Bei dem was er meint geht es hauptsächlich um Systeme, die vorher nicht mit Strom betrieben wurden und dann mit Strom betrieben werden können, primär Fahrzeuge mit Verbrennermotor und Heizen mit Gas oder Öl. Die echten Effizienzgewinne kommen daher, dass der Effizienzgrad der Energieträger viel niedriger ist. Da sind die Fortschritte bisher noch gering, weil der Bestand sich so langsam ändert. Die Energieeffizienz der Geräte selbst ist glaube ich vernachlässigbar oder wird tatsächlich von mehr Nutzung aufgefressen, siehe die Effizienzgewinne der Verbrennermotoren die komplett für immer größere Karren draufgegangen sind.
Ich weiß nicht ob wir hier das gleiche meinen oder nicht, daher erläutere ich nochmal was ich meine:
Die Energieträger wie Benzin oder Diesel haben eine höhere Energiedichte als die Batterien, deswegen ist / war ja auch die Reichweite von E-Autos immer noch geringer als von Verbrennern.
Die Verbrenner haben aber den Nachteil, dass die maximale Effizienz der Verbrennung bei 40% oder so liegt. Höher wird es da einfach nicht. Und die Autos kommen da schon relativ nahe dran meine ich - aber eben auch nicht höher als das. Eine Heizung im Haus kommt da meine ich nicht wirklich dran.
Bei E-Autos liegt die Effizienz am Motor + Umrichter + Batterie laden. Da kommt man mit Motor und Umrichter auf 90-95% Effizienz (je nachdem wie viel man für den Motor ausgeben will), also um WELTEN besser.
Beim Heizen ist der Wirkungsgrad von Heizspulen oder sowas recht einfach: 1 = 100%. D.h. mindestens die Energie die man hereinsteckt bekommt man dabei auch heraus. Mit Wärmepumpe kann man das dann auch nochmal auf 3-4 steigern, je nach Außentemperatur und benötigter Zieltemperatur.
Daran kann man also ganz gut erkennen, dass es in diesen Bereichen zu einem großen Rückgang der benötigten Energie kommt, wenn man bestehende "Verbrenner" durch elektrifizierte Komponenten ersetzt.
Das was Btah geschrieben hat stimmt gleichzeitig auch - die Anzahl der Verbraucher ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen und es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass das auch weiter passieren könnte (mehr elektrische Türen, mehr Aufzüge etc. pp.).
Umso beschissener ist die "Einschätzung" unserer Wirtschaftsministerin Frau Reiche, dass vom "Band" wieviel elektrische Energie wir in Zukunft verbrauchen werden dann der Minimalwert genommen wird - was dann dazu führt, dass der jetzige Ausbau der Netze als komplett ausreichend angenommen wird und was dann dazu führt, dass eventuelle Steigerungen nicht über größere Netze von Nord nach Süd oder umgekehrt transportiert werden können und damit (wer hätte es gedacht) Gaskraftwerke stattdessen laufen müssen in diesem Fall...