The decision neutering the Voting Rights Act proved that Roberts' every effort to soothe the public about prior elections cases was disingenuous.
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Ich hab in der Presse (und auch in dem Artikel) noch recht wenig dazu gelesen, was für eine drastische Konsequenz diese Entscheidung haben wird. Die Republikaner können alleine im tiefen Süden (also ohne Texas und Missouri) noch eine niedrige zweistellige Zahl an Sitzen rausquetschen, wenn sie keine majority-minority districts mehr ziehen müssen. Das wird aber im Gegenzug heißen, dass die Demokraten effektiv nur noch zwei Möglichkeiten auf einen Sieg haben: (1) Blaue Welle (wie sie 2026 höchstwahrscheinlich ist) oder (2) anfangen, ihre eigenen majority minority districts außerhalb des Südens aufzubrechen.
Man kann auch aus Staaten wie Illinois oder Minnesota noch mehr "blaue" Sitze rausquetschen, aber das heißt dann bspw. dass jeder einzelne Wahlkreis einen Teil von Chicago beinhaltet, um damit die republikanischen Wähler auf dem flachen Land auszugleichen. Damit werden Wahlen aber dann endgültig zu einer Farce und es wird (deutlicher als jetzt) für alle sichtbar werden. Mutmaßlich muss dann vor jeder Wahl und Zwischenwahl neu zugeschnitten werden, weil nur durch totale Sitzmaximierung die Chance realistisch bleibt, eine Mehrheit zu bekommen*. Wenn sich das als System etabliert werden sich Leute relativ schnell fragen, warum man überhaupt noch wählen lässt. Selbst für republikanische Verhältnisse sind das sehr hohe Kosten für einen sehr niedrigen und kurzfristigen Gewinn, so sehr die Axt an das System anzulegen.
*was übrigens für Republikaner genauso gelten wird, weil die Demokraten in ihren Staaten durchaus auch noch eine Menge Spielraum haben, eben weil es dort auch majority-minority districts gibt und zwar nicht zu wenige