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Hallo zusammen,
wir haben über die Jahre schon mehrere Topics zur Geldanlage gehabt. Ich möchte aber bewusst ein neues Topic eröffnen, indem besonders auf die jetzigen Situationen mit der drohenden Bankenkrise 2.0 und den überschuldeten öffentlichen Haushalten eingegangen wird.
Derzeit haben wir eine enorme Rallye auf den Aktienmärkten erlebt, die aber viel mehr durch den Anlagenotstand und die niedrigen Zinsen bei allen Geldinstituten und Staatsanleihen hervorgerufen wurde, als durch eine positive realwirtschaftliche Entwicklung. Dass diese Party nicht ewig weitergehen wird und die öffentliche Überschuldung und die großen Risiken in den Bilanzen der Banken in Zukunft zu Problemen führen wird, ist wohl so ziemlich jedem von uns bewusst.
In diesem Topic möchte ich gerne nach Antworten fragen, wie unsere Generation der alten broodwar zocker, von denen die meisten am Anfang ihres herausragend erfolgreichen Berufslebens
stehen, ihr Geld mittelfristig sparen soll. Ich will hier explizit nicht über langfristige Anlagen und private Rentenvorsorge sprechen, sondern darüber wie wir in der jetzigen Situation Geld ansparen, um uns in einigen Jahren ein schönes Häuschen oder eine Eigentumswohnung zu kaufen.
Um die derzeitige wirtschaftliche Situation, in der wir uns befinden zu präzisieren, habe ich einige Ausschnitte mit den Eckpfeilern aus einem Interview der Wirtschaftswoche mit Ronald Stöferle herausgesucht.
Das ganze Interview findet ihr hier: http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/rettungsanker-gold-die-notenbankpolitik-wirkt-wie-ein-vorschlaghammer-seite-all/10170928-all.html
Als Konsequenz aus dieser Entwicklung empfieht Ronald Stöferle verstärkt Investitionen in Gold- und Silberaktien, Energietiteln und Rohstoffe.
Hier nochmal die Ausgangslage: Wir haben bereits einen guten Haufen Geld angespart, aber noch nicht genug um die gewünschte Immobilie zu kaufen und wollen daher noch einige Jahre weiter sparen.
Unsere Alternativen sind nach meiner Bewertung relativ schlecht:
- Bargeld: Aufgrund der Inflation verlieren wir jährlich Geld. Die Anlage ist zwar relativ sicher, aber es existiert immer noch ein Restrisiko, dass eine neue Bankenkrise den Zusammenbruch des Währungssystems und eine Währungsreform mit sich bringt, die dieses Geld entwertet.
- Staatsanleihen: Die Zinsen sind im Regelfall niedriger als die Inflation, daher unattraktiv. Außerdem haben wir hier eine feste Laufzeit, was uns in den Zukunftsplänen einschränkt. Staatsbankrotte sind in den nächsten Jahren nicht auszuschließen.
- Aktien/Fonds: Haben bisher gute Rendite gebracht, aber es ist unklar wie lange die positive Entwicklung noch anhält. Sollte sich ein erneuter Börsencrash ereignen, dauert es Jahre, bis die Aktien ihren Kurswert wieder erreicht haben und das Geld steht uns mittelfristig nicht zur Verfügung.
- Gold: Die Preisentwicklung von Gold ist völlig ungewiss. Klar ist nur, dass man beim Kaufen und Verkaufen durch Abschläge Geld verliert, aber Gold niemals völlig wertlos wird und bei einer möglichen Finanzkrise der absolute Gewinner ist.
Ich persönlich habe inzwischen kaum noch Aktien in meinem Besitz und den größten Teil meines Geldes privat verliehen, werde es aber Ende des Jahres wiederbekommen. Dann stehe ich mit einem relativ großen Haufen Bargeld da und weiß nicht, wie ich es anlegen soll.
Über die besprochenen Alternativen hinaus sehe ich nur die Möglichkeit mir eine Eigentumswohnung anzuzahlen und zu vermieten, oder im besten Fall selber zu bewohnen. Eigentlich würde ich gerne noch länger sparen, da ich noch nicht weiß, wo ich in drei Jahren wohne und ich dann auch noch mehr Eigenkapital einbringen könnte. Auf der anderen Seite behagt es mir nicht, mein gesamtes Vermögen in Papier bei der derzeitigen Finanzlage bei einer Bank zu parken, wo es im schlimmsten Fall komplett verschwindet.
Feuer frei! Wie legt ihr euer Geld in der nächsten Zeit an? Sehe ich die Entwicklung zu pessimistisch und ihr seht stattdessen Chancen?
wir haben über die Jahre schon mehrere Topics zur Geldanlage gehabt. Ich möchte aber bewusst ein neues Topic eröffnen, indem besonders auf die jetzigen Situationen mit der drohenden Bankenkrise 2.0 und den überschuldeten öffentlichen Haushalten eingegangen wird.
Derzeit haben wir eine enorme Rallye auf den Aktienmärkten erlebt, die aber viel mehr durch den Anlagenotstand und die niedrigen Zinsen bei allen Geldinstituten und Staatsanleihen hervorgerufen wurde, als durch eine positive realwirtschaftliche Entwicklung. Dass diese Party nicht ewig weitergehen wird und die öffentliche Überschuldung und die großen Risiken in den Bilanzen der Banken in Zukunft zu Problemen führen wird, ist wohl so ziemlich jedem von uns bewusst.
In diesem Topic möchte ich gerne nach Antworten fragen, wie unsere Generation der alten broodwar zocker, von denen die meisten am Anfang ihres herausragend erfolgreichen Berufslebens
stehen, ihr Geld mittelfristig sparen soll. Ich will hier explizit nicht über langfristige Anlagen und private Rentenvorsorge sprechen, sondern darüber wie wir in der jetzigen Situation Geld ansparen, um uns in einigen Jahren ein schönes Häuschen oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. Um die derzeitige wirtschaftliche Situation, in der wir uns befinden zu präzisieren, habe ich einige Ausschnitte mit den Eckpfeilern aus einem Interview der Wirtschaftswoche mit Ronald Stöferle herausgesucht.
Das ganze Interview findet ihr hier: http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/rettungsanker-gold-die-notenbankpolitik-wirkt-wie-ein-vorschlaghammer-seite-all/10170928-all.html
Fakt ist jedoch, dass die Schuldenstände der Industriestaaten immer weiter steigen und die politische Realität offensichtlich keine substanziellen Kürzungen des Staatshaushaltes zulässt. Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, wird das Vermögen vieler Sparer und Anleger am Ende deutlich weniger wert sein. Langfristig läuft es darauf hinaus, dass entweder Schulden gestrichen werden, was im Gegenzug zur Streichung von Sparvermögen und Deflation führt, oder Vermögen direkt per Besteuerung oder indirekt durch Inflation enteignet werden.
Das System ist seit 2008 definitiv nicht stabiler geworden. Die größten Banken sind noch größer, die Volumen der Wertpapierwetten außerhalb der regulierten Börsen sind ebenfalls weiter gewachsen.
Ich bin eigentlich Optimist und glaube nicht an den bevorstehenden Weltuntergang. Nichts desto trotz ist eine stete Sozialisierung des Systems mit immer tieferen Einschnitten in das Privatleben ein Szenario, welches ich fürchte. Eine stetig steigende Staatsquote erfordert immer mehr Einnahmen aus Steuern und Gebühren. Um diese Gelder einzutreiben wird vor immer weniger zurückgeschreckt. Der Staat forciert sukzessiv den bargeldlosen Geldverkehr.
Als Konsequenz aus dieser Entwicklung empfieht Ronald Stöferle verstärkt Investitionen in Gold- und Silberaktien, Energietiteln und Rohstoffe.
Hier nochmal die Ausgangslage: Wir haben bereits einen guten Haufen Geld angespart, aber noch nicht genug um die gewünschte Immobilie zu kaufen und wollen daher noch einige Jahre weiter sparen.
Unsere Alternativen sind nach meiner Bewertung relativ schlecht:
- Bargeld: Aufgrund der Inflation verlieren wir jährlich Geld. Die Anlage ist zwar relativ sicher, aber es existiert immer noch ein Restrisiko, dass eine neue Bankenkrise den Zusammenbruch des Währungssystems und eine Währungsreform mit sich bringt, die dieses Geld entwertet.
- Staatsanleihen: Die Zinsen sind im Regelfall niedriger als die Inflation, daher unattraktiv. Außerdem haben wir hier eine feste Laufzeit, was uns in den Zukunftsplänen einschränkt. Staatsbankrotte sind in den nächsten Jahren nicht auszuschließen.
- Aktien/Fonds: Haben bisher gute Rendite gebracht, aber es ist unklar wie lange die positive Entwicklung noch anhält. Sollte sich ein erneuter Börsencrash ereignen, dauert es Jahre, bis die Aktien ihren Kurswert wieder erreicht haben und das Geld steht uns mittelfristig nicht zur Verfügung.
- Gold: Die Preisentwicklung von Gold ist völlig ungewiss. Klar ist nur, dass man beim Kaufen und Verkaufen durch Abschläge Geld verliert, aber Gold niemals völlig wertlos wird und bei einer möglichen Finanzkrise der absolute Gewinner ist.
Ich persönlich habe inzwischen kaum noch Aktien in meinem Besitz und den größten Teil meines Geldes privat verliehen, werde es aber Ende des Jahres wiederbekommen. Dann stehe ich mit einem relativ großen Haufen Bargeld da und weiß nicht, wie ich es anlegen soll.
Über die besprochenen Alternativen hinaus sehe ich nur die Möglichkeit mir eine Eigentumswohnung anzuzahlen und zu vermieten, oder im besten Fall selber zu bewohnen. Eigentlich würde ich gerne noch länger sparen, da ich noch nicht weiß, wo ich in drei Jahren wohne und ich dann auch noch mehr Eigenkapital einbringen könnte. Auf der anderen Seite behagt es mir nicht, mein gesamtes Vermögen in Papier bei der derzeitigen Finanzlage bei einer Bank zu parken, wo es im schlimmsten Fall komplett verschwindet.
Feuer frei! Wie legt ihr euer Geld in der nächsten Zeit an? Sehe ich die Entwicklung zu pessimistisch und ihr seht stattdessen Chancen?
zum Topic, Quotewars sind vorprogrammiert.
. Ne mal ernsthaft, mein Bruder hätte wohl nichts gegen ein Eigenheim in Aschaffenburg (unter 100k EW) und dort nehmen sie es auch von den lebendigen, zählt mit 50 km Entfernung wohl auch noch zum Einzugsgebiet Frankfurt. Es sind mMn eben schon deutlich mehr als 5 Städte, die ich zumindest grenzwertig für ein Investment sehen würde. Auf dem flachen Land ist es wirklich anders, aber dazu an anderer Stelle mehr. 




