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Zukunft Home Office

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Finde schon krass was es für asoziale Betriebe gibt, uns ist seit Februar 2020 freigestellt wo wir arbeiten (gut das war auch vorher schon wenig eingeschränkt) und das wird sich mit Sicherheit auch noch bis 2022 so bleiben.

Wir haben jetzt den ersten neuen Kollegen der zu uns gewechselt ist weil die alte Firma ihn auch täglich vor Ort sehen wollte. Da hatte er verständlicherweise wenig Bock drauf. Hätte es genauso gemacht.
Jobprofil: sehr gefragte Cloud Architekt, Glück für uns ;)
 
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pinko

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Homeoffice ist spannend, aber das endet in den üblichen Grabenkämpfen. Selbst bei gleicher Produktivität werden viele Betriebe aufgrund der "Kontrollierbarkeit" auf Präsenz bestehen. Gleichzeitig ist auch nicht jeder Fan von HO. Mit Kindern stelle ich mir das ziemlich anstrengend vor. Langfristig sollte schon mal ernsthaft überlegt werden, ob wir wirklich diese ganzen Bürobunker brauchen, wenn man 90% der Arbeitszeit sowieso nur am Rechner / Telefon sitzt.
 

parats'

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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass werden noch dicke Bretter, die gebohrt werden müssen. Wir führen seit April neue Konzepte des hybriden Arbeitens ein und bisher sind die größten Hürden der Arbeitsschutz und die Berufsgenossenschaft..
 

Benrath

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Ich finds lustig was im ÖD teilweise für Anforderungen an den home office Arbeitsplatz gestellt werden.
Darf kein Bett im Raum stehen, abgetrennter Raum der abschließbar ist, Drölft qm, Fenster genau richtig stehen, Mindestmaße für den Schreibtisch, Anforderungen etc.

Nicht dass manche Anforderungen nicht sinnvoll wären, aber wer soll das alles erfüllen und wer soll es prüfen, vor allem über die Zeit. Selbst Leute mit eigenem Haus erfüllen das selten, wenn man zb ein Bett ins Arbeits /Gästezimmer stellt.

Für Singles in ein Zimmer Apartment gibt's dann kein home office :deliver:
 
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Homeoffice ist spannend, aber das endet in den üblichen Grabenkämpfen. Selbst bei gleicher Produktivität werden viele Betriebe aufgrund der "Kontrollierbarkeit" auf Präsenz bestehen. Gleichzeitig ist auch nicht jeder Fan von HO. Mit Kindern stelle ich mir das ziemlich anstrengend vor. Langfristig sollte schon mal ernsthaft überlegt werden, ob wir wirklich diese ganzen Bürobunker brauchen, wenn man 90% der Arbeitszeit sowieso nur am Rechner / Telefon sitzt.
Wenn ich mir so manche Kollegen anschaue, dann ist es leider so, dass man manche Leute vermutlich bedenkenlos zu 110% HO machen lassen könnte, während man anderen einfach bei jedem Arbeitsschritt auf die Finger schauen muss, damit sie nicht einfach nur chillen. Es korreliert "interessanterweise" auch stark mit der Art der Arbeit. Softwareentwicklung mit ordentlichem Projektmanagement: no Problem. Produktmanagement ohne ordentliches PM und mit sehr fuzzy definierten Aufgaben: ich habe nicht das Gefühl, dass irgendwer von denen im letzten Jahr mehr als das Nötigste getan hätte.
 

Shihatsu

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Ich finds lustig was im ÖD teilweise für Anforderungen an den home office Arbeitsplatz gestellt werden.
Darf kein Bett im Raum stehen, abgetrennter Raum der abschließbar ist, Drölft qm, Fenster genau richtig stehen, Mindestmaße für den Schreibtisch, Anforderungen etc.

Nicht dass manche Anforderungen nicht sinnvoll wären, aber wer soll das alles erfüllen und wer soll es prüfen, vor allem über die Zeit. Selbst Leute mit eigenem Haus erfüllen das selten, wenn man zb ein Bett ins Arbeits /Gästezimmer stellt.

Für Singles in ein Zimmer Apartment gibt's dann kein home office :deliver:
Das ist nichts was mit dem ÖD an sich zu tun hat, nur damit das Behörden was sowas angeht besser kontrolliert werden.
Alle Punkte die du angesprochen hast werden durch die Arbeitsstättenverordnung, insbesondere § 2 Abs. 5 Arbeitsstättenverordnung geregelt. Diese gilt natürlich im "Homeoffice" auch uneingeschränkt, eigentlich ist das durch die Telearbeit - genauer: Teleheimarbeit - geregelt. Darauf war natürlich niemand vorbereitet, und alle haben es dann "Homeoffice", "mobiles Arbeiten" oder "alternierende Telearbeit" genannt - nur um den Anforderungen sowohl steuerlicher als auch versicherungstechnischer Hinsicht zu entkommen.
Prüfen sollen das die selben die es schon seit es Telearbeit gibt gemacht haben - brauchen halt massiv mehr Kapazität. Z.B. die BAD. Nur weil man im "Homeoffice" (die Definition und individuelle Auslegung ist wichtig!) arbeitet darf der AG sich nicht seiner Verantwortung entziehen!
Und ja, das bedeutet dann fast zwangsläufig das dein letzter Satz so gültig ist.
 
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Ich habe letzten mit einem Mitarbeiter des magentafarbenen Telekommunikationsunternehmens telefoniert (Umzug anmelden, yay) - der hat mir gesagt dass dort Homeoffice fest mit in die Betriebsvereinbarung aufgenommen wurde. 2 Tage werden mindestens erlaubt, es geht nach Absprache auch mehr. Wer gar nicht will kann aber soweit ich weiß weiter zur Firma kommen.
Ich hoffe auf einen ähnlichen Effekt bei uns in der Firma. Fast alle mit denen ich regelmäßig spreche sagen: wir bleiben definitiv 2-4 Tage im Homeoffice. Macht einfach für manche Sachen wirklich mehr Sinn zuhause in Ruhe zu sitzen (wenn man die Möglichkeit hat). Ich arbeite im Moment viel mit Kollegen aus Amerika zusammen, da macht eine flexiblere Gestaltung des Tages definitiv auch Sinn.
Ich glaube, dass es in Zukunft deutlich mehr Homeoffice geben wird, vor allen weil durch die Pandemie die Chefs gesehen habe: oh, klappt ja doch. Da war die Angst (zumindest bei uns früher) einfach zu groß. Und ganz ehrlich: wenn ich am Arbeitsergebnis als Chef nicht sehen kann, wer seine Arbeit macht und wer nur chillt, dann bin ich der falsche Chef oder meine Mitarbeiter haben die falsche Arbeit. Wenn die Arbeit aber per se nicht kontrollierbar ist, dann ist sie das auch im Büro nicht - d.h. die faulen Äpfel machen auch da nur das Minimum.
 
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Ich denke auch dass sich durch die Pandemie viele vorbehalte gegen Homeoffice aufgelöst haben, weil die Chefs merken: die Arbeitseffizienz geht gar nicht runter, teilweise sogar rauf.

Ein anderer Punkt der sich wahrscheinlich erst ein bisschen in er Zukunft bemerkbar machen wird, ist dass Büroarbeitsplätze einfach sehr viel Geld kosten. Das wirkt sich in einer bestehenden Struktur wohl nicht so sehr aus, aber wenn neue Standorte geplant werden, Abteilungen umziehen etc. dann wird das ein ziemlich offensichtlicher Kostenfaktor ob man das neue Büro für 100 oder für 200 Arbeitsplätze planen muss.
 

Benrath

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Das ist nichts was mit dem ÖD an sich zu tun hat, nur damit das Behörden was sowas angeht besser kontrolliert werden.
Alle Punkte die du angesprochen hast werden durch die Arbeitsstättenverordnung, insbesondere § 2 Abs. 5 Arbeitsstättenverordnung geregelt. Diese gilt natürlich im "Homeoffice" auch uneingeschränkt, eigentlich ist das durch die Telearbeit - genauer: Teleheimarbeit - geregelt. Darauf war natürlich niemand vorbereitet, und alle haben es dann "Homeoffice", "mobiles Arbeiten" oder "alternierende Telearbeit" genannt - nur um den Anforderungen sowohl steuerlicher als auch versicherungstechnischer Hinsicht zu entkommen.
Prüfen sollen das die selben die es schon seit es Telearbeit gibt gemacht haben - brauchen halt massiv mehr Kapazität. Z.B. die BAD. Nur weil man im "Homeoffice" (die Definition und individuelle Auslegung ist wichtig!) arbeitet darf der AG sich nicht seiner Verantwortung entziehen!
Und ja, das bedeutet dann fast zwangsläufig das dein letzter Satz so gültig ist.
Wie gesagt ich gehe auch mit das gewissen Sachen davon Sinn machen, aber zu einem gewissen Grad muss man die Lebensrealität der Leute respektieren. Wenn wir jetzt nicht mit unangekündigten und unregelmäßigen Prüfungen in den Räumen der Angestellten anfangen wollen, halte ich das alles für eine reine Augenwischerei. Ok den größeren Schreibtisch oder den besseren Stuhl kauft man sich dann. Beim Rest wird man gucken, dass zur Abnahme alles erfüllt wird und dann wieder umgestellt wird.
 

parats'

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Wie gesagt ich gehe auch mit das gewissen Sachen davon Sinn machen, aber zu einem gewissen Grad muss man die Lebensrealität der Leute respektieren. Wenn wir jetzt nicht mit unangekündigten und unregelmäßigen Prüfungen in den Räumen der Angestellten anfangen wollen, halte ich das alles für eine reine Augenwischerei. Ok den größeren Schreibtisch oder den besseren Stuhl kauft man sich dann. Beim Rest wird man gucken, dass zur Abnahme alles erfüllt wird und dann wieder umgestellt wird.
Deine Richtung ist ja, dass der single in der 1Zi Wohnung auf HO verzichten muss, weil bestimmte Formalitäten nicht eingehalten werden können. Da würde ich voll mitgehen, wieso sollte man extra eine 2Zi Wohnung anmieten?
Ob man die Flexibilität mit der aktuellen Gesetzeslage herstellen kann bezweifle ich allerdings bzw. erscheint mir die Anforderung an einen Heimarbeitsplatz eben genau deutlich näher an deiner angesprochenen Lebensrealität, als im durchgeplanten Bürokomplex.
Der AG hat natürlich seine Verantwortung zu tragen, aber so ein bisschen Selbstverantwortung kriegt man auch selbst hin. Ob man dann sein HO auf dem Barhocker an der Bar vollzieht, wie einige meiner Kollegen, soll jeder selbst entscheiden.
Hier sollte es einfach deutliche Aufklärung, die in großen Betrieben sowieso vorgeschrieben ist, stattfinden.
 
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Ich glaube, dass es in Zukunft deutlich mehr Homeoffice geben wird, vor allen weil durch die Pandemie die Chefs gesehen habe: oh, klappt ja doch. Da war die Angst (zumindest bei uns früher) einfach zu groß. Und ganz ehrlich: wenn ich am Arbeitsergebnis als Chef nicht sehen kann, wer seine Arbeit macht und wer nur chillt, dann bin ich der falsche Chef oder meine Mitarbeiter haben die falsche Arbeit. Wenn die Arbeit aber per se nicht kontrollierbar ist, dann ist sie das auch im Büro nicht - d.h. die faulen Äpfel machen auch da nur das Minimum.
Naja, manchmal kommen Menschen auch erschreckend lange mit "hab ich gemacht, ist nichts draus geworden, war Pech" durch. Wenn dann die Personaldecke ohnehin dünn ist und die Führungskräfte nicht überall perfekt drinstecken (was der Normalfall sein dürfte), dann kommen die faulen Eier recht lange einfach durch. Und im HO macht man es ihnen noch einfacher :/

Ich bin definitiv aktuell nicht HO-geeignet gönne es aber jedem der da nicht nur chillen will.
 
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Dass Underperformer so gut durchkommen hat ja aber nichts mit HO zu tun, sondern mit Führungskräften, Leistungskultur und Arbeitsrecht.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass Firmen ihre schlechten Prozesse zur Leistungsbewertung endlich überarbeiten, weil sie realisieren "oh, mit HO ist reine Anwesenheitszeit ja vielleicht doch kein guter KPI.."
 

parats'

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Naja, manchmal kommen Menschen auch erschreckend lange mit "hab ich gemacht, ist nichts draus geworden, war Pech" durch. Wenn dann die Personaldecke ohnehin dünn ist und die Führungskräfte nicht überall perfekt drinstecken (was der Normalfall sein dürfte), dann kommen die faulen Eier recht lange einfach durch. Und im HO macht man es ihnen noch einfacher :/

Ich bin definitiv aktuell nicht HO-geeignet gönne es aber jedem der da nicht nur chillen will.
Ich sag es mal ganz direkt - wer auf der Arbeit keine Leistung zeigt, der wird es auch zu Hause nicht tun und umgekehrt wer daheim keine Leistung bringt, weil der KoNtrOlLZwAnG wegfällt, wird auch auf der Arbeit eher weniger Leistung bringen.
Leistungskontrolle hat absolut nichts mit dem Ort der Arbeitsverrichtung zu tun.
 

Benrath

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Ich habs mal rausgeteilt, weil es jenseits der Pandemie ein spannendes Thema ist.

Interessant sind die Leute "at the margin". Aus der Nahfeldempirie kenne ich Leute, die jetzt durch dauerhaftes Home Office versumpfen und zumindest sonst Dienst nach Vorschrift machen würden, weil Sie im Büro auch sonst weniger Ablenkungen haben. Die tun den Betrieben imho schon weh.

Bei Leute die sowieso kaum arbeiten und die man sonst auch nicht los wird, ist Home Office eventuell für beide Seiten ein Segen. Dann behindern die wenigstens niemand.
 
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Leute, die nur Dienst nach Vorschrift machen, brauchen mMn klar definierte Prozesse, mit denen die Arbeitsleistung zumindest näherungsweise gemessen werden kann.

Natürlich sind viele Leute (+ Politiker, Gewerkschaften) gerade in Deutschland super skeptisch, sobald es irgendwie um Messung der Arbeitsleistung geht. Siehe Behörden, wo mWn gar keine individuelle Leistungsbewertung erfolgen darf(?)

Da muss man sich dann halt entscheiden, wenn man als Gesellschaft mehr HO will.
Man kann nicht gleichzeitig keine Leistungsbwewertung, maximalen Kündigungsschutz und HO haben -- bzw wenn man das kombiniert, wird es sehr unproduktiv und ungerecht.
 

Shihatsu

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Man kann nicht gleichzeitig keine Leistungsbwewertung, maximalen Kündigungsschutz und HO haben -- bzw wenn man das kombiniert, wird es sehr unproduktiv und ungerecht.
Das ist eine gewagte These - mehr jedoch nicht. Datenschützer und Gewerkschaften haben da durchaus produktivitätssteigernde Ideen zu, aber die werden hier mal wieder genauso gut angehört wie zur Zeit immer, wenn es um die Befragung der Experten zum Thema Datenschutz geht. Und am Ende kommt beim Bürger wieder "Der Datenschutz ist schuld" an und wir kriegen etwas ähnlich geiles wie die DSGVO...

:doh:
 
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Wie willst du denn gerecht ohne individuelle Leistungsbewertung sein?
 

Shihatsu

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Wo schreibe ich denn das ich ohne individuelle Leistungsbewertung sein? Wie definierst du diese? Und warum sollte das eine Grundvorraussetzung für das andere sein? Gretchenfragen, rethorisch, nur gefragt um Folgendes einzuleiten:
Du gehst mMn von vornerein von bestimmten Gegebenheiten aus, die ich/du/man/wir "aus Erfahrung raus" als gesetzt sehen. Würde ich hier aber nicht machen. Die Veränderung die da gerade passiert ist dermassen umfassend und massiv - und tief ins Privatleben eingreifend - das ich all diese Dinge und noch mehr auf den Prüfstand stellen würde. Dafür müsste man dann aber auch tatsächlich mal bereit sein im politischen Prozess Experten anzuhören und Lobbyisten zu ignorieren. will. Not. Happen. Statteddesn: Weiter shitshow mit "Der Datenschutz ist schuld". denk ich an Deutschland in der Nacht hab ich Alpträume.
 
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Du hast geschrieben dass diese These gewagt sei:
"Man kann nicht gleichzeitig keine Leistungsbwewertung, maximalen Kündigungsschutz und HO haben"

Wenn die These (A ∧ B ∧ C) gewagt ist, dann ist ja auf jeden Fall auch die These A gewagt.
Daher habe ich mir als A die individuelle Leistungsbewertung herausgepickt.
 

Shihatsu

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Das Wort auf das es ankommt ist "individuell". Des weiteren stellte ich in Frage das "man" das nicht kann. Definiere "man". Der ganze Satz an sich ist völlig abstrus. Und typisch deutsch. Wie das anderster laufen "sollte" (mMn) hab ich ja dargelegt.
 
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Individuelle Leistungsbewertgung ist ja eine Teilmenge der Leistungsbewertung.
Ich vermute daher nicht, dass du Leistungsbewerttung generell für nicht nachweislich notwendig hältst, indiviudelle Leistungsbewertung aber schon.

Und freilich kann ich mir den Verzicht auf individelle Leistungsbewertung vorstellen.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie das gegenüber den besten Mitarbeiten gerecht umzusetzen wäre.
 

Shihatsu

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Ich empfinde das nicht als Teilmenge - ganz im Gegenteil. Das eine ist gut, das andere gefährlich. Ich sehe das als völlig voneinander unabhängig. Individuelle Leistungsbewertung ist sofort Kontrolle und wird sofort missbraucht. Liestungsbewertung an sich geht aber eben auch anders. Du hast die Stichworte dazu schon genannt, ich habe auch mit dem zweiten Absatz des zweiten Posts angedeutet wo die Reise hingehen könnte. Und zack wieder raus,

:elefant:
 
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Individuelle Leistungsbewertung ist gefährlich?
Außerhalb von Arbeitsverhältnissen ist das doch total alltäglich.
Trinkgeld hängt stark von der Leistung des Kellners ab. Von der Leistung des Friseurs, ob man wiederkommt.

Und wenn bspw ein Callcenter-Mitarbeiter Anrufer beleidigt oder total nicht-hilfreich antwortet, so musst du das doch auch herausfinden -- wie soll das ohne indivduelle Messung der Leistung gehen?
Oder beim Bächer, soll man es einfach hinnehmen, wenn ein Lehrling um den Faktor 20 langsamer Brötchen formt als die anderen?
Dieses "individuelle Leistungsbewertung ist schlecht" scheint mir immer etwas aus dem Elfenbeinturm von tatsächlich schwerer zu bewertenden Wissensarbeitern zu stammen.
 

pinko

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Das mit der Leistungsbewertung muss man im Kontext der kapitalistischen Verwertung der Arbeitskraft sehen. Die wird gemeinhin als gottgegeben akzeptiert. Es hängt auch sehr von der Branche ab, wie viel individuelle Verantwortung ein Mitarbeiter hat. Beispiel aus meinem Leben: Als Lehrer kann ich eigentlich machen, was ich will, solange ich den Lehrplan einhalte und die Prüfungen ordentlich erstelle und korrigiere. Unterrichtsgestaltung ist völlig frei, niemand überprüft außerdem, wie ich mit den Schülern umgehe, wobei es da ein simples Korrektiv gibt: Wenn ich Scheiße baue, beschwert sich jemand.

Um den Bogen zurück zu schlagen: Solange alles an die heilige Kuh der Produktivität gekoppelt ist, sehe ich wenig Spielraum für wirklich freiheitlichen Umgang mit menschlicher Arbeitskraft. Wären Menschen evtl. weniger produktiv, wenn man ihnen mehr Freiheiten ließe? Wahrscheinlich. Würden sie die Arbeit einstellen oder anfangen, irgendeinen Quatsch zu machen? Eher nein.

Bzgl. Trinkgeld: Gebe tatsächlich nur kein Trinkgeld, wenn irgendwas wirklich absolut beschissen war. Ansonsten bin ich da zu sehr in Richtung "Das gehört sich so" erzogen. Aber natürlich stimmt es: Wenn irgendwo die Leistung nix taugt, nimmt man sie in Zukunft nicht mehr in Anspruch. Oh hey, Brick.
 

Das Schaf

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Und wenn bspw ein Callcenter-Mitarbeiter Anrufer beleidigt oder total nicht-hilfreich antwortet, so musst du das doch auch herausfinden -- wie soll das ohne indivduelle Messung der Leistung gehen?
In Mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Wie willst du gerade das messen??
 
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In Mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Wie willst du gerade das messen??
  • Datenbank aller Calls mit Daten über Kunde + Mitarbeiter
  • Erfassung von Kundenbeschwerden über Calls
  • Messung der Kundenzufriedenheit nach Calls (natürlich einfacher wenn online)
  • Aufzeichnung der Calls, um bei Beschwerden reingehen zu können
  • Statistische Auswertungen
(Muss man nicht alles gleichzeiitg machen, und ist sicher auch keine komplette Liste.)

Die Frage ist natürlich immer, was der Zweck der Messung individueller Performance ist.
Wenn man sich die letzten Posts durchliest -bspw Pinko- dann scheint ja sehr akzeptiert, wenn man damit faule Eier aussortieen möchte. (Beispiel Lehrer, der viele Freiheiten hat -- bei dem aber Anwesenheit und die Menge von Beschwerden dann doch gemessen wird.)
Ob man die gleichen Daten dann verwendet, um zwischen einem "soliden" und "sehr guten" Mitarbeiter zu unterscheiden, ist umstrittener.
 
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Die Frage ist natürlich immer, was der Zweck der Messung individueller Performance ist.
Wenn man sich die letzten Posts durchliest -bspw Pinko- dann scheint ja sehr akzeptiert, wenn man damit faule Eier aussortieen möchte. (Beispiel Lehrer, der viele Freiheiten hat -- bei dem aber Anwesenheit und die Menge von Beschwerden dann doch gemessen wird.)
Ob man die gleichen Daten dann verwendet, um zwischen einem "soliden" und "sehr guten" Mitarbeiter zu unterscheiden, ist umstrittener.
ganz cool und alles, nur wie bewertet man leistung in deinem job?
 
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Die Frage ist natürlich immer, was der Zweck der Messung individueller Performance ist.
Wenn man sich die letzten Posts durchliest -bspw Pinko- dann scheint ja sehr akzeptiert, wenn man damit faule Eier aussortieen möchte. (Beispiel Lehrer, der viele Freiheiten hat -- bei dem aber Anwesenheit und die Menge von Beschwerden dann doch gemessen wird.)
Ob man die gleichen Daten dann verwendet, um zwischen einem "soliden" und "sehr guten" Mitarbeiter zu unterscheiden, ist umstrittener.
Ich sehe bei sowas immer die Gefahr, dass der Nasenfaktor = Arbeitnehmer XY ist mir mal dumm gekommen dazu führt, dass eine wie auch immer geartete Leistungsbewertung dazu genutzt wird um nach gutdünken Leute rausschmeißen zu können.

Beispiel Callcenter: meist wird vorher schon grob sortiert welche Probleme anliegen. Gibt man dem Kollegen den man nicht mag vor allem die schweren Fälle dann sinken die Fallzahlen die er bearbeitet und steigen die Beschwerden (denn nicht alle Probleme werden sich immer lösen lassen).
Am Ende gibt man dem Arbeitgeber also ein Tool an die Hand was er missbrauchen könnte. Sowas überall zu haben wäre ein Rückschritt für die Arbeitnehmerrechte in Deutschland.
 
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Ist es denn so schlimm, wenn durch Home Office die Produktivität sinkt? War es nicht seit jeher Wunsch der Menschen, weniger und entspannter zu arbeiten?
 

Das Schaf

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Die Frage ist natürlich immer, was der Zweck der Messung individueller Performance ist.
Wenn man sich die letzten Posts durchliest -bspw Pinko- dann scheint ja sehr akzeptiert, wenn man damit faule Eier aussortieen möchte. (Beispiel Lehrer, der viele Freiheiten hat -- bei dem aber Anwesenheit und die Menge von Beschwerden dann doch gemessen wird.)
Ob man die gleichen Daten dann verwendet, um zwischen einem "soliden" und "sehr guten" Mitarbeiter zu unterscheiden, ist umstrittener.
Aufzeichnung geht nur mit Einwilligung des Kunden.
Kundenzufriedenheit nach can call: ROFL ich war gerade bei Vodafone in der Warteschleife. Das war die da an Bewertung haben wollen macht doch kein Mensch. Das machen nur Leute die sich auskotzen wollen. Genau die sind die die bewerten.
99% der Beschwerden über Telefon Mitarbeiter sind eh falsch da ist jemand verärgert und lässt das dann an den an der nix dafür kann. Dementsprechend kannst du am Telefon nie eine gute Bewertung haben. Außer du machst 3rd Level support.
Da kriegt man einfach jeder Menge Schmutz ab ansonsten. Das ist halt dadurch ein komplett schlechter Performance Indikator.
Genauso wenig wie mehr der Telefonate.
 
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Was wäre denn die Alternative zu individueller Leistungsbewertung? Einfach jeden machen lassen, wie er meint? Natürlich muss die Qualität der Leistungsdaten entsprechend gut und schlüssig sein, genauso darf kein kompletter Vollidiot das dann aus- und anschließend bewerten, aber von dieser Grundannahme darf man doch wohl ungefragt ausgehen, oder?
 

Shihatsu

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Nein, darf man nicht. Nasenfaktor und Beschiss sind bei sowas eher die Regel denn die Ausnahme.
 

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Apropos Leistungsbewertung: Fällt eigentlich sonst noch jemandem auf, wie viel mehr hier vormittags an Wochentagen gepostet wird als am Wochenende/Feiertagen? :deliver:
Noch so ein Klassiker - Produktivität ist grundsätzlich unabhängig von der Tageszeit (hail an alle Schichtarbeiter im Werk). Abhängig von der Tätigkeit ist es vollkommen egal, wann gearbeitet wird. Ich arbeite bspw. seit der Geburt meiner Kinder 2x 4h am Tag. Gerade die Zeitspanne von 20 Uhr bis 02 Uhr ist ideal, wenn man einfach in Ruhe seine Arbeit verrichten möchte. ;)
 
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Was wäre denn die Alternative zu individueller Leistungsbewertung? Einfach jeden machen lassen, wie er meint? Natürlich muss die Qualität der Leistungsdaten entsprechend gut und schlüssig sein, genauso darf kein kompletter Vollidiot das dann aus- und anschließend bewerten, aber von dieser Grundannahme darf man doch wohl ungefragt ausgehen, oder?
Na dann könnte man doch auch ungefragt von der Grundannahme ausgehen, dass die Angestellten ihre Leistung erbringen und das nicht nachgeprüft werden muss? Bin da ja jetzt nicht grundsätzlich gegen, aber es fällt schon auf, dass hier einige nur das Bescheißpotenzial des AN und nicht des AG sehen; keine Ahnung wieso.
 
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Natürlich muss die Qualität der Leistungsdaten entsprechend gut und schlüssig sein, genauso darf kein kompletter Vollidiot das dann aus- und anschließend bewerten, aber von dieser Grundannahme darf man doch wohl ungefragt ausgehen, oder?
Echte Neutralität ist etwas sehr rares, das geht wohl deutlich über "kein kompletter Vollidiot" hinaus.
 
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Ich denke das sich das HO schwerer durchsetzten wird, da es auch wiederum (logischerweise) Studien gibt die eben ein Leistungsminus verzeichnen, was sicherlich einigen Chefs zusagen wird, gerade dann wenn dieser von vornerein dagegen war. Die Politik will ja mehr ins HO, aber da hier letztendlich die Firma ihr ich sage kurz mal "Hausrecht" nutzen kann und die Politik mehr oder weniger nur der Wunsch sich zu äußern kann, wird denke ich mal HO nur gerinteilig sich durchsetzen. Ich meine auch das sich auf den Straßen sich die HO die Verkehrsdichte (zumindest bei mir) sich nix verändert hat. Rush Hour Zeiten sind weiterhin geblieben sowie off Zeiten. Da find ich den Ansatzpunkt der Politik wegen Klima und Verkehrsreduzierung auch ehe schwach.
 
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Na dann könnte man doch auch ungefragt von der Grundannahme ausgehen, dass die Angestellten ihre Leistung erbringen und das nicht nachgeprüft werden muss? Bin da ja jetzt nicht grundsätzlich gegen, aber es fällt schon auf, dass hier einige nur das Bescheißpotenzial des AN und nicht des AG sehen; keine Ahnung wieso.
Ich sehe definitiv beides und finde eine regelrechte Überwachung des AN auch komplett falsch, aber in irgendeinem Maße muss man ja irgendeine Leistung messen und bewerten (können), sonst läuft man Gefahr, dass sich Leistungsträger irgendwann verabschieden und der Leistungsgedanke ad absurdum geführt wird. Im schlimmsten Fall schleppt man so viele "faule Eier" durch, was am Ende dem gesamten Unternehmen/Behörde schadet. Ich wäre halt gespannt, wie es sonst aussehen sollte, Shi hat es imho ja nur angedeutet und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn da richtig verstehe
Echte Neutralität ist etwas sehr rares, das geht wohl deutlich über "kein kompletter Vollidiot" hinaus.
Sobald Menschen irgendwie im Spiel sind, gibt es eh keine echte Neutralität mehr. In dem Beispiel mit dem Call-Center kann eine Bewertung mMn kaum maschinell erfolgen, eben weil es Einzelfälle geben kann und wird, die individuell bewertet werden müssten
 
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Home Office ist bereits ein alter Hut. Mobiles Arbeiten ist die moderne Variante. Auch für den AG viel besser.

Für uns in der IT Branche wird Arbeiten von zu Hause aus perspektivisch der Standard werden.
 
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