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Zukunft Home Office

parats'

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Ka was daran aufwendig sein soll.
Wir arbeiten fest bis Ende 2021 im HO und derweil werden vorherige Team-Büros in mobile Arbeitsplätze in freier Fläche umgebaut um dann für alle Mitarbeiter Arbeitsplätze zu haben, die mal ins Büro müssen für Termine.

Das sich Leute wie Grupp dagegen versperren wundert mich kaum, ist einfach eine andere Generation.
 
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Wobei ich ein Argument von Grupp schon verstehe: „Wenn jetzt alle in der Verwaltung, die ohnehin schon höher bezahlt sind als die Mitarbeiter in der Produktion, auch noch den Vorteil hätten, nicht in den Betrieb zu müssen, dann würde ein bisschen die Vorbildfunktion fehlen.“

Die Kohäsion könnte da schon leiden. Wenn ich Faktor 10 mehr Leute in der Produktion hätte und alles an einem Standort, dann würde ich auch nicht 100% Home Office machen wollen für die Verwaltung.
 
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Wobei ich ein Argument von Grupp schon verstehe: „Wenn jetzt alle in der Verwaltung, die ohnehin schon höher bezahlt sind als die Mitarbeiter in der Produktion, auch noch den Vorteil hätten, nicht in den Betrieb zu müssen, dann würde ein bisschen die Vorbildfunktion fehlen.“

Die Kohäsion könnte da schon leiden. Wenn ich Faktor 10 mehr Leute in der Produktion hätte und alles an einem Standort, dann würde ich auch nicht 100% Home Office machen wollen für die Verwaltung.

das schließt aber auch bei weitem nicht alle aus der verwaltung ein, werks- und produktionsleiter + teams müssen trotzdem häufig vor ort sein, HR in gewissem maße auch, je nach stand der technik des unternehmens kann die buchhaltung auch nicht komplett HO machen, da sind eh schon einschränkungen. aber das ist halt so, wenn man eine stelle hat, die zwingend die physische anwesenheit voraussetzt
 
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Wenn aber nur für 5% deiner Belegschaft Home Office gut geht, dann verstehe ich, dass du es besser findest, ganz darauf zu verzichten.
 
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das schließt aber auch bei weitem nicht alle aus der verwaltung ein, werks- und produktionsleiter + teams müssen trotzdem häufig vor ort sein, HR in gewissem maße auch, je nach stand der technik des unternehmens kann die buchhaltung auch nicht komplett HO machen, da sind eh schon einschränkungen. aber das ist halt so, wenn man eine stelle hat, die zwingend die physische anwesenheit voraussetzt
Das macht es ja eigentlich noch schwieriger: die produktionsnahen Bürojobs werden dadurch unattraktiver gegenüber den "produktionsfernen", wobei erstere für Industrieunternehmen eher wichtiger sind bzw. spezifischeres know-how erfordern. Mittel- bis langfristig erfordert das dann in diesen Berufen höhere Löhne (oder andere Zugeständnisse). Ob die eingesparten Büros und die eventuell höhere Produktivität das ausgleicht, ist fraglich.
 

parats'

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Das hat doch grundlegend erstmal nichts mit dem Anteil zu tun.
Unser innerer Kern beträgt auch nur um die 5% der gesamten Belegschaft und dennoch wird das neue Arbeitskonzept Bestandteil der Unternehmenskultur und nach Möglichkeit erweitert. Man muss halt auch mal anfangen und hier heult keiner rum, dass wir für gut 600 Mitarbeiter neue Arbeitskonzepte schaffen und die restlichen 11k halt erstmal nichts davon haben.
 

parats'

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Das ging an Xantos/nts und nicht an dich.
Ein geringer Anteil der betroffenen Beschäftigten sollte nicht ausschlaggebend dafür sein, ob man sich um eine solide HO Infrastruktur bemüht oder nicht.
 
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Wenn sich 30% der Angestellten unfair behandelt fühlen, weil 5% Home Office machen können und sie nicht, wo ist dann der Vorteil von Home Office in der Gesamtbetrachtung? Betriebsklima ist ein wichtiger Soft Factor für den betrieblichen Erfolg.
Zahlen sind natürlich ausgedacht, kann das Argument prinzipiell aber schon nachvollziehen.

Wenn ich das richtig verstehe, geht es bei euch ja auch darum, erstmal nur für 600 Mitarbeiter Home Office umzusetzen, und das ganze später auf weitere Bereiche zu erweitern.
Xantos sprach aber von Betrieben, wo tätigkeitsbedingt grundsätzlich nur z.B. 5% Home Office machen können, egal wie gut es umgesetzt wird.

Edit: je kleiner eine Firma ist, umso weniger läuft auch über definierte Prozesse etc., sondern eher über "direkte Kommunikation". Denke, so etwas könnte auf Dauer auch unter Home Office leiden.
 
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parats'

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Es arbeiten knapp gut 12k bei uns, die meisten, abseits der zentralen Standorte, arbeiten in der Fläche und somit im operativen Geschäft.
Wenn wir also HomeOffice von den zentralen Standorten ausweiten, dann sind das maximal noch die Bürotätigkeiten der einzelnen Flächenstandorte und das waren in Corona so um die 2k in Summe.
Wir reden also wirklich nur von einem kleinen Anteil der Mitarbeiter. Der Vorteil hier ist natürlich die Dezentralität, denn mit den 80 Standorten in der Fläche sind wir alle seit jeher super vernetzt und die Berührungspunkte waren sowieso immer nur remote.
Denn Mitarbeitern in der Fläche ist es egal ob wir in einer Zentrale sitzen oder daheim, die Art der Kommunikation ist identisch.

Bei uns war flexibles Arbeiten in den Zentralen schon immer der Standard.
Vertrauensarbeitzeit ist hier seit jeher Bestandteil der Firmenkultur und am Ende des Tages kommt es darauf an, dass die Arbeit erledigt wird und dabei ist es egal wo das passiert und in vielen Fällen auch zu welcher Uhrzeit, wenn man keine Abstimmung braucht. Das betrifft aber eben nur die Zentralen, in der Fläche wird im Schichtbetrieb gearbeitet mit Belastungsspitzen, da funktioniert sowas eben nicht.
 
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Das ging an Xantos/nts und nicht an dich.
Ein geringer Anteil der betroffenen Beschäftigten sollte nicht ausschlaggebend dafür sein, ob man sich um eine solide HO Infrastruktur bemüht oder nicht.

Soweit die Theorie.
Bei uns z.B. geht der Betriebsrat, der sich eher aus den Blue Colors rekrutiert, steil gegen die "Bevorzugung" der Büromitarbeiter, die jetzt home office machen dürfen.
 
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Der Unterschied ist, dass es bei euch immerhin 600 sind und die anderen, wie ich dich verstehe, nicht am gleichen Standort.

Das ist schon was anderes als 38 im Büro und 1000 in der Produktion am gleichen Standort.
 
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Ich denke die Firmengröße kann da auch einen Unterschied machen: in einem Konzern ist es meist alles ein bisschen anonymer als in einer 200-Mann-Klitsche, wo man die meisten mit Vornamen kennt und regelmäßig in der Pause trifft.
(Ich sage nicht, dass das ein Problem sein muss, sondern das es je nach Situation vor Ort so sein kann).
 

parats'

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Der Unterschied ist, dass es bei euch immerhin 600 sind und die anderen, wie ich dich verstehe, nicht am gleichen Standort.

Das ist schon was anderes als 38 im Büro und 1000 in der Produktion am gleichen Standort.
Ja, das meinte ich mit der Dezentralität.
Im Prinzip sind wir hier 80 KMUs mit die in einem Netzwerk an unterschiedlichen Standorten für das gleiche Ziel arbeiten.
Aber mal ehrlich, wenn ich in der Produktion bei Trigema arbeite, dann kann ich mich doch nicht darüber aufregen, dass ich kein Home Office machen kann. Das Problem liegt dann nun mal inhärent im Beruf und Grupp macht es sich damit natürlich einfach, wenn er sagt, dass hier die Vorbildfunktion fehlt.
Ich kann die Argumentation schon nachvollziehen, aber in Summe gewichtet er die angebliche Vorbildfunktion viel zu hoch.
In Wirklichkeit ist die Präsenz des Büroteams mal wirklich nur ein kleiner Baustein, ordentliche Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen sind viel wichtiger.
Er scheut schlicht die Konfrontation, dass man unabdingbaren on site Arbeitskräften einfach dann mal ein Zugeständnis machen muss.

Bei uns gibt es bspw. Company Bikes als leasing mit einer ziemlich satten Bezuschussung vom AG. Die Message ist klar: Wenn du zu deinem Standort musst, dann stellt dir der AG zusätzliche Mobilität zur Verfügung und für relativ wenig Geld bekommt man ein top Fahrrad/Pedelec inkl. Versicherungen und Reparatur/Wartung.
In Summe bezuschussen wir also den ÖPNV und das Fahrrad für alle Leute die in den Betrieb müssen. Ich im Home Office kann die Bezuschussung natürlich auch beantragen, aber der Nutzen ist begrenzt. Dazu trägt man daheim die Energiekosten alleine und eine Kantine gibt es auch nicht. Wer hier echt meint, dass die Home Office MAs es voll geil haben, kann nicht über seinen turf hinaus gucken und realisieren, dass Home Office erkaufte Flexibilität ist.
 
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Du musst mich nicht von Home Office überzeugen. Ich bleibe gern zu 100% im Home Office.

Ich denke nur, dass es einen negativen Effekt >0 gibt in einer Firma mit einem Standort durch die wahrgenommene Ungleichbehandlung. Dagegen steht der Nutzen des Home Office. Ergo ist irgendwo die Balance, kein Home Office zu machen. Und das könnte bei 5% gut sein.

Wenn es dann notwendig wird, den 38 Mitarbeitern im Büro etwas mehr zu bezahlen, weil irgendwann alle anderen Home Office machen, dann kann man das ja immer noch überdenken. So schnell passiert das da aufm Land bei trigema nicht.
 

parats'

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Ja, das stimmt sicherlich.
Mal was anderes, betrifft die Impfpflicht fürs Büro auch euch in Deutschland oder nur die Kollegen in Amerika?
 
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Bei uns hat man nun seit Anfang Juli Home Office auf Null zurückgefahren. Bin Gott sei Dank seit Mitte Juni in Elternzeit. Aber nach so langer Zeit mit mindestens 3 Tagen Home Office pro Woche ist so eine Entscheidung schon hart. Zumindest aus meiner Sicht hatte die Firma kaum Nachteile, ich nur Vorteile. Zumal ich einen sehr langen Arbeitsweg habe. Da ich vor Corona schon einen Tag Home Office hatte, hoffe ich darauf,dass sich da nochmal was machen lässt..
 
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Jeder hat Zoom offen und funkt an, wen er braucht. Easy.
Ich arbeite hier in einem 100-Köpfe-Team quer über Deutschland verteilt, jeder ist im Home Office und jeden, der nicht gerade im Urlaub ist, bekommt man zeitnah vor die Kamera.
 
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