Ihr zwei Berts, mir geht es nicht um den 7. Oktober per se.
Dürfen Palästinenser aus Gaza und/oder der Westbank allgemein israelische Soldaten angreifen?
Ich verstehe immer noch nicht, auf was du überhaupt rauswillst? Was genau ist der Punkt der Frage? Augenscheinlich ist dahinter irgendeine Motivation, die du nicht verbalisierst. Dass der Amerikaner zwar den Genozid anprangert, aber die Außenpolitik nicht anpassen mag, wenn der Auslöser deiner Fragenkette immer noch der Post ist?
Meine Ansicht von vor ca. einem Jahr hat sich wenig bis nicht geändert: Wer da wen angreifen "darf", oder welche Einstellungen, Aussagen, politische Maßnahmen, Menschen- oder sonstige Gruppen, Ziele, Vorfälle oder sonstwas "gerechtfertigt" waren, kann ich nicht beurteilen und maße mir das auch nicht an. Sehr starke Vorfälle ausgenommen, siehe 7. Oktober, das war reine Barbarei und Terror. Analog dazu ist das Vorgehen Israels ein Genozid, bei dem es sich auch nicht lohnt zu definieren "ab wann" die Grenze jenseits der Verteidigung überschritten wurde - sie wurde überschritten.
Ich verstehe die Historie viel zu wenig, als das sich mehr als ein schwammiges Bild ergibt, in dem keine Seite (größere Akteursgruppe) gut wegkommt, weder Israel, Hamas, Anrainerparteien, der "Westen" oder noch sonstwer. Über die Bevölkerung ("normale" Menschen) und deren Einstellung kann ich nur raten, kann einen gegenseitigen Hass, Ernüchterung und Verzweiflung nachvollziehen. Die gesamte Lage ist viel zu kompliziert, als das ich sie verstünde, noch ist mein Interesse an "wer hat Schuld" oder "wer hat moralische / historische Anrechte" eher gering. Ich verstehe, dass der Kessel da unten ein chaotisches Grauen ist, für das es keine sinnvolle Lösung zu geben scheint. Sehr viel weiter treibst du mich mit den Fragen nicht, du wirst keine Antwort erhalten - ich kann hier aus dem friedlichen Elfenbeinturm natürlich sagen, dass Gewalt nie zielführend ist, nur bringt's nichts und geht ab einem gewissen Punkt an der Realität vorbei. Abgesehen davon ist deine Frage so willkürlich formuliert, dass man annehmen müsste, es gäbe darauf überhaupt eine klare, objektive oder zumindest moralisch rechtfertigbare Antwort. Nein, gibt's nicht.