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Russland mal wieder

zoiX

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Was für ein wunderbarer Grund, die EU-Mittel für Ungarn um 40 Mio. und den Gegenwert von neun kg Gold zu kürzen.
 

Scorn4

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Ukrainian Foreign Minister Andrii Sybiha has accused Hungarian authorities of taking hostage seven employees of Ukraine's state savings bank, Oschadbank.
"Today in Budapest, Hungarian authorities took seven Ukrainian citizens hostage. The reasons are still unknown, as well as their current well-being."
The employees were in two cars carrying $80m (£60m) worth of cash between Austria and Ukraine.
"We are talking about Hungary taking hostages and stealing money"
 

Scorn4

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Es wird von mehreren Stellen eine russische Sommeroffensive erwartet.
Im letzten Jahr brachte das wenige dramatische Frontverschiebungen. Die Kämpfe um Pokrovsk, Myrnohrad and Huliaipole (noch nicht ganz, die Kämpfe laufen noch) zogen sich bis in dieses Jahr hinein, bis Russland die Städte - oder deren Ruinen - beanspruchen konnte. Kupiansk ging nach seiner Einnahme direkt wieder verloren.
Das ISW vermutet, dass die Sommeroffensive wahrscheinlich begonnen hat. Lächerlich schon, dass sowas nicht offensichtlich ist und man Qualifier wie "likely" benutzen muss.

Schaue ich mir die Karte an, könnten dieses Jahr wohl einige Städte und Siedlungen fallen.
Im Südosten ist Zalichne von 3 Seiten bedroht und wäre nach der vollständigen Einnahme von Huliaipole das nächste logische Ziel. Das wäre dann ein Brückenkopf über den Fluss Haichul, um dann Ternuvate von Süden her zu bedrohen. Ob Russland die Kraft hat, das innerhalb eines Sommers durchzuziehen, ist allerdings fraglich. Zudem hat die Ukraine Russland vor Ternuvate wieder zurückgeworfen.
In Donetzk habe ich keine Hoffnung für Rodynske. Hier hat Russland im letzten Jahr seine vergleichsweise großen Geländegewinne verzeichnet. Dobropillia liegt hier aktuell ~5km vor den russischen Stellungen. Irgendwo zwischen Dobropillia und Konstiantynivka vermute ich einen kommenden russischen Durchbruch, der diese beiden Ziele von der Flanke bedrohen soll. Konstiantynivka selbst hat ist schon seit längerer Zeit ein russisches Ziel und seit Ende Oktober finden Kämpfe im südlichen Teil der Stadt statt. Gut möglich, dass hier mit steigendem Druck die Stadt selbst in diesem Jahr fällt.
Lyman wird von Norden und Osten her bedroht, die russischen Stellungen sind ~1km vor der Stadt. Auch diese Schlacht läuft schon länger und kann womöglich in den nächsten 6 Monaten fallen, zusammen mit einigen nördlichen Siedlungen.
Wie es mit Kupiansk ausgeht, dürfte spannend sein und einiges über der weiteren Kriegsverlauf verraten. Putin hatte schon die vollständige Einnahme der Stadt verkündet, aber die Ukraine schwenkt dort aktuell ihre Fahne. Wenn Russland dieses Jahr die Stadt nicht zurückerobert, verliert Russland den Krieg. Nicht weil Kupiansk so entscheidend ist, sondern weil Russland für so ein Scheitern absolut marode sein muss.

Soweit meine Sicht der Dinge. Wilde und unvorhergeshene Ereignisse können passieren. Trump und/oder Putin könnten plötzlich sterben. Meuterien wie von Wagner, Offensiven oder plötzlich Einbrüche in die Front sind möglich. Und wer weiß, wie sich der Iran-Konflikt auwirkt. Die Ukraine kann in den Golfstaaten mit seiner Drohnen-Expertise ordentlich Geld scheffeln, aber das Kapitel hat wohl gerade erst begonnen.
 
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Soweit meine Sicht der Dinge. Wilde und unvorhergeshene Ereignisse können passieren. Trump und/oder Putin könnten plötzlich sterben. Meuterien wie von Wagner, Offensiven oder plötzlich Einbrüche in die Front sind möglich. Und wer weiß, wie sich der Iran-Konflikt auwirkt. Die Ukraine kann in den Golfstaaten mit seiner Drohnen-Expertise ordentlich Geld scheffeln, aber das Kapitel hat wohl gerade erst begonnen.
Gilt das mit dem Gel scheffeln nicht auch für Russland? Habe gehört, die sind über die aktuelle Ölpreissituation ganz glücklich.
 

Scorn4

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Wie gesagt, das Kapitel Iran beginnt gerade erst.
Und im Weißen haus sitzen nichrt gerade Strategen.
Man darf da haarsträubende Entscheidungen mit extremen Konsequenzen erwarten.
 
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Siehst Du auch ein Risiko für Ukraine? Irgendwas weltbewegendes, dass die doch noch den Krieg verlieren?
 

Scorn4

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Siehst Du auch ein Risiko für Ukraine? Irgendwas weltbewegendes, dass die doch noch den Krieg verlieren?
Ein erstarkendes Russland aufgrund des bereits erwähnten Iran-Kriegs ist definitiv ein Risiko.
"Wenn ihr aufhört, der Ukraine zu helfen, hören wir auf, Iran zu helfen", z.B.
Beide Seiten arbeiten an neuen Möglichkeiten, mit der sich stets wandelnden Realität auf dem Schlachtfeld zu arrangieren. Da kann Russland - zumindest vorübergehend - die Oberhand gewinnen.
Russland könnte bis an die Grenze vom Donetsk-Oblast pushen und dort stehen bleiben, bis sich die Ukraine auf einen wie auch immer nachteiligen Deal auf Grundlage von Frontlinien einlässt.
Trump könnte die Seiten wechseln und Russland unterstützen. Ist ja nicht so, als würde er die Ukraine aus Überzeugung oder mild lächelnd unterstützen.
War mein Eingangspost zuviel Russland-Doom? Es ging um mögliche russische Eroberungen im Zuge der kommenden oder bereits laufenden Frühlings-/Sommeroffensive.
 
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Erstmal abwarten ob und wie diese Offensive stattfinden und aussehen wird. In den letzten Tagen gab es so gut wie keine russischen Fortschritte, im Gegenteil die Ukraine konnte in den letzten Wochen kleinere Geländegewinne vermelden. Hängt alles wohl immer noch mit der Starlink-Unterbindung bei den Russen zusammen.
Es ist halt die Frage was Russland bei der verbesserten Wetterlage wird reinwerfen können. Gutes Wetter bedeutet immer auch optimale Aufklärung via Drohnen. Da würde es bei der Todeszone bleiben - jeder einzelne Soldat, der sich im Freien bewegt ist potentiell gefährdet sofort mit ner FPV rausgenommen zu werden.
 

Scorn4

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Die Ukraine greift mit ihren Drohnen die Gegend um St. Petersburg an, eine Reihe von Zielen, die an die 1000km nördlich der Ukraine liegen.
Wenn die Drohnen nicht aus Russland selbst gestartet wurden (LKWs, etc), heißt das, dass die Drohnen unbelästigt durch die oblaste Bryansk, Smolensk, Pskov bis Leningrad (der Oblast heißt immernoch so) geflogen sind; vorausgesetzt, niemand war so töricht, die Lufthoheit von Weißrussland zu verletzten
 

GeckoVOD

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Grundsätzlich sehr gut, kann mir das jemand in Perspektive setzen, ohne dafür 45+ Minuten-Videos zu verlinken?

Heißt das, Russland kann sogar mittelfristig kaum ein kaputtgeschossenes Stückchen Land halten, bricht da was ein, oder ist das letztendlich nur eine Schwankung in einem Stellungskrieg?
 

Scorn4

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Seit 2022 ist Russland nahezu konstant in der Offensive an allen Frontabschnitten.
Der Erfolg ist mäßig.
Das kann Russland so nicht weiter machen.
Vielleicht konzentrieren die ihre Angriffe - und geben der Ukraine woanders die Initative?
Perspektiven hängen von schwierigen Entscheidungen ab, die jmd in der russichen Führung dringend treffen muss.
 
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Grundsätzlich sehr gut, kann mir das jemand in Perspektive setzen, ohne dafür 45+ Minuten-Videos zu verlinken?

Heißt das, Russland kann sogar mittelfristig kaum ein kaputtgeschossenes Stückchen Land halten, bricht da was ein, oder ist das letztendlich nur eine Schwankung in einem Stellungskrieg?
Meine These ist, dass Ukraine gerade eine Stufe weiter ist im Drohnenkrieg. Den Russen wurde Starlink abgeschaltet und sie haben kein vergleichbares anderes System und die Ukrainer setzen vermehrt Bodenroboter ein. Gibt erste Berichte, dass sie ganze Stellungen ohne Menschen einnehmen und Videos wie sich russische Soldaten Robotern ergeben.

Ob das eine Schwankung ist oder eine Kehrtwende, hängt davon ab, ob Russland zeitnah technologisch nachziehen kann. Bisher war das immer so, aber hier sehen wir einen Paradigmenwechsel. Dieser geht auch weit über diesen Krieg hinaus, sondern hat Auswirkungen historischen Ausmasses. Wenn künftig Roboter gegen Roboter kämpfen, ändert das sämtliche Kriegslogiken und leider senkt es auch massiv die Eintrittsschwelle.
 
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+1, es hat viel mit der Drohnen zu tun.

1. Die Ukrainer sind im Moment besser daran, eine tiefere Kill Zone zu haben. Das macht es für die Russen schwerer als vorher, sich auch 10-20km hinter der zero line zu bewegen, um Truppen und Güter zu transportieren.

2. Einen indirekten Faktor spielen dabei auch die Long Range Strikes, da die Russen ihre limitierte Anti-Air auch weit im Hinterland an Raffinerien etc stationieren müssen.

3. Die russische Kommunikation und Koordination ist auch nach wie vor geschwächt durch das Abschalten von Starlink im Februar, aber auch durch das Sperren von Telegram durch die Russen selbst.

4. Ukrainer haben, auch durch Lieferungen von entsprechender Munition, wieder bessere Möglichkeiten, den russischen Einsatz von Gleitbomben zu limitieren.

Ein unbekannter Faktor ist Moral. Die ist natürlich auch vorher nicht gigantisch hoch. Aber die horrenden Verluste und schlechte Stimmung unter den russischen Bloggern wird die Effektivität der Truppen an der Front zumindest nicht verbessert haben.

Zusätzlich, wenn wir mit 2023 vergleichen, wo die Ukrainer ihre besten Truppen für kostspielige größere Offensiven eingesetzt haben, sind jetzt die ukrainischen Eliteeinheiten wohl eine effektivere "Frontfeuerwehr", ob defensiv oder für limitierte Gegenstöße wie Kupiansk.
 

Scorn4

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1779041372079.png
Nachdem die Russen während des "Waffenstillstands" zum 9. Mai fleißig Bomben gesparrt haben, kam die Rekordangriffswelle auf Kiev.
Sieht so aus, als hätten die Ukrainer sich heute direkt mal dick revanchiert

Statt direkt die Innenstadt zu terrorisieren hat die Ukraine aber Ölfraffinerien, Halbleiterfabriken sowie andere Mils ins Ziel genommen
 

Scorn4

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Die russische Frühlings-/Sommeroffensive hat bisher nicht stattgefunden.
1780379740336.png
Selbst mit den Pseudo-Infiltrationen gewinnt Russland aktuell keinen Blumentopf.
Dem Putin lügen seine Generäle wohl angebliche Siege und Eroberungen vor.
 
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Dann brauchen wir vor dem ja keine Angst mehr haben
 
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Imo unterstreicht es, wie strategisch unklug die Doppelstrategie ist, die wir gerade fahren: Wir spalten unsere Aufmerksamkeit zwischen Unterstützung der Ukraine und eigener Aufrüstung. Dabei hätten wir deutlich weniger zu fürchten und es wäre effizienter, uns auf die Ukraine zu konzentrieren. Was wir seit dem Sondervermögen schon wieder in Projekte gießen, die eine extrem geringe Wahrscheinlichkeit haben sich jemals auszuzahlen ... Dazu dann noch die neue Wehrpflichtdebatte: absurd.
 

Scorn4

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Anhang anzeigen m2-res_600p.mp4

Und bei euch so?

Die Ukraine hat Ölraffinerien in Moskau angegriffen.
Mit sehr langsam fliegenden Drohnen.
Die Luftabwehr hat nicht geholfen.
Ganz im Gegenteil.
Dieses dramatische Video entstand, als mit Manpads auf Drohnen geschossen wurde.
Die Rakete war wohl ein Heat-Seeker, und die Raffinerie war heißer als die Drohne.
 
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In Russland wird jetzt grossflächig Benzin an Tankstellen rationiert. Selbst in Moskau. Das ist schon witzig. Drittgrösster Ölproduzent, aber Ukraine hat derart viele Raffinerien rausgenommen, dass sie sich nicht mehr selbst versorgen können.
 

Scorn4

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The Air Assault Forces of the Armed Forces of Ukraine, assault units, and other involved units liberated 26 settlements in the Dnipropetrovsk, Donetsk, and Zaporizhzhia regions along the Oleksandrivka direction: Berezove, Voskresenka, Hrushivske, Zaporizke, Zelenyi Hai, Zirka, Zlahoda, Kalynivske, Krasnohirske, Maliivka, Myrne, Novoheorhiivka, Novohryhorivka, Novomykolaivka, Novokhatske, Oleksandrohrad, Piddubne, Pryvillia, Pryvilne, Rybne, Sichneve, Stepove, Ternove, Tolstoi, Tsehelne, and Yalta.
Äh was?
1786551054255.png
Das habe ich so nicht kommen sehen. Bin mal gespannt auf den Bericht von ISW morgen
 
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Äh was?
Anhang anzeigen 16049
Das habe ich so nicht kommen sehen. Bin mal gespannt auf den Bericht von ISW morgen
Seit Januar:

Aber natürlich an anderen Frontabschnitten wie Konstyantinivka auch ordentlich Rückschläge erzielt :(
Gestern noch ein Video gesehen wo Putins Schergen inzwischen mit Glasfaserdrohnen in Sloviansk ukrainisches Militär angreifen. Bald werden sie dort vermutlich auch Zivilisten damit jagen wie z.B. in Kherson.

Und aktuell ist ja auch quasi jede ballistische Rakete ein Treffer, mangels Patriot-Raketen etc
 

Scorn4

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Wie das mit Konstyantinivka ausgeht, war ja eigentlich klar. Die Flanke bei Ternuvate hatte mich beunruhigt, weil ein Einbruch hier die ganze Flanke bedroht. Wenn die Ukraine hier echt diesen Erfolg durchsetzen kann, wird das deutlich entschärft
 
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Die Kiste ist gelaufen. Frontverschiebungen um die paar Quadratkilometer völlig egal.

Ukraine stellt jetzt Stück für Stück auf komplett umbenannt um. Sie haben jetzt schon quasi unbegrenzt Atem, da sie kaum noch Leute brauchen, ihre Waffen teilweise selbst herstellen oder von den Europäern geschenkt bekommen. Die Europäer werden das jetzt auch ewig durchhalten, ist billig genug und strategisch zu interessant die Ukraine weiter zu unterstützen.

Zudem hat die Ukraine zunehmend richtig Wirkungskraft in Russland rein und kann Stück für Stück deren industrielle Basis rausnehmen. Russland kann das umgekert nicht, da die Waffenproduktion innerhalb der Ukraine komplett dezentralisiert ist und die vorgelagerte industrielle Basis in Europa steht, was für Russland off-limit ist.

Russland hingegen ist zwar noch die erste Stufe der FPVs mitgegangen, aber hat jetzt nicht die gleiche technologische Innovationskraft. Industrielle Basis wird zunehmend dezimiert. Sie können jetzt nochmal Zwangsmobilisieren nach der Parliamentswahl und mit +500'000 Leuten kurzfristig an der Front vielleicht nochmal kleinere Erfolge erzielen, aber langfristig ist der Krieg Mensch gegen Roboter aussichtslos.

Stand jetzt, kann Putin froh sein, wenn er noch nen Waffenstillstand zu aktuellen Grenzen rausverhandelt bekommt. Wenn er zuwartet, wird die Ukraine ihr komplettes Gebiet zurückholen und wenns Putin dann immer noch nicht checkt, fahren die ukrainischen unbemannten Bodentruppen eines Tages durch Moskau.
 
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Sehe das nicht so optimistisch. Um ein paar Gegenpunkte zu setzen:

1. Russische Produktion von Drohnen und Raketen ist nicht relevant gefährdet.
2. Nötige Elektronik etc kann sich Russland aus China einkaufen. Die machen da offenbar gerne mit. Zahlen kann Russland auch mit ihren Rohstoffen.
3. Ukraine hat nach wie vor keine Antwort auf ballistische Raketen, von den Russland nach wie vor Produktion ausweitet.

(Die Karte von scorn bezieht sich auf ukrainische Gewinne über mehrere Monate.)

Genauso wie die letzten Jahren der Doomerism falsch und schädlich war, so ist jetzt übertriebener Optimismus falsch und schädlich. Das kann noch sehr lange dauern, und ist alles andere als ein Selbstläufer. Selbst ukrainische Vorteile bei Drohnen sind nicht garantiert. Die Russen sind leider nicht in allen Aspekten unfähig.

Die Ukraine braucht mehr Luftabwehr, gerade gegen ballistische Raketen. Wir brauchen das mittelfristig selbst auch und sollten unsere Produktion ausweiten.
 
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Zumal ist die Ukrainische Front teilweise so ausgedünnt, dass Russen bis zu 10km ins Hinterland vorstoßen können - mit Einzelnen Soldaten. Trotzdem kommt es dabei zwangsläufig zu Problemen. Ukraine hat Probleme mit der Mannstärke ihrer Truppe und das Verhältnis war bei meiner letzten Info 5:1 oder 6:1 Verluste von Russen zu Ukrainern. Aber die 1 hinten tut der Ukraine trotzdem weh. Den Russen natürlich auch die Zahl vorne, aber Putin ist ja willig die Zukunft von Russland noch mehr zu zerstören und noch mehr Männer im Arbeitsfähigen Alter zu Opfern. Russlands Zukunft sieht düster aus, aber die Gegenwart ist leider noch nicht so dunkel aktuell...
 

Gustavo

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und das Verhältnis war bei meiner letzten Info 5:1 oder 6:1 Verluste von Russen zu Ukrainern. A

Gibt es eigentlich Schätzungen wie sich das über den Krieg verändert hat? Ich nehme an die Verlustquote der Russen ist heute höher als noch vor ein paar Jahren?
 
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Gibt es eigentlich Schätzungen wie sich das über den Krieg verändert hat? Ich nehme an die Verlustquote der Russen ist heute höher als noch vor ein paar Jahren?
Ich habe das einfach mal die KI gefragt... Ob das belastbar ist weiß ich aber nicht, die nennt eine Quote von 2:1 zu Beginn des Krieges, dann 3:1 und jetzt aktuell 8:1.
Ich hätte während der Jahre 2024 und 2025 ebenfalls eine höhere Quote als 3:1 erwartet um ehrlich zu sein.
 
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Das ist mit Sicherheit auch stark geschwankt.

Bspw hat die Ukraine mit Bakhmut und Avdiivka auch (in Menschenleben gerechnet) teure Abwehrschlachten gekämpft. Anderenorts schon immer auf Effizienz fokussiert.

Oder die Effizienz der russischen Drohnen und Gleitbomben - das hat sich im Laufe der Zeit auch geändert.

Oder die ukrainischen Offensiven. Die waren natürlich dann teuer.

Da die Russen auch unstörbare FPV mit Glasfaserkabeln einsetzen lassen sich gewisse Verluste nicht vermeiden.

Im groben habe ich aber auch 3:1 vor einigen Jahren zu 7-8:1 heute im Kopf. Was wesentlich darauf beruht, dass die Russen bewusst Truppen opfern, um kleine Fortschritte zu machen.
 
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Zumal ist die Ukrainische Front teilweise so ausgedünnt, dass Russen bis zu 10km ins Hinterland vorstoßen können - mit Einzelnen Soldaten.

Das seh ich eher als positives Signal. Die Ukraine zieht systematisch Leute von der Front ab. Das ist doch auch der Grund, warum wir 8:1 sehen und vermutlich bald 20:1 sehen werden. Sollen einzelne Soldaten halt 10km hinter die Front laufen. Sobald es grössere Truppenverbände werden, werden die rausgenommen.

Das ganze Konzept Front im Sinne von, dass es das eine Linie gibt ist hinfällig in Zeiten einer 30km Kill Zone.

Selbst ukrainische Vorteile bei Drohnen sind nicht garantiert. Die Russen sind leider nicht in allen Aspekten unfähig.

Mein Optimismus kommt aus den unbemannten Bodentruppen. Ukraine scheint mir da aktuell weit voraus, sowohl technisch wie operativ. Und selbst wenn Russland da nachziehen können sollte, in einer reinen Materialschlacht ohne Menschen an der Front ist Ukraine langfristig klar im Vorteil.
 
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Das seh ich eher als positives Signal. Die Ukraine zieht systematisch Leute von der Front ab. Das ist doch auch der Grund, warum wir 8:1 sehen und vermutlich bald 20:1 sehen werden. Sollen einzelne Soldaten halt 10km hinter die Front laufen. Sobald es grössere Truppenverbände werden, werden die rausgenommen.

Das ganze Konzept Front im Sinne von, dass es das eine Linie gibt ist hinfällig in Zeiten einer 30km Kill Zone.
Also wenn die Ukraine bewusst die Soldaten abzieht um mehr Truppen auch ne Pause zu ermöglichen wäre das natürlich wirklich sehr positiv. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass einfach der Personalmangel daran Schuld ist.
Wenn da jemand mehr Infos zu hat, das würde mich interessieren!

Mein Optimismus kommt aus den unbemannten Bodentruppen. Ukraine scheint mir da aktuell weit voraus, sowohl technisch wie operativ. Und selbst wenn Russland da nachziehen können sollte, in einer reinen Materialschlacht ohne Menschen an der Front ist Ukraine langfristig klar im Vorteil.
Ich habe da bisher erst 1-2 mal von gehört, dass unbemannt dort mit Bodentruppen etwas erreicht wurde. Ist das schon großflächiger im Einsatz? Wäre für die Ukraine definitiv positiv.
 
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Also wenn die Ukraine bewusst die Soldaten abzieht um mehr Truppen auch ne Pause zu ermöglichen wäre das natürlich wirklich sehr positiv. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass einfach der Personalmangel daran Schuld ist.
Wenn da jemand mehr Infos zu hat, das würde mich interessieren!
Ich habe da bisher erst 1-2 mal von gehört, dass unbemannt dort mit Bodentruppen etwas erreicht wurde. Ist das schon großflächiger im Einsatz? Wäre für die Ukraine definitiv positiv.
Kommt drauf an, was Du mit erreicht meinst. UGVs übernehmen Stück für Stück verschiedene Rollen im festgefrorenen Stellungskrieg von Ukrainern. Jeden Monat etwas mehr und deshalb gehen die Casualty Raten bei den Ukrainern massiv runter und die der Russen gleichzeitig leicht hoch.

Hier zwei Artikel dazu:
Die aktuellen taktischen Ziele der Ukrainer beobachte ich wie folgt:
  1. Front einfach halten mit minimalen Verlusten, allenfalls kleinere opportunistische Vorstösse
  2. Supply Lines der Russen bis 50/100km hinter der Front und auf der Krim stören.
  3. Langstreckendrohnenangriffe auf symbolische Ziele und industrielle Produktion bis 2'000km
2 & 3 ist eh schon ohne Menschen und 1 jetzt perspektivisch auch. Dann kann die Ukraine den Krieg endlos durchhalten.

Zum Personalmangel: das ist natürlich auch wahr. Widerspricht sich nicht. Ukraine hat nicht genug Soldaten für 1600km Front und es bräuchte sehr unpopuläre Massnahmen, um das zu ändern. Aber zum Glück müssen sie das auch nicht mehr, da sie Frontabschnitte weitestgehend unbemannt lassen können und sie einfach mit Drohnen überwachen.

-----------------

In etwas grösserer Perspektive: wir beobachten gerade in Echtzeit die wegweisendste Entwicklung in der Kriegsgeschichte seitdem Könige/Generäle nicht mehr in der 1. Reihe kämpfen, sondern sich auf die Kommandantenebene zurückgezogen haben.
 
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11.09.2002
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Die in dem 1. Artikel gennanten über 16.600 Aktionen in einem Monat waren mit komplett neu. Das ist in der Tat sehr erfreulich! Vor allem wenn man die Logistik umstellen kann auf "Remote" fällt viel Angriffsfläche weg.
 
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Was diesen Konflikt anbelangt bin ich aktuell vorsichtig optimistisch, dass die Ukraine sich am Ende erfolgreich gewehrt haben wird. Falls das so kommt wars das für Russland. Ein letztes Sowjetzucken für die Geschichtsbücher.
 
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Ich denke China würde auch losmarschieren, wenn in Russland noch nicht Ruhe ist. Die warten für sich den strategisch besten Zeitpunkt ab, falls sie denn wirklich losschlagen wollen und nicht erstmal weiter durch staatszersetzende Maßnahmen Taiwan von innen her versuchen auszuhöhlen. Man wird in Beijing jedoch genau beobachtet haben wie die eig. militärisch stärkste Nation den Krieg mit dem Iran verloren hat.
Was die Ukraine anbelangt bin ich noch nicht so überzeugt. Die vielen Wildberries-Lager erweckten den Eindruck, dass sich das Blatt gedreht hat. Wenn man aber Röpcke und Heinrich im unten verlinkten Video zuhört, muss man da doch ein wenig vorsichtiger sein. Laut Röpckes Aussage sind die Ukrainer viel disziplinierter (weil es auch unter Strafe verboten ist, so wie in Russland eig. auch) und filmen die ganzen eigenen brennenden Lagerhallen und Großgebäude nicht bzw. stellen sie nicht online.
Man kann nur hoffen, dass alles was getan wird ausreicht, um den Druck auf Russlands Wirtschaft wirklich so weit zu erhöhen, dass dort ein paar strategisch wichtige Stützen umfallen, was dann etwas bewirkt. Sollte Russland aber doch immer noch resilient genug sein, wirds weiter knüppelhart für die Ukraine. Man wird möglicherweise noch weitere Gebietsverluste hinnehmen müssen, die das Land zwar nicht in die Knie zwingen, aber es sind eben doch schmerzhafte Einbußen. Und der Terror gegen die Zivilbevölkerung kommt noch oben drauf.

Hier das Video "Der Optimismus vom Frühjahr ist weg" (ca. 1:07h) von T. Heinrich und Röpcke. Ich fands sehr informativ was den aktuellen Stand anbelangt, da Heinrich trotz pro-ukrainischer Haltung die Lage auf Grundlage der verifizierten Geolokalisationen sowohl positiv als auch negativ sehr kritisch einschätzt und Röpcke gerade mit einer ukrainischen Einheit in der Nähe der Front war:
 
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