• Liebe User, bitte beachtet folgendes Thema: Was im Forum passiert, bleibt im Forum! Danke!
  • Hallo Gemeinde! Das Problem leidet zurzeit unter technischen Problemen. Wir sind da dran, aber das Zeitkontingent ist begrenzt. In der Zwischenzeit dürfte den meisten aufgefallen sein, dass das Erstellen von Posts funktioniert, auch wenn das Forum erstmal eine Fehlermeldung wirft. Um unseren Löschaufwand zu minimieren, bitten wir euch darum, nicht mehrmals auf 'Post Reply' zu klicken, da das zur Mehrfachposts führt. Grußworte.

bildungsauftrag erzwingen?

TARGONY!

eike
Mitglied seit
30.01.2003
Beiträge
586
Reaktionen
6
Nach meiner letzten Geschichtsstunde, die ich Mittwoch vor den Ferien gehalten habe, war ich echt mies drauf. Thema Industrialisierung, Landflucht.

Ich meine, dass ein achtklässler nicht weiss, was "agrar" bedeutet, finde ich ja vollkommen in ordnung. Aber dass mir von 20 Schülern nur _einer_ sagen konnte was ein Bergwerk und was eine Stahlhütte ist, ist einfach nur niederschlagend.

Auch wer sich den erstwählercheck auf youtube anschaut sieht ja ganz genau, was wir alle doch längst wissen: Deutschland wird blöd. Dumm. Schaut euch nur mal meine rechtschreibung an. Wir versacken intelligenzmäßig, alle. Ich weiß, ihr könnt alle herkommen und sagen, dass "ihr" durchaus sehr gebildet seid. Ich geh da einfach auch mal von aus dass sich hier im Forum, obwohl die meisten von euch sehr unsympathisch sind, auch sehr gebildete menschen tummeln. Und ich weiß auch dass "ihr" eure Kinder gescheit erziehen werdet und denen Bücher in die Hand drücken werdet, keine Frage. Trotzdem wissen wir doch alle, dass es zwei Probleme gibt:

1)Gebildete Menschen (von nun an als "wir" bezeichnet) bekommen viel weniger Kinder als der dumme rest. Also ich zum Beispiel hab noch kein einziges, das verblödete Flitschgesicht Jessica die unten in der neubausiedlung wohnt und so alt ist wie ich, hat schon zwei.

2)Auch wir, die baldige Oberschicht und unsere potenziellen Kinder, welche in zukunft wohl die Oberschicht bilden werden, sind vom Niveau her weit hinter dem, was vor noch 30 Jahren angesagt war. Zu zeiten meines Vaters musste man noch einen Test machen, um überhaupt aufs Gymnasium gehen zu DÜRFEN. Und dieser Test war Niveaumäßig geschätzt auf dem, was heute in der 8. Gymnasialklasse unterrichtet wird (also da kenn ich die lehrpläne nicht so gut aber müsste hinkommen)

2 Thesen, die keiner von euch auch nur annähernd wagen wird in Frage zu stellen. Aber wieso erzähl ich das alles?

Ich habe mir nämlich überlegt, wer denn an der Verdummung schuld ist. Und, weil ich ein einfach gestrickter Mensch bin und einfache Lösungen für Komplexe Probleme suche, sage dass die Quintessenz im Privatfernsehen liegt. Das Privatfernsehen hat seit seinem bestehen den guten Geschmack und die Intelligenz der deutschen fernsehzuschauer mit ohrfeigen und faustschlägen malträtiert. Und es wird immer schlimmer. Klar, gibt es ausnahmen. Aber überlegt mal, eine brilliante Fernsehserie wie z.B. die Simpsons sind ohne hintergrundwissen der satirisch dargestellten Problematiken nun, ähm, nichts weiteres als Zeichentrick.

Worauf ich hinauswill: die GEZ wird immer eingezogen u.a. mit der Begründung des Bildungsauftrages, den die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ja sogar noch relativ adäquat erfüllen. Aber jeder weiß dass unsere Hauptschulgeneration keine öffentlich-rechtlichen fernsehsender anschaut.

Glaubt ihr, man könnte die Privaten Fernsehanstalten auch zu solch einem Bildungsauftrag zwingen? Könnte man da eine kontrollstelle einführen und wenigstens hintergründig z.b. demokratisches basiswissen einbauen? Wäre das Zensur? Wäre in diesem Falle Zensur nicht sogar ein gutes Mittel? Wie könnte man das ganze umsetzen? Seht ihr die Problematik auch?

Und vor allem: Brauchen wir, die gebildete oberschicht, nicht vielleicht sogar eine verdummte teilbevölkerung die die von uns entwickelten produkte ohne zu fragen abkauft?

DISCUSS!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
28.01.2006
Beiträge
3.934
Reaktionen
30
Ich glaube die Quote der dummen Menschen sich nicht erhöht. Vor 100 Jahren gabs vermutlich genauso viele Ungebildete. Nur die hast du nicht mitbekommen :)
 
Mitglied seit
06.10.2001
Beiträge
598
Reaktionen
0
Ich glaube die Quote der dummen Menschen sich nicht erhöht. Vor 100 Jahren gabs vermutlich genauso viele Ungebildete. Nur die hast du nicht mitbekommen :)

#

wobei ich glaube dass es heute schon etwas mehr "dumme" leute gibt als früher.
früher hatte nur nicht jeder depp eine eine kommunikationsplattform um sich zu zeigen, war also nicht so präsent in den medien.
aber jetzt mitm internet und pro7 rtl usw ...
 
Mitglied seit
13.06.2005
Beiträge
19.950
Reaktionen
1.790
Ort
Baden/Berlin
Privatfernsehen ist ein Angebot was niemand annehmen muss, genau wie Zigaretten, Alkohol oder Kartoffelchips. Jeder ist zu einem gewissen Maße für sich selbst verantwortlich. Der Staat ist nicht dazu da das Denken für seine Bürger zu übernehmen. Einem privaten Rundfunkunternehmen einen staatlichen Willen, ein staatlich geprägtes Programm aufzudrücken wäre ein harter Einschnitt in die Freiheit des Senders und hätte nichts mehr mit "PRIVATfernsehen" zu tun.
Es wird immer Dumme geben, es wird immer eine geistige Mittelschicht und immer eine geistige Oberschicht geben. Der Mensch ist noch immer für sich selbst verantwortlich und wer das nicht kapiert muss sich auch nicht wundern wenn er verdummt, ihn andere überholen oder er ganz auf der Strecke bleibt. Obendrein sind Dumme Menschen gut. Sie bilden die Mehrheit, sind naiv und leicht beeinflussbar. Was besseres als dumme Menschen gibt es für mich als Teil der Medien und Werbebranche nicht.
 
Mitglied seit
10.08.2007
Beiträge
223
Reaktionen
0
vor 30 jahren waren die menschen sicher nicht klüger oder gebildeter als heute, und der stoff der heute in der 8. unterrichtet wird war vor 60 jahren noch einer kleinen schicht auf universitäten vorbehalten! Also wäre ich mit solch aus der luft gegriffenen und einfach dummen aussagen vorsichtig

btw: du bist auch nicht gerade ein beispiel für sympathie, mr. oberschicht
 
Mitglied seit
03.08.2002
Beiträge
2.298
Reaktionen
347
Früher hab ich in der Schule auch oft nichts gesagt wenn ich die Antwort wusste... die ham nur kein bock.

Was für ne Schule überhaupt?
 
Mitglied seit
19.03.2002
Beiträge
2.052
Reaktionen
0
Ort
USH
alternative these:

grund für die verdummung breiter gesellschaftsschichten ist die zunehmende faulheit/trägheit dieser schichten.
und die begründet sich in der perspektivlosigkeit: "egal was ich tu, ich ändere damit meine lebensverhältnisse nicht spürbar." das alte problem der kommunistischen idee.
und genau solche verhältnisse gibt es für breite teile der bevölkerung in form von harz4. harz4 bietet einen so hohen lebensstandard (essen, bett, dusche, tv, handy, internet etc. also alles was man wirklich braucht und vieles mehr), dass es sich kaum lohnt sich reinzuhängen. das schaun sich die kinder bei den eltern ab, und es wird sehr schwer aus diesem verhaltensmuster rauszukommen.
diese schichten sehen (berechtigterweise!) überhaupt keinen grund ihr bildungsniveau zu verbessern, da sie ja auch mit 0 wissen "traumhaft" mit harz4 leben können.
(@linke gruppierungen im forum: jaja ich weiß, harz4 ist menschenunwürdig etc, aber letztlich ist harz4 so hoch, dass es perspektivlosigkeit fördert, und diese perspektivlosigkeit ist das eigentlich menschenunwürdige wie ich finde)

ergo: grund für die verdummung sind die zu hohen harz4-sätze !
 
Mitglied seit
18.01.2005
Beiträge
5.381
Reaktionen
1
nur weil kinder mit geburtsjahr '97 im jahr 2010 nicht wissen was ein bergwerk ist.
 
Mitglied seit
05.08.2002
Beiträge
3.668
Reaktionen
0
Gibts doch alles schon. Siehe Rundfunkstaatsvertrag und Landesmedienanstalten, die auch für Privatsender gelten. Sat1 z.B. darf nicht einfach seine Nachrichtensendung aus dem Programm nehmen und sich weiterhin Vollprogramm nennen. Aber da ihr ja alle zur Oberschicht gehört und gebildet seid, wisst ihr das ja sicherlich.
 

Antrax4

Guest
Als ich vor einem Monat einer 10-Klässlerin erzählt habe, dass ich damals für ein Physik- Referat in die Bibliothek fahren musste (3 km Weg), mir selbst meine Bücher suchen musste und die Informationen, die ich brauchte, selbsständig zusammengetragen habe, und dabei vielleicht 2 Tage beschäftigt war, war sie baff. Heute reicht ein Klick auf wikipedia, ein Klick auf "Drucken", und fertig.

Die große Gefahr der einfach zu beschaffenen Information besteht darin, dass man ihren Wert nicht erkennt. Ich glaub die meisten von uns wissen wikipedia richtig zu schätzen. Die heutigen Kinder dagegen wachsen schon damit auf, für sie ist es "Normalität". Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibt abzuwarten. Schlecht ist auf jeden Fall die Überzeugung, dass man nichts lernen muss, weil es ja auf wikipedia steht.
 
Mitglied seit
13.06.2005
Beiträge
19.950
Reaktionen
1.790
Ort
Baden/Berlin
alternative these:

grund für die verdummung breiter gesellschaftsschichten ist die zunehmende faulheit/trägheit dieser schichten.
und die begründet sich in der perspektivlosigkeit: "egal was ich tu, ich ändere damit meine lebensverhältnisse nicht spürbar." das alte problem der kommunistischen idee.
und genau solche verhältnisse gibt es für breite teile der bevölkerung in form von harz4. harz4 bietet einen so hohen lebensstandard (essen, bett, dusche, tv, handy, internet etc. also alles was man wirklich braucht und vieles mehr), dass es sich kaum lohnt sich reinzuhängen. das schaun sich die kinder bei den eltern ab, und es wird sehr schwer aus diesem verhaltensmuster rauszukommen.
diese schichten sehen (berechtigterweise!) überhaupt keinen grund ihr bildungsniveau zu verbessern, da sie ja auch mit 0 wissen "traumhaft" mit harz4 leben können.
(@linke gruppierungen im forum: jaja ich weiß, harz4 ist menschenunwürdig etc, aber letztlich ist harz4 so hoch, dass es perspektivlosigkeit fördert, und diese perspektivlosigkeit ist das eigentlich menschenunwürdige wie ich finde)

ergo: grund für die verdummung sind die zu hohen harz4-sätze !
Das ist halt die Krux.
Zum einen fördert der "hohe" Hartz4-Satz die Perspektivlosigkeit in diesem Land,da man mit Hartz4 eigentlich ganz gut Leben kann (zumindest in "ärmeren" Teilen des Landes wie Berlin), zum anderen wäre es unmenschlich diesen Satz noch weiter nach unten zu schrauben. Vollbeschäftigung ist ein Irrglaube. Es wird immer Arbeitslose geben, ganz gleich ob sie nun faul und dumm sind oder nicht. Man muss diesen Menschen einfach ein menschenwürdiges Dasein bieten, da man sonst "den Arbeitslosen" komplett aus der Gesellschaft ausschließt.
Die Probleme liegen woanders. Verkrusteter Bürokratenstaat mit tausenden Regeln, Auflagen, Ausnahmen, Möglichkeiten,wo keiner mehr wirklich durchsteigt. Hier könnte eine Menge Kohle gespart werden, wenn man das ganze System mal vereinfacht.

Gibts doch alles schon. Siehe Rundfunkstaatsvertrag und Landesmedienanstalten, die auch für Privatsender gelten. Sat1 z.B. darf nicht einfach seine Nachrichtensendung aus dem Programm nehmen und sich weiterhin Vollprogramm nennen. Aber da ihr ja alle zur Oberschicht gehört und gebildet seid, wisst ihr das ja sicherlich.
Jap weiß ich :)
Ein direkter Eingriff ins eigentliche Programm folgt aber bisher nicht (Sat1. darf die Nachrichten schwerpunktmäßig füllen mit was sie wollen. bestes beispiel, die rtl 2 news). Ein staatlich verordneter Bildungsauftrag würde dies aber ändern, da der Staat dem Privatunternehmen vorgeben würde was er genau zu senden hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
18.01.2005
Beiträge
5.381
Reaktionen
1
Als ich vor einem Monat einer 10-Klässlerin erzählt habe, dass ich damals für ein Physik- Referat in die Bibliothek fahren musste (3 km Weg), mir selbst meine Bücher suchen musste und die Informationen, die ich brauchte, selbsständig zusammengetragen habe, und dabei vielleicht 2 Tage beschäftigt war, war sie baff. Heute reicht ein Klick auf wikipedia, ein Klick auf "Drucken", und fertig.

Die große Gefahr der einfach zu beschaffenen Information besteht darin, dass man ihren Wert nicht erkennt. Ich glaub die meisten von uns wissen wikipedia richtig zu schätzen. Die heutigen Kinder dagegen wachsen schon damit auf, für sie ist es "Normalität". Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibt abzuwarten. Schlecht ist auf jeden Fall die Überzeugung, dass man nichts lernen muss, weil es ja auf wikipedia steht.

spricht es nicht für die jugend und gegen die alten? kind findet eine problemlösung. die alten wissen immer noch nicht, wie man mit der wikipedia umgeht?!
 
Mitglied seit
19.02.2002
Beiträge
497
Reaktionen
0
Is doch dein Job, die Kleinen klüger zu machen. Erklär' ihnen halt was ein Bergwerk ist. :hammer:
 

FCX

Mitglied seit
28.02.2009
Beiträge
3.585
Reaktionen
0
@ TE das meinst du nicht wirklich ernst was du da schreibst oder?

Das Problem um das es hier geht ist nicht nur in seiner Struktur, sondern vor allem auch in seinen Ursachen äußerst komplex. Das alles jetzt aufs Privatfernsehen zu schieben, welches wohl noch den geringsten Anteil an der Sache hat, ist ungefähr genauso sinnvoll wie die Schuld für Amokläufe bei CS und Egoshootern zu suchen.

Die Probleme liegen imo größtenteils in der Perspektivlosigkeit der Jugend, der Tatsache das die meisten Eltern mit der Erziehung total überfordert sind, und sie weitestgehend auf die ebenfalls überforderten Schulen abwälzen welche kaum ihrem Bildungsauftrag gerecht werden können und wo viel zu viele Schüler einfach durchs netz fallen und in der Versenkung verschwinden.
 
Mitglied seit
18.08.2002
Beiträge
2.600
Reaktionen
202
Das eigentlich Erschreckende ist doch, dass du offenbar Lehrer bist :(
Ansonsten: Idiocracy anschauen und sich freuen.
Mal ehrlich, Unbildung und Blödheit ist nun kein besonderes Merkmal unserer Generation. Ohne TV würden die Leute halt irgend einen anderen Schwachsinn machen, dass es sich dabei zwingend um etwas sinnvollers handelt ist zweifelhaft.
 

Gelöschtes Mitglied 137386

Guest
Auch wir, die baldige Oberschicht

digga du wirst lehrer. du bist nichtmal wirklich akademiker, geschweige denn jemals auch nur in die nähe von "oberschicht" zu kommen :D

Und, weil ich ein einfach gestrickter Mensch bin und einfache Lösungen für Komplexe Probleme suche, sage dass die Quintessenz im Privatfernsehen liegt.

zumindest hast du dein hauptproblem erkannt. der rest ist natürlich quatsch.

und ansonsten: die menschen werden nicht ungebildeter, bildung verändert sich nur. warum sollte heutzutage auch jemand wissen was ein bergwerk ist? wen zum geier soll das interessieren? dafür wissen die kids wie man mit computern umgeht.
unnützes wissen verschwindet und wird durch nützliches ersetzt. diese altherrenstammtischrumgereite auf "allgemeinbildung" und dabei irgendwelchen altgriechischen quatsch vor augen zu haben ist schwachsinn. so wie sich unsere gesellschaft verändert wird sich auch der begriff der bildung verändern und generell können wir jetzt schon nen haufen wissen outsorcen. wenn in zukunft im grunde jeder, jederzeit mit dem internet verbunden ist, warum sollte man dann irgend ein datum im kopf haben? es kostet ca. 2 sekunden nachzuschlagen wann napoleon in russland geschlagen wurde, warum soll man die zeit die es kostet sowas zu lernen nicht mit dem lernen von sinnvolleren dingen verbringen?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mitglied seit
13.06.2005
Beiträge
19.950
Reaktionen
1.790
Ort
Baden/Berlin
Lol, Oberschichtenbattle hier
Hey Heat, auf welches recht willst dich eigentlich mal spezialisieren?
 

Clawg

Guest
Worauf ich hinauswill: die GEZ wird immer eingezogen u.a. mit der Begründung des Bildungsauftrages, den die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ja sogar noch relativ adäquat erfüllen.
:ugly:
Beispiele?

Glaubt ihr, man könnte die Privaten Fernsehanstalten auch zu solch einem Bildungsauftrag zwingen? Könnte man da eine kontrollstelle einführen und wenigstens hintergründig z.b. demokratisches basiswissen einbauen? Wäre das Zensur? Wäre in diesem Falle Zensur nicht sogar ein gutes Mittel? Wie könnte man das ganze umsetzen? Seht ihr die Problematik auch?
Ich bitte dich. Im Staatsfernsehen wird hauptsächlich Unterhaltung gesendet.

Im Übrigen, zu deiner Einleitung:
Dich stört etwas an deiner Umgebung? Änder (selbst!) etwas daran!
 

Gelöschtes Mitglied 137386

Guest
Lol, Oberschichtenbattle hier
Hey Heat, auf welches recht willst dich eigentlich mal spezialisieren?

das soll auch um himmelswillen keine oberschichtdebatte werden, ich möchte nur darauf hinweisen, dass das lehramtstudium so ca. das billigste ist was es an der universität zu studieren gibt und mmn. lehrer weder vom einkommen noch von der ausbildung her gleichgestellt mit richtigen akademikern sind...thats all :)


IP/Medien...maybe auch kartell, hatte ich jetzt in der kanzlei bissl was mit zu tun und fands ganz interessant. in jedem fall aber wirtschaftsrecht. make money money make money money yaw :klatsch:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mitglied seit
30.11.2007
Beiträge
2.385
Reaktionen
16
Ich selbst halte den "Bildungsauftrag" der ÖR für eine absolute Farce. Ich meine, was kommt den auf den ÖRs? Okay, Nachrichten sind gut und manche Dokus vielleicht aber sonst? Tatort bis zum Erbrechen (was langweilig aber noch okay ist), Volksmusik und jede Menge grottenschlechte deutsche Serien, Filme aus den 50er Jahren + Perlen wie "das unglaubliche Quiz der Tiere" oder "Geld Macht Liebe", wo schon die Vorschau dumm macht.

Und das alles mit unserem Geld finanziert, was noch mit mafiösen Methoden eingetrieben wird. Dann lieber das Privatfernsehen, da laufen wenigstens ab und zu noch amerikanische Serien, die eh besser sind als alles was Deutschland fernsehmäßig hinkriegt.

(Wobei man das Thema ja eigentlich eh nicht auf das Fernsehn reduzieren kann)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
13.06.2005
Beiträge
19.950
Reaktionen
1.790
Ort
Baden/Berlin
Mitglied seit
26.08.2002
Beiträge
3.739
Reaktionen
0
ich möchte nur darauf hinweisen, dass das lehramtstudium so ca. das billigste ist was es an der universität zu studieren gibt und mmn. lehrer weder vom einkommen noch von der ausbildung her gleichgestellt mit richtigen akademikern sind...thats all :)


das ist wiederrum totaler schwachsinn
lehrer müssen eine fachstudium absolvieren + (sollten eigentlich) eine pädagogische ausbildung mitbekommen
verdienstmässig sind ... über 4000€ drinn und das bei gefühltem 1/3 jahresurlaub wochenstundenmässig liegen sie ( sobald die ersten jahre vorbei sind und man nicht mehr so brutal unterricht vorbereiten muss) deutlich unter dem durchschnittlichen akademiker
 

Gelöschtes Mitglied 137386

Guest
jo sind gute mittelständler, hab von denen auch im juve handbuch gelesen. mal schauen, hab im ref ja genug zeit in der anwaltstation und wahlstation im ref paar schuppen auszuprobieren.

lehrer müssen eine fachstudium absolvieren + (sollten eigentlich) eine pädagogische ausbildung mitbekommen

das fachstudium ist aber kaum zu vergleichen mit einem vollen diplom ( eq. bachlor UND master ) in zB. einer naturwissenschaft. von der pädagogischen ausbildung wollen wir gar nicht erst anfangen.

und die 4000 gibts auch nicht in jedem bundesland. genausowenig wie verbeamtung. in bremen gibts für neue lehrer in den ferien kündigung und arbeitsamt und im neuen schuljahr maybe neuen jahresvertrag. willkommen in 2010 ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mitglied seit
19.08.2003
Beiträge
5.209
Reaktionen
0
spricht es nicht für die jugend und gegen die alten? kind findet eine problemlösung. die alten wissen immer noch nicht, wie man mit der wikipedia umgeht?!

Das meinst du nicht ernst, oder? Wenn doch, dann: :catch:

"Mit Wikipedia umgehen" spricht vielleicht dafür, dass die Kinder früh erlernt haben, einen Computer und das Internet zu benutzen. Aber "mit Wikipedia umgehen" umfasst mehr als nur eine Suchanfrage einzutippen und einen Klick zu setzen. Wer befüllt Wikipedia denn mit Informationen? Das sind die oben erwähnten "intelligenten" Leute, die sich die Mühe machen, aus ihrem eigenen erworbenen (hoffentlich objektiv korrekten) Wissen einen Eintrag zu verfassen oder mithilfe von Literaturrecherchen einen nachzuvollziehenden Artikel schreiben.

Die Selbstständigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens (und dazu gehört schon Quellenarbeit im Geschichtsunterricht der 6. Klasse) ist eine der höchst intelligenten Aufgaben. Natürlich ist jedermanns Intelligenz unterschiedlich ausgeprägt: sprachlich, naturwissenschaftlich oder was weiß ich noch alles.


@TE: Du musst auch eine Unterscheidung zwischen "Wissen" und "Intelligenz" treffen. Ich habe gerade leider keinen Duden zur Hand, und die Webseite gibt als kostenlosen Eintrag für das Wort "dumm" nur die Bedeutung "1. a) arglos, gedankenlos, naiv, unbedarft, unklug. b) albern, dümmlich, närrisch, unsinnig; (ugs.): blöd, ..." wieder.

Ist "dumm" nun das Gegenteil von "nicht wissend" oder von "nicht intelligent". Wissen und Intelligenz stehen meines Erachtens nur in mittelbarem Zusammenhang. Beides ist irgendwie Voraussetzung für das jeweils andere, aber unintelligente Menschen können sich Wissen anhäufen. Und Unwissende intelligent sein. Ob wir nun also "unintelligenter" oder "unwissender" werden, wäre eine interessante Frage.

Zudem wäre interessant, ob sich unser Wissen nicht einfach verschiebt. Vor 70 Jahren wusste jeder, was ein Bergwerk ist. Dafür weiß heute jeder, was ein iPad ist. Hier stellt sich auch die Frage, was für den Menschen des 21. Jahrhunderts von Relevanz ist und ihm in seinem Alltagsleben sinnvoll erscheint. Wobei man hiezu naürlich auch vorbringen kann, dass eben genau das Intelligenz ist, sich nicht nur auf das Unmittelbar Naheliegende zu beschränken. Oder nennt man das dann Aufgeschlossenheit?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
04.03.2003
Beiträge
2.069
Reaktionen
0
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, ob der Wert "Bildung" wirklich so erstrebenswert ist.
Natürlich braucht unser kapitalistisches System die Akademiker, aber die Perspektivenlosigkeit und Instabilität dieses Systems wirft Zweifel an der Notwendigkeit auf.

Es geht schließlich auch anders: Zitat von Friedrich dem Großen, der forderte, dass Dorfkindern nicht zu viel beigebrachte werde: "Lernen sie zuviel, so laufen sie in die Städte und wollen Sekretäre und so'n Zeugs werden. Der Sohn eines Spritzenmeisters soll nicht studieren, sondern spritzen!"

Zu fordern "Jeder soll gebildet sein!" und zu urteilen "wer nichts weiß ist nichts wert!" halte ich jedenfalls definitiv für falsch.
 

DerHansJaDerSägt

Guest
Das Ressentiment ist heute einfach größer. Früher hat man über dumme Leute gelacht, heute gilt das als arrogant und elitär. Außerdem gilt mangelndes Wissen jetzt als "eigene Meinung". :ugly2:

Ob deswegen mehr Leute dumm sind, weil man sich auch mit seiner Dummheit wunderbar präsentieren kann und kein Anreiz besteht herausfinden was "richtig" und was "falsch" ist, oder ob die Dummheit dadurch einfach nur sichtbarer geworden ist, weil man sich nicht mehr dafür schämt, darüber kann man nur spekulieren.



Tod der 68er-Bewegung
 
Mitglied seit
19.08.2003
Beiträge
5.209
Reaktionen
0
Tod der 68er-Bewegung

Würde ich so nicht unterschreiben. Viele 68er sind die gebildetsten Leute, die ich kenne. Und waren das nach Zeitzeugenaussagen (also Freunden) auch schon in den 60ern und 70ern.
Die Intelligenten- und Dummenquote bei den 68ern ist imho genauso hoch wie bei den Konservativen.


Ist jetzt meine eigene Meinung :ugly:


Aus Gründen der Übersichtlichkeit poste ich auf den unter mir stehenden Post mal hier :catch: :

lustig ist doch, dass wir eine umkehrung der evolutiven selektion erleben wie im eingangspost schon gesagt. nicht mehr die erfolgreichen, sondern die erfolglosen vermehren sich stärker. somit wird unser genpool immer weiter degenerieren. zum glück können wir in ein paar jahrzehnten unsere gene selbst manipulieren, sonst müsste man sich echt sorgen machen :elefant:

Unser Genpool ist der gleiche, die Erziehung macht's.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
09.02.2002
Beiträge
6.889
Reaktionen
0
lustig ist doch, dass wir eine umkehrung der evolutiven selektion erleben wie im eingangspost schon gesagt. nicht mehr die erfolgreichen, sondern die erfolglosen vermehren sich stärker. somit wird unser genpool immer weiter degenerieren. zum glück können wir in ein paar jahrzehnten unsere gene selbst manipulieren, sonst müsste man sich echt sorgen machen :elefant:
 

DerHansJaDerSägt

Guest
Würde ich so nicht unterschreiben. Viele 68er sind die gebildetsten Leute, die ich kenne. Und waren das nach Zeitzeugenaussagen (also Freunden) auch schon in den 60ern und 70ern.
Die Intelligenten- und Dummenquote bei den 68ern ist imho genauso hoch wie bei den Konservativen.

Die 68er sind nicht die Dummen, aber die sie sind die Dummen die das Schulsystem so ruiniert haben, dass Fachwissen als eurozentrisch gilt und Wissenschaft betreiben immer den Touch von Nationalsozialismus hat. Sag was du willst, der real existierende Kulturrelativismus kommt nunmal aus der Ecke und er ist ein Greul.

Unser Genpool ist der gleiche, die Erziehung macht's.

Wissen wir doch überhaupt nicht :p Vielleicht verändert sich der Genpool noch. Europäer haben "dank" der Pest im Mittelalter zum Beispiel oft ein paar Krankheitsresistenzen.

Außerdem wenn dann Sozialisierung nicht Erziehung. :p:p
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
27.04.2005
Beiträge
2.324
Reaktionen
0
Früher hab ich in der Schule auch oft nichts gesagt wenn ich die Antwort wusste... die ham nur kein bock.

Was für ne Schule überhaupt?

#
Wahrscheinlich hatten deine Schüler nur einfach keinen Bock auf dich.
Und wenn so Leute wie der TE Lehrer werden, is das kein Wunder, dass das Schulsystem den Bach runter geht. Klassen- und Schichtendenken wie vor 100 Jahren. Great! ;)


Aber mal im ernst:
Ansonsten, ja klar verblödet das Fernsehen. Nicht umsonst hab ich einfach keinen mehr und ich kenne eine wachsende Anzahl die sich auch bewusst dagegen entscheidet.

Aber nichtsdestotrotz steht dieser Fernsehverblödung einer insgesamten gesellschaftlichen Fortbildung entgegen. Ja, früher waren die Aufnahmebedingungen an Gymnasien härter, richtig. Das bedeutet aber nur, dass damals dort mehr ausgesiebt wurde und der sehr gute Bildungsgrad der von dir sog. "Oberschicht" vom Rest der Menschen getrennt wurde.
Das allgemeine durchschnittliche Bildungsniveau ist allerdings seit den letzten ~300 Jahren definitiv ziemlich stetig gestiegen.

Und ich weiß nicht wie es dir geht mit deiner antiquierten Klasseneinstellung, aber ich bevorzuge es definitiv, dass die breite Masse das Gymnasium besuchen kann um einen guten Bildungsgrad zu erreichen, als dass eine kleine Spitzengruppe dort einen sehr guten Bildungsgrad erhält. Gleiches gilt für Unis.
 
Mitglied seit
12.05.2001
Beiträge
1.827
Reaktionen
270
lustig, wie man sich schon in der nähe der oberschicht wähnen kann, nur weil man bücher liest und nicht kevin oder jaqueline heisst.
 

DerHansJaDerSägt

Guest
lustig, wie man sich schon in der nähe der oberschicht wähnen kann, nur weil man bücher liest und nicht kevin oder jaqueline heisst.

Ironie? Es ist doch eigentlich so... Bilden tun sich die Leute heute auf infokrieg oder RTL II und die ganz elitären auf BBC oder bei Galileo. :rolleyes: Bücher lesen = Übermensch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
14.12.2002
Beiträge
88
Reaktionen
0
Nach meiner letzten Geschichtsstunde, die ich Mittwoch vor den Ferien gehalten habe, war ich echt mies drauf. Thema Industrialisierung, Landflucht.

Ich meine, dass ein achtklässler nicht weiss, was "agrar" bedeutet, finde ich ja vollkommen in ordnung. Aber dass mir von 20 Schülern nur _einer_ sagen konnte was ein Bergwerk und was eine Stahlhütte ist, ist einfach nur niederschlagend. [...]

Auch wenn ich natuerlich verstehe, dass es sich dabei nur um einen Aufhänger zur Diskussion handelt, würde ich mal behaupten, dass nicht nur einer diese Begriffe kannte. Ich denke mal das viele einfach schüchtern sind bzw. gerade in der beginnenden Pubertät Leistungsverweigerung ja mitunter als "cool" verstanden wird. Darüber hinaus würde ich, wenn mich mein Lehrer nach einem Bergwerk oder einer Stahlhütte gefragt hätte, natürlich auch erstmal stutzig werden, da so simple Fragen ja meistens gestellt werden, weil die vermeintlich naheliegende Antwort gerade nicht die richtige ist. Was ich sagen will ist, dass die Kinder dahinter womöglich eine Fangfrage vermutet haben und keiner sich bloßstellen lassen wollte...
 
Mitglied seit
02.08.2002
Beiträge
2.930
Reaktionen
0
Die Sendung mit der Maus
Sesamstraße
Tagesschau
Deutschland Radio
NDR Radio
usw.

Mir fallen noch Alpha-Centauri und die vielen Geschichts- und Wissenschaftsdokumentationen, die unter Reihen wie "Terra X" oder "ZDF Expedition" ausgestrahlt worden sind, ein.
 

Gelöschtes Mitglied 160054

Guest
Ich glaube die Quote der dummen Menschen sich nicht erhöht. Vor 100 Jahren gabs vermutlich genauso viele Ungebildete. Nur die hast du nicht mitbekommen :)

Möglich, aber in den letzten Jahren ist erstmals der gemessene DurschnittsIQ nach unten gegangen
 
Oben