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Euer maximaler Arbeitsweg

pinko

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Runterkommen ist schon ein Faktor, aber kurzer Arbeitsweg ist schon einfach geil. Hatte im im ersten Refjahr 5 Minuten zu Fuß. Das war extrem nice. Aber dafür war es halt am Ende der Welt. Größtes Feature des Ortes war, dass es 2 REWEs gab. Lel.
 

parats'

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Definiert mal bitte Runterkommen.
 
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man kann sich natürlich Mühe geben es schön zu reden. Also ich weiß, ob ich meine Serien/filme lieber zu Hause auf meinem 55 Oled mit Boxen gucken möchte oder auf nem <17 Zoll irgendwas mit Kopfhörern.

Das runter kommen Argument hab ich auch schon drölf mal gehört. Was hast du denn bitte für einen Stressigen Job und wen triffst du zu Hause an der dich vom runterkommen abhält.
und du redest dir dann die hohe Miete schön...wow. Du findest halt deine Lösung besonders geil und siehst alles andere als Ausreden.

Klar kann man auch hypothetisch zu Hause runter kommen, aber viele fangen dann halt direkt mit irgendwas an und nehmen sich die Zeit gar nicht. Da geht es weniger um den wen, sondern eher um das was.
 

Benrath

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Natürlich redet sich jeder seine Präferenzen schön, aber wir können es ja mal durchrechnen, wie viel mehr Miete ich als du zahle und wieviel mehr Zeit ich spare und dann geben wir der Zeit mal den Wert des Mindestlohns.

Ich mach mal ein Beispiel:
Mietdifferential 200€ pro Monate und Zeitdifferential 30 min.
Bei 20 Werktagen würde der Zeitgewinn schon in etwa 170€ entsprechen. Ich hoffe jedoch, dass du mehr pro Stunden verdienst.

Imho ist es gerade bei jungen Singles reine Trägheit.
 
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200€/Monat Miete...süß. Ich würd in der Nähe meiner Arbeit fast das doppelte an Miete zahlen vom aktuellen, mal von der Schwierigkeit dort überhaupt irgendeine Wohnung zu finden.
 
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man kann sich natürlich Mühe geben es schön zu reden. Also ich weiß, ob ich meine Serien/filme lieber zu Hause auf meinem 55 Oled mit Boxen gucken möchte oder auf nem <17 Zoll irgendwas mit Kopfhörern.

Das runter kommen Argument hab ich auch schon drölf mal gehört. Was hast du denn bitte für einen Stressigen Job und wen triffst du zu Hause an der dich vom runterkommen abhält.

menschen zu hause: frau, kind
job: mit anderen menschen, die einem z.t. auf den sack gehen

reicht das nicht? :ugly:
 

Benrath

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Mir gings darum, dass das bei Btah kein Grund ist.

Also k.a. wo Btah wohnt und wo er arbeitet, aber afaik im Raum Düsseldorf. Kannst ja mal grob was rauslassen. Sonst bleibt es weiterhin nur eine Beispielfallbetrachtung.

Es ging darum, ob man seine Pendlerzeit z.B. von einer Stunde auf eine halbe Stunde kürzen* könnte, wenn man umziehen würde. 200€ mehr Miete im Monat wäre der Betrag, wenn der Stundenlohn 8,50€ ist. Ich hoffe es ist mehr. Dann sind wir schnell bei 400€ oder 600€.
 
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Es ging darum, ob man seine Pendlerzeit z.B. von einer Stunde auf eine halbe Stunde kürzen* könnte, wenn man umziehen würde. 200€ mehr Miete im Monat wäre der Betrag, wenn der Stundenlohn 8,50€ ist. Ich hoffe es ist mehr. Dann sind wir schnell bei 400€ oder 600€.
Laut immowelt (1. Googletreffer), sind die Durchschnittsmieten in den Stadtteilen bei meiner Abreit um 70-110% höher als an meinem Wohnort für Wohnungen 40-60m².
Und wie kommst du auf die Idee 1 Stunde in der ich auch für mich selbst was mache mit einer Stunde Arbeit gleichzusetzen? Weiß ja nicht was du fürn Gammeljob hast...aber normalerweise besteht Arbeit irgendwie aus was anderem als Serien gucken.

Ist für dich dann eigentlich auch jeder "träge" der für sich selbst kocht, statt einfach jeden Tag zu bestellen...ist ja alles nur waste time :rolleyes:
 
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Mal ganz davon abgesehen, dass die Mieten auch rasant steigen würden, wenn alle Leute einfach zu ihrer Arbeitsstelle ziehen würden. Es ist ja nicht so, dass die meisten Städte einen großen Überschuss an zu vermietenden Wohnungen hätten, die nur auf Mieter warten. Wenn die ~60% der Leute, die im Moment zur Arbeit pendeln auch noch auf den Wohnungsmarkt drängen würden, würden die Mieten ein Niveau erreichen, das dazu führt, dass Leute rein aus finanziellen Gründen wieder pendeln müssen, die es sich vorher zumindestens hätten Leisten können an ihrer Arbeitsstelle zu wohnen, aber sich warum auch immer dagegen entschieden haben.

Für mich ist das ganze auch neben der Tatsache, dass ich nicht in eine Stadt ziehen möchte, eine finanzielle Sache. Ich könnte mir die Miete an meiner Arbeitsstelle leisten. Allerdings könnte ich für den Preis einer vergleichbaren Wohnung hier ein freistehendes Einfamilienhaus mit Garten abbezahlen (angenommene 3-3,5% Tilgung). Das sehe ich dann irgendwo nicht ein.
 
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Aktuell sind es bei mir je 20-25min Hin- und Rückweg mit dem Auto. Mit dem Fahrrad sind es 30min hin und ca 45-50min zurück (Höhenmeter sei dank). Ich geniesse jeden Tag den ich mit dem Rad zur Arbeit "darf". Die Fahrzeit mit dem Auto sehe ich eher als tote Zeit an und versuche sie mit Nötigem (Telefonate) oder Angenehmem (Podcast, Musik) aufzufüllen.
Manchmal geniesse ich auch einfach die Ruhe und nutze die Zeit um "Runterzukommen". Letzteres bedeutet für mich (Du hast gefragt, para), den Tag noch einmal durchzugehen, dabei Entscheidungen noch einmal zu überdenken und Dinge abzuhaken, die mich aus der Firma begleiten. Ich weiss nicht wie es euch geht, aber es gibt zwischendurch Tage, da hilft mir diese Reflexionszeit.

Ich hatte eine Zeit mit extrem viel Pendelzeit (Teilzeitstudium, interessanter Job, beides in ansehnlicher Distanz zum Lebensmittelpunkt. Distanz jedoch nicht gross genug um mich vom Pendeln abzuhalten) und auch Zeiten ohne Arbeitsweg. Zu viel Pendeln nervt gewaltig, mehr als 45min/Weg sollten es nach Möglichkeit nicht werden. Mit dem Auto eher weniger.
Mit ganz wenig Arbeitsweg kam ich damals auch nicht super zurecht. Job lief gut, nur leider hatte ich etwas Mühe mich abzugrenzen. Da war ich häufiger mitten in der Nacht noch kurz in der Werkstatt um eine Maschine umzurichten. Ich denke das hätte ich heute mit Familie etc. besser im Griff, verstehe aber alle, denen das Abgrenzen Mühe macht.

Heutzutage sollte eigentlich Arbeit unterwegs problemlos möglich sein. Ausgehend von einem einigermassen angenehmen "ÖV-Setting". Während meinem Studium (7+ Jahre) habe ich jeweils meine Mailkorrespondenz (geschäftlich und privat) im Zug erledigt. Füllt jemand seine Zeit im Zug damit aus? Wird das vom Arbeitgeber als Arbeitszeit angerechnet?
 

Benrath

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Laut immowelt (1. Googletreffer), sind die Durchschnittsmieten in den Stadtteilen bei meiner Abreit um 70-110% höher als an meinem Wohnort für Wohnungen 40-60m².
Und wie kommst du auf die Idee 1 Stunde in der ich auch für mich selbst was mache mit einer Stunde Arbeit gleichzusetzen? Weiß ja nicht was du fürn Gammeljob hast...aber normalerweise besteht Arbeit irgendwie aus was anderem als Serien gucken.

Bist du sicher, dass du die Prozente richtig ausrechnet hast? Wir wissen ja du hast es nicht so mit zahlen.

Ist jedes mal lustig wie sehr das die Stimmung aufheizt, weil doch sich bewusst für Ihre Wohnung so entschieden haben und man das nun verteidigen muss. Meine aktuelle Situation ist aktuell auch eher Glück, aber ich habe mich aktiv gegen Köln entschieden, um mein Pendeln im EW von >1h auf <0.2 Stunden zu drehen.

Ohne deine Situation zu kennen und deine Stadtteile macht die Diskussion wenig Sinn. Dann glaub halt weiterhin, dass du im ÖV so gut runterkommen kannst und dich dir selbst widmen kannst, obwohl du eigentlich eh nur ne Wohnung für dich alleine hast in der dich keiner stört. Wenn du acuh zu Hause nur Serien auf dem Laptop guckst, hast du vielleicht sogar einen Punkt.

Es geht hierbei nicht nur um dich. Die Zeit beim Pendeln ist in der Tat fast immer wasted time, die du sonst entspannter und besser zu Hause nutzen könntest. Muss ich jetzt Studien und Artikel raussuchen, die belegen welche dramtische schlechten Auswirkungen Pendeln >1 h hat?


Ist für dich dann eigentlich auch jeder "träge" der für sich selbst kocht, statt einfach jeden Tag zu bestellen...ist ja alles nur waste time :rolleyes:

Je nachdem könnte ich auch der Aussage zustimmen, wenn ich wüsste dass die Lieferung in der Tat so gut ist wie das was ich zu Hause mache etc.

Mal ganz davon abgesehen, dass die Mieten auch rasant steigen würden, wenn alle Leute einfach zu ihrer Arbeitsstelle ziehen würden. Es ist ja nicht so, dass die meisten Städte einen großen Überschuss an zu vermietenden Wohnungen hätten, die nur auf Mieter warten. Wenn die ~60% der Leute, die im Moment zur Arbeit pendeln auch noch auf den Wohnungsmarkt drängen würden, würden die Mieten ein Niveau erreichen, das dazu führt, dass Leute rein aus finanziellen Gründen wieder pendeln müssen, die es sich vorher zumindestens hätten Leisten können an ihrer Arbeitsstelle zu wohnen, aber sich warum auch immer dagegen entschieden haben.

Nochmal stellvertretend. Mir gehts nicht darum, dass jeder direkt an seine Arbeit zieht, sondern dass es viele Fälle gibt wo man durch einen Umzug schon bereits viel verbessern würde. Es gibt so viele Leute, die könnten z.B. einfach die Stadt wechseln, weil sie in z.B. Essen wohnen wollen aber in Duisburg arbeiten oder umgekehrt. Mir ist klar, dass nicht auf einmal jeder nach München oder Hamburg in die Innenstadt ziehen wird. Etwas mehr "Liquidität" auf dem Mietmarkt wäre wahrscheinlich nicht schlecht.*

Das andere ist in der Tat, um mich weiter unbeliebt zu machen, das wohnen JWD (am besten an drei Autobahnen), um dann mit Diesel jeden Tag XX km zur Arbeit zu brausen. Das ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll, leider wurde dafür nur viele Anreize gesetzt, dass ich die Leute individuell verstehe.


*Schön sind dann noch deutsche Eigenheiten mit der eigenen Küche, Waschmaschine etc, die auch zu mehr Trägheit führen.
 
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Bei Duisburg oder Essen bist du aber schon wieder bei der Alternative Stadt A oder Stadt B. Ist das wirklich so oft der Fall, dass Leute in einer Stadt wohnen und in der anderen arbeiten, also quasi zwischen zwei "Großstädten" pendeln?
Nimm doch mal Dorf X 40-50km außerhalb einer Stadt als Beispiel. Von da aus pendelt nahezu jeder zur Arbeit, weil die Arbeitsmarktsituation nun mal so ist. Die Leute würden also nicht von einer Stadt in die andere wechseln, sondern neu in ein Stadtgebiet umziehen müssen.

Die Lösung kann da eigentlich nicht Umziehen sein, um Fahrzeit zu sparen. Viel eher sollte man unnötige Fahrerei vermeiden, indem man Homeoffice zum Standard macht und Präsenz zur Ausnahme.
 
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Ich verstehe viele Gründe und Familie ist z.B einer, wenn zwei an unterschiedlichen Orten arbeiten oder man die Kinder nicht aus dem Umfeld ziehen möchte. Aber nehmen wir z.B. hier oben meinen Freund SFJunky, der sehenden Auges sich nach eigener Aussage irrational verhält, weil u.a. sein Frühstückskaffee in 10 min Entfernung ist....
Da ist jetzt was Missverstanden worden. Die 10 min zum Café habe ich an meinem aktuellen Wohnort, den ich so oder so verlassen werde. Die Frage war, ob ich in meine Traumstadt (zurück)ziehe und zum Arbeitsort pendel oder direkt zum Arbeitsort.

Habe mich aber nun doch entschieden, an den Arbeitsort zu ziehen. Ich bin halt einfach zu vernünftig für Quatsch. :deliver:
 
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Bist du sicher, dass du die Prozente richtig ausrechnet hast? Wir wissen ja du hast es nicht so mit zahlen.
Bist du sicher, dass du noch mit der Realität klar kommst? Ist jetzt keine krasse News, dass die Mieten in großen Teilen von Düsseldorf mittlerweile horend sind.


Ist jedes mal lustig wie sehr das die Stimmung aufheizt, weil doch sich bewusst für Ihre Wohnung so entschieden haben und man das nun verteidigen muss.
wie du sehr gut beweist :deliver:

Demnächst wird deine Rechnung natürlich noch schlechter, wenn dann 1 HO-Tag/Woche eingeführt wird. Denn ich spar dann immer noch genauso viel Miete wie vorher.

Wenn man das ganze übrigens als Job sehen will, würd ich eher von einem (komplett steuerfreien!) 450€-Job reden den ich zusätzlich hab. Da krieg ich dann ab nächsten Monat 14€-Nettostundenlohn für dumm rumsitzen und Serien gucken.
 

parats'

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Steuerfrei aber nur wenn keine weiteren ESt-pflichtigen Einkommen vorliegen. :troll:

Ich glaube aber, dass die Diskussion zu keinem Ziel kommen wird, weil für jeden andere Prioritäten liegen und Zeit bei nicht jedem der kostbarste Faktor ist.
 

Benrath

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Bei Duisburg oder Essen bist du aber schon wieder bei der Alternative Stadt A oder Stadt B. Ist das wirklich so oft der Fall, dass Leute in einer Stadt wohnen und in der anderen arbeiten, also quasi zwischen zwei "Großstädten" pendeln?
Nimm doch mal Dorf X 40-50km außerhalb einer Stadt als Beispiel. Von da aus pendelt nahezu jeder zur Arbeit, weil die Arbeitsmarktsituation nun mal so ist. Die Leute würden also nicht von einer Stadt in die andere wechseln, sondern neu in ein Stadtgebiet umziehen müssen.

Die Lösung kann da eigentlich nicht Umziehen sein, um Fahrzeit zu sparen. Viel eher sollte man unnötige Fahrerei vermeiden, indem man Homeoffice zum Standard macht und Präsenz zur Ausnahme.

Ich hab wohl auch keine Zahlen dazu, aber kenne aus meiner Nahfeldempirie einige Fälle, anscheinend wäre wir uns hier wohl näher, dass es Sinn machen würde dann umzuziehen? Wohlgemerkt mir gehts nicht um Fälle mit anderen guten Gründen (Familie etc.), die einen Umzug verhindern.

Der Dorf Fall ist imho eher die verfehlte Politik, das so stark zu fördern, weil es einfach ging mit den Autos. Langfristig und nachhaltig machbar ist es nicht, auch wenn tatsächlich Corona den positiven Nebeneffekt haben wird, dass HO verstärkt eine Option sein wird.

Bist du sicher, dass du noch mit der Realität klar kommst? Ist jetzt keine krasse News, dass die Mieten in großen Teilen von Düsseldorf mittlerweile horend sind.

Dann lass doch mal höre Haltestelle Abfahrt und Ziel und ich schau mir das mal für dich an...

Wenn man das ganze übrigens als Job sehen will, würd ich eher von einem (komplett steuerfreien!) 450€-Job reden den ich zusätzlich hab. Da krieg ich dann ab nächsten Monat 14€-Nettostundenlohn für dumm rumsitzen und Serien gucken.

°° du sollst das nicht als Job sehen, sondern deine Zeit mit Opportunitätskosten bemessen. Ein guter Anhaltspunkt wäre was du sonst so pro Stunde verdienst...just btah things.

Da ist jetzt was Missverstanden worden. Die 10 min zum Café habe ich an meinem aktuellen Wohnort, den ich so oder so verlassen werde. Die Frage war, ob ich in meine Traumstadt (zurück)ziehe und zum Arbeitsort pendel oder direkt zum Arbeitsort.

Habe mich aber nun doch entschieden, an den Arbeitsort zu ziehen. Ich bin halt einfach zu vernünftig für Quatsch. :deliver:

Richtig so !
 
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°° du sollst das nicht als Job sehen, sondern deine Zeit mit Opportunitätskosten bemessen. Ein guter Anhaltspunkt wäre was du sonst so pro Stunde verdienst...just btah things.
du magst ja jede Stunde deiner Freizeit in Arbeit umrechnen, ich tu das aber nicht.
 

Benrath

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Weder mache ich das noch habe ich das gesagt, aber du kannst ja gerne die Wohlfühldifferenz zwischen der Zeit im Bus und deiner Zeit zu Hause ausrechnen. Wenn die bei dir 0 ist, warum sitzt du dann nicht immer im Bus.
 
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Du willst mir am laufenden Band erzählen, dass ich meine Freizeitstunden in der Bahn in Stundenlohn von der Arbeit umrechnen soll. Opportunitätskosten von der Arbeit sind das jedenfalls nämlich nicht, denn mir entgeht keinerlei Arbeitszeit durch Pendeln, sondern höchstens Freizeit.
 
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Ist für dich dann eigentlich auch jeder "träge" der für sich selbst kocht, statt einfach jeden Tag zu bestellen...ist ja alles nur waste time :rolleyes:

da muss ich mal anknüpfen: ich sehe es tatsächlich nicht ein, 30+ min zu kochen und haufenweise geschirr schmutzig zu machen, was ich ein- und wieder ausräumen muss, wenn ich stattdessen auch was ähnliches bestellen oder fertig kaufen könnte, dafür ist mir meine zeit echt zu schade. das zünglein an der waage mag hier sein, dass ich auch nicht sonderlich gut kochen kann bzw. es nie groß gemacht oder versucht habe, aber was sowas angeht, empfände ich das für mich als waste time (unabhängig der kosten, aber rechnen wir 1h kochen in 1h stundenlohn um, den ich theoretisch fürs essen verballern könnte, macht es auch in dieser hinsicht durchaus sinn)
 

pinko

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Ich finde Kochen z.B. total entspannend. Musik oder Podcast an, Stunde rumschnibbeln, rühren und wasweißich, danach genießen.
Wobei ich mittlerweile auch halbwegs was zustandekriege, das war vor 15 Jahren noch ganz anders. :deliver:
 

parats'

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da muss ich mal anknüpfen: ich sehe es tatsächlich nicht ein, 30+ min zu kochen und haufenweise geschirr schmutzig zu machen, was ich ein- und wieder ausräumen muss, wenn ich stattdessen auch was ähnliches bestellen oder fertig kaufen könnte, dafür ist mir meine zeit echt zu schade. das zünglein an der waage mag hier sein, dass ich auch nicht sonderlich gut kochen kann bzw. es nie groß gemacht oder versucht habe, aber was sowas angeht, empfände ich das für mich als waste time (unabhängig der kosten, aber rechnen wir 1h kochen in 1h stundenlohn um, den ich theoretisch fürs essen verballern könnte, macht es auch in dieser hinsicht durchaus sinn)

Es kam ja original von Btah, aber der Vergleich hinkt ein wenig. Bei der Nahrungsaufnahme hast du ja noch die Wahl und kannst zwischen Scheiße und Nährstoffreich wählen. Beim Pendeln geht das idR. nicht. Du bist zwangsweise an deine Fortbewegung gebunden und hast keine Wahl, außer sowas wie HO ist eine Option.
 
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Naja es ging ja um die Wahl zwischen pendeln und nicht-pendeln aka zur Arbeit ziehen.
 

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Natürlich redet sich jeder seine Präferenzen schön, aber wir können es ja mal durchrechnen, wie viel mehr Miete ich als du zahle und wieviel mehr Zeit ich spare und dann geben wir der Zeit mal den Wert des Mindestlohns.

Ich mach mal ein Beispiel:
Mietdifferential 200€ pro Monate und Zeitdifferential 30 min.
Bei 20 Werktagen würde der Zeitgewinn schon in etwa 170€ entsprechen. Ich hoffe jedoch, dass du mehr pro Stunden verdienst.

Imho ist es gerade bei jungen Singles reine Trägheit.

so mal als nicht ökonom, verdienst du ständig etwas in deiner freizeit?
 

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Ich finde Kochen z.B. total entspannend. Musik oder Podcast an, Stunde rumschnibbeln, rühren und wasweißich, danach genießen.
Wobei ich mittlerweile auch halbwegs was zustandekriege, das war vor 15 Jahren noch ganz anders. :deliver:
dito. esse zwar auch gerne mal bestellten krempel, nudeln mit zeug oder brot, aber richtig kochen schockt schon ziemlich.
ist wie mit vielen dingen im leben. mancher liebt sie und mancher hasst sie.
zum glück leben wir ja in einer gesellschaft in der viele die freiheit haben ihr leben zu großen teilen ihren wünschen entsprechend gestalten zu können.

nach den beweggründen zu fragen ist ja deswegen auch interessant, missionierend und erklärbärend durch den thread zu steppen und anderen ihr zeitmanagement durchoptimieren zu wollen ist halt eher quark meiner meinung nach.
 

Benrath

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so mal als nicht ökonom, verdienst du ständig etwas in deiner freizeit?

Also auch noch mal für den letzten Deppen. Der Tag hat 24 Stunden, die du in der Regel zwischen Freizeit und Arbeit aufteilst.
Wenn du also beim Pendeln Zeit verlierst, hättest du stattdessen arbeiten können oder Freizeit genießen. Wenn du wie Btah pendeln als Freizeit betrachtest, ist natürlich alles easy, weil du die Zeit wohl kaum besser verbringen kannst.

Wenn du den Trade off zwischen Umziehen und Reduktion deiner Pendelzeit bestimmen möchtest, bietet es sich wohl an die Pendelzeit mit deinem Stundenlohn zu berechnen. Das Argument kam ja auf, dass man mehr Pendelzeit in Kauf nimmt, weil man weniger Miete zahlt.

Wie sonst kannst du natürlich auch gerne das Delta zwischen deinem Nutzen zwischen langem Pendeln und nicht umziehen und kurzem Pendeln und Umziehen ausrechnen, wenn dir das lieber ist.
 

FORYOUITERRA

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aber wenn arbeitszeit soviel wert ist, warum wähle ich dann nicht einfach einen arbeisplatz, der mir mehr geld in gleicher zeit einbringt? dann könnte ich dadurch ja auch mehr pendelzeit ausgleichen.
 
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Ich verstehe jetzt nicht ganz, was an Benraths Ausführungen so besonders ist, das ist imo gesunder Menschenverstand. Die Rechnung ist auch nicht so schwer: Rechne deine Pendelzeit mit in die Arbeitszeit, aber unbezahlt. Bei 1 Std. Pendelzeit pro Richtung arbeitest du quasi 2 Std. umsonst pro Tag. Das ist nämlich keine Freizeit, auch wenn ich in der Zeit auf dem Handy Serien gucke. Ich hab keine große Auswahl, ich kann alternativ höchstens was lesen. Aber wenn ich jetzt lieber ne Runde zum Sport gehen würde, was kochen, Freunde treffen usw..., dann kann ich das nicht machen. Und alles, was ich in der Pendelzeit tun kann, könnte ich auch in kompletter Freizeit tun.

Ich bin 2 Jahre von Aachen nach Köln gependelt und hab versucht mir die Zeit so optimal wie möglich zu gestalten: Lehrbücher lesen, Telefonieren mit Familie/Freunden, Hörbücher hören usw usf. Hat in der Regel auch funktioniert, aber es ist halt trotzdem so ein großes Frustpotenzial:
1. Was ist, wenn was beim pendeln passiert (Zugausfall, Stau, Sperrungen, usw.)?
2. Die tägliche Zeit, die man gebunden ist, raus aus Haus bis rein ins Haus, steigt um 2 Stunden, egal wie man es dreht und wendet. Das steigert die Erschöpfung und bindet einen auch zusätzlich, was Termine mit Freunden/Familie angeht.

Nach 2 Jahren war ich heilfroh, nach Köln umzuziehen. Die Menschen sind natürlich unterschiedlich, aber nach meinem Stand gibt es genügend Studien, die eine Korrelation zwischen Frust und Länge der Pendelstrecke festgestellt haben.
 
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.
Wenn du also beim Pendeln Zeit verlierst, hättest du stattdessen arbeiten können oder Freizeit genießen.
Das beantwortet zumindest die Frage, ob deine Gedanken noch was mit der Realität zu tun haben.
Klar alle Pendler arbeiten nur Teilzeit und würden sonst mehr arbeiten, wenn sie weniger pendeln würden...just Benrath things :rofl2:
 

Benrath

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Das beantwortet zumindest die Frage, ob deine Gedanken noch was mit der Realität zu tun haben.
Klar alle Pendler arbeiten nur Teilzeit und würden sonst mehr arbeiten, wenn sie weniger pendeln würden...just Benrath things :rofl2:

Ja genauso hatte ich das gemeint und nicht etwa so wie ticor und jeder andere es verstande hatte, dass du einfach 2h unbezahlt arbeitest. Aber du lebst eh in deiner eigenen kleinen Welt, das wissen wir.

Wie gesagt gib doch mal ein bisschen Informationen raus? Du hälst ja immer bei allem hinter dem Berg vor. Eventuell ist bei dir tatsächlich optimal jwd in einem Loch zu wohnen, weil du dir sonst nicht leisten kannst...
 
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Jetzt kannst du natürlich mit irgendwelchen Stundenlöhnen kommen, aber Fakt ist: wenn man für eine nähere Wohnung mehr Miete zahlen muss, hat man unterm Strich weniger Geld (außer natürlich man hat die Möglichkeit, sich Überstunden auszahlen zu lassen. Hat aber nicht jeder).
Dann muss halt jeder selbst entscheiden, ob einem Kohle oder Zeit wichtiger ist. Was wahrscheinlich auch stark vom eigenen Lohnniveau abhängig ist.

Edit: und ein Umzug kostet auch Geld. Als Beamter ist das natürlich kein Thema, da 4ever am selben Schreibtisch. Das andere Extrem wäre jemand, der alle 2-3 Jahre nen neuen Job hat. Dann jedes Mal umziehen?
Vom sozialen Umfeld haben wir da noch gar nicht angefangen.
 
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parats'

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Stimmt, das war der Ausgangspunkt, war irgendwie beim reinen Pendeln und den Opportunitätskosten hängen geblieben. Mea culpa. ;/
 

FORYOUITERRA

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Ja genauso hatte ich das gemeint und nicht etwa so wie ticor und jeder andere es verstande hatte, dass du einfach 2h unbezahlt arbeitest. Aber du lebst eh in deiner eigenen kleinen Welt, das wissen wir.

Wie gesagt gib doch mal ein bisschen Informationen raus? Du hälst ja immer bei allem hinter dem Berg vor. Eventuell ist bei dir tatsächlich optimal jwd in einem Loch zu wohnen, weil du dir sonst nicht leisten kannst...

sobald du halt mit opportunitätskosten anfängst, heißt die rechnung ganz einfach, dass man freizeit 1:1 zu arbeitszeit umwandeln kann (und will). indoktriniertes grundstudiumskonzept.
 
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Das ist nämlich keine Freizeit, auch wenn ich in der Zeit auf dem Handy Serien gucke. Ich hab keine große Auswahl, ich kann alternativ höchstens was lesen. Aber wenn ich jetzt lieber ne Runde zum Sport gehen würde, was kochen, Freunde treffen usw..., dann kann ich das nicht machen. Und alles, was ich in der Pendelzeit tun kann, könnte ich auch in kompletter Freizeit tun.
Ich will hierauf nochmal eingehen. Du hast natürlich völlig Recht damit, dass man während des Pendelns nicht alles tun kann, das hat aber auch nie wer behauptet. Nur tust du am Ende so als wäre es das komplette Gegenteil und man könnte nichts währenddessen machen und bist damit dann natürlich bei Benraths "waste time". *

Klar kann man jetzt keinen objektiven Faktor festlegen bei welchen Pendelbedingungen eine Stunde welchen Wert hat, da das natürlich jeder anders sieht. Deswegen hab ich es ja auch andersherum aufgezogen und habe von der Ersparnis aus gerechnet. Denn letztlich pendel ich ja nicht wegen der Arbeit, sondern weil ich kein Bock hab die horenden Mieten vor Ort zu bezahlen. Damit ist halt die Mietersparnis der Ausgangspunkt und dann komm ich halt bei der Frage raus, ob es mir das Wert ist für 14€/Stunde auf sitzen und Handy festgelegt zu sein. Für mich ist die Antwort dann eben ein klares ja, aber das muss halt jeder für sich selbst wissen.

*Dein Modell für die Berechnung von waste time ist dann zumindest deutlich solider.
 
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Noch mal so als allgemeiner Einwurf, ich hoffe es bringt die Diskussion minimal voran:

Denkt die Sache einfach mal von allen Seiten durch. Letzten Endes habt ihr die Wahl des Arbeitsortes und des Wohnortes. Hindernisse können lange Pendelzeiten und hohe Mieten sein. Je nach Ausbildung und Branche seid ihr flexibel oder halt auch nicht. Am Ende gewinnt halt immer das beste Paket (hoffentlich, wenn man es ganz rational angeht).

Ihr könnt einen schlechter bezahlten Job auf dem Land haben, oder einen besseren in der Stadt (vereinfacht). Oder euer Einkommen optimieren, indem ihr günstig auf dem Land lebt und in die Stadt pendelt. Oder eben mehr Fokus Freizeit habt und in der Stadt arbeitet und lebt (zu entsprechenden Preisen).

Ab einem gewissen Einkommensniveau sind dann meistens auch viele Überstunden zu leisten und wer schon 50+ Stunden arbeitet, hat einfach nicht mehr viel Lust / Zeit, dann auch noch weitere 2-3 Stunden pro Tag mit Pendeln zu verbringen.

Ich persönlich kann pendeln überhaupt nicht ab und würde daher immer Geld in die Hand nehmen, um die "verlorene" Zeit einzusparen. Überlastete ÖV und vollgestopfte Innenstädte / Autobahnen sind einfach nicht meine Entspannungsoase, das verursacht bei mir zusätzlichen Stress und unterscheidet sich nicht grundlegend von Arbeitszeit für mich.
Ich kann aber verstehen, wenn für jemanden individuell die Pendelei aufgeht.

€: Bitte versteht Benraths Beitrag doch zumindest so, dass ihr eure Zeit monetarisieren könntet, wenn ihr denn wolltet (spätestens durch einen Jobwechsel). Letztlich heißt Opportunitätskosten ja nichts anderes.
 
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Denkt die Sache einfach mal von allen Seiten durch. Letzten Endes habt ihr die Wahl des Arbeitsortes und des Wohnortes. Hindernisse können lange Pendelzeiten und hohe Mieten sein. Je nach Ausbildung und Branche seid ihr flexibel oder halt auch nicht. Am Ende gewinnt halt immer das beste Paket (hoffentlich, wenn man es ganz rational angeht).
Ich stimme deinem Post grundsätzlich zu, aber das hat eher selten was mit Rationalität zu tun imo. Irrational ist man nur, wenn man die Argumente nicht auf den Tisch bringt. Aber der Unterschied in den individuellen Entwürfen liegt ja (normalerweise) nicht daran, dass der eine rationaler als der andere entscheidet, sondern weil man nach seinen Präferenzen gewichtet - und das ist imo emotional bestimmt.
Niemand entscheidet rein rational, weil erst die eigenen Emotionen die Gewichtung der Argumente bestimmen.
 
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Ist wie alles ein sehr individuelles Ding behaupte ich mal, also muss das jeder für sich abwägen. Ich für meinen Teil betrachte den Arbeitsweg auch als „verlorene“ Zeit. Seit ich eben diesen mit dem Fahrrad hinter mich bringen kann (Hin und Zurück verbrauchen zusammen in der Regel maximal 30 Minuten), ist das so gerade ok. Bisschen Bewegung und frische Luft, weniger Generve als ÖPNV und quasi kaum Kosten dafür. Muss halt sein, aber geht. Ehrlich gesagt wären mir zwar Home Office und null Minuten Arbeitsweg lieber, aber das ist ausgeschlossen. Sowas wie früher mit 30-50 Minuten Fahrt pro Strecke (plus dabei aufs Auto angewiesen sein) würde ich selbst mir aber nie wieder geben. Ums Verrecken nicht, da könnte kein realistischer Verdienst hoch genug sein für :deliver:
 

Benrath

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Ich stimme deinem Post grundsätzlich zu, aber das hat eher selten was mit Rationalität zu tun imo. Irrational ist man nur, wenn man die Argumente nicht auf den Tisch bringt. Aber der Unterschied in den individuellen Entwürfen liegt ja (normalerweise) nicht daran, dass der eine rationaler als der andere entscheidet, sondern weil man nach seinen Präferenzen gewichtet - und das ist imo emotional bestimmt.
Niemand entscheidet rein rational, weil erst die eigenen Emotionen die Gewichtung der Argumente bestimmen.

Für mich kommt das Irationale nur durch den Zeithorizont zu Stande, bei dem die gegenwärtigen hohen Kosten schmerzhafter erscheinen als die aufsummierten zukünftigen Kosten des Status Quos.

Jeder kann andere Präferenzen haben und deswegen würde ich auch nie was sagen, wenn man wegen Kindern etc. längere Pendelzeiten auf sich nimmt. Auch sonst kann jeder machen was er will, ich finds nur komisch.

Vor allem ist das ja ein gängiges Problem im Alltag mit der Prokrastination, wogegen niemand immun ist. Jobwechsel, Wohnortwechsel, Irgendwaswechsel alles wird lieber aufgeschoben als gleich anzugehen, auch wenn man objektiv betrachtet eigentlich lieber früher als später etwas ändern würde.
 

pinko

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Ja, es ist sehr individuell. Da ich mittlerweile alle Extreme durch hab (s.o.), kann ich für mich sagen, dass für mich die Grenze bei ca. 30 Minuten einfach liegt.

@Aufschieben: Das mache ich in anderen Bereich gern mal, aber im Beruf hatte ich nie die Option. Als es darum ging, ob ich die Planstelle annehme, hatte ich exakt 15 Minuten Zeit. :deliver: Bereue aber nichts.
 
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Ich stimme deinem Post grundsätzlich zu, aber das hat eher selten was mit Rationalität zu tun imo. Irrational ist man nur, wenn man die Argumente nicht auf den Tisch bringt. Aber der Unterschied in den individuellen Entwürfen liegt ja (normalerweise) nicht daran, dass der eine rationaler als der andere entscheidet, sondern weil man nach seinen Präferenzen gewichtet - und das ist imo emotional bestimmt.
Niemand entscheidet rein rational, weil erst die eigenen Emotionen die Gewichtung der Argumente bestimmen.

Ich muss hier glaube ich mal einen Zahn ziehen. Wir benötigen Emotionen, um einen Entscheidung zu treffen. Gab mal die Anekdote eines Kranken, der seine emotionalen Bereiche nicht mehr ansprechen konnte und daher Stunden damit zubrachte, ob er einen roten oder blauen Stift zum schreiben verwenden sollte. Wenn Entscheidungen zu komplex sind, ersetzen wir "ich denke über" durch "was fühle ich bei" Umstand xyz.

Gerade weil wir die Emotion für die finale Bewertung brauchen, steht hier am Ende oft eine subjektive und keine rationale Entscheidung. Wir bewerten z.B. Dinge, die wir besitzen (oder zu besitzen glauben, wie Wohnungen) grundsätzlich höher wie Dinge, die wir noch nicht besitzen. Ist der Hauptgrund, warum man um Versteigerungen einen großen Bogen machen sollte (wer ein mal das Höchstgebot abgegeben hat, fühlt sich bereits als Besitzer).

Über die Irrungen und Abkürzungen des Gehirns und die daraus resultierenden Fehlannahmen gibts ein gutes Buch:
Thinking fast and slow (von Daniel Kahnemann). Der wirtschaftlich verwendbare Teil (Kaufentscheidungen usw.) bekam den Wirtschaftsnobelpreis (Verhaltensökonomie), obwohl er eigentlich Psychologe ist.

Man ist irrational, wenn man trotz objektiv deutlich abweichender Sachelage für oder gegen etwas entscheidet. Und genau so entstehen Dinge wie 3 Stunden pendeln, um 100 € Miete zu sparen und Jobs mit 200 Brutto mehr im Monat für 1000 Überstunden im Jahr. Wir entscheiden emotional und geben den Dingen dann Gründe. Das ist etwas anderes wie rationales Abwägen und bei Gleichstand durch Emotionen dann ein Setup etwas höher zu bewerten.
Also ja, Menschen entscheiden aufgrund von Emotionen vollkommenen Schwachsinn, müssen es aber nicht tun (man kann bewusst die rationale und sachliche Ebene ansprechen für Entscheidungen). Somit entscheiden manche deutlich rationaler wie andere.
 
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