Russland mal wieder

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On Friday, wholesale gas traded at roughly 185 euros—about the same in dollars—a megawatt-hour. That is almost three times as high as a year ago, and more than double the level at the start of June, when Moscow began to throttle supplies through Nord Stream. Still, it is down more than 45% from the record closing high on Aug. 26 and back to levels from late July.

Simon Quijano-Evans, chief economist at Gemcorp Capital LLC, a London-based investment fund, said that even with a complete stop to Russian supplies—Russia has continued to export about 80 million cubic meters a day to the EU through Ukraine and the TurkStream pipeline since it shut down Nord Stream—the EU would probably have enough gas for the winter. “It’s going to be a challenge and weather-dependent, but it is absolutely doable,” he said.

With the EU and national governments such as the U.K. taking action to soften the blow to consumers and businesses, “I don’t see the kind of social unrest that will force governments to give in to Putin,” said Stefano Stefanini, a former Italian diplomat and foreign-policy adviser to former President Giorgio Napolitano.

ganz gute zusammenfassung eines wallstreet journal artikels.

tl:dr; putin hat sich verzockt und bis auf nuklear alle optionen gezogen, um den westen in die knie zu zwingen.
 
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Noch mehr feiern würde ich, wenn das Gehampel um die Marder und Leos alles Scharade war und im Geheimen ukrainische Truppen seit Wochen an den Dingern ausgebildet werden und zum Ende der Woche erste Bilder von Leos im Netz auftauchen, die mit Vollgas an zerschossenen T-62 vorbei donnern.

Allein, mir fehlt der Glaube...
 

Gustavo

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Noch mehr feiern würde ich, wenn das Gehampel um die Marder und Leos alles Scharade war und im Geheimen ukrainische Truppen seit Wochen an den Dingern ausgebildet werden und zum Ende der Woche erste Bilder von Leos im Netz auftauchen, die mit Vollgas an zerschossenen T-62 vorbei donnern.

Allein, mir fehlt der Glaube...

☝️Oktober 2022: Kein anderes Land liefert Panzer westlicher Bauart, die nach Tieren benannt sind und dessen Name mit D anfängt (Ausnahme Dänemark).☝️
 
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☝️Oktober 2022: Kein anderes Land liefert Panzer westlicher Bauart, die nach Tieren benannt sind und dessen Name mit D anfängt (Ausnahme Dänemark).☝️
Kann gut sein, dass die Ukraine keine Waffenlieferungen mehr braucht :P
Edit: Kapitel "The Materiel Losses" 43:21
 
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Celetuiw

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  • increasingly relying on irregular, poorly trained ad-hoc volunteer and proxy units rather than attempting to rebuild damaged or destroyed conventional Russian ground forces units.
  • Ukrainian forces continue to consolidate positions on the east bank of the Oskil River in Kharkiv Oblast despite Russian efforts to contain them.
  • Russian forces in western Kherson Oblast may be attempting to fall back to more defensible positions in a controlled withdrawal to avoid the chaotic retreat that characterized the collapse of Russian defenses in Kharkiv earlier in September.
  • Russian forces suffered devastating losses of manpower and equipment in their fight for eastern Ukraine and especially during the Ukrainian Kharkiv counter-offensive. Multiple Russian armored and mechanized units have likely been effectively destroyed according to assessments released on September 18.“
Ohne Generalmobilmachung wird das nix mehr für den Vlad. Und die kann er sich innenpolitisch nicht leisten.

Sieht so aus, als ob die euiropäischen Leo's am Ende egal sind. Gegen eine russische Armee, die ihre Verluste nur mit schlecht ausgebildeten freiwilligen erneuern kann, mags auch ohne reichen.
 
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ZDFheute: Kanzler und Verteidigungsministerin wiederholen ihr Mantra, man wolle keinen Alleingang, kein anderes Land liefere Panzer westlicher Bauart. Aber bröckelt diese Begründung nicht spätestens seit dem Tweet der US-Botschaft in Berlin von Dienstag, in dem es heißt: "Die Entscheidung über die Art der Hilfen liegt letztlich bei jedem Land selbst"?
Stelzenmüller: Ich glaube, wir wissen beide, dass dieser Tweet im politischen Berlin eingeschlagen ist wie eine Bombe. Weil Washington damit im Grunde genommen gesagt hat: "Liebe Deutsche, wir finden Euch wirklich wichtig. Wir arbeiten gut mit euch zusammen. Aber hört auf, uns Dinge zu unterstellen, hört auf, zu sagen, dass wir etwas von euch wollen, wenn das nicht stimmt. Ihr seid ein souveränes Land, ihr entscheidet das selbst."

Ich lebe ja in Washington und ohne irgendwelche Quellen preiszugeben, kann ich sagen: Dort war man schon reichlich genervt von diesen Nebelkerzen der Regierung. Die Devise aus Washington ist schlicht und ergreifend die: "Sagt nicht, dass Ihr nicht könnt, wenn Ihr nicht wollt."

und ob sie etwas aus dieser Peinlichkeit lernen? Ich befürchte nicht :|
 
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Guter Punkt, der fehlt tatsächlich!

Da komme ich auf noch zwei: Der Peacenik in der Variante "weil die Ukraine eh verliert" a la Precht (also der "schlaue" Peacenik, der sich eine Begründung zurecht legt.)

Und natürlich der russische Nationalist an sich, die es hier ja auch unter Russlanddeutschen gibt.
Bei Precht bin ich wirklich gespannt wie er sich aus dieser Sache raus argumentiert. Wahrscheinlich klammert er sich jetzt an das absurde Argument der Eskalationsdominanz Russlands.
 
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Exakt. Gibt ja genug Varwicks etc, die weiter diese Position vertreten und öffentliche Statements machen. Da kann sich Precht jetzt etwas heraus picken, was nicht ganz so leicht zerpflückt werden kann & bei "gut ankommt" bei den Lumpenpazifisten.
 
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macht mich bis heute wahnsinnig, leute, die positionen beziehen die richtig und gut sind, aber dann unter veränderten bedingungen nicht davon abrücken, weil PRINZIPIENFESTIGKEIT. es war völlig in ordnung, irak- und afghanistan zu kotzen, aber bei der ukraine jetzt von "man muss miteinander reden, nur die diplomatie ..." zu schwafeln ist keine position, sondern nur ein ausdruck geistiger behinderung.
 
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macht mich bis heute wahnsinnig, leute, die positionen beziehen die richtig und gut sind, aber dann unter veränderten bedingungen nicht davon abrücken, weil PRINZIPIENFESTIGKEIT. es war völlig in ordnung, irak- und afghanistan zu kotzen, aber bei der ukraine jetzt von "man muss miteinander reden, nur die diplomatie ..." zu schwafeln ist keine position, sondern nur ein ausdruck geistiger behinderung.
Auch schlimm ist das diese Typen es immer so darstellen als ob keine Diplomatie betrieben wird solange Waffen geliefert werden. Als ob sich die zwei Sachen ausschliessen.
Und dies dann irgendwie als Begründung nehmen, dass man nun damit aufhören sollte, dabei Ignorierend dass der Grund das wir jetzige Verhandlungposition überhaupt nur besteht weil wir Waffen geliefert haben.

Aber es kommt mir so vor, dass ein Grossteil dieser Leute einfach will dass alles so schnell wie möglich vorbei sein soll egal wie und die Position man muss doch nur verhandeln, ihnen genau das verspricht und danach alles wieder normal wird.
 

Gustavo

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Mich gruselt es davor, was diese Leute sagen würden, wenn Russland auch nur einen Milimeter Gesprächsbereitschaft zeigen würde.

€dit:
Meine Güte, die Verrenkungen die man machen muss, um diesen Krieg als "Stellvertreterkrieg" zu definieren, sind ja quasi olympisch. Hätten die Ukrainer sich doch bloß direkt ergeben. :rolleyes:
 
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Mich gruselt es davor, was diese Leute sagen würden, wenn Russland auch nur einen Milimeter Gesprächsbereitschaft zeigen würde.

€dit:
Meine Güte, die Verrenkungen die man machen muss, um diesen Krieg als "Stellvertreterkrieg" zu definieren, sind ja quasi olympisch. Hätten die Ukrainer sich doch bloß direkt ergeben. :rolleyes:
"ohne westliche Intervention wäre der Krieg schon zu Ende"
Ja wäre das nicht schön?
 

Gustavo

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"ohne westliche Intervention wäre der Krieg schon zu Ende"

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"hätte man deutschland doch 1938 nur erlaubt, österreich und das sudetenland einzugliedern, dann wäre nichts weiter passiert."

yau. so funktioniert das. schön nachgeben und besänftigen, irgendwann werden die schon genug haben. wenn russland tatsächlich das militärische potential hätte und die ukraine in wenigen tagen überwalzt hätte, wie das scheinbar ja mal der plan war, dann hätten die bestimmt nicht weiter gemacht. no way, putin ist doch ein ehrenmann.

lettland, estland, litauen, weißrussland, transnistrien, moldau, kasachstan ... probably:

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Warum hat man damals nicht einfach Danzig abgegeben? Hätte allen 6 schwierige Jahre erspart. Besten win-win ever verpasst.
 

Celetuiw

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Mich gruselt es davor, was diese Leute sagen würden, wenn Russland auch nur einen Milimeter Gesprächsbereitschaft zeigen würde.

€dit:
Meine Güte, die Verrenkungen die man machen muss, um diesen Krieg als "Stellvertreterkrieg" zu definieren, sind ja quasi olympisch. Hätten die Ukrainer sich doch bloß direkt ergeben. :rolleyes:
Der “Kollege“ ist ja glaube ich auch Politikwissenschaftler, da möchte ich gerne meinen Senf dazu ablassen.

1. Der Kollege schwurbelt verdächtig viel mit verdächtig inhaltsleeren Schlauwörtern. Da wird oktroyiert, perzipiert und diversifiziert ohne das es dem Erkenntnisgewinn zuträgt.

2. Der Kollege
3. Setzt sinnlos viele
4 Unterpunkte ohne großen Inhalt.

5. Das Label Stellvertreterkrieg ist eigentlich falsch am Platz. Es ist eben nicht so, dass sowohl die USA als auch Russland geopolitische Interessen dort in Stellvertretung aushandeln. Russland erhebt zwar einen geopolitischen Anspruch, der andere Hauptakteur ist aber der Angegriffene und die primäre Ebene der Unterstützung durch die Nato ist der Erhalt der nationalen Integrität und Souveränität der Ukraine. Das die Einhegung der russischen imperialen Ansprüche und Sicherung der NATO Ostflanke ebenfalls in unserem Sinne ist, ist richtig, rechtfertigt aber das Label “Stellvertreterkrieg“ nicht.

6. Ist unklar, war der Autor mit der These erreichen will. Wenn das Recht auf Selbstverteidigung anerkannt wird, wie er ja zugibt, ergibt sich daraus logisch die genannte (primär) Rechtfertigung zur Unterstützung mit Waffen. Es bleibt ohne konkrete Auswirkung heute zu spekulieren, ob der Krieg in den Geschichtsbüchern der Zukunft als Teil eines Systemkonfliktes verstanden werden wird.
 
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Die Russen wollen noch diesen Monat Referenden in den besetzten Gebieten abhalten. Wäre doch eigentlich der ideale Zeitpunkt zur Ankündigung von Panzerlieferungen, sollten die Referenden wirklich abgehalten werden.
 
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Was sind die Meinungen zum geplanten Scheinreferendum in Luhansk und Donezk zwecks Annexion durch Russland? Macht das den Krieg nochmal heißer?
 
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Ja in Kherson wollen sie schon diesen Freitag damit anfangen. Da hat es wohl jmd eilig.
Was die Republiken Luhansk und Donetsk betrifft - die Einheiten von dort wollen wohl nur für ihr eigenes Gebiet kämpfen und sich nicht woanders hin - z.B. zur Unterstützung für einander oder die Front anderswo versetzen lassen. Sobald die offiziell echt russisch sind, ist damit wohl ordentlich Schluss.
 
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Fragt sich ob sich die Ukraine von der Annexion beeindrucken lässt und was passiert wenn sie auf dann vermeintlich russisches Gebiet vorrückt. Ich sehe schon Scholz erklären, dass das Pfui Bäh ist.
 
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Putin hatte ja eine Rede für heute abend dazu angekündigt. 22:00 Moscow Time.

Wurde aber auf Morgen verschoben, ohne Begründung. Ist nicht ganz klar was gerade passiert.
 

Celetuiw

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Fragt sich ob sich die Ukraine von der Annexion beeindrucken lässt und was passiert wenn sie auf dann vermeintlich russisches Gebiet vorrückt. Ich sehe schon Scholz erklären, dass das Pfui Bäh ist.
Scholz wird bei seiner Linie bzgl Panzer bleiben, aber die Scheinreferenden hat er schon im Vorfeld in der UN Vollversammlung verurteilt. Kann ich mir daher nicht vorstellen.
 
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Fragt sich ob sich die Ukraine von der Annexion beeindrucken lässt und was passiert wenn sie auf dann vermeintlich russisches Gebiet vorrückt. Ich sehe schon Scholz erklären, dass das Pfui Bäh ist.
Ich denke nicht, dass irgendein bisheriger Unterstützer der Ukraine sich von Fake-Ergebnissen angeblicher Wahlen unter Militärbesatzung mit Massakern und Vergewaltigungen beeindrucken lässt.
 

Celetuiw

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Krass. Hätt ich nicht erwartet, dass er die Teilmobilisierung ausruft. Das betrifft dann so langsam auch die gesellschaftliche Mitte in den zentralen Regionen, in Moskau gibts schließlich auch Reservisten.

@Mackiavelli wie lange mag das dauern, bis die ersten Einheiten die jetzt mobilisiert werden einsatzbereit sind? Nehmen wir mal an, das Ziel wäre die Reservisten wieder richtig fit zu kriegen, für das Szenario zu schulen, ev Umgang mit neuem Gerät..
Von was für einem Zeitraum sprechen wir da? 2 Monate? 3?
 
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Das betrifft dann so langsam auch die gesellschaftliche Mitte in den zentralen Regionen, in Moskau gibts schließlich auch Reservisten.
Der Teufel liegt im Detail:

Die Teilmobilisierung betrifft demnach nur Leute, die bereits gedient oder militärische Erfahrung haben. Insgesamt handle es sich um 300.000 Personen, sagte Schoigu. Studierende sollten nicht eingezogen werden. Auch reguläre Rekruten, die ihren Wehrdienst leisten, sollen laut Schoigu nicht von der Teilmobilmachung betroffen sein.

Hauptbetroffene sind also wieder eher die Bauern aus Zentralrussland, die von den bisherigen Rekrutierungskampagnen nicht so geflasht waren.
 
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Klingt jetzt erstmal nach krasser Manpower, aber war das Problem nicht eher ne scheiß Logistik + fehlende Moral anstatt Köpfe?

Keiner der da mobilisiert wird hat da doch Lust drauf. Hinter dem Dnepr stehen die HIMARS und die PzH2000, welcher Reservist hat bitte Bock drauf sich da verheizen zu lassen? Es ist nicht mehr 1944, die Menschen haben TV und Internet und kennen den Sachstand: Die Ukraine bekommt Gerät und Munition vom Westen geliefert, Russland steht auf ukrainischem Territorium, niemand greift Russland an.

Ich finde den Move schrecklich naiv, wird Putin innenpolitisch imo gut schwächen, vor allem wenn viele der Reservisten am Ende drauf gehen werden, wovon man ausgehen kann.
 
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Der Großteil der Ausbilder liegt ja eh schon um Kiew, auf der Schlangeninsel oder im Donbass. Muss ja ne tolle Qualität an Soldaten sein die dann da kämpft.
 
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Es kommt imho ganz darauf an, wer mobilisiert wird und wo der dann hinkommt. Soweit ich die Meldungen verstanden habe, spaltet sich die russische Vielvölkerarmee krass in ethnische Fraktionen, die für einander nicht einstehen. Als nicht Tschetschene unter den Kadyroviken zu kämpfen bedeutet z.B., dass man gnadenlos verheizt wird. Das führt dann dazu, dass die Koordination der Einheiten in Stresssituationen wie z.B. einer ukrainischen Offensive nicht funktioniert. Mehr Truppen lösen solche Probleme nicht.
 
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Ich finde den Move schrecklich naiv, wird Putin innenpolitisch imo gut schwächen, vor allem wenn viele der Reservisten am Ende drauf gehen werden, wovon man ausgehen kann.
Oder stärken. Die, die das kacke finden gehen ja an der Front drauf und können sich nicht mehr beschweren. Und die Hinterbliebenen kriegen nen neuen Lada als Kompensation. Einfach mal wieder feinstes drölf-D Schach.
 
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Wie Schlemil schon sagt, mehr Köppe lösen das Problem der scheiß Logistik nicht - mit größerer Anzahl zu stopfender Mäuler wird es eher noch größer. Davon ab fehlt schweres Gerät, womit will man die Leute in den Krieg schicken? Noch mehr T-62 ausgraben? Einen Teil des guten Equipments hat die Ukraine im Norden eingesackt (die T-80), und einfach ganz schnell neue moderne Panzer bauen geht nicht, solange die nötige Computerhardware auf Sanktionslisten steht.
 
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Was sind die Meinungen zum geplanten Scheinreferendum in Luhansk und Donezk zwecks Annexion durch Russland? Macht das den Krieg nochmal heißer?
Eigentlich ist das egal.

Einzig relevant wäre das, wenn die Russen dann auf die Idee kommen, die Story so zu spinnen, dass da das jetzt Russland ist, sie völlig unverschuldet von pösen Amerikanern angegriffen werden, dadurch ihre territoriale Integrität verletzt wird und sie deshalb als ansonsten chancenlose Verteidiger gar keine andere Wahl haben als ihre Nuklearwaffen zu benutzen.
 
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Klingt jetzt erstmal nach krasser Manpower, aber war das Problem nicht eher ne scheiß Logistik + fehlende Moral anstatt Köpfe?

Ich will hier nochmal auf diesen etwas übersehenen Post von Xantos hinweisen

Längerer Thread zu den Hintergründen der Tarifsystem l russischen Niederlage östlich von Kharkiv:

Vieles nicht neu, aber gut und zusammenhängend dargestellt.

Long read, aber da wird ziemlich gut erklärt, welches die Probleme der Russen sind. V.A. die Zerstückelung der Kräfte in verschiedene Fraktionen, welche schlecht miteinander kommunizieren und z.T. auch gar nicht für die ihnen zugewiesenen Aufgaben ausgebildet bzw. ausgerüstet sind, schlägt hier direkt in die Kerbe der mangelnden Logistik und Moral.
Von daher: Ja, mehr Männer bedeutet nur mehr Tote auf russischer Seite. Sollte hoffentlich den Niedergang des Regimes beschleunigen.
 
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Mehr Männer bedeutet aber bei einer etablierten Verteidigungslinie auch mehr Widerstand für die Ukrainer und mehr Tote auf beiden Seiten.
Ist also nicht positiv für die Ukraine zu bewerten.
 
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