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US President 2024

Benrath

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Michael Waltz behauptet, er hätte Jeffrey Goldberg nicht in den Chat getan und unterstellt ihm er hätte sich reingehackt. Schöner Seitenhieb noch mit "bottom scum of journalist".

Hier noch der komplette Chat: https://x.com/Shawn_Farash/status/1904876980496970010
wie soll er sich denn da reingehackt haben?

hat schon sowjetischen Züge, dass man auch den größten bullshit glauben soll bzw muss
 
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Selbst wenn sich jemand reingehackt haben soll, spricht das ja nun nicht gerade dafür, dass deren Chat besonders sicher ist. Wenn das ein einfacher Redakteur schafft, was können dann Geheimdienste?
 

Shihatsu

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Der Witz ist: Die benutzen Signal weil das automatisch löscht, wenn man es denn so einstellt. Streng aus dem 2025 Playbook...
 
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Verglichen mit da ist das nicht over, sondern massiv on the rise. Wach auf du Schlafschaf!

:fu:
USA war nie vergleichbar, es war schon immer ein dritte Welt Land.

Löst die Fesseln Deutschlands! Dann ist das hier wieder der absolute Place to Be für Forschung und Entwicklung.

Heute über die Q.Ant GmbH gestolpert. Was ein geiles Unternehmen. DEUTSCHLAND!
 
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Hm, da sind nen paar Posts und mir schien das kontinuierlich von der Gruppeneinladung bis zum Austritt.

Hast Du sonst einen Link zum kompletten Chat?
 

Scorn4

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Hm, da sind nen paar Posts und mir schien das kontinuierlich von der Gruppeneinladung bis zum Austritt.

Hast Du sonst einen Link zum kompletten Chat?
Habe ich nicht.
Es fehlen aber genau die Stellen, an denen besagte Details zu den Luftschlägen kommuniziert werden sowie die Emojis etc
 

Scorn4

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Also mal im Ernst: Zölle bestrafen erstmal nicht den Exporteur, egal ob Land oder Firma, sondern den US-Bürger, der das importierte Produkt kauft. Erst im nachgang wird das Ausland durch fallende Nachfrage getroffen.
Aber wenn die US-Firmen die Preise gar nicht heben dürfen, dann
Dann muss die US-Wirtschaft den gesamten wirftschaftlichen Schaden allein tragen.
Und Europa tanzt lachend auf dem Kadaver dieser Blamage.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Selbst der dümmste Hund rennt beim fünften oder sechsten Mal nicht einfach los, wenn man immer nur antäuscht das Bällchen zu werfen und es nie tut. Nur politische Journalisten sind anscheinend auch bei der tausendsten Behauptung der Trump-Regierung, die völlig aus der Luft gegriffen ist, erstaunt dass jemand einfach so lügen kann. "Reziproke Zölle" und "Währungsmanipulation" durch Handelspartner einfach ausgewürrfelte Zahlen, um die Zölle zu rechtfertigen, die man sowieso haben wollte? wEr HäTtE eS dEnN aHnEn KöNnEn?

 
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Also mal im Ernst: Zölle bestrafen erstmal nicht den Exporteur, egal ob Land oder Firma, sondern den US-Bürger, der das importierte Produkt kauft. Erst im nachgang wird das Ausland durch fallende Nachfrage getroffen.
Aber wenn die US-Firmen die Preise gar nicht heben dürfen, dann
Dann muss die US-Wirtschaft den gesamten wirftschaftlichen Schaden allein tragen.
Und Europa tanzt lachend auf dem Kadaver dieser Blamage.

das setzt erstmal voraus, dass trumpistan grob eine ahnung von dem hätte, was er da treibt. laut trump sind beispielsweise umsatzsteuern in der eu auch als zölle zu bewerten, so kommt er auf die 39% zölle, welche die eu bereits jetzt auf us-produkte erheben würde. darunter sind auch zölle auf vanille und kaffee, von denen die usa offenkundig besonders "viel" selbst herstellt (ja, es sind 0%). d.h. die kompletten lieferketten in die amerikanische wirtschaft hinein werden gerade im rekordtempo in den boden gewalzt. you got trumped!

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FORYOUITERRA

TROLL
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Meine Güte, dann ist da halt ein kleiner redaktioneller Fehler auf der zeichenlimitierten Spaltenbeschriftung aufm Bild.

Wer in den Genuss gekommen ist mit ein bisschen Zusatzgrips ausgestattet zu sein, schaut die Beweggründe direkt an der Quelle nach: https://www.whitehouse.gov/fact-she...trengthen-our-national-and-economic-security/
Und schwupps machen die Zölle wieder mehr als Sinn aus Sicht des Amerikanischen Präsidentens.
 
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haschischtasche

Ährenpenis
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Im nun mit 46% bezollten Vietnam wird übrigens momentan der Großteil der Nintendo Switch 2s gebaut, nachdem es Nintendo während der letzten Trump-Präsidentschaft zu heikel wurde, das alles in China zu machen. :ugly:
 
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Scorn4

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To be fair, die USA behaupted, dass Vietnam die USA um 90% fickt, es werden aber "nur" 46% Gegenzölle erhoben
 

FORYOUITERRA

TROLL
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Ja genau, darum wird auch ne Insel bezollt, auf welcher niemand lebt. Macht Sinn!
Ja, macht es.
President Trump will impose an individualized reciprocal higher tariff on the countries with which the United States has the largest trade deficits. All other countries will continue to be subject to the original 10% tariff baseline.


Offensichtlich wirkt es auch:
Die US-Zölle werden nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zu einer weiteren Produktionsverlagerung in die USA und zum Jobabbau in Deutschland führen. »Wenn die Zölle langfristig bleiben, werden deutsche Autobauer ihre Produktion weiter in die USA verlagern«, sagte der Wirtschaftswissenschaftler den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Trump drängt die Konzerne in die Verluste und saugt die Arbeitsplätze ab.« Er sei »somit für uns wirtschaftlich wahrscheinlich ein größerer Feind als Putin.« (https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...lpaket-a-678a50bf-693f-4b25-a275-f44a2517c5c2)
 
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Gustavo

Doppelspitze 2019
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Selbst der dümmste Hund rennt beim fünften oder sechsten Mal nicht einfach los, wenn man immer nur antäuscht das Bällchen zu werfen und es nie tut. Nur politische Journalisten sind anscheinend auch bei der tausendsten Behauptung der Trump-Regierung, die völlig aus der Luft gegriffen ist, erstaunt dass jemand einfach so lügen kann. "Reziproke Zölle" und "Währungsmanipulation" durch Handelspartner einfach ausgewürrfelte Zahlen, um die Zölle zu rechtfertigen, die man sowieso haben wollte? wEr HäTtE eS dEnN aHnEn KöNnEn?


Vielleicht das Geilste an der Geschichte: Ein Sprecher des Weißen Hauses hat bestritten, dass sie die Zölle nach der Methode (Exporte minus Importe geteilt durch Exporte und dann das ganze halbieren = "Handelsschranken") berechnet haben, die der Tweet den ich verlinkt habe beschreibt. Stattdessen hätten sie folgende, hochwissenschaftliche Methode angewendet:


Wenn man auf den Link klickt sieht man, dass epsilon und phi (beides länderunabhängige Konstanten in einer Gleichung, die länderspezifische Zölle darstellen soll!) einfach auf 4 und 0.25 festgesetzt wurden. Was dann bleibt, wenn man die Konstanten vor den Bruch zieht: Exporte minus Importe geteilt durch Exporte. Mal 0.5 vor dem Bruch. :ugly:
 
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das ist so grotesk... echt zum Weinen


aber zurück zum Thema: es kann halt trotzdem funktionieren und die Firmen bewegen mehr in USA herzustellen. Besonders doof für exportstarke Länder wie Deutschland, oder? Gleichzeitig importieren wir gleichzeitig massig digitale services, die Trump natürlich außen vor lässt, weil wir da nix vernünftiges selbst haben.
 
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Im nun mit 46% bezollten Vietnam wird übrigens momentan der Großteil der Nintendo Switch 2s gebaut, nachdem es Nintendo während der letzten Trump-Präsidentschaft zu heikel wurde, das alles in China zu machen. :ugly:
Zu heikel oder weil China mittlerweile zu teuer ist? Samsung und Apple sind mittlerweile auch in vietnam.
 

Shihatsu

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das ist so grotesk... echt zum Weinen


aber zurück zum Thema: es kann halt trotzdem funktionieren und die Firmen bewegen mehr in USA herzustellen. Besonders doof für exportstarke Länder wie Deutschland, oder? Gleichzeitig importieren wir gleichzeitig massig digitale services, die Trump natürlich außen vor lässt, weil wir da nix vernünftiges selbst haben.
Joa, Dienstleistungen hat Donny ja ganz bewusst ignoriert, von der Leyen hat da schon was vorbereitet - wenn das kommt lach ich mich tot.
 

haschischtasche

Ährenpenis
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Zu heikel oder weil China mittlerweile zu teuer ist? Samsung und Apple sind mittlerweile auch in vietnam.
Weil (gefühlte) 70% des rep. Wahlkampfes 2016 daraus bestanden, dass Trump CHINARR mit drei Silben geschrien hat und ankündigte, dass es da deftige Zölle wegen Handelsdefizit geben wird.
(Getroffen haben die Zölle die dann irgendwann kamen soweit ich weiß allerdings quasi niemanden in dem Sektor für kleine Konsumentgeräte. 10% auf Alu wenn man irgendwo 'nen Kühlkörper drin hat… Ging da bisher primär um Autobatterien, Waschmaschinen und Solarpanels. Aber wusste halt niemand, weil Trump. 🙃)
 

parats'

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Vielleicht das Geilste an der Geschichte: Ein Sprecher des Weißen Hauses hat bestritten, dass sie die Zölle nach der Methode (Exporte minus Importe geteilt durch Exporte und dann das ganze halbieren = "Handelsschranken") berechnet haben, die der Tweet den ich verlinkt habe beschreibt. Stattdessen hätten sie folgende, hochwissenschaftliche Methode angewendet:


Wenn man auf den Link klickt sieht man, dass epsilon und phi (beides länderunabhängige Konstanten in einer Gleichung, die länderspezifische Zölle darstellen soll!) einfach auf 4 und 0.25 festgesetzt wurden. Was dann bleibt, wenn man die Konstanten vor den Bruch zieht: Exporte minus Importe geteilt durch Exporte. Mal 0.5 vor dem Bruch. :ugly:
Dachte immer Satire muss gekennzeichnet werden.
 
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aber zurück zum Thema: es kann halt trotzdem funktionieren und die Firmen bewegen mehr in USA herzustellen. Besonders doof für exportstarke Länder wie Deutschland, oder? Gleichzeitig importieren wir gleichzeitig massig digitale services, die Trump natürlich außen vor lässt, weil wir da nix vernünftiges selbst haben.

Unklar ob da was passiert. Tendentiell eher nicht.

1. Niemand wird neu in USA produzieren, um von dort aus zu exportieren. Dafür sind USA zu teuer und Gegenmassnahmen sind zu erwarten. Zölle sind ja künftig beidseitig.
2. Das bedeutet es lohnt sich erst einmal nur die letzte Stufe in USA zu produzieren. Das bedeutet dann aber man muss alle Teile nach USA importieren und dann dort zusammensetzen. Die einzelnen Teile produziert ja aktuell keiner in USA, die muss man eh im Ausland kaufen. Auf alle Teile fallen Zölle an. D.h. das Delta ist nur der Zoll zwischen Transferpreis auf dem Endprodukt (vor Händlermarge) und dem Einkaufspreis aller Einzelteile. Ob sichs dafür dann lohnt die Produktion rüberzuschieben kommt sicher aufs einzelne Produkt an, aber das wird bei den allerwenigsten Produkten der Fall sein.

Machen wir mal nen Beispiel mit nem fiktiven Auto für 50'000 USD Verkaufspreis in USA ohne MWST.

1. Nehmen wir an das wird für 40'000 USD importiert und 10'000 sind Handelsmarge. Also bei 30% Zöllen, fallen jetzt dann 12'000 USD Zoll an.
2. Nehmen wir an alle Teile kosten 30'000 USD. Das heisst wenn jetzt die Fabrik nach USA gesetzt wird und man dann die Teile importiert, dann haben sie noch 9'000 USD Zoll, sparen also 3'000 USD. Auf den 50'000 USD fürs Auto, macht das jetzt auch nicht die Welt aus. Dafür wird es sich kaum lohnen, Fabriken zu versetzen. Bei Neubauten ists vielleicht ne Überlegung, die Wettbewerbsnachteile der USA sind aber auch substantiell.

Richtig lohnen in USA zu produzieren tut es erst, wenn dann auch alle Vorstufen dort sind. Das passiert aber sicher nicht schnell, sowas braucht Jahrzehnte, zumal viele Vorstufen an einem Ort für den globalen Markt produziert werden. Da hat jetzt keiner Bock auf die Skaleneffekte zu verzichten und in jedem Handelsraum neue Fabriken zu bauen wegen nem 4-Jahres Präsidenten.

Was ich als grösseren Effekt sehe, ist dass Firmen die eh schon viele Vorstufen in USA haben stark profitieren. Im Autobereich ist Tesla sicherlich riesiger Profiteur, da sie tief vertikal innerhalb der USA integriert sind und damit die vollen 30% als Kostenvorteil kriegen.

Dass sich aber wirklich viel schiebt ist erstmal unwahrscheinlich. Vielleicht über Jahrzehnte, wenn dann Stück für Stück Wertschöpfungsstufe nach Wertschöpfungsstufe rübergeht, aber wer weiss schon was in 4 Jahren (oder auch in 4 Tagen ist).

Was Trump halt auch nicht so ganz checkt ist, dass die Effekte die er sich wünscht, nur passieren wenn der langfristige Planungshorizont entsprechend angepasst ist.

D.h. wenn Mercedes weiss, dass in 5 Jahren Zölle kommen, die dann 20 Jahre bestehen, setzen sie ihre nächste Fabrik vielleicht nach USA.

Wenn aber nächste Woche Zölle kommen, die vielleicht in 4 Wochen wieder weg sind (da die Länder verhandeln) und recht wahrscheinlich in 5-10 Jahren wieder weg sind, dann bewegt sich dafür überhaupt niemand und das geht einfach nur auf die Konsumentenpreise drauf.
 
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Scorn4

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Unklar ob da was passiert. Tendentiell eher nicht.

1. Niemand wird neu in USA produzieren, um von dort aus zu exportieren. Dafür sind USA zu teuer und Gegenmassnahmen sind zu erwarten. Zölle sind ja künftig beidseitig.
2. Das bedeutet es lohnt sich erst einmal nur die letzte Stufe in USA zu produzieren. Das bedeutet dann aber man muss alle Teile nach USA importieren und dann dort zusammensetzen. Die einzelnen Teile produziert ja aktuell keiner in USA, die muss man eh im Ausland kaufen. Auf alle Teile fallen Zölle an. D.h. das Delta ist nur der Zoll zwischen Transferpreis auf dem Endprodukt (vor Händlermarge) und dem Einkaufspreis aller Einzelteile. Ob sichs dafür dann lohnt die Produktion rüberzuschieben kommt sicher aufs einzelne Produkt an, aber das wird bei den allerwenigsten Produkten der Fall sein.

Machen wir mal nen Beispiel mit nem fiktiven Auto für 50'000 USD Verkaufspreis in USA ohne MWST.

1. Nehmen wir an das wird für 40'000 USD importiert und 10'000 sind Handelsmarge. Also bei 30% Zöllen, fallen jetzt dann 12'000 USD Zoll an.
2. Nehmen wir an alle Teile kosten 30'000 USD. Das heisst wenn jetzt die Fabrik nach USA gesetzt wird und man dann die Teile importiert, dann haben sie noch 9'000 USD Zoll, sparen also 3'000 USD. Auf den 50'000 USD fürs Auto, macht das jetzt auch nicht die Welt aus. Dafür wird es sich kaum lohnen, Fabriken zu versetzen. Bei Neubauten ists vielleicht ne Überlegung, die Wettbewerbsnachteile der USA sind aber auch substantiell.

Richtig lohnen in USA zu produzieren tut es erst, wenn dann auch alle Vorstufen dort sind. Das passiert aber sicher nicht schnell, sowas braucht Jahrzehnte, zumal viele Vorstufen an einem Ort für den globalen Markt produziert werden. Da hat jetzt keiner Bock auf die Skaleneffekte zu verzichten und in jedem Handelsraum neue Fabriken zu bauen wegen nem 4-Jahres Präsidenten.

Was ich als grösseren Effekt sehe, ist dass Firmen die eh schon viele Vorstufen in USA haben stark profitieren. Im Autobereich ist Tesla sicherlich riesiger Profiteur, da sie tief vertikal innerhalb der USA integriert sind und damit die vollen 30% als Kostenvorteil kriegen.

Dass sich aber wirklich viel schiebt ist erstmal unwahrscheinlich. Vielleicht über Jahrzehnte, wenn dann Stück für Stück Wertschöpfungsstufe nach Wertschöpfungsstufe rübergeht, aber wer weiss schon was in 4 Jahren (oder auch in 4 Tagen ist).

Was Trump halt auch nicht so ganz checkt ist, dass die Effekte die er sich wünscht, nur passieren wenn der langfristige Planungshorizont entsprechend angepasst ist.

D.h. wenn Mercedes weiss, dass in 5 Jahren Zölle kommen, die dann 20 Jahre bestehen, setzen sie ihre nächste Fabrik vielleicht nach USA.

Wenn aber nächste Woche Zölle kommen, die vielleicht in 4 Wochen wieder weg sind (da die Länder verhandeln) und recht wahrscheinlich in 5-10 Jahren wieder weg sind, dann bewegt sich dafür überhaupt niemand und das geht einfach nur auf die Konsumentenpreise drauf.
Vor allem ist eine Umsiedlung in die USA problematisch, weil man seine Lieferkette nicht mitnehmen kann. Das passt doch alels vorn und hinten nicht.
 
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die chinesen versuchen sich ja schon seit einigen jahren im rahmen des möglichen von den u.s.a. zu entkoppeln und bereiten sich auf einen wirtschaftskrieg vor, aber vermutlich hätte sich nicht einmal der linientreueste apparatschik in der kp ausmalen können, dass trump freiwillig einen simultanwirtschaftskrieg mit der ganzen welt entfachen würde. einfach krank, was momentan abgeht.
 
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laut faz ist USA bisher immer damit auf die Fresse gefallen:
Durch den Bürgerkrieg verschlechterte sich die Finanzlage der Bundesregierung, sodass sie begann, neue Verbrauchsteuern zu erfinden. Der Anteil der Zölle sank auf immer noch hohe 50 Prozent an den Staatseinnahmen.
Die Diskrepanz zwischen den Nord- und Südstaaten offenbarte sich aufs Neue im Jahr 1890. Damals setzte der einflussreiche Kongressabgeordnete aus Ohio William McKinley als Vorsitzender des mächtigen „Ways and Means“-Ausschusses eine kräftige Zollerhöhung auf durchschnittlich 49 Prozent auf nahezu alle importierten Waren durch. Das entsprach der Linie der Partei.

Die Republikaner hatten triftige Gründe: Sie kamen aus Amerikas jungen Industrieregionen Ohio, Illinois, New York, Massachusetts oder Pennsylvania. Die Produktionsstandorte litten besonders unter der Konkurrenz aus England, wo die industrielle Revolution früher Fahrt aufgenommen hatte, sagt Douglas Irwin, Wirtschaftshistoriker an der Dartmouth-Universität. Demokratische Politiker dagegen vertraten die Südstaaten, die Baumwolle und Tabak in die ganze Welt lieferten und deshalb dem Freihandel gewogen waren.

Die Folgen der hohen Zölle waren gravierend: Kanada und Deutschland belegten US-Agrargüter mit hohen Zöllen als Vergeltung. Die Preise für Textilien, Zucker und andere Güter in den USA wurden teurer wegen der direkten Folgen der Importzölle und weil amerikanische Produzenten die geringe ausländische Konkurrenz nutzten, um Preise zu erhöhen. Die Zölle trugen überdies zu einer Finanzkrise bei. Die Republikaner bekamen bei den nächsten Kongresswahlen die Quittung, überdies löste ein Demokrat den republikanischen Präsidenten ab.

Eine Zoll-Phase fasziniert Trump besonders​

Es gab noch eine Folge, die überraschende Parallelen zu heute aufweist. Einige amerikanische Politiker spekulierten darauf, dass die Zölle Kanada so aushungern würden, dass sich das Land freiwillig annektieren lassen würde. Stattdessen suchte das Land die Nähe zu Großbritannien. McKinley selbst distanzierte sich später als Präsident von den hohen Zöllen, weil er sah, dass die amerikanische Industrie mit schnell wachsender Produktionskapazität auf ausländische Märkte setzte, die verschlossen blieben, solange die USA selbst hohe Handelsbarrieren aufrechterhielten.
Die Phase hatte Trumps Aufmerksamkeit geweckt, weil in ihr hohe Zölle und kräftiges Wirtschaftswachstum zusammenfielen. Laut Irwin heißt das aber nicht, dass der Zusammenhang kausal ist. Die Wirtschaftsdynamik ging eher auf die gewaltige Einwanderungswelle zurück. Wachstum beflügelnde Produktivitätsfortschritte verzeichnete eher der Dienstleistungssektor, der von Zöllen nicht geschützt wurde, so Irwin.
 
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Trumps Zölle sind eine absolute Katastrophe die flächendeckend nur Verlierer produziert. Machen wir ein plastisches Beispiel und nehmen dazu den großen amerikanischen Sportartikelhersteller NIKE.

Nachdem Trump seine Zolltiraden verkündete ging der Börsenkurs des Unternehmens auf Talfahrt und verlor noch während der Show im Weißen Haus über 13%.
Nike beschäftigt direkt und vor allem über Lohnnähereien über 450.000 Mitarbeiter in Vietnam, welche unteranderem Nike-Produkte anfertigen und welche nun mit einem 46% Zolltarif belegt werden. Der geneigte MAGA-Fan fordert nun, dass NIKE doch bitte seine Produkte einfach in den USA anfertigen soll. Aus Amerika, für Amerika, amirite?

Wir rechnen es durch. Laut diverser Internetquellen verdient der durchschnittliche Lohnnäher für Nike in Vietnam rund 150-250$ pro Monat, zu Rechenzwecken legen wir uns mal auf 200$ im Monat fest.
Der günstigste Arbeiter in den USA (Mindestlohn von 7,25$/h, 40,5h Woche im Schnitt) kostet das Unternehmen rund 1.272$ im Monat. Minimum. Das ist ein Faktor von 6,35.
Jetzt sind Polyesterleibchen und Plastikschuhe kein hochwertiges technologisches Gut, wo Personalkosten vernachlässigbar sind, sondern tendenziell hart umkämpfte Massenware auf Ramschniveau.
Von möglichen verschärften Umweltauflagen in den US ggü. SOA hab ich noch gar nicht angefangen.

Nike ist nun in einer Lose-Lose-Situation, wo die kleinste Kröte, die sie schlucken werden müssen, jene ist, dass sie schlicht die Zölle an die amerikanischen Kunden durchreichen, da die Konkurrenz ja ebenfalls in Süd-Ost-Asien produziert und ebenfalls von den Zöllen betroffen sein wird. Der Verlierer ist in jedem Fall der amerikanische Kunde, der schlicht mehr bezahlt und keinen einzigen Job erhalten wird.

Eine Produktion in den USA ist ausgeschlossen, da schlicht zu teuer um die Margen und den Kundenstamm bei aktuellem Branding zu halten, eine Verlagerung in ein anderes asiatisches Land aufwendig und kostspielig, was ebenfalls die Marge und den Aktienkurs drücken wird.

Summasummarum verlieren alle.
- Die amerikanischen Konsumenten weil ihre Produkte teurer werden und sie zu 99,9% keinen einzigen Arbeitsplatz in der Textil-Produktion dazugewinnen werden.
- Nike Inc., da sie je nach Strategie, weniger Marge (gleiche Preise), niedrigere Absatzzahlen (höhere Preise durch Tarifdurchreichung), hohe Investitionen (Verlagerung Produktion in ein anderes., billigeres Land) und somit insgesamt einen niedrigeren Börsenwert haben werden.
- ggf. die amerikanischen Overhead-Mitarbeiter bei Nike in Oregon, da ggf. Stellen wegen schlechterer Geschäfte in der Verwaltung abgebaut werden.
- Die Vietnamesen, weil die Tarife auf den Export drücken, was ggf. Arbeitsplätze kostet.

Es ist ein Desaster
 
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Immerhin wandert das Geld der Konsumenten als Zolleinnahme an den Staat.
Wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen.
 

haschischtasche

Ährenpenis
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Keine Sorge Jungs, das Geld dass der Gesamtvolkswirtschaft durch die Zölle flöten geht holt er doch mit der Gold Card locker wieder rein.



Und via Geniestreich hier keine Standardgröße zu verwenden, holt man noch etwas extra raus mit der Produktion spezieller Portemonnaiesonderanfertigungen, die ein Fach haben, in das diese überdimensionierte Karte dann auch reinpasst. Knicken wird noch durch EO illegal gemacht.
 
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