Klimaerwärmung stoppen - was seid ihr bereit beizutragen?

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Das "Hauptproblem" der Kernkraft ist nicht der mögliche GAU, sondern die Endlagerung.
Also diskutiert doch bitte die nächsten Seiten darüber, anstatt euch an der falschen Prämisse aufzuhängen.
Die Endlagerung ist aber eigentlich kein Problem (technisch), sie wird politisch und gesellschaftlich zu einem gemacht.
Wir brauchen eh erstmal Lagerung 150-200 Jahre in Zwischenlagern. Das ist für viele Menschen das Problem, weil es über die eigene Lebenszeit hinausgeht.
Die "wir müssen das Zeug eine Million Jahre sicher lagern" denke ist halt nur bescheuert.
Das Zeug so in einem Bergstollen lagern, dass man immer wieder dran kommt - in einer Region die geologisch stabil ist. Fertig. Da ist dein Endlager. Von Vorteil wäre es noch, wenn es trocken wäre.
Es kommt aus den Castoren ja keine Strahlung in Form von Partikeln heraus - was bleibt ist Gammastrahlung und da hilft: Abstand.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Und zur Versicherungsdebatte, lächerlicher Strohmann. Wer versichert denn gegen alle Folgen des Klimawandels? Eben. Dann ist es halt nicht versicherbar, geht das Ding hoch, hat man Pech gehabt. Immer noch besser ein Risiko zu nehmen als absolute Gewissheit, dass es zum
Klimagau kommt.

D.h. du willst die Kosten der Umweltverschmutzung internalisieren, aber die Kosten für AKWs (unter die Versicherung ja nun mal fällt) weiter externalisiert lassen? Das erscheint mir doch arg beliebig. Wenn die Größenordnungen aus der Studie stimmen, die Myta oben gepostet hat, dann ist die viel naheliegendere Handlungsoption deiner Maxime (wir externalisieren die Kosten der Energieerzeugung) doch, dass wir tatsächlich massenhaft erneuerbare Energien einsetzen und der Staat explizit die Rechnung zahlt.
 
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Das "Hauptproblem" der Kernkraft ist nicht der mögliche GAU, sondern die Endlagerung.
Also diskutiert doch bitte die nächsten Seiten darüber, anstatt euch an der falschen Prämisse aufzuhängen.
Dummerweise verschwindet das Problem nur nicht durch Abschalten von AKWs
 
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D.h. du willst die Kosten der Umweltverschmutzung internalisieren, aber die Kosten für AKWs (unter die Versicherung ja nun mal fällt) weiter externalisiert lassen? Das erscheint mir doch arg beliebig. Wenn die Größenordnungen aus der Studie stimmen, die Myta oben gepostet hat, dann ist die viel naheliegendere Handlungsoption deiner Maxime (wir externalisieren die Kosten der Energieerzeugung) doch, dass wir tatsächlich massenhaft erneuerbare Energien einsetzen und der Staat explizit die Rechnung zahlt.
Ich denke worauf Heator hinaus wollte ist doch folgendes:
Man kann die Kernkraft künstlich teuer rechnen. Wenn man dann aber ehrlich sein will muss man ALLES real berechnen, also auch die anderen Stromerzeugungsarten.
Ich habe das an anderer Stelle auch schon geschrieben - bei Kohle kommen die CO2 und auch Ewigkeitskosten dazu.
Bei Erneuerbaren kommen neben den Subventionen ebenfalls die gesamten Kosten für neue Gaskraftwerke dazu, die laufen müssen wenn die Erneuerbaren nicht da sind. Inklusive der Kosten für neue Trassen, neuer Infrastruktur im Gas und CO2 Kosten für die Gasverbrennung.
 
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Wir haben 443 Kernkraftwerke und in wie vielen ist eine riesige Katastrophe passiert?
In Zweien.
1. Tschernobyl ist ein komplett anderer Bautyp und daher ist diese Art von GAU bei uns nicht möglich. Also technisch nicht. Wer die Serie Tschernobyl gesehen kann das wissen, ansonsten kann ich das gerne nochmal erklären.
2. Fukushima. Ein Reaktor der kurz vor der Stillegung stand und in dem nichts mehr investiert wurde. Nach einem Jahrhunderterdbeben und einem Jahrtausend-Tsunami. Und das auch nur, weil das Amerikanische Design kacke war + weil man im Aufbau Geld sparen wollte damals. Und selbst da hat die Notabschaltung beim Erdbeben sofort funktioniert und nur durch den Mangel die Nachzerfallswärme weg zu bringen ist der Kern geschmolzen. Und aufgrund von Designmängeln ist das Turbinenhaus überhaupt in die Luft geflogen.
Ansonsten gibt es ca. 115 Millionen Stunden Betrieb (also grob geschätzt, bin jetzt mal von einem Durchschnittsalter von 30 Jahren ausgegangen) in denen wenige und längst nicht so katastrophale Fehler passiert sind.
Naja und wenn es bei 2 von 443 Impfungen Fehler mit katastrophalem Ausmaß gegeben hätte, dann wäre die Impfung auch nicht so beliebt. :D
Will das jetzt auch nicht direkt vergleichen, ich weiß dass es Äpfel und Birnen sind. Aber wenn man Kernkraft jetzt als Heilmittel betrachtet und weltweit nochmal deutlich mehr Meiler hochzieht, dann ergeben sich daraus 2 Probleme:
1. Relativ gesehen steigt die Zahl der Betriebsstunden dann deutlich an, eben weil wir eine kleine Grundgesamtheit haben. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines kritischen Fehlers gering ist: Wenn wir die Betriebsstunden deutlich erhöhen, dann erhöht sich auch die Gefahr für den Fehler.
2. Auch Uran ist begrenzter Rohstoff. Da jetzt in großem Maße auf Kernkraft zu setzen wird die Vorräte noch deutlich schneller verbrauchen. Bei den Lebenszeiten, die ein AKW zur Amortisierung haben muss, gibt es nicht viel Spielraum für mega viele Neubauten.

Neubauten wurden meines Wissens nach nie subventioniert. Wenn Du da ne Quelle hast wäre ich Dir sehr dankbar - ich habe das immer anders gehört.
Und wenn wir in Deutschland jetzt bald die letzten KKW abschalten und keine Versicherung gebraucht haben, dann ist das irgendwie auch keine reale Subvention, oder?
Anders herum ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des Klimawandels aufgrund von CO2 100%ig belegt.
Ich persönlich nehme lieber ein (sehr lokal begrenztes) Risiko als den ganzen Planeten zu ficken.
Sorry, hab mich da etwas unklar ausgedrückt. Aber gerade bei den hohen Aufbaukosten und den entsprechend notwendigen Laufzeiten, werden die Dinger heutzutage nur noch bei garantierten Abnahmestrompreisen und Abnahmedauern geplant und gebaut, wie z.B. das in England. Letztlich nichts anderes, als die EEG-Subventionen, da die Preise ordentlich hoch angesetzt werden.


Und zur Versicherungsdebatte, lächerlicher Strohmann. Wer versichert denn gegen alle Folgen des Klimawandels? Eben. Dann ist es halt nicht versicherbar, geht das Ding hoch, hat man Pech gehabt. Immer noch besser ein Risiko zu nehmen als absolute Gewissheit, dass es zum Klimagau kommt.
Was hat das mit Strohmann zu tun? Ein GAU ist nicht garantiert, aber kann passieren und ist jetzt nicht weniger Klimaschädlich als CO2. Von daher ist es doch ganz einfach: Genauso, wie CO2 bei Kohlekraft eingepreist werden sollte, muss der GAU bei AKWs eingepreist werden. Dann entscheidet der Markt, welche Stromproduktion die günstigste ist. Hint: Es ist nicht Kernkraft.
(Ja, für die Bereitstellung von Grundlast darf man trotzdem drüber reden.)
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Ich denke worauf Heator hinaus wollte ist doch folgendes:
Man kann die Kernkraft künstlich teuer rechnen.


Na ja, Kosten internalisieren ist nur insofern "künstlich teuer rechnen" wie CO2-Bepreisung auch künstlich teuer rechnen ist. Ich kann jetzt nicht sagen wie nahe die Rechnung bzgl. AKW an der Wirklichkeit ist, weil ich davon Null Ahnung habe und einen funktionierenden Markt gibt es dafür ja auch nicht, der uns irgendwelche Signale geben würde, aber prinzipiell sind Versicherungsmathematiker schon ziemlich gut darin, Gefahren realistisch zu bepreisen. Wenn das hier passiert ist dann würde ich da nicht von künstlich reden, sondern nur davon die bisher externalisierten Kosten zu internalisieren. Und da bricht Heators Vergleich in sich zusammen: Wenn die Welt wirklich unterginge, wenn wir es nicht schaffen in ein paar Jahren CO2-Neutralität hinzubekommen, dann könnten einem in der Tat die Versicherungskosten egal sein, weil ohne Atomkraft eh niemand mehr da wäre, um sie zu kassieren. Weil man den Anteil Deutschlands an der Erderwärumung und ihren Kosten aber beziffern kann, kann man die eingesparten Kosten durch nicht erfolgten CO2-Ausstoß ja durchaus ins Verhältnis zu den Versicherungskosten setzen. Und ob sich der bei den Versicherungssummen, über die der Link redet, wirklich effektiver durch AKW einsparen ließe als durch erneuerbare, erscheint mir zumindest sehr fragwürdig. Ich verstehe nicht, warum Heator das für völlig offensichtlich zu halten scheint.


Wenn man dann aber ehrlich sein will muss man ALLES real berechnen, also auch die anderen Stromerzeugungsarten.
Ich habe das an anderer Stelle auch schon geschrieben - bei Kohle kommen die CO2 und auch Ewigkeitskosten dazu.
Bei Erneuerbaren kommen neben den Subventionen ebenfalls die gesamten Kosten für neue Gaskraftwerke dazu, die laufen müssen wenn die Erneuerbaren nicht da sind. Inklusive der Kosten für neue Trassen, neuer Infrastruktur im Gas und CO2 Kosten für die Gasverbrennung.

Volle Zustimmung dazu, dass die Gesamtkosten internalisiert werden sollten, nicht nur was einem gerade als sinnvoll erscheint.
 
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Wie schaut es eigentlich mit dem Zubau aus? Also wie viel Leistung Kernkraft sind in den letzten, sagen wir mal, 20 Jahren weltweit installiert worden und wie viel EE waren es? Afaik hat ja China seine Kernkraft deutlich ausgebaut, aber ansonsten ist da nach meinem Kenntnisstand ziemlich Ebbe.
 

parats'

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Du meinst sowas wie von Volker Quaschning?
 
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Ja, so in etwa. Wobei man bei der installierten Leistung ja etwas aufpassen muss, weil die bei den EE meistens nicht der tatsächlichen Leistung entspricht.

Ich habe gefragt, weil man hier im Forum immer wieder mal die Behauptung liest, die ganze Welt außer Deutschland würde auf Kernkraft setzen. Zwar steigt in der Tat außer uns kaum jemand aus, aber ausgebaut ist die Kernkraft die letzten 25 bis 30 Jahre auch nicht worden.
 

parats'

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Das würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Zumindest das ist mal eine Übersicht der geplanten AKWs.
1-1-4a-grafik-kkw-der-welt-2021-01-01-d-1.jpg


Vielleicht nochmal was zum Thema Klimaneutralität: http://thomas-unnerstall.com/wp-content/uploads/2021/05/Klimaneutralität-2040_et_PDF.pdf
Ich bleibe eigentlich dabei, dass mit effizienter Speichertechnologie eine sehr große Hürde der EE wegfällt.
 
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Das würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Zumindest das ist mal eine Übersicht der geplanten AKWs.
1-1-4a-grafik-kkw-der-welt-2021-01-01-d-1.jpg


Vielleicht nochmal was zum Thema Klimaneutralität: http://thomas-unnerstall.com/wp-content/uploads/2021/05/Klimaneutralität-2040_et_PDF.pdf
Ich bleibe eigentlich dabei, dass mit effizienter Speichertechnologie eine sehr große Hürde der EE wegfällt.
Viele der Kernkraftwerke sind aber schon ewig geplant - davon werden auch einige sicher nicht mehr umgesetzt werden.
However - der EPR in Finnland wird wohl dieses Jahr angefahren, was mich persönlich freut da ich damals daran mitgearbeitet habe.

Zu Deinem letzten Satz: die effiziente Speicherung ist DIE große Hürde der EE. Gäbe es effiziente Speicher bräuchten wir die Gas-Rückversicherung nicht, dann gäbe es kaum ein Argument gegen EE. Leider sind solche Speicher (wie wir sie bräuchten) noch ein paar Jahrzehnte entfernt. Trotzdem wäre das natürlich der heilige Gral der Stromerzeugung - die elektrische Energie kosteneffizient Speichern und ohne große Verluste hinterher auch wieder abrufen können.
 
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Es stimmt vollkommen, dass wir dafür noch sowohl mehr Speicherung als auch einen Ausbau der Trassierung benötigen. Ich denke es wird bei der Speicherung genauso wie bei EEs prinzipiell auf einen dezentralen Ansatz hinauslaufen, d.h. verschiedene Speichertechnologien im kleineren Maßstab gemischt. Hab vorher immer gedacht wir werden riesen Pumpspeicher in alte Zechen bauen, aber das scheint mir dann doch eher illusorisch. :D Technisch gibt es da ja schon verschiedene Ansätze, da wird es wohl auch ein Mix verschiedener Dinge werden, momentan ist ja die Wasserstoff Speicherung in aller Munde. Bin gespannt, was für andere Konzepte da aber noch kommen werden und sich am Ende durchsetzen - technisch anspruchsvoll ist das Problem ja nicht unbedingt.

Was den Ausbau angeht bin ich schon eher gespannt, wie die politischen Hürden der aktuellen Regierung genommen werden wollen. Man wird dem ein oder anderen Bürger- und Naturschutzverein auf die Füße treten müssen, da müssen sich auch die Grünen als Realisten beweisen.
 
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technisch nicht anspruchsvoll? you serious? Wozu ist Energiespeicher einer der absoluten buzzwords?
Seite von unserem aktuellen Wirtschaftsministerium zu Energiespeichern:

Pumpspeicherkraftwerke sind die einzigen, die ausgereift und in größerem Maße verwendet werden, Rest ist immer noch in Entwicklung.
Oder meinst du Wasserstoff speichern wäre nicht technisch anspruchsvoll?

gleich kommt noch einer mit der einen Studie reingesteppt, dass Energiespeicher für die Energiewende nicht nötig sind und wir sind dann zum fünften Mal im Kreis gefahren.
 
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Nur kurz, weil unterwegs: ein GAU ist nicht dasselbe wie unumkehrbarer Klimawandel auf dem ganzen Planeten. Man kann sich jetzt in potentiellen Horrorszenarien ergießen, aber bisher war jeder GAU regional begrenzt und hat im Vergleich zu den absehbaren Folgen des Klimawandels relativ wenig Menschen das Leben gekostet. Daher GAU > Klimawandel, selbst wenn alle 20 Jahre oder so mal eins hochgeht und so ne Million Menschen sterben.
 
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Oder meinst du Wasserstoff speichern wäre nicht technisch anspruchsvoll?
Ist es nicht, Druckbetankung geht ja heute schon. Wenn es um Langfristspeicher geht: lieber chemisch in Methan speichern (durch Reaktion von Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff).
 
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technisch nicht anspruchsvoll? you serious? Wozu ist Energiespeicher einer der absoluten buzzwords?
Seite von unserem aktuellen Wirtschaftsministerium zu Energiespeichern:

Pumpspeicherkraftwerke sind die einzigen, die ausgereift und in größerem Maße verwendet werden, Rest ist immer noch in Entwicklung.
Oder meinst du Wasserstoff speichern wäre nicht technisch anspruchsvoll?

gleich kommt noch einer mit der einen Studie reingesteppt, dass Energiespeicher für die Energiewende nicht nötig sind und wir sind dann zum fünften Mal im Kreis gefahren.
Was verstehst du unter technisch anspruchsvoll? Ich meine was IsCream sagt: Die Technologie gibt es bereits. Die Umsetzung, gerade für die Größenordnung, ist natürlich trotzdem noch ne große Herausforderung. Aber es geht hier nicht um Fusionskraftwerke, es geht um etwas, was einfach und in großem Maßstab zur Verfügung gestellt werden kann.
 

parats'

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Das fällt dann aber schon irgendwie unter technisch anspruchsvoll.
Wenn ich eine Lösung habe, die aber schlecht skaliert, dann ist entweder die Lösung Scheiße oder nicht skalier- und damit unbrauchbar. Wir sind hier nicht bei Anno, wo Kraftwerke Einzugsbereiche haben. ;)
Es gibt so kleine Lösungen wie Kraftblock aus Deutschland, aber auch da ist die Skalierbarkeit nicht wirklich bewiesen.

Da Deutschland aber ohnehin jährlich mehr Druck auf den Kessel gibt, treibt das vielleicht den einen oder anderen zu einer Innovation an. :P
 
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Wir können jetzt entweder ne semantische Diskussion führen oder uns einfach darauf einigen, dass wir in den Herausforderungen übereinstimmen. :)
Ich bin da auch mal gespannt, was noch an innovativen Ideen nachkommt und wie die Umsetzung letztlich erfolgt.
 

parats'

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Wir können jetzt entweder ne semantische Diskussion führen oder uns einfach darauf einigen, dass wir in den Herausforderungen übereinstimmen. :)
Ich bin da auch mal gespannt, was noch an innovativen Ideen nachkommt und wie die Umsetzung letztlich erfolgt.
Einigen wir ins einfach auf Innovation first Bedenken second. :troll:
 
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Bis jetzt ist die Wasserstofferzeugung noch zu Energieintensiv soweit ich weiß und damit zu teuer - und es gibt ja physikalische Grenzen was da geht - man muss also sehen ob am Ende die Komponenten so verbilligt werden können durch größere Stückzahlen, dass die Kosten weit genug sinken.
Ansonsten fand ich die "in der Wüste Spiegel auf Natriumröhren richten und mit der Hitze später Strom gewinnen" Idee im Grunde gar nicht so schlecht. So oder so ähnlich wollte Desertec das doch, oder?
 
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gleich kommt noch einer mit der einen Studie reingesteppt, dass Energiespeicher für die Energiewende nicht nötig sind und wir sind dann zum fünften Mal im Kreis gefahren.
Wir speichern die Energie einfach im Netz. Problem solved. Quelle: ACAB. Die ist Ministerin, die wird das schon wissen. /thread
 

Benrath

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um das ganze mit frischen Zahlen anzureichern. Aktuelle Pressemitteilung der BNetzA
Rot von mir hervorgehoben ist der aktuelle Exportüberschuss gewichtet nach Preis

Erzeugung aus erneuerbaren Energien
Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms an der Netzlast* lag im Jahr 2021 bei 42,8 Prozent (2020: 48,0 Prozent).

Den größten Beitrag dazu leisteten Windkraftanlagen – vor allem an Land. On- und Offshore-Anlagen kamen gemeinsam auf einen Anteil von 22,6 Prozent. Photovoltaik deckte 9,3 Prozent. Die übrigen 10,9 Prozent entfielen auf Biomasse, Wasserkraft und sonstige Erneuerbare.

Insgesamt lag in 2021 die Erzeugung aus erneuerbaren Energien mit 215,4 TWh 7,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 233,3 TWh. Die Wind-Onshore-Erzeugung war mit 89,6 TWh etwa 13,1 Prozent geringer als im Vorjahr (103,1 TWh). Die Erzeugung aus Wind-Offshore-Anlagen lag mit 24,0 TWh um 10,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 26,9 TWh. Einzig die Photovoltaikeinspeisung lag höher. Wurden 2020 noch 45,8 TWh eingespeist, so waren es im vergangenen Jahr 46,6 TWh. Dies entspricht einem Plus von 1,8 Prozent.

Die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern betrug insgesamt 289,9 TWh. Im Vergleich zu 2020 stieg sie somit um 11,0 Prozent.

Die Netzlast stieg 2021 insgesamt um 3,7 Prozent auf 503,8 TWh (2020: 485,8 TWh) und die (Netto-)Stromerzeugung um 2,2 Prozent auf 505,3 TWh (2020: 494,4 TWh).

Großhandelsstrompreise
Der durchschnittliche Day-Ahead Großhandelsstrompreis belief sich 2021 auf 96,85 €/MWh (2020: 30,47 €/MWh). In 139 der 8.760 gehandelten Stunden war der deutsche Day-Ahead Großhandelsstrompreis negativ (2020: 298 Stunden). Im Jahresverlauf zeigte sich insgesamt eine Entwicklung zu höheren Großhandelsstrompreisen. Eine Einordnung dieser Entwicklung findet sich im Jahresrückblick auf SMARD.

Grenzüberschreitender Stromhandel
Deutschland war im Jahr 2021 erneut Netto-Stromexporteur mit insgesamt 17,4 TWh. Dabei betrug der Export 57,0 TWh (2020: 52,4 TWh) und der Import 39,6 TWh (2020: 33,9 TWh). Der Nettoexport ist im Vergleich zu 2020 (18,5 TWh) um 5,9 Prozent gesunken.

In diesem Jahr fand auch ein Stromhandel mit Belgien und Norwegen statt. Diese Möglichkeit wurde durch die Interkonnektoren ALEGrO bzw. NordLink geschaffen.

Der Exportüberschuss** fiel mit 1.142 Mio. € in 2021 höher aus als im Jahr 2020 (330 Mio. €).

Weitere Kennzahlen und Erläuterungen zum Strommarkt im Jahr 2021 finden Sie im Jahresrückblick auf der Strommarktdatenplattform der Bundesnetzagentur SMARD.de.

Die Daten auf der Plattform werden von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern bereitgestellt und können aufgrund neuer Erkenntnisse aktualisiert werden.

* Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms an der Netzlast unterscheidet sich von der Berechnungsgrundlage für die Zieldefinitionen der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien (EEG), die sich am Bruttostromverbrauch bemisst. Die Netzlast erfasst keine Kraftwerkseigenverbräuche und Industrienetze, sodass bei der hier angewendeten Berechnungsgrundlage, im Vergleich zum Anteil am Bruttostromverbrauch, ein tendenziell höherer erneuerbare Energien-Anteil resultiert. Die Netzlast berechnet sich aus Nettostromerzeugung abzüglich Export-Übertragungsleistung, zuzüglich der Import-Übertragungsleistung und abzüglich der Pumparbeit von Pumpspeicherkraftwerken.

** Der Exportüberschuss errechnet sich aus der Summe des Produkts der stündlichen Nettoexporte multipliziert mit den jeweiligen Day-Ahead Stundenpreisen.
 
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Hab gerade festgestellt, dass meine Butter->Magarine Umstellung für ein Witz gehalten wurde. :8[:

Dem war nicht so, zur Erklärung, Thema des Threads laut TE:

Welche "Opfer" würdet ihr bringen

Opfer ist vielleicht hoch gegriffen, eher eine Umstellung von Gewohnheiten. Ich esse halt schon immer Butter. Dann hatte ich gelesen, dass Butter ein vielfaches an CO2 verursacht als Magarine: 23,8 kg vs 1,35kg. Daher habe ich einfach mal Magarinesorten durchprobiert und festegestellt, dass Lätta mir genauso gut schmeckt.

Da unsere Familie pro Woche ungefähr ein Pfund konsumiert, sind das mal eben ne halbe Tonne CO2-Einsparung im Jahr oder das äquivalent zu 2.500 PKW-Kilometer und das ohne wahrnehmbare Einschränkung.
 
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Hab ich lustigerweise vor ner Weile auch gemacht und mich mittlerweile ganz gut dran gewöhnt. Als Aufstrichersatz unterm Belag tut sich da nicht viel, aber ohne schmeckt man imo schon den Unterschied.
 
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Ein Pfund Butter pro Woche? Backt oder kocht ihr damit viel?
Ich muss diese 250g Packungen immer weg werfen, weil sie mir ablaufen. Also schätze meinen Verbrauch auf ungefähr 200g pro Jahr? Vielleicht auch 300g.
 
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Margarine: Transfette, nein danke.

Ich muss diese 250g Packungen immer weg werfen, weil sie mir ablaufen. Also schätze meinen Verbrauch auf ungefähr 200g pro Jahr? Vielleicht auch 300g.
In Stücke schneiden und einfrieren. Bei mir reicht eine Packung auch monatelang.
 
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Ein Pfund Butter pro Woche? Backt oder kocht ihr damit viel?
Ich muss diese 250g Packungen immer weg werfen, weil sie mir ablaufen. Also schätze meinen Verbrauch auf ungefähr 200g pro Jahr? Vielleicht auch 300g.
Von 20-30 war mein Butterkonsum auch gegen 0. Jetzt aber auch hoch, natürlich auch wegen Kindern etc.

Vielleicht ist der Appetit auf Butter unter 10 und über 35 natürlicherweise höher?!
 
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Richtig, sehr viel wegen der Kinder. Zum Beispiel Butterbrezn selber schmieren ist ein Riesenthema, da geht gut was drauf.
Aber wir essen auch mehrmals die Woche Brot am Abend oder Toast am Morgen. Knäckebrot mit Butter/Magarine ist auch typischer Abendsnack von mir. Eine große Packung ist echt nicht übertrieben.
 
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Unser Butterverbrauch ist auch hoch, schätze 1 Pack pro Woche. Ist halt einer der Lieblingsbrotbeläge der Kinder. Dazu backen wir eigentlich mindestens einmal die Woche und mindestens einmal gibts Pfannkuchen oder Waffeln, wo einiges reingeht. Einen Teil substituiere ich in der Regel mit Rapsöl.
 
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Oha.

Wie sieht es denn mit der CO2-Bilanz von Kräuterbutter aus? :ugly:
 

parats'

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Sorry aber es ist schon seit Jahren so: alle schreien "Wir müssen jetzt was machen, wir haben keine Zeit mehr" und dann kommt von der Politik konkret: garnichts. Das ist keine Hysterie, das ist leider die Realität
Neues vom Frauenhofer zum geplanten EE Ausbau bis 2030 des bmwi. Mal davon ab, dass die Umsetzung richtig knackig wird, liest sich das zumindest auf der Erzeugungsseite gut.
Ich hoffe inständig, dass die Ampel und vor allem die Grünen den Druck erhöhen.
 
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Einfach krass wie der PV-Ausbau nach 2012 quasi zusammengebrochen ist.
 
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Ist jedenfalls eins von vielen Themen, wo die Union nie was zu kritisieren haben wird, weil man ihnen nur diesen Chart unter die Nase halten muss.
 

Benrath

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Das wird sie nicht aufhalten. Bayern doch vorne weg mit dieser Abstandsreglung.
Nach 2017 ist doch erst richtig eingebrochen.
 

parats'

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Das wird sie nicht aufhalten. Bayern doch vorne weg mit dieser Abstandsreglung.
Genau an dem Punkt setze ich meine Hoffnung auf die Grünen, auch wenn ich weite Teile der Partei sonst für lost halte.
Die 10h Regel ist ja auch nur ein Symptom, denn scheinbar kauft sich zumindest die Union ihre Wählerstimmen unter der NIMBY Fraktion mit solchen Regelungen.
Leider fordern Teile der Union auch in BaWü die 10h Regel, scheint also kein bayrisches Ding zu sein. Davon ab, sieht die Bilanz unter WK nur mittelmäßig aus, da müsste eigentlich mehr von einem Grünen MP kommen.
 
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Neues vom Frauenhofer zum geplanten EE Ausbau bis 2030 des bmwi. Mal davon ab, dass die Umsetzung richtig knackig wird, liest sich das zumindest auf der Erzeugungsseite gut.
Ich hoffe inständig, dass die Ampel und vor allem die Grünen den Druck erhöhen.
Hach ja, die sehr gängige Leistungsangabe von "Kernkraftwerk-Äquivalenten", da muss ich schon immer etwas schmunzeln ;) Aber zur Verdeutlichung der Leistung für Menschen die nicht im Thema sind ist das wahrscheinlich recht anschaulich.
Wobei ich mir die Info wünschen würde welche Kernkraftwerke denn da als Beispiel genommen wurden - also welche Leistung dabei angenommen wird.

Und das Problem an EE ist ja dadurch nicht anders, 30 Kernkraftwerksäquivalente können bei EE zwischen 0 und 30 alles liefern.
30 Kernkraftwerke bringen planbar mindestens 27 KKW-Äquivalente dauerhaft. Deswegen ist der Vergleich echt Banane
 

parats'

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Grundlage sind meine ich die durchschnittlichen Volllaststunden der letzten sieben Jahre, müsste irgendwo unten in den Antworten stehen.
Genaueres wird wahrscheinlich irgendwo in den slides stehen. ;)
 
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