Quo Vadis Datenschutz?

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Rausgeteilt, weil auf Grund dieses Kaufs eine Diskussion über Datenschutz aufkam.


Nachdem aufgrund unfassbar vieler Konferenzen auf der Arbeit mir der Papierkram auf den Sack ging, gibts nun die papierlose Lösung
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Lange auch mit Surface und Co. geliebäugelt, aber insgesamt so wohl die beste Lösung. Mit dem WOW-Angebot von ebay für 580€ geschossen.
 
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Bereits erste Erfahrungen mit Papierlos gemacht? Bin sehr interessiert an Erfahrungsberichten...
 

FORYOUITERRA

TROLL
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offensichtlich hat er das. lässt sich netflix auf dem teil gut nutzen?
 
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Jop erste Erfahrungen sind mega.
Sämtliche Papierlisten in der Schule sind erstmal weg, alle Mitschriften von unseren tausend Konferenzen sind digital bei GoodNotes - genauso wie das ausgeteilte Material, welches ich einfach einscanne und an der richtigen Stelle einfüge. GoodNotes hat ja auch ne Suche eingebaut die selbst meine krakelige Schrift entziffert und so finde ich mich da auch recht schnell zurecht in meinen verschiedenen Notzibüchern. Joah, guter Kauf :top2:

Filme schau ich da drauf nicht, denk aber schon dass das gut möglich ist.
 
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Nutze mein Tablet auch in der Arbeit und es ist in der Tat ein Segen. Wie Dagger sagt, ist ein Leben ohne Papierklassenlisten nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll. Hier sind ja noch mehrere Lehrer unterwegs. Kauft euch ein Tablet. Ihr werdet es nicht bereuen.
Falls die Schule gut genug ausgestattet ist, kann mans auch sehr gut in Verbindung mit nem Beamer oder Whiteboard nutzen.
 

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Joar, darf man als Lehrer in Bremen z.B. nicht. Da darf man aber auch allgemein rechtlich nur mit Stift und Papier arbeiten. Jegliche Kommunikation mit Eltern über z.B. Whatsapp ist verboten ;( Weil Server in den USA und so
 
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öhm was ist daran besonders? Sieht mir wie ein ganz normales iPad aus? Ist da irgendwas heisses neues tolles für den Paierlosen shizzle dran?
Eine neue Scannerfunktion? eine ganz tolle neue papierlos App?
Und warum sollte auf nem iPad kein Netflix laufen? Fragen über Fragen?
 
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Shihatsu

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Mein Kommentar bezog sich auch nicht auf die Technik. Lehrer bekommen schon keine vernünftige Pädagogische Ausbildung, wie soll da Zeit&Geld für eine vernünftige regelmässige und gut ausgewertete Awarenessmassnahme über sein? Wie soll die Grundlage geschaffen werden? Datenschutz ist schweineteuer. Denn er fängt in den Köpfen an, und ihn da reinkriegen ist mühsam. Da sind wir noch meilenweit von Technik entfernt... Der Lehrer von Heute weiss doch nicht mal was ein personenbezogenes Datum ist. Von Aufbewahrungspflichten, Datenausleitung und ADV ganz zu schweigen - und dann kommt am Ende ja noch der Oberhammer: Wie ist das Transparenzgebot an Schulen überhaupt umsetzbar?
Nein, das findet schlichtweg nicht statt. Eigentlich müsste da mal irgendein x-beliebiger Schüler klagen, und zwar gegen den Bundesdatenschutzbeauftragten...
 
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Bei aller Liebe zum Datenschutz: Vielleicht ist er mit 08/15 Schülernoten auf irgendwelchen ungesicherten Tablets von einzelnen Lehrern auch einfach nicht so wichtig. Denn Bürokratie macht unsere Ausbildung teurer und den Lehrerjob (oft unnötig) komplizierter. Hier kann man durchaus abwägen, ob sich der Aufwand, diese Daten zu schützen, wirklich lohnt, insb. wenn sie sowieso niemanden interessieren.
 

Shihatsu

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Das funktioniert so leider nicht - es geht nicht "ein bisschen Datenschutz" oder "Fallentscheidung" - ganz oder garnicht. Der Anwender DARF garnicht entscheiden ob der Datenschutz angewandt werden muss oder nicht. Es DARF garnicht zu dem "Einzelfall Tablet" kommen. Und ganz ehrlich: Abwägen ob man ein Gesetz einhalten will, das ein Grundrecht schützt, um bürokratischen Aufwand zu minimieren? Sorry, aber nein. Ganz schlechte Idee.
 
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Es ist fast so, als wären die Datenschutzgesetze völlig realitätsfremd. Weiß auch jeder, der in einem Unternehmen mit dem Blödsinn zu tun hat, und auch die Politik wird das ganze nach und nach (zurecht) aufweichen weil es einfach für den Großteil vor allem im Mittelstand und in Kleinbetrieben nicht umsetzbar ist.

Optimaler Datenschutz ist eine genauso knuffige Idee wie universelle Menschenrechte, und exakt wie diese werden sich auch hier die Gesetze der gelebten weltweiten Realität beugen müssen.
 

Shihatsu

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Ich hab mit dem Zeug jeden Tag zu tun, und nein, die sind nicht realitätsfremd. Ganz im Gegenteil, die Einhaltung und Ausprägung dieser Gesetze und die Durchdringung sogut wie aller Ebenen bringt Deutschland als (IT-)Standort gerade massiv Geld. Im Osten Deutschlands entstehen gerade Rechenzentren für Microsoft, Amazon, Akamai, Level3 und anderer Schwergewichte, die nur zu uns kommen weil wir die Datenschutzgesetze haben die wir haben.
Was realitätsfremd ist ist das Rasufeuern sämtlicher Daten an Hinz und Kunz weil es FUCKING BEQUEM ist. Sollten wir vielleicht in nem eigenen Thema besprechen...
 
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Jo, heraustrennen mit der Macht des Mods wäre dufte ;)
Datenschutz ist auch toll für große Konzerne, aber der Aufwand kann auch (insb. für den Mittelstand) einfach nicht schaffbar sein. Kleinere Unternehmen sind doch schon damit überfordert, überhaupt ein IT-System zu haben und bei "Kleinkram" gibt es auch keine schützenswerten Daten. Wie viele Regulierungen schafft der Datenschutz hier sehr hohe Markteintrittsbarrieren, was ich zumindest bei "unwichtigen" Daten fragwürdig finde. Dass der Datenschutz mit der Größe der Unternehmen wichtiger wird und insb. für Großunternehmen auch durchaus streng geregelt sein muss ist eine andere Baustelle, aber deshalb sollte man nicht den Mittelständler bis zum Bankrott mit IT-Anforderungen zuschütten die er sowieso nicht versteht.
 
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Du hast natürlich recht, dass wir in Deutschland als IT-Standort mächtig und wichtig genug sind, dass die Konzerne unseren Alleingang mitmachen mit eigenen Hochsicherheitsrechenzentren etc.

Auf der anderen Seite macht es die ganze Sache für Unternehmen wesentlich teurer, und ein Überblick darüber, welcher Auslagerungsdienstleister jetzt welche Anforderungen erfüllt und wie es deren Subdienstleister tun wird dazu führen, dass man Dinge wie Office bald kaum noch ohne große eigene Rechtsabteilung nutzen können wird. Denn die vollständige Migration in die Cloud ist da nur noch eine Frage der Zeit imho.
Aber gut, dafür brauch ich mir keine Sorgen über Arbeitsplatzsicherheit zu machen, ist ja auch nett :deliver:

€: Ausserdem wäre es echt gut, wenn man in der Sicherheitsbranche mal vom Heise-Aluhut "wir sind niemals sicher und werden alle sterben" Fatalismus wegkäme, und stattdessen mal produktive Handlungsempfehlungen in Richtung eigener Verschlüsselung in die Welt rausposaunt. Denn für alle, die nicht überzeugt sind, von der NSA vollzeitüberwacht zu werden ist es tatsächlich recht simpel, eine verdammt sichere Umgebung für sich selbst und seine Daten zu schaffen.
 
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Shihatsu

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Nur kurz: Gerade weil "alles in die Cloud will" (was vollkommender Schwachsinn ist, Cloud macht nur Sinn wenn man last-flexibel sein will/muss) gibt es diese Rechenzentren ja. Microsoft mietet ein komplettes Telekom-Rechenzentrum damit sie deutschen und europäischen Kunden Office365 anbieten können ohne das diese automatisch in die SafeHarbour-Falle tappen. Die meisten Kunden wollen eigentlich garnicht "Deutsch", sie wollen "NICHT USA".
 
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Ich hab mit dem Zeug jeden Tag zu tun, und nein, die sind nicht realitätsfremd. Ganz im Gegenteil, die Einhaltung und Ausprägung dieser Gesetze und die Durchdringung sogut wie aller Ebenen bringt Deutschland als (IT-)Standort gerade massiv Geld. Im Osten Deutschlands entstehen gerade Rechenzentren für Microsoft, Amazon, Akamai, Level3 und anderer Schwergewichte, die nur zu uns kommen weil wir die Datenschutzgesetze haben die wir haben.
Was realitätsfremd ist ist das Rasufeuern sämtlicher Daten an Hinz und Kunz weil es FUCKING BEQUEM ist. Sollten wir vielleicht in nem eigenen Thema besprechen...

MS investiert hier hauptsächlich für Deutsche Kunden, eben weil der deutsche Markt ein Schwergewicht ist.
Du tust ja grade so als würden wir die IT-Storage Führunsgweltmacht wegen unserer tollen Datenschutzgesetzte werden. Das ist natürlich Schwachsinn.
Das meiste wird selbstverständlich da gespeichert wo es am günstigsten ist (vor allem Energie, sprich Stromkosten).
Denn die wenigsten Unternehmen (ausser deutsche) kümmern sich wirklich so richtig um Datenschutz in der Cloud. MS wird hier soviel investieren wie nötig, MEHR aber NICHT!

Bin viel in Frankreich und habe noch keine Werbung: "Cloud/Webspace bei uns jetzt neu: in deutschen Rechenzentren" gesehen. In Deutschland zieht diese Werbung, im Ausland wohl eher weniger.

Das war übrigens der erste Hit zu der angeblichen Beliebtheit der deutschen Rechenzentren (zugeben von 2014 aber immer noch der erste Treffer:

Der Standort Deutschland ist für Betreiber von Rechenzentren auf dem internationalen Parkett problematisch. Hohe Stromkosten und fehlende Fachkräfte hemmen Investitionen für den weiteren Ausbau nationaler Datenzentren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag des Bitkom erstellt wurde.

Ich stimme dir ja zu das es einen große Chance wäre Deutschland international als sichereren Datenhafen zu etablieren (ähnlich der Schweiz mit Geld ^^).
Nur sehe ich davon bislang wenig und mir fehlt der Glaube das sich dies durchsetzen lässt. (Was wäre denn zum Beispiel mit kriminell erhobenen Daten? Sind die auch sicher?)
 
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Shihatsu

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Informier dich mal über die neue EU-DSGVO - es gibt derzeit kein Land innerhalb der EU die das umsetzen, aber ein Land die das Monstrum heute schon zu 90% umsetzt. Das Ding geht nächstes Jahr scharf. Genau deshalb investieren gerade die 4 grossen Cloud-Player (okay, bei der Telekom kein Wunder) massivst in Deutschland. Die Telekom baut nicht ein neues RZ auf, sondern 3, von denen sind 2 schon komplett vermietet (Amazon & MSFT).
 
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Ufftata, die ganzen Generalisierungen ggü. Lehrern ignoriere ich mal.
Zum Tehmer: Wir nutzen an unserer Schule ein schulinternes Informationssystem für Dokumente und Daten. Diese werden auf einem Server in der Schule gespeichert, man kann nur innerhalb des Schulnetzes auf sie zugreifen. Dazu gehören z.B. Kontaktdaten, Elternbriefe, interne Kommunikation und auch die Notenmanager-Software. Letztere ist btw nur von drei Rechnern im Schulnetz aufrufbar. Mit einem externen Gerät kann ich auf äußere Schichten der Datenbank zugreifen, z.B. kann ich mir häufig zu benutzende Dokumente vom Server ziehen.

Teils habe ich tatsächlich mal ne Notenliste als xls-Datei auf dem Gerät gespeichert, aber nicht in der Cloud. Nutze auf meinem Tablet ein äußerst reduziertes Android, das ich nach nem Root selber aufgespielt habe. Es kann natürlich sein, dass das Ding trotzdem versteckt irgendwelchen Scheiß nach draußen funkt, aber soweit ich das überblicken kann, klatscht es zumindest keine Dateien auf irgendwelche Cloudserver. Dass so ein Gerät theoretisch von außen hackbar ist, ist klar, weshalb ich sensible Daten dort eher ungern speichere. Man unterschreibt die Datenschutzerklärung ja nicht aus Langeweile. Bei ner Klassenliste, die vergessene Hausaufgaben trackt, seh ich ehrlich gesagt kein Problem, da Klassenlisten i.A. öffentlich zugänglich sind.

Kann aber nur über mich Aussagen treffen, was Kollegen machen, weiß ich nicht und es ist mir auch egal.
 

parats'

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Wir bewegen uns in der Firma fast ausschließlich in MS Azure und einer der Gründe war vor vielen Jahren, das MS uns eine schriftliche Zusicherung beim Standort zur Speicherung gemacht. Konnte damals kein anderer großer player.

Nächstes Jahr rollt der ganze IT Backbone nach Azure. 2000 MDEs die alle 5 Sekunden geokoordinaten schicken plus events. Datenschutz vs realtime Verarbeitung, bin gespannt wer gewinnt.
 
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Informier dich mal über die neue EU-DSGVO - es gibt derzeit kein Land innerhalb der EU die das umsetzen, aber ein Land die das Monstrum heute schon zu 90% umsetzt. Das Ding geht nächstes Jahr scharf. Genau deshalb investieren gerade die 4 grossen Cloud-Player (okay, bei der Telekom kein Wunder) massivst in Deutschland. Die Telekom baut nicht ein neues RZ auf, sondern 3, von denen sind 2 schon komplett vermietet (Amazon & MSFT).

wir werden sehen ob Deutschland bzw. deutsche Rechenzentren der "große" Cloudplayer wird, ich bleibe da skeptisch, allein wegen der hohen Stromkosten und es wird mehr als genug Leute geben die Cloudspeicher billig wollen und auf Datenschutz scheißen.

ich glaube unsere definition ab wann etwas groß wird ist auch ziemlich verschieden. Zeig mir doch einfach mal Werbung der großen cloudplayer in Frankreich Spanien oder England in der mit ihren deutschen Rechenzentren geworben wird?
Hör auf so zu tun als würde aws, ibm, google oder ms ihre Datenzentren wegen dem Datenschutz komplett nach Deutschland umlagern, die wären dann bei den Preisen hier schneller pleite als du "Cloudspeicher" buchstabieren kannst.
Meine Meinung, das sind 3 oder 4 verkackte Rechenzentren für den paranoiden deutschen markt mehr nicht.

Informier du dich lieber mal wo die großen Datenzentren aktuell sind (kleiner hint, nicht in Deutschland) und da werden sie auch bleiben.
 
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In S.H. ist das an den Schulen schon ziemlich krass durchgeregelt. Sind hier aber auch ein wenig weiter und rigider was Datenschutz anbelangt. Der Datenschutzbeauftragte des Landes hat sich ja auch vor nicht all zu langer Zeit direkt mit FB angelegt etc.

Personenbezogene Daten dürfen z.B. nur verschlüsselt auf Devices verwendet werden, alles andere ist strikt verboten. Dafür hatte man sich auch zu informieren und die für die Schule geltenden Bestimmungen zu unterzeichnen. Es wird davon abgeraten, digitalen Listen zu unterhalten oder zumindest nicht zu Hause zu verwenden sondern im schulinternen Netzwerk, das keinen Zugang nach außen hat.

Schlimm bezüglich Datenschutz ists btw. mit Fotos, so dass einem schon fast versagt wird Bilder von der eigenen Klasse (von Ausflügen, Unternehmungen, Projekten) bis zum Abschluss zu speichern, um am Ende eine Collage o.ä. zu verschenken.
 
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Wir bewegen uns in der Firma fast ausschließlich in MS Azure und einer der Gründe war vor vielen Jahren, das MS uns eine schriftliche Zusicherung beim Standort zur Speicherung gemacht. Konnte damals kein anderer großer player.

Nächstes Jahr rollt der ganze IT Backbone nach Azure. 2000 MDEs die alle 5 Sekunden geokoordinaten schicken plus events. Datenschutz vs realtime Verarbeitung, bin gespannt wer gewinnt.
Aber eben, zieht das Argument "Standort in Deutschland" denn nicht nur in Deutschland selber? Interessiert das einen Franzosen oder einen Polen?

Ich kann das nur aus Schweizer Sicht versuchen zu beurteilen. Hier gilt für viele als erste Prio: Daten müssen in der Schweiz liegen. Also alles, was ausserhalb liegt, hat schon mal verloren. Erweitertes Kriterium: Nicht in den USA bzw. dann eben in Europa. Und da wirds dann ziemlich schnell egal, ob das RZ nun in Irland oder in D steht, hauptsache Europa. Und wenns gar keine Rolle spielt, dann eben möglichst günstig und convenient.

Aus Interesse: Was macht es denn für mich als Schweizer für einen Unterschied, ob mein MS/AWS/Google Server in einem RZ in Irland oder in einem in Deutschland betrieben wird?

Geile Story am Rande: Facebook schlägt Patienten als Freunde derselben Psychiaterin vor: http://www.businessinsider.de/faceb...rden-erklaerungen-dafuer-gibt-es-nicht-2016-9
 
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Die neue EU-Datenschutzverordnung schlägt bei mir auf der Arbeit auch gerade auf und verschlingt mal munter Mann-Monate mit den ganzen notwendigen Anpassungen und selbst das ist teilweise doch arg hingebogen. Das sind Kosten, die in den dreistelligen Millionenbereich gehen dürften, insofern tue ich mir schwer mit Shis Euphorie. Rechenzentren wollen wir zwar auch neu schaffen bzw. anmieten, aber nicht aus Datenschutz, sondern aus Kapazitätsgründen (Cloud und so). Ich sehe den Datenschutz-Hype daher zunehmend kritisch, man muss jetzt nicht gleich komplett drauf scheißen wie die Amis, aber das zum Fetisch aufzublasen wie hierzulande, ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Gerade im Kontext von Lehrern bzw. Schule halte ich pauschale Verbote für total Banane. Als ob es die NSA interessieren würde, welche Noten Bremer Schüler haben :ugly:
 
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Schlimm bezüglich Datenschutz ists btw. mit Fotos, so dass einem schon fast versagt wird Bilder von der eigenen Klasse (von Ausflügen, Unternehmungen, Projekten) bis zum Abschluss zu speichern, um am Ende eine Collage o.ä. zu verschenken.
Ist hier auch so. Manche Eltern unterschreiben die Datenschutzerklärung nicht, was dazu führt, dass bei Klassenfotos im Jahresbericht (!) Gesichter unkenntlich gemacht werden müssen. Da fragt man sich dann schon.
Wobei ich den laxen Umgang mit Fotos im Netz sehr kritisch sehe. Meine Schüler nutzen Instagram z.T. sehr intensiv und ich will gar nicht wissen, was die da alles hochladen. Fest steht, dass wir insgesamt zwei entgegenlaufende Prozesse haben.
 
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Es ist halt schon ein bisschen Schizophren.

Zum einen hat man abermillionen Menschen, die ihr persönliches Adressbuch (inkl. aller Details) mit sämtlichen Apps teilen, hunderte Fotos auf Soziale Medien laden und andere Menschen darin taggen, sämtliche Metadaten (Bewegungsdaten etc.) Apps und Apple/Google zur Verfügung stellen, ihre E-Mails von Google scannen lassen, ihre Gesundheitsdaten an Wearable-Hersteller und Krankenkassen verscherbeln, sich ein weitere Always-On Datenkrake (Echo, Cortana etc.) ins eigene Heim holen, sämtliche Einkaufsgewohnheiten aufzeichnen lassen (Punktesysteme bei Warenhändlern) und seit neustem auch noch ihr eigenes Gesicht per Machine-Learning tag-ein taug-aus von Apple lernen lassen.

Die Datenkraken sammeln und sammeln und sammeln Daten und was mit Machine-Learning und Big Data in wenigen Jahren möglich sein wird, haben sich wohl nicht mal die kühnsten Sci-Fi Autoren ausmalen können. Selbige werden dann auch immer wieder mal gehackt (kürzlich wurde bekannt, dass Uber vor nem Jahr die Daten von 57millionen Usern und Fahrern abhanden gekommen sind), wo es aber so gut wie keine Repressalien für gibt. Sämtliche Staaten dieser Welt (ausser vielleicht China?) lassen hier ein paar grosse Tech-Giganten aus den USA ihre Bürger bis auf die Knochen durchleuchten und analysieren.

Und dann gibt es eben noch diese Datenschutzbestimmungen die es z.B. Lehrern verbietet, für eine Collage ein paar Bilder auf der Klassenfahrt zu schiessen, es sei denn sämtliche Eltern haben einen Zettel unterschrieben. What. the. fuck.
 
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Ui da ist mein Beitrag hin verschwunden :ugly:

Ganz kurz dazu: Schülerdaten verwende ich hier für Notenlisten und Co eh nur nach festen Nummern und höchstens Anfangsbuchstaben. Nachnamen, Adressen und Co sind da nicht drinnen.

In Konferenzen geht es eher um allgemein gültige Richtlinien, organisatorische Dinge für den Schulablauf und auch keinerlei schülerbezogene Daten.
 

Benrath

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Wahrscheinlich passt es hier am besten. Kelber als Bundes Daten Schutz Beauftragter gegen das Bundes presseamt. Ich tendiere ad hoc zur Argumentation des Bundespresseamts. Betreiber ist Facebook also soll sich kelber da beschweren

 

Shihatsu

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Facebook kriegst du aber nicht zeitnah dazu sich an deutsche Gesetze zu halten. Der Herr Schrems kann da ein Lied von singen. Schrems III wird kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, und spätestens dann ist das haltlos was die Bundesregierung hier tut.
Der Herr Kelber hat die Aufgabe solche Dinge anzugehen, und die Bundesregierung klagt nicht weil der Betreiber schuld ist, sondern weil sie Zeit gewinnen wollen. Golem als quelle ist übrigens eher so semi geil, gibt dazu deutlich besseres:
Und ja, man kann den Datenschutz und die DSGVO ablehnen, aber halten muss man sich trotzdem dran, auch als Bundesregierung. Und Facebook ist an sich nun mal ein Verstoß gegen die DSGVO. Dazu widerum Schrems.
Wie man hier nicht auf Seiten des Herrn Kelber sein kann (wie gesagt, unter der Prämisse das er geltendes Recht durchsetzt, unabhängig was man von diesem Recht hält) ist mir ein Rätsel.
 
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Denke auch das Kelber hier ganz klar recht hat. Wenn man die Seite nicht Datenschutzkonform betreiben kann, kann man sie eben nicht betreiben.
Betreiber ist Facebook also soll sich kelber da beschweren

Betreiber ist nicht Facebook, Facebook ist eher der hoster. Facebook wird der Betrieb nicht verboten sondern der Bundesregierung.
 
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Und warum knipst man Facebook nicht ab, wenn das gegen geltendes Recht verstößt?
 

Benrath

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Danke für den ersten Link. Da wird auf § 26 DSGVO verwiesen. Denke nur Absatz (1) ist relevant.
Legen zwei oder mehr Verantwortliche gemeinsam die Zwecke der und die Mittel zur Verarbeitung fest, so sind sie gemeinsam Verantwortliche. 2Sie legen in einer Vereinbarung in transparenter Form fest, wer von ihnen welche Verpflichtung gemäß dieser Verordnung erfüllt, insbesondere was die Wahrnehmung der Rechte der betroffenen Person angeht, und wer welchen Informationspflichten gemäß den Artikeln 13 und 14 nachkommt, sofern und soweit die jeweiligen Aufgaben der Verantwortlichen nicht durch Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen die Verantwortlichen unterliegen, festgelegt sind. 3In der Vereinbarung kann eine Anlaufstelle für die betroffenen Personen angegeben werden.


Wo legt denn die Pressestelle beim betreiben einer Fanpage irgendwas fest? Registriert ist man bei Facebook nicht bei der Fanseite. Hat man als Betreiber der Fanpage überhaupt danach Zugriff auf die Cookies. Inwiefern kann man da von Verantwortlichkeit sprechen?

Ich würde es einfach gerne verstehen.

Mag sein, dass FB das nicht rechtskonform macht, aber was kann die Fanpage dafür. Dann bitte Facebook verklagen whatever.
 

Shihatsu

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Und warum knipst man Facebook nicht ab, wenn das gegen geltendes Recht verstößt?
Bitte noyb.eu konsultieren oder Suchmaschine deiner Wahl mit Schrems I II III füttern. Ist nämlich nicht so einfach.
 
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Benrath

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Also ich find find das jedes Mal schade, dass die Diskussion mit dem "Informier dich mal" endet.
Zum Informieren bin ich hier. Ich hab deinen Link gelesen und dazu was geschrieben. Saistead hat was geschrieben und das wars dann jetzt, weil ... ?
 

Shihatsu

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Ja soll ich das jetzt noch mal wiederholen oder wie?
Facebook verstößt gegen geltendes EU-REcht, macht aber weiter damit. Dagegen wird erfolgreich aber ÄTZEND langsam geklagt.
Die bundesregierung benutzt etwas, das also in der derzeitigen form zwar legal ist, aber auch nur deshalb weil juristisch das noch nicht durch ist. Der BfDI möchte darauf nicht warten und macht von seinem Direktionsrecht Gebrauch, das BMI will das nicht hinnehmen und klagt deshalb.
Ihr kommt mit "Facebook ist schuld, dagegen muss geklagt werden" und dreht euch im KReis. Hab da nichts mehr zu zu sagen außer "Facebook datenschutzkonform hinkriegen wird noch Jahre dauern".
 

Benrath

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Naja wäre halt schön, wenn du das noch mit etwas unterlegst. Ich kann der Linie folgen, dass Facebook generell nicht legal betreibbar ist bzw. das ein noch hängendes Verfahren ist. In deinem Link stand aber was von gemeinsame Verantwortlichkeit und hat mit der neuen Begründung wenig zu tun. Was soll hier Direktionsrecht bedeuten? Sonst finde ich dazu folgendes
Das Direktionsrecht ist das Recht des Arbeitgebers, die Leistungspflicht des Arbeitnehmers nach Zeit, Inhalt und Ort sowie dessen Arbeitnehmerpflichten hinsichtlich der Ordnung und des Verhaltens nach billigem Ermessen rechtlich verbindlich näher zu bestimmen.

Ich stelle die Fragen jetzt nicht um dich zu ärgern, sondern weil es mich interessiert. Ist jetzt nicht so als hätte wie das hier zu Hauf schon diskutiert, weil es halt immer schnell in die Richtung abdreht, dass das doch alles klar sei.
 

Shihatsu

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Mein Link war nur ein Beispiel für eine weitere Quelle, weg von der Bild-Zeitung der Techportale aka golem. Was das Direktionsrecht des BfDI angeht, kurz aus Wikipedia: Der Bundesbeauftragte überwacht bei Bundesbehörden, anderen öffentliche Stellen des Bundes sowie bei Telekommunikations- und Postdienstunternehmen die Einhaltung des Datenschutzes und setzt dies durch (Art. 57 DSGVO, § 9 BDSG, § 42 (3) PostG.
Was das erklären angeht: Macht mir wenig Spaß das Leuten zu erklären die eine "Datenschutz ist kacke" und "Hab nichts zu verbergen" Argumentation in der Vergangenheit gefahren haben. Ich zumindest hab darauf basierend dann wenig Lust wenn sich nicht informiert wird, wie hier gerade wieder passiert - wenigstens die Wikipedia-Seite des BfDI sollte man quergelesen haben wenn man sich über eine Aktion des BfDI unterhält...
 

Celetuiw

StarCraft: Brood War
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Ach Datenschutz ist doch kacke, ich hab nichts zu verbergen. :troll:

Neeee on topic jetzt ma! wen ich jetzt advocatus diaboli spielen wollt, dann würd ich entgegnen, dass sich die ganze Argumentation auf ein schwebendes Verfahren gegen Facebook stützt oder? So klar uns allen auch ist, das Facebook sich einfach nur mit Händen und Füßen wehrt und obwohl recht wahrscheinlich ist, dass am Ende dabei raus kommt das FB Nicht DSGVO konform ist..

Kann der Bfdi sein Direktionsrecht und die Klage überhaupt auf ein nicht abgeschlossenes Verfahren stützen? Können die Bundesbehörden nicht für sich geltend machen, ihr Angebot auf einer Seite zu betreiben, die so lange als dsgvo konform gilt bis ein rechtskräftiges Urteil was anderes sagt?
Hmh.
 
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