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BW.de in den Märkten - Der Anlage- und Handelsthread

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Aber die Amis wollen das Zeug ja weiter kaufen. Global reduziert sich die Nachfrage nicht. Die lokalen Industrien haben zwar ein lokales Überangebot, aber dafür können sie nach USA exportieren, wenn das Angebot von China dort wegfällt.

Wirkt absurd in der Konsequenz, wenn dann das gleiche Produkt von Europa nach USA exportiert wird und von China nach Europa, Verwerfungen und Verzerrungen inklusive, aber richtig hässlich erwarte ich nicht.

Das natürlich sowieso nur, wenns überhaupt bleibt. Teilrückzieher kam ja schon.

Das grössere Problem ist diese unfassbare Unsicherheit. Niemans weiss mehr was nächste Woche ist, geschweige denn nächstes Jahr. Das verunmöglicht Investitionen jedweder Art.
 

FORYOUITERRA

TROLL
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was mich bei den Zöllen besorgt ist, dass man einen massiven Umleitungseffekt auf den Handel erwarten darf. D.h. der Kram aus China, der nicht mehr in die USA geht wird woanders angeboten und macht dort die Preise … und dann die lokalen Industrien kaputt. Das könnte echt hässlich werden.
Und diese waren, sind sie hier gerade mit uns im Raum?
Ist schon lustig, wie sie, genau wie sämtliche Immigration, magnetisch von dtld angezogen zu werden scheinen.
Es kann auch das Gegenteil eintreten, die lokale Industrie bekommt Zugang zu günstigen watenInput und blüht in noch nie dagewesener art und weise auf.
 
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an sich ein fairer punkt, aber deine pseudobesorgte-von-oben-herab-besserwisserattitüde kannst du dir dahin stecken wo offenbar auch dein humor abgeblieben ist.

ich spezifiziere gerne genauer, auch wenn es aus dem kontext gerade dir klar sein dürfte und müsste:
gemeint sind diejenigen güter die z.b in der EU selbst hergestellt werden, und bei denen ein zollinduziertes höheres angebot auf dem weltmarkt eben nicht so geil ist.
dass es gleichzeitig auch diejenigen güter gibt, bei denen man sich über niedrigere preise freut, weil man sie ggf. nicht selbst herstellt (oder teurer) ist klar. das kann sogar beides gleichzeitig sein.

genau dieser effekt ist schon seit jahrzehnten bestandteil der industriestrategie chinas. deutschland ist der größte handelspartner chinas in europa, china ist der zweitgrößte handelspartner deutschlands. ein bezug zu deutschland ergibt schon irgendwie sinn. ich tue mich aber schwer zu sehen wie man das jetzt irgendwie mit migration in verbindung bringen kann.
aber in deinem gigabrain wird es schon irgendwie sinn ergeben.

p.s.: wenn du drauf achtest wirst du sehen, dass ich nur die USA und implizit den weltmarkt genannt habe. weder deutschland noch migration spielen bei meinem posting eine rolle. dein rumgemopper sagt damit mehr über dich aus als dir lieb ist.
p.p.s.: geschrieben aus einem job in dem ca. 50%+ meiner kollegen immigranten sind. also geh scheißen mit deinem unqualifizierten immigrationskommentar.

@TealC ich meinte jetzt insb. solche sachen wie stahl, was schon bei einer gewissen handelsumleitung schwache industrien, die unter der überproduktion in china leiden weiter belasten kann. gerade wenn es strategische industrien sind, kann das schon arg sein. allerdings … und da würde ich dir recht geben … hässlich wird es nicht, hässlich ist es da schon lange.
man könnte fast sagen, WTO Accession for China was a mistake. die voraussetzungen waren halt doch nicht gegeben.
(nicht, dass es großartig was geändert hätte)
 
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Also ihr wisst wer FORYOUITERRA ist und was unter seinem Nickname steht?
 
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naja, ich kenn ihn und weiß, dass er nicht doof ist.
ich glaube nur, dum wie ich bin, immer noch daran, dass er nicht dum ist.

sein trollen ist halt so lustig und so frei von moralischen zeigefingern wie die heute show. ein echter deutscher.
 
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Und, wie läuft's bei euch mental?

Ich war sehr zufrieden mit mir.
Habe nicht einmal über verkaufen nachgedacht, und weiter gekauft.

Einzige Sache, die ich geändert habe, ist bewusster europäisch zu kaufen.
Weniger wegen den Zöllen, als generell wegen der Änderung der USA unter Trump.
Finde das ist ein schöner Hebel, den wir alle haben:
Mehr europäisch zu konsumieren. Reisen, Waren, Dienstleistungen.
 
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Denke das gleiche. Was habt ihr denn so gekauft?
Bei mir gab´s:
Extraportion MSCI World
Neu: Euro Stoxx 600
Nachkauf: Amazon
Nachkauf: VW
Neu: Rio Tinto
 
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Mein wöchentlicher Sparplan wird ab morgen starten, nachdem ich im Februar erstmal aufgehört hatte.

Vanguard FTSE All World
Xtrackers DAX
Invesco STOXX Europe Optimised Construction
MSCI China
MSCI Europe Communication
MSCI World Financials
MSCI EU Financials
HANetf Future of Defense

(FTSE All World 2/9, Rest je 1/9)

Halten aber aktuell nicht nachkaufen tue ich noch:

MSCI Semiconductor
Vanguard S&P 500
MSCI India Swap
Xtrackers AI&Big Data
MSCI Singapore
iShares Automation&Robotics
DWS US Growth
DWS Global Value
NVIDIA
Synopsys
Safran
 
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Und, wie läuft's bei euch mental?

Ich war sehr zufrieden mit mir.
Habe nicht einmal über verkaufen nachgedacht, und weiter gekauft.

Einzige Sache, die ich geändert habe, ist bewusster europäisch zu kaufen.
Weniger wegen den Zöllen, als generell wegen der Änderung der USA unter Trump.
Finde das ist ein schöner Hebel, den wir alle haben:
Mehr europäisch zu konsumieren. Reisen, Waren, Dienstleistungen.
Habe selbstverständlich nachgekauft und 0 Assets verkauft
 

FORYOUITERRA

TROLL
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Schau an, die jüngste "krise" ist vorerst vorbei, kommt xanthos2 wieder reingeschneit und berichtet von seinem survivor bias. Zu gut.
 

FORYOUITERRA

TROLL
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Hatte dich schon vermisst. 💙 💙 💙 .

edit: und ja, klar survivor bias. hätte auch ohne weiteres jetzt schon weiter runterrutschen können statt sich zweitweise zu erholen.
 
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@Xantos2 war schon unangenehm tiefrot an ein paar tagen :ugly: … aber nach 2020 konnte ich das abhaken mit "abwarten kommt wieder, ist nur geld"

@DeXtrOsE noch nix, aber ich glaube ich werde v.a. noch etwas in den stoxx600 legen und ein paar einzelpositionen aufstocken.
 
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Alles easy.
Hab so viel Rüstung und Gold im Depot, dass ich im Plus bin.

Würde gerne was umschichten, aber weiß nicht so recht wohin. Ich sollte DJT folgen und auf Tipps warten. :ugly:
 
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Aus der Rubrik "…" --> https://archive.ph/iN3PO

FAZ, 9.6.2025 "Chinas Export nach Deutschland steigt rasant"

Erster Absatz: "Deutschland wird im Handelsstreit zwischen Amerika und China zu einem der wichtigsten Ausweichländer für die chinesischen Exporteure. Während Chinas Ausfuhr in die Vereinigten Staaten im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34,5 Prozent sank, stiegen die Lieferungen nach Deutschland den zweiten Monat nacheinander um mehr als 20 Prozent. Das zeigen Daten der chinesischen Zollbehörde. Der Import aus Deutschland sank um 1,3 Prozent. Insgesamt legte Chinas Ausfuhr in alle Welt im Mai um 4,8 Prozent zu, während die Einfuhr um 3,4 Prozent schrumpfte. Neben Lieferungen Richtung Deutschland legte auch der Export in viele südostasiatische Länder stark zu."

Ich habe mir gerade nochmal genüßlich FYITs Posting hier vom 13.4. durchgelesen. Er lag 100% richtig … ach ne, das war ja ich.
 

FORYOUITERRA

TROLL
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+20%/Monat in den letzten beiden Monaten an uns hört sich m.E. erstmal eher "wir bekommen günstigere wareninputs" an.
 
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1. geh scheißen, die zahlen fakten kamen aus dem von mir gequoteten artikel.

2. okay, dann erklär ich's dir halt doch, auch wenn du es selbst verstehen solltest, und auch wenn ich es besser wissen sollte als mit dir zu diskutieren. die hoffnung ist, dass es einer der anderen interessant findet:

- du sagt "toll, billigere inputs!"
- ich sage "trade diversion"/handelsumleitung

der effekt, den man jetzt sieht, konnte man als reaktion auf die zollankündigungen absehen. er hat 2 komponenten:
- importe von deutschen firmen nach deutschland werden reorganisiert, also von den USA weg, weil sich firmen aufgrund der ankündigungen gegen unwägbarkeiten absichern wollen. allerdings ist das der deutlich kleinere effekt, denn exporte aus den USA raus sind nicht teil der diskussion. tatsächlich sind exportzölle in den USA verboten.
- produzierte güter von chinesischen firmen in anderen ländern auf den markt gebracht als auf den ländern in denen sie nun wegen der importzölle nicht mehr preislich konkurrieren können.

das übt zwangsläufig einen druck auf die preise in diesen gütergruppen aus.

was du sagst ist, dass dieses zusätzliche angebot toll ist, weil es günstigere wareninputs bedeutet. so werden üblicherweise investitionsgüter bezeichnet. aber hey, sagen wir mal, dass auch konsumgüter gemeint sind.

dagegen spricht die struktur der o.g. effekte:
- es ist mehr ein push-effekt, als ein pull effekt, d.h. es gibt mehr angebot, welches sich seine nachfrage sucht, und nicht etwa: die zölle führen dazu, dass firmen ihr sourcing komplett umstellen. erst recht nicht von den USA nach China. diversifizierung sicher, USA -> China, probably not.
- Die Gütergruppen in denen die USA und China beide Substitute bieten sind jetzt nicht so viele. Was eher relevant ist, ist die Struktur der betroffenen Exportgüter Chinas und wie sie von den Zöllen betroffen werden.
- Die wichtigsten Importgüter aus China, die man als Inputs bezeichnen könnte sind Batterien. Die haben wir vorher gewiss nicht aus den USA bezogen. Da ist mehr auch nicht zwingend schlimm, aber es bedeutet gewiss nicht "billigere Inputs"


Dein Argument geht implizit davon aus (muss ich zumindest annehmen, du bist ja nicht ins detail gegangen, sondern belässt es bei billigem trolling) dass die Importe Deutschlands sich von teuren hin zu billigen Inputs ändern. Ebenso implizit steckt darin die Annahme, dass es hier substitute sind, denn sonst würde der begriff inputs keinen sinn ergeben. Zur Erläuterung: Für das Ersetzen einer Vorleistung braucht man in der Regel ein echtes Substitut, für das Ersetzen eines Konsumguts braucht man das nicht, da man bei Preisänderungen einfach seinen Geschmack ändern kann.
Dein Argument geht zusätzlich implizit davon aus, dass Deutsche Importeure hier treibend oder zumindest Profiteure sind, was beim Thema "Importzölle in die USA" fragwürdig erscheint.

Mein Argument geht davon aus, dass produzierte (und zukünftig produzierte) Güter, die aufgrund der Zollankündigungen nicht mehr profitabel in den USA abgesetzt werden können, nun auf anderen Märkten abgesetzt werden, da die Produktionskapa eben da ist. D.h. es handelt sich nicht um eine isolierte Preissenkung für die Importeure in D, sondern um eine Senkung des Weltmarktpreises. Deutsche Exporteure in von Zöllen betroffenen Branchen werden einen höheren Konkurrenzdruck spüren, und inländische Anbieter von betroffenen Gütern ebenso.

Da es sich auch häufig um Konsumgüter handelt, kann man bestenfalls sagen, dass Menschen sich jetzt günstiger mit diesen eindecken können (wie du sagtest), was aber voraussetzt, dass sie diese zusätzlichen Mengen auch benötigen. Wenn man davon ausgeht, dass die Kapazitätsplanung von Exporteuren und Importeuren nicht von kompletten Vollidioten gemacht wird, dann kann man annehmen, dass es sich bei diesem Angebot häufig genug um ein Überangebot handeln wird, welches keine Sau braucht.

Wenn es zusätzliche Importe sind, aus welchem anderen Grund auch immer, dann sollte es so langsam wirklich auch dem letzten klar sein, dass gegenseitige Abhängigkeit nur mit Ländern funktioniert, die sich an Regeln halten und bei denen man langfristig sicher ist, dass sie diese Abhängigkeit nicht als Hebel oder gar als Waffe nutzen werden.

Wie Du also zu dem Schluss kommst, dass das ganz toll ist, erschließt sich mir nicht. Aber Du meintest ja auch da ein Migrationsthema rauszulesen.

Wirklich schade, Du warst mal ein witziger nerdy Mathematiker mit VWL-Kink. Jetzt bist Du auf 1+ Level unter Clawg gerutscht. Der schreibt wenigstens schrullige Bücher.
 

parats'

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Vielen Dank für die Ausführung!

Wenn es zusätzliche Importe sind, aus welchem anderen Grund auch immer, dann sollte es so langsam wirklich auch dem letzten klar sein, dass gegenseitige Abhängigkeit nur mit Ländern funktioniert, die sich an Regeln halten und bei denen man langfristig sicher ist, dass sie diese Abhängigkeit nicht als Hebel oder gar als Waffe nutzen werden.
Das dürfte man außerhalb der EU aber gar nicht vorfinden. Nehmen wir mal den EU Binnenmarkt (vma auch EFTA und nicht nur EWR) und gehen von Deutschland aus, dann klappt das nur weil alle Mitgliedstaaten sich auf ein level playing field geeinigt haben und die EU das "überwacht". Außerhalb dessen (nehmen wir mal Länder/Gruppen wie Kanada/Lateinamerika etc raus) halte ich das für eine unrealistische Vorstellung. Ich stimme dir da vollkommen zu, aber alles andere als davon auszugehen, dass Länder nicht den Schulhofbully machen, wenn sie um den Wert ihrer Exporte wissen und klar ist, dass die Substitution von Investitionsgütern einen Zeitraum x braucht, wäre mMn fahrlässig. Ob Freihandelsabkommen da Abhilfe schaffen weiß ich gerade nicht so richtig. Man hält sich ja auch nicht an die Regeln der WTO, dann kann man auch bilaterale Abkommen aufkündigen, wenn es dem eigenen Vorteil dient.

Der schreibt wenigstens schrullige Bücher.
elaboriere bitte
 
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parats'

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Na, wie lief das Jahr so?
Ich hab noch nicht reingeguckt, aber Gold/Silber dürften mich durch das Jahr getragen haben. :ugly:
 
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Solide, kann nicht klagen.
  • Net worth +8% YTD (88% des Lebenszeiteinkommens)
  • Aktienperformance +9% YTD (79% des gesamten Portfolios), etwas über Markt dank random Wetten auf Reddit, Alibaba, Alphabet etc
  • Aktienposition +21% YTD (Differenz ist neu investiert + umgeschichtet von Bonds/Anleihen)
  • Sparquote verbessert von letztem Jahr. Müsste bei 50% liegen. Das Geld ist vor allem in Aktien gewandert, dazu die Hypothek.
  • Crypto -7% YTD (damit immerhin wieder unter 10%, darüber wollte ich ja verkaufen :elefant: )
  • Keine Bonds mehr. Wenig Cash. Also ist nur noch der abbezahlte Anteil vom Haus "konservativ".
  • Innerhalb Aktien größte Positionen inkl. dem Anteil in den ETFs sind Berkshire (12,0%), Amazon (8,7%), Alphabet (4,9%), Reddit (3,7%), dann "erst" Nvidia mit 2,9% (nur über ETF)
 

parats'

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Die erste Sichtung ergibt insgesamt +11,6%.
  • Heiliger Gral (+ kleiner Bruder) +8,7
  • Bitcoin -16,4
  • Gold/Silber +58,3
Insgesamt kann man denke ich relativ zufrieden sein. Für 2026 muss ich dann aber wirklich unser Franken-Dilemma lösen.
 
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Guter Anlass meine Finanzen mal zu sichten. Wegen den zu erwarteten Kosten bei der Fertigstellung des Hauses halte ich viel Geld "sicher" vor - in geldwert etf oder "festverzinsung" für 2%. Trotzdem komme ich in Summe wohl auf knapp 6%. Die ETFs sind vor allem FTSE World mit ca 9,5%. Zusätzlich haben aber meine "Sektorwetten" sich ausgezahlt auf Asien und EU Small caps. die habne so zwischen 15 und 23% eingefahren.
=> 10%+ mit angelegtem Geld, 2%+ mit "sicherem Geld" => passt für mich

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2/3 meiner Anlagen liegen im FTSE All-World und sonst noch bißchen im Tagesgeld, noch als Zwischenlösung bis ich eine bessere Diversifizierungsstrategie habe.
Gold klingt ganz spannend, will den Kram aber nicht zuhause lagern, und nachdem wieder in ner Bank die Schließfächer ausgeräumt wurden, denke ich erstmal eher .... hmpf.
Oder vielleicht doch in RAM und Grafikkarten investieren :troll: ?
Hab hier noch ein DDR5 32 GB-Kit herumfliegen, das natürlich erstmal als Reserve dient.

Mit auf lange Sicht kalkulierten >7% Rendite im ETF bin ich schon zufrieden. Konservative Erwartungen machen es mir mental einfacher, wenn mal wieder ein Dip (die imo in den letzten 2 Jahren eher kurz waren, wenn man das auf Jahrzehnte sieht) kommen sollte. Aktuell mit ca. 15-18% Gewinn schwankend in den letzten Wochen kann man nicht meckern, auch wenn die >20% für kurze Zeit schon sexy waren.

Läuft bisher, trotz der Orange in Übersee.
 
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geht mir auch so. Aktuell muss ich halt sehr konservativ fahren, da ich in den nächsten Monaten sicher Geld brauche.

Was ist denn Eure langfristiges Ziel der Verteilung der Anlagen? Ich weiß nicht, obs ein eigenen Thread wert wäre, aber ich fang mal an:
*Haus gemütlich bis zur Rente abzahlen (2,83% Zins auf 10 Jahre) => Hauptvermögen recht sicher / zumindest Dach über Kopf. Rate theoretisch von einem Vollzeit-Einkommen stemmbar
*Fester Posten (schon vorhanden) in FTSE World lassen => Halbwegs liquide Rücklage für schlechte Zeiten + wächst über Zeit für Rente
*kleine Depots für Kinder laufen jetzt schon, wird monatlich bespart -> sollte reichen für Führerschein und Studium (unser Minimalanspruch)
*Erbe: Falls es was gibt, kriegen das direkt die Kinder -> reiner Bonus
*10% würde ich noch gerne in Edelmetalle + Bitcoin stecken zur Diversifizierung + paar Zockeraktien
*Zukünftiges Einkommen über die Themen hinhaus: Verleben statt weiter zu sparen - guter Vorsatz, oder? ;-)

=> in Rente abbezahltes Haus + ordentlicher Rendite über akkumulierten FTSE + Kinder guten Start ermöglicht

Verteilung Ende 2026 wäre dann
=> 70% Haus, 20% FTSE, 10% Edelmetalle, Bitcoin, Einzelaktien

Meine Trauvorstellung wäre deutlich ausgewogener, z.b. 50% FTSE, aber das würde einen großen Kredit und damit langfristige, verpflichtende Dauerzahlungen bedeuten, daher nehme ich lieber weniger Aktienquote in Kauf.

Wie macht ihr das? Was sind Eure Gedanken?
Was macht ihr neben FTSE + Eigenimmobilie?
Macht jemand was über Sanierungshäuser für Steueroptimierung?
Habt ihr einen "Hedge" gegen die potentiellen langfristige Stagnation Deutschlands?
 

parats'

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Gold klingt ganz spannend, will den Kram aber nicht zuhause lagern, und nachdem wieder in ner Bank die Schließfächer ausgeräumt wurden, denke ich erstmal eher .... hmpf.
Edelmetalle sind versichert, bei ordentlichen Schließfächern auch mit mehr als 10k.
Silber ist aber deutlich spannender als Gold, gerade wenn man mal schaut was JPM seit Mitte 2025 abzieht. Leider ist die Lagerung von Silber relativ bescheiden, ich hab nur einige 100 oz und krieg das nicht in einem Lauf mit, wenn ich wollen würde..
 
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Was ist denn Eure langfristiges Ziel der Verteilung der Anlagen?
Meine Asset Allocation ist im Moment:
  • 80% Aktien
  • 9% Crypto
  • 8% Haus
  • 2-3% Anteile an nicht öffentlich gehandeltem Unternehmen (je nach Bewertung letzte Runde vs best guess)
Als Ziel wird das Haus natürlich wachsen beim Abbezahlen. Sonst würde ich lieber mit Max 5% Crypto und nach einem Exit des Unternehmensinvestments in Rente gehen.

An die Kinder habe ich angefangen Amazon-Aktien zu übertragen, die fast nur aus Kapitalerträgen bestehen. Zweck: Steuern sparen. Da gehen pro Kind und Jahr 6k (GKV) bzw 13k (PKV), also bei drei Kindern und mehreren Jahren schon ein Batzen. "Nachteil" ist, dass das Geld den Kindern gehört (kaufe damit dann ETF). Ist halt ein vorgezogenes Erbe.

Ich weiß nicht, obs ein eigenen Thread wert wäre, aber ich fang mal an:
*Haus gemütlich bis zur Rente abzahlen (2,83% Zins auf 10 Jahre) => Hauptvermögen recht sicher / zumindest Dach über Kopf. Rate theoretisch von einem Vollzeit-Einkommen stemmbar
*Fester Posten (schon vorhanden) in FTSE World lassen => Halbwegs liquide Rücklage für schlechte Zeiten + wächst über Zeit für Rente
*kleine Depots für Kinder laufen jetzt schon, wird monatlich bespart -> sollte reichen für Führerschein und Studium (unser Minimalanspruch)
*Erbe: Falls es was gibt, kriegen das direkt die Kinder -> reiner Bonus
*10% würde ich noch gerne in Edelmetalle + Bitcoin stecken zur Diversifizierung + paar Zockeraktien
*Zukünftiges Einkommen über die Themen hinhaus: Verleben statt weiter zu sparen - guter Vorsatz, oder? ;-)
Klingt solide.
Nur bei Gold würde ich challengen, ob das FOMO ist jetzt wo Edelmetalle so gut liefen. Hattest du die Idee schon vor 1-2 Jahren?
Habt ihr einen "Hedge" gegen die potentiellen langfristige Stagnation Deutschlands?
Genug Aktien, damit ich und idealerweise meine Kinder weniger abhängig sind vom Schicksal der deutschen Wirtschaft.
 
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Nur 8% Haus? D.h. du wettest Aktien Gewinn >> Zinsen + Steuer?
Oder sehr niedrige Zinsen oder billiges Haus vs Vermögen ?
 
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Nur 8% Haus? D.h. du wettest Aktien Gewinn >> Zinsen + Steuer?
Oder sehr niedrige Zinsen oder billiges Haus vs Vermögen ?
2020 gekauft mit 0,8%.
Da wäre ja sogar Tagesgeld besser als abbezahlen :)

Die erste Hälfte der Hypothek läuft 2030 aus. Mal schauen wie die Zinsen dann sind.

Aber ja: Ich würde auch bei 2-3% Hypothekenzinsen noch klar lieber Aktien kaufen statt tilgen.

Bei 5% fände ich es klar besser zu tilgen. Bei 4% würde ich denke ich auch tilgen - ist ja ein tax free guaranteed return.
 
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Ich finde dabei interessant, wie unterschiedlich es sich psychologisch anfühlt:

1. Einen Immobilienkredit nicht schneller zu tilgen als nötig, und statt dessen Aktien zu kaufen.

VS.

2. Einen Kredit aufnehmen, um Aktien zu kaufen.

Bei #2 fühlte ich mich stets, trotz viel kleiner Summen, immer eher "schuldig". (Gerade bin ich auch minimal gehebelt auf dem Depot, aber nur 1% des gesamten Aktienwertes.)


Natürlich gibt es auch objektive Unterschiede:
  • Die Immobilie hat einen Wert, so dass es keine gigantischen Risiken durch den Kredit gibt (zumindest deutlich kleiner als durch einen reinen Wertpapierkredit ohne weitere Assets).
  • Der Zinssatz, und das ist natürlich das Wesentliche.
Denke es gibt nicht wenige, die ihren 1%-Kredit schneller tilgen als nötig anstatt zumindest ein kleines Arbitrage-Geschäft über Anleihen oder gar Tagesgeld zu machen.
 
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