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Legalisierung von Cannabis / Drogen allgemein

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was bei cannabiskonsum bisher auch völlig fehlt sind informelle regeln die das wann, wo und wieviel regeln. bei alkohol gibt es so schöne sprichworte wie "kein bier vor vier" die dafür sorgen das man sich nicht schon morgens zuschütten kann ohne gesellschaftlich geächtet zu werden. beim rauchen geht der trend dahin das rauchen mehr und mehr ins freie zu verbannen. viele jüngere raucher (<40) lassen ja bereits die eigene wohnung rauchfrei und am esstisch rauchen die sowieso nicht, nirgends.
bei gras fehlt das ganze leider völlig weil man ja immer noch damit beschäftigt ist den konsum an sich zu verteufeln. ohne einen gesellschaftlichen konsens über den konsum macht das wann und wieviel aber keinen unterschied und viele ballern sich komplett unpassend zu. das wir bei alkohol den übermäßigen konsum so stark gesellschaftlich ächten ist meiner meinung nach auch ein grund wieso wir überhaupt damit gesellschaftlich klar kommen ohne das alles den bach runtergeht. ähnliches müsste es dann natürlich auch mit allen anderen drogen geben.
 
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Jo, dass Alkohol eine der schlimmsten Drogen ist will ich gar nicht abstreiten.
Es würde aber so gut wie niemand auf die Idee kommen jeden Abend 1-2 Flaschen Wein zu saufen und dann zu sagen "das ist voll gesund und macht mich vitaler, entspannter und produktiver".
Beim Kiffen kenne zumindest ich aber viele Leute, die solche Ansichten vertreten.
Krebs heilt es ja bekanntlich auch, usw. ...
Dann hast du aber schlecht aufgepasst...mit 1-2 Flaschen hast du es natürlich derb übertrieben. Aber es gibt doch diese lustigen Sachen, dass 1-2 Glas Rotwein/Abend gesund seien, als Krebsvorbeugung dienen und so.
 
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ganz allgemein zum thema: es ist nur eine frage der zeit bis es bei uns legalisiert wird
 
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was bei cannabiskonsum bisher auch völlig fehlt sind informelle regeln die das wann, wo und wieviel regeln. bei alkohol gibt es so schöne sprichworte wie "kein bier vor vier" die dafür sorgen das man sich nicht schon morgens zuschütten kann ohne gesellschaftlich geächtet zu werden. beim rauchen geht der trend dahin das rauchen mehr und mehr ins freie zu verbannen. viele jüngere raucher (<40) lassen ja bereits die eigene wohnung rauchfrei und am esstisch rauchen die sowieso nicht, nirgends.
bei gras fehlt das ganze leider völlig weil man ja immer noch damit beschäftigt ist den konsum an sich zu verteufeln. ohne einen gesellschaftlichen konsens über den konsum macht das wann und wieviel aber keinen unterschied und viele ballern sich komplett unpassend zu. das wir bei alkohol den übermäßigen konsum so stark gesellschaftlich ächten ist meiner meinung nach auch ein grund wieso wir überhaupt damit gesellschaftlich klar kommen ohne das alles den bach runtergeht. ähnliches müsste es dann natürlich auch mit allen anderen drogen geben.
Und warum ist das so? Warum wird das Trinken vor dem Feierabend so extrem geächtet (wobei das Feierabendbier dann aber gleichermassen als Grundrecht gilt)? Warum ist Trinken in Gruppen völlig OK, ja sogar gefördert, alleine trinken aber wiederum verpönt?

Das zeigt meiner Meinung nach zwei Richtungen auf: Verantwortungsvolles Trinken und unverantwortungsvolles Trinken. Die Linie wird zwar irgendwann dünn (Trinken auf Parties ist OK, aber einfach nicht zu viel!), aber generell lässt sich eine Linie ziehen.
Der zweite Punkt ist, dass die meisten schon mal die möglichen Folgen von Alkohol gesehen oder sogar selber gespürt haben: Sei das herzhaftes Kotzen bei Überkonsum, aggressives Getue auf einer Party von Betrunkenen, schwere Verkehrsunfälle durch alkoholisierte Verkehrsteilnehmer, oder eben richtige Alkoholiker, die ihr Leben absolut nicht mehr im Griff haben, auf der Strasse leben etc. Und das sind alles keine Einzelfälle, das passiert tagtäglich tausendfach - quer durch die Gesellschaft.

Ich persönlich kenne im Zusammenhang mit Cannabis einfach nichts vergleichbares. Schon gar nicht bei Erwachsenen.
 
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Ich kenne was vergleichbares. Eine bekannte hat sich in ne Psychose/Schizophrenie gekifft. Evtl. war das zurückblickend sogar gut, die Leute mit denen die damals rumhing sind zum Teil jetzt "richtige" Junkies.
"Nichts" gesoffen haben die btw. auch nicht. Ich versteh auch nicht warum so ne extrem klare Abgrenzung zwischen Kiffer und Trinker gemacht wird, die meisten Kiffer die ich kenne saufen auch gern und, unter der Woche, überdurchschnittlich. Dass die dann am Wochenende, wennse eh schon Stoned sind, sich in der Regel nicht gleichzeitig auch noch hart besaufen ist ja wohl sehr nachvollziehbar.

Problem bei Cannabis bzw. der jetzigen Politik ist halt, dass es durchaus als Einstiegsdroge funktioniert. Nicht wegen seiner Wirkung oder ähnlichem. Schlicht weil es Illegal ist (1. Hemmschwelle durchbrochen) und man es (oft) von den selben Leuten kauft die einem auch das härtere Zeugs verkaufen wollen (2. Hindernis auch aus dem Weg geräumt).
Zumindest hab ich früher wenn ich irgendwas "anderes" wollt, das immer über den typen mit dem Gras organisiert bekommen...
 

Teegetraenk

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@waaah: Gras ist keine Ursache für Schizophrenie, kann bei genetischer Veranlagung aber den Ausbruch der Krankheit unterstützen. Kenne auch jemanden im entfernten Bekanntenkreis. Der hatte aber mehrere Angstattacken nach Kifferei und hat gegen jeden Rat und gegen jede Vernunft weitergekifft. Das kam also nicht "aus dem Nichts" und alle haben darüber nur den Kopf geschüttelt. Deiner Bekannten hätte jedenfalls eine durch Forschung gut fundierte Aufklärung über Risiken und wie man diese erkennt, mehr geholfen als ein Verbot. Fact.

Der Missbrauch einer Substanz ist halt wirklich niemals ein Argument für eine Prohibition. Steck das Geld, das jetzt verschwendet wird um Cannabiskonsumenten zu jagen in die Aufklärung und Prävention und GG.
 
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Asche auf mein Haupt, falls Dein Beitrag ironisch gemeint gewesen sein sollte..., komme grad von 12h Nachtschicht und bin da grad nicht in der Lage, das feinsinnig zu unterscheiden.

Hast du die verlinkten Videos angeschaut?

Ich habe lediglich die Position der Drogenbeauftragten der Bundesregierung sowie der Bundeskanzlerin zu dem Thema zusammenfassend wiedergegeben.
Dass diese vollkommen hirnrissig und inkonsistent sind, ist mir bewusst. Ihnen vermutlich auch. Da sie trotzdem krampfhaft daran festhalten, wird die Legalisierung nicht kommen.
 
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Welches andere Statement sollte man von der Drogenbeauftragten einer konservativen Regierung auch sonst erwarten? Dass man pauschal keine Negerdroge legalisieren will oder was?
 
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@waaah: Gras ist keine Ursache für Schizophrenie, kann bei genetischer Veranlagung aber den Ausbruch der Krankheit unterstützen. Kenne auch jemanden im entfernten Bekanntenkreis. Der hatte aber mehrere Angstattacken nach Kifferei und hat gegen jeden Rat und gegen jede Vernunft weitergekifft. Das kam also nicht "aus dem Nichts" und alle haben darüber nur den Kopf geschüttelt. Deiner Bekannten hätte jedenfalls eine durch Forschung gut fundierte Aufklärung über Risiken und wie man diese erkennt, mehr geholfen als ein Verbot. Fact.

Der Missbrauch einer Substanz ist halt wirklich niemals ein Argument für eine Prohibition. Steck das Geld, das jetzt verschwendet wird um Cannabiskonsumenten zu jagen in die Aufklärung und Prävention und GG.

Weiss ich bzw. hat mir Ihr damaliger Freund das auch so erklärt. "Unschuldig" würd ich Cannabis dann trotzdem nicht sehen bzw. es total zu verharmlosen bringts jetzt auch nicht.
Bin an sich total für ne Legalisierung und sehs wie du. Aber wenn man mit diversen Kiffern redet, hat man oft mehr den Eindruck da steht ein Marktschreier, der einem seine Wundertinktur verkaufen will, und nicht jemand der sich tatsächlich damit auseinandergesetzt hat ^^.
 
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Und warum ist das so? Warum wird das Trinken vor dem Feierabend so extrem geächtet (wobei das Feierabendbier dann aber gleichermassen als Grundrecht gilt)? Warum ist Trinken in Gruppen völlig OK, ja sogar gefördert, alleine trinken aber wiederum verpönt?

Weil Alkohol ne soziale und Cannabis ne asoziale Droge ist. Beim Alkohol kommen die Leute zusammen, bei Cannabis schotten sie sich ab. Deswegen ist alleine Alkohol trinken verpöhnt, weil es quasi die positivste Wirkung und Daseinsberechtigung der Droge ignoriert.
 
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was bei cannabiskonsum bisher auch völlig fehlt sind informelle regeln die das wann, wo und wieviel regeln.
öh. stimmt doch garnicht. die kiffer-'kultur' hat davon einige.

so sachen wie 'wer baut der haut' sind ziemlich universell, dann gibt es noch lokale variationen wer wie oft am joint in der runde zieht etc. hinüber zu codewörten wie 420 oder unzähligen slangs für die tätigkeit an sich.
man könnte argumentieren dass durch die kleinere anzahl an leuten die kiffen im vergleich zum alkohol die konsumkultur weniger stark ausgeprägt ist. aber durch die kriminalisierung und die dadurch nötige abgrenzung scheint eher das gegenteil der fall zu sein. man schaue sich zum beispiel die coffeshop-kultur gerade in amsterdam an. und dann gibt es noch die unzähligen varianten das zeug zu konsumieren.
die menschheit konsumiert seit >6000 jahren cannabis, zu behaupten es hat sich darum keine kultur entwickelt ist einfach falsch.

und so ziemlich alle kiffer versuchen es diskret zu machen. gibt sicherlich ein paar mongos die es nötig haben auf spielplätzen oder in der nähe von schulen/kindergärten zu kiffen aber das ist unter den leuten, die noch ein paar gehirnzellen haben, verpönt.
man könnte fast meinen, dass man als gesunder erwachsener mensch gelegentlich bedenkenlos kiffen kann, ohne sich von einer dritten partei regulieren zu lassen.
 

pinko

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Weil Alkohol ne soziale und Cannabis ne asoziale Droge ist. Beim Alkohol kommen die Leute zusammen, bei Cannabis schotten sie sich ab. Deswegen ist alleine Alkohol trinken verpöhnt, weil es quasi die positivste Wirkung und Daseinsberechtigung der Droge ignoriert.
Da ist durchaus was dran. Kann zumindest aus eigener Erfahrung bestätigen, dass mich Kiffen total asozial macht, weil es meine introvertierten Seite ins Unendliche potenziert. Habe deswegen auch ne Pause auf unbestimmte Zeit eingelegt. (war aber eh nur Gelegenheits-Mitraucher)
Alleine saufen ist klasse, man darf es nur nicht permanent machen. So 2-3x im Jahr ists grandios. :elefant:
 

Teegetraenk

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Ich trink gern mal abends allein ein Glas Wein oder ein Hefe. Seh da kein Problem, Genussmittel wie alles andere.
 
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Mit saufen meinte er wohl "sich betrinken".
 
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Weil Alkohol ne soziale und Cannabis ne asoziale Droge ist. Beim Alkohol kommen die Leute zusammen, bei Cannabis schotten sie sich ab. Deswegen ist alleine Alkohol trinken verpöhnt, weil es quasi die positivste Wirkung und Daseinsberechtigung der Droge ignoriert.
Diese wunderbaren positiven Seiten wie vollgekotzte Clubs, Prügeleien oder rumlallende Spinner? :)

Habe mehr Spaß und "Community" beim Kiffen als beim trinken gehabt, inzwischen finde ich aber beides extrem scheiße.
 

Tür

Kunge, Doppelspitze 2019
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Ja, wenn du etwas verlinkst das mit reefer madness anfängst diskreditierst du dich allerdings - das ist in etwa das Niveu der legalize it fraktion. In der Sache hast du Recht mit der Warnung, aber noch gilt sie nur als Warnung (an der IMHO ne Menge dran ist). Es ist einfach nicht möglich in Deutschland eine ernsthafte Studie zu dem Thema zu machen. Genausowenig wie man die erwiesenermaßen vorhandene anti-karzinogene Wirkung von THC erforschen kann. Stattdessen wirds von der legalize it Glücksbärchie Truppe benutzt. Bäh. Genau wie reefer madness btw :)

du hast auch nur die überschriften gelesen, ne?
ignorieren ist bei so ner quelle völlig okay. auch die quelle aufgrund ihreres mediums abzulehnen. aber wenn quellenkritik dann bitte wenigstens den inhalt angucken.
 
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Dann hast du aber schlecht aufgepasst...mit 1-2 Flaschen hast du es natürlich derb übertrieben. Aber es gibt doch diese lustigen Sachen, dass 1-2 Glas Rotwein/Abend gesund seien, als Krebsvorbeugung dienen und so.

Das wurde mir in der Schule auch immer erzählt, allerdings hat keiner der positiven Effekte etwas mit dem enthaltenen Alkohol zu tun.
Dass der Wein gesunde Bestandteile hat glaub ich auch ohne Studie - hat wie gesagt nur nichts mim Alkohol zu tun.
Alkohol haben wir (zumindest in Europa) ja sowieso schon seir Jahrtausenden in relativ hohen Mengen konsumiert, ich denke der Mensch kann das sehr gut vertragen.
Selbst Säfte enthalten ja nennenswer Alkohol.
Deshalb kann man 1-2 Gläser Wein wohl auch easy ab.
 
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Shihatsu

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du hast auch nur die überschriften gelesen, ne?
ignorieren ist bei so ner quelle völlig okay. auch die quelle aufgrund ihreres mediums abzulehnen. aber wenn quellenkritik dann bitte wenigstens den inhalt angucken.
Ich hab mir das Video angeschaut. Er begibt sich auf genau das Niveau das er am Anfang kritisiert - und das ganze dann von Youtube, ohne Quellenangaben und co machts halt fuer diese Diskussion hier nicht besser als legalize it weil will breit sein.
 
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Das Thema ist relativ vielschichtig. Und man kann das wohl nicht mal so schnell in paar Zeilen abhandeln.

Extreme Positionen finde ich bei der Thematik immer ein bisschen problematisch. Genauso wie subjektive Wahrnehmungen. Will heißen: Nur darauf zu pochen, dass man unter fast allen Umständen die Autonomie und Freiheit der Bürger an erster Stelle sehen sollte finde ich zu extrem. Muss man schon gründlich überlegen. Genauso find ichs ziemlich kurzsichtig wenn man nur weil man als Student in einer Gruppe ab und zu mal gekifft hat und da nie was passiert ist, es zu verharmlosen. Gegenteil wäre ein Neurologe der jeden Tag mit Jugendlichen zu tun hat die Psychosen haben weil sie Canabis konsumiert haben und es deswegen als höchstgefährlich einstuft.

Ich finde eigentlich, dass es im Grunde dann doch nur einige wenige wichtige Fragen gibt:

Was für Vorteile bringt es mit sich Canabis zu legalisieren? Was für Nachteile?

Das Problem ist, dass allein die Antworten auf diese Fragen so vielschichtig sind. Jetzt muss man aber noch bedenken, dass es auch noch verschiedene "Interessensgruppen" in unserer Gesellschaft gibt; was es noch komplizierter macht.

Ich glaube, dass es durchaus sinnvoll sein kann Cannabis zu legalisieren. Wobei es interessant wäre (anhand von Studien) zu erfahren a) wie stark der konsum von cannabis an/absteigt durch Legalisierung b) ob Cannabis als "Einstiegsdroge" für "härtere" Drogen aufrgund der Beschaffenheit von Cannabis oder aufgrund der Illegalität (und die damit einhergehende Implikationen) rührt.



Ich denke das sind u.a zwei wichtige Punkte die man als Grundüberlegungen klären sollte. Denn letztlich sollte der Konsens sein: Je weniger Drogenkonsum (illegal/legal) in der Gesellschaft, desto besser.
 
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Was für Vorteile bringt es mit sich Canabis zu legalisieren? Was für Nachteile?

Das Problem ist, dass allein die Antworten auf diese Fragen so vielschichtig sind. Jetzt muss man aber noch bedenken, dass es auch noch verschiedene "Interessensgruppen" in unserer Gesellschaft gibt; was es noch komplizierter macht.

Das ist doch gar keine schwere Frage?
Das Verbot ist lächerlich, ausser für dich sind die Drogenhändler ne "Interessengruppe".
Momentan verdienen nur Drogenhändler daran und jeder der will Kifft trotz verbot.

Was bitte bringt dieses Verbot heute noch? Mal abgesehen von Kosten.
 
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Woher weißt du was es für welche Auswirkungen hat wenn es legal ist? Du weißt nicht wie sehr der Konsum steigt, wenn es gesellschaftlich akzeptierter wird. Du weißt nicht wie sehr der Konsum durch die leichtere Zugänglichkeit ansteigt.

Kann gut sein, dass sich nichts ändert, weil diejenigen die bis jetzt nicht konsumiert haben es auch nicht werden wenn es legal ist. Kann aber auch sein, dass es plötzlich viel mehr probieren (weil sie mit Legalität verbinden, dass es unbedenklich ist oder so)

usw.. ?
 
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Holland, Portugal... Andere Länder die das getan haben und nicht im Grasrauch erstickt sind?

Schon heute probiert so gut wie jeder mal Cannabis, genau wie fast jeder mal Zigaretten probiert (die definitiv Abhängiger machen). Es könnten dann mehr Leute "benutzen" ist schlicht kein Argument, jeder der Kiffen will, Kifft auch heute schon. Jeder der nur ab und zu Rauchen will, tuts auch schon.
Wen genau schützt jetzt dieses Verbot? Durch die Illegalität haben wir ja statt mässigem Altersschutz wie bei Zigaretten/Alk halt ganz einfach gar keinen.
 
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Du weißt nicht wie sehr der Konsum steigt, wenn es gesellschaftlich akzeptierter wird.
Es ist doch längst gesellschaftlich akzeptiert. Heutzutage überlegt doch keiner erstmal ewig, ob er bei einer Gruppe <40 (ggf auch schon älter) zugeben kann, dass er durchaus mal kifft.
Genauso wird eine Legalisierung vermutlich die Vorbehalte vieler Gegner nicht ändern.

Bei anderen Drogen ala Heroin & Co mag das vielleicht ein Argument sein, aber bei Gras sind wir an sowas längst vorbei.
 

Tür

Kunge, Doppelspitze 2019
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Ich hab mir das Video angeschaut. Er begibt sich auf genau das Niveau das er am Anfang kritisiert - und das ganze dann von Youtube, ohne Quellenangaben und co machts halt fuer diese Diskussion hier nicht besser als legalize it weil will breit sein.

Gut dass du es geguckt hast. Ich will dir das gerne glauben. Aber hast du auch zugehört? Er geht nämlich in den Videos hauptsächlich gegen die Verharmloserei sowphl als auch gegen die lobhudelei. Und zu den Quellen: Hast du in die Description geguckt?
1. Front Psychiatry. 2014 May 22;5:54.
Gone to Pot - A Review of the Association between Cannabis and Psychosis.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

2. Curr Addict Rep. 2014 Jun 1; 1(2): 115–128.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

3. Front Psychiatry. 2014; 5: 159.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

4. Front Psychiatry. 2013; 4: 128.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

5. Schizophr Res. 2013 Dec; 151(0)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

6. Psychol Med. 2014 Dec; 44(16): 3435–3444.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

7. Schizophr Res. 2012 Aug; 139(1-3): 157–160.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

8. Curr Pharm Des. 2012 Nov; 18(32): 5070–5080.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

9. Schizophr Res. 2008 Dec; 106(2-3): 286–293.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...

10. Schizophr Bull. 2011 May; 37(3): 631–639.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic...
 
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Es ist doch längst gesellschaftlich akzeptiert. Heutzutage überlegt doch keiner erstmal ewig, ob er bei einer Gruppe <40 (ggf auch schon älter) zugeben kann, dass er durchaus mal kifft.
Genauso wird eine Legalisierung vermutlich die Vorbehalte vieler Gegner nicht ändern.

Bei anderen Drogen ala Heroin & Co mag das vielleicht ein Argument sein, aber bei Gras sind wir an sowas längst vorbei.

Ich schrieb akzeptierter und nicht akzeptiert. Und das eine Legalisierung zu (noch) mehr Akzeptanz führt halt ich irgendwie für trivial.

Wenn man solide Studien zu den Ländern und der Entwicklung in den Ländern findet wo man es legalisiert hat dann kann man das sicher als Argument für eine Legalisierung anführen. Wenn sich da kein Erdrutsch anbahnt was den Konsum angeht (ich glaube es ja auch nicht...)
 
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Ich glaub' so krass wie in Portugal wurde das sonst noch nirgends umgesetzt, oder?

"Heroin: ein Gramm, Kokain: zwei Gramm, Cannabis (Kraut): 25 Gramm, Cannabis (Harz): fünf Gramm. Das sind die Drogenmengen, die man in Portugal bei einem Dealer kaufen darf, die man bei sich haben darf, in der Hosentasche durch Lissabon tragen etwa, ohne eine Strafe befürchten zu müssen."

http://www.spiegel.de/panorama/gese...afen-fuer-den-konsum-von-drogen-a-888188.html

In Deutschland schreiben fleißige Polizeibeamte täglich dutzende Berichte über die Beschlagnahme von Kleinstmengen, im Prinzip für die Mülltonne, denn die Anklagen für Besitz werden zu 99% (Bayern mal außen vor :ugly:) fallen gelassen. Ist das dann produktiv investierte Arbeitszeit in die Umsetzung von sinnvollen Gesetzen?
 
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Hab kA, der Fachmann bin ich auf dem Gebiet auch nicht.

Allerdings ist es SEHR erstaunlich wie wenig man über Portugal seit da hört (oder auch von den US-Staaten... Oder einfach Holland)... Ich mein, sowas müsst doch eigentlich von gesamteuropäischem Interesse sein? Damals bei den Rauchverboten in Land XYZ kam mir die Berichterstattung deutlich grösser vor...

In der Schweiz wars um ~2000 mal quasi legal/akzeptiert. Es gab Grasläden u.s.w. aber dann ist man aus irgendwelchen Gründen zurückgerudert und jetzt weiss man wieder nicht, woher das Gras eigentlich kommt. Warum? Keine Ahnung.
 
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endlich mal sehen es auch ein paar Politiker ein
allerdings sei es eine Tatsache, dass Millionen Deutsche sie regelmäßig konsumierten: "Die bisherige Drogenpolitik, das ist offensichtlich, ist gescheitert."
:klatsch:

das Gegenzitat
"Ich will nicht, dass Bremen in Europa irgendwann einen gleichen Ruf hat wie Amsterdam.
ist dagegen natürlich auch köstlich...Bremen könnte froh sein, wenn es international so einen Ruf hätte wie Amsterdam :rofl2:
 

Shihatsu

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Relevant dabei folgender, gaaaanz wichtiger Punkt:
"Ebenso soll nicht mehr automatisch der Führerschein eingezogen werden, wenn bei Verkehrsteilnehmern auch nur geringe Mengen Cannabis im Blut nachgewiesen werden."
Der Rest galt eh schon wenn man sich nicht doof anstellte oder mit Dealer-Mengen erwischt wurde. Nur war dann meist die MPU fällig, die hier explizit ausgeklammert wird. Tolle Sache, endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung.
 
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naja dekriminalisierung ist auch nichts weiter als eine typisch deutsche wischi-waschi-politik. legalisieren + kontrolliert & besteuert verkaufen >> schwarzmarkt dulden

aber euch allen auch ein frohes 4/20 :troll:
 
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Die Steuer wär doch bestimmt wieder Bundessache oder?
 
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grade läuft afaik auch eine un sitzung zu dem thema bei dem nochmal drüber nachgedacht wird ob das 1998 vorgegebene ziel die welt bis 2008 drogenfrei zu bekommen so gut funktioniert hat :ugly:
 
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"die welt" auch noch, bescheidenes ziel :rofl2:
danach übrigens eine weitere traurige bestandsaufnahme: teenagerschwangerschaften existieren auch weiterhin. die un hat dabei versagt, hormongeladene pubertierende 15-jährige vom ficken abzuhalten.
 

Tür

Kunge, Doppelspitze 2019
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Ich denke die UN, ich und selbst su wissen dass nicht das ficken sondern der ungeschützte Verkehr verhindert werden soll. England geht voran: da Treibens immer mehr Teens anal.
Quelle hat Sabel irgendwo gepostet
 
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steht england nicht immernoch ganz oben bei teenagerschwangerschaften? also hinter den usa natürlich aber vor richtigen ländern und so.
 
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