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Imkern - Mit den Bienen durchs Jahr 2021

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ich habe eine bettdecke mit diesem blumenmuster :ugly: und deine beitraege ueber die bienen sind wie immer vorzueglich
 
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Ich hab mal Met angesetzt. Also versucht. ich habe in Polen (sic!) eingekauft und dann im Internet einige Anleitungen mir angeschaut und mir dann was zusammengebastelt. Leider muss ich noch mal was in Polen kaufen, da ich nicht genug Glasgefäße habe. Tolle Wurst...

photo_2021-05-03_13-57-24 (6).jpg

Erst mal was ausgepackt. Die Sachen lagen schon eine Weile im Keller, aber nun bin ich dazu gekommen.

photo_2021-05-03_13-57-24 (4).jpg
Mein honig wollte ich nach dem Ansatz in das Glas, rechts vom Honigeimer, einfüllen. Das hat sich dann aufgrund der Menge zerschlagen. Macht aber nichts, denn Versuch macht kluch.

photo_2021-05-03_13-57-24 (5).jpg

Jo, dann hab ich Honig abgewogen und mit Saft zusammengemischt. Ich habe einmal Apfelsaft (naturtrüb) und Sauerkirschsaft genommen.

Beides (Honig und Saft) musste erhitzt werden, denn dann wird er klar (so habe ich gelesen).

photo_2021-05-03_13-57-24 (3).jpg
Wie man sieht, schäumt es auch, so dass ich das abgeschöpft habe. Das kann man auch trinken - ist zwar noch sehr süß, da es konzentriert ist, aber lecker:
photo_2021-05-03_13-57-24.jpg

Nach dem Abkühlen habe ich es in den großen Gärballon gefüllt und mit nem Grröhrchen verschlossen. Klar habe ich zuvor noch Hefe und Hefenährsalz dazugegeben.

photo_2021-05-03_13-57-24 (2).jpg

Nun stehts im Keller und ich muss nun etwas länger warten, damit es losgeht. Nach 2-3 Monaten soll dann die Hauptgärung stattfinden. Die dauert 3-4 Monate. Abfüllen in Flaschen (habe ich mir schon besorgt: es sind Bügelflaschen) kommt dann also erst im Oktober bis Dezember. Bin gespannt auf das Ergebnis und hoffentlich ist es gut gegangen.
 
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die sachen von browin sind von guter qualitaet und ich kann sie nur empfehlen. ich wuensche dir gutes gelingen :klatsch: und trink dann ein paar flaschen auf das forum
 
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ja, die hefe ist echt schnell was das angeht. das blubbern wird am anfang nur langsam sein und dann fuer einige zeit konstant bleiben. so war es jedenfalls mit unserem ""wein"" und "apfelwein"
 
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Blubberitis fängt im Kirschwasseransatz schon deutlicher an. Der Apfelsaftansatz ist noch ein wenig hinterher. Sieht aber erfolgsversprechend aus.
 
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Samstag und Bienentag - das pendelt sich wohl gerade ein. Mal schauen, ob ich es in den kommenden Wochen mit langen Wochenenden weiter mache. Aber erst mal zu heute:
Erst einmal bin ich heute wahnsinnig schnell nach dem Mittag zu den Bienen. Der Bauer, bei dem meine Bienen stehen, hat mir geschrieben, dass ein Deckel abgeflogen ist.
photo_2021-05-08_21-53-03.jpg
Tja, das kommt davon, wenn es Sturm gibt (bis zu 110 Stundenkilometern schnelle Windböen) und man nicht sofort einen Kontrollgang macht. Es ist aber nichts passiert. Wie man sieht, ist der Deckel abgeflogen, der obere Kasten ist etwas verschoben und der Fluglochkeil ist abgeflogen. Es ist ales kein Problem, weil unter dem Holzstück, was verschoben ist, und den Honigräumen noch eine Folie liegt. Die habe ich, damit
1. die Bienen nicht sofort rausfliegen, wenn man die Beute öffnet
2. man im Winter (kalte Jahreszeiten, nicht im tiefsten Winter) leichter den Bienesitz feststellt, ohne immer ins Volk zu schauen (Hand drauflegen. Da wo die Bienen sind, ist es wärmer)
3. die Wärme beim Öffnen in kalten Jahreszeiten nicht sofort entweicht.
4. Schutz des Imkers vor Wachsbrücken und somit leichteres Öffnen der Beutenteile.
Die Folie ist eine "Noppenfolie" von Ikea. Die passt von der Breite genau.

Ein Wort zum Fluglochkeil.
photo_2021-05-08_21-53-02 (4).jpg
Der Hersteller der Beute bietet auch Fluglochkeile an. Dise sind pfiffig gebaut: Wie ihr seht, gibt es zwei "Einstellmöglichkeiten". Die große Aussparung ist für die wärmeren Tage, die kleine Aussparung für die kälteren. Man muss ihr um 90° drehen, so stellt man unterschiedliche Öffnungen ein. Die große Öffnung kann von stärkeren/größeren Völkern leicht verteidigt werden. die kleinere Öffnung natürlich auch von kleineren/schwächeren. Auch hilft die kleine Öffnung davor, dass zum Beispiel Mäuse eindringen und die Bienen zu sehr stressen oder sie sogar für die Verteidigung etliche Bienen des Volkes verlieren.

Leider habe ich draußen eine Biene gesehen, die mir nicht gefallen hat. Die Biene hat "Stummelflügel".
photo_2021-05-08_21-53-02 (3).jpg
Das ist erst einmal nicht schlimm. Das kann immer vorkommen. Wie ich eben selbst nachgelesen habe, kommt das durch die Varaomilbe in die Biene (Biene wird in den Zellen als Puppe von der Varroamibe angebohrt und so überträgt die Varroa-Milbe Viren, da sie die Hämolymphe absaugt - vergleichbar der Zecke oder Läuse bei uns. Die Hämolymphe ist das Blut der Biene bzw. der Insekten).
Das ist wieder eine schlechtere Nachricht, denn die Varroa ist der (Staats-)Feind Nummer 1 des Imkers/der Biene. Das heißt, dass dieses Volk (es ist eins der hinten stehenden), muss mit Varroa befallen sein. Das ist leider bei jedem Volk der Fall und man muss dagegen behandeln. Wie und wann und mit was, schreibe ich später im Jahr. Nur so viel: Während der Bienensaison bitte nicht, sonst darf der diesjährige Honig nicht mehr verkauft werden.
Zum Virus und dem Befall des Volkes:
Ich habe beide Völker geöffnet und mit die Bienen angeschaut, die mich durch das Absperrgitter begrüßt haben. Wieder ist mir im übrigen aufgefallen, dass diese sanft sind. Bei beiden Völkern habe ich keine Bienen geshen, die das gleiche Problem hatten. Also alles gut und wieder geschlossen. Einen genauen Blick auf die Waben habe ich nicht geworfen, da wieder alles in Ordnung war (flugbetireb angeschaut).
photo_2021-05-08_21-53-02 (2).jpg

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photo_2021-05-08_21-53-02 (5).jpg

In keinem Volk ist im brigen was in den Honigräumen. Ich hoffe sehr, dass sich das mal ändert. Die Temperaturen sind wieder in dieser Woche zu niedrig (Maximaltemperatur um die 12°C). Morgen haben wir dann aber einen Warmlufteinfluss und gleich mal 10°C mindestens mehr. Danach sollen die Höchsttemperaturen bei 20°C liegen, so dass es dann mit Honigproduktion in den Honigräumen losgehen sollte.

Die anderen Völker sind wieder ein wenig bedenkenswert. Das gelbe krepelt immer noch rum. Ich habe es imme rnoch nicht aufgelöst... Das silberne Volk rappelt sich langsam auf. Die kommende Woche kommen neue Bienen auf die Welt. Endlich.
Das blaue Volk lässt mich freudig aber auch nachdenklich zurück. Einerseits gehts mit der Königin weiter und diese legt Eier, das Brutnest sieht kompakt aus. Aber in manchen Zellen habe ich mehrere Eier gesehen. Vielleicht hat die Königin doch was duch die Kälte abbekommen. Ich schrieb ja schon, dass die Königinnen ausgetascht werden soll.

Bisher, abschließend zu heute, kann man wirklich nicht ansatzweise daran denken, neue Völker aufzubauen. Einfach zu wenig los.
 
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Tjo, im letzten Post geschrieben, dass sich der Samstag einpendelt - und zack ists heute der Freitag. Das lag primär am Wetter der nächsten Tage mit Regen, Gewitter. Also unbeständiges Wetter.
Als erstes mal wieder ein Blick auf die Völker als solches:
Die Völker vorne sind immer noch rech schwächlig, aber es wird. Die Völker sollen nur noch zum Sommer hin zum Laufen kommen. Eventuell vereine ich diese dann zum Winter. Bis jetzt ist alles beim alten: Das blaue und silberne Volk kommt so langsam. Das gelbe lasse ich mal außen vor. Das blaue hat sich nun langsam vom "Schock" erholt: Erst stark in das Frühjahr, dann wars fürs Wetter zu stark und verlor ne Menge Bienen. Nun haben die lebenden Bienen die restlichen Toten weggeräumt und machen ausreichend Platz.
Ein paar Bilder davon:
photo_2021-05-14_19-37-42.jpg

photo_2021-05-14_19-37-41 (4).jpg
Flugbetrieb ist aktuell kaum vorhanden. Ich war aber erst gegen späten Nachmittag da. Das kann heißen, das noch etliche Bienen unterwegs sind (sie fliegen aktuell so lange es geht, also bis zum Einbruch der Dämmerung oder bis die Temperaturen unter 12/13°C fallen). Hier ein Bild vom Anflugbrett:
photo_2021-05-14_19-37-41 (3).jpg

Dafür sehen die neuesten Völker gut aus:
photo_2021-05-14_19-37-41 (2).jpg

Da sieht man, dass da Leben ist. Das war auch der Grund, warum ich für heute vor hatte, Drohnenrähmchen einzuhängen. Dies hat zwei Gründe:
1. Die Männer (also die Drohnen) brauchen mehr Platz als die Frauen (Arbeiterinnen) in den Zellen der Waben. Also gucken diese ein wenig raus und die Waben sind nicht mehr so schön "glatt":
maxresdefault.jpg
Man sieht unten, dass dort die einzelnen verdeckelten Waben hervorstehen.
Das hat den doofen Effekt, dass beim Herausziehen vereinzelt Waben aufgerissen werden und so die Drohnen sterben. Des Weiteren kann dadurch der Beespace nicht mehr zwingend eingehalten werden (bei zu viel Drohnenbrut). Der Beespace ist der Abstand zwischen den Rähmchen, den die Bienen maximal brauchen, um von einem Rähmchen zum anderen zu kommen und keine Wachsbrücken zu bauen. Wachsbrücken würden das herausheben der Rähmchen zusätzlich erschweren. Der Beespace beträgt ungefähr 8mm (+/-2mm). Das liegt an den Bienen selbst - also deren Größe.
2. Die Drohnenbrut ermöglicht die Varroalast zu reduzieren. Da die Drohnen länger in den Waben heranwachsen (insgesamt 24 Tage bis er schlüpft), können die Varroen mehr Eier legen und so kommen mehr Varroen aus der Drohnenwaben herauskommen als aus den der Arbeiterinnen. Das nutze ich, um die Drohnenbrut herauszuschneiden und so das exponentielle Wachstum der Varroa zu reduzieren oder zu entschleunigen. Dadurch wird man die Varroa natürlich nicht los, aber so ist das Volk gesünder, da die Varroa auch Krankheiten überträgt (siehe das Bild von mir mit der Biene und den deformierten Flügeln).

Also hier das Rähmchen, um Drohnenbrut zu bekommen:
photo_2021-05-14_19-37-42 (3).jpg

Achja: Die Drohnenbrut bauen die Bienen sehr gerne von sich aus ins untere Feld. Denn als erstes bauen sie neue Mittelwände von sich aus, die für die Männer passender sind. Auch legt die Königin dann dort auch die richtigen Eier (Arbeiterinnen und Königinnen sind befruchtet, Männer nicht). Im oberen Teil lagern die Bienen sehr gerne nach der Brut (wenn überhaupt) Honig ein, also ein Rähmchen, was ich dann an Saisonende schleudern kann.
Dieses Drohnenrähmchen besteht aus zwei Honigrähmchen mit halber Höhe (liegt an meinem Beutenmaß). die Ohren habe ich beim unteren abgeschnitten, damit ich es hineinhängen kann:
photo_2021-05-14_19-37-42 (2).jpg
Die Polsternägel, für den Beespace und gegen die Wachsbrücken, habe ich nur auf dem obersten und untersten Querholz eingeschlagen.

Tjo, dann wollte ich die einhängen. Das hab ich auch gemacht - aber nachdem ich erst vieles anderes machen musste. Ich habe eine Weiselzelle gefunden, die auch schon mit einer Made besetzt war. Diese war sehr schön mitten auf der Wabe und so eine "natürliche" Königinnenzelle und keine Notnachschaffungszelle (wie im gelben Volk zu Beginn des Jahres). Also wird dort, wenn alles in Ordnung äuft, ein neues Volk. Also musst ich noch zwei weitere Rähmchen (eins aus dem Volk mit der Weiselzelle und eins aus dem anderen daneben) herausholen, darauf geachtet, dass dort jeweils keine Königin drauf ist und in eine unbesetzte Beute gehangen (grüne Kiste). Und zack habe ich ein neues Volk. So einfach ist es. Ich hoffe, dass ich noch ein weiteres neues machen kann, denn ich schätze, dass dieses Jahr wieder ein Volk den Geist aufgibt. Völkerverliuste sind ganz normal und gehören dazu. Deswegen vermehren sich ja Völker von sich aus. Eigentlich per Schwarm, ich mache es so, wie beschrieben. Das neue Volk muss nun einige Wochen in Ruhe gelassen werden, damit der neuen Königin auch nichts zustößt, denn
- Sie muss weiter gepflegt werden (mit Gelee Royal anstatt mit Pollen ud Nektar).
- sie muss unbeschädigt schlüfen, damit sie von den Arbeiterinnen angenommen wird (so viel zum Thema, die Königin bestimmt...)
- sie muss noch begattet werden (auf dem Hochzeitsflug). Dazu benötigt die Königin und die Drohnen einen schönen Tag, sie muss den Drohnensammelplatz finden
- sie darf nicht von Vögeln gefressen werden
- sie muss wieder heil nach Hause kommen.
Also alles in allem was ganz normales... Dann hat die Königin für die nächsten 5 Jahre genügend spermien und kann jedes Jahr ein Volk mit großer Stärke aufbauen (im Hochpunkt des Volkes maximal 60000 Bienen pro Volk).

Jo, somit ging es, wie eben geschrieben doch recht flink mit der Völkervermehrung. Es gibt noch andere Möglichkeiten, neue Völlker zu generieren (zum Beispiel durch einen Flugling oder Kunstschwarm). Alles machbar, aber so ist das schon am sinnvollsten und am sichersten. Ich hoffe, dass das Wetter dieses Jahr echt weiterhin keine Striche durch die Rechnung macht. Ich werde noch weitere Beuten kaufen und vorbereiten, so dass ich mit eventuell neuen Königinnen vom Zuchtverein auch aufnehmen kann.
Als letztes für heute: Neue Völker und somit Verjüngung des Bienenstandes ist imer eine gute Sache. Man sieht, dass Jungvölker, die das erste Jahr volle Wirtschaftsvölker sind, richtige Rennpferde darstellen. Deswegen gibt es auch bei einigen die Ansicht, dass Völker nie älter als 3 Jahre alt werden dürfen - also maximal 2 Jahre Wirtschaftsvölker sein sollen. Diese Ansicht teile ich nicht, da auch ältere, gute Königinnen mit guter Genetik lange gut legen können. Aber, wie eben geschrieben, ist es wichtig, immer ne gute Mischung zu haben, um Ausfälle und unvorhergesehene Dinge schnell auszugleichen und dem zu begegnen.

Edith:
Es nervt eventuell, dass ich das Wetter immer bemühe und benenne. Leider ist es doof und wird hier in NRW auch in der kommenden Woche nicht so, wie es sein sollte (Mitte Mai sollten die Temperaturen eigentlich knapp 10°C höher sein). Dazu hatte der Imkerbrief ne nette Grafik gehabt:

Da sieht man auf Seite 3 sehr schön den Vergleich zu den beiden Vorjahren (rot umrandet).
 
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Ein kurzer Bericht am Samstag - mit ohne Bilder sozusagen. War heute ein Besuch auf die Schnelle. Die Infos in kurz:
1. Neues Volk gemacht
2. Buckelbrütiges Volk mit Weiselzelle versorgt
3. Alte Völker ok

Zu 1.:
Ich habe beim letzten Mal ja die Kurzfassugng geschrieben. Nun etwas länger. Ich habe heute mal intensiver schauen müssen, wiel ich ingesamt 3 Weiselzellen im rechten Volk (lila) gefunden habe. Diese sind alle vorzüglich, einige schon geschlossen. Man erkennt es daran, wo die Zellen zu finden sind. Sind sie mitten auf den Waben, umgeben von anderen verdeckelten Waben, dann ist es eine normale Zelle. Die Weiselzelle ist einfach zu erkennen (mal ein Beispielbild):
KöniginnenzellenHolzschutzgel.jpg
Auf diesem Bild sind gleich zwei zu erkennen (die länglichen, die hervorstehen). Die normalen Zellen für Arbeiterinnen sind unten zu sehen, die oben links sind Drohnenbrut.
Da ich etliche gefunden habe, musste ich sichergehen, dass es keine Nachschaffungszellen für die vorhandene Königin ist. Die Königin habe ich nicht gefunden - aber auch nicht so intensiv gesucht (es war mal wieder nicht warm, 12°C, und es gab auch ein we nig Regen. So külen die Bienen noch schneller aus). Ich habe in die Waben geschaut und nach Eier (Stifte) geschaut. Da die Eier in den einzelnen Zellen standen, wusste ich, dass sie höchstens 3 Tage als sind (dann "legen" sie sich hin). Somit sind die neuen Königinnenzellen "normale Zellen" und keine Nachschaffungszellen. Etwas nachdenklich macht es mich, dass sie immer in einem Volk zu finden sind. Im Volk daneben (das zweite Neue au dem letzten Jahr) habe ich heute wieder keine Weiselzellen gefunden. Dies liegt am Schwarmtrieb, der genetisch bedingt ist. Schwarmtrieb kann durch unterschiedliche Reize ausgelöst werden:
- alte Waben (sie sind eher dunkel und nicht neu). Es führt zu höherem Schwarmverhalten, weil die Waben immer kleiner und "dreckiger" werden. Kleiner und dreckiger werden sie durch die Häutung der Larven. Die Waben werden von vielen Bienen benutzt, um daraus zu schlüpfen. Nach jeder Hutung bleibt etwas zurück und verbindet sich mit dem Wachs. So wird der helle, neu gebildete Wachs nach und nach dunkler. Als Imker sollte man diese Zellen nach und nach austauschen. Das nennt man Wabenhygiene.
- Die Bienen haben nicht genug zu tun. Das heißt, dass ie Bienen zum Beispiel gerade nicht heraus können. Die Bienen langweilen sich mehr und unterstützen die Königin, neue Königinnen zu ziehen. Eigentlich machen das nur die Arbeiterinnen, da die Königin nur EIer legen kann (befruchtet oder unbefruchtet). Die Arbeiterinnen sorgen dann dafür, ob es bei befruchteten Eier Arbeiterinnen (nach ein paar Tagen Gelee royal nur noch Pollen und Nektar an die Maden) oder Königinnne werden (nur/größtenteils Gelee royal über alle Entwicklungsstadien bis zur verdeckelten Wabe).
- Den Bienen wird es zu eng. Wenn zu viele Bienen auf zu kleinem Raum vorhanden sind, dann unterstützt das auch die Schwarmstimmung. Deswegen muss man den Bienen immer wieder neue Honigräume aufsetzen oder die Bienen "schröpfen" (Rähmchen mit Brut oder Pollen) wegnehmen. Besonders viel Pollen auf vielen Rähmchen ist eine schlechte Sache, da Pollen auch Brut verhindert: Das sogenannte Pollenbrett (Pollen wird nicht so schnell verbraucht oder kann nicht umgelagert werden wie Nektar oder Honig).

Nun noch mal, wie man ein neues Volk machen kann. Man nimmt ein Rähmchen mit einer Weiselzelle mit Bienen aber ohne Königin (da muss drauf geachtet werden) und hängt es in eine neue Beute hinein. Manchmal reicht das schon aus. Ich gehe dieses Jahr wegen der geringeren Temperaturen auf Nummer sicher und hänge dazu noch zwei weitere Rähmchen mit Nektar und weiteren Bienen. Bienen braucht man, damit die But mit Wärme versorgt wird und die Königin sich weiterhin normal entwickelt und auch schlüpft. In mancher Literatur steht auch, dass es mit einem Ableger auf einem Rähmchen geht. Das ist sicherlich auch der Fall, wenn es sich im Jahr normal mit den Temperaturen entwickelt. Dieses Jahr ist aber alles anders, da ich dann Angst hätte, dass die Bienenanzahl für gengend Wärmeürpoduktion nicht ausreicht.

Zu 2.:
Ich habe mal ausprobiert, in das Volk mit der Buckelbrut auch ein Rähmchen mit Brut und Weiselzelle rienzuhängen. ich hoffe dadurch, dass die Ammenmütterchen (Arbeiterinnen, die zu legen begonnen haben) ausfliegen und die neue Königin das Regiment übernimmt. Wenn nicht, habe ich das eine Volk umsonst geschröpft. Ich habe nämlich noch keine neuen Beuten bestellt, so dass ich diese hätte zu einem neuen Volk werden lassen können.

Zu 3.:
Ein paar Zeilen zu den alten Völkern. Die alten Völker entwickeln sich dem Umständen entsprechend: Es sind nun 3 Rähmchen mit Brut zu sehen. Diese sind weiterhin gegenüber den beiden abseits stehenden Völkern immer noch recht aggressiv, obwohl sie so klein sind.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die beiden neuen Völker schon mit Nektareintrag in die Honigräume begonnen haben. Ich bin gespannt,m wie viel Honig ich dieses Jahr bekomme. Vielelicht macht der Juni ja noch ne gute Figur und ich hab dann noch was davon. Wenn nicht, dann ist es dieses Jahr "ein Satz mit x".
 
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Gestern bei meinen Bienen gewesen - der erste richtig schöne Tage des Jahres im kommenden Sommer. Temperaturen über 20°C und trocken. Imkerherz, was willst du mehr?
Arbeiten an den Völkern:
- Kontrolle der Honigräume - ist da schon was?
Ja, es war schon ein wenig. Erstes Zeichen: Die Bienen laufen darauf herum - in den zwei abseits stehenden Honigräumen war auch schon Nektar eingelagert. Das ist schön, denn bei iniegen Völkern kommt nun auch noch Honig rum. Das wird dieses Jahr wieder wenig sein. Eher noch weniger als im Jahr zuvor. Aber so ist es und meckern hilft nicht.

- Kontrolle der neuen Völker
Da siehts gut aus. In einem habe ich ogar Königinnen gesehen, die kurz vorm Schlüpfen waren. Also wieder voirsicht walten lassen und wieder in 2 Wochen reinschauen. Sofort nach der Begattung legen sie nicht. Sie sind noch kurz in einer Art Eilegepause. In zwei Wochen sollten sie dan loslegen und Eier legen (wenn alles glatt läuft - siehe Post oben bei der Begattung und wieder nach Hause kommen).

- Völker auf Weiselzellen kontrolliert
Da ist nun in einem noch was gewesen. Das freut mich, dass das Schröpfen (Entnahme von Waben mit Brut und Bienen) erfolgreich ist. Im Monat Juni ist es noch bis zur Sommersonnenwende der Fall, dass Königinnenzellen angelegt werden (um dem 21.6.2021) Danach flaut es stark ab. Auch die Drohnenproduktion lässt dann ordentlich nach.

- Kontrolle der Drohnenrähmchen
Die sind in fast allen Völkern, in die ich sie hineingehängt habe, ausgebaut worden. Das heißt, dass dort die Königin demnächst auch Eier einlegt und der "Wildbau" in den normalen Bruträhmchen aufhört. Das Herausschneiden der Drohnenbrut wird also im kommenden Monat wichtig werden. Nicht überall, aber bei einigen Völkern.

Ich würde nun schon sagen, dass es ein Übergangsjahr war. Völkervermehrung, Völker auf nettere Königinnen umstellen und Rähmchen erneuern (alte Waben herausnehmen, da sie zu dunkel sind und gegen neue ersetzen, die die Bienen ausziehen). Ist auch wichtig.
 
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Eine Ergänzung natürlich über was - das Wetter:

Tjo, das ist ordentlich. Immerhin viel Regen, leider zu kalt und zu dunkel, so dass die Bienen nicht rausfliegen und Nektar einsammeln können. Den gab es bestimmt, da es nass war.

Noch was interessantes aus dem deutschen Bienenjournal: Das DeBiMo.

Hier noch die beiden Seiten aus dem Bienenjournal:
photo_2021-05-31_17-14-31 (2).jpg
photo_2021-05-31_17-14-31.jpg
 
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Ich war gestern bei meinem Bienen. Das wäre wieder abgeben. Die Temperaturen sind angenehm, so ungefähr 22°C. Auch ist es trocken. Das freut die Bienen, denn nun können sie Viecher den ganzen Tag raus und Nektar alles auch Pollen sammeln. Auch ist es gut, damit die nun geschlüpften Königinnen sich auch mit Drohnen paaren und wieder nach Hause kommen können.
Aber konkret:
- die neuen Völker besitzen keine Königinnenzellen mehr, sodass diese geschlüpft sein müssten. Es sind aber auch keine Eier zu sehen. Das heißt aktuell für mich, das die Königin noch nicht begattet wurden oder die Königin noch nicht in Eilage gegangen ist. Das kann man sich so vorstellen, dass der Motor erst noch in Gang kommen muss. Aber wenn er läuft läuft er auch lange (maximal 5 Jahre). Ich denke, das in einer Woche die ersten Eier da sein werden. Ich bin zuversichtlich, da man auch am Volk feststellen kann, wie es dem Volk geht. Ist es eher ruhig, ist wahrscheinlich eine Königin vorhanden, obwohl die Königin noch keine Eier legt.
- Das blaue geht so. Nur drei Rähmchen mit Brut. Das Brutnest ist aber gut (kompakt=wenige Rähmchen umfassend, es wird ringförmig erweitert und zwischen den einzelnen Zellen der Brut ist auch nicht viel Platz)
- Das silberne Volk entwickelt sich gut. Der erste Nektar befindet sich im Honigraum. Es ist zwar nicht sehr stark, aber es geht.
- die abseits stehenden Völker geben ein zwiegespaltenes Bild ab. Das linke der beiden lagert Nektar ein, das Volk ist auch stark (10 Rähmchen mit Brut). Das rechte hat gerade keine Eier. Und eine Weiselzelle. Also scheint die Königin kaputt zu sein oder würde abgesetzt. Also dieses Jahr kein Honig. Es läuft dieses Jahr nicht viel gut.

Kommende Wochen geht es um Kontrolle und Pflege der Völker nicht um Völkervermehrung. Weiterhin schaue ich, ob genügend Honigräume vorhanden sind. Mal schauen, was die kommenden Wochen noch bringen wird.
 
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Vergessen zu schreiben:
Ich hab mal vor meinen Bienen ein bisschen gemäht. Ist sicherlich mehr eine Optik aber hat auch seinen Grund:
Die Bienen können schneler rein und raus, da das Flugloch frei ist. Des Weiteren kann auch nicht so viel anderes nahe des Fluglochs sein, so dass die Wächterbienen nicht immer auf Alarm stehen. Ein ruhigeres Volk könnte möglich sein. Vielleicht übertreibe ich aber auch mit dem zweiten Punkt, aber mir ist es auch sicher gewesen.
photo_2021-06-09_17-24-04.jpg

photo_2021-06-09_17-24-03.jpg

und nachher:
photo_2021-06-09_17-24-03 (2).jpg
photo_2021-06-09_17-24-03 (3).jpg


P.S.: Die schwarzen Punkte sind fliegende Punkte. Trotz der Geschwindigkeit (im vollen Flug um die 30 km/h schnell) sind sie zu sehen. Mal schauen, ob ich mal ein Video vom Gewimmel drehe :-)
 
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Wieder MIttwoch - wieder nicht am Tag der Bienen bei den kleinen Viechern gewesen. Deswegen zwei Tage zu spät, aber dafür ein paar Videos von heute.

Kurze Info:
- Die Völker, die abseits stehen, sind sehr unterschiedlich. Das linke Volk läuft 1a. Es sind überall Bienen da und die Königin legte ein gutes Brutnest an. Das heißt, dass ich dieses Jahr auch Honig von diesem Volk bekommen werden, was ich abschleudere. Die Bienen sind zahlreich. Es befindet sich auf 10 Rähmchen Brut. Die Volksstärke ist nahe dem Maximum. Aktuell, wenn die nächsten Bienen geschlüpft sein werden, sind so 50000 bis 60000 Bienen drin. Also wirklich Maximum. Die Bienen sind auch im Honig raum anzutreffen. Das zeigt mir, dass sie alles auf Vordermann (eigentlich Vorderfrau - höhöhö) bringen und demnächst der Honig drin sein wird. Mit Verweis auf das Bienenleben sammeln sie sich im Juli dann zu Tode (im wahrsten Sinne des Wortes). Denn: nach 2 Wochen fliegen sie das erste Mal aus und tragen Nektar ein. Dazu nun das erste Video:

Anhang anzeigen Abseits.mp4

Man sieht sehr schön, dass es einige Bienen gibt, die an Ort und Stelle bleiben und trotzdem mit den Flügeln schlagen. Diese Bienen zeigen den Bienen, die sich einfliegen (um sich das zu Hause einzuprägen), dass hier auch der entscheidende Duft herkommt. Sie produzieren mit dem Hinterleib den Duft über die Nassanov-Drüse. Diese Drüse ist aktiv und verströmt durch ihre aufgespreizten Hinterleibs-"Platten" (Chitinplatten) des Nasanov-Pheromon.

Nasinov_9024.JPG


Hier die Bienenanatomie (um mal sich mal ein wenig schlauer als andere darzustellen - ich kenne auch nicht viel davon. Das Biostudium hilft):
Abb-25-48-Hymenoptera-Die-Honigbiene-als-Beispiel-fuer-den-Bau-der-Aculeata-A.ppm


und noch ne farbige Darstellung:
Honigbiene-1.jpg


Das andere Volk bei den beiden extrastehenden Völkern hat keine Königin aber etliche aufegknabberte Zellen. Also ist da eine drin und die sollte wohl in 2 Wochen anfangen zu legen. Schade, da das Volk lange gut dabei war.

Bei den anderen Völkern geht es kurz:
- Bei den neuen Völker hat nur das gelbe wieder eine legende Königin. Das sieht auch gut aus. Ich muss natürlich warten, ob die alte Arbeiterin, die angefangen hat, EIer zu legen (Drohnenbrut/Buckelbrut), nun weg ist. Es sollte aber wohl so sein.
- die beiden anderen neuen: da sind noch keine Eier drin. ich gehe von der kommenden Woche aus, dass sie dann anfangen Stifte zu legen.
- die letzten beiden machen sich. Das silberne ist am weitesten, auch hier ein Video:

Anhang anzeigen alte Volk.mp4

Abschließend ein Wink mit dem Zaunpfahl zum Imkerbrief:
Dort steht geschrieben, dass man sich nicht täuschen lassen soll, dass Honigräume auch schnell voll werden können.

In diesem Sinne: Auf volle Honigräume und viel Arbeit!

P.S.: Nun endlich mit Videos. Danke an Shi für das schnelle Schreiben. Es lag an der Videogröße. Mal komprimiert, aber alles gut zu sehen.
 
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Noch nen Post - diesmal zu meinem Met:
Der klärt sich langsam (gut beim rechten zu sehen - es ist mit Apfelsaft angesetzt worden. Das linke ist mit Kirschsaft). Wenn ich schwenke, dann blubbert es immer noch ein wenig. Die zwei Monate sind ja auch bald vorbei (14 Tage). Ich denke, dass es dann ausreicht und ich es in Flaschen abfüllen kann. Wenn es schmeckt, dann würde ich noch was machen.

photo_2021-06-16_19-51-43.jpg
 
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Ich bin der Meinung gelesen zu habe, dass in Polen ser viele Züchter sind, die gute Arbeit leisten. Da solltest du von profitieren können.
 
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Imker scheinen die einzigen Tierhalter zu sein, die Vereinswesen und Austausch wichtig finden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass auch bei euch es Imker gibt, die nicht in Vereinen organisiert sind. Ist ja keine Pflicht. Ich denke aber, dass es dann, wenn du Bienen hast, diese anmelden musst. Es geht um Bienenseuchen und deren Eindämmung. Insbesondere die amerikanische Faulbrut ist nicht gut (neben einigen weiteren Krankheiten).
 
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Da kennst Du Polen nicht. jedoch finde ich das Argument mit der Seuchen Kontrolle gut, werde mich darüber informieren.
fuer die ziegen kommmt der amtstierarzt einmal im jahr und nimmt blutproben fuer den seuchenschutz.
 
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