Russland mal wieder

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Wenn wir zurückblicken, gab es bisher 5 grössere Aktionen in dem Krieg:

1. Angriff von allen Seiten: Russland hatte das Überraschungsmoment und Ukraine sich entschlossen viel zu verteidigen. Riesige Geländegewinne für die Russen
2. Kiev: Russland war overextend hatte zu schlechte Logistik und zu angreifbare Supply Lines und hat aufgegeben
3. Donetsk: Russland hat mit stetigem Artilleriefeuer leichte Geländegewinne erzielt
4. Kharkiv: Russland hatte eine überzogene Front und Ukraine konnte durch eine Lücke stossen
5. Cherson: Russland hatte unzureichende Supply Lines übern Fluss und hat aufgegeben

Zusammenfassung: 3:2 für die Ukraine; Entscheidend waren: 2x Überraschung, 2x fehlende Supplies, 1x Artillerie

Wie gehts weiter

Die Front ist auf natürliche Weise begradigt worden und nur noch halb so lang wie vorher. Die Russen haben dazugelernt und es scheint unwahrscheinlich, dass auf der halben Front noch einmal ein Überraschungsmoment wie in Kharkiv geschaffen werden kann. Die Supply Lines sind entlang der geraden Front auf beiden Seiten gesichert.

=> Es geht wieder ins Artillerieduell. Das wird zäh und es besteht die Gefahr, dass jetzt mittelfristig erstmal nicht mehr viel passiert und die Ukraine ihr Momentum wieder verliert.
 
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Wenn wir zurückblicken, gab es bisher 5 grössere Aktionen in dem Krieg:
Ich denke, das gehört doch größer aufgesplittet. Ich gehe einmal von Süden nach Norden:
1. Die Offensive aus dem Süden, Russland bisher größter Sieg. Die Einnahme von Kherson sowie das ganze rechte Ufer des Dnieper in der Region. Eine gelungene Eröffnung, die den gesamten Konflikt bisher prägt.
2. Die Offensive in das weitere Hinterland, die bei Mikolaiv hart gestoppt wurde. Wäre die russiche Armee bis Odessa oder weiter in den Norden marschiert, hätte das den weiteren Kriegsverlauf entscheidend beeinflusst. Sowas wie eine Gegenoffensive wurde erst durch diesen Erfolg in den ersten Kriegswochen möglich.
3. Die Einkesselung von Mariupol und die Vereinigung der beiden Frontabschnitte. Schließlich die Einnahme von Mariupol. Strategisch wichtig, wenn auch vor allem in Mariupol sehr kostspielig für Russland.
4. Patt in Donetsk. Die Linie zu halten ist in meinen Augen ein Achievement. Marinka war im Februar Frontlinie und ist es bis heute. Klarer Punkt für die Ukraine.
5. Der Oblast Luhansk wurde zum größten Teil vollständig genommen, die Städte Sievierodontesk und Lysychansk mussten mühsam erkämpft werden. Den Punkt gebe ich an Russland dafür, dass das tatsächlich gelungen ist, die Schlacht um die beiden Städte war aber auch wieder sehr kostspielig und den Preis möglicherweise nicht wert.
6. Die Schlacht um den Siverskyi Donets war ein grauenhafter Fehlschlag der russischen Armee. Wärhend die Eroberung von Izium und später auch Lyman ein bedeutender Meilenstein der russischen Offensive war, ist die erfolgreiche Verteidigung des Donets vor Sloviansk gleichzusetzen mit der Verteidigung von Mikolaiv.
7. Bei Charkiv war die russische Offensive ein harter Fail. Keine einzige Siedlung wurde genommen, Widerstandszentren wurden einfach umgangen und der ganze Nachschub blieb ständigen Angriffen ausgesetzt, da musste der Angriff einfach stecken bleiben.
8. Das gleiche bei Kiev nur schlimmer. Chance verspielt, die Hauptstadt einzunehmen. Der Konvoi vor Kiev ist das Sinnbild des russischen Scheiterns. Kiev war in von zwei Seiten bedroht und beide Flanken wurden einfach gehalten. Punkt für die Ukraine.
9. Der Rückzug der Nordfront. Peinlichkeit hoch drei. Wegen der verfahrenen Situation war das unumgänglich geworden. Totale Konsequenz auf Punkt 7 und 8, aber dennoch ein deutlich Erfolg für die Ukraine und eine Zäsur.
10. Die Gegenoffive bei Kupiansk habe ich nicht kommen sehen. Nicht nur wurden gewaltige Geländegewinne erzielt, es wurde enormes Material erbeutet und Gardetruppen geschlagen. Das hätte nicht passieren dürfen und ist für Russland eine unglaubliche Katastrophe. Wie auch immer der Plan für das weitere russiche Vorrücken auf Sloviansk gewesen sein mag, damit ist jetzt erstmal Schluss. Seitdem ist die Ukraine am Zug und Russlands Nordflanke wackelt.
11. Die Gegenoffive bei Kherson wurde lange gehyped, bis sie jetzt endlich erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Ausmaß der russischen Niederlage ist noch nicht erkennbar, aber selbst wenn alle Russen sich mit kompletten Matgerial zurückziehen konnten, ist das eine sehr deutliche Aussage über die Oberhand, die die Ukraine gerade ausspielt.
12. Im Seekrieg hat Russland die Schlangeninsel genommen. Dafür würde ich jetzt keinen Punkt vergeben, aber der Verlust der Moskva sowie die Rückeroberung der Insel ist mir durchaus einen Punkt für die Ukraine wert. Schon der Propagandawert rund um die Geschehnisse ist pures Gold.
13. Die Tatsache, dass die Ukraine weiterhin eine Luftflotte unterhält, ihren Luftraum verteidigt und gezielte Luftschläge gegen Russland ausführen kann, ist mir auch einen Punkt wert. Dass damit von Tag 1 an Schluss gewesen wäre, war meine volle Erwartung. Dass die Ukraine ihre Luftwaffe trotzdem weiterhin effektiv nutzt, ist ein Strich auf Russlands Schwarzer Liste.

Damit zähle ich 3,5 Punkte für Russland und 10 Punkte für die Ukraine. Das mag zuerst verblüffen, aber die Ukraine ist allem Recht nach die unterlegene Partei, dass sie noch steht und erfolgreich kämpft muss ja eigentlich auch auf mehr Punkte auf ihrer Seite zurückzuführen sein. Hab ich was vergessen oder war ich zu großzügig?

Achja: ich rechne mit einer Neuordnung der Kräfte aus Kherson auf beiden Seiten, gefolgt von neuen Frontbewegungen. Ein Artillerieduell auf einer 1000km oder so langen Front halte ich für weniger wahrscheinlich.
 
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Die Aufzählung ist gut als Liste der Narrative.

Man könnte die Liste auch ganz anders strukturieren nach Gründen/Enablern:

Da wären dann Aspekte relevant wie:


Punkte für Ukraine:
- Initiale Fehleinschätzungen der Russen
- breiter grassroots Widerstand auch von Zivilisten, Milizen
- Leadership der Ukraine, PR Effekt nach innen und außen
- Delay action in Mariupol, möglicherweise entscheidend für Zaporizhia
- Erfolg in der Flugabwehr früh, der dazu geführt hat, dass die Russen ihre Luftwaffe weitestgehend nicht frontnah eingesetzt har
- erfolgreiche Modernisierung der Armee, erkennbar an NATO-level combined arms Angriffen wie Balakliya, Kupiansk
- high profile wins wie Schlangeninsel, Moskva, Drohnenboote in Sevastopol, Ukrainische Hubschrauber in Belgorod, Kerch bridge
- HIMARS als Game Changer (Artillerie depots, Versorgungswege, HQs)
- westliche 155m Artillerie um im Artillerie-Duell mit Qualität gegen Quantität gegen zu halten

Als russische Punkte könnte man geben:
- erfolgreiches Management der Sanktionen
- erfolgreiche interne Propaganda
- frühe Erfolge im Süden
- Mariupol als Propaganda Erfolg
- Izyum als wichtige Stelle/Basis
- iranische Drohnen

Damit komme ich auf 9-5, aber die Gleichgewichtung der Punkte ist natürlich etwas strange:)
 
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Damit zähle ich 3,5 Punkte für Russland und 10 Punkte für die Ukraine. Das mag zuerst verblüffen, aber die Ukraine ist allem Recht nach die unterlegene Partei, dass sie noch steht und erfolgreich kämpft muss ja eigentlich auch auf mehr Punkte auf ihrer Seite zurückzuführen sein. Hab ich was vergessen oder war ich zu großzügig?
Ich denke nicht, dass der Aspekt der relativen Stärke Russlands und der Ukraine beachtet werden sollte. Am Ende geht es darum zu gewinnen. Eine "Ja, aber gar nicht so schlecht"-Niederlage ist immer noch eine Niederlage.
 
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Ja klar. Ich spreche darüber, was bisher mit der relativen Stärke angestellt wurde, denn Resultate sagen vllt. auch etwas über die jeweiligen Fähigkeiten aus
 
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Achja: ich rechne mit einer Neuordnung der Kräfte aus Kherson auf beiden Seiten, gefolgt von neuen Frontbewegungen. Ein Artillerieduell auf einer 1000km oder so langen Front halte ich für weniger wahrscheinlich.

Die Front ist nicht mehr so lang im Fall. Ich habe sie gerade mal kurz und grob auf Google Maps eingetragen und ich komme auf nichtmal mehr 500km

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Die Supply Lines sind entlang der geraden Front auf beiden Seiten gesichert.
Die Artillerie der Ukraine erreicht jetzt die Krimgrenze. Bedeutet, dass die Versorgung der Russen auf der Krim über den Landweg anfällig sein sollte. Gerade bei den Vorteilen der Aufklärung mit Hilfe westlicher Unterstützung könnte da ganz schnell die Luft dünn werden. Schaun mer mal...
 
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Dazu der Wasserkanal (blaue Linie), welcher wohl die gesamte Krim mit Trinkwasser versorgt(?). In Reichweite, um den Kanal lahm zu legen, wären die Ukrainer mit Sicherheit. Aber ob sie das tun würden, kA. Würde sich ja gegen die Zivilbevölkerung auf der Krim richten.

Quelle: https://liveuamap.com/
 
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Aber ob sie das tun würden, kA. Würde sich ja gegen die Zivilbevölkerung auf der Krim richten.
2014 hat Kiew den Nord-Krim-Kanal geschlossen, von dem die Landwirtschaft der Krim zur Wasserversorgung abhängt. Damit wird auch politischer Druck ausgeübt, der in Medien ausgefochten wird

Der stellvertretende Minister für die vorübergehend besetzen Gebiete und Binnenflüchtlinge Yuriy Hrymchak sagte am Montag dem ukrainischen Onlinemedium Obozrevatel, dass die Krim, die weitgehend vom Wasser aus der Ukraine abhängig ist, austrocknet. Die "Besatzer" könnten dagegen nichts machen.

Die Krim ist fast vollständig vom Dnepr-Wasser aus der Ukraine abhängig, das durch den 400 km langen, bis zu 12 m breiten und 6 m tiefen Nord-Krim-Kanal über die Landenge von Perekop in die Krim kommt. Kiew hat nach der Annexion der Krim das Wasser abgedreht.
 
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Sollte die Krim mittelfristig russisch bleiben, wird der Knal wohl wieder geschlossen, bzw wird Gegenstand der Friedensverhandlungen sein.
Aktuell will die Ukraine die Krim zurückholen, da wird der Kanal wohl erstmal offenbleiben. Wie dem auch sei, wird das Schicksal des Kanals an weitere Ereignisse gebunden sein.
Btw: neuer Perun
 
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Immer noch keine offiziellen Neuigkeiten zur nordstream Sabotage.
eine privatfirma hat zwischenzeitlich anhand von Satellitenbildern nachweisen können dass kurz vor der sprengung zwei rund hundert meter lange schiffe vor ort waren, die ihre transponder abgeschaltet hatten. Die Erkenntnisse wurden an die nato übermittelt, hehe
 
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Peter Zeihan meint, dass durch die Rückforderung von Cherson die gesamte Südflanke Russlands inklusive Krim nicht zu halten ist, weil die Versorgung logistisch nicht bewerkstelligt werden kann. Über Wasser ist zu riskant, die Kerch-Brücke ist Kaputt und über Land 1. nicht in benötiger Größenordnung machbar und führe 2. durch Partisanengebiet.
Seiner Meinung nach ist die erste haltbare Linie östlich von Mariupol
 
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Ich finde, er vereinfacht da immer sehr.
In dem Video bspw wird nicht erwähnt, dass es noch den Hafen von Feodosia gibt:

Der mag nicht reichen. Aber ihn gar nicht zu erwähnen lässt mich irgendwie an der Objektivität des YouTubers zweifeln.
 
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Ja, Zeihan ist Globalstratege und da muss er vereinfachen, um einen Wust von Fakten in große Trends zu verpacken und dazu Vor-/Nachteile und entsprechende Lösungen oder Antworten zu präsentieren. Mir ist dabei auch nicht immer ganz wohl.
Aber deinen Verweis auf den Feodosia-Hafen kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Zeihan sagt, der erinzige gute Hafen sei Sevastopol. Da hat er Recht. Feodosia ist winzig. Anlegende Schiffe dürfen max. 64 Meter lang sein. Das ist ein wenig so, als würde man den Nordseehafen von Cuxhaven als Alternative zum Frachthafen Hamburg präsentieren. Ja, den gibt es, aber ...
Es geht immerhin darum, die Krim mit ihren 2 Mio. Einwohnern sowie den gesamten russsicchen Südflügel zu versorgen.
 

[fN]Leichnam

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Ist jetzt nicht die Riesennachricht, aber Precht rückt ein wenig von seiner Position ab:

Und noch was anderes. Der sympathische Philantrop Infantino fordert eine Feuerpause für die Dauer der WM.
 
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Ich hab mir den Hafen gerade bei Google Maps angeschaut. Gleisanschluss check, aber da hört es auch auf. Keine Infrastruktur um Container zu löschen, nur eine Hand voll Schüttgutkräne. Für ein paar Kohlebargen oder kleinere Trawler mag das reichen, aber um ernsthaft in größerem Stil Güter aufzunehmen? Nope.
 
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Der Hafen ist vor allem als Fährhafen relevant. Also LKW auf Roll on roll off Fähren.

Das ist natürlich viel schlechter als Schiene, aber kann schon einen relativ ordentlichen Durchsatz haben wenn optimiert.
 
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Ist jetzt nicht die Riesennachricht, aber Precht rückt ein wenig von seiner Position ab:
„Damals haben die Militärexperten, von wenigen Ausnahmen abgesehen, alle die gleiche Prognose gestellt und gesagt, dass die Ukraine diesen Krieg binnen Tagen, Wochen oder vielleicht ein, zwei Monaten verlieren wird.“
„Insofern bin ich natürlich von einer Fehlannahme ausgegangen, dass es sich nicht lohnt, sich zu verteidigen, wenn der Krieg in ein, zwei Wochen verloren ist. Man kann sehen, wie man sich täuschen kann.“
Noch im Juli/August zu denken, dass die Ukraine den Krieg innerhalb von zwei Wochen verliert, kann natürlich mal passieren. :deliver:
 
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Der Hafen ist vor allem als Fährhafen relevant. Also LKW auf Roll on roll off Fähren.

Das ist natürlich viel schlechter als Schiene, aber kann schon einen relativ ordentlichen Durchsatz haben wenn optimiert.
Auf RoRo-Fähren der in den Hafen passenden Größe bekommt man vielleicht 6-8 LKW. Mal die Abfertigungszeit pro Schiff sehr großzügig auf 30 Minuten kalkuliert, macht das pro Pier 12-16 LKW/h, 8-12 ist wohl realistischer. Wenn sich Russland plötzlich dutzende Schiffe dieser Größe aus dem Ärmel schütteln könnte um damit dauerhaft eine enge Taktung zu fahren, okay... aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die notwendige vor- und nachgelagerte Logistik den Nutzen auch nur entfernt rechtfertigt.
 
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Du hast ja derzeit wenig Alternativen. Diese Fähren stellen derzeit einen wichtigen Teil der Versorgung der Krim dar.
 
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Selbst wenn Fähren Kram nach Feodosia bekommen, muss der Kram von da weg. Per Schiene haben wir schon besprochen. Per LKW auch. Das ist alles Mist. Auch mit Kleinschiffen den Kram nach Feodosia schaffen ist Mist. Das haut alles nicht hin. Deswegen unterschlägt Zeihan auch diese Option. Eine Armee im Feld zu unterhalten braucht ordentliche Logistik und dafür braucht man ordentliche Infrastruktur.
Wie gesagt: die Herausforderung hier ist, neben den >2 Mio. Einwohnern der Krim auch eine Armee mit Nachschub zu versorgen. Das über einen Lulu-Hafen und ab da mit LKWs ist Mist, vor allem wenn man aus der Krim an die Cherson-Front durch einen CHoke-Point in Artillerie-Reichweite muss.
 
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Haben die Russen nicht ab 2014 die Krim auch 3 Jahre lang übers Wasser versorgt? Wie haben sie es denn damals gemacht?
 
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Sie haben das im Frieden über Sevastopol gemacht. Direkt dahin, wo Leute leben. Damals hat keiner mit Raketen und Drohnen auf Schiffe geschossen. Dass sich das geändert hat, haben dei Russen selbst herbei gehführt.
 
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Mariusz Gierszewski, the reporter for Poland’s ZET Radio who initially wrote that stray Russian rockets had hit Poland, tweeted an update that remains of a shot-down rocket likely hit eastern Poland.

Gierszewski tweeted:

My sources in the services say that what hit Przewowo is most likely the remains of a rocket shot down by the Armed Forces of Ukraine.

Quelle: https://www.theguardian.com/world/l...eginning-of-end-of-russian-war-zelenskiy-says

Ball flach halten, mehr und bessere AA liefern. Und natürlich Panzer und Schützenpanzer.
 
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Kann ja sein, dass der warhead noch intakt war und bei Aufschlag gezündet hat. Erstmal abwarten...
 
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Lol, Ukraine behauptet, sie warens nicht, Polen sagt Russland, USA vermuten Ukraine.
 
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So oder so wird man akzeptieren müssen, dass es nicht passiert wäre, wenn Russland keine Rakete Richtung Ukraine geschickt hätte.

Die Russische Logik dahinter aber könnte diese sein: tja, stationiert halt keine Abfangraketen dort, dann wäre das gar nicht passiert.
 
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Die aktuellen Nachrichten scheinen eher auf Ukraine als auf Russland hinzudeuten. Das dürfte kompliziert werden.
 
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Jo was ich gesehen habe war das ein Abfangversuch einer russischen Rakete. Heikel, aber ich (als nicht-IB Experte und nicht-Jurist) würd da jetzt nicht von nem Bündnisfall und WK ausgehen. Es ist nur tragisch, dass Menschen dabei gestorben sind.
 
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Wenn man in einem Feuergefecht als beistehender von nem Querschläger getroffen wird ist doch auch egal aus welchem Lauf die stammt.

Wenn das eine ukrainische Rakete war brauchen die Ukrainer eben ein besseres Raketenabwehrsystem!
 
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Die aktuellen Nachrichten scheinen eher auf Ukraine als auf Russland hinzudeuten. Das dürfte kompliziert werden.
Why? Dann wars halt ein Unfall, der aber auch nur deshalb passieren konnte, weil Russland mit Raketen in Grenznähe schießt. Irgendwie übel nehmen wird das der Ukraine niemand, insbesondere nicht Polen.
 
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Letztlich ist es relativ egal, wessen Rakete es war. Unfall dürfte ziemlich ausgemacht sein und dass die Verantwortung letztlich Russland trifft, ist auch klar. Man kann nur hoffen, dass das die Unterstützung für die Ukraine nochmal antreibt.
 
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Letztlich ist es relativ egal, wessen Rakete es war. Unfall dürfte ziemlich ausgemacht sein und dass die Verantwortung letztlich Russland trifft, ist auch klar. Man kann nur hoffen, dass das die Unterstützung für die Ukraine nochmal antreibt.
Davon kann man ausgehen. Nach der G20 Resolution ist Russland so isoliert und angeschlagen wie noch nie. Im Grunde ist es ein Boxer, der stehend k.o. ist. Er kann sich vielleicht noch ein paar Runden im Kampf halten, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er umkippt. ABER, man darf ihn eben auch nicht unterschätzen, denn ein unglücklicher Schwinger kann einen trotzdem noch treffen. Deswegen muss man genau jetzt weiter pushen und ihn k.o. auf die Bretter schicken.
 
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