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Jo seh ich ein, ich sagte im OT ja auch, dass mir die Sache wahrscheinlich persönlich auch einfach zu nahe geht. Sorry.
Grenzenlose Kommerzialisierung auf dem Oktoberfest? Joa mei, das wäre ja wirklich schlimmDie Oktoberfestwirte argumentierten, durch eine europaweite Ausschreibung sei die Tradition des Oktoberfestes in Gefahr. So warnte Wirte-Sprecher Peter Inselkammer durch »eine grenzenlose Kommerzialisierung würde unser Oktoberfest sein unverwechselbares Gesicht verlieren und nicht mehr so sein wie früher«.

Was Kühnert richtig erkennt ist die Ungleichzeitigkeit: Für die meisten Menschen ist der eigene Bezugspunkt wie sie sozialisiert wurden. Für viele Leute, die in einer anderen, weniger toleranten Zeit sozialisiert wurden oder eben in Kulturräumen, die weniger tolerant gegenüber sexuellen Minderheiten sind, werden sichtbare Minderheiten nie "normal" sein. [...]
Von hinten nach vorn, ich sehe mich persönlich zwischen euren beiden Posts und fand Kühnerts Beitrag nicht schlecht. Auf der einen Seite ist mir klar, dass ich wie ein besorgter Bürger klinge, der fragt, ob jemand an die Kinder denken könnte und dann mit gefühlten Wahrheiten über [die Ausländer, Homos, oder sonstwen] anstapft. Auf der anderen Seite steht meine Nahfeldempirie der letzten Wochen und Monate, die durchaus sehr lokal geprägt sein könnten.[...]
Es bleibt aber trotzdem wahr und ich kann nur davor warnen, alleine die Gefühle von IRGENDWEM für bare Münze zu nehmen, ganz egal ob rechts, links, sichtbare Minderheit, "Mehrheitsgesellschafter", Nazi, Antifa, was auch immer.
Gerade bei Themen wo wir uns mittlerweile als Gesellschaft grundsätzlich einig sind, dass sie nicht gehen, tut man sich imo überhaupt keinen Gefallen so zu tun als wäre jedes Gefühl gleichbedeutend mit einem realen Problem. [...]
Jo seh ich ein, ich sagte im OT ja auch, dass mir die Sache wahrscheinlich persönlich auch einfach zu nahe geht. Sorry.
Es fühlt sich für mich so an, als ob die radikalen Idioten wieder gezielt Konfrontation mit einhergehenden Gründen suchen und erhoffen, statt nur irgendwo anti-daseiend ihre Opferprozessionen mit Fackelmärschen zu machen. Zumindest regional war es die letzten Wochen nach und um Pfingsten hier wieder eine andere Qualität als sonst, als der jährliche Bioabfall die Jahreshauptversammlung zur Feier der genetischen Behinderung in Form des Coburger Convents feierte. Statt ihre Lieblingsparolen dort zu sülzen, wo sie immer sind, waren sie überall inklusive geladener Gäste aus Thüringen und haben wieder gezielter rumgestachelt. Also ja, irgendwie kann ich den Kühnert da schon nachvollziehen, eine Form von Verrohung in den Sondergruppen macht nachdenklich und das hat jetzt wenig mit der allgemeinen Akzeptanz der Bevölkerung zu tun, eher des Wegschauens, also Dingen, die i.d.R. nicht erfragt oder gemessen werden.