• Liebe User, bitte beachtet folgendes Thema: Was im Forum passiert, bleibt im Forum! Danke!
  • Hallo Gemeinde! Das Problem leidet zurzeit unter technischen Problemen. Wir sind da dran, aber das Zeitkontingent ist begrenzt. In der Zwischenzeit dürfte den meisten aufgefallen sein, dass das Erstellen von Posts funktioniert, auch wenn das Forum erstmal eine Fehlermeldung wirft. Um unseren Löschaufwand zu minimieren, bitten wir euch darum, nicht mehrmals auf 'Post Reply' zu klicken, da das zur Mehrfachposts führt. Grußworte.

AfD - Karnevalsverein oder Heilsbringer?

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.343
Reaktionen
2.838



achwas. dann ist ja gut :| 40h das neue teilzeit.

Ich verstehe Null warum die SPD dieser Regelung zugestimmt hat. Offensichtlicher Arbeitnehmer-Lobby kann etwas doch kaum sein. So gut wie niemand ist dafür und inhaltlich sprechen auch haufenweise Sachen dagegen: Entweder die Arbeitszeitregel gilt eh nicht wirklich (wie bei den meisten Wissensberufen) oder sie wird von starken Gewerkschaften wegverhandelt. Die einzige Gruppe an Arbeitnehmern, die davon wesentlich betroffen wäre sind die armen Schweine, die beschissene Berufe machen ohne eine starke AN-Repräsentanz, die sich gegen sowas wehren könnte. Glaubt wirklich irgendwer, dass es zur wirtschaftlichen Genesung Deutschlands beiträgt, wenn Gastro und Leiharbeiter jetzt auch mal 12 oder 14 Stunden am Stück arbeiten geschickt werden können? Zumal bei einer Verklammerung mit der Arbeitszeiterfassung dann auch garantiert wäre, dass das eben nicht zu mehr Arbeitszeit führen würde UND die Forschung schon ziemlich eindeutig ist, dass die Produktivität mit längerer Schichtdauer deutlich ab- und die Fehleranfälligkeit deutlich zunimmt. Geile "Reform", Leute arbeiten die selbe Zeit für den gleichen Lohn, nur halt weniger produktiv. Alle hassen es außer die Spezis, die bei CDU-Abgeordneten im Abgeordnetenbüro vorsprechen. BIP 🚀🚀🚀
 
Mitglied seit
23.11.2004
Beiträge
1.209
Reaktionen
32
Ob das viel bringt sei dahingestellt, aber ich verstehe auch nicht warum die Gewerkschaften bei sowas in Schnappatmung verfallen. Ist ja nicht mal so dass hier rein einseitig Arbeitnehmerrechte abgebaut werden (oder "geschliffen" um mal die Gewerkschaftsfunktionärsterminologie zu verwenden). Man hat halt mal zumindest irgendwas "für die Wirtschaft" gemacht, vielleicht kann man damit der CDU Dinge auf der anderen Seite abverhandeln (Erbschaftssteuer). Ist naiv meinerseits klar, aber ich glaube wir müssen einfach aus der beidseitigen Blockade raus, verschiedene Parteien werden Zugeständnisse machen müssen wenn hier überhaupt noch irgendwas reformiert werden können soll.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
50.181
Reaktionen
10.457
rein einseitig Arbeitnehmerrechte abgebaut werden
Öhm doch, das ist zumindest bisher meine Auffassung. Elektronische Zeiterfassung ist quasi jetzt schon Pflicht und wird trotzdem mit Füssen getreten. In der Realität kommt davon bei den schützenwerten Berufen (Pflege, Handwerk, Bau, Erziehung, ...) so wie ich das sehe nichts an.
 
Mitglied seit
23.11.2004
Beiträge
1.209
Reaktionen
32
Naja, zumindest in der Theorie würde das auch für die Arbeitnehmer eine Flexibilisierung ermöglichen. Also kein einseitiger Abbau von Rechten.
 
Mitglied seit
19.09.2001
Beiträge
16.074
Reaktionen
2.972
verschiedene Parteien werden Zugeständnisse machen müssen wenn hier überhaupt noch irgendwas reformiert werden können soll.
Nur ist der Eindruck, den die Koalition vermittlet, dass die Union ihren Stiefel fährt und die SPD konstant abnickt, was gegen ihre angeblichen Grundwerte verstößt. Das ist ja auch gelegentlich direkt aus der Union zu hören, dass die SPD gefälligst mitzuziehen hat - "links ist vorbei" etc.
Und "überhaupt irgendwas reformieren" scheint tatsächlich der Ansatz zu sein - siehe Bürgergeld. Erstmal rausposaunen, dass man MILLIARDEN einsparen kann, ordentlich hetzen nebenher, SPD macht (glaub sogar ohne Bauchschmerzen) mit, und was ist? Nichts mit Milliarden, höchstens ein paar Milliönchen, auf Dauer wahrscheinlich sogar höhere Kosten, und ohnehin schon marginalisierte sind schlechter gestellt.
Aber Hauptsache was gemacht, schätz ich.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
50.181
Reaktionen
10.457
Naja, zumindest in der Theorie würde das auch für die Arbeitnehmer eine Flexibilisierung ermöglichen. Also kein einseitiger Abbau von Rechten.
Da wird doch eh schon unglaublich viel Schindluder mit getrieben, der nicht sanktioniert wird. Kein AN in den entsprechenden Bereichen (und auch nicht bei mir) schert sich darum wenn das intransparent gehandhabt wird, es wird meistens sogar vorrausgesetzt. In der Pflege ist das ganz krass, auch bei Lehrern.
 
Mitglied seit
23.11.2004
Beiträge
1.209
Reaktionen
32
Nur ist der Eindruck, den die Koalition vermittlet, dass die Union ihren Stiefel fährt und die SPD konstant abnickt, was gegen ihre angeblichen Grundwerte verstößt. Das ist ja auch gelegentlich direkt aus der Union zu hören, dass die SPD gefälligst mitzuziehen hat - "links ist vorbei" etc.
Und "überhaupt irgendwas reformieren" scheint tatsächlich der Ansatz zu sein - siehe Bürgergeld. Erstmal rausposaunen, dass man MILLIARDEN einsparen kann, ordentlich hetzen nebenher, SPD macht (glaub sogar ohne Bauchschmerzen) mit, und was ist? Nichts mit Milliarden, höchstens ein paar Milliönchen, auf Dauer wahrscheinlich sogar höhere Kosten, und ohnehin schon marginalisierte sind schlechter gestellt.
Aber Hauptsache was gemacht, schätz ich.
Gefühlt setzt ja nachdem wen man fragt die jeweils andere Seite alles durch. Scheint alles nur framing und Verhandlungsgelaber zu sein, ich blick da wirklich null durch. So oder so, wenn nicht alle Seiten Zugeständnisse machen wird das nichts imho.
 
Mitglied seit
17.10.2006
Beiträge
6.983
Reaktionen
1.293
Ort
Köln
Grundsätzlich hast du ja Recht, dass eine Koalition nur funktionieren kann, wenn Zugeständnisse gemacht werden. Und wie damit in den Medien umgegangen wird finde ich auch katastrophal. Da wird dann schwadroniert, dass der Koalitionsvertrag nur Lüge und heiße Luft ist, wenn Bas sich mal negativ über eine konkrete Position aus dem Vertrag äußert. Als wäre es nicht viel besser, wenn sich mal die eine und mal die andere Seite in so einer Abstimmung durchsetzt, anstatt jeden Punkt zu einem nutzlosen, faulen Kompromiss zurechtzustutzen. Ich kann doch als ganzes hinter einem Koalitionsvertrag stehen, auch wenn ich nicht jede der beschriebenen Lösungen geil finde. Das ist eben der Kern von Kompromissen.

Aber das macht ja nun nicht jeden einzelnen Punkt beliebig und wir als Bürger können doch drüber sprechen. Wenn eine Seite behauptet es regnet und eine behauptet, die Sonne scheint, dann wird die Wahrheit nicht irgendwo in der Mitte liegen und an der Stelle kann man auch sagen, dass dieses Gesetz ungefähr so hilfreich ist wie die 1000€ Entlastungsprämie. Lies dir doch nochmal den Absatz von Gustavo durch: Viele Berufe betrifft das überhaupt nicht: Bei mir im Bereich geht es schon seit 10+ Jahren nur um Wochenarbeitszeit; es ist nur nicht gern gesehen, wenn AN >10 Std. arbeiten, weil da die Produktivität bekanntlich in den Keller geht.
Aber betreffen wird diese Regelung letztlich arme Schweine ohne Lobby, die in ungesunde tägliche Arbeitszeiten gedrängt werden können. Wem genau soll das denn helfen?
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.407
Reaktionen
3.202
unsere prototypen erprobung wurde über die jahre an sub-dienstleister ausgelagert, das sind die armen schweine die nach der nullserien erprobung mit diversen erprobungsschwerpunkten die "letzte meile" im dauerlauf absolvieren. ich war ja bis februar noch bisschen aktiv dort und kollegen haben mir gestern erzählt, dass sie eine REKO hatten mit schichtumstellung von rollend dreischicht auf zweischichter a 12 stunden, die warten jetzt noch auf die umsetzung seitens berlin, dann gehts an den standorten los, liegt wohl ansonsten alles vorbereitet in den schubladen und nicht erst seit gestern. statt 40 sinds dann künftig 48 stunden pro woche, änderungsverträge werden in den nächsten wochen ausgerollt, stundenlöhne werden entsprechend angepasst, gibt bisschen mehr nacht- und sonntagzuschlag ergo am ende brutto paar euro mehr. wer nicht mitmacht, bekommt einen aufhebungsvertrag wegen betrieblichen abläufen. sind eh fast nur noch spanier, rumänen und tschechen und ein paar glücksritter, die werden die kröte schlucken mangels alternative bzw. wurde es wohl von einigen gefeiert weil nach 4 jahren nullrunde es nun am monatsende mehr geld gibt.

„Es soll ja auch nicht ausbeuterisch werden“ zwinker. zwinker. my ass. die vulnerablen jobs ohne ausweichalternative werden bis an die grenze des gesetzlich möglichen ausgepresst. wer da was anderes erwartet ist entweder naiv oder böswillig gestrickt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.343
Reaktionen
2.838
Ob das viel bringt sei dahingestellt, aber ich verstehe auch nicht warum die Gewerkschaften bei sowas in Schnappatmung verfallen. Ist ja nicht mal so dass hier rein einseitig Arbeitnehmerrechte abgebaut werden (oder "geschliffen" um mal die Gewerkschaftsfunktionärsterminologie zu verwenden). Man hat halt mal zumindest irgendwas "für die Wirtschaft" gemacht, vielleicht kann man damit der CDU Dinge auf der anderen Seite abverhandeln (Erbschaftssteuer). Ist naiv meinerseits klar, aber ich glaube wir müssen einfach aus der beidseitigen Blockade raus, verschiedene Parteien werden Zugeständnisse machen müssen wenn hier überhaupt noch irgendwas reformiert werden können soll.

Ich sehe schon den Punkt, es ärgert mich nur wie bescheuert darüber nachgedacht und geredet wird. Die SPD kriegt von den Medien in den letzten Jahren wirklich ohne Unterlass vor den Latz geknallt, sie sei nicht mehr "die Partei der Arbeiter" und was für ein großes Problem das wäre. In Wahrheit geht es bei dem, was dann thematisiert wird, fast nie um "die Arbeiter" sondern fast immer um Sozialhilfeempfänger und das wahre Problem sei nicht was ein "Arbeiter" verdient (und was für ein Leben man sich davon leisten kann), sondern wie groß der Abstand zu jemandem ist der alleine auf staatliche Alimentation angewiesen ist.

Gerade hier geht es aber *wirklich* mal um die Arbeiter. Leute, die davon betroffen sind, sind quasi per se keine Wissensarbeiter, machen kein home office, haben keine starke gewerkschaftliche Vertretung (die ihnen das aus dem Vertrag rausverhandeln würde), sondern sind Leute die in meistens nicht so tollen Dienstleistungsberufen für nicht wahnsinnig viel Geld arbeiten. Arbeitstechnisch Bessergestellte betrifft die Änderung sehr selten und Arbeitslose betrifft es genauso wenig, weil die per Definition keine Arbeitszeit haben. Es ist fast als hätte man am Reißbrett eine Reform entworfen, die inhaltlich wenig bis gar nichts bringt und gezielt genau die Leute trifft, von denen man der SPD ansonsten andauert vorhält, sie kümmere sich nicht genug um ihre Belange. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, der einzige Grund, warum Leute damit so leicht davon kommen, ist dass viele Leute "Arbeiter" hören und immer noch primär an den Fabrikarbeiter am Fließband denken, der 1970 die Regel war aber 2026 halt eher die Ausnahme ist. Die Regel sind die Kellnerinnen, angestellte Handwerker, Pflegehelfer, Nachtwächter, sonstige Leiharbeiter und viele andere ähnlich gelagerte Berufe, mit denen man nicht unbedingt tauschen will.
 
Mitglied seit
23.11.2004
Beiträge
1.209
Reaktionen
32
Ist ja vielleicht auch alles richtig. Ich denke wir müssten dringendst mehr von den Reichen abgreifen (erbschafts/vermögenssteuer) um die wachsende Ungleichheit abzubauen und auch einfach Geld für den Staat aufzutreiben. Trotzdem finde ich so eine minimale Flexibilisierung im Arbeitsrecht auch nicht schlimm, zumal wir ja ohnehin sehr starke Arbeitnehmerrechte haben in Deutschland (korrigiert mich wenn das nicht stimmt).
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
50.181
Reaktionen
10.457
Der Punkt ist: Für die Betroffenen ohne Schutz wird im Schlimmsten Fall aus einer 40+h/Woche eine 50+h/Woche. Das ist eben nicht minimal. Klar wirds auch entlohnt, aber das sind SCHEISS jobs. :8[:
 
Mitglied seit
31.03.2001
Beiträge
27.425
Reaktionen
602
Als nächstes sollte man dann Kündigungsschutz lockern, damit man diese lästigen Schmarotzer loswerden kann, die dann einfach auf Burnout krankgeschrieben sind :mond:
 
Mitglied seit
19.09.2001
Beiträge
16.074
Reaktionen
2.972
Als nächstes sollte man dann Kündigungsschutz lockern, damit man diese lästigen Schmarotzer loswerden kann, die dann einfach auf Burnout krankgeschrieben sind :mond:
ich mein... :mond:

 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Ich verstehe Null warum die SPD dieser Regelung zugestimmt hat. Offensichtlicher Arbeitnehmer-Lobby kann etwas doch kaum sein. So gut wie niemand ist dafür und inhaltlich sprechen auch haufenweise Sachen dagegen: Entweder die Arbeitszeitregel gilt eh nicht wirklich (wie bei den meisten Wissensberufen) oder sie wird von starken Gewerkschaften wegverhandelt. Die einzige Gruppe an Arbeitnehmern, die davon wesentlich betroffen wäre sind die armen Schweine, die beschissene Berufe machen ohne eine starke AN-Repräsentanz, die sich gegen sowas wehren könnte. Glaubt wirklich irgendwer, dass es zur wirtschaftlichen Genesung Deutschlands beiträgt, wenn Gastro und Leiharbeiter jetzt auch mal 12 oder 14 Stunden am Stück arbeiten geschickt werden können? Zumal bei einer Verklammerung mit der Arbeitszeiterfassung dann auch garantiert wäre, dass das eben nicht zu mehr Arbeitszeit führen würde UND die Forschung schon ziemlich eindeutig ist, dass die Produktivität mit längerer Schichtdauer deutlich ab- und die Fehleranfälligkeit deutlich zunimmt. Geile "Reform", Leute arbeiten die selbe Zeit für den gleichen Lohn, nur halt weniger produktiv. Alle hassen es außer die Spezis, die bei CDU-Abgeordneten im Abgeordnetenbüro vorsprechen. BIP 🚀🚀🚀
Vielleicht steht ich ja auf dem Schlauch, aber wo genau liegt das Problem?
Dass man in der Gastro auch mal 12 oder 14 Stunden arbeitet, kommt so oder so vor. Meine längste Schicht waren 21,5 (anno ca. 2010) als ich noch viel gekellnert hab und 15, 16 Stunden kamen öfter mal vor.
Ich fand das damals immer ganz gut, weil eine lange Schicht deutlich weniger Overhead hatte als zwei kurze.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
50.181
Reaktionen
10.457
Hihi, AfD und Nius drehen frei:
Positionsparpier der CDU. Nichts Neues, aber halt von der CDU...

Vielleicht steht ich ja auf dem Schlauch, aber wo genau liegt das Problem?
Dass man in der Gastro auch mal 12 oder 14 Stunden arbeitet, kommt so oder so vor. Meine längste Schicht waren 21,5 (anno ca. 2010) als ich noch viel gekellnert hab und 15, 16 Stunden kamen öfter mal vor.
Ich fand das damals immer ganz gut, weil eine lange Schicht deutlich weniger Overhead hatte als zwei kurze.
Du hast das in Jung freiwliig gemacht. Das der Vergleich hinkt sollte dir doch klar sein, oder?
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.343
Reaktionen
2.838
Vielleicht steht ich ja auf dem Schlauch, aber wo genau liegt das Problem?
Dass man in der Gastro auch mal 12 oder 14 Stunden arbeitet, kommt so oder so vor. Meine längste Schicht waren 21,5 (anno ca. 2010) als ich noch viel gekellnert hab und 15, 16 Stunden kamen öfter mal vor.
Ich fand das damals immer ganz gut, weil eine lange Schicht deutlich weniger Overhead hatte als zwei kurze.


Das Problem ist dass aufgrund der inhärenten Asymmetrie des Arbeitsverhältnis das soziale Optimum von Wahlfreiheit häufig nicht gewährt werden kann. Aus der Forschung wissen wir, dass für die meisten (nicht alle) Arbeitnehmer Arbeit eine disutility ist, d.h. sie würden ihre Zeit lieber mit etwas anderem verbringen und der Arbeitslohn ist quasi die "Entschädigung" dafür, es nicht tun zu können. Irgendwo hast du ein soziales Optimum, wo mehr Arbeitslohn als Entschädigung die entgangene Freizeit nicht mehr ausgleicht und mehr Arbeit würden Arbeitnehmer ungerne anbieten.
Wir wissen aus Umfragen, dass die meisten Arbeitnehmer ungerne lange Schichten machen wollen, d.h. die disutility pro geleisteter Arbeitszeit wird höher (vermutlich liegen schon die 8 Stunden über dem gewünschten Optimum) und müsste dementsprechend höher vergütet werden. Es gibt aber natürlich Leute wie dich (ich nehme mal an als Student), denen das nichts ausmacht, aber für die meisten Leute sind die zusätzlichen Stunden und die schlechtere Planbarkeit von nicht gleichmäßiger Arbeitszeit nicht gewünscht. Das soziale Optimum wäre erreicht, wenn es eine Regelung die genau solchen Leuten längere Schichten erlaubt, sie aber für alle diejenigen die sie nicht machen möchten verbietet.

Du hast im Grunde genommen als Gesetzgeber drei Möglichkeiten:
(1) Du erlaubst längere Schichten bis zur Stundenzahl X
(2) Du verbietest längere Schichten bis zur Stundenzahl X
(3) Du überlässt die Frage den Vertragsparteien

Das Problem ist, dass wir mittlerweile relativ klar wissen dass (3) nicht gut funktioniert, weil in der Praxis nicht gut nach Leuten getrennt wird die tatsächlich inhärent gerne längere Schichten Arbeiten um danach länger zusammenhängende Freizeit zu haben, sondern es darauf hinausläuft dass längere Schichten schlicht von starken Arbeitnehmervertretungen aus Verträgen herausverhandelt werden können oder man Arbeitnehmern mit hohem Humankapital und/oder in besonders gesuchten Berufen schlicht die disutility mit mehr Geld vergütet. Für wen das nicht klappt der muss längere Schichten gegen seinen Willen arbeiten oder riskiert den Arbeitsplatzverlust. Das sind aber überdurchschnittlich häufig genau die Leute, die ich oben beschrieben habe: Leute, die sowieso schon eher unangenehme Arbeit machen und dementsprechend tendenziell die größte disutility haben.
Wenn man aus econ theory Sicht auf das Problem schaut, ist es vermutlich schlicht das beste bei (2) zu bleiben, zumal ich wie gesagt so gut wie keine sinnvollen Argumente dafür höre, warum längere Schichten gesamtwirtschaftlich hilfreich sein sollen, anstatt einfach nur eine Gefälligkeit für Arbeitgeber die die Flexibilisierungsgewinne komplett einstreichen. Das ist halt leider auch das Gefühl, das bei mir bleibt bei so einer Reform: Da geht es nicht um die Volkswirtschaft, sondern darum Leuten mit einem guten Draht zur Union eine Gefälligkeit zu tun, die auf dem Rücken von Arbeitnehmern passiert. Falls man überhaupt Öffnungsklauseln zulässt, müsste die Politik in meinen Augen darauf achten, dass die disutility der Arbeitnehmer ZWINGEND ausgeglichen wird und nicht nur für diejenigen, die genug Verhandlungsmacht haben sich das in Verträge reinzuverhandeln. Aber die Union will quasi das Gegenteil davon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Es ist schon mehr als dass es mir "nichts ausgemacht" hat. Ich hab meinen Stundenplan von damals jetzt nicht mehr vor Augen, aber ich wäre ohne die Möglichkeit wirklich lange Schichten zu machen wahrscheinlich gar nicht auf die nötigen Stunden gekommen (Leiharbeit, nach Stunden abgerechnet), um mich zu unterhalten, weil es bedeutet hätte, dass ich statt zwei bis drei vier bis fünf Schichten pro Woche hätte machen müssen. Das wäre schon eine reale Einbuße gewesen. Und da war ich afair nicht der Einzige, dem es so ging - gab natürlich auch die anderen, deren Hände immer zuerst hoch gingen, wenn es hieß "wer mag gehen?"
Letztlich ist es eine empirische Frage, aber für mich ist a priori jedenfalls nicht so klar, dass man allen die Flexibilität verbieten sollte, weil es manche benachteiligen könnte.
Aus meiner Sicht gibts da ganz andere Baustellen, wo Arbeitnehmer strukturell benachteiligt werden. Ich find z.B. bis heute ziemlich dreist, dass Pausen UNbezahlt sind, statt dass es eine Bruttoarbeitszeit gibt, wo die gesetzlichen Pausen inklusive sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

Das Schaf

Tippspielmeister WM 2018
Mitglied seit
27.06.2002
Beiträge
27.504
Reaktionen
6.007
Ort
Wo auf den Bergen Schlösser wachsen
Es ist schon mehr als dass es mir "nichts ausgemacht" hat. Ich hab meinen Stundenplan von damals jetzt nicht mehr vor Augen, aber ich wäre ohne die Möglichkeit wirklich lange Schichten zu machen wahrscheinlich gar nicht auf die nötigen Stunden gekommen (Leiharbeit, nach Stunden abgerechnet), um mich zu unterhalten, weil es bedeutet hätte, dass ich statt zwei bis drei vier bis fünf Schichten pro Woche hätte machen müssen. Das wäre schon eine reale Einbuße gewesen. Und da war ich afair nicht der Einzige, dem es so ging - gab natürlich auch die anderen, deren Hände immer zuerst hoch gingen, wenn es hieß "wer mag gehen?"
Letztlich ist es eine empirische Frage, aber für mich ist a priori jedenfalls nicht so klar, dass man allen die Flexibilität verbieten sollte, weil es manche benachteiligen könnte.
Aus meiner Sicht gibts da ganz andere Baustellen, wo Arbeitnehmer strukturell benachteiligt werden. Ich find z.B. bis heute ziemlich dreist, dass Pausen bezahlt sind, statt dass es eine Bruttoarbeitszeit gibt, wo die gesetzlichen Pausen inklusive sind.
Du hattest wohl noch nie einen Chef der ein echter Arsch war. Wenn man manipulative chefs mitbekommen hat dann ändert das Imho massiv den Blickwinkel
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.343
Reaktionen
2.838
Es ist schon mehr als dass es mir "nichts ausgemacht" hat. Ich hab meinen Stundenplan von damals jetzt nicht mehr vor Augen, aber ich wäre ohne die Möglichkeit wirklich lange Schichten zu machen wahrscheinlich gar nicht auf die nötigen Stunden gekommen (Leiharbeit, nach Stunden abgerechnet), um mich zu unterhalten, weil es bedeutet hätte, dass ich statt zwei bis drei vier bis fünf Schichten pro Woche hätte machen müssen. Das wäre schon eine reale Einbuße gewesen. Und da war ich afair nicht der Einzige, dem es so ging - gab natürlich auch die anderen, deren Hände immer zuerst hoch gingen, wenn es hieß "wer mag gehen?"
Letztlich ist es eine empirische Frage, aber für mich ist a priori jedenfalls nicht so klar, dass man allen die Flexibilität verbieten sollte, weil es manche benachteiligen könnte.


Ist allerdings empirisch zur Genüge beantwortet, siehe etwa https://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++6e3414c2-cbaa-11f0-a176-9d035aa6cc39. Es verhält sich da ähnlich wie mit der Gesamtarbeitszeit: Ich kenne ehrlich gesagt keine Gesellschaft, die reicher geworden ist und die ihre Arbeitszeit im Zeitverlauf nicht zurückgefahren hat. Maximal hast du schwächere Abwärtstendenzen, die kulturell bedingt sind (etwa in einigen südostasiatischen Ländern*) oder temporäre Seitwärtstendenzen wie in den USA, wo das allerdings daran liegt dass die Arbeitgeberseite einen so großen strukturellen Vorteil genießt.

Ich will jetzt nicht negieren, dass es Leute gibt, für die es dauerhaft praktikabler ist lange Schichten zu arbeiten, dafür aber in geringerer Zahl. Aber insgesamt bleibst du halt doch bei dem Problem, dass es überdurchschnittlich häufig diejenigen trifft, die sich unterdurchschnittlich gut wehren können. Dazu müssen die Regeln ja auch über die Lebensarbeitszeit praktikabel sein. Was in der Zeit von 20 bis 30 vielleicht noch problemlos geht wird sowohl physisch als auch organisatorisch irgendwann zu einer überdurchschnittlichen Belastung.




*wobei man da fairerweise auch sagen muss, dass dort unheimlich viel extrem unproduktive Arbeit gefördert wird; bspw. sind die japanischen Arbeitslosenquoten immer niedrig gewesen, egal ob die Wirtschaft heiß lief oder abkühlte, einfach weil es dort lange Zeit normal war, für jeden Arbeit zu finden
 
Mitglied seit
28.03.2003
Beiträge
8.590
Reaktionen
460
Es ist schon mehr als dass es mir "nichts ausgemacht" hat. Ich hab meinen Stundenplan von damals jetzt nicht mehr vor Augen, aber ich wäre ohne die Möglichkeit wirklich lange Schichten zu machen wahrscheinlich gar nicht auf die nötigen Stunden gekommen (Leiharbeit, nach Stunden abgerechnet), um mich zu unterhalten, weil es bedeutet hätte, dass ich statt zwei bis drei vier bis fünf Schichten pro Woche hätte machen müssen. Das wäre schon eine reale Einbuße gewesen. Und da war ich afair nicht der Einzige, dem es so ging - gab natürlich auch die anderen, deren Hände immer zuerst hoch gingen, wenn es hieß "wer mag gehen?"
Letztlich ist es eine empirische Frage, aber für mich ist a priori jedenfalls nicht so klar, dass man allen die Flexibilität verbieten sollte, weil es manche benachteiligen könnte.
Aus meiner Sicht gibts da ganz andere Baustellen, wo Arbeitnehmer strukturell benachteiligt werden. Ich find z.B. bis heute ziemlich dreist, dass Pausen UNbezahlt sind, statt dass es eine Bruttoarbeitszeit gibt, wo die gesetzlichen Pausen inklusive sind.

Ich hatte ja (leider) mal beruflich mit einem der großen Security-Firmen in Deutschland zu tun und hab da das erste Mal Menschen getroffen die 12-Stunden Schichten voll geil fanden und richtig sauer waren über den langsamen Angleich innerhalb der Firma auf das 3*8-Schichtsystem statt 2x12. Wenn dein Beruf ist Nachts an irgendwelchen Industrieobjekten rumzugammeln und 2-4 Runden zu drehen dann machst du Kohle halt nur über Nacht/So/Feiertag-Zuschläge und Stunden kloppen. Und an die 220+ Stunden die die jeden Monat haben wollten kommst du nicht mit 8h Schichten.
 
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Ist allerdings empirisch zur Genüge beantwortet, siehe etwa https://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++6e3414c2-cbaa-11f0-a176-9d035aa6cc39. Es verhält sich da ähnlich wie mit der Gesamtarbeitszeit: Ich kenne ehrlich gesagt keine Gesellschaft, die reicher geworden ist und die ihre Arbeitszeit im Zeitverlauf nicht zurückgefahren hat.
Ich seh nicht ganz, wofür genau da jetzt Evidenz präsentiert wird: dass die meisten Menschen gern weniger arbeiten würden? :eagle:

Ich sehe da keine einzige Frage, die explizit den Trade-off thematisiert, um den es hier geht: identische Wochenarbeitszeit, aber mehr Flexibilität für einzelne Tage.
Dazu geben die meisten Leute, die mehr arbeiten als gewollt, an, dass es daran liege, dass einfach zu viel zu tun sei (lol) oder die betrieblichen Abläufe es nicht anders erlauben würden.
Das sind doch dann aber keine Fälle, die von der neuen Regelung überhaupt erfasst würden. Denn wenn es aufgrund betrieblicher Abläufe gar nicht möglich ist, dass jemand weniger als 8 Stunden arbeitet, dann ist es bei einer fixen 40-Stunden-Woche offenbar auch nicht möglich, dass er mehr als 8 Stunden arbeitet.

Ich gehöre ja nun auch zu einer fünfköpfigen Familie und kann persönlich nicht bestätigen, dass starre 8-Stunden-Tage grundsätzlich besser mit Familienleben zu vereinbaren sind. Im Gegenteil, bei uns wäre der Alltag deutlich schwerer zu organisieren, wenn es nicht möglich wäre, dass ich zum Beispiel an zwei Tagen die Woche länger arbeite, um dann an zwei anderen Tagen die Kinder schon früh abzuholen.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.343
Reaktionen
2.838
Ich seh nicht ganz, wofür genau da jetzt Evidenz präsentiert wird: dass die meisten Menschen gern weniger arbeiten würden? :eagle:

Ich sehe da keine einzige Frage, die explizit den Trade-off thematisiert, um den es hier geht: identische Wochenarbeitszeit, aber mehr Flexibilität für einzelne Tage.
Dazu geben die meisten Leute, die mehr arbeiten als gewollt, an, dass es daran liege, dass einfach zu viel zu tun sei (lol) oder die betrieblichen Abläufe es nicht anders erlauben würden.
Das sind doch dann aber keine Fälle, die von der neuen Regelung überhaupt erfasst würden. Denn wenn es aufgrund betrieblicher Abläufe gar nicht möglich ist, dass jemand weniger als 8 Stunden arbeitet, dann ist es bei einer fixen 40-Stunden-Woche offenbar auch nicht möglich, dass er mehr als 8 Stunden arbeitet.


Na ja, das ist ein bisschen bad faith imo: Es stimmt zwar, dass da nicht EXPLIZIT nach dem Tradeoff gefragt wurden, aber viel deutlicher implizit als Abbildung 7 geht ja wohl kaum. Wenn du nach der Tagesarbeitszeit fragst stellen sich die Leute ja garantiert nicht ihre Arbeitswoche mal fünf vor, sondern eben wie viel sie maximal an einem Tag arbeiten möchten; wenn du die Gesamtarbeitszeit abfragen wolltest würdest du 100% die Frage stellen, welche Wochenarbeitszeit für sie akzeptabel wäre, weil das ist wie gemeinhin über Arbeitszeit nachgedacht wird (niemand sagt er hat einen "Sieben Stunden, zweiundvierzig Minuten-Arbeitstag", Leute sagen sie haben eine 38.5-Stunden-Woche). Die ganze Fragebatterie wurde auch explizit wegen der Festlegung im Koalitionsvertrag gemacht.

Der zweite Punkt erscheint mir nicht sonderlich plausibel: Betriebliche Abläufe lassen sich im Zweifelsfall immer ändern, nur halt nicht vom Arbeitnehmer selbst (die hier aber gefragt werden). Wenn du in den USA Arbeitgebern sagen würdest dass sie jetzt mit Acht-Stunden-Tagen und 40-Stunden-Wochen zurande kommen müssten würden dir die auch erzählen, dass dann halt einfach alles instant zusammenbrechen würde. Das ist aber, wie so häufig bei Arbeitgebern, nicht so richtig glaubwürdig. Dass es "zu viel Arbeit" gäbe ist bei Lohnangestellten bestenfalls ein Zeichen dafür, dass der Arbeitgeber nicht genug Leute eingestellt bekommt und den Druck auf seine Arbeitskräfte externalisiert, denn die allermeisten Arbeiter werden nicht nach geleisteter Arbeit bezahlt, sondern nach Arbeitsstunden.


Ich gehöre ja nun auch zu einer fünfköpfigen Familie und kann persönlich nicht bestätigen, dass starre 8-Stunden-Tage grundsätzlich besser mit Familienleben zu vereinbaren sind. Im Gegenteil, bei uns wäre der Alltag deutlich schwerer zu organisieren, wenn es nicht möglich wäre, dass ich zum Beispiel an zwei Tagen die Woche länger arbeite, um dann an zwei anderen Tagen die Kinder schon früh abzuholen.

Nichts für ungut, aber du gehörst schon zu einer Gruppe von Leuten, die oben bereits explizit angesprochen waren: Hochqualifizierte Arbeitnehmer, die im Regelfall schon auch ein bestimmtes Maß an Verhandlungsmacht als Einzelperson haben. Wie man in der Umfrage auch sieht sind das tendenziell diejenigen, die heute schon mehr arbeiten und bei dir geht es ja offensichtlich auch, insofern ist die aktuelle Regelung kein zwingender Hinderungsgrund. Aber das ist halt auch nicht die Gruppe, die von der aktuellen Regelung am besten geschützt wird und auch nicht die Gruppe, für die eine Änderung die unschönsten Konsequenzen hätte.

Dass sich das schlecht verallgemeinern lässt sieht man übrigens auch in der Umfrage: Diejenigen, die überwiegend selbst für Kinderbetreuung verantwortlich sind, haben nochmal eine höhere Zustimmung zu einem "Maximum acht Stunden"-Arbeitstag (87% vs. 72%).
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Na ja, das ist ein bisschen bad faith imo: Es stimmt zwar, dass da nicht EXPLIZIT nach dem Tradeoff gefragt wurden, aber viel deutlicher implizit als Abbildung 7 geht ja wohl kaum. Wenn du nach der Tagesarbeitszeit fragst stellen sich die Leute ja garantiert nicht ihre Arbeitswoche mal fünf vor, sondern eben wie viel sie maximal an einem Tag arbeiten möchten; wenn du die Gesamtarbeitszeit abfragen wolltest würdest du 100% die Frage stellen, welche Wochenarbeitszeit für sie akzeptabel wäre, weil das ist wie gemeinhin über Arbeitszeit nachgedacht wird; niemand sagt er hat einen "Sieben Stunden, zweiudvierzig Minuten-Arbeitstag", Leute sagen sie haben eine 38.5-Stunden-Woche). Die ganze Fragebatterie wurde auch explizit wegen der Festlegung im Koalitionsvertrag gemacht.
Weiß nicht, Formulierungen wie "pro/am Tag" und "Beginn und Ende des Arbeitstages" legen für mich eher nahe, dass es um den typischen Arbeitstag geht. Mein ganzer Punkt ist, dass die Fragen relativ pauschal sind und die Antworten völlig erwartbar - ich hab da keinen einzigen überraschenden Befund gelesen. Letztlich haben die meisten wohl eine grobe Vorstellung davon, wie zufrieden sie mit ihrer Arbeit und ihren Arbeitszeiten sind, sowie viele eine allgemeine politische Auffassung, die eher zugunsten von Arbeitnehmern oder Arbeitgebern ausschlägt.
Ich kann dir ziemlich sicher sagen, dass meine Frau in dieser Umfrage voll auf dem Spektrum "würde gern weniger arbeiten, am liebsten nicht mehr als 6 Stunden pro Tag" wäre. Gleichzeitig weiß ich aus erster Hand, dass sie sich durchaus schon über starre Arbeitszeitvorgaben und Zeiterfassung geärgert hat, also in gewissem Ausmaß von mehr Flexibilität profitieren würde.


Der zweite Punkt erscheint mir nicht sonderlich plausibel: Betriebliche Abläufe lassen sich im Zweifelsfall immer ändern, nur halt nicht vom Arbeitnehmer selbst (die hier aber gefragt werden). Wenn du in den USA Arbeitgebern sagen würdest dass sie jetzt mit Acht-Stunden-Tagen und 40-Stunden-Wochen zurande kommen müssten würden dir die auch erzählen, dass dann halt einfach alles instant zusammenbrechen würde. Das ist aber, wie so häufig bei Arbeitgebern, nicht so richtig glaubwürdig. Dass es "zu viel Arbeit" gäbe ist bei Lohnangestellten bestenfalls ein Zeichen dafür, dass der Arbeitgeber nicht genug Leute eingestellt bekommt und den Druck auf seine Arbeitskräfte externalisiert, denn die allermeisten Arbeiter werden nicht nach geleisteter Arbeit bezahlt, sondern nach Arbeitsstunden.
Das ist ja genau mein Punkt: „zu viel zu tun“ ist in vielen Fällen ein Bullshit-Argument, das daher kommt, dass entweder der Arbeitgeber Systematisch zu wenig Personal beschäftigt oder die Arbeitnehmer nicht gut darin sind, Grenzen zu setzen.
Aber in beiden Fällen sehe ich nicht, wie ein Umstieg auf Wochen-, statt Tageshöchstarbeitszeit einen Unterschied macht, denn dann würde jeder extra lange Tag bedeuten, dass es auch einen kürzeren Tag gibt - innerhalb einer Woche. Zumindest wenn man das, was so rumgeistert, wörtlich nimmt. Was da jetzt in der Formulierung genau geplant ist, weiß ich ehrlicherweise nicht.

Mir ist halt nicht ganz klar, welche Arbeitnehmergruppen man genau meint schützen zu müssen, indem man eine relativ strikte Vorgabe für die tägliche Arbeitszeit macht - wohlgemerkt, bei unterstellter gleichbleibender Wochenarbeitszeit.
Ich gebe gern zu, dass meine Auffassung händewedelnd ist und im Wesentlichen auf Nahbereichsempirie und Spekulation basiert. Aber meine Nullhypothese wäre, dass ich für die allermeisten Arbeitnehmer in Deutschland durch die Reform überhaupt nichts ändern würde. Und als bessere Empirie dazu würde ich mir einfach mal anschauen, wie es in anderen europäischen Ländern oder sonstigen vergleichbaren Industriestaaten aussieht, die einen ähnlichen Arbeitsmarkt, aber gerade keine gesetzlichen Vorgaben zur täglichen Arbeitszeit haben. Das scheint mir deutlich nützlicher als solche Befragungen, die wahrscheinlich aufgrund ihrer Pauschalität die Minderheit an Fällen, die wirklich betroffen wäre, überhaupt nicht erfassen können.

Meine Hoffnung wäre schon, dass mehr Flexibilität unter Strich mehr Arbeitnehmern nützt als schadet; sei es auch nur dadurch, dass viele Praktiken, die jetzt schon etabliert sind, dann nicht mehr durch Mauschelei im Graubereich oder einfach Ignoranz gegenüber den Gesetzen möglich sind.

Nichts für ungut, aber du gehörst schon zu einer Gruppe von Leuten, die oben bereits explizit angesprochen waren: Hochqualifizierte Arbeitnehmer, die im Regelfall schon auch ein bestimmtes Maß an Verhandlungsmacht als Einzelperson haben. Wie man in der Umfrage auch sieht sind das tendenziell diejenigen, die heute schon mehr arbeiten und bei dir geht es ja offensichtlich auch, insofern ist die aktuelle Regelung kein zwingender Hinderungsgrund. Aber das ist halt auch nicht die Gruppe, die von der aktuellen Regelung am besten geschützt wird und auch nicht die Gruppe, für die eine Änderung die unschönsten Konsequenzen hätte.

Dass sich das schlecht verallgemeinern lässt sieht man übrigens auch in der Umfrage: Diejenigen, die überwiegend selbst für Kinderbetreuung verantwortlich sind, haben nochmal eine höhere Zustimmung zu einem "Maximum acht Stunden"-Arbeitstag (87% vs. 72%).
Naja, ich glaube, grundsätzlich können wir uns darauf einigen, dass mehr Flexibilität gerade für Familien förderlich ist. Die eigentliche Frage ist: Gewinnen durch so eine Reform eher die Arbeitgeber oder die Arbeitnehmer an Flexibilität und für welche Untergruppen verschlechtert oder verbessert sich der Status quo?

Potentielle Vorteile sehe ich auf beiden Seiten und die Nachteile quasi allein auf Arbeitnehmerseite. Es ist für mich aber unklar, wen genau das in welchem Umfang betrifft. Ein pauschales "jetzt kann Chef dich 12 Stunden schuften lassen" scheint mir recht unplausibel, wenn wir unterstellten, dass es eine effektive Arbeitszeiterfassung und ein unverändertes Wochenlimit gibt.
Insbesondere sehe ich nicht so ganz, dass die Vor- und Nachteile hier so klar zwischen privilegierten und prekären Arbeitsverhältnissen verteilt sind. Das gibt imo auch der Bericht nicht her, wenn man sich die Aufschlüsselung unter den Berufsgruppen anschaut.

Man kann das natürlich alles relativieren, indem man einfach sagt: Solange Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich einig sind, kräht eh kein Hahn danach und im Zweifelsfall wird das Arbeitsrecht mehr als gut gemeinter Ratschlag interpretiert.
Aber wenn das Bedürfnis nach Flexibilität insgesamt zunimmt, gleichzeitig aber der Druck zu einer präzisen Zeiterfassung steigt, dann würde ich schon eher dafür plädieren, dass man die Regeln so gestaltet, dass sie auch quasi alle praktischen Bedürfnisse erfassen. Das scheint mir bei allzu starren Regeln nicht gegeben zu sein.
 
Mitglied seit
31.03.2001
Beiträge
27.425
Reaktionen
602
Aber in beiden Fällen sehe ich nicht, wie ein Umstieg auf Wochen-, statt Tageshöchstarbeitszeit einen Unterschied macht, denn dann würde jeder extra lange Tag bedeuten, dass es auch einen kürzeren Tag gibt - innerhalb einer Woche.
Naja man muss 40 Stunden ja auch nicht zwingend auf 5 Tage verteilen. Du kannst daraus auch sowas wie 4x10 oder im Extremfall gar 3x13 machen, dann bist du bei Gastro oder Einzelhandel vielleicht gleich dafür da den kompletten Tag abzudecken. Sehe jetzt nicht warum da zwingend immer auch kurze Tage bei rum kommen müssen.

Mal davon abgesehen, dass mein Vertrauen darauf, dass dann nicht bald einfach 45 oder 50 Stunden Woche auch eine "Option" ist, extrem gering ist.
 
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Scheint mir alles extrem unrealistisch. Wer soll diese Jobs zu diesen Arbeitsbedingungen denn annehmen? Afaik sind die gesetzlichen Regelungen in manch anderen europäischen Ländern flexibler, ohne dass die Leute sich da reihenweise ins frühe Grab schuften.
 
Mitglied seit
23.11.2004
Beiträge
1.209
Reaktionen
32
Meine Gedanken, obgleich weniger ausgefeilt, gehen in die gleiche Richtung. Eine kleine Lockerung der Arbeitszeitgesetze kann nicht den Untergang des Abendlandes einläuten.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
50.181
Reaktionen
10.457
Wenn gleichzeitig der Kündigungsschutz gelockert und die sozieale Absicherung aufgeweicht wird ist das vielleicht nicht der Untergang des Abendlandes, aber für nicht-privilegierte ne ganz schöne Katastrophe.
 
Mitglied seit
17.10.2006
Beiträge
6.983
Reaktionen
1.293
Ort
Köln
Potentielle Vorteile sehe ich auf beiden Seiten und die Nachteile quasi allein auf Arbeitnehmerseite. Es ist für mich aber unklar, wen genau das in welchem Umfang betrifft. Ein pauschales "jetzt kann Chef dich 12 Stunden schuften lassen" scheint mir recht unplausibel, wenn wir unterstellten, dass es eine effektive Arbeitszeiterfassung und ein unverändertes Wochenlimit gibt.
Insbesondere sehe ich nicht so ganz, dass die Vor- und Nachteile hier so klar zwischen privilegierten und prekären Arbeitsverhältnissen verteilt sind. Das gibt imo auch der Bericht nicht her, wenn man sich die Aufschlüsselung unter den Berufsgruppen anschaut.
Ich bin etwas erstaunt, wie man _nicht_ sehen kann, dass die Vor- und Nachteile ganz klar zwischen privilegierten und prekären Arbeitsverhältnissen unterscheiden. Ich bin grad in verpflichtenden Führungskräfteseminaren bei uns im Betrieb unterwegs. Auf der Ebene privilegierter Arbeitsverhältnisse sind alle eingeführten Werkzeuge und Mechanismen einzig und allein dafür da, die AN-Zufriedenheit zu erhöhen. Arbeitszeiterfassung dient z.B. der Erkennung von Arbeitsüberlastung und aktive Kommunikation mit dem AN, um den Workload zu senken. Wenn du als Unternehmen hochqualifizierte Kräfte suchst, die auch noch weiter speziell ausgebildet werden, dann tust du alles dafür, diese Menschen zu halten.
Wenn du auf der anderen Seite austauschbares Personal und einen Bereich mit extrem hohen Kostendruck hast, dann wird das absolut selbstverständlich zu 12 Std. Schichten führen. Schon alleine, weil viele der betroffenen Berufe doch sowieso schon Personalmangel haben, und ständig Ausfall kompensiert werden muss. Arbeitszeitbetrug wird bei Wochenarbeitszeit auch ungemein leichter als bei maximaler Tagesarbeitszeit.

Ich glaub auch nicht, dass daudrch jetzt Deutschland zugrunde geht, aber können wir den Spieß mal umdrehen und die Unterstützer erklären mal, welchen genauen Vorteil sie darin sehen? Ich kenne wirklich absolut keinen Menschen, der gerne mehr täglich arbeiten würde aber nicht darf und dem dieses Gesetz tatsächlich eine Entlastung bringt. Und irgendwie kann ich auch kein realistisches Beispiel konstruieren.
 
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Wenn du auf der anderen Seite austauschbares Personal und einen Bereich mit extrem hohen Kostendruck hast, dann wird das absolut selbstverständlich zu 12 Std. Schichten führen. Schon alleine, weil viele der betroffenen Berufe doch sowieso schon Personalmangel haben, und ständig Ausfall kompensiert werden muss. Arbeitszeitbetrug wird bei Wochenarbeitszeit auch ungemein leichter als bei maximaler Tagesarbeitszeit.
Warum wird Arbeitszeitbetrug "ungemein leichter"? Ob Betrug möglich ist oder nicht ergibt sich imo daraus, wie zuverlässig die Zeiterfassung ist, wie ernst sie genommen und ob gegebenenfalls ob sie kontrolliert wird. An einer Summe in Excel wirds eher nicht scheitern.
Das andere Argument klingt für mich etwas widersprüchlich: Der Personalmangel ist hoch, darum steigt der Druck auf die Mitarbeiter und plötzlich haben wir 12-Stunden-Tage? Wie soll dieser Mechanismus konkret funktionieren?


Zu den Fällen, wo mehr Flexibilität helfen kann:
- Wie schon erwähnt: klassische Hilfstätigkeiten (Gastro, Logistik, Security) nahe des Mindestlohns, wo der Lohn oft variabel und direkt ans Arbeitsvolumen gekoppelt ist.
- Fragmentierte Arbeit: Klappst du abends zwischen 9 und 11 nochmal den Laptop auf, um was fertig zu machen und trägst es korrekt ein, darfst du theoretisch erst um 10 am nächsten Tag wieder anfangen.
- Peaks für Projekte, Events etc., wo starre 10-Stunden-Obergrenzen (oder auch 48 Stunden pro Woche) eine Einladung zu Mauscheleien sind.
- Auch wenn hier nicht direkt relevant, aber der automatische Abzug von Pausen kann grad bei kürzeren Tagen auch nerven: Du bist nicht nach 5:59 h, sondern 6:15 h fertig? Oh, ups: du hast nur 5:45 gearbeitet.

Ich seh grundsätzlich schon den Sinn von Regulierung, um Arbeitnehmer (im Zweifel auch vor sich selbst) zu schützen, aber wenn die Regulierung so kleinteilig und unflexibel ist, dass sie als Gängelung empfunden wird, dann kann man den Sinn durchaus hinterfragen. Wie gesagt, es ist jetzt ja auch nicht so, dass Deutschland das alleinige Paradies ist und die Arbeitnehmer unserer Nachbarländer neidisch auf uns gucken.
 
Mitglied seit
17.10.2006
Beiträge
6.983
Reaktionen
1.293
Ort
Köln
Warum wird Arbeitszeitbetrug "ungemein leichter"? Ob Betrug möglich ist oder nicht ergibt sich imo daraus, wie zuverlässig die Zeiterfassung ist, wie ernst sie genommen und ob gegebenenfalls ob sie kontrolliert wird. An einer Summe in Excel wirds eher nicht scheitern.
Okay lass es mich so ausdrücken: Arbeitszeiterfassung ist allgemein fehleranfällig, besonders wenn sie von der Leitung nicht ernst genommen wird. Von daher wird Arbeitszeitbetrug dahingehend leichter, dass eben eine Regelung wegfällt, die dabei übergangen werden muss: Die tägliche maximale Arbeitszeit.
Das andere Argument klingt für mich etwas widersprüchlich: Der Personalmangel ist hoch, darum steigt der Druck auf die Mitarbeiter und plötzlich haben wir 12-Stunden-Tage? Wie soll dieser Mechanismus konkret funktionieren?
Na so wie er heute schon in vielen Bereichen wie Pflege und Betreuung funktioniert. Es wäre ja schön, wenn der Personalmangel in den Bereichen zu einer Stärkung der AN-Position führt, tut er aber nicht. Im Gegenteil kann dann eben die gleichzeitige Abhängigkeit der Person von ihrer Stelle und das fehlende Personal dazu führen, dass verpflichtende 12-Stunden Schichten gefahren werden müssen, um den kranken Kollegen auszugleichen.
Zu den Fällen, wo mehr Flexibilität helfen kann:
- Wie schon erwähnt: klassische Hilfstätigkeiten (Gastro, Logistik, Security) nahe des Mindestlohns, wo der Lohn oft variabel und direkt ans Arbeitsvolumen gekoppelt ist.
- Fragmentierte Arbeit: Klappst du abends zwischen 9 und 11 nochmal den Laptop auf, um was fertig zu machen und trägst es korrekt ein, darfst du theoretisch erst um 10 am nächsten Tag wieder anfangen.
- Peaks für Projekte, Events etc., wo starre 10-Stunden-Obergrenzen (oder auch 48 Stunden pro Woche) eine Einladung zu Mauscheleien sind.
- Auch wenn hier nicht direkt relevant, aber der automatische Abzug von Pausen kann grad bei kürzeren Tagen auch nerven: Du bist nicht nach 5:59 h, sondern 6:15 h fertig? Oh, ups: du hast nur 5:45 gearbeitet.
Ich sag's gerne nochmal: Kennst du konkret Personen oder Fälle, die von diesen Einschränkungen betroffen waren? Also z.B. Personen, die in klassischen Hilfstätigkeiten mehr Arbeiten wollten aber nicht durften? Bei dir hat es ja offensichtlich geklappt und die Personen, die ich in solchen Bereichen kenne (Event), arbeiten auch keine klassischen 8-Stunden-Tage. Ich hab auch letztens aufgrund von ner Messe einen 13Std. Tag gehabt. Geht also schon längst alles. Und der Rest, also die minimale Pause zwischen Schichten, Peakzeiten oder der automatische Abzug von Pausen (der übrigens nicht rechtens ist) werden bei allen Beispielen die ich kenne zu Gunsten des ANs bereits ignoriert.
 
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Klar geht das alles - wenn man das Arbeitsrecht ignoriert. Aber das sollte ja wohl nicht Sinn der Sache sein.

In speziellen Bereichen wie Pflege und Erziehung gibts afaik heute schon Sonderregelungen für die Tarifvertragsangleichung und sowas könnte man auch auf die Arbeitszeit erstrecken. Und wenn man schon dabei ist, könnte man direkt die absurden Ausnahmeregelungen für den medizinischen Bereich angehen. Ich frag mich, wie die Diskussion auf Ärzte wirkt, die regelmäßig 24-Stunden-Dienst schieben.

Okay lass es mich so ausdrücken: Arbeitszeiterfassung ist allgemein fehleranfällig, besonders wenn sie von der Leitung nicht ernst genommen wird. Von daher wird Arbeitszeitbetrug dahingehend leichter, dass eben eine Regelung wegfällt, die dabei übergangen werden muss: Die tägliche maximale Arbeitszeit.
Das ist immernoch nicht besonders konkret.
 

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
4.831
Reaktionen
2.940
- Auch wenn hier nicht direkt relevant, aber der automatische Abzug von Pausen kann grad bei kürzeren Tagen auch nerven: Du bist nicht nach 5:59 h, sondern 6:15 h fertig? Oh, ups: du hast nur 5:45 gearbeitet.
Was?
Auch zum Rest deiner Einstellung, aber speziell zu dem Teil.
 
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.356
Reaktionen
1.491
Ich rede von Zeiterfassungssystemen, die dir 30 Minuten Pause automatisch einstellen, wenn du 6 Stunden Arbeitszeit überschreitest.
 
Oben