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Daten von Steuersündern

Soll die Bundesregierung die Daten kaufen?

  • Ja!

    Stimmen: 68 56,2%
  • Nein!

    Stimmen: 47 38,8%
  • Egal.

    Stimmen: 6 5,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    121
  • Umfrage geschlossen .
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Mal wieder sind Daten mutmaßlicher Steuersünder im Umlauf. 2,5 Millionen Euro Investition bei einem geschätzten Volumen von 100 Millionen Euro Nachzahlungen - Schäuble dürfte sich die Hände reiben.

Doch darf der Staat unterschlagene Daten kaufen? Wahrnehmung berechtigter Interessen oder Quasi-Hehlerei? Wie sieht's bw.de?
 

Clawg

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Nein, der Zweck heiligt nicht die Mittel.
Wobei hier auch der Zweck verachtenswert ist.
 
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Klaro, da sollte man pragmatisch sein. 2,5 Millionen ausgeben um evtl 100 Millionen und ein paar Verbrecher zu bekommen ... hört sich nach em guten Geschäft an!
 
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2.5mio bezahlen und knappe 100mio bekommen. mal ernsthaft was gibts da überhaupt nachzudenken?
 

Clawg

Guest
Klaro, da sollte man pragmatisch sein. 2,5 Millionen ausgeben um evtl 100 Millionen und ein paar Verbrecher zu bekommen ... hört sich nach em guten Geschäft an!

Den Datenschutz sollte man dann auch in anderen Bereichen aufweichen, ich denke da an stärkerer Internetüberwachung, da könnte man einige illegale Finanztransaktionen mitbekommen.
 

Noel2

Guest
Fänds ok..wäre dickes Geschäft für den Staat und Steuern sind sowieso grundsätzlich gut
 
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Den Datenschutz sollte man dann auch in anderen Bereichen aufweichen, ich denke da an stärkerer Internetüberwachung, da könnte man einige illegale Finanztransaktionen mitbekommen.

wenn die schweizer banken nicht auf ihre daten aufpassen können interessiert uns das doch reichlich wenig :evil:
 
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Auf jeden Fall machen. Alle gewinnen dabei, die einzigen Verlierer sind Verbrecher die uns allesamt betrogen haben weil sie genug Geld dafür haben. So hart bestrafen wie es nur geht und obendrein dick abziehen.
 
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Naja, an sich hätte ich nichts dagegen Leute zu enteignen, die ihr Kapital im Ausland vor Deutschen Steuern "schützen". Jedoch finde ich es bedenklich, wenn man sie auf illegalem Wege oder mit illegalen Mitteln überführt. Dachte eigentlich auch immer, dass solche Beweise vor Gericht keine Gültigkeit haben.
Außerdem wird dadurch vielleicht irgendein Präzedenzfall geschaffen, was ungute Folgen haben könnte.
 

Tür

Kunge, Doppelspitze 2019
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mit einem datenabgleichsabkommen mit den banken müsste man nicht auf gestohlene daten zurückgreifen. solange es das nicht gibt muss der staat eben andere wege nutzen das dem gemeinwohl zustehende geld einzutreiben.

ich hoffe dass solche aktionen vorbildcharakter haben und abkommen befördern und steuerflüchtlinge dazu bringen die x-te amnesie endlich mal anzunehmen. auf dauer sind so zwielichtige aktionen nämlich auch nicht das rosarote vom ei.

e: @ claw: selbst wenn man gegen besteuerung ist ist die steuer solang sie zu entrichten ist auch zu entrichten.
 
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Ein Rechtsstaat hat sich an seine eigenen Gesetze zu halten, sonst nimmt er sich seine eigene Legitimation.
 
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Naja, an sich hätte ich nichts dagegen Leute zu enteignen, die ihr Kapital im Ausland vor Deutschen Steuern "schützen". Jedoch finde ich es bedenklich, wenn man sie auf illegalem Wege oder mit illegalen Mitteln überführt. Dachte eigentlich auch immer, dass solche Beweise vor Gericht keine Gültigkeit haben.
Außerdem wird dadurch vielleicht irgendein Präzedenzfall geschaffen, was ungute Folgen haben könnte.

Wir sind doch nicht in den usa selbst illegal erworbene beweise sind in deutschland vor gericht zulässig.
 
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Klar, dick abcashen.

@ Dr.Willy: Warum gibts denn bei anderen Delikten Kronzeugenregelungen o.Ä. aber bei den feinen Herren Steuerhinterziehern soll das dann unmoralisch sein?
Ich hab gut gelacht.
 
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Naja, an sich hätte ich nichts dagegen Leute zu enteignen, die ihr Kapital im Ausland vor Deutschen Steuern "schützen". Jedoch finde ich es bedenklich, wenn man sie auf illegalem Wege oder mit illegalen Mitteln überführt. Dachte eigentlich auch immer, dass solche Beweise vor Gericht keine Gültigkeit haben.
Außerdem wird dadurch vielleicht irgendein Präzedenzfall geschaffen, was ungute Folgen haben könnte.

nein, in deutschland können die beweise auch auf illegale weise zu tage gekommen sein, um ein rechtskräftiges urteil zu fällen. in den usa ist es aber wohl z.b. anders. hoffe heator korrigiert mich, falls ich hier falsch liege

@topic sollen sie machen. wäre genauso, wenn man eine belohnung aussetzen würde.
 
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Umgekehrt gilt doch: Wenn die Regierung nicht kauft, dann signalisiert sie, dass alle Deutschen ihr Geld in der Schweiz vor der Steuer verstecken können. Die Wahrscheinlichkeit, dass das auffliegt, wäre dann sehr gering.
 
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Das kaufen der daten führt auch wieder zu jede menge selbstanzeigen, weil man dadurch der strafverfolgung entgehen kann. Hat imo einen guten erzieherischen effekt.
 
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Wobei die Möglichkeit der Selbstanzeige für alle die in der aktuellen Datenbank um die es geht drin sind nicht mehr gegeben ist wenn ich dem Radio Glauben schenken darf.
 
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würde auch das bild erwecken, beim "kleinen mann" wird ganz genau geguckt, dass er nicht zu viel bekommt. aber sobald es sich um millionen beträge handelt, wird mal schnell ein auge zu gedrückt
 
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Echt? Ka, beim letzten mal gab's da ja ne ganze menge, die das gemacht haben, wüsste nicht was bei dem fall jetzt anders wäre, hab aber ehrlichgesagt auch keine ahnung...
 
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@ Dr.Willy: Warum gibts denn bei anderen Delikten Kronzeugenregelungen o.Ä. aber bei den feinen Herren Steuerhinterziehern soll das dann unmoralisch sein?
Ich hab gut gelacht.
Die Kronzeugenregelung gewährt Strafminderung oder Straffreiheit. Hier kauft der Staat schlicht illegal erworbene Ware.
 
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Machen doch undercover drogenpolizisten auch die ganze zeit?
 
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Wobei die Möglichkeit der Selbstanzeige für alle die in der aktuellen Datenbank um die es geht drin sind nicht mehr gegeben ist wenn ich dem Radio Glauben schenken darf.

Das gilt nur für die fünf Vorgänge, von denen das BMF bisher Kenntnis an. Hinsichtlich der ausstehenden 1495 Datensätze wäre eine Selbstanzeige also noch möglich. Betroffen sind insbesondere Kunden der UBS. Hochzeiten für Steuerstrafverteidiger.
 
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Umgekehrt gilt doch: Wenn die Regierung nicht kauft, dann signalisiert sie, dass alle Deutschen ihr Geld in der Schweiz vor der Steuer verstecken können. Die Wahrscheinlichkeit, dass das auffliegt, wäre dann sehr gering.

Eben. Es gibt überhaupt keine andere Möglichkeit, als die Daten zu kaufen.
 
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Machen doch undercover drogenpolizisten auch die ganze zeit?
Mit dem Ziel eben diese Leute auch dingfest zu machen.
Dass sich die Bundesregierung an die italienische Mafia wendet um ihr Informationen über die Russenmafia abzukaufen wäre mir jedenfalls neu.
 
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wie schon gesagt: wenn sies nicht kauft, ist es das absolut falsche signal. die regierung hat keine andere wahl
 

DerHansJaDerSägt

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Überall kann man lesen, dass Deutschland die Daten kaufen kann, aber von wem eigentlich? Stehen die bei eBay drin?
 
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http://www.focus.de/panorama/welt/polizistenmord_aid_56710.html

:o

Mit dem Ziel eben diese Leute auch dingfest zu machen.
Dass sich die Bundesregierung an die italienische Mafia wendet um ihr Informationen über die Russenmafia abzukaufen wäre mir jedenfalls neu.

Die Bundesregierung kauft illegale ware um verbrecher dingfest zu machen. Wo genau ist der unterschied zu steuerhinterziehern?

Und was ist mit v-männern und informanten aus dem kriminellen millieu? Die werden auch von der bundesregierung bezahlt um informationen aus ihrem kriminellen umfeld zu beschaffen...
 
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Ist es in Ordnung, daß der Staat eine allgemein anerkannte Straftat begünstigt, um ein Steuerdelikt, daß in vielen anderen europäischen Ländern nichtmal eine Straftat (sondern eine Ordnungswidrigkeit) ist, aufzudecken ? Ich meine Nein. Denn für mich ist Diebstahl als Straftat strafbarer als Steuerhinterziehung, insofern würde ich einen Ankauf ablehnen.

Um ein Beispiel aus dem Berufsalltag zu geben: Der Mitarbeiter, der stiehlt, begeht eine Straftat. Ich muß es ihm aber nachweisen. Installiere ich rechtswidrig eine Kamera, um ihn zu überwachen, ist der darauf gefilmte Beweis vor Gericht nicht verwertbar. Der Schutz der Privatsphäre des Täters wird über die Strafbarkeit des Delikts gestellt. Nicht daß ich das befürworten würde, aber ähnlich wäre das hier: Der widerrechtlich erworbene Beweis dürfte mMn vor Gericht keinen Bestand haben. Ob das aber auch letztlich so sein wird, ist höchstrichterlich zu klären und das wird sicherlich hier auch so geschehen. Denn der Sachverhalt liegt anders als beim Liechtenstein-Zumwinkel-Fall. Damals waren die Daten zunächst dem BND zugespielt worden, erst später wurde über eine Belohnung des Informanten gesprochen. Der aktuelle Fall handelt von einem Ankauf gestohlener Ware, um diese selbst zu verwerten und eben nicht, um den Dieb zu überführen (das wäre das rechtlich zu vertretende Scheingeschäft). Insofern habe ich hier ganz erhebliche juristische Bedenken, auch was das Überschreiten von moralischen Grenzen des Rechtsstaates anbetrifft. Aber die Regierung wird sich sicherlich dem populistischen Aufschrei der Massen beugen, um keine Wahlstimmen zu verlieren. Die Scherben werden dann die Gerichte aufkehren.
 
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Um ein Beispiel aus dem Berufsalltag zu geben: Der Mitarbeiter, der stiehlt, begeht eine Straftat. Ich muß es ihm aber nachweisen. Installiere ich rechtswidrig eine Kamera, um ihn zu überwachen, ist der darauf gefilmte Beweis vor Gericht nicht verwertbar. Der Schutz der Privatsphäre des Täters wird über die Strafbarkeit des Delikts gestellt.

Das stimmt zwar nicht aber ok...
 
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es wurden doch schon mal daten gekauft, da ist doch der zumwinkel aufgeflogen drüber und etliche andere. wer seine kohle am fiskus vorbeischleust hats nicht besser verdient. ist natürlich etwas problematisch, da die herkunft illegal ist. aber was solls es trifft die richtigen
 
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Anstatt auf Datenshopping zu gehn sollte die Bundesregierung lieber ein System gegen sowas entwickeln.
 

Tür

Kunge, Doppelspitze 2019
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da kann die bundesregierung entwickeln wie sie will, solang die banken oder die zuständigen länder nicht mitspielen geht da relativ wenig.
 
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Ich sehs da ganz nach Clawgs Maxime:
Wer sich nicht an das bestehende Gesetz hält fügt den Leuten, die dadurch Nachteile haben (also allen deutschen Bundesbürgern, die ihre Steuern zahlen) Gewalt zu. Er verliert dann aber sein Anrecht auf Schutz vor Gewalt; Datenschutz gilt für ihn also nicht mehr. Sehe also keinerlei Probleme darin.
 
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