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Iran mal wieder

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Amerikanischer Dienst geht davon aus, dass Fordo nicht zerstört ist. Iranisches Atomprogramm laut Analyse nur um sechs Monate (das scheint irgendwie das Minimum, was diese Dienste überhaupt schätzen) zurückgeworfen. Heißt die Amerikaner haben aufgrund von einer nicht durch Geheimdienste gedeckte Behauptung den Iran bombardiert, um eine iranische Atombombe zu verhindern die gar nicht geplant war, haben aber mit der Bombardierung nichts Entscheidendes bewirkt. Und laut deutscher Regierung war das alles richtig so, obwohl allen klar ist dass das nicht völkerrechtlich nicht legal gewesen wäre, selbst wenn die Behauptung Israels gestimmt hätte, was sie allen Anscheins nach nicht tat.
Und der Standpunkt der deutschen Regierung ist: Das war gut so. Heißt das jetzt Merz ruft Trump auf, Fordo weiter zu bombardieren?
Ignorieren wir jetzt weiterhin gekonnt den Fakt, der durch die IAEA zweifelsfrei festgestellt wurde, und zwar dass der Iran Uran (U-235) mit einem Reinheitsgrad von 60% angereichert hat? Ich schrieb es schon an anderer Stelle: Das macht man nicht, wenn man keine Atombombe bauen will. Wer so anreichert, hat den Schritt zur Nuklearwaffe beschritten - Kernkraftwerke benötigen einen Anreicherungsgrad von wenigen Prozentgraden (meist 3-5%). Es gibt keinen anderen validen Grund das Uran derartig anzureichern. Bis heute ist der Iran mit keiner vernünftigen Erklärung dafür um die Ecke gekommen.
Dazu muss man wissen, dass der Schritt von natürlichem Uran zu wenigen Prozentpunkten U-235 der schwierigste bzw. langwierigste ist. Wenn man weit darüber hinaus ist, und das war der Iran, ist der Weg von 60% zu 90% waffenfähigem Uran ein Klacks. Das kann je nach Anzahl der Zentrifugen, die der Iran mittlerweile problemlos herstellt, innerhalb weniger Wochen, 1-3 Monate erreicht werden.

Jeder hier dürfte einsehen, dass das Aufkündigen des Atomabkommens mit dem Iran zu den Top 10 der dümmsten Entscheidungen in Trumps 1. Amtszeit war und in Folge dieser Entscheidung war es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Iraner sich in ellenlangen Verhandlungen und Gesprächen winden werden. Gerade die europäischen Vertreter inkl. uns wurden hingehalten, hintergangen und massig belogen. Man höre sich nur mal Azadeh Zamirirad dazu an. Auch hier wieder der ähnliche Scheiß wie gegenüber Russland. Man wollte, dass der Iran irgendwie auf die "gute Seite der Macht" wechselt, aber nüscht wars. Dass das Teile der Politik (z.B. Die Linke, linker SPD-Flügel und auch einige wenige CDUler) immer noch nicht einsehen, ist so fatal, und führt zu weiterem Leid in der Region aber auch weiterhin in der Ukraine.

Weitere glasklare Punkte, die den Weg zur Bombe nicht nur vermuten lassen:

- Bestätigte Durchführung von Implosionstests: Implosionstests sind ausschließlich für Kernwaffen zu gebrauchen, ansonsten gibt es keinen Nutzen dafür!

- Bestätigte und erfolgreiche Durchführung des Tests einer Trägerrakete mit 2t-Gefechtskopf (Sämtliche Raketensystem des Irans bisher waren unter 1t)

- IAEA berichtet, dass, im Zusammenhang mit dem oben erwähnten angereicherten Uran, der Iran genug Material hat, um potentiell 9 Kernwaffen herzustellen.

Zur Intel der US-Geheimdienste: Da kann man wohl nur sagen, dass man es nicht wahrhaben wollte, dass der Iran soweit ist, da Trump ja eher der "Dealmaker" denn Kriegstreiber ist. Trump selber hat ja widersprochen und teilte die Einschätzung nicht. Und wem hat er auf "intelligence level" widersprochen: Tulsi Gabbard.
Ha ha ha, diese Person ey. Da würd ich mal meinen, dass die schlimmer als Trump ist. Nach kurzer Zeit nimmt sie ihren Quatsch zurück und behauptete dann das Gegenteil:
"Tulsi Gabbard says Iran could produce nuclear weapons "within weeks", months after she testified before Congress that the country was not building them." - Quelle: BBC.
 
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Es wird für deinesgleichen Zeit sich mit einer Welt anzufreunden, in der Iran die Bombe hat.

Sowie sich damit abzufinden, dass Israel den Krieg gegen Iran verloren hat (Kriegsziele nicht erreicht, massive Schäden innerhalb Israels).
 
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Es wird für deinesgleichen Zeit sich mit einer Welt anzufreunden, in der Iran die Bombe hat.

Sowie sich damit abzufinden, dass Israel den Krieg gegen Iran verloren hat (Kriegsziele nicht erreicht, massive Schäden innerhalb Israels).

Israel hat den Krieg gegen den Iran nicht verloren - denn es gibt Israel ja noch. Israel verliert den Krieg nur dann, wenn es komplett ausgelöscht wird. Und das wird niemals passieren, denn selbst wenn Atombomben fallen - es bleiben Reste von Israel über und die Reaktion der Welt darauf wäre genau so fatal für die Angreiferstaaten.

Der ganze Krieg wäre ja auch gar nicht nötig, wenn die Islamischen Staaten, allen voran der Iran, Israels Existenz anerkennen und nicht bedrohen wollen würden.
Israel stellt sich nicht hin und sagt: "Es darf keinen Iran geben". Und das sagen die auch bei anderen Ländern nicht.
 
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Israel hat den Krieg gegen den Iran nicht verloren - denn es gibt Israel ja noch. Israel verliert den Krieg nur dann, wenn es komplett ausgelöscht wird. Und das wird niemals passieren, denn selbst wenn Atombomben fallen - es bleiben Reste von Israel über und die Reaktion der Welt darauf wäre genau so fatal für die Angreiferstaaten.
Was waren denn die Gründe für diesen Angriffskrieg Israels? Wurden die erreicht? Wenn ja, was wurde erreicht und wie nachhaltig? Wenn nein, wie können sie diesen Angriffskrieg nicht verloren haben?
 
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um eine iranische Atombombe zu verhindern die gar nicht geplant war

Wieso meinst Du, dass die iranische Atombombe nicht geplant war? Die Anlagen dafür gibts doch und die sind auch dran Uran anzureichern, was man für zivile Nutzung nicht bräuchte.
 

Gustavo

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Ignorieren wir jetzt weiterhin gekonnt den Fakt, der durch die IAEA zweifelsfrei festgestellt wurde, und zwar dass der Iran Uran (U-235) mit einem Reinheitsgrad von 60% angereichert hat? Ich schrieb es schon an anderer Stelle: Das macht man nicht, wenn man keine Atombombe bauen will. Wer so anreichert, hat den Schritt zur Nuklearwaffe beschritten - Kernkraftwerke benötigen einen Anreicherungsgrad von wenigen Prozentgraden (meist 3-5%). Es gibt keinen anderen validen Grund das Uran derartig anzureichern. Bis heute ist der Iran mit keiner vernünftigen Erklärung dafür um die Ecke gekommen.
Dazu muss man wissen, dass der Schritt von natürlichem Uran zu wenigen Prozentpunkten U-235 der schwierigste bzw. langwierigste ist. Wenn man weit darüber hinaus ist, und das war der Iran, ist der Weg von 60% zu 90% waffenfähigem Uran ein Klacks. Das kann je nach Anzahl der Zentrifugen, die der Iran mittlerweile problemlos herstellt, innerhalb weniger Wochen, 1-3 Monate erreicht werden.

Jeder hier dürfte einsehen, dass das Aufkündigen des Atomabkommens mit dem Iran zu den Top 10 der dümmsten Entscheidungen in Trumps 1. Amtszeit war und in Folge dieser Entscheidung war es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Iraner sich in ellenlangen Verhandlungen und Gesprächen winden werden. Gerade die europäischen Vertreter inkl. uns wurden hingehalten, hintergangen und massig belogen. Man höre sich nur mal Azadeh Zamirirad dazu an. Auch hier wieder der ähnliche Scheiß wie gegenüber Russland. Man wollte, dass der Iran irgendwie auf die "gute Seite der Macht" wechselt, aber nüscht wars. Dass das Teile der Politik (z.B. Die Linke, linker SPD-Flügel und auch einige wenige CDUler) immer noch nicht einsehen, ist so fatal, und führt zu weiterem Leid in der Region aber auch weiterhin in der Ukraine.

Weitere glasklare Punkte, die den Weg zur Bombe nicht nur vermuten lassen:

- Bestätigte Durchführung von Implosionstests: Implosionstests sind ausschließlich für Kernwaffen zu gebrauchen, ansonsten gibt es keinen Nutzen dafür!

- Bestätigte und erfolgreiche Durchführung des Tests einer Trägerrakete mit 2t-Gefechtskopf (Sämtliche Raketensystem des Irans bisher waren unter 1t)

- IAEA berichtet, dass, im Zusammenhang mit dem oben erwähnten angereicherten Uran, der Iran genug Material hat, um potentiell 9 Kernwaffen herzustellen.

Zur Intel der US-Geheimdienste: Da kann man wohl nur sagen, dass man es nicht wahrhaben wollte, dass der Iran soweit ist, da Trump ja eher der "Dealmaker" denn Kriegstreiber ist. Trump selber hat ja widersprochen und teilte die Einschätzung nicht. Und wem hat er auf "intelligence level" widersprochen: Tulsi Gabbard.
Ha ha ha, diese Person ey. Da würd ich mal meinen, dass die schlimmer als Trump ist. Nach kurzer Zeit nimmt sie ihren Quatsch zurück und behauptete dann das Gegenteil:
"Tulsi Gabbard says Iran could produce nuclear weapons "within weeks", months after she testified before Congress that the country was not building them." - Quelle: BBC.


Niemand verwechselt hier irgendetwas und niemand bestreitet, dass die 60% erreicht wurden. Was du allerdings geflissentlich ignorierst:
1. Die 60% wurden erst angestrebt und dann auch erreicht, nachdem (!) Trump das Abkommen aufgekündigt hat
2. Vor der Aufkündigung haben sich die Iraner im Großen und Ganzen an das Abkommen gehalten; nicht perfekt, aber so dass die Zug-um-Zug Benefits, die die Europäer in Aussicht gestellt hatten, allesamt gewährt werden konnten
3. Der größte Schritt nach der Anreicherung auf 60% ist das fehlende Trägersystem, von dem irgendwie kein westlicher Geheimdienst irgendwelche Anhaltspunkte hatte, obwohl der Sicherheitsapparat des Irans offensichtlich löchrig wie ein Schweizer Käse ist

Deine Darstellung, dass die US-Geheimdienste ihre Einschätzung für Trump geändert haben ergibt hinten und vorne keinen Sinn
- Weder gab es eine neue Einschätzung, seit Trump ins Amt kam (das war genau derselbe Stand, den die Biden-Administration auch hatte)
- Noch können die US-Geheimdienste einfach mal so ihre Berichte falsifizieren ohne dass es nicht zu whistleblowing kommt (zumal wenn es zum Nachteil Israels wäre)
- Noch ist es schlüssig, dass die Geheimdienste der USA prinzipiell bei ihren Einschätzungen ausgerechnet dem Iran (!!!) den benefit of the doubt geben würden

Wie kann es irgendwen ernsthaft wundern, dass der Iran mindestens (!) eine glaubhafte Drohkulisse aufbauen wollte? Natürlich glaubt hier niemand, dass es sich beim Atomprogramm um zivile Nutzung handelt, ich bitte dich. Aber ob der Iran wirklich ernst macht (und wiederum: auf einem Weg, von dem alle sagen dass er keine Jahre dauert, *falls* der Iran wirklich ernst macht) mit einer eigenen Atomwaffe ist eine der zentralen Fragen für alle Geheimdienste im Nahen Osten und trotzdem haben wir als Beleg dafür exakt nichts außer der Behauptung der israelischen Regierung (die nun wirklich schon vielfach die Unwahrheit gesagt hat) und als Beleg dagegen die Tatsache, dass die amerikanischen Geheimdienste und anscheinend auch keine anderen Dienste auf der Welt Anhaltspunkte dazu verlautbart haben, obwohl das für die Europäer eine Frage von enormer Wichtigkeit ist, weil davon der snap back der Sanktionen aus dem Abkommen abhängt. Ich verstehe wirklich nicht, wie man sich so bereitwillig von der rechtsradikalen israelischen Regierung anlügen lässt wie du es hier tust.
 
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Was waren denn die Gründe für diesen Angriffskrieg Israels? Wurden die erreicht? Wenn ja, was wurde erreicht und wie nachhaltig? Wenn nein, wie können sie diesen Angriffskrieg nicht verloren haben?
Der Iran wurde geschwächt, die Angriffe haben Personal wie auch Equipment zerstört.
Und redet die Presse noch viel über Gaza? Ich habe da nicht mehr die Titelseiten zu gesehen.
Die Toten im eigenen Land einen dann auch das Volk vielleicht noch ein bisschen mehr und die Bereitschaft für den weiteren Kampf.
Solche Angriffe macht man ja auch immer etwas für die Innenpolitik, wenn es mal schwierig wird...
 
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Der Iran wurde geschwächt, die Angriffe haben Personal wie auch Equipment zerstört.
Das gleiche gilt für Israel. Es wurden einige militärische Ziele getroffen, zudem ist Israel etwa 10 mal so klein und es wird Schwierigkeiten haben, die Schäden so schnell wieder zu beheben.
Sieh dir an wie Israel vorgeht, wenn es nicht selbst Schäden erleidet: endlose Kriege, komplette Missachtung jeglicher Kriegskonventionen, Völkermord. Dieses Israel wird erst nach einer Waffenruhe streben, wenn es sich um das eigene Überleben bzw. das Überleben der Regierung sorgt. Schon alleine um die eigene, kranke, kriegslüsterne Bevölkerung weiterhin für die eigene Sache zu gewinnen und sie nicht unter täglichen Raketensalven und Sirenen-/Bunkerszenarien zu verlieren.

Und redet die Presse noch viel über Gaza? Ich habe da nicht mehr die Titelseiten zu gesehen.
Die Toten im eigenen Land einen dann auch das Volk vielleicht noch ein bisschen mehr und die Bereitschaft für den weiteren Kampf.
Solche Angriffe macht man ja auch immer etwas für die Innenpolitik, wenn es mal schwierig wird...
Worüber reden wir? Ich spreche von der militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran, nicht von zusätzlichen, widerlichen Vorteilen die der Krieg einer faschistischen Regierung nebenbei einbringt.
Die Frage nach den isr. Kriegszielen im Angriffskrieg und welche davon erfüllt wurden ist noch unbeantwortet. Weil von diesen nichts erreicht wurde und das jeder weiß, der sich informiert hat.
"Fordow is gone" wurde von diesen hier gepriesenen OSINTS (die mittlerweile größtenteils ein meme sind) großspurig zitiert, als Trump die Welt verarscht hat und hat glauben lassen, der US-Einsatz habe tatsächlich das Nuklearprogramm komplett vernichtet. Und einige fallen noch bis heute darauf rein.
 
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Selbst wenn wahr - die haben angefangen

Das ist natürlich richtig. Es ist übrigens auch wahr. Israel wird ohne eigene Verluste niemals, egal mit wem, Frieden schließen.

Weiteres dazu:

1. Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation Rafael Grossi stellte klar, dass es KEINE Belege für ein iranisches Atomwaffenprogramm und KEINE unmittelbare Bedrohung durch den Iran gab:
IAEA chief: No evidence Iran is building a nuclear weapon

2. Die Washington Post verrät der Welt, dass der israelische Angriff auf den Iran seit Monaten geplant und im März beschlossen war. Und NICHTS mit dem (sowieso fragwürdigen) Atomwaffenprogramm des Iran zu tun hatte.

3. Der von der EU und europäischen Staatsführern (
außer Macron) als legal, illegal, scheißegal eingestufte US-Militärschlag gegen den Iran ist damit nicht nur noch völkerrechtswidriger als wir ohnehin schon dachten, sondern reiht sich in die lange Reihe von US-Militäraktionen ein, die eine Unwahrheit als Vorwand und eine Lüge zur Legitimierung einer militärischen Gewalt benutzen, die auszuüben sie längst und aus ganz anderen Gründen entschlossen sind.

4. Und ja: Politik und Medien verbreiten diese Lügen und manipulieren Sie, um Ihre freie Urteilsbildung zu unterbinden. Vom Tonkin-Zwischenfall 1964 zur Legitimierung des Vietnam-Kriegs über die Brutkastenlüge zur Legitimierung des 1. Irakkriegs 1990 und die Massenvernichtungswaffenlüge 2003 zur Legitimierung des 2., bis hin zu den Lügen über die (tatsächlich ausschlaggebenden) Motive der völkerrechtswidrigen Militärinterventionen und Kriege in Afghanistan 2001, Libyen 2011 und Syrien 2013.

5.
Die USA waren in den 249 Jahren ihres Bestehens nur popelige 21 Jahre NICHT in Kriege verwickelt, während derer sie 101 Staaten der Welt mit Bomben überzogen - und die Öffentlichkeit mit den dazugehörigen Lügen.

6. Der größte Feind der USA ist nicht der Iran, Russland oder China, sondern die Wahrheit.

7. Genau heute vor einem Jahr hat Julian Assange nach 14 Jahren Freiheitsentzug wieder australischen Boden betreten. „
If wars can be started by lies, peace can be started by truth.”
 
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Gustavo

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2. Die Washington Post verrät der Welt, dass der israelische Angriff auf den Iran seit Monaten geplant und im März beschlossen war. Und NICHTS mit dem (sowieso fragwürdigen) Atomwaffenprogramm des Iran zu tun hatte.

Der Fairness halber: Dass das nichts mit dem Atomwaffenprogramm zu tun hat ist nicht, was in dem Artikel wirklich steht. Die Israelis haben keine Beweise dafür, dass der Iran letzten Endes eine Atomwaffe fertigstellen würde. Aber dass der Angriff darauf abzielte, die Kapazitäten des Irans zu beseitigen, eine fertigstellen zu können, sollten sie sich letztendlich dafür entscheiden, ist glaube ich nicht zu bestreiten, sonst hätten sie nicht so viele Wissenschaftler getötet. Es war lediglich nicht das einzige* Ziel der Schläge und der Zeitpunkt wurde eindeutig gewählt, weil er günstig war, insofern ist auch die ganze Diskussion bzgl. Völkerrecht in Deutschland mehr oder weniger am Punkt vorbei.



*vielleicht nicht mal das hauptsächliche
 

Gustavo

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Wieso meinst Du, dass die iranische Atombombe nicht geplant war? Die Anlagen dafür gibts doch und die sind auch dran Uran anzureichern, was man für zivile Nutzung nicht bräuchte.

Hier übrigens nochmal ein Interview von jemandem, der tatsächlich weiß wovon er spricht, zu exakt diesem Thema: https://archive.ph/1pKBP. Lohnt sich zu lesen, insbesondere für diejenigen, die glauben wenn Islamismus offizielle Staatsdoktrin ist kann man daraus sinnvoll ableiten, wie sich der Iran verhalten wird.
 
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"In Wahrheit ist die Islamische Republik ein kalt kalkulierender Staat, dem es um seine nationale Sicherheit, seine Unabhängigkeit und seinen Status als regionale Großmacht geht"

Dann könnten sie ja einfach mal für Schnauze halten mit "Death to Israel". Wenn sie das nicht tun, und aktiv über Jahrzehnte Terror gegen Israel unterstützen (allein dieRaketenlieferungen an die Hamas...), dann sollte man sich vielleicht nicht wundern, wenn das jemand ernst nimmt als Bedrohung.

"Religion und Ideologie mögen Teil seiner Psyche sein. Aber grundsätzlich schaut er pragmatisch und säkular auf die Dinge"

Belege für die recht wilde Behauptung, Ayatollah habe eine pragmatische und säkulare Weltsicht? Lese ich zum ersten Mal.

Selbst wenn man sagt: Der Iran will nur Großmacht sein - dann sind sie ja dafür offensichtlich bereit, massiv gegen Israel zu hetzen, Israelis zu ermorden, und massiv Ressourcen aufzuwenden, um die Todfeinde von Israel zu bewaffnen. Mit willkommener Inkaaufnahme des Mordes an Zivilisten, wie am 7. Oktober (der mutmaßlich von Iran abgesegnet war).

Selbst wenn man also den Einsatz einer iranischen Atombomben gegen Israel für unwahrscheinlich hält, dann ist Iran eine handfeste Bedrohung für und ein klarer Feind von Israel. Warum sollte Israel da zuschauen, wie sie sich eine Atombombe basteln? Mindestens gibt das dem Iran mehr Einfluss, und mehr Freiheit ungeniert Terroristen auszurüsten um israelische Zivilisten zu ermorden.

Wo ist da also die Erkenntnis, die dazu führen soll, dass Israel lieber friedlich zuschauen soll, wie der Iran die Atombombe baut?

--

Seitennotiz: Ich finde den Sprachgebrauch des Journalisten im Interview etwas merkwürdig.

Beispiele:
  • Der Satz "Wie Ajatollah Ali Khamenei tragen auch Sie den Ehrentitel eines Sejjid, eines Nachkommen des Propheten." - Relevanz?
  • Wer nennt die Revolutionsgarden denn "Revolutionswächter"? Vielleicht einfach schlecht übersetzt - klingt aber etwas euphemistisch.
Habe da mal Gemini gefragt:
Mögliche Gründe für die Verwendung von "Revolutionswächter
  • Schlechte Übersetzung: Dies ist eine sehr plausible Erklärung. Im Englischen lautet der offizielle Name "Islamic Revolutionary Guard Corps", oft abgekürzt als IRGC. Das Wort "Guard" kann sowohl mit "Garde" als auch mit "Wächter" übersetzt werden. Während "Revolutionsgarden" die etablierte und korrekte Bezeichnung im Deutschen ist, könnte "Revolutionswächter" ein Versuch sein, das englische "Guard" wörtlich zu übersetzen, ohne das gängige deutsche Äquivalent zu kennen oder zu verwenden.
  • Euphemismus und positive Konnotation: Das Wort "Wächter" hat im Deutschen oft eine schützende, bewahrende und sogar ehrenvolle Konnotation. Es impliziert eine Rolle des Behüters und Beschützers, der über etwas Wertvolles wacht. Im Gegensatz dazu ist "Garde" zwar auch eine Schutztruppe, aber der Begriff "Revolutionsgarden" ist im Kontext des Iran untrennbar mit den tatsächlichen Handlungen und der Rolle dieser Organisation verbunden, die von Menschenrechtsverletzungen bis hin zu politischer Unterdrückung reicht. Die Verwendung von "Revolutionswächter" könnte also subtil versuchen, die Wahrnehmung der Gruppe zu beeinflussen, indem sie ihre Rolle als "Beschützer der Revolution" hervorhebt und weniger die Aspekte einer militärischen oder sogar repressiven Organisation betont. Es könnte der Versuch sein, ein positiveres oder zumindest neutraleres Bild zu zeichnen.
  • Unkenntnis oder sprachliche Ungenauigkeit: Es ist auch möglich, dass die Person, die den Begriff verwendet, schlichtweg nicht die offizielle oder gängige deutsche Bezeichnung kennt und daher eine eigene, vielleicht weniger präzise Übersetzung wählt.
Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Revolutionswächter" höchstwahrscheinlich eine ungenauere Übersetzung des Begriffs "Revolutionsgarden" ist. Es ist aber absolut denkbar, dass diese ungenaue Übersetzung, ob bewusst oder unbewusst, eine euphemistische Wirkung hat und dazu dienen könnte, die Organisation in einem positiveren Licht darzustellen, indem ihre "schützende" Funktion betont wird.

In kritischen oder journalistischen Kontexten wäre die Verwendung von "Revolutionsgarden" unbedingt vorzuziehen, um Präzision zu gewährleisten und Missverständnissen vorzubeugen.

Nachtrag, Gemini zu dem Satz mit "säkular':

Der Satz "Religion und Ideologie mögen Teil seiner Psyche sein. Aber grundsätzlich schaut er pragmatisch und säkular auf die Dinge" ist nicht plausibel für die Beurteilung von Ali Khamenei, insbesondere der zweite Teil des Satzes, der ihm eine "säkulare" Betrachtungsweise zuschreibt.

Hier ist, warum der Satz problematisch ist:
  • *Religion und Ideologie sind fundamental, nicht nur "Teil seiner Psyche": Khamenei ist der Oberste Führer eines theokratischen Staates. Seine Legitimation und seine Macht basieren auf dem Prinzip des "Velayat-e Faqih" (Herrschaft des Rechtsgelehrten), was bedeutet, dass die höchste Autorität einem religiösen Gelehrten zusteht, der die islamischen Gesetze interpretiert und anwendet. Seine gesamte politische Philosophie ist tief in der schiitischen Islamischen Revolution und den Lehren von Ayatollah Khomeini verwurzelt. Islamische Vorherrschaft, Widerstand gegen ausländische Mächte und die Verbreitung der Ideale der Revolution sind Kernelemente seiner Ideologie. Er hat Bücher von Sayyid Qutb, dem "Vater des modernen Dschihadismus", übersetzt und teilt dessen tiefe Feindseligkeit gegenüber den USA und ihren säkularen, liberalen Fundamenten.
  • "Säkular" ist das Gegenteil seiner politischen Identität: "Säkular" bedeutet weltlich, nicht religiös. Khamenei ist der Anführer eines islamischen Staates, in dem Religion und Staat untrennbar miteinander verbunden sind. Er hat sich stets gegen säkulare und liberale Tendenzen innerhalb des Iran gewandt und deren Unterdrückung unterstützt. Das Streben nach einem "wahren islamischen Staat" ist ein zentrales Element seiner Vision. Der Begriff "säkular" passt in keiner Weise zu seiner Rolle, seinen Überzeugungen oder der Art, wie er Iran regiert.
  • Pragmatismus im Dienste der Ideologie, nicht an deren Stelle: Es ist zutreffend, dass Khamenei und das iranische Regime in der Vergangenheit pragmatische Entscheidungen getroffen haben (z.B. das Atomabkommen JCPOA oder die Bereitschaft, mit Russland zusammenzuarbeiten). Dieser Pragmatismus dient jedoch in der Regel dem Überleben und der Stärkung des islamischen Regimes und seiner ideologischen Ziele. Er ist kein Zeichen einer Abkehr von der Ideologie oder einer säkularen Betrachtungsweise. Vielmehr ist es "pragmatischer Revolutionarismus", der dazu dient, die langfristigen revolutionären Ziele zu erreichen, oft im Rahmen einer "Widerstandsökonomie" oder zur Umgehung von Sanktionen.

Fazit: Der erste Teil des Satzes, "Religion und Ideologie mögen Teil seiner Psyche sein", ist eine massive Untertreibung. Sie sind das Fundament seiner Psyche und seiner Herrschaft. Der zweite Teil, "Aber grundsätzlich schaut er pragmatisch und säkular auf die Dinge", ist falsch und irreführend. Khamenei mag pragmatische Taktiken anwenden, aber seine Weltanschauung und seine Ziele sind zutiefst religiös-ideologisch und keineswegs säkular.
Edit: Formatierung verbessert, war vorher von mobile.
 
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FORYOUITERRA

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Frag lieber Copilot oder chatgpt statt Gemini.

Ps: genai haben denselben Schreibstil wie du : rofl2:
 

Das Schaf

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"In Wahrheit ist die Islamische Republik ein kalt kalkulierender Staat, dem es um seine nationale Sicherheit, seine Unabhängigkeit und seinen Status als regionale Großmacht geht"

Dann könnten sie ja einfach mal für Schnauze halten mit "Death to Israel". Wenn sie das nicht tun, und aktiv über Jahrzehnte Terror gegen Israel unterstützen (allein dieRaketenlieferungen an die Hamas...), dann sollte man sich vielleicht nicht wundern, wenn das jemand ernst nimmt als Bedrohung.

"Religion und Ideologie mögen Teil seiner Psyche sein. Aber grundsätzlich schaut er pragmatisch und säkular auf die Dinge"

Belege für die recht wilde Behauptung, Ayatollah habe eine pragmatische und säkulare Weltsicht? Lese ich zum ersten Mal.

Selbst wenn man sagt: Der Iran will nur Großmacht sein - dann sind sie ja dafür offensichtlich bereit, massiv gegen Israel zu hetzen, Israelis zu ermorden, und massiv Ressourcen aufzuwenden, um die Todfeinde von Israel zu bewaffnen. Mit willkommener Inkaaufnahme des Mordes an Zivilisten, wie am 7. Oktober (der mutmaßlich von Iran abgesegnet war).

Selbst wenn man also den Einsatz einer iranischen Atombomben gegen Israel für unwahrscheinlich hält, dann ist Iran eine handfeste Bedrohung für und ein klarer Feind von Israel. Warum sollte Israel da zuschauen, wie sie sich eine Atombombe basteln? Mindestens gibt das dem Iran mehr Einfluss, und mehr Freiheit ungeniert Terroristen auszurüsten um israelische Zivilisten zu ermorden.

Wo ist da also die Erkenntnis, die dazu führen soll, dass Israel lieber friedlich zuschauen soll, wie der Iran die Atombombe baut?

--

Seitennotiz:

Ich finde den Sprachgebrauch des Journalisten im Interview etwas merkwürdig.

Beispiele:

# Der Satz "Wie Ajatollah Ali Khamenei tragen auch Sie den Ehrentitel eines Sejjid, eines Nachkommen des Propheten." - Relevanz?

# Wer nennt die Revolutionsgarden denn "Revolutionswächter"? Vielleicht einfach schlecht übersetzt - klingt aber etwas euphemistisch.

Habe da mal Gemini gefragt:

"Mögliche Gründe für die Verwendung von "Revolutionswächter

* Schlechte Übersetzung: Dies ist eine sehr plausible Erklärung. Im Englischen lautet der offizielle Name "Islamic Revolutionary Guard Corps", oft abgekürzt als IRGC. Das Wort "Guard" kann sowohl mit "Garde" als auch mit "Wächter" übersetzt werden. Während "Revolutionsgarden" die etablierte und korrekte Bezeichnung im Deutschen ist, könnte "Revolutionswächter" ein Versuch sein, das englische "Guard" wörtlich zu übersetzen, ohne das gängige deutsche Äquivalent zu kennen oder zu verwenden.

* Euphemismus und positive Konnotation: Das Wort "Wächter" hat im Deutschen oft eine schützende, bewahrende und sogar ehrenvolle Konnotation. Es impliziert eine Rolle des Behüters und Beschützers, der über etwas Wertvolles wacht. Im Gegensatz dazu ist "Garde" zwar auch eine Schutztruppe, aber der Begriff "Revolutionsgarden" ist im Kontext des Iran untrennbar mit den tatsächlichen Handlungen und der Rolle dieser Organisation verbunden, die von Menschenrechtsverletzungen bis hin zu politischer Unterdrückung reicht.
Die Verwendung von "Revolutionswächter" könnte also subtil versuchen, die Wahrnehmung der Gruppe zu beeinflussen, indem sie ihre Rolle als "Beschützer der Revolution" hervorhebt und weniger die Aspekte einer militärischen oder sogar repressiven Organisation betont. Es könnte der Versuch sein, ein positiveres oder zumindest neutraleres Bild zu zeichnen.

* Unkenntnis oder sprachliche Ungenauigkeit: Es ist auch möglich, dass die Person, die den Begriff verwendet, schlichtweg nicht die offizielle oder gängige deutsche Bezeichnung kennt und daher eine eigene, vielleicht weniger präzise Übersetzung wählt.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Revolutionswächter" höchstwahrscheinlich eine ungenauere Übersetzung des Begriffs "Revolutionsgarden" ist. Es ist aber absolut denkbar, dass diese ungenaue Übersetzung, ob bewusst oder unbewusst, eine euphemistische Wirkung hat und dazu dienen könnte, die Organisation in einem positiveren Licht darzustellen, indem ihre "schützende" Funktion betont wird.

In kritischen oder journalistischen Kontexten wäre die Verwendung von "Revolutionsgarden" unbedingt vorzuziehen, um Präzision zu gewährleisten und Missverständnissen vorzubeugen."


-- Nachtrag, Gemini zu dem Satz mit "säkular':

"Der Satz "Religion und Ideologie mögen Teil seiner Psyche sein. Aber grundsätzlich schaut er pragmatisch und säkular auf die Dinge" ist nicht plausibel für die Beurteilung von Ali Khamenei, insbesondere der zweite Teil des Satzes, der ihm eine "säkulare" Betrachtungsweise zuschreibt.

Hier ist, warum der Satz problematisch ist:

* **Religion und Ideologie sind fundamental, nicht nur "Teil seiner Psyche": Khamenei ist der Oberste Führer eines theokratischen Staates. Seine Legitimation und seine Macht basieren auf dem Prinzip des "Velayat-e Faqih" (Herrschaft des Rechtsgelehrten), was bedeutet, dass die höchste Autorität einem religiösen Gelehrten zusteht, der die islamischen Gesetze interpretiert und anwendet. Seine gesamte politische Philosophie ist tief in der schiitischen Islamischen Revolution und den Lehren von Ayatollah Khomeini verwurzelt. Islamische Vorherrschaft, Widerstand gegen ausländische Mächte und die Verbreitung der Ideale der Revolution sind Kernelemente seiner Ideologie. Er hat Bücher von Sayyid Qutb, dem "Vater des modernen Dschihadismus", übersetzt und teilt dessen tiefe Feindseligkeit gegenüber den USA und ihren säkularen, liberalen Fundamenten.

* "Säkular" ist das Gegenteil seiner politischen Identität: "Säkular" bedeutet weltlich, nicht religiös. Khamenei ist der Anführer eines islamischen Staates, in dem Religion und Staat untrennbar miteinander verbunden sind. Er hat sich stets gegen säkulare und liberale Tendenzen innerhalb des Iran gewandt und deren Unterdrückung unterstützt. Das Streben nach einem "wahren islamischen Staat" ist ein zentrales Element seiner Vision. Der Begriff "säkular" passt in keiner Weise zu seiner Rolle, seinen Überzeugungen oder der Art, wie er Iran regiert.

* Pragmatismus im Dienste der Ideologie, nicht an deren Stelle: Es ist zutreffend, dass Khamenei und das iranische Regime in der Vergangenheit pragmatische Entscheidungen getroffen haben (z.B. das Atomabkommen JCPOA oder die Bereitschaft, mit Russland zusammenzuarbeiten). Dieser Pragmatismus dient jedoch in der Regel dem Überleben und der Stärkung des islamischen Regimes und seiner ideologischen Ziele. Er ist kein Zeichen einer Abkehr von der Ideologie oder einer säkularen Betrachtungsweise. Vielmehr ist es "pragmatischer Revolutionarismus", der dazu dient, die langfristigen revolutionären Ziele zu erreichen, oft im Rahmen einer "Widerstandsökonomie" oder zur Umgehung von Sanktionen.

Fazit:
Der erste Teil des Satzes, "Religion und Ideologie mögen Teil seiner Psyche sein", ist eine massive Untertreibung. Sie sind das Fundament seiner Psyche und seiner Herrschaft. Der zweite Teil, "Aber grundsätzlich schaut er pragmatisch und säkular auf die Dinge", ist falsch und irreführend. Khamenei mag pragmatische Taktiken anwenden, aber seine Weltanschauung und seine Ziele sind zutiefst religiös-ideologisch und keineswegs sä
kular."

Danke für den ausführlichen Kommentar – da ist vieles dabei, was man in der Debatte oft vermisst: nämlich klare Worte und eine nüchterne Analyse der iranischen Politik.

**Zur Einschätzung des iranischen Regimes als "pragmatisch und säkular"**:
Das ist in der Tat ein erstaunlich verharmlosendes Framing, das völlig an der Realität vorbeigeht. Der Iran ist ein *theokratischer Staat*, der seine gesamte Staatsräson aus religiöser Legitimation bezieht. Der „Oberste Führer“ steht *nicht trotz*, sondern *wegen* seiner geistlichen Autorität über dem gewählten Präsidenten – das ist das Gegenteil von Säkularismus. Und ja: Pragmatismus existiert, aber nur als taktisches Mittel zur *ideologischen Zielverfolgung*, nicht als Ersatz für diese Ideologie.

Man sollte auch nicht vergessen: Khamenei ist nicht einfach ein Politiker mit religiösem Hintergrund – er ist das personifizierte ideologische Zentrum des Systems. Der Begriff „säkular“ in diesem Kontext ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls irreführend.

**Zur Frage, ob der Iran "nur" ein rational agierender Staat ist**:
Selbst wenn man unterstellt, dass Teheran strategisch denkt – was durchaus zutrifft – heißt das nicht, dass es nicht gleichzeitig gefährlich sein kann. Im Gegenteil: Die gezielte, systematische Unterstützung terroristischer Gruppen wie Hamas und Hisbollah, die Finanzierung asymmetrischer Kriegsführung und die antisemitische Staatspropaganda ("Death to Israel" ist kein Nebenschauplatz, sondern ein zentrales Narrativ) zeigen, dass der Iran *mit kühlem Kalkül* seine Feindschaft gegenüber Israel pflegt.

Das macht das Regime nicht irrational – es macht es *gefährlich bei vollem Bewusstsein*.

**Zur Atombombenfrage:**
Dass Israel angesichts dessen nicht einfach abwartet, wie sich der Iran in Richtung Nuklearwaffen weiterentwickelt, ist kein Ausdruck von Paranoia, sondern von strategischer Vernunft. Ein Regime, das offen die Vernichtung Israels propagiert, seine Gegner über Jahrzehnte mit Raketen und Terror ausstattet, und selbst in internationalen Verhandlungen auf Zeit spielt, ist *kein Partner für Vertrauen*. Ein nuklear bewaffneter Iran wäre nicht nur für Israel, sondern für die gesamte Region eine Destabilisierung mit globalem Risiko.

**Zur Sprache des Interviews:**
Der Hinweis auf Begriffe wie „Revolutionswächter“ ist sehr berechtigt. Solche Formulierungen klingen harmloser, fast beschützend – obwohl es sich um eine hochmilitarisierte, politisch-ideologische Organisation handelt, die für Repression im Inland und Terrorexport im Ausland steht. Auch der Einstieg mit dem "Ehrentitel eines Sejjid" wirkt merkwürdig ehrfürchtig. Für ein journalistisches Interview mit einem hochrangigen Vertreter eines repressiven Regimes ist das eine unangemessen wohlwollende Tonalität.

**Fazit:**
Die Vorstellung, der Iran sei im Kern „säkular-pragmatisch“ und sein Verhalten nur strategisch motiviert, blendet die tief verankerte Ideologie dieses Regimes aus – und unterschätzt die reale Bedrohung, die davon ausgeht. Khamenei ist kein kühler Realpolitiker im westlichen Sinne. Er ist ein ideologischer Führer, der bereit ist, pragmatische Mittel zu nutzen – aber *immer im Dienste eines zutiefst religiös fundierten Revolutionsprojekts*.

Israel hat allen Grund, diesen Staat mit größter Skepsis zu beobachten – und auch entschieden zu handeln.
 
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Komme nicht mehr mit. Ist das jetzt xantosbezogene Satire?
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Dann könnten sie ja einfach mal für Schnauze halten mit "Death to Israel". Wenn sie das nicht tun, und aktiv über Jahrzehnte Terror gegen Israel unterstützen (allein dieRaketenlieferungen an die Hamas...), dann sollte man sich vielleicht nicht wundern, wenn das jemand ernst nimmt als Bedrohung.


Hier ging es aber um die Behauptung, der Iran würde eine Atomwaffe einsetzen, wenn er eine hätte. Diese Aussage ist entweder richtig oder falsch, aber "aber sie sagen es doch" ist dann wohl kein zielführendes Argument, weil das ja in der Kalkulation derjenigen, die das Gegenteil behaupten, durchaus eingepreist ist. Dass der Iran damit *droht* weiß jeder. Dass Drohungen aber nun mal eben keine echten Willensbekundungen sind, sondern einen innenpolitischen, instrumentellen Wert haben, ist ja auch nicht zu leugnen.


Belege für die recht wilde Behauptung, Ayatollah habe eine pragmatische und säkulare Weltsicht? Lese ich zum ersten Mal.

Selbst wenn man sagt: Der Iran will nur Großmacht sein - dann sind sie ja dafür offensichtlich bereit, massiv gegen Israel zu hetzen, Israelis zu ermorden, und massiv Ressourcen aufzuwenden, um die Todfeinde von Israel zu bewaffnen. Mit willkommener Inkaaufnahme des Mordes an Zivilisten, wie am 7. Oktober (der mutmaßlich von Iran abgesegnet war).

Selbst wenn man also den Einsatz einer iranischen Atombomben gegen Israel für unwahrscheinlich hält, dann ist Iran eine handfeste Bedrohung für und ein klarer Feind von Israel. Warum sollte Israel da zuschauen, wie sie sich eine Atombombe basteln? Mindestens gibt das dem Iran mehr Einfluss, und mehr Freiheit ungeniert Terroristen auszurüsten um israelische Zivilisten zu ermorden.

Wo ist da also die Erkenntnis, die dazu führen soll, dass Israel lieber friedlich zuschauen soll, wie der Iran die Atombombe baut?


Ich habe diese Woche beim Joggen sein neues Buch gehört, insofern kann ich dazu etwas sagen. Ich gehe mit, dass das, wie der Spiegel es abgedruckt hat (weiß nicht, wie genau er es gesagt hat) ein bisschen irreführend formuliert ist, aber was er meint (und das ist auch die zentrale These des Buchs) ist dass Khamenei eine säkulare *Außenpolitik* betreibt.
Die Kurzversion seiner Geschichte der Außenpolitik des Irans ist, dass nach der Revolution erst eine kurze chaotische Periode herrschte, in der Khomeini seine Macht gegen die anderen Gruppen konsolidiert hat, die Stützen der Revolution gegen den Shah waren (hauptsächlich linke Gruppen die an den Universitäten ihre Zentren hatten, Demokratieunterstützer und andere Kleriker). Das mündete dann in den Iran-Irak-Krieg, in dem die Außenpolitik religiös motiviert war, was unter anderem Khamenei auch unterstützt hatte. Damit ist der Iran aber heftig auf die Schnauze gefallen weil Khomeini und seine Gruppe die religiösen Zusammenhalt der Shia-Muslime (die ja im Irak auch die größte Gruppe bildeten) massiv über- und die Anziehungskraft für nationalistische Strömungen massiv unterschätzt haben, weshalb der Krieg viel länger geführt wurde und viel mehr Verluste gefordert hat, als für den Iran sinnvoll gewesen wäre (die Offensive des Iraks war spätestens 1982 abgewehrt, von da an dauerte der Krieg aber nochmal sechs Jahre und endete auch noch mit kleinen Gebietsverlusten, die der Irak erst wieder aufgeben musste als 1990 der Erste Golfkrieg begann). Unter Khamenei hat sich die Außenpolitik dann Zug um Zug von ihrer religiösen Komponente verabschiedet, weil das Regime erkannt hat dass sie als sinnstiftendes Element nicht funktioniert. Heute funktioniert der Appell des Irans an seine Bürger über Nationalismus so wie in vielen Regimen. Dass das Regime selbst natürlich weiterhin theokratisch ist (und natürlich keine säkulare Innenpolitik betreibt) verneint Nasr in dem Buch in keinster Weise, im Gegenteil.

Zu dem dritten und vierten Absatz siehe oben: Ob eine tatsächliche Bedrohung einen Präventivschlag rechtfertigen würde ist imo sicher diskutabel, war allerdings hier jetzt gar nicht das Thema.

Seitennotiz: Ich finde den Sprachgebrauch des Journalisten im Interview etwas merkwürdig
Beispiele:
  • Der Satz "Wie Ajatollah Ali Khamenei tragen auch Sie den Ehrentitel eines Sejjid, eines Nachkommen des Propheten." - Relevanz?
  • Wer nennt die Revolutionsgarden denn "Revolutionswächter"? Vielleicht einfach schlecht übersetzt - klingt aber etwas euphemistisch.
Habe da mal Gemini gefragt:


Nachtrag, Gemini zu dem Satz mit "säkular':


Na ja, ich kenne mich jetzt nicht wahnsinnig gut mit IB aus aber wenn ich es richtig sehe ist das einer der profiliertesten politikwissenschaftlichen Experten für den Iran, den es auf der Welt gibt. Dessen Aussage mit einem LLM überprüfen zu wollen, das letztendlich nichts anderes macht als gedankenloses predictive modelling dafür, was irgendwer anders im Internet zu dem Thema geschrieben hat, halte ich jetzt ehrlich gesagt für besonders zielführend. Die Antwort von Gemini bleibt auf dem Abstraktionsniveau von Platitüden, genau wie man es erwarten würde wenn man mutmaßlich hauptsächlich journalistische Texte durch einen Fleischwolf dreht. Auch wo "Wächter" jetzt "euphemistischer" sein soll als "Garde" sehe ich nicht unbedingt, zumal Wächter wohl die genauere Übersetzung wäre, wenn ich das richtig sehe. D
 

Shihatsu

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Einen copy-paste Automaten nach politischen Dingen fragen um das eigene Meinungsbild zu boosten ist halt die 2025er Variante des confirmation bias.
 
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Am Samstag habe ich an der Iran Demo in München teilgenommen. Presse schreibt 250'000 Leute. Vor Ort ist es schwer zu beurteilen, aber die Anzahl scheint mir plausibel. Was geradezu absurd scheint, wenn man es in Relation setzt zu den ~350'000 Iranern in Deutschland und ~1'000'000 Iranern in Europa

Hier was ich mitgenommen habe als einstimmige Meinung der Demonstranten:
- Ein militärisches Eingreifen von USA/Israel ist gewünscht bis sehnsüchtig erhofft
- Pahlavi soll der nächste Shah/König/Anführer sein. Teilweise voller Enthusiasmus, teilweise als Akzeptanz des kleinsten gemeinsamen Nenners.
- Nur noch eine Minderheit im Iran ist heute gläubig und auch diese Minderheit unterstützt die Regierung nicht mehr - Iran ist ein sakuläres Land das von einer muslimischen Terrororganisation kontrolliert wird.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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- Pahlavi soll der nächste Shah/König/Anführer sein. Teilweise voller Enthusiasmus, teilweise als Akzeptanz des kleinsten gemeinsamen Nenners.

Woran machst du das fest? An der Zahl der Plakate? Ich habe da jetzt persönlich keine Präferenz oder so, Hauptsache die Iraner werden dieses Regime irgendwie los ohne dass das Land im Chaos versinkt. Aber irgendwie erscheint es mir intuitiv nicht so richtig plausibel dass ein im Bevölkerungsdurchschnitt so junges Land den Sohn eines Herrschers zurück will, an den sich kaum noch jemand erinnert dort und dessen Vater praktisch keine Legitimität mehr hatte als er geflohen ist. Die Pahlavis waren ja keine alte Herrscherdynastie oder sowas, der Vater des letzten Shahs war ja selbst ein aus armen Verhältnissen stammender Militär, der sich zum Shah hat ausrufen lassen. Als Kristallisationspunkt vielleicht, weil das Regime mittlerweile so lange im Sattel ist dass die alten Funktionseliten alle nicht mehr leben, aber als Anführer? Fällt mir schwer zu glauben, aber vielleicht täusche ich mich.

€dit: Mir ist btw schon aufgefallen dass die mediale Berichterstattung über den Iran in Deutschland sich für mich ein bisschen wie Wunschdenken von den Kindern von Exiliranern anfühlt. Ich höre quasi seit ich alt genug bin um Zeitung zu lesen dass das Regime auf wackligen Beinen steht, aber so richtig sehe ich nicht worauf das beruht außer dass da Leute mit Bekannten im Iran telefoniert haben, die jetzt nicht unbedingt repräsentativ sein müssen. Ich glaube schon, dass die meisten Iraner das Regime lieber heute als morgen loswerden würden, aber ich bin mir nicht so sicher ob die Vorstellung davon, was man stattdessen bekommt, so positiv ist wie sie hier teilweise medial dargestellt wird.
 
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Woran machst du das fest? An der Zahl der Plakate?
  • Ja, Plakate - das war schon sehr dominant. Es gab Flaggen, Plakate von Opfern und Plakate von Pahlavi.
  • Pahlavi wurde frenetisch gefeiert als er auftrat. Die gesamte Menge schrie jâvid shâh - was jetzt auch die einzigen beiden Wörter sind, die ich auf Farsi sagen kann und bedeutet (Eternal be the Shah oder freier übersetzt: Long live the King).
  • Ich habe eine kleine Umfrage vor Ort gestartet und so ca. 15 Leute (ohne Plakate) gefragt. Alle waren der Meinung Pahlavi sei der einzige/beste Kandidat hinter dem sich jetzt alle versammeln müssen.
  • Ich habe dann auch noch gefragt, ob das auch im Iran selbst so gesehen wird und auch das wurde ausnahmslos bestätigt. Zwar von Exiliranern, aber mit engsten Kontakten nach Hause. Unter anderem auch von zweien, die erst im Dez/Jan mehrere Wochen vor Ort waren und auch dort demonstriert haben. Mit einer der beiden habe ich dann auch diskutiert, ob ihr Kreis Bekannter im Iran repräsentativ sei und sie meinte dann, in den Städten seien quasi alle gegen das Regime, selbst gläubige, da es ökonomisch so katastrophal läuft.
Das ist jetzt natürlich keine empirische repräsentative Umfrage, nur eine kleine Feldstudie, die ich hier teilen wollte.

Zur Frage warum alle für Pahlavi sind trage ich zusammen was ich an Argumenten gehört habe:
  • Alle Führungsfiguren des Widerstandes vor Ort wurden umgebracht - da ist einfach keiner mehr übrig
  • Pahlavi ist der einzige Exiliraner mit Bekanntheitsgrad
  • Pahlavi hat gesagt, dass er es nur transitorisch machen möchte und danach de facto eine Demokratie versprochen
  • Pahlavi hat auch gesagt, dass er seinen Lebensmittelpunkt in den USA sieht und langfristig wieder dorthin zurückkehren möchte, er würde sich nur vorübergehend bereitstellen dem Land zu dienen
  • Vergangene Widerstandsbewegungen wurden durch unterschiedliche Führungsansprüche unterlaufen. Wichtiger als wer das anführt ist, dass alle vereint sind, da alles besser ist als das was jetzt herrscht. Also müssen sich jetzt alle versammeln - egal hinter wem, Hauptsache einem
  • Die Lebensbedingungen unter dem Shah in den 70ern waren substantiell besser als heute
Disclaimer: das ist nicht meine Meinung, ich wiederhole nur Sachen, die ich vor Ort gehört habe. ich war aus persönlicher Motivation an der Demo - nicht aus politischer.
 

Scorn4

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Am Samstag habe ich an der Iran Demo in München teilgenommen. Presse schreibt 250'000 Leute. Vor Ort ist es schwer zu beurteilen, aber die Anzahl scheint mir plausibel. Was geradezu absurd scheint, wenn man es in Relation setzt zu den ~350'000 Iranern in Deutschland und ~1'000'000 Iranern in Europa

Hier was ich mitgenommen habe als einstimmige Meinung der Demonstranten:
- Ein militärisches Eingreifen von USA/Israel ist gewünscht bis sehnsüchtig erhofft
- Pahlavi soll der nächste Shah/König/Anführer sein. Teilweise voller Enthusiasmus, teilweise als Akzeptanz des kleinsten gemeinsamen Nenners.
- Nur noch eine Minderheit im Iran ist heute gläubig und auch diese Minderheit unterstützt die Regierung nicht mehr - Iran ist ein sakuläres Land das von einer muslimischen Terrororganisation kontrolliert wird.
Was du da mitbekommen hast, sind die Stimmen von Exiliranern, die vor der Revolution im Iran geflohen sind und Anhänger und/oder Teil des Pahlavi-Regimes gewesen sind.
Natürlich wollen die den Shah zurück. Deren Leben war gut unterm Shah. Diese Leute waren das Regime.
Das ist nicht repräsentativ für die Stimmung im Iran.
Schau dir mal an, wieviele Israel-Flaggen da auf deinen eigenen Bildern geschwungen werden, also von den ausdrücklichen Feindstaat des Iran.
Falls du nicht glaubst, dass die Zustimmung zu Israel im Iran selbst so groß ist wie auf deiner Demo - glaubst du es dann bzgl. Pahlavi? Und falls ja - warum?
 
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TealC hat nicht behauptet, dass die Leute im Iran diese Meinung teilen. Sondern nur, dass das das Stimmungsbild auf der Demo war.

Dass diese bzgl der Repräsentation der Stimmung im Iran befangen sein können bzw eben auch ein nicht repräsentatives Bild haben können, das hat er ja geschrieben.

Ich würde auch davon ausgehen, dass der Shah im Iran selbst deutlich weniger populär ist. Aber kann mir auch vorstellen, dass auch im Iran eine Mehrheit das als Übergangslösung OK fände. Eben auch mangels Alternativen.

Am Ende des Tages Spekulation, die nur relevant wird, wenn dass Regime fällt. Hoffen wir darauf.
 
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