• Liebe User, bitte beachtet folgendes Thema: Was im Forum passiert, bleibt im Forum! Danke!
  • Hallo Gemeinde! Das Problem leidet zurzeit unter technischen Problemen. Wir sind da dran, aber das Zeitkontingent ist begrenzt. In der Zwischenzeit dürfte den meisten aufgefallen sein, dass das Erstellen von Posts funktioniert, auch wenn das Forum erstmal eine Fehlermeldung wirft. Um unseren Löschaufwand zu minimieren, bitten wir euch darum, nicht mehrmals auf 'Post Reply' zu klicken, da das zur Mehrfachposts führt. Grußworte.

Nachrichten, Randnotizen und Kurioses v4

Mitglied seit
19.09.2001
Beiträge
17.282
Reaktionen
3.180
Jo seh ich ein, ich sagte im OT ja auch, dass mir die Sache wahrscheinlich persönlich auch einfach zu nahe geht. Sorry.
 
Mitglied seit
30.06.2007
Beiträge
7.802
Reaktionen
1.720
Wirt klagt gegen intransparente Vergabepraxis der Zelte auf dem Oktoberfest und wird dafür massiv bedroht. Blöd für ihn und mir in der Sache im Prinzip scheißegal, aber dieser Satz hier ist pures Gold:

Die Oktoberfestwirte argumentierten, durch eine europaweite Ausschreibung sei die Tradition des Oktoberfestes in Gefahr. So warnte Wirte-Sprecher Peter Inselkammer durch »eine grenzenlose Kommerzialisierung würde unser Oktoberfest sein unverwechselbares Gesicht verlieren und nicht mehr so sein wie früher«.
Grenzenlose Kommerzialisierung auf dem Oktoberfest? Joa mei, das wäre ja wirklich schlimm :rofl2:
 

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
5.120
Reaktionen
3.056
Was Kühnert richtig erkennt ist die Ungleichzeitigkeit: Für die meisten Menschen ist der eigene Bezugspunkt wie sie sozialisiert wurden. Für viele Leute, die in einer anderen, weniger toleranten Zeit sozialisiert wurden oder eben in Kulturräumen, die weniger tolerant gegenüber sexuellen Minderheiten sind, werden sichtbare Minderheiten nie "normal" sein. [...]

[...]
Es bleibt aber trotzdem wahr und ich kann nur davor warnen, alleine die Gefühle von IRGENDWEM für bare Münze zu nehmen, ganz egal ob rechts, links, sichtbare Minderheit, "Mehrheitsgesellschafter", Nazi, Antifa, was auch immer.
Gerade bei Themen wo wir uns mittlerweile als Gesellschaft grundsätzlich einig sind, dass sie nicht gehen, tut man sich imo überhaupt keinen Gefallen so zu tun als wäre jedes Gefühl gleichbedeutend mit einem realen Problem. [...]
Von hinten nach vorn, ich sehe mich persönlich zwischen euren beiden Posts und fand Kühnerts Beitrag nicht schlecht. Auf der einen Seite ist mir klar, dass ich wie ein besorgter Bürger klinge, der fragt, ob jemand an die Kinder denken könnte und dann mit gefühlten Wahrheiten über [die Ausländer, Homos, oder sonstwen] anstapft. Auf der anderen Seite steht meine Nahfeldempirie der letzten Wochen und Monate, die durchaus sehr lokal geprägt sein könnten.

Kühnert hat schon irgendwo recht, dass die Entwicklung nicht linear ist. Das soll nicht heißen, dass der Trend nicht eindeutig positiv ist und viele gute Entscheidungen getroffen wurden, die jüngeren Generationen nicht deutlich liberaler sind, oder andere Untergangsphantasien. Das sehe ich durchaus ein - ich schätze er auch, so zumindest meine Interpretation. Unabhängig davon, ob das CSD-Attentat dafür jetzt ein gutes Exempel ist, ist es imo nicht und dann wieder doch. Wie er meinte, man fragte sich halt gefühlt 20 Jahre eher "warum?" und nicht "irgendwie abzusehen".

Es fühlt sich für mich so an, als ob die radikalen Idioten wieder gezielt Konfrontation mit einhergehenden Gründen suchen und erhoffen, statt nur irgendwo anti-daseiend ihre Opferprozessionen mit Fackelmärschen zu machen. Zumindest regional war es die letzten Wochen nach und um Pfingsten hier wieder eine andere Qualität als sonst, als der jährliche Bioabfall die Jahreshauptversammlung zur Feier der genetischen Behinderung in Form des Coburger Convents feierte. Statt ihre Lieblingsparolen dort zu sülzen, wo sie immer sind, waren sie überall inklusive geladener Gäste aus Thüringen und haben wieder gezielter rumgestachelt. Also ja, irgendwie kann ich den Kühnert da schon nachvollziehen, eine Form von Verrohung in den Sondergruppen macht nachdenklich und das hat jetzt wenig mit der allgemeinen Akzeptanz der Bevölkerung zu tun, eher des Wegschauens, also Dingen, die i.d.R. nicht erfragt oder gemessen werden.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.389
Reaktionen
2.866
Jo seh ich ein, ich sagte im OT ja auch, dass mir die Sache wahrscheinlich persönlich auch einfach zu nahe geht. Sorry.


Ist schon okay. Das Einzige, was mich wirklich gestört hat, war die Unterstellung dass ich finde dass es kein Problem gibt. Aber selbst die kann ich verstehen, weil mir leider klar ist dass die meisten Leute, die sowas sagen, das vielleicht tatsächlich finden. Mein Standpunkt ist was ich für realistisch halte und was ich glaube was man auch relativ deutlich aus den Zahlen rauslesen kann: Es wird besser. Man sollte gleichzeitig niemandem versprechen, dass alles gut wird. Auf die ganz lange Sicht vielleicht aber was Einstellungen angeht verhält es sich wie mit der Wissenschaft: Fortschritte nur von Beerdigung zu Beerdigung.


Es fühlt sich für mich so an, als ob die radikalen Idioten wieder gezielt Konfrontation mit einhergehenden Gründen suchen und erhoffen, statt nur irgendwo anti-daseiend ihre Opferprozessionen mit Fackelmärschen zu machen. Zumindest regional war es die letzten Wochen nach und um Pfingsten hier wieder eine andere Qualität als sonst, als der jährliche Bioabfall die Jahreshauptversammlung zur Feier der genetischen Behinderung in Form des Coburger Convents feierte. Statt ihre Lieblingsparolen dort zu sülzen, wo sie immer sind, waren sie überall inklusive geladener Gäste aus Thüringen und haben wieder gezielter rumgestachelt. Also ja, irgendwie kann ich den Kühnert da schon nachvollziehen, eine Form von Verrohung in den Sondergruppen macht nachdenklich und das hat jetzt wenig mit der allgemeinen Akzeptanz der Bevölkerung zu tun, eher des Wegschauens, also Dingen, die i.d.R. nicht erfragt oder gemessen werden.


Da würde ich btw gar nicht widersprechen. Es gibt definitiv Szenarien, in denen die Akzeptanz der Allgemeinheit wächst während die Ablehnung unter bestimmten Gruppen gleichzeitig stärker wird. Sexuelle Minderheiten eignen sich für Rechte natürlich immer gut, wenn man wieder irgendein Feindbild braucht und weil Homosexualität immer weniger funktioniert weil die soziale Ächtung von Homophobie immer größer wird bleiben halt noch kleinere Minderheiten, die man noch einfacher dämonisieren kann. Glücklicherweise haben wir hier keine so starke religiöse Rechte wie in den USA, sonst hätten wir vermutlich denselben Grad an Kulturkampf um Transmenschen, da ist Deutschland vergleichsweise noch harmlos.
 
Oben