleibe suchen find ich es immens lustig was hier teilweise als "schnelles" internet angeboten wird. wenn dann die Telekom(10Mbit) am schnellsten ist.
Man sollte halt zumindest regelungen festhalten was in dem Falle der AG übernehmen muss und was er erwarten kann.
Auf dem Land gibts dann defacto kein HomeOffice wenn man das nicht regelt.

klar kann man jetzt sagen wir überruglieren alles aber den spaß tut man im büro ja auch
 

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Ich fände ein Gesetz zum Recht auf HO ziemlich sinnvoll, und auch generelle Staatliche Unterstützung davon.
Aus dem Grund dass es nicht nur eine Sache zwischen AN und AG ist, wenn sich HO breit durchsetzt profitieren wir alle.
Der Staat darf gerne erstmal flächendeckend schnelles Internet unterstützen, dann kann er sich ja darum kümmern. ;)

Mal im Ernst, mit dem gesetzlichen Anrecht auf HO, kann man gerade die kleinen Betriebe ziemlich unter Zugzwang setzen. Die wenigsten werden in der cloud unterwegs sein bzw. anderweitige Infrastruktur am Start haben um es erstmal zu ermöglichen.
Ich stelle mir on premise Infrastruktur mit 16mbit adsl sehr unlustig vor. :/

@Xantos2 ich glaube halt, dass man gewisse Pflichten aufteilen, aber eben nicht abschaffen muss. Daher bin ich für Zugeständnisse auf allen Seiten. Der AG kann bspw. nicht die Fluchtwege im HO prüfen, deswegen würde ich die Regelung dazu aber nicht abschaffen, sondern eben auf den AN übertragen und damit diesen in die Eigenverantwortung nehmen. Daher keine Deregulierung, sondern ein verschieben von Zuständigkeiten für das HO, dass ist eben der Deal den der AN dann eingeht. Auf der anderen Seite sollte der AG aber die Betriebsmittel auch im HO stellen, sofern der AN es wünscht. Ob ich Tische/Stühle im Büro habe, oder aber nichtmal mehr Büroflächen und meine MAs alle daheim ausrüste, würde für mich als AG keinen Nachteil ergeben.
 
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das führt dann halt wieder nur zu immensen ballungsräumen
weil in naher zukunft kann man bei mir in der Gegend in den wenigsten gegenden mit einigermaßen erträglichem internet aufwarten.
Nachdem wir gerade eine neu bleibe suchen find ich es immens lustig was hier teilweise als "schnelles" internet angeboten wird. wenn dann die Telekom(10Mbit) am schnellsten ist.
Man sollte halt zumindest regelungen festhalten was in dem Falle der AG übernehmen muss und was er erwarten kann.
Auf dem Land gibts dann defacto kein HomeOffice wenn man das nicht regelt.

klar kann man jetzt sagen wir überruglieren alles aber den spaß tut man im büro ja auch
Aber das, was du da ansprichst, hat doch nix mit Regularien zu tun, die ein Arbeitgeber erfüllen kann. Außer der Telekom kann doch keine Firma einfach selbst schnellere Internetleitungen zu ihren Mitarbeitern verlegen.
Das hat was mit Infrastruktur zu tun und da ist der Staat für verantwortlich, unabhängig von Home Office Regeln.
 

Das Schaf

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ja da hast du ja teilweise auch recht.
aber wenn man diese Pflicht einführt sollte man dann nicht zumindest dann regularieren einführen wer denn wann dafür aufkommen muss und ab wann der AG sagen kann ne sorry bei deinem internet kein homeoffice das ist uns zu schlecht.
und wer für die kosten aufkommt
 

Gustavo

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So lange es auf freiwilliger Basis geschieht, lässt sich da immer eine Regelung finden. Aber sobald es ein Recht gibt, was der AN im Zweifelsfall einklagen kann, können da Situationen entstehen, die eindeutig zum Nachteil des AG sind. Da kann ich schon verstehen, wenn die Firmen dieses Fass lieber zu lassen.

Na ja, das ist wie gesagt bei so gut wie allen Gesetzen so, die Arbeitnehmern Rechte geben. Wenn etwas auf freiwilliger Basis gut funktioniert, würde es ja nicht schlechter wenn die AN einen gesetzlichen Anspruch darauf bekommen. Dagegen wehren sich nur die AG, bei denen es nicht funktioniert. Ob das wirklich aus Sachgründen ist, sei mal dahingestellt, aber die Wirtschaft sagt bei allem immer dass sie niemals funktionieren werden: Mit Mindestlohn gibt es eine riesige Entlassungswelle, mit AGG gibt es eine Klagewelle, wenn Pflegekräfte nach Tariflohn bezahlt werden ist das Pflegesystem in Gefahr usw. usf. Gemeinhin hat sich rausgestellt, dass das einfach nicht der Fall war und die Wirtschaft einen extremen Hang dazu hat, sich über alles zu beklagen was ihr irgendwie zum Nachteil gereichen könnte. Letztendlich ist der Staat aber eben nicht hauptsächlich für seine Wirtschaft da, sondern für seine Bürger. Denen geht es ohne laufende Wirtschaft nicht gut, das heißt aber nicht, dass es ihnen am besten geht wenn die Wirtschaft alle ihre Wünsche bekommt.
Ich kann es echt nur immer wieder sagen: Leute wären genuin erschrocken, wenn sie wüssten, wie die Arbeitswelt aussähe, wenn "die Wirtschaft" keine Rücksicht auf demokratische Erwägungen nehmen müsste. Gerade im Mittelstand gibt es einige Leute, die glauben sie seien zum Feudalherren bestimmt und leider nur etwas zu spät geboren. DAS ist nicht nur in den USA so, nur dass sie in den USA halt auch sehr häufig ihren Willen bekommen, in Deutschland nicht annähernd so häufig.
 
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Na ja, das ist wie gesagt bei so gut wie allen Gesetzen so, die Arbeitnehmern Rechte geben. Wenn etwas auf freiwilliger Basis gut funktioniert, würde es ja nicht schlechter wenn die AN einen gesetzlichen Anspruch darauf bekommen. Dagegen wehren sich nur die AG, bei denen es nicht funktioniert.
Es könnte durchaus schlechter werden, vielleicht nicht sofort, aber nach einiger Zeit. Menschen gewöhnen sich schnell an Standards und neigen (natürlich) dazu, gerne noch mehr zu bekommen, die Gefahr sehe ich hier auch. Wenn diese Tür einmal geöffnet ist, bekommt man sie (aus Sicht des AG) nur noch sehr schwer zu und hat dann mit lauter AN zu kämpfen, die sich ja nur auf ihr Recht berufen
 
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Ist halt auch Quatsch davon auszugehen, dass Arbeitnehmer alle diese Regulierungen wollen.

Ich denke vielen ist lieber, Cash zu bekommen und sich selbst um das Setup Zuhause zu kümmern anstatt dem standardisierten Tisch vom Arbeitgeber zu bekommen, den er einkauft, weil er relativ kostengünstig Ergonomie-Standards erfüllen kann.

Ich konnte $1k für einen Stuhl expensen und auch die Internetrechnung. Finde ich völlig ausreichend.
 

Benrath

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Ich glaub man muss zwischen zwei Sachen trenen.

1. unregelmäßiges Home Office trennen wo der AN bis zu X Tage pro Monat/Jahr zu Hause arbeiten will, um kurzfristig wegen eines privaten Termins zu Hause zu bleiben oder weil ein Kind krank ist.

2. regelmäßige Telearbeit wo der AN eventuell komplett von zu Hause arbeitet und auch das Einsparungspotential für den AG höher ist.

Das 1. kann man wesentlich lockerer angehen und scheinbar ist das vielerorts auch die Gangart, selbst wenn wegen Corona wesentlich häufiger HO gemacht wird als angedacht. Bei der Telearbeit darf schon mehr reguliert werden, damit man nicht alles komplett auf den AN abschiebt. Bildschirm sollte z.B. Mindeststandards erfüllen. etc.
 
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Wenn ich "Telearbeit" lese weiß ich wieder warum wir 15 Jahre in der Digitalisierung hinterhinken.

Und wieder wird von HO geredet. Zum x-ten Mal. HO war die alte Welt: "Oh, hi 2006". Mobiles Arbeiten ist die Gegenwart. Dann muss sich der AG nämlich über Equip zu Hause kaum bis gat keine Gedanken machen.
 
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"tele" ist das altgriechische Wort für "fern", der Begriff ist nicht vom Telefon abgeleitet und ist unabhängig von der verwendeten Technologie :deliver:
 
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Schon klar. Ist aber zu unspezifisch und veraltet. "Oh , hi 1996"

#Neuland #MerkelHatNochUntertrieben
 
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Ich glaub man muss zwischen zwei Sachen trenen.

1. unregelmäßiges Home Office trennen wo der AN bis zu X Tage pro Monat/Jahr zu Hause arbeiten will, um kurzfristig wegen eines privaten Termins zu Hause zu bleiben oder weil ein Kind krank ist.

2. regelmäßige Telearbeit wo der AN eventuell komplett von zu Hause arbeitet und auch das Einsparungspotential für den AG höher ist.

Das 1. kann man wesentlich lockerer angehen und scheinbar ist das vielerorts auch die Gangart, selbst wenn wegen Corona wesentlich häufiger HO gemacht wird als angedacht. Bei der Telearbeit darf schon mehr reguliert werden, damit man nicht alles komplett auf den AN abschiebt. Bildschirm sollte z.B. Mindeststandards erfüllen. etc.
Wenn das dauerhafte Home Office komplett optional ist aus Sicht des AN, er also auch im Büro blieben könnte, warum sollte man da irgendwas regulieren?
  1. Der AG hat auch ein natürliches Interesse, vernünftiges Arbeitsequipment zu stellen.
  2. Der AN hat auch unterschiedliche Vorteile, bspw. Zeitersparnis & Kostenersparnis bzgl Pendeln.
Da kann man nun wirkich mal den Markt machen lassen.
 
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Schon klar. Ist aber zu unspezifisch und veraltet. "Oh , hi 1996"

#Neuland #MerkelHatNochUntertrieben
Ich finde den Begriff eigentlich ganz gut, eben weil er "unspezifisch" und zeitlos ist. Home Office impliziert, dass das nur im eigenen Zuhause geht. "Digitalarbeit" oder so etwas ist schon wieder abhängig von der verwendeten Technologie und muss alle paar Jahre angepasst werden. "Mobiles Arbeiten" macht nur Sinn, wenn der Arbeitsplatz tatsächlich regelmäßig wechselt.

Aber im Endeffekt ist es ja auch egal, wie man es nennt.
 
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Da kann man nun wirkich mal den Markt machen lassen.
:lol:

Mit den Tattergreisen an den Spitzen dt. UN? Träumer. Die leben noch in der alten Welt. "Zu Haus da erbat kena, gell? Kommtsna shey nei ins Büro, gell? Ihr faulen Hundskerle!"
 

Shihatsu

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Also wenn der Markt das so reguliert wie sich gerade Telekom, Siemens oder Volkswagen vorstellen, dann gute Nacht. Die BV der Telekom kam nur per Einigungsstelle überhaupt zu einem Abschluss und wird jetzt munter durch die Instanzen geschleift, bei VW und Siemens genauso. Bei diesen drei weiß ich es, ich denke das sieht woanders nicht besser aus.
In den BVen macht es sich der Arbeitgeber sehr einfach. Verantwortungen werden auf den AN abgewälzt, Zugeständnisse der Telearbeit (die ist genau definiert, kann man nach lesen) werden so gut wie alle gestrichen und trotzdemv ersucht man das ganze Konstrukt so zu drehen das der "regelmässige Arbeitsort" das Büro ist - in dem garkein Platz für alle ist. Das wird so alles einfach nichts.
 
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Planung von Videokonferenzen ist echt herrlich. Ist ja genau das Gegenteil, wenn man ein vernünftiges Setup als Firma hat.

Bei uns wurde die Möglichkeit zu 100% Home Office auf 18. Oktober verlängert wegen Delta. Plus vier Wochen die man eh remote arbeiten kann sind wir dann bei Mitte November -- hätte man auch direkt Jahresende machen können.
 
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