BW.de in den Märkten - Der Anlage- und Handelsthread

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Ich meine einfach, wie du jetzt konkret Geld in bestimmte Anlagen steckst. Du rufst ja wahrscheinlich nicht beim Bankberater an und sagst "bitte 50€ in einen MSCI World ETF".

Ein Arbeitskollege macht das afaik über Comdirect. Lohnt sich das? Genossenschaftsbanken bzw. Union Investment habe ich mal direkt im Verdacht nicht die kostengünstigste Alternative zu sein.
Grob gibt es drei Alternativen als Broker (also die Plattform, über welche du kaufst/verkaufst und wo dann dein Depot liegt)
  1. Filalbanken (Sparkasse, Volksbanken, Deutsche Bank)
  2. Direktbanken (Comdirect, ING, DAB)
  3. Neobroker (Smartbroker, Trade Republic, Scalable Capital)
Innerhalb der einzelnen Kategorien nimmt sich das jeweils nicht viel vom Preis her.
Grundsätzlich gilt:
  1. Filialbanken schlecht, viel zu teuer.
  2. Direktbanken OK vom Preis, aber deutlich teurer als Neobroker. Dafür etwas besserer Service (nicht dass man den wirkich bräuchte)
  3. Neobroker sind am günstigsten, daher meine Empfehlung.
Innerhalb der drei großen Neobroker:
  • Smart Broker hat gar keine App und ein altbackenes Interface. Ist sonst aber cool.
  • Trade Republic hat nur eine App
  • Scalable ist irgendwo in the middle von den beiden
Wenn du dann einen rein passiven Ansatz verfolgst - also einfach breit diversifizierte ETFs kaufst - brauchst du auch gar kein anderes Tool.
Tools wie Portfolio Performance sind super zur Selbstkontrolle, wenn man aktivere Ansätze verfolgt.

Die größe Warnung geht gegen Bank-"Berater". In Anführungszeichen, weil eigentlich Verkäufer. Die wollen dir teure Produkte aufschwatzen. Sparkassen drücken Deka, Volksbanken Union Investmnet etc.pp. -- Finger weg! Am besten gar nicht das Gespräch suchen.
 
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ich hab nen Depot bei ing Diba gemacht:
erstmal für 30k den Vanguard World ETF gekauft und dann nen Sparplan über 500 im Monat erstellt.*
Das Depot und der Sparplan sind afaik free, die 30k ETF kaufen hat iwas um die 60€ gekostet.

(*könnte auch 1000 oder mehr, aber ich weiß nich ob das ne gute Idee ist, hab mal gelesen man soll nicht alles in den Sparplan stecken 🤷‍♂️ nun "müllt" das Geld mein Tagesgeldkonto zu, vielleicht kauf ich nochmal einmalig ein wenn der World ETF richtig runter geht.)
 
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Wenn du das Geld auf Sicht nicht brauchst, sehe ich keinen Nachteil am höheren Sparplan.
Was war denn das Argument?
 
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Ich glaube man solle auch was Konsumieren und als Notfallreserve, das waren so Prozenteckpunkte von Saidi von dem "Geld ganz einfach" Podcast, den ich als Anfänger übrigens empfehlen kann.
Vielleicht ging es auch darum das 500€ zusätzlich als private Altersversogung ausreichend ist, ich weiß es nicht mehr genau 😅
 
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ich schau mal ob ich mit überschaubaren Aufwand eine Übersicht hinkriege, die ich dann jährlich auch gegenüberstellen kann und um zu Wissen, wie viel Kohle ich wo mache/versenke.
Portfolio Performance hatte ich schon mal probiert, war mir zu umständlich. Mal sehen ob ich das auf die schnelle mit Copy & Paste in Excel aus Scalable, ExtraEtf (Zeigt mein Onvista Depot an) und WISO MeinGeld zusammenkopieren kann.
 

parats'

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Portfolio Performance hatte ich schon mal probiert, war mir zu umständlich. Mal sehen ob ich das auf die schnelle mit Copy & Paste in Excel aus Scalable, ExtraEtf (Zeigt mein Onvista Depot an) und WISO MeinGeld zusammenkopieren kann.
Die erste Einrichtung von PP hat mich bestimmt >10h gekostet, wobei ich auch viel rumgespielt habe.
Setup der Depots/Konten geht schnell. Per Import kriegt man alle gängigen Brokerdokumente importiert und muss nur mappen.
Richtig aufwendig wird es dann, wenn man sich Übersichten baut, damit man überhaupt was mit den Daten anfangen kann.
Damals gab es noch keine Crypto Anbindung an Kraken, da musste man dann über Yahoo finance nach tickern suchen für BTC/EUR. Gleiches für Gold, da gibt es bis heute keine historischen online Kurse in den gängigen Quellen für Gold/EUR - da reicht dann aber auch ein einmaliger import per flat file.
In Summe nimmt das erstellen von Gruppen, einsortieren der Positionen und erstellen der "Dashboards" locker >90% der Zeit für die Einrichtung ein. Mittlerweile sind es aber auch nur noch ca. 5 Minuten pro Monat, was dann relativ vertretbar ist für mich.
 
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Genau, so grob geht es bis #1530.
Ansonsten natürlich r/finanzen ansteuern und dort den sticky durchgehen.
Eigentlich kriegt man damit alle offenen Fragen beantwortet.

Grob gibt es drei Alternativen als Broker (also die Plattform, über welche du kaufst/verkaufst und wo dann dein Depot liegt)
  1. Filalbanken (Sparkasse, Volksbanken, Deutsche Bank)
  2. Direktbanken (Comdirect, ING, DAB)
  3. Neobroker (Smartbroker, Trade Republic, Scalable Capital)
Innerhalb der einzelnen Kategorien nimmt sich das jeweils nicht viel vom Preis her.
Grundsätzlich gilt:
  1. Filialbanken schlecht, viel zu teuer.
  2. Direktbanken OK vom Preis, aber deutlich teurer als Neobroker. Dafür etwas besserer Service (nicht dass man den wirkich bräuchte)
  3. Neobroker sind am günstigsten, daher meine Empfehlung.
Innerhalb der drei großen Neobroker:
  • Smart Broker hat gar keine App und ein altbackenes Interface. Ist sonst aber cool.
  • Trade Republic hat nur eine App
  • Scalable ist irgendwo in the middle von den beiden
Wenn du dann einen rein passiven Ansatz verfolgst - also einfach breit diversifizierte ETFs kaufst - brauchst du auch gar kein anderes Tool.
Tools wie Portfolio Performance sind super zur Selbstkontrolle, wenn man aktivere Ansätze verfolgt.

Die größe Warnung geht gegen Bank-"Berater". In Anführungszeichen, weil eigentlich Verkäufer. Die wollen dir teure Produkte aufschwatzen. Sparkassen drücken Deka, Volksbanken Union Investmnet etc.pp. -- Finger weg! Am besten gar nicht das Gespräch suchen.
Danke für die Antworten.

Ich habe mir ja was von Union Investment aufschwatzen lassen. :deliver: Zwei Fonds und noch eine fondgestützte Lebensversicherung. Wie viel Krebs löst das denn bei euch aus? :troll:

Viel Kohle fließt da nicht rein, ich schau bei Gelegenheit nochmal die genauen Konditionen an. Aber gut, es gibt wenig Ausreden: ich hätte mich damals beim Job-Einstieg genauer mit auseinandersetzen sollen. Werde auch endlich mal mein Konto bei der Volksbank kündigen, das wird jetzt sogar mir langsam zu albern mit den Gebühren und Filialen brauche ich eh keine.
 

parats'

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Klassiker. Akademiker der irgendwas mit Zahlen macht ist Kunde bei der Drückerkolonne. :rofl2:
Schau mal was du da genau abgeschlossen hast. Vielleicht gehts ja noch.

Mal im ernst - ich finde es nicht schlimm, wenn man sich was aufschwatzen lässt. Solange man das irgendwann erkennt und rechtzeitig korrigiert, kann man das unter Lehrgeld verbuchen.
 
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Danke für die Antworten.

Ich habe mir ja was von Union Investment aufschwatzen lassen. :deliver: Zwei Fonds und noch eine fondgestützte Lebensversicherung. Wie viel Krebs löst das denn bei euch aus? :troll:
Krebs löst bei mir generell die fiese deutsche Banken- und Versicherungs-Vertriebsschleuder aus. Aber nicht du als Kunde, sondern die Praktiken & Produkte :)

Im Detail kommt es noch ein bischen drauf an:
  1. Reine Fonds. Sind halt einfach zu teuer (theoretisch haben Deka / Union auch semi-günstige ETF, die empfehlen sie aber selten) mit oft 1-2,5% Produktkosten pro Jahr(!) sowie oft ~4% Ausgabeaufschlag.
  2. Versicherungsmantel irgendeiner Art. Bspw. "Fondsgebundene Rentenversicherung" etc. Noch schlimmer, weil da noch fette Vertriebs-/Abschluss- und Verwaltutngskosten dazu kommen.
Der einzige Umstand, wo das Sinn macht ist, wenn die Alternative ist, das Geld zu verkonsumieren.
Selbst Tagesgeld halte ich schon fast für besser, weil...
  • Flexibler. Wenn man bspw. mal ne Immobilie kaufen will, oder später doch noch auf den "selbst in ETF anlegen"-Trichter kommt.
  • Sicherer. Das Problem mit so teuren Aktienprodukten ist, dass man wegen der Kosten nicht so schnell "aus dem Risiko herausläuft". Man wird bei Aktien ja für das Risiko mit der Rendite kompensiert. Wird die Rendite fett reduziert durch hohe Kosten, dann ist das risikoadjustiert ziemlicher Mist.
Kannst ja mal das konkrete Produkt / die konkreten Produkte hier posten, dann kann man mehr dazu schreiben.

Viel Kohle fließt da nicht rein, ich schau bei Gelegenheit nochmal die genauen Konditionen an. Aber gut, es gibt wenig Ausreden: ich hätte mich damals beim Job-Einstieg genauer mit auseinandersetzen sollen. Werde auch endlich mal mein Konto bei der Volksbank kündigen, das wird jetzt sogar mir langsam zu albern mit den Gebühren und Filialen brauche ich eh keine.
Mein Tipp wäre:
Ein Depot bei einem der Neobroker eröffnen und einfach mal nen ETF-Sparplan anfangen.
Dann sammelst du Erfahrung und kennst dann die Altetrnative auch aus der Praxis.
 
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Darf man fragen welche Cryptos du neben Eth noch so gekauft hast?
Am besten verdient habe ich an ADA (halte ich nicht mehr), SOL (ebenfalls verkauft), AVAX, FTM, LUNA. Die letzten drei halte ich noch, alle gestaked und beliehen für zusätzliche Anlagen/passives Einkommen.
 
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LUNA :love:

Bei mir sind das auch schon 22% vom Crypto-Portfolio. Up von 1% oder so am Jahresanfang.
 
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1641249997681.png

2021 Summary
*von 21% Aktien/Cash-Quote auf 37%
*ca 17% Wertsteigerung mit Aktien
*Depotwert verdoppelt (also mehr Geld rein + Wertsteigerung)
*Bissl mit Crypto rumgespielt und etwas Geld damit verdient

Natürlich sollte ich mehr in Aktien reinballern, hab aber schiss die Quote weiter zu erhöhen und weiß nicht, wann wir vielleicht doch mal ein Eigenheim kaufen wollen. Plan vor paar Jahren war eigentlich eine Wohnung zu kaufen, aber irgendwie kriegen wir den Arsch nicht hoch.
 
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oida, ihr geht ja ganz schön app, oida. mein portefolio hat gerade so den markt geschlagen
 
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Klassiker. Akademiker der irgendwas mit Zahlen macht ist Kunde bei der Drückerkolonne. :rofl2:
Schau mal was du da genau abgeschlossen hast. Vielleicht gehts ja noch.

Mal im ernst - ich finde es nicht schlimm, wenn man sich was aufschwatzen lässt. Solange man das irgendwann erkennt und rechtzeitig korrigiert, kann man das unter Lehrgeld verbuchen.
Irgendwer muss halt auch mal die Klischees erfüllen. :deliver: Bin ja auch immer schon stolz wenn ich ein Loch gerade in die Wand gebohrt kriege. :D


Versicherungsmantel irgendeiner Art. Bspw. "Fondsgebundene Rentenversicherung" etc. Noch schlimmer, weil da noch fette Vertriebs-/Abschluss- und Verwaltutngskosten dazu kommen.
Düdüm. :troll:

Ist aber mit zweiwöchiger Frist jeweils zum Monatsersten kündbar. Immerhin. Wobei ich nicht weiß wie viel ich da atm rauskriegen würde. Bin am überlegen ob ich den Betrag aus der Versicherung für eine Sondertilgung meines KfW-Kredits verwenden soll. Da zahle ich atm 2,37%p.a.

1. Wäre das überhaupt kluk? Bei Anlage kriegt man ja locker mehr als 2,37%. Aber kann sich ja ändern...
2. Wie wäre das denn steuerlich?

Mein UnionDepot sieht auf den ersten Blick jetzt auch nicht vernichtend aus. Depotwert steht knapp 23% über den nominal eingezahlten Beträgen. Auch hier: Wie ist das steuerlich, wenn ich mir das nun komplett ausahlen lasse, dann aber wieder woanders anlege? Ich realisiere ja dann den Kursgewinn.

Na ja, was ich halte suche ist der Klassiker:
- Einerseits langfristig fürs Alter und so. Muss dann auch nicht sofort verfügbar sein.
- Ein Teil sollte aber ggf. zumindest mittelfristig verfügbar sein.

Was in jedem Fall aufgrund der Job- und Einkommenssituation (befristeter Vertrag; zwar derzeit immerhin 100%, aber nur noch bis Herbst, dann je nach Haushaltslage des AG nur noch 75%) wichtig wäre ist, dass ich bei den monatlichen Einzahlungen flexibel bin.
 

parats'

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2,37% ist prinzipiell kein Ding, das könnte man an Rendite hinkriegen. Anderseits sind keine Schulden auch erstrebenswert, ist denke ich eher ein persönliches Ding.
Wenn du dein Union Depot auflöst, wirst du sicherlich Kapitalertragssteuer zahlen. Was sind denn für Positionen enthalten?
Generell fährt man mit Tagesgeld und Depot eigentlich ganz gut. Allerdings halte ich von dieser Daumenregel "drei Nettoeinkommen" nichts.
 
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Ich kenne jetzt nicht genau dein Produkt. Ist es irgendwie steuerlich gefördert a la Riester? Oder einfach nur eine Altersvorsorge aus deinem versteuerten Geld?

In welche Fonds investiert das Ding genau? Zahlst du Ausgabeaufschlag?

Ich würde es vermutlich kündigen und statt dessen selbst in weltweit diversifizierte ETF anlegen. Bspw den guten Vanguard All World.

Kündigen und den Kredit tilgen: 2,37% ist niedriger als die Inflation. Deine Schulden werden also effektiv weniger, wenn du nicht mehr tilgst als nötig! ;)

Das gilt natürlich nur, wenn du woanders mehr als die 2,37% bekommst. Tilgen ist also besser als Tagesgeld, aber vom Erwartungswert schlechter als Aktien.
 
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Wenn du dein Union Depot auflöst, wirst du sicherlich Kapitalertragssteuer zahlen. Was sind denn für Positionen enthalten?
Was meinst du mit Positionen? Der Gewinn wäre btw. nur minimal über 800€, was afaik ja der Freibetrag bei der Steuer wäre. Aber ggf. kommt ja noch ein Gewinn bei der Auszahlung der Police hinzu.

Ad Tagesgeld: Also das Tagesgeldkonto bei comdirect (welches wohl meine neue Bank wird) zahlt auch nur 0,0%. Keine Ahnung, was das bringen soll. Dann kann ich die Kohle ja gleich auf dem Girokonto liegen lassen. :confused:

Wo wir grade bei Banken sind: Gibt's da auch Empfehlungen? Würde, wie gesagt, die comdirect nehmen, da ich da eh schon seit Jahren ein zweites Konto habe.


Ich kenne jetzt nicht genau dein Produkt. Ist es irgendwie steuerlich gefördert a la Riester? Oder einfach nur eine Altersvorsorge aus deinem versteuerten Geld?
Es ist eine fondgebundene Rentenversichung. Steuerlich gefördert ist nix. Sie investiert in diesen Fonds: https://www.finanzen.net/fonds/uniglobal-de0008491051

Dass die Inflation höher ist als der Zins auf meine Schulden nützt mir doch gar nichts. Entscheidend ist nur, wie mein Einkommen wächst oder eben alternative Anlagen rentieren.
 
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parats'

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Es hörte sich anfangs eher nach Fondssparplänen an, daher die konkrete Frage nach Positionen oder genauen Produkten.
Dein Fonds wirkt oberflächlich jetzt erstmal wie ein 08/15 Fonds. 1,45 TER ist zwar hoch, aber nicht absurd und die Performance passt auch. Das Problem ist, wie immer, der Versicherungsmantel der durchaus teuer sein kann. Ich persönlich würde es wohl kündigen und alte Zöpfe abschneiden.

Zum Tagesgeld: das ist mehr eine psychologische Komponente. ;)
 
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1,45 TER finde ich angesichts von 0,2 auf nen MSCI World oder 0,07 auf nen S§P500 schon verdammt viel.

Ich weiß aber nicht, um wieviel Geld es sich dann in € ausgedrückt handelt.
 

parats'

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1,45 TER finde ich angesichts von 0,2 auf nen MSCI World oder 0,07 auf nen S§P500 schon verdammt viel.

Ich weiß aber nicht, um wieviel Geld es sich dann in € ausgedrückt handelt.
1,45 ist für einen aktiven Fonds absolut im Normalbereich. Der Vergleich mit ETFs ist immer etwas unsauber, denn da wird stumpf ein Index abgebildet und nach einem festen Regelwerk gekauft/verkauft. Ich selbst würde auch keinen aktiven Fonds kaufen, da mir der trade aus möglicher Überrendite gegen Kosten nicht passt.
 
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Dass es ein aktiver Fonds ist, ist aber schlicht kein Vorteil. Es ist eh ein sogenannter "closet indexer", also ein pseudo-aktiver Fonds, der effektiv nicht so weit weg von seinen benchmarks sein möchte.

Kündigen ist langfristig auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Geht ja nicht nur um die 1,45%, sondern auch um den Ausgabeaufschlag und die signifikanten Kosten des Versicherungsmantels.

Steuern: Deinen Freibetrag musst du dir vermutlich über die Steuererklärung wieder holen -- du kannst einem Broker da sagen, dass er deine €800 Freibetrag nutzen soll, vermute aber nicht, dass du das bei deiner Volksbank so hast.

Comdirect ist eine solide Wahl. Je nach ETF hast du beim Sparplan da 1,5% Kosten beim Kauf -- billiger geht es mit dem Neo-Brokern also schon. Aber Comdirect ist OK, gerade wenn du da schon bist.
 
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Hab irgendwann auch mal 10k in Riester investiert und ein paar mal monatlich eingezahlt, dann aber aufgehört, also die monatlichen Zahlungen auf 0 gesetzt. Ich glaube nach mehr als 10 Jahren sind da so 13k drauf.

Ist bei der DWI, sind auch Aktien dabei, natürlich nur wenige wegen der Sicherheit, vermutlich ist auflösen die beste Option oder?
Geht das überhaupt so ohne Verlust bei Riester, oder macht es mehr Sinn das Konto einfach bis 67 laufen zu lassen. Zahle ja nix mehr ein.
 

parats'

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Dass es ein aktiver Fonds ist, ist aber schlicht kein Vorteil. Es ist eh ein sogenannter "closet indexer", also ein pseudo-aktiver Fonds, der effektiv nicht so weit weg von seinen benchmarks sein möchte.

Kündigen ist langfristig auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Geht ja nicht nur um die 1,45%, sondern auch um den Ausgabeaufschlag und die signifikanten Kosten des Versicherungsmantels.
Definitiv ist das kein Vorteil, ich halte ohnehin wenig von aktiven Fonds. Aber der Vergleich mit ETFs ist immer schwer, weil da eben kein passiver Ansatz zum tragen kommt, auch wenn es ein closet indexer ist.

@tzui Riester ist immer eine ziemlich individuelle Sache. Kommt auf deine Zuschüsse, Vertragsdetails und Einkommenssituation an.
 
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Crypto ist für mich absolutes Neuland. Das wirkt auf mich wie Casino pur. Nach welchen Kriterien wählt ihr da aus bzw. wie investiert ihr?
 
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Größe und Technologie. Größe heißt Investitionsvolumen in das Krypto (Bitcoin, Ethereum und Coinbase). Technologie bedeutet der Energieaufwand bei Informationsspeicherung (lieber Ethereum als Bitcoin, da Proof of Stake anstatt Proof of Work).
 
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Crypto ist für mich absolutes Neuland. Das wirkt auf mich wie Casino pur. Nach welchen Kriterien wählt ihr da aus bzw. wie investiert ihr?
Man fängt an Bitcoin zu kaufen weil es die stabilste und sicherste Anlage ist, aber das langweilt schnell weil man nur 0,xx hält und sich der Kryptogroßvater zu langsam bewegt. Also kauft man Ethereum, freut sich über höheren ROI, wird dann aber ungeduldig wenn die Altcoinsaison eingeläutet wird und kleinere Coins tagelang +20% zulegen. Dann fängt man an Coins mit coolem Logo zu kaufen (Uniswap: Einhorn, Pancakeswap: Überraschung, es ist ein Pfannkuchen), landet dabei zufällig auf der Tomb-Finance-Seite und fragt sich was das mit diesen astronomischen Yields von über 1000% jährlich auf sich hat. Von hier ist der Weg nicht mehr weit ins BSC-Shitcoincasino, also warum nicht den langen Weg abkürzen und direkt Harry Potter Obama Sonic 10 Inu kaufen?
 

parats'

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Man fängt an Bitcoin zu kaufen weil es die stabilste und sicherste Anlage ist, aber das langweilt schnell weil man nur 0,xx hält und sich der Kryptogroßvater zu langsam bewegt. Also kauft man Ethereum, freut sich über höheren ROI, wird dann aber ungeduldig wenn die Altcoinsaison eingeläutet wird und kleinere Coins tagelang +20% zulegen. Dann fängt man an Coins mit coolem Logo zu kaufen (Uniswap: Einhorn, Pancakeswap: Überraschung, es ist ein Pfannkuchen), landet dabei zufällig auf der Tomb-Finance-Seite und fragt sich was das mit diesen astronomischen Yields von über 1000% jährlich auf sich hat. Von hier ist der Weg nicht mehr weit ins BSC-Shitcoincasino, also warum nicht den langen Weg abkürzen und direkt Harry Potter Obama Sonic 10 Inu kaufen?
Der Lebenslauf einer Süchtigen in einer Nussschale. I like. :top2:
 
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Inspiriert von parats' charts habe ich auch mal einen Chart over time gebaut.

Die Hauskosten-Dinger (Nebenkosten + Umbau) sind drin, weil es ja eigentlich Teil der Entwicklung ist, auch wenn ich diese beiden Faktoren nicht mit zum "aktuellen Pegel" zähle.

Hätte ich bloß vor 2014 angefangen, Aktien zu kaufen...!
 

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parats'

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Ich sehe schon, du bist in der Phase Wertpapierkredit angekommen. :D
 
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Ja. Hauptsachlich, weil ich nicht soviele Aktien verkaufen wollte für die Finanzierung von Hausumbau. (Steuerevent.)
 
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So, mal weiter hier.

Es hörte sich anfangs eher nach Fondssparplänen an, daher die konkrete Frage nach Positionen oder genauen Produkten.
Ach so, du meintest welche Fonds im Depot sind. Da war ich jetzt kurz aufm Schlauch. Das sind die beiden hier:



Evtl. werde ich dieses Jahr erst einmal nur die Lebensversicherung kündigen und das Depot dann nächstes Jahr, von wegen Freibeträgen. So krass scheiße scheinen die ja jetzt nicht zu sein.


Comdirect ist eine solide Wahl. Je nach ETF hast du beim Sparplan da 1,5% Kosten beim Kauf -- billiger geht es mit dem Neo-Brokern also schon. Aber Comdirect ist OK, gerade wenn du da schon bist.
Die Comdirect wollte ich jetzt eigentlich nur fürs Girokonto. Für den Anlagekram würde ich dann auf einen der empfohlenen Neobroker umsteigen.
 

parats'

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Du hast eine Kapitallebensversicherung?
Ok Boomer.

Schau mal, was da am ende wirklich an Steuern auf etwaige anfällt.
 
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Evtl. werde ich dieses Jahr erst einmal nur die Lebensversicherung kündigen und das Depot dann nächstes Jahr, von wegen Freibeträgen. So krass scheiße scheinen die ja jetzt nicht zu sein.
1. Alles sofort kündigen und in gestaffelt in einen fetten Sparplan schieben. Kapitallebensversicherung lohnt nur wenn Du sie seit sehr sehr lange hast. Hatte von meinem Vater eine von 2003 geschenkt bekommen und sehr lange brav eingezahlt. Garantiezins leider trotzdem irgendwo zwischen lol und roflcopter.
2. Deine Fonds sind nicht per se schlecht, aber auch nicht gut. Die sind von der Entwicklung wie typische MSCI Worlds … nur eben merklich schlechter/mittelmäßiger und teurer. Dafür sind sie aber wenigstens rentabler für die Banken die sie verkaufen.

Du wirst ernsthaft langfristig allein schon mit einem stumpfen in den A1JX52 dumpen merklich besser fahren.
 
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Du wirst ernsthaft langfristig allein schon mit einem stumpfen in den A1JX52 dumpen merklich besser fahren.

wieso allein? In was sollte man denn noch zusätzlich dumpen wenn man einen breitgestreuten sparplan als private Zusatzrente haben möchte?
Dachte alles andere wäre mehr oder weniger zocken oder unrentabel?
 
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Man könnte noch drüber nachdenken Small Caps und Value mit aufzunehmen oder Emerging Markets stärker zu gewichten. Aber an sich funktioniert ein ACWI allein auch.
 
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So, mal weiter hier.


Ach so, du meintest welche Fonds im Depot sind. Da war ich jetzt kurz aufm Schlauch. Das sind die beiden hier:



Jährliche Kosten von 1,8%+
Und einer hat auch noch 5% Ausgabeaufschlag.

Die Performance sieht da nur deshalb so gut aus, weil wir aus einem krassen Bullmarket kommen.

1,8% Kosten pro Jahr sind mega krass.
Vergleichen wir mal eine hypothetische inflationsbereinigte Rendite von 4% mit einer von 2,4% (1,8% Kosten vs 0,2% Kosten).

Mit 2,4% hast du dein Kapital dann nach 20 Jahren verdoppelt (102% Rendite).

Mit 4% hast du nach 20 Jahren fast verdreifacht (179% Rendite).

Dazu hast du das Problem, dass die Kosten bedeuten, dass du nicht so schnell aus dem Risiko "herausläufst", weil du in guten Jahren weniger Rendite machst. Jeder Crash wird dann bitterer aussehen. Für manche erhöht das dann die Chance, Fehler zu machen/Vertrauen in Aktien zu verlieren -- dabei liegt das Problem bei den Kosten.
Evtl. werde ich dieses Jahr erst einmal nur die Lebensversicherung kündigen und das Depot dann nächstes Jahr, von wegen Freibeträgen. So krass scheiße scheinen die ja jetzt nicht zu sein.
Ist schon OK wenn du da nicht hektisch agierst. Kannst dir ruhig Zeit lassen. Aber man sollte sich nicht einreden, dass die Performance dieser Fonds gut gewesen sei.
Die Comdirect wollte ich jetzt eigentlich nur fürs Girokonto. Für den Anlagekram würde ich dann auf einen der empfohlenen Neobroker umsteigen.
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