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Nachrichten, Randnotizen und Kurioses v4

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Das macht der Gesetzgeber. Das muss man dann halt ggf. etwas weiter fassen als man es bisher getan hat.
Natürlich macht das am Ende der Gesetzgeber, aber das ist eben ein entscheidender Faktor bei der Forderung einer Versicherungspflicht. Denn am Ende muss man hier schon etwas orakeln und da stellt sich dann die Frage, ob zB ein Stück Land was bisher noch nie eine Überschwemmung erlebt hat, vorsorglich als Überschwemmungsgebiet definiert werden kann/soll, weil man eben mutmaßt, dass sich das mal bei einem entsprechenden Wetterereignis ändern könnte.
 
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"Orakeln" muss man da eigentlich nicht, sondern macht es wie bisher: Gebiete, wo es in der Vergangenheit mal Überschwemmungen gab (bzw. Ein mal pro hundert Jahren), gelten als Überschwemmungsgebiet.

An welches Gebiet denkst du denn jetzt konkret, wo es vorher noch nie eine Überschwemmung gegeben hat? Auch Teile Düsseldorfs und Wuppertals waren vorher schon als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen.
Wie gesagt, in fast allen Regionen, die gerade betroffen sind, gab es auch in der Vergangenheit schon Überschwemmungen, nur vielleicht nicht unbedingt zu Lebzeiten der heutigen Einwohner. Und vielerorts nicht so extrem

Was man vielleicht ändern könnte: solch eine Ausweisung gilt bisher afaik immer für 40 Jahre. Eventuell macht es Sinn, dass in Zukunft häufiger anzupassen.

Der Kreis Ahrweilwer war ja zB sehr stark betroffen. Mal zur Info, wie viele Häuser und Hütten da in der Vergangenheit schon weggespült wurden:
https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1983/hjb1983.25.htm

1804 und 1910 zB.

Klar, vieles schon lange her, hätte ich persönlich auch keine Angst vor gehabt. So sind Menschen nun mal: aus den Augen, aus dem Sinn.

Edit: bin aber gegen Versicherungspflicht. Man kann ja Bewohner von ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten noch mal gesondert darauf hinweisen, dass sie im Fall der Fälle ohne Versicherung die Schäden selbst tragen müssen.
Während in nicht-Risikogebieten der Staat aufkommen kann, wenn ein unvorhersehbares Naturereignis eintritt.
 
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An welches Gebiet denkst du denn jetzt konkret, wo es vorher noch nie eine Überschwemmung gegeben hat? Auch Teile Düsseldorfs und Wuppertals waren vorher schon als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen.
Wie gesagt, in fast allen Regionen, die gerade betroffen sind, gab es auch in der Vergangenheit schon Überschwemmungen, nur vielleicht nicht unbedingt zu Lebzeiten der heutigen Einwohner. Und vielerorts nicht so extrem
Also ich hab mal beispielhaft mir ein paar Ecken von Wuppertal und Hattingen angeguckt, wo ich aus den News oder durch Berichte von Bekannten von ordentlichen Schäden weiß. Das Muster ist immer das gleich ja es gibt ein definiertes Überschwemmungsgebiet um den Fluss, aber das sind immer die paar Meter wo nix gebaut ist. Die Häuser stehen dann 5-10 Meter weiter, ergo per Definition nicht IM Überschwemmungsgebiet -> keine Versicherungspflicht.
 
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Also ich hab mal beispielhaft mir ein paar Ecken von Wuppertal und Hattingen angeguckt, wo ich aus den News oder durch Berichte von Bekannten von ordentlichen Schäden weiß. Das Muster ist immer das gleich ja es gibt ein definiertes Überschwemmungsgebiet um den Fluss, aber das sind immer die paar Meter wo nix gebaut ist. Die Häuser stehen dann 5-10 Meter weiter, ergo per Definition nicht IM Überschwemmungsgebiet -> keine Versicherungspflicht.
Ja, dann muss man diese Gebiete in Zukunft vielleicht etwas weiträumiger fassen. Hat mit "orakeln" imo trotzdem nichts zu tun.
Wobei eigentlich auch klar sein sollte, dass Wasser auch mal ein paar Meter weiter "fließen" kann.
Bin persönlich aber auch gegen eine Pflicht, lieber die Leute explizit noch mal informieren.
 

parats'

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"Orakeln" muss man da eigentlich nicht, sondern macht es wie bisher: Gebiete, wo es in der Vergangenheit mal Überschwemmungen gab (bzw. Ein mal pro hundert Jahren), gelten als Überschwemmungsgebiet.
Ja, aber afaik ist das aktuell Ländersache und müsste demnach an den Bund übertragen werden.
Btah hat es an sich ja schon gut getroffen. Wenn man nicht gerade in wirklichen Hotspots wohnt, dann wird das Thema "Überschwemmungsbiet" wahrscheinlich sehr schwammig behandelt. Hier in Hamburg gelten komplette Stadtteile auch als Überschwemmungsbiet da diese sowieso tiefliegend sind und bei Deichbrüchen schnell unter Wasser sind. Das sind mitnichten nur Agrarflächen, sondern auch komplette Industriestadtteile/Geschäftsviertel wie Hammerbrook oder Rothenburgsort.
Natürlich sind die Planungen und Modellierungen für das relativ kleine Gebiet hier deutlich "einfacher" als für ganze Bundesländer. Zudem führt die Elbe alle paar Jahre mal etwas mehr Wasser und man weiß mittlerweile so grob womit es wann zu tun hat.
Das uns hier mal ein absolut kleiner Bach wie die Bille komplett überläuft ist relativ unwahrscheinlich und daher gibt es auch dafür keine ausgewiesenen Gebiete. Von den Eigenschaften kommt dieser kleine Bach aber so einigen anderen Bächen in RLP oder NRW relativ gleich, welche jetzt ebenfalls gut angestiegen sind.
 
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Im Streitfall könnte man ja anbieten die Leute aus der Versicherungspflicht zu entlassen, wenn sie gegen Unterschrift zur Kenntnis nehmen, dass sie im Falle von Schäden keinerlei finanzielle Hilfe vom Staat erwarten können.

Ich sehe Direkthilfen für die Betroffenen grundsätzlich auch kritisch. Wenn es genau so vielen Leuten auf einen Zeitraum von 20 Jahren gestreckt das Haus wegen was auch immer wegfegt, können die ja auch keine Hilfe erwarten. Aber wenn es viele auf einmal trifft und im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit steht, soll der Staat jetzt ran? Das empfinde ich nicht als gerecht.
Imo sollte der Staat bei sowas nur reingehen, wenn es die Staatsräsen gebietet, etwa weil man sonst größere Verwerfungen oder systemische Risiken befürchtet. Das sehe ich hier allerdings nicht, daher ist es letztlich nur ein politischer Imperativ, der durch die anstehenden Wahlen noch befeuert wird.

Na ja, man macht eine Versicherung nicht verpflichtend. Was sich ändert ist dass du sie halt von der Steuer absetzbar machst, was heißt dass eben doch der Steuerzahler zahlt, nur halt indirekt (durch tax expenditures) statt direkt (durch Steuergeld). Oh und natürlich dass keine Versicherung der Welt diesen Service anbietet, ohne dafür einen Teil des Geldes als Profit einzubehalten. Das würde natürlich bei einer Pflichtversicherung gedeckelt, bei einer steuerabsetzbaren Versicherung aber eher nicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. :deliver:
Über die steuerliche Absetzbarkeit zahlt der Staat aber letztlich nur einen Teil, oder? Ärgerlich für mich macht solche Regelungen, dass diese Förderung letztlich degressiv ist: Je mehr man verdient, desto höher ist der Grenzsteuersatz und desto mehr spart man, wenn man Kosten absetzt. Die mittelmäßig verdienende Familie mit zwei Kindern zahlt die Versicherung dann fast komplett aus eigener Tasche, während der alleinstehende Topverdiener einen beträchtlichen Anteil über die Steuerersparnis vom Staat dazu bekommt.
 
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Es ist nur so, dass die Absetzbarkeit von Vorsorgeaufwand gedeckelt ist. In der Regel kann man nur Krankenversicherungsbeiträge und vielleicht noch die private kfz-Haftpflicht ansetzen. Das wars. Darüber hinaus gehende Versicherungsbeiträge - soweit sie überhaupt schon dem Grunde nach überhaupt Anerkennung finden (Hausratversicherung zB nicht) - mindern daher das zu versteuernde Einkommen nicht. Auch nicht bei „Topverdienern“.
 
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Ja, dann muss man diese Gebiete in Zukunft vielleicht etwas weiträumiger fassen. Hat mit "orakeln" imo trotzdem nichts zu tun.
Aus "etwas mehr" kann man halt kein Gesetz machen, da muss nunmal irgendeine Zahl rein.
Wenn wir orakeln da raus lassen wollen, dann brauchen wir präzise Vorhersagen welche maximalen Regenmengen für eine Region "wahrscheinlich" sind in den nächsten 1-2 Jahrzehnten. Klar gibt es Modelle die generell vorhersagen, dass es mehr/stärkere Katastrophen gibt, aber gibt es auch Modelle die einem klare Maximalwerte für einzelne Regionen bieten? Denn das brauchst du dann für einen Gesetzprozess ohne orakeln, außer du bist bereit wahllos deutlich mehr als nötig als Gefahrenzone anzunehmen...glaube aber kaum das sich das wer trauen wird.
 
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Ich finde es recht bemerkenswert, dass man gegenüber China zwar sonst gern beide Augen zudrückt, aber hier irgendwie Kante zeigt, weil sie ihren Pandemieschutz gegenüber ausländischen Airlines konsequent umsetzen?
 

parats'

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"Punktlandung" zur Übernahme. :rofl2:

Hat sich dann wohl doch erledigt. :ugly:

 
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Ein Freund von mir wohnt in Leverkusen, der sitzt seit morgens da und beobachtet die Rauchwolke mit Liveupdates über Facebook. Hat weiß angefangen, ist wohl mittlerweile Pechschwarz.
Und ich muss heute noch von Aachen nach Dortmund, wobei das wichtigste Kreuz gesperrt und überall Stau ist. Muss am Freitag dann nach Koblenz, wohin quasi auch alle Straßen noch wegen der Flut gesperrt sind. Ist echt ne geile Zeit in der wir grad sind. :deliver:

€: Ist ja soweit ich weiß die Sondermüllanlage des Chemieparks, die da brennt. Da wird bestimmt nur Holz aus Bio-Anbau verbrannt!
 

parats'

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Muss am Freitag dann nach Koblenz, wohin quasi auch alle Straßen noch wegen der Flut gesperrt sind. Ist echt ne geile Zeit in der wir grad sind. :deliver:
Klassischer Fall von Politikversagen in NRW, halbe Land überspült und die andere Hälfte fackelt nun ab. Laschet raus. :troll:
 

zoiX

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wohnt jemand im Bereich Leverkusen? Wenn ja Fenster besser erst mal zu lassen.
Ich arbeite n paar km von da entfernt. Hat nen guten Rumms gegeben, dass ich zuerst dachte bei uns auf dem Gelände sei irgendwo ein Stahlfass von ner Palette gepurzelt.

War ja dann leider was Ernsteres.
 
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was für ein Massaker, der alte narzisstische Hurensohn tut mir fast ein bisschen leid.

 
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Bereits Nachmittags war klar, dass es eine enorme Überschwemmung geben würde, aber der Landrat (CDU) wollte das Problem lieber aussitzen.

Probleme, um die man sich nicht kümmert, sind auch nicht da.
 
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Ah jo? Und kriegt man da irgendwie eine wertneutrale Zusammenfassung oder soll ich mir jetzt echt 2,5h Gelaber anhören?

was verstehst du an der ziemlich treffenden Zusammenfassung: "narzisstischer Hurensohn" nicht?

Ich bin der geilste, alle anderen sind doof, ich tue viel gutes, spende für Kinder und hab nie mit Diktatoren gekuschelt, 90% haben meine Partei (die ich ganz uneitel Team Todenhöfer nannte) verlassen weil sie sich untereinander gestritten haben.
just Todenhöfer things. 🤷‍♂️
Eigentlich genau Sarah Wagenknechts Beuteschema

aus den Comments:


Ich bin jetzt bei 1:50. Irgendwie ist mir immer der Satz aus dem Film Rosemary's Baby im Sinn, den Roman Castevet zu Guy Woodhouse sagt. Dieser Satz lautet: Nennen Sie mir einen Ort, ich war da... Ansonsten nur das: Mögen sämtliche Göttinnen und Götter verhindern, dass dieser Mann jemals in den Bundestag kommt.

Teile seiner Antworten auf berechtigte und gute Fragen von @Tilo Jung sind unter aller Sau, nervig und selbstherrlich! Tilo Jung hat ihn zu keiner Zeit für die Taten seines Onkels im Kriegs und unter den Nazis verantwortlich gemacht und Tilos Frage zum Einfluss seines Onkels, dem besten Freund vom CDU Nazi Kurt Georg Kiesinger auf seine Parteikarriere, ist auch berechtigt und nachvollziehbar! Wie Todenhöfer hier immer wieder Jung unterstellt, dass dieser ihn dafür verantwortliche mache, dass Todenhöfer als vierjähriger Junge nichts gegen seinen Onkel gemacht habe, ist vollkommen absurd.

Was für ein narzisstischer Honk.
Der Typ ist vollkommen irre.. omg..

Die Parteikarriere mit verwandtschaftliche, und Hilfe alter Nazi Größen ist ja noch ok, aber Fragen zu dem Vorgang dann mit "unter aller sau" und "Gestapo Methoden" abzutun ist echt widerlich.
Insgesamt läuft Thilo hier echt zur Höchstform auf, sehr sehr sehenswert und aufschlussreich wie sich Todenhöfer selber demontiert. So ein ekelhafter Typ.
 
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