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Klimaerwärmung stoppen - was seid ihr bereit beizutragen?

pinko

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Das ist interessant, dass es mittlerweile in dem Umfang passiert, wusste ich nicht. Man sollte einfach mal die Fresse halten, wenn man keine aktuellen Daten hat. :deliver:

Btw: Hauptenergieträger sind laut statista Braunkohle und EE.
 

parats'

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Ja ne, das ist doch nur ne Rechnung von Erzeugung und Verbrauch.
Interessant sind die Zeiten wo Energie benötigt wird, aber die EE eben nicht liefern und es keine ordentliche Möglichkeit zur Speicherung gibt. Das ist zum einen die Nacht bei Solarstrom als auch Tage mit nur mäßigem Wind bei Windkraft. Genau da muss Strom importiert werden, daher sind solche Statistiken des netto Exports nur eins - Augenwischerei.

Dazu erzeugt der Norden deutlich mehr Strom als Süden und es gibt aktuell keine bzw zu wenig Kapazitäten um diesen Strom zu verteilen.

Ich habe doch nichts gewonnen, wenn der Norden zu Stoßzeiten seinen Strom auf den Markt pumpt und der Süden dafür bei Nachbarn zukauft. Genau da fehlt mir der europäische Gedanke, dass der green deal mal konsequent umgesetzt wird.

Ich hab die Karte schonmal gepostet, aber geändert hat sich glaube ich wenig seit dem.
https://www.umweltbundesamt.de/bild/kraftwerke-verbundnetze-in-deutschland

Interessant ist hierbei neben der regionalen ungleich Verteilung vor allem die gestrichelte Linie für die geplante Nord-Süd-Trasse. Daran hängt vor allem der Ausgleich zu bestimmten Spitzenzeiten. 2026 als Ziel halte ich für sehr ambitioniert, da es noch massiven lokalen Widerstand der "not in my turf" Fraktion gibt.
 
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Und wie sieht die Bilanz aus, wenn wir dann nur noch EE haben?
Ich dachte, wir fahren Kohle schrittweise runter, während EE weiter ausgebaut werden und nicht, dass wir morgen einfach den Stecker ziehen. Bitte entschuldige meine Dummheit.

Ne, mal im Ernst: Ich bin sicherlich nicht der Meinung, dass bei der Energiewende alles geil ist. Z.B. würde ich ja rückblickend auch sagen, dass es gescheiter gewesen wäre erst aus der Kohleverstromung auszusteigen und dann aus der Kernkraft. Aber mir fehlt da auch die Expertise, um eine abschließende, feste Meinung dazu zu haben.

Nur: Diese Dummbatz-Polemik "und der Strom kommt dann wohl aus der Steckdose!" ist ja wohl offensichtlich doch etwas unterkomplex. Das hören wir jetzt seit 20 Jahren und seit 20 Jahren sind wir Strom-Nettoexporteur und das die meiste Zeit auch noch mit krass steigender Tendenz. Auf die Blackouts, die uns der Herr Brüderle vor zehn Jahren versprochen hat, warten wir jedenfalls vergebens. Insofern wären ein paar komplexere Argumente doch mal ganz nett.
 

Benrath

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Ist denn da nicht viel wichtiger was das Saldo in Euro ist als terrawattstunden?
 
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Nur: Diese Dummbatz-Polemik "und der Strom kommt dann wohl aus der Steckdose!" ist ja wohl offensichtlich doch etwas unterkomplex. Das hören wir jetzt seit 20 Jahren und seit 20 Jahren sind wir Strom-Nettoexporteur und das die meiste Zeit auch noch mit krass steigender Tendenz. Auf die Blackouts, die uns der Herr Brüderle vor zehn Jahren versprochen hat, warten wir jedenfalls vergebens. Insofern wären ein paar komplexere Argumente doch mal ganz nett.
Wir sind ja auch immer noch nicht an dem Tag, wo in Deutschland weder ein Kohle- noch ein Atomkraftwerk läuft.
Selbstverständlich haben wir noch genug Strom so lange man ja auch noch gar nicht ausgestiegen ist. Wie du ja selbst gesagt hast, wir haben halt nicht "morgen" den Stecker gezogen.
 

parats'

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Ich dachte, wir fahren Kohle schrittweise runter, während EE weiter ausgebaut werden und nicht, dass wir morgen einfach den Stecker ziehen. Bitte entschuldige meine Dummheit.

Ne, mal im Ernst: Ich bin sicherlich nicht der Meinung, dass bei der Energiewende alles geil ist. Z.B. würde ich ja rückblickend auch sagen, dass es gescheiter gewesen wäre erst aus der Kohleverstromung auszusteigen und dann aus der Kernkraft. Aber mir fehlt da auch die Expertise, um eine abschließende, feste Meinung dazu zu haben.

Nur: Diese Dummbatz-Polemik "und der Strom kommt dann wohl aus der Steckdose!" ist ja wohl offensichtlich doch etwas unterkomplex. Das hören wir jetzt seit 20 Jahren und seit 20 Jahren sind wir Strom-Nettoexporteur und das die meiste Zeit auch noch mit krass steigender Tendenz. Auf die Blackouts, die uns der Herr Brüderle vor zehn Jahren versprochen hat, warten wir jedenfalls vergebens. Insofern wären ein paar komplexere Argumente doch mal ganz nett.

Stand jetzt sind doch keine 50% aus EE und diese "versprochenen" Blackouts wirst Du bedingt durch einen wirklichen Energiemangel sowie nicht haben, dafür gibt der Markt genug her.
Es ist auch egal ob wir netto mehr Strom exportieren, es geht um Stoßzeiten und dafür müssen die Netze ausgebaut werden und Speicherkapazitäten geschaffen werden. Der Deal ist nämlich, dass Deutschland sich zu 100% aus EE Energien versorgt und das mag idealerweise auch die meiste Zeit klappen, aber eben nicht konstant. Also weniger Augenwischerei und mehr Realismus bitte und da sehe ich noch erhebliche Hürden.

Ich bin der erste der seinen Hut zieht, wenn wir bis 2038 wirklich die komplette Wende geschafft haben und dann meinetwegen auch die Stoßzeiten mit Strom aus nicht EE Quellen überbrücken. Das bezieht aber besonders den Netzausbau mit ein und sind wir mal ehrlich - Wir kriegen in 14 Jahren nicht mal einen gottverdammten Flughafen mitten in der Pampa gebaut und dann soll ernsthaft eine Infrastruktur quer durch die Republik stehen, bei der es aktuell noch nicht mal an der eigentlichen Umsetzung hängt, sondern man jeden Bauern davon überzeugen muss, zum wohl des Vaterlandes seinen subventionerten Acker zur Verfügung zu stellen, um dort ein paar Kabel durchzulegen. Bei den Obstbauern im alten Land in Hamburg fing es doch schon an. Ich glaube erst daran, wenn der ganze kram fertig ist, sorry für meinen Pessimismus.
 
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Benrath

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Oh da sind ja scheinbar meine Kollegen für Schuld. Anscheinend wollte Vattenfall am wenigsten Geld für die Stilllegung, wundert mich auch. Eventuell lohnt es sich im aktuellen Umfeld nicht.
 

parats'

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Ich weine nicht um Kohlekraftwerke. Wieso man aber ausgerechnet ein frisches und technologisch fortschrittliches Kraftwerk vom Netz nimmt, wo es genug Kohlemeiler in der Umgebung gegeben hätte ist mir Schleierhaft. Vattenfall wird seine Gründe haben, weshalb die sich mit Moorburg darum beworben haben und sei es nur der deutschen Energiepolitik einen Schritt voraus zu sein.
 

Benrath

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Ich glaub moorburg war eher eine strategische fehlplanung bzw. wurde politisch torpediert...die Anlage wurde unter einer CDU herrschaft genehmigt und gebaut und auf die nahwärmeversorgung ausgelegt, die dann folgende rot/grüne politik hat aber auf Wärme aus Kohle keinen Bock gehabt und entsprechend weitere Ausbaumaßnahmen verhindert. Im Ergebnis ist Moorburg eine einzige Investitionsruine für Vattenfall und die sind glaube ich froh, das die jetzt ein bisschen Geld noch dafür bekommen. die wollten das KW schon seit langem los werden

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parats'

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Völlig überraschend macht sich die Energiewende bei einigen Firmen bemerkbar. :rofl2:

In der Aluminium-, Stahl- und Chemie-Industrie herrscht jedenfalls Alarmstimmung. Die Branchen, die in besonderem Maße von wettbewerbsfähigen Energiepreisen abhängig sind, merken plötzlich, dass der Kohle- und Atomausstieg auch recht spezielle Konsequenzen hat, die so niemand vorausgesehen hatte. Die Kosten ihres Netzanschlusses, eines der größten Posten auf der Stromrechung, haben sich praktisch über Nacht zum Teil verdoppelt.

https://www.welt.de/wirtschaft/arti...-Industrie-bekommt-ihr-naechstes-Problem.html
 
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Ich finde es eigentlich gar nicht lustig, wie wir uns hier selbst deindustrialisieren und die Arbeit in Zukunft von Dreckschleudern aus Indien und China gemacht wird :|
 
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Ich finde es eigentlich gar nicht lustig, wie wir uns hier selbst deindustrialisieren und die Arbeit in Zukunft von Dreckschleudern aus Indien und China gemacht wird :|
Wie viel weniger Industrie als andere EU-Länder hat denn Deutschland deiner Meinung nach?
 
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Ich finde es eigentlich gar nicht lustig, wie wir uns hier selbst deindustrialisieren und die Arbeit in Zukunft von Dreckschleudern aus Indien und China gemacht wird :|
War lange auch meine Ansicht, aber zumindest China gibt sich alle Mühe, da eine Trendwende hinzulegen und kommt damit auch gut voran.
 
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Spätestens covid hat doch gezeigt, wie abhängig und damit erpressbar wir von china sind, solange alles von Aspirin bis Zyankali dort produziert wird. Es braucht ein umdenken.
 
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Wieso sollte das relevant für die Frage sein, ob stromintensiven Güter eher hier, oder in China und Indien produziert werden?
Du schrobst von Deindustrialisierung. Die droht jetzt schon seit über 20 Jahren, trotzdem hält sich der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP relativ hartnäckig über 20% und Deutschland ist weiterhin eines der am höchsten industrialisierten Länder der Welt.

Das ist genau das gleiche wie mit dem Strom aus der Steckdose und der Inflation, die ja zwingend kommen müsse, weil die Notenbanken "ja nur noch Geld drucken". Irgendwann müssen mal ein paar komplexere Argumente kommen wenn offensichtlich ist dass es so einfach nicht funktioniert.
 
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Der Sachverhalt, dass wir hier Hüttenwerke dichtmachen und der Stahl stattdessen in China und Indien produziert und dann nach Europa verschifft wird, ist also genau warum positiv?
 

parats'

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Das ist natürlich vollkommen egal, wenn man die Brille von oben hat. Die Metallverarbeitung hat ca. 11,5% Anteil am verarbeitenden Gewerbe, die Auswirkungen dürften also gering sein. Das hohe Energiekosten allerdings ein wichtiger Faktor sind, wird immer gerne vergessen. Schließlich exportiert man ja "noch" mehr Strom ins Ausland. Das dies hauptsächlich zu Zeiten geschieht wo das Angebot ohnehin größer ist kann man ignorieren. Details.

Es geht Mackia hier doch nicht explizit um die Erzeugung von bspw. Aluminium. Das alleine wäre in anderen Ländern schon aufgrund der Rohstofflage deutlich günstiger, da bspw. Bauxitvorkommen jetzt eher untypisch in Deutschland sind. Es geht ihm augenscheinlich um Wirtschaftspolitik die nachteilig für den Standort Deutschland ist und relativ simple Grunderzeugnisse nicht mehr vor Ort produziert werden, da die Herstellungskosten aufgrund bspw. hoher Energiekosten jegliche betriebswirtschaftliche Grundlage torpedieren.

Am Ende muss subventioniert werden, das Ergebnis sehen wir im dann im Energiesektor.
 
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Der Sachverhalt, dass wir hier Hüttenwerke dichtmachen und der Stahl stattdessen in China und Indien produziert und dann nach Europa verschifft wird, ist also genau warum positiv?
Hat das irgendwer behauptet? Liest du, was ich schreibe? Liest du, was du selbst schreibst?
 
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Ich habe gelesen, was Du geschrieben hast, und immer noch keine relevante Frage gefunden.
Dann lassen wir das einfach.
 
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Wurde auf den letzten 37 Seiten bestimmt schon das eine oder andere Mal gesagt, und Vieles ist natürlich noch nicht optimal umsetzbar. Aber ungefähr so lautet der Plan:
  • Wenn (ggf. Reihen- oder Syndikat-)Haus bauen, dann Holzständer mit Zellulose-, Stroh- oder ähnlicher Füllung, außen mit Lehmputz, viel Holz drinnen, so wenig Plastik/Bauschaum/Lösungsmittel wie möglich, ggf. ohne Keller (wg. Zement/Betonmenge, die Umweltsau)
  • Ganz viel PV aufs Dach, PV lädt Auto wenn viel Sonne, Auto versorgt Haus wenn wenig/keine Sonne (mittelfristig vernünftiger anderer Zwischenspeicher)
  • PV wärmt auch Wasser; Klo- und Duschwasser kommen aus der Zisterne (siehe auch unten)

Weil es aber ums Verzichten ging, geht das Folgende in so eine Richtung. Teils seit ein paar Jahren bereits umgesetzt:
  • 10-20km pro Strecke ins Büro mit dem Rad, auch bei Dauerregen, auch bei Minusgraden. Und ja, die Regenklamotten halten etwas weniger dicht, weil sie von Vaude sind und nicht so viele umweltschädliche Fluorverbindungen haben.
  • Weniger Avocado und vielen anderen leckeren Kack, der die Natur oder den Lebensmittelmarkt anderswo zerstört.
  • Fast ausschließlich EU-Biosiegel-Standard oder höherwertig, damit auch hierzulande weniger Natur zerstört wird. Dadurch weniger Auswahl, teils weniger lecker und außerdem teurer.
  • Weniger Dinge kaufen, die eine Plastikverpackung haben. Endziel: Unverpackt-Laden für fast alles.
  • Wenig Fleisch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. So gut wie kein Meeresfisch.
  • So viel Gemüse und Obst selbst anbauen, wie es der Balkon / die Terrasse / der Garten hergibt. Einiges an SoLaWi
  • angepeilt: Wasser für Dusche und Klo aus der Zisterne im Garten. Langfristig: Trenntoilette mit Mini-Brennstoffzelle o.ä., japanisches Klo mit Wasserreinigung statt Klopapier.
  • Klamotten so viel second hand wie möglich. Neues fast ausschließlich GOTS- oder ähnlich zertifiziert. Die meisten gekauften Klamotten mind. 98% Bio-Baumwolle oder gleich 100% Schurwolle (z.B. Fleecejacke).
    (Außer Herren-Anzüge und Schuhe. Derhimmelweißwarum es Öko-Anzüge und -Schuhe nicht in businesstauglich gibt).
  • Spielzeug für den Nachwuchs fast ausschließlich gebraucht.
  • Waschmittel ohne kationische Tenside, ohne Füllstoffe, weitgehend ohne Parfüme.
  • Schmuck nur second hand oder voll RJC-zertifiziert o.ä. Weniger ist da eh mehr.
  • Auch bei der Hardware mal darauf achten, wie wenig Wert der Hersteller auf Umweltfreundlichkeit & Sozialstandards legt.
  • CO2 aus Flugreisen kompensieren und da auch fürs Autofahren mal was Springenlassen. Keine Inlandsflüge.
  • Übers CO2-Kompensieren hinaus Spenden an Organisationen, die was für die Umwelt tun. Von "Regenwald kaufen" über "nachhaltige Landwirtschaft ohne Hybridsaatgut für ungebildete Landwirte" bis "saubere Kocher in abgelegenen Regionen Afrikas für Leute, die bisher offenes, rußiges Feuer für jedes Essen gemacht haben."

    Edit2, von weiter oben im Fred, auch umgesetzt:
  • zertifizierten Ökostromanbieter nutzen. Idealerweise aus regionaler Produktion. Auch wenn der 50% teurer ist als EON.
  • Trinkwasser nutzen wenn es einem schmeckt und dafür verpackte Getränke vermeiden. Ist in der Regel eh gesünder.
  • Zum Einkaufen immer eigene Tüten/Taschen mitnehmen und nicht irgendwelches Obst oder Gemüse im Supermarkt in Plastetüten einpacken. Das Zeug hat von der Natur 'ne Schale bekommen. Aus gutem Grund. Das muss man nicht einpacken. Und ständig neue Tüten kaufen muss man auch nicht.
  • Müll sauber trennen. Batterien, Altöle, Elektroschrott in irgend einer Kiste sammeln und wenn die Voll ist halt einmal zum Werststoffhof. Was recyclebar ist, recyclen.
  • Bei der Anschaffung von Geräten auf den Energieverbrauch achten. LEDs statt Glühbirnen.
  • Stoßlüften und aktives Heizungsmanagement. Oder programmierbare Thermostate. Bad, Küche, Schlafzimmer müssen tagsüber nicht warm sein.
  • Akkus nutzen statt Batterien wo es geht und über sauberen Strom aufladen.

Noch gar nicht umgesetzt:
  • Fairphone statt geilem High-End-Scheiß
  • festes Shampoo und Duschwaschstück. Ist attraktiver, wenn das Wasser aus der Zisterne kommt, weil sich der Wasserverbrauch mit festem Waschzeug unweigerlich erhöht (man muss die Waschstücke ja erstmal nass machen).
  • Windeln und Feuchttücher. Feuchttücher haben wir in den ersten Lebensmonaten weitgehend durch Baumwolllappen ersetzt, aber später stinken die Fäkalien so abartig, dass wir es ganz schnell wieder gelassen haben.
  • Bahn- statt Autofahren für weitere Strecken. Die Bahn nervt abartig hart und man ist solche Ewigkeiten unterwegs. Als Single mit ganz viel Zeit vielleicht noch machbar, aber als Familie mit weit verstreuter nächster Verwandschaft ohne ICE-Anbindung? Hardcore.
  • Konsum allgemein und Amazon im Besonderen. Abartig, was da alles bestellt wird.

Edit:
Wann wäre ich bereit, mehr zu tun?
1. User Experience: Je besser die Alternativen (geschmacklich, preislich, Verfügbarkeit, Design,...), desto eher wird's was. Überall(!) Radwege mit mind 3m Breite pro Richtung, glatt asphaltiert, mit Wurzelsperre, hochbord und fette Bremshügel für Seitenstraßen,...
2. Penalty und Anreiz. Macht Benzin/Diesel/fossile Energie dreimal so teuer (aber kostenlosen "Grundverbrauch" für alle + Härtefallregelung für unteres Verdienst-Drittel). Bei Schneefall als Erstes Geh- und Radwege räumen, die Straßen zum Schluss. Exorbitante Steuern auf Plastik, Lacke, mosh uvm.
3. Kinder kriegen. Game Changer für mich, weil man sich unweigerlich die Frage stellt, was man denen hinterlassen und beibringen will.
4. Gewohnheit und sozialer Vergleich. Angefangen, mir Gedanken um die Welt zu machen, hab ich vor drölf Jahren durch meine unaufdringlichen aber vorbildlichen Mitbewohnerinnen. Dann zwei Partnerinnen, die da deutlich weiter waren als ich. Und inzwischen ist es selbstverständlich, dass ich bei fast allem kurz drüber nachdenke, was für einen Impact das hat und immer mal wieder überlege, wo ich noch was anders machen kann.
[/Edit]


Was mir bei alledem immer wieder scheißeklar wird: Über sowas kann man sich nur Gedanken machen, wenn man verdammt priviligiert ist (hier: oberes Verdienst-Drittel in Deutschland). Ja, es tut ein bisschen weh, bei Scheißwetter aufs Rad zu steigen und nicht das Auto mit Sitz- und Lenkradheizung aus der Garage zu holen. Aber soll ich das mal unserer Putzfrau im Büro erzählen, die jeden Tag 45 Minuten mit den Öffis zum Sammelpunkt fährt, dann 10 Stunden im Akkord arbeitet, sich bis Mitternacht den Rücken krumm macht und abschließend mit etwas Pech noch anderthalb Stunden zu Fuß nach Hause läuft, weil sie den letzten Bus gerade verpasst hat? Soll ich der außerdem ernsthaft erzählen, dass es aber nicht so geil ist, die ghanaischen Bananenchips mit viel Zucker und Aromastoffen aus dem Afroladen an ihre Kids zu verfüttern?

Oder die alleinerziehende Sekretärin im öffentlichen Dienst, die für Entgeltgruppe 8 (was ist das: 1200€ 2000€ netto im Monat? [Danke @Benrath für den Hinweis]) ihre zwei Kids in der 60m²-Wohnung durchkriegen muss, weil sie sich was Größeres nicht leisten kann: Soll die nur noch regional und bio essen und bitteschön keine Klamotten bei Kik mehr kaufen, sondern neben Vollzeitjob und Kindererziehung, neben Einkaufen und Hausaufgabenhilfe noch täglich ne Stunde ebay Kleinanzeigen für gebrauchte Klamotten und Spielzeug durchsuchen?

Oder der "selbstständige" Rumänische/Bulgarische/Polnische/Albanische Paketbote, der mir immer sackfreundlich die Amazon-Bestellung bringt und für 4 Euro die Stunde von Tür zu Tür hetzt: Soll ich dem sagen, dass er nicht mit seiner alten Diesel-Drecksschleuder (in der er auch wohnt, weil die "Agentur", die ihn hergeholt hat, nichtmal für eine bezahlbare Mietwohnung sorgt) 1x pro Monat zweitausend km pro Strecke in die Heimat fahren soll?


Wir leben in einer beschissenen Welt, in der die meisten von uns hier im Forum zu den lucky 1% der reichsten Menschen gehören dürften. Und viele von uns können das nichtmal genießen, weil es auch innerhalb Deutschlands so ein krasses Gefälle gibt. Darum finde ich mich nicht besonders geil dafür, dass ich mir ab und zu mal Gedanken darüber mache, was ich dafür tun kann, dass auch meine Kinder noch ohne Klima-Krieg so alt werden können wie ich jetzt bin.
 
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angepeilt: Wasser für Dusche und Klo aus der Zisterne im Garten. Langfristig: Trenntoilette mit Mini-Brennstoffzelle o.ä., japanisches Klo mit Wasserreinigung statt Klopapier.

da gibs aber schon lange klügere ansätze
 
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Mal wegen Mikromanagement Heizung (weil das ja gerade wieder aufkam). Was ist denn nun besser für Umwelt und Geldbeutel? Nur dann hochheizen, wenn man da ist oder einfach aufdrehen und 24/7 das Level halten?

Habe ja jahrelang fürs Bad so ein programmierbares Dingens gehabt, damit es in der Früh schön warm ist. Mittlerweile liegt das aber doch wieder im Schrank - kann mir ja jetzt Warmwasser leisten. :D

Im Wohnzimmer habe ich im Winter durchgeheizt.
 

parats'

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Je nach Gemäuer muss man doch eh im Winter die Räume zu einem gewissen Level beheizt haben, da warme Luft die Feuchtigkeit besser "bindet" und so Schimmel vorgebeugt wird.
 
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Ne Sekretäring ist allerdings normalerweise in E2 bis E5. E6 gibts erst für Sekretärinnen von ziemlich hochrangingen Beamten, über E6 kommt man nur hinaus, wenn man die Sekretärin eines Ministers ist. Allerdings sind auch E2 schon 1500 Euro in Stufe 1 - die unteren Stufen sind im öffentlichen Dienst doch recht gut bezahlt.
 
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Mal wegen Mikromanagement Heizung (weil das ja gerade wieder aufkam). Was ist denn nun besser für Umwelt und Geldbeutel? Nur dann hochheizen, wenn man da ist oder einfach aufdrehen und 24/7 das Level halten?

Habe ja jahrelang fürs Bad so ein programmierbares Dingens gehabt, damit es in der Früh schön warm ist. Mittlerweile liegt das aber doch wieder im Schrank - kann mir ja jetzt Warmwasser leisten. :D

Im Wohnzimmer habe ich im Winter durchgeheizt.

Kommt nicht unerheblich auf Deine Situation an. Minergiehäuser werden afaik nur noch minim abgesenkt. Ältere Durchzugsbauten eher nur warm wenn nötig...
Edit: und tw. das was para sagt
 
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Neben dem Gemäuer geht es auch darum, welche Heizung du hast.
Bei Fußbodenheizung mit eher niedrigeren Vorlauftemperaturen lohnt es kaum die Heizung abzusenken, die Heizung reagiert ja dann auch etwas träger als Wandheizköper...
Komplexe Sache. Ich glaube Räume die man täglich nur kurz nutzt sollte man auf einem niedrigen Heizungsniveau halten - Wohnräume durchheizen, ggf. mit kleiner Nachtabsenkung.
 
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[OT]
Ne Sekretäring ist allerdings normalerweise in E2 bis E5. E6 gibts erst für Sekretärinnen von ziemlich hochrangingen Beamten, über E6 kommt man nur hinaus, wenn man die Sekretärin eines Ministers ist. Allerdings sind auch E2 schon 1500 Euro in Stufe 1 - die unteren Stufen sind im öffentlichen Dienst doch recht gut bezahlt.

Hab mal in einer etwas größeren Behörde gearbeitet, und da haben wirklich nur die allerletzten - entschuldigung - Dummbratzen E6 gekriegt, die entweder nicht mal wussten was ein Tabstopp ist oder schlicht Arbeitsverweigerung betrieben haben. Auf E8-Stellen wurden dafür mit Vorliebe nicht nur Leute mit abgeschlossener Verwaltungsausbildung gesteckt (die sehr, sehr regelmäßig auch die einfachsten Abrechnungssachen -- Kerngebiet der Ausbildung -- falsch gemacht haben), sondern gerne auch Leute mit Bachelor- und teilweise sogar Masterabschluss, die den Laden als Sprungbrett benutzt haben.
Wohlgemerkt: alles Bürosachbearbeitung. Wir tollen wissenschaftlichen Referent*innen haben selbstverständlich "richtige" Sachbearbeiter*innen (meist mit fachfremdezur Seite gekriegt, die nach 10 Jahren auf E12 im Schnitt deutlich mehr Brutto hatten als die durchschnittlichen E13er bei uns.

tldr: Ein kurzer Blick in die tvöd-Stellenportale sagt: 90% Bürosachbearbeitung ist E6-E8, der Rest weitgehend E9x. Richtige Sachbearbeitungen kriegen gefühlt doppelt so viel wie jede Kita-Leiterin.
[/OT]
 
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Neben dem Gemäuer geht es auch darum, welche Heizung du hast.
LoL, Fußbodenheizung.

Baujahr irgendwas Mitte 70er-Jahre. Und eine "Wand" ist so eine Fensterfront, die da, wo kein Glas ist, nur aus Kunststoff besteht, vermutlich/hoffentlich :ugly: mit irgendeinem Dämmstoff innen drinnen.
 

parats'

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Hast Du denn Probleme mit den Wänden bzw. Bereichen an einer Wand oder geht es dir nur um "kostengünstig"?
Wenn ja, dann müsstest Du mal gucken ob die betroffenen Bereiche generell im Temparaturbild abweichen oder ob die Oberflächenfeuchtigkeit über der Norm liegt.
 
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Hast Du denn Probleme mit den Wänden bzw. Bereichen an einer Wand oder geht es dir nur um "kostengünstig"?
Wenn ja, dann müsstest Du mal gucken ob die betroffenen Bereiche generell im Temparaturbild abweichen oder ob die Oberflächenfeuchtigkeit über der Norm liegt.
Mir geht es einfach darum zu wissen, welche Heizmethode denn jetzt am kostengünstigsten ist. Im Idealfall ist das dann auch deckungsgleich mit "am besten für die Umwelt" (unter der Bedingung, dass ich mir nicht den Arsch abfriere).
 
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Der seit dem Jahreswechsel in Deutschland geltende neue CO₂-Preis soll schon 2023 auf 60 Euro pro Tonne erhöht werden. Gegenwärtig liegt der Preis bei 25 Euro. Unternehmen, die fossile Brennstoffe wie Erdölprodukte, Erdgas oder Kohle als Brennstoffe nutzen, müssen durch den CO₂-Preis Rechte zum Ausstoß erwerben. Das soll einen Anreiz zum Einsparen klimaschädlicher Gase setzen. Die CO₂-Einnahmen wollen die Grünen in ein »Energiegeld« umwandeln, das an die Bürger zurückgezahlt werden soll. Davon soll jeder profitieren, und zwar fair aufgeteilt pro Kopf. Das »Energiegeld« soll nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden.

Wenn ich das lese, muss ich sowas von kotzen!
Man glaubt ja gar nicht, wie dämlich die Mensch+innen sind.

Fein, dann wird es also teurer in Deutschland zu produzieren und Dinge werden stattdessen in shithole countries mit schlechteren Umweltstandards produziert. Im Anschluss werden die Sachen dann wieder umweltfreundlich per Schiff und LKW nach Deutschland transportiert. Es ist sowas von völlig idiotisch.
Wieso kommt eigentlich keiner auf die Idee das verbrauchte CO2 beim VERKAUF zu besteuern, wie eine Mehrwertsteuer. DAS wäre marktwirtschaftlich sinnvoll und würde eine funktionierende Steuerungswirkung entfalten und vor allem den Dreckschleudern aus China und Co, die ihren Billigkram nach Deutschland exportieren, schaden und unserer Industrie mit ihren scharfen Vorgaben nutzen.

Ich weiß nicht, ob die GrünInnen wirklich so dämlich sind, oder ob sie unserem Land absichtlich Schaden zufügen wollen.

Dazu dann noch Recht auf Homeoffice, Verkehsbehinderung durch Radfahrflächen, sofort 12 € Mindestlohn, da wird der Standort Deutschland ein neues Allzeit-Hoch bei der Attranktivität erreichen.
 
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