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US President 2024

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Was ist das denn für ein post?
Btw. deren Verfassung ist sogar noch 11 Jahre älter.

Die Republikanische Partei legt seit 40 Jahren wert darauf, nur Richter zu nominieren, die Gesetze so auslegen wie man die Gesetze zu dem Zeitpunkt verstanden hat, als sie beschlossen worden sind. Glaubst du irgendwer im Jahr 1798 hätte "Menschen aus armen Regionen flüchten sich in unser Land" als "Krieg" gegen die USA gedeutet? Dann hätte nämlich halb Europa die ersten 130 Jahre seit der Staatsgründung gegen die USA "Krieg" geführt.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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das letzte mal als ich nachgeschaut habe, war trump republikaner. bin also mal gespannt was dabei rauskommt. nationale sicherheit ist jedenfalls ein totschlag argument.
edit: hi gustavo, look, a duck! https://www.bbc.com/news/articles/cp9yv1gnzyvo

Was soll hier dein Argument sein? Wenn der Präsident die Rechtsprechung der Gerichte ignoriert wird es dadurch legal oder was?

€dit: Diese Geschichte hier hat übrigens exakt denselben Tenor. Zugegeben: "Brown University Professor Is Deported Despite a Judge's Order" könnte man durchaus noch unter "das ist eben, wofür die Amerikaner im November gestimmt haben" subsumieren, allerdings mit der Einschränkung dass Brown hier lediglich der Name der Universität ist. :deliver:
 
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was auch erschreckend ist, dass die Demokraten so unbeliebt wie noch nie sind:
Während der neue republikanische US-Präsident die Schlagzeilen dominiert, rutschen die Demokraten in Umfragen nach der Wahl immer weiter ab. In der jüngsten Erhebung im Auftrag des Nachrichtensenders »CNN « kommen sie nur auf 29 Prozent Zustimmung – ein absoluter Tiefstwert seit Beginn der Befragung im Jahr 1992, so der Sender. Der Republikaner erreichten 36 Prozent.
[...]
Ein weiterer wunder Punkt in der Partei ist deren derzeitige Führungslosigkeit. Auf eine offene Frage nach der oder dem möglichen neuen Parteivorsitzenden gaben 30 Prozent der Befragten keine Namen an. Zehn Prozent nannten die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez, neun Prozent waren für die gescheiterte Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris und acht Prozent für den unabhängigen linken Senator Bernie Sanders.

bis auf den kurzen Versuch, den Haushalt zu blockieren, kriegt man nicht mehr viel von den Demokraten mit. Vor paar Wochen noch ein Meinungsartikel, dass außer "gotcha" "fingerzeig" von der Opposition nichts kommt.
 

Das Schaf

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was auch erschreckend ist, dass die Demokraten so unbeliebt wie noch nie sind:


bis auf den kurzen Versuch, den Haushalt zu blockieren, kriegt man nicht mehr viel von den Demokraten mit. Vor paar Wochen noch ein Meinungsartikel, dass außer "gotcha" "fingerzeig" von der Opposition nichts kommt.
Ich glaube die sortieren sich.
Aber vor allem: was willst du denn jetzt machen ohne dass das in der aufgeregtheit sofort voll untergeht.
Ich meine abwarten was passiert und sich die reps selbst zerstören lassen ist gar nicht so doof.
Wenn die dems was versuchen zu blockieren oder ähnliches dann ist das nur Futter für die trumps
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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was auch erschreckend ist, dass die Demokraten so unbeliebt wie noch nie sind:


bis auf den kurzen Versuch, den Haushalt zu blockieren, kriegt man nicht mehr viel von den Demokraten mit. Vor paar Wochen noch ein Meinungsartikel, dass außer "gotcha" "fingerzeig" von der Opposition nichts kommt.

Die Demokraten sind die Minderheit im House und im Senat. Die einzige Kompetenz, die sie aktuell noch haben, ist nicht-budgetrelevante Gesetze zu blockieren. Mir fehlt die Fantasie mir vorzustellen, wie sie es da groß in die Nachrichten schaffen sollen. Wenn sie wirklich den Haushalt blockiert hätten hätte das Trump (legale) Möglichkeiten geschaffen wahllos zu kürzen.

Die 29% sind btw auch praktisch vollständig auf den Effekt zurückzuführen. Ich weiß nicht, warum sich niemand die crosstabs anschaut, aber dort sieht man es relativ deutlich: Leute, die Party ID mit republikanisch oder lean republican angeben unterstützen die eigene Partei 79/10 und lehnen die Demokraten 7/85 ab. Demokraten dagegen unterstützen die eigene Partei nur 63/23 und lehnen die Republikaner 5/87 ab. Der Unterschied sind die Demokraten, die mit ihrer eigenen Partei unzufrieden sind.
 

Scorn4

Servitor
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irgendwie schon kein schocker mehr.
Naja Trump hat sich schon deutlich gegen DEI ausgesprochen, da ist er doch voll konsequent. Gibt doch bestimmt genug weiße Medol of Honor Veterans, da muss man ja jetzt den nicht zeigen, nur weil er zufällig schwarz ist? [/troll]
 
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Da muss Gustavo wohl aufpassen oder hoffen, dass die nicht das forum kennen oder hoffen dass Deutschland Spitzenforscher nach Deutschland holt.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Da muss Gustavo wohl aufpassen oder hoffen, dass die nicht das forum kennen oder hoffen dass Deutschland Spitzenforscher nach Deutschland holt.

Es gibt eine nicht unbeträchtliche Menge an Kram im Internet mit meinem richtigen Namen, wo ich (anhand von eigenen Forschungsergebnissen) das System Strafjustizsystem in den USA als Schande für das Land bezeichne, insofern ginge es mir so oder so an den Kragen, wenn sie danach forschen. Auf der Haben-Seite: Ich bin weiß. :deliver:
 

parats'

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Du könntest aber auch zu einer renomierten Bundeswehruniversität übersiedeln. :troll:
 
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bin zu den gedankengängen interessiert und ob wealth irgendwas bei ihm getriggert hat.


durchaus vorstellbar als nächster move.

ansonsten: ohne quellenbezug, welche news klingt nach postillon?
 
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FORYOUITERRA

TROLL
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widersetzen ist nun schon hart falsch formulierte stimmungsmache. das weiße haus hat doch kommentiert, dass es da eine überschneidung gab und die gesetze ansonsten natürlich beachtet werden.
mal locker bleiben, als ob die leute da alle mitmachen würde. und eine dritte amtszeit steht auch nicht zur debatte, da es deren verfassung nicht erlaubt. also ja, der spuk ist natürlich nach 4 jahren vorbei. /gustavo
 
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Mal ne ernsthafte Frage an @Gustavo


In USA bringt die Trump Administration gerade die Argumentation, dass ein einzelner Bezirksrichter nicht auf Bundesebene den Präsidenten übersteuern kann.

Losgelöst von den inhaltlichen Themen klingt das im ersten Moment noch plausibel und ich hab noch nirgends ne stabile Gegenmeinung gehört. Die schiessen normalerweise inhaltlich gegen Trump, aber nicht unbedingt staatstheoretisch. Als Experte für das Rechtssystem da drüben, wie siehst Du das?

Wenn ichs mir so überlege, bräuchte es eigentlich einen Instanzenzug auf Bundesebene. Kann ja nicht alles vorn Supreme Court, aber, dass es in nen beliebigen Bezirk läuft macht auch keinen Sinn.
 
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aber schon ein paar perlen dabei:

A few minutes later, the “Michael Waltz” account posted a lengthy note about trade figures, and the limited capabilities of European navies. “Whether it’s now or several weeks from now, it will have to be the United States that reopens these shipping lanes. Per the president’s request we are working with DOD and State to determine how to compile the cost associated and levy them on the Europeans.”
The account identified as “JD Vance” addressed a message at 8:45 to @Pete Hegseth: “if you think we should do it let’s go. I just hate bailing Europe out again.” (The administration has argued that America’s European allies benefit economically from the U.S. Navy’s protection of international shipping lanes.)
The user identified as Hegseth responded three minutes later: “VP: I fully share your loathing of European free-loading. It’s PATHETIC. But Mike is correct, we are the only ones on the planet (on our side of the ledger) who can do this. Nobody else even close. Question is timing. I feel like now is as good a time as any, given POTUS directive to reopen shipping lanes. I think we should go; but POTUS still retains 24 hours of decision space.” At this point, the previously silent “S M” joined the conversation. “As I heard it, the president was clear: green light, but we soon make clear to Egypt and Europe what we expect in return. We also need to figure out how to enforce such a requirement. EG, if Europe doesn’t remunerate, then what? If the US successfully restores freedom of navigation at great cost there needs to be some further economic gain extracted in return.”
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Mal ne ernsthafte Frage an @Gustavo


In USA bringt die Trump Administration gerade die Argumentation, dass ein einzelner Bezirksrichter nicht auf Bundesebene den Präsidenten übersteuern kann.

Losgelöst von den inhaltlichen Themen klingt das im ersten Moment noch plausibel und ich hab noch nirgends ne stabile Gegenmeinung gehört. Die schiessen normalerweise inhaltlich gegen Trump, aber nicht unbedingt staatstheoretisch. Als Experte für das Rechtssystem da drüben, wie siehst Du das?

Wenn ichs mir so überlege, bräuchte es eigentlich einen Instanzenzug auf Bundesebene. Kann ja nicht alles vorn Supreme Court, aber, dass es in nen beliebigen Bezirk läuft macht auch keinen Sinn.


Schwierige Frage. Das Problem ist aber ein bisschen inhärent in der Tatsache, dass es einen Instanzenzug gibt: Für Bundesrecht (was immer ist, worum es bei diesen Fällen geht) gibt es drei Instanzen, nämlich District (das ist immer ein Staat oder ein Teil eines Staates für größere Staaten), Appeals (das sind mehrere Staaten zusammengefasst) und dann den Supreme Court als letzte Instanz. Was das angeht sind die meisten Gerichtssysteme der Welt in föderalen Systemen so aufgebaut: Bundesgerichte (im Sinne von: "Gerichte, deren Entscheidungen bundesweit richtungsweisend sind") gibt es in der Regel nur in einer Instanz*. Der Supreme Court ist explizit als appellate court angelegt, d.h. bis auf ganz wenige Ausnahmen (bspw. Klagen von zwei Staaten gegeneinander) gibt es keine Fälle die originär in erster Instanz vom Supreme Court verhandelt werden, insofern braucht es ein abschließendes Urteil eines district courts, selbst wenn (was selten ist) die appeals court-Ebene übersprungen wird, bevor der Supreme Court überhaupt tätig werden kann. Gleichzeitig können district courts aber eigentlich nur für ihren eigenen district verbindlich Recht sprechen, weil ihre Jurisdiktion eben nur so weit reicht. Andererseits wäre es aber auch nicht praktikabel, einfach zu sagen der Supreme Court kriegt originäre Jurisdiktion für alle Fälle, bei denen die Bundesregierung agiert, weil wir da von zehntausenden Fällen jedes Jahr reden und der Supreme Court ist eher für 80 bis 100 pro Jahr ausgelegt.

Insofern ist das aktuelle System vermutlich schon das sinnvollste: District Courts entscheiden mit nationaler Gültigkeit, aber ob die Entscheidungen unmittelbar in Kraft treten (oder erst, wenn die oberen Instanzen sie kontrollieren konnten) wird von Fall zu Fall entschieden. Das System ist auf jeden Fall anfällig, bspw. weil man sich bei bestimmten Sachverhalten sehr gezielt aussuchen kann, wo man klagt (weil man dort sehr wohlwollende Richter vermutet), aber ich sehe keine gangbare Alternative dazu. Gerade bei Fällen, die geografisch nicht zuzuordnen sind und in denen Konsequenzen eintreten die nicht reversibel sind, geht es einfach nicht anders als dass einzelne Bundesrichter erst mal für die gesamten USA entscheiden. Der Supreme Court wäre damit überfordert sie alle anzunehmen, aber zu sagen "im Zweifelsfall kann die Regierung machen was sie will und Gerichte können das im Nachhinein immer noch kassieren" ist einfach offensichtlich nicht wahr: Regierungen treffen regelmäßig Entscheidungen, die nicht reversibel sind. Wenn man ernsthaft an einer "good governance" Reform interessiert wäre könnte ich evtl. festlegen, dass unter bestimmten Bedingungen nicht ein einzelner Richter am district court (wie es dort üblich ist) entscheidet, sondern ein panel aus mehreren Richtern (wie es am appeals court üblich ist). Aber das würde das Grundproblem natürlich auch nicht lösen und wäre von Republikanern wohl auch so nicht gewollt, weil das ihre eigenen rechtlichen Möglichkeiten einschränken würde, immer wieder zu denselben Gerichten zu gehen und dieselben radikalen Richter zu bekommen, die dann Urteile in ihrem Sinn fällen, welche ebenfalls nationale Gültigkeit beanspruchen.









*respektive zwei, wenn man Verfassungsgerichte als Revisionsinstanz sehen will, was aber weder rechtsdogmatisch noch tatsächlich wirklich sinnvoll ist
 
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Danke Gustavo für die ausführliche Erklärung.

Ich mag Deine Idee Panels zu formen, also bei Fragen von nationaler Reichweite kommen zum Beispiel 5 District Court Richter zusammen und entscheiden gemeinsam.

Ich finde es auch stossend, dass der Kläger den District frei aussuchen kann, damit gehen beide Seiten immer zu den extremsten und alles kann lahmgelegt werden. Da könnte man sich doch auch vorstellen, dass die Klage zentral eingereicht werden muss und dann werden die Richter zugelost. Quer übers Land, mit gemischten Panels sollte das dann doch zumindest wieder ein wenig moderater rauskommen.
 

Benrath

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Auf der anderen Seite sind Executive Orders, direkt wirksam und werden sonst nicht mehr abgestimmt. Da finde ich es wichtig, dass man als Bürger recht einfach gegen Klagen kann.
Trump ist da auch weit vorne mit schlecht gemachten EOs, die eingefangen werden müssen. Es steht ihm Frei mit Mehrheit im Haus und Senat Gesetze zu machen.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Danke Gustavo für die ausführliche Erklärung.

Ich mag Deine Idee Panels zu formen, also bei Fragen von nationaler Reichweite kommen zum Beispiel 5 District Court Richter zusammen und entscheiden gemeinsam.

Ich finde es auch stossend, dass der Kläger den District frei aussuchen kann, damit gehen beide Seiten immer zu den extremsten und alles kann lahmgelegt werden. Da könnte man sich doch auch vorstellen, dass die Klage zentral eingereicht werden muss und dann werden die Richter zugelost. Quer übers Land, mit gemischten Panels sollte das dann doch zumindest wieder ein wenig moderater rauskommen.


Nur zur Klarstellung: Auch district courts haben nicht nur einen Richter, sondern viele. Viele district courts sind nochmal in kleinere Subeinheiten unterteilt, die jeweils nur von bestimmten Richtern besetzt werden, aber prinzipiell soll es eigentlich eine Randomisierung geben, damit man nicht schon im Vorhinein weiß welchen Richter man bekommt*. Panels würde dann bedeuten, mehrere Richter aus demselben district court über Fälle entscheiden zu lassen. Die Möglichkeit gibt es allerdings fakultativ jetzt schon, sie wird nur sehr selten genutzt. Ich nehme an daran wird sich aus Eigenantrieb der Judikative auch nichts ändern, weil man damit der Regierung quasi signalisieren würde dass man ihre Kritik als legitim ansieht und selbst daran zweifelt, ob ein einzelner Richter das ganze Land binden kann. Dazu kommt, dass man bei appeals an die mittlere Instanz auch eine Revision en banc beantragen kann, wo dann statt des üblichen Panels aus drei Richtern am appeals court alle aktiven Richter des jeweiligen appeals court stimmberechtigt sind. Die Möglichkeit wird auch nicht selten genutzt.
D.h. viele solche Möglichkeiten gibt es schon, aber ich vermute sie würden in den Fällen die die Trump-Regierung aktuell verfolgt nicht wirklich etwas ändern, einfach weil die Regierung rechtlich so abstruse Argumentationen verfolgt. Aktuell argumentieren sie, sie könnten dem Bundesrichter am district court in DC, der über die Abschiebeflüge der Venezolaner entschieden hat, keine Auskunft darüber geben wann die Flüge abgehoben sind, weil das "Staatsgeheimnisse" beeinträchtigen würde. Normalerweise folgt aus einer solchen Behauptung dass man dem Richter eine nicht-öffentliche Erklärung liefert, inwiefern die nationale Sicherheit davon beeinträchtigt wäre, wenn diese Informationen im Zug einer Gerichtsverhandlung öffentlich werden, aber selbst das verweigert die Trump-Regierung. Mit anderen Worten das Gericht hat nach Ansicht der Regierung nicht nur kein Recht darauf, über ein Thema zu verhandeln, weil Staatsgeheimnisse betroffen sind, sondern hat nicht mal ein Recht sich selbst zu vergewissern, dass es tatsächlich um Staatsgeheimnisse geht. Timothy Snyder hat es treffend beschrieben bzgl. dieser Fälle: Wenn es keine rechtliche Garantie auf "due process" für Ausländer gibt, dann gibt es auch keine Garantie auf due process für Bürger, denn wenn die Regierung sagt man ist Ausländer und hat dagegen keine rechtliche Handhabe dann kann eine Regierung auch einfach Bürger einkassieren, sagen sie wären Ausländer und dagegen kann man sich dann nicht wehren.





*der Trick, den bestimmte Interessengruppen angewendet haben, war immer in derselben Subsektion eines bestimmten district courts einzureichen, weil zu dem Zeitpunkt dort nur ein einzelner Richter aktiv war und damit quasi garantiert war wer die Fälle bekommt; der Richter ist eine Trump-Besetzung und bereit, das Recht EXTREM weit zugunsten konservativer Belange auszulegen, um es mal vorsichtig zu sagen (Hi, CBP!)


€dit:


Auf der anderen Seite sind Executive Orders, direkt wirksam und werden sonst nicht mehr abgestimmt. Da finde ich es wichtig, dass man als Bürger recht einfach gegen Klagen kann.
Trump ist da auch weit vorne mit schlecht gemachten EOs, die eingefangen werden müssen. Es steht ihm Frei mit Mehrheit im Haus und Senat Gesetze zu machen.

Executive Order, dass die anderen Elon nicht aus ihren Gruppenchats ausschließen dürfen. :deliver:
 
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Benrath

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Paar Posts über dir...

Gibts denn jetzt irgendwelche Konsequenzen, kann da jemand klagen? Oder passiert nichts, weil DoJ an sich auch politisch und dann nichts verfolgt wird?
 
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Trump stellt sich erstmal hin und sagt, er weiß von nichts. So schauen Anführer aus.
 

Gustavo

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Keine Ahnung ob die Einblicke hier schon in anderen Artikeln aufgegriffen wurden:



Das Ironische ist, dass das völlig leeres Geschwätz ist. Jeder weiß, dass es keinen Plan gibt, wie die Amerikaner in irgendeiner Form Kosten geltend machen könnten. Jeder weiß, dass die Handelsroute dadurch noch nicht wieder sicher ist. Jeder weiß, dass selbst 4% des Handels umzulauten für die Amerikaner ein Vielfaches der Kosten verursachen würde, die ein begrenzter Angriff auf die Rebellen verursacht. Es ergibt einfach alles Null Sinn.


Paar Posts über dir...

Gibts denn jetzt irgendwelche Konsequenzen, kann da jemand klagen? Oder passiert nichts, weil DoJ an sich auch politisch und dann nichts verfolgt wird?

Nee, dagegen kann man nicht klagen. Sowas wäre normalerweise tatsächlich eine Sache für das DoJ, aber Null Chance dass die gegen Republikaner ermitteln. Letzten Monat hat eine Frau bei der Polizei angerufen, weil sie häusliche Gewalt durch einen republikanischen Abgeordneten im House erfahren hat. Die Polizei hat ein paar Tage später einen Haftbefehl beantragt, aber der zuständige Staatsanwalt für DC hat ihn nicht unterzeichnet. Das ist, wo das DoJ unter Trump gerade steht.
 
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Nee, dagegen kann man nicht klagen. Sowas wäre normalerweise tatsächlich eine Sache für das DoJ, aber Null Chance dass die gegen Republikaner ermitteln. Letzten Monat hat eine Frau bei der Polizei angerufen, weil sie häusliche Gewalt durch einen republikanischen Abgeordneten im House erfahren hat. Die Polizei hat ein paar Tage später einen Haftbefehl beantragt, aber der zuständige Staatsanwalt für DC hat ihn nicht unterzeichnet. Das ist, wo das DoJ unter Trump gerade steht.

Konnte das nicht glauben, aktuelle Regierung hin oder her.

Meinst Du die Story hier? https://archive.is/Gqsuc

Ganz komm ich da nicht draus, bin schon zu müde, aber das scheint ja doch etwas komplizierter mit den widersprüchlichen Aussagen des Opfers.
 

Gustavo

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Konnte das nicht glauben, aktuelle Regierung hin oder her.

Meinst Du die Story hier? https://archive.is/Gqsuc

Ganz komm ich da nicht draus, bin schon zu müde, aber das scheint ja doch etwas komplizierter mit den widersprüchlichen Aussagen des Opfers.

Daran ist nichts kompliziert. Die Frau hat den Cops eine Aufnahme vorgespielt, in der Mills gesagt hat sie soll lügen, woher sie die blauen Flecken hat. Es gehört zum Standardprogramm der örtlichen Polizei (wie übrigens fast überall in den USA), dass eine Festnahme zu erfolgen hat, wenn der Einsatz wegen häuslicher Gewalt erfolgt und den Polizisten die Anschuldigungen glaubhaft erscheinen, egal ob die Festnahme durch das Opfer nicht gewünscht ist und/oder die Vorwürfe zurückgenommen werden. Unter normalen Umständen würde ein Staatsanwalt hier keine Sekunde zögern, einen Haftbefehl zu unterschreiben.
 
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türkische Studentin wird auf offener Straße von zivil gekleideten Beamten entführt. Im twitterlink im Link ist das Video verlinkt.
Falls wir mal länger von @Gustavo nichts hören sollten, könnte es sowas gewesen sein. Ist zu absurd, was da gerade abgeht.

andere news, wo es etwas versteckt ist:
Das scheint nun auch bei der Nasa anzukommen. Bisher hatte die Raumfahrtbehörde angekündigt, im Rahmen des Artemis-Programms im Jahr 2027 erstmals eine Frau und eine nichtweiße Person zum Mond zu schicken. Auf der Website zur geplanten Mondmission stand, wie aus einer gespeicherten Version der Seite hervorgeht, noch bis vor einigen Tagen: »Die Nasa wird die erste Frau, die erste Person of Color und den ersten internationalen Partnerastronauten auf dem Mond landen und dabei innovative Technologien einsetzen, um mehr von der Mondoberfläche zu erforschen als je zuvor.«

Auf der Website , die zurzeit online ist, fehlt dieser Satz. Darüber hatte vergangene Woche schon der britische »Guardian« berichtet.
 
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wenn die eu daraus nicht kapital schlägt, dann weiss ich auch nicht. große kampagne für geförderte migration aus den usa: welcome to europe.
 

Scorn4

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türkische Studentin wird auf offener Straße von zivil gekleideten Beamten entführt. Im twitterlink im Link ist das Video verlinkt.
Falls wir mal länger von @Gustavo nichts hören sollten, könnte es sowas gewesen sein. Ist zu absurd, was da gerade abgeht.

andere news, wo es etwas versteckt ist:
Ja gut, aber sie hat pro Hamas gepostet.
Das geht doch nicht.
 
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