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Das ist natürlich ein Standard-Werk, dass in keinem Haushalt fehlen sollte :top:

Ich lese gerade - zum zweiten Mal um das Gedächtnis aufzufrischen: China, eine Weltmacht kehrt zurück, von Konrad Seitz.

Das Buch ist schon ein paar Jahre alt, aber gerade der historische Rückblick im ersten Teil ist besonders eindrucksvoll. Gebraucht gibts das Buch schon für einen Euro.

 

parats'

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Man braucht für sowas aber schon ein gewisses "Verständnis", oder?
Ich hab vor langer Zeit mal Infanterie greift an gelesen und bin irgendwie null warm geworden. Der doch sehr persönliche Teil in und nach den Kapiteln war schon sehr interessant, aber mir fehlte für die Sache oft der Bezug.
 
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"Infanterie greift an" ist ja schon eher ein Lehrbuch und richtet sich in erster Linie an Soldaten. Daher kann ich gut verstehen, wenn das keine Begeisterung ausgelöst hat.

Als Laie kann man sich dem Thema entweder über eher geschichtliche Werke nähern - wozu ich "Waffen SS im Einsatz" zählen würde, hier natürlich in klar heroisierender Darstellung zu dieser bestimmten Truppe :top:
oder und das ist wahrscheinlich der einfachere Weg, über Erlebnisberichte. Davon gibt es hunderte mit den unterschiedlichsten Facetten und viele davon sind eindrucksvoller, als jedes zusammengelogene Hollywood-Drehbuch.

Ich empfehle hier mal eines der unbekannteren: "Hans von Luck: Gefangener meiner Zeit".
Von Luck erzählt in spannender Art und Weise und trotzdem gut verständlich von seinen Erlebnissen in sechs Kriegs- und fünf Gefangenschaftsjahren.

 

parats'

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Begeisterung muss das Buch nicht auslösen, gibt genug Bücher die sich super lesen lassen und wo am Ende kein "wow" hängen bleibt, das wäre auch nie mein Anspruch.
Im speziellen zu dem Buch: ich hab kein Roman erwartet, das war mir beim Klappentext schon klar. Allerdings wird relativ man unvermittelt durch die Kapitel geworfen. Die persönlichen Notizen und "Analysen" waren wirklich interessant, aber für mehr muss man wohl wirklich auch mal gedient haben bzw. im speziellen in der Infanterie.
Deinen Titel setze ich mir mal auf die Merkliste für später, wenn denn mein Stapel hier mal Kleiner werden würde.
 
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Danke für den Tipp mit "Infanterie greift an". Ich habe mir mal die Leseprobe angeschaut und es geht wirklich sehr in's Detail. Da kann ich schon verstehen, wenn sich Jemand dafür nicht begeistern kann. Ich find's gut und wenn ich die Zeit finde, hole ich es mir.

Das Buch "Waffen-SS im Einsatz" stellt eher einen groben Überblick über Entstehung, Einheiten und Einsätze der Waffen-SS in der kurzen Zeit ihres Bestehens dar. Wie Mackiavelli schon schrieb ist es verherrlichend, bzw. Pro Waffen-SS. Nach dem Motto Soldaten, wie Andere auch.

War ja damals die Sache, dass die SS als verbrecherische Organisation eingestuft wurde und die Soldaten der Waffen-SS keinen Anspruch auf Soldatenrente hatten. Deshalb wurde die "HIAG" gegründet.
 
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hab mir vor einigen wochen jurassic park von michael crichton gegönnt, irgend eine gebrauchte erstausgabe vom alfred a. knopf, inc. verlag. alte kindheitserinnerungen, liest sich wirklich sehr geschmeidig und weil ich die filme bestimmt seit 25 jahren nicht mehr gesehen hab, auch ziemlich spannend.
 

[fN]Leichnam

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Jo Mackia, hab nen Tipp für dich: Erich Lobin - Ruhm und Ehre zu gewinnen?

Der Mann war eigentlich ein U-Bootfahrer, aber als gegen Kriegsende alles auseinander fällt, muss er als Marinesoldat auch im Infanteriekampf im Osten mit ran. Wenn du diesen schnoddrigen Landsertonfall suchst, hier wirst du bestens bedient. Das Buch ist ein bisschen beschissen lektoriert und daher gibt es recht viele kleine Fehler, wie fehlende Worte oder so was. Aber das Material an sich ist saustark.

Zum Thema SS: Es gibt einen sehr umfangreichen Roman namens "Die Wohlgesinnten" von Jonathan Littell, der zurecht als bahnbrechendes Meisterwerk gilt. Geschrieben aus der Sicht des fiktiven SS-Offiziers Dr. Maximilian Aue, der als Sprachexperte, Völkerkundler und Rechtswissenschaftler den Einsatzgruppen im Osten angegliedert ist. Es ist, soweit mir bekannt, die konsequenteste, detailreichste Beschreibung der "Arbeit" der Einsatzgruppen, die je geschrieben wurde. Absolut schonungslos. Und der Ich-Erzähler selber steckt neben seiner Funktion als SS-Offizier noch voll anderer rätselhafter Fragwürdigkeiten. Der kommt also nicht von der Stange, ist bisexuell, inzestuös und mehr will ich noch gar nicht verraten. Ein unbedingt lesenswertes Buch.
 
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Danke für den Tipp für das Buch von Erich Lobin. Das hat ja sehr gut Bewertungen, ist auf meiner Liste :top:
 
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Zum Thema SS: Es gibt einen sehr umfangreichen Roman namens "Die Wohlgesinnten" von Jonathan Littell, der zurecht als bahnbrechendes Meisterwerk gilt. Geschrieben aus der Sicht des fiktiven SS-Offiziers Dr. Maximilian Aue, der als Sprachexperte, Völkerkundler und Rechtswissenschaftler den Einsatzgruppen im Osten angegliedert ist. Es ist, soweit mir bekannt, die konsequenteste, detailreichste Beschreibung der "Arbeit" der Einsatzgruppen, die je geschrieben wurde. Absolut schonungslos. Und der Ich-Erzähler selber steckt neben seiner Funktion als SS-Offizier noch voll anderer rätselhafter Fragwürdigkeiten. Der kommt also nicht von der Stange, ist bisexuell, inzestuös und mehr will ich noch gar nicht verraten. Ein unbedingt lesenswertes Buch.

Ist halt ein Roman und fiktiv. Ich halte da nichts von und lese nur Sachbücher zum Themenkomplex 2. Weltkrieg.
 

pinko

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Romane sind natürlich keine Sachwerke, können aber durchaus viel über ihre jeweilige Zeit aussagen. Bei Historienromanen ist die Sache etwas verzwickter, sie bieten oft einen guten Einblick in zeitgenössische historiographische Diskurse. Bin selber aber auch kein großer Fan von Historienromanen, weil die Geschichte an sich schon spannend genug ist.
 
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Ich finde Interviews von Zeitzeugen gut, die damals dabei waren. Ist für mich am authentischsten.
 
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Gerade der zweite Weltkrieg ist so phantastisch gut dokumentiert und es gibt so viele Zeitzeugenberichte, die dramatischer als jeder Roman sind, dass zumindest ich auf jeglichen Roman zu dem Thema verzichte.

Je unklarer die Forschungslage ist, desto eher bin ich auch an historischen Romanen interessiert.
 
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Mit dem Thema kann man sich ein ganzes Menschenleben beschäftigen und wird doch immer wieder etwas Neues entdecken. Es gibt so viele Bücher, Augenzeugenberichte, usw. Romane brauch man da mMn nicht.
 

[fN]Leichnam

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Also ich gebe euch beiden Recht, dass das Thema unheimlich interessant ist und es gibt zum Glück eine Menge Material aus erster Hand dazu. Ein Roman ist halt schlicht ne andere Baustelle. Es ist gut, dass es beides gibt, weil auch Fiktion ihre Wirkung entfalten kann. Als Beispiel ein Abstecher in die Filmkunst. Kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich als Jugendlicher nach "Saving Private Ryan" aus dem Kino kam. Die Anfangsszene gehört für mich immer noch zum Besten, was dieses Genre je hervorgebracht hat. Das ist also Krieg, na fuck off...
Und wenn ein fiktives Werk das leisten kann, wieso nicht.
 
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[fN]Leichnam

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Louis-Ferdinand Céline - Reise ans Ende der Nacht

Das gefeierte und berühmte Meisterwerk eines Autors von sehr zweifelhaftem Ruf. Schon die ersten Seiten sind großartig und ich erwarte, dass es so weitergeht, ohne Pause, bis zum Schluss nach den knapp 670 Seiten. Bitterböse und gallig, wortgewandt und atemlos.



Da kann man erzählen, was man will, das Altern ist nicht lustig in Ländern, wo es keine Zerstreuungen gibt … Wo man in einem Spiegel, der immer trüber wird, zusehen muss, wie man selber immer kaputter, immer unansehnlicher wird … Man verfault schnell in der grünen Hölle, vor allem, wenn es so grässlich heiß ist. Der Norden, der konserviert einem wenigstens das Fleisch; die Menschen im Norden sind blass, ein für alle Mal. Kaum ein Unterschied zwischen einem toten Schweden und einem jungen Mann, der schlecht geschlafen hat. Der Kolonist aber ist schon am Tag nach seiner Ankunft durch und durch verwurmt. Die unendlich arbeitsamen Würmchen warten nur auf ihn und lassen ihn erst los, wenn das Leben schon lange vorbei ist. Madensäcke sind das.
 
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parats'

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Ronja Räubertochter
Ehrlicherweise mein erstes Buch von Astrid Lindgren und es war sogar relativ spannend, obwohl es sich an Kinder richtet.
Meine Tochter hat auf anhieb nicht alles verstanden, was vor allem am Schreibstil und den teils doch eher unüblichen Wörtern lag.
Die knapp 160 Seiten waren jedenfalls eine herrliche Abwechslung zu meinen sonstigen Büchern und definitiv ein Buch, welches beim vorlesen ziemlich viel Konzentration vom Kind verlangt.
 
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Ich lese gerade "Das grosse Buch der Nordischen Götter- und Heldensagen".

Sind schöne Geschichten dabei. Recht kurzweilig und nicht zu kompliziert. Perfekt vor dem Schlafen gehen.
 
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Hab mich jetzt durch "Hate Crime Hoax: How the Left is Selling a Fake Race War" nach @Gustavo Empfehlung gequält. Die ersten ~50 Seiten sind ganz interessant, als der Autor (Sozialwissenschaftsprof) systematisch typische Behauptungen ala den Schwarzen ginge es wegen Rassismus so schlecht, Kulturelle Aneignung sei phöse usw. auseinandernimmt. Leider schreibt er dann weiter und überdehnt den Stoff auf ~250 Seiten. Ein Fallbeispiel reiht sich an das andere garniert mit süffisanten Kommentaren des Autors. Hart peinlich.
max. 3/5, eher 2/5
 
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Habe jetzt das erste Stephen King Buch gefunden was ich abgebrochen habe und wohl nicht mehr weiterlesen werden, "Sleeping Beauties".
Wobei es wohl etwas unfair ist das Stephen King Buch zu bezeichnen, er hat es zusammen mit seinem Sohn geschrieben, und gefühlt ist das meiste von Owen.

Die Story kommt ziemlich langsam voran, stattdessen werden die parallelen Handlungen unzähliger Charaktere im Detail betrachtet. Das ist ja grundsätzlich nicht schlecht, bzw. sogar typisch für einige King Bücher, das Problem aber ist dass die meisten Charaktere relativ flach und uninteressant sind. Während ich mich bei Werken wie "The Stand" oder "IT" nach Jahren noch genau an die verschiedenen Charaktere erinnern kann, habe ich bei "Sleeping Beauties" schon während das Buchs Probleme mich zu erinnern wer genau jetzt wer war.
Zusätzlich sind viele der Charaktere unglaubwürdig und eher Karikaturen bzw. Strohmänner als nachvollziehbare Menschen. Habe letztens erst "Mr. Mercedes" gelesen. Der Antagonist ist abgrundtief böse und einfach krank, aber irgendwie glaubhaft als Mensch dadurch dass er differenziert dargestellt wird und nicht einfach nur schlecht ist. Erst dadurch kann man ihn hassen, und mit den Protagonisten mitfiebern. In "Sleeping Beauties" sind es wie gesagt eher Karikaturen und damit relativ uninteressant.
Das nächste Problem, was im Verlauf immer deutlicher wird, und das ist wohl ein wichtiger Grund für die anderen Probleme ist: Es wird immer klarer dass das Buch eine soapbox für eine politische Meinung die sich mit "Männer schlecht, Frauen gut" zusammenfassen lässt ist. Das wird immer nerviger weil es einfach furchtbar plump ist. Und das erklärt zurückblickend eben auch warum die Charaktere so langweilig sind. Es wirkt immer mehr als wäre das Ziel gar nicht nachvollziehbare, interessante und differenzierte Charaktere zu haben, sondern vor allem Strohmänner zu haben um eine Meinung zu transportieren.
 
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