so, wie die Märkte reagieren, freut sich die heimische Produktion irgendwie gar nichtJoah, nur dass Zölle noch weitere Steuerungswirkungen haben, offensichtlich die heimische Produktion fördern und handelsungleichgewichte ausgleichen.
Danke für die Ausführung. Ich gebe dir vollkommen recht und daher sehe ich auch nicht, wie das USA/Trump kurzfristig helfen sollte. Aber langfristig könnte man mit vergleichbaren, zielgerichteten, dosierten Zöllen dafür sorgen, dass bestimmte Industrien im Land bleiben / wieder hier angesiedelt werden.1. Niemand wird neu in USA produzieren, um von dort aus zu exportieren. Dafür sind USA zu teuer und Gegenmassnahmen sind zu erwarten. Zölle sind ja künftig beidseitig.
2. Das bedeutet es lohnt sich erst einmal nur die letzte Stufe in USA zu produzieren. Das bedeutet dann aber man muss alle Teile nach USA importieren und dann dort zusammensetzen. Die einzelnen Teile produziert ja aktuell keiner in USA, die muss man eh im Ausland kaufen. Auf alle Teile fallen Zölle an. D.h. das Delta ist nur der Zoll zwischen Transferpreis auf dem Endprodukt (vor Händlermarge) und dem Einkaufspreis aller Einzelteile. Ob sichs dafür dann lohnt die Produktion rüberzuschieben kommt sicher aufs einzelne Produkt an, aber das wird bei den allerwenigsten Produkten der Fall sein.
Machen wir mal nen Beispiel mit nem fiktiven Auto für 50'000 USD Verkaufspreis in USA ohne MWST.
1. Nehmen wir an das wird für 40'000 USD importiert und 10'000 sind Handelsmarge. Also bei 30% Zöllen, fallen jetzt dann 12'000 USD Zoll an.
2. Nehmen wir an alle Teile kosten 30'000 USD. Das heisst wenn jetzt die Fabrik nach USA gesetzt wird und man dann die Teile importiert, dann haben sie noch 9'000 USD Zoll, sparen also 3'000 USD. Auf den 50'000 USD fürs Auto, macht das jetzt auch nicht die Welt aus. Dafür wird es sich kaum lohnen, Fabriken zu versetzen. Bei Neubauten ists vielleicht ne Überlegung, die Wettbewerbsnachteile der USA sind aber auch substantiell.
Richtig lohnen in USA zu produzieren tut es erst, wenn dann auch alle Vorstufen dort sind. Das passiert aber sicher nicht schnell, sowas braucht Jahrzehnte, zumal viele Vorstufen an einem Ort für den globalen Markt produziert werden. Da hat jetzt keiner Bock auf die Skaleneffekte zu verzichten und in jedem Handelsraum neue Fabriken zu bauen wegen nem 4-Jahres Präsidenten.
Was ich als grösseren Effekt sehe, ist dass Firmen die eh schon viele Vorstufen in USA haben stark profitieren. Im Autobereich ist Tesla sicherlich riesiger Profiteur, da sie tief vertikal innerhalb der USA integriert sind und damit die vollen 30% als Kostenvorteil kriegen.
Dass sich aber wirklich viel schiebt ist erstmal unwahrscheinlich. Vielleicht über Jahrzehnte, wenn dann Stück für Stück Wertschöpfungsstufe nach Wertschöpfungsstufe rübergeht, aber wer weiss schon was in 4 Jahren (oder auch in 4 Tagen ist).
Was Trump halt auch nicht so ganz checkt ist, dass die Effekte die er sich wünscht, nur passieren wenn der langfristige Planungshorizont entsprechend angepasst ist.
D.h. wenn Mercedes weiss, dass in 5 Jahren Zölle kommen, die dann 20 Jahre bestehen, setzen sie ihre nächste Fabrik vielleicht nach USA.
Wenn aber nächste Woche Zölle kommen, die vielleicht in 4 Wochen wieder weg sind (da die Länder verhandeln) und recht wahrscheinlich in 5-10 Jahren wieder weg sind, dann bewegt sich dafür überhaupt niemand und das geht einfach nur auf die Konsumentenpreise drauf.
Isso.Also ich sehe hier nur Kaufgelegenheiten.![]()
Beispiel Zölle:
1) Wegfall von produktiven Jobs, die bei verhältnismäßiger schlechten Ausbildung gutes Einkommen ermöglicht
2) Wir machen so hohe Zölle auf Importe, dass die Firmen vor Ort produzieren müssen
3) Vor-Ort-produzierende Firmen profitieren/werden weniger geschadet. Langfristige Verlagerung von Produktion in die USA.
Vielleicht das Geilste an der Geschichte: Ein Sprecher des Weißen Hauses hat bestritten, dass sie die Zölle nach der Methode (Exporte minus Importe geteilt durch Exporte und dann das ganze halbieren = "Handelsschranken") berechnet haben, die der Tweet den ich verlinkt habe beschreibt. Stattdessen hätten sie folgende, hochwissenschaftliche Methode angewendet:
Wenn man auf den Link klickt sieht man, dass epsilon und phi (beides länderunabhängige Konstanten in einer Gleichung, die länderspezifische Zölle darstellen soll!) einfach auf 4 und 0.25 festgesetzt wurden. Was dann bleibt, wenn man die Konstanten vor den Bruch zieht: Exporte minus Importe geteilt durch Exporte. Mal 0.5 vor dem Bruch.![]()
1. es ist beachtenswert, wie du die einfache formel falsch auflöst (und wie du deinen algorithmus beschreibst um diese zu lösen)
2. von wegen "einfach auf xx und yy festgesetzt" - der link selbst begründet doch die wahl der konstanten.
falls die konstanten falsch sein sollten, hat eher das wissenschaftliche umfeld in dem fachbereich versagt die veröffentlichungen zu kritisieren oder zu verhindern: die zitierten journals sind nämlich nun wahrhaft keine no-names (AER!) und peer-reviewed. hat schon bisschen geschmäckle.
Natürlich löst du sie falsch auf. du kommst nach deiner beeindruckenden Akrobatik auf, ich zitiere:Ich "löse nicht die Formel falsch auf", ich sage dir wie man auf den Wert kommt den sie tatsächlich angelegt haben. Der ist aber eben nur halb so hoch wie das, was die Formel sagt. Und "AER!" ist ja schön und gut, aber phi ist in dem Artikel im AER halt 0.95, nicht 0.25.![]()
Natürlich löst du sie falsch auf. du kommst nach deiner beeindruckenden Akrobatik auf, ich zitiere:
"Exporte minus Importe geteilt durch Exporte."
Korrekt ist aber:
Exporte minus Importe geteilt durch Importe.![]()
Dass du dich am aer aufhängst war auch klar, wenn auch tatsächlich gar nicht genutzt.
Genug davon nun.
Dass das ein Fehler war (weil ich zwischen Sicht von Exporteur und Importeur gewechselt bin) konntest du nicht etwa daran erkennen, dass der ganze Sinn des Posts war, die Richtigkeit der Rechnung zu belegen, die die Trump-Regierung einerseits abstreitet, andererseits aber mit der Formel belegt (abzüglich der Halbierung)?
lol
Hör mal jung, du bist nicht zwischen Exporteur und Importeur gewechselt, sondern hast einfach nen Fehler gemacht. Kann passieren, schwamm drüber. Den Billigfehler aber verteidigen zu wollen ist absolut schneckencringig...wird ja nicht nur hier der Fall sein, wo es so offensichtlich ist und um nix geht.
Außerdem ist es doch auch bezeichnet, wie die Diskussion sich auf die Parameterwahl verschiebt aber keinerlei kritik zur Methode selbst ersichtlich ist.
P.s. mit dem ominösen 1/2 ist Phi auch eher 1/2 statt 1/4 gesetzt wurden - der Effekt ist also nicht 4fach so groß.
Insgesamt echt :megarofl:.
Ab wann spielen wir "buy the dip"?
Fallhöhe ist nach unten begrenzt. Tiefer als 0 kann es nicht sinken (außer du handelst (+hebelst) wie eine gottlose Olga mit Leerverkäufen).könnte ein prima beispiel für "never catch a falling knife" werden.
Genau, quasi free money. Begrenzte downside mit unbegrenzter upside.yau, von 100% auf 0% klingt nach a fun-ride.
Gratulation, du hast dir eigenständig erschlossen wie man auf die dümmstmögliche Art eine Mehrwertsteuer einführt.![]()
Lol, wie er keine 2 Mios rumliegen hat und einfach jetzt schon 30-40k investiertAb wann spielen wir "buy the dip"?
Mein Argument war ohne Wertung Mr. Superschlau. Kein Grund hier mit VWL 1 Basiswissen den Dicken zu machen.
Und du definierst was "richtige" Studiengänge sind? Du verrennst dich gerade massiv...Auf die Gefahr hin, dir in die Hände zu spielen aber richtige Studiengänge haben eigentlich keine Veranstaltungen, die "(Name des Studienfachs) 1" heißen.![]()
Naja, ich bin in dem ganzen Murica game nicht so drin. Aber mir fällt es immer schwer eine einzelne Schneeflocke als monokausalen Beleg für den kognitiven Verfall einer ganzen Nation zu nehmen.Das Problem ist, dass es nicht nur random trottel sind sondern es substanzielle Unterstützung dieser Denkweise gibt. Alles ist geil, was Trump macht - und das beklatschen 50% der Amerikaner.
Und parallel diskutieren wir in Deutschland die Einführung von Palantir - Danke Merz![]()
Naja, ich bin in dem ganzen Murica game nicht so drin. Aber mir fällt es immer schwer eine einzelne Schneeflocke als monokausalen Beleg für den kognitiven Verfall einer ganzen Nation zu nehmen.
Mir ist klar, dass da drüben einiges anders läuft und für europäische Verhältnisse ist das in Teilen vermutlich ein einziges shithole country. Aber bei solchen snippets fehlt mir dann doch irgendwie der Bezug zur Realität.
ABER OBJEKTIV!!! UND LIBERAL IM GEISTE! UND ALLES!hast du beim verfassen des beitrags an einem glas wein genippt (im barrique gereift!) und den kleinen finger abgespreizt? die haben zum zweiten mal trump gewählt, wenn dir das nicht monokausal genug ist für den offenkundig kognitiven verfall einer ganzen nation, dann weiss ich auch nicht. die letzten zwei monate sind auch irgendwie an dir vorbei gegangen? ist jetzt nicht so, als würden die demokraten durch anwesenheit glänzen. ein protest mit sagenhaften 1000 personen in washington wird aktuell als erfolgreicher widerstand verkauft![]()
Und es gibt nur den einen Trump-Wähler aka my rifle my pony and me? Sorry, aber du postest hier doch unentwegt screenshots, die offensichtlich bescheuert sind. Was ist denn der Mehrwert davon, außer, dass wir wissen, dass es Verrückte gibt in den Staaten? Diskutieren wir doch über die Politik und weniger über die Wähler.hast du beim verfassen des beitrags an einem glas wein genippt (im barrique gereift!) und den kleinen finger abgespreizt? die haben zum zweiten mal trump gewählt, wenn dir das nicht monokausal genug ist für den offenkundig kognitiven verfall einer ganzen nation, dann weiss ich auch nicht. die letzten zwei monate sind auch irgendwie an dir vorbei gegangen? ist jetzt nicht so, als würden die demokraten durch anwesenheit glänzen. ein protest mit sagenhaften 1000 personen in washington wird aktuell als erfolgreicher widerstand verkauft![]()
Wie meinen?ABER OBJEKTIV!!! UND LIBERAL IM GEISTE! UND ALLES!
*scnr*
Hier ein paar Daten aus einer der beiden großen Umfragen, die parallel zu den US-Wahlen gemacht werden (sorry, dass die Farben nicht super gut gewählt sind):
Anhang anzeigen 13264
Ein paar Punkte, die auffallen:
- Ein traditioneller Befund der Politikwissenschaft war, dass Schwarze in den USA seit Jahrzehnten sehr selten GOP wählen, egal ob sie konservativ oder liberal sind. Das hat sich in den letzten paar Jahren ein bisschen aufgelöst: Konservative Schwarze haben dieses Jahr zur Hälfte GOP gewählt, nachdem sie vor 10 Jahren noch bei unter 20% waren
- Ein ähnlicher, aber schwächerer Trend (von einer niedrigeren baseline aus) existiert auch für Latinos. Insbesondere bei Trumps erster Wahl 2016 haben auch konservative Latinos häufiger für Dems gestimmt (fast 40%), aber der Trend hat sich quasi komplett umgekehrt bei Trumps zweiter und dritter Wahl. Trotz Trumps Politik hat er keinen Malus bei der Gruppe
- Die Bewegung bei Weißen ist nahezu Null. Weil wir aber aus anderen Umfragen wissen, dass sich wenn man nach Gehalt ordnet auch einiges bei Weißen getan hat (wohlhabendere Menschen wählen jetzt tendenziell demokratischer als früher, ärmere häufiger GOP), muss man davon ausgehen dass Wähler hier eher ihre (Selbstaussage zur) Ideologie angepasst haben