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So wars nicht gemeint. Ich meinte schon auch die Doppelmoral dahinter, aber der Widerspruch, an dem ich Anstoß nehme, ist nicht "bei uns verboten, Politiker machts trotzdem auf Umweg übers Ausland, weil er kann", sondern "Politiker tritt für Verbot ein und macht es dann trotzdem".Sehe ich tatsächlich anders. Für mich ist die Doppelmoral schon das primäre Problem. Nicht so sehr weil ich Leihmutterschaft jetzt so schrecklich finde, aber es zerstört halt tatsächlich Vertrauen bei Leuten, wenn sie das Gefühl haben Politiker müssten sich nicht an die Regeln halten, die für einen selbst gelten. Ist natürlich nicht wirklich fair dass der Eindruck entsteht, wenn sich die allermeisten Politiker schon dran halten nur so Leute wie Spahn, der jetzt sowieso nicht akut unter Moralverdacht stand, nicht, aber man muss halt mit dem Wahlvolk arbeiten das man hat. Überall dort, wo Leuten sowas scheißegal ist, kriegst du so Leute wie Trump oder AfD-Dullis, die ihre halbe Fußballmannschaft als Minijobber im Abgeordnetenbüro beschäftigen.
Ich hätte keinerlei Probleme damit, wenn ein progressiver Politiker, der gegen ein Verbot ist, sowas tun würde.
Ich würde im Übrigen selbst Jens Spahn nicht unterstellen, dass er so ignorant und egozentrisch ist, dass er das Verbot selbst jetzt noch befürwortet. Für mich deutet es also eher darauf hin, dass seine vorherige Position von einem Mangel an Empathie mit den Betroffenen geprägt war. Wenn er diesen Makel jetzt durch seine eigene Betroffenheit überwunden hat, dann ist das imo grundsätzlich zu begrüßen.
Voraussetzung dafür, ihm das nicht negativ auszulegen, wäre dann gewesen, dass er erst aktiv seine politische Haltung ändert, bevor er für sich selbst andere Tatsachen schafft.
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