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Snooker WM2020

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  • Erstellt am

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
SI9JTI1.png


Start: 31.07.2020 (Hauptrunde)
Qualifier: 21.07.2020 (Ro144)


Ergebnisse:

1. Trump 10 - 8 Ford
2. Bingtao vs. Slessor
3. Maguire vs. Gould
4. Wilson vs. Hamilton (Walk Over, Hamilton ist krank)
5. Higgins 10 - 5 Stevens
6. Gibert 8 - 10 Maflin
7. Lisowski vs. McGill
8. Allen vs. Clarke
9. M. J. Williams 10 - 5 McManus
10. Bingham 10 - 7 Carty
11. Junhui 10 - 9 King
12. o'Sullivan 10 - 1 Un-Nooh
13. Selby vs. Brown
14. Murphy vs. Saengkham
15. Hawkins vs. Ursenbacher
16. N. Robertson 10 - 5 Wenbo


Qualifier

Gruppe Q1
Perry (32), Pengfei (32), Clarke, Mann, Davison, Kleckers, S. Wilson

Gruppe Q2
Vafei (32), Day (32), Brown, Castle, McLeod, Steadman, Pinches, Young

Gruppe Q3
Carrington (32), Ford (32), Honghao, P. Lines, Benzey, O. Lines, Greene, Ochoiski

Gruppe Q4
King (32), Holt (32), Doherty, Patrick, Maddocks, Burns, Leong, Boiko

Gruppe Q5
Dott (32), Wakelin (32), Grace, Miah, Nüßle, Gould, Amiri, Akbar

Gruppe Q6
Stevens (32), Walden (32), Astley, Figueiredo, Preece, Joyce, Lichtenberg, Duffy

Gruppe Q7
McGill (32), Davis (32), J. Jones, Sargeant, Nicholson, Baird, Cahill, Mertens

Gruppe Q8
Ning (32), Un-Nooh (32), Highfield, Borg, Whelan, Dale, Zhengyi, Emery

Gruppe Q9
G. Wilson (32), Wells (32), Ursenbacher, Feilong, Hill, Higginson, Parsons, Staniland

Gruppe Q10
O'Donell (32), Woollaston (32), Dunn, Fillipiak, Pagett, Slessor, Lilley, Kowalski

Gruppe Q11
Saengkham (32), Haotian (32), M. White, O'Neill, Brown, Bond, Sharav, Womersley

Gruppe Q12
Hamilton (32), Donaldson (32), Craigie, Hicks, Evans, Chandler, Page, Ross

Gruppe Q13
J. Robertson (32), Milkins (32), Carty, Jiahui Mui, Georgiou, J. White, Kakovskiy

Gruppe Q14
Selt (32), Maflin (32), Walker, Vahedi, Taylor, O'Connor, D. Jones, Keogan

Gruppe Q15
Brecel (32), Wenbo (32), O'Brien, Lawler, Bulman, Burden, Stefanow, Rees

Gruppe Q16
McManus (32), Carter (32), R. Williams, Hugill, Yize, Heathcote, Hirani, Hull
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Weniger als 24 Stunden: Die World Championship Qualifiers finden ab Dienstag, den 21. Juli, mit mehr als zwei Monaten Verspätung in Sheffield statt. Die 'besten' 128 Spieler außerhalb der Top16 treten an, um einen der begehrten Plätze in den Hauptrunden zu erreichen. Die Gruppen in der Übersicht:



Gruppe Q1

Perry (32), Pengfei (32), Clarke, Mann, Davison, Kleckers, S. Wilson

Eindeutiger Favorit der Gruppe ist Joe Perry, schon allein aufgrund seiner Erfahrung sollte er den anderen haushoch überlegen sein. Ansonsten nennenswert ist Lukas Kleckers, der ab der nächsten Saison wieder offiziell als Profi gelistet sein wird. Er erreichte diesen Status, nachdem er in der "Challenge Tour" den ersten Platz des Amateurrankings belegte.


Gruppe Q2

Vafei (32), Day (32), Brown, Castle, McLeod, Steadman, Pinches, Young

In der zweiten Gruppe sieht es nach einem Platz für Ryan Day aus, der nach zwei eher mageren Jahren knapp aus der Top16 gerutscht ist. Allein der Iraner Vafei könnte ihm gefährlich werden, der Rest der Liste spielt seit längerem zu unkonstant.



Gruppe Q3

Carrington (32), Ford (32), Honghao, P. Lines, Benzey, O. Lines, Greene, Ochoiski

Die dritte Gruppe rund um Carrington, Ford und Honghao ist deutlich interessanter, jeder der drei könnte den Platz schaffen. Theoretisch sollte der gesetzte Tom Ford die besten Chancen haben, in der Praxis bricht er aber häufiger ein.


Gruppe Q4

King (32), Holt (32), Doherty, Patrick, Maddocks, Burns, Leong, Boiko

Auch die vierte Gruppe hat mehr Potential für Drama: Mit King, Holt und Doherty ist wieder ein Trio vertreten, dass in den letzten beiden Jahren sehr solide Ergebnisse erzielt hat. Hinzu kommen mit Patrick und Burns zwei sehr starke Spieler aus den hinteren Reihen, die für eine Überraschung gut sein können. Allein die Resultate fehlen in den letzten Monaten.


Gruppe Q5
Dott (32), Wakelin (32), Grace, Miah, Nüßle, Gould, Amiri, Akbar

Nüßle, der einzige Österreicher, Amiri und Akbar sind weit ab vom Rest der Gruppe. Dennoch sind mit Grace und Wakelin zwei sehr erfahrene Spieler vertreten, die auch in Grinds sehr starke Spieler ausschalten können. Die Nase vorne sollte Graeham Dott haben, der seit Jahren selten gegen niedrige Ränge verliert und somit zum Establishment gehört. Fraglich ist, wie die Situation ausgeht, sollte Martin Gould aus dem Nichts zu seinem Spitzenspiel zurückfinden - das Können hat er.

Gruppe Q6

Stevens (32), Walden (32), Astley, Figueiredo, Preece, Joyce, Lichtenberg, Duffy

Eine weniger spannende Gruppe, Stevens und Walden spielen solide und kämpfen sich langsam wieder in die Richtung der Top32 zurück. Einer von denen wird es werden, wahrscheinlich eher Stevens.


Gruppe Q7

McGill (32), Davis (32), J. Jones, Sargeant, Nicholson, Baird, Cahill, Mertens

Und noch eine wenig spektakuläre Gruppe, aus der irgendwer weiter komme wird und sich freuen darf, wenn er das Achtelfinale erreichen könnte. McGill ist ein Grinder, der lange Zeit von seiner Top16-Platzierung profitierte. Mark Davis spielt extrem gut, aber nie gut genug, um zur wirklichen Elite zu gehören. Spannend ist am ehesten James Cahill, der letztes Jahr als erster Amateur bis in die Runde der letzten 32 kam - und dort Ronnie o'Sullivan persönlich demontierte. Ich drücke die Daumen, auch wenn die Saison des neuen Profis eher mager aussieht.


Gruppe Q8
Ning (32), Un-Nooh (32), Highfield, Borg, Whelan, Dale, Zhengyi, Emery

Ein Chinese, Highfield und Un-Nooh, abgerundet durch Dale und vier eher unbekannte Spieler. Theoretisch sollte es ein Zweikampf zwischen Dale und Un-Nooh werden, aber Dale hat schon länger nicht mehr sein auf früherem Niveau gespielt. Easy für Un-Nooh. (wahrscheinlich gewinnt der Chinese trotzdem)


Gruppe Q9

G. Wilson (32), Wells (32), Ursenbacher, Feilong, Hill, Higginson, Parsons, Saniland

Über die Gruppe muss man wenig sagen, Gary wilson ist ein Spieler, der seit knapp zwei Jahren konstant an der Top16 Position knabbert und immer mehr Erfahrung in den Endrunden sammelt. Schade, denn Wells ist ein sehr gutes Talent, das auch gerade besser wird.


Gruppe Q10

O'Donell (32), Woollaston (32), Dunn, Fillipiak, Pagett, Slessor, Lilley, Kowalski

Die Gruppe der Uninteressanten, ein Duell zwischen O'Donell und Woollaston. Allein Slessor hat Anwandlungen von Genie, aber leider viel, viel zu selten.


Gruppe Q11

Saengkham (32), Haotian (32), M. White, O'Neill, Brown, Bond, Sharav, Womersley

Zwei Asianten als Gesetzte machen die Gruppe wenig spannend, irgendwer von denen wird es drehen. Michael White, obwohl viel Erfahrung und mehrfache Titelgewinne, wird weiter in Richtung Amateur abdriften, viel fehlt nicht mehr. Nigel Bond könnte noch für den ein- oder anderen Eklat sorgen, aus unerfindlichen Gründen zieht er ab und zu wirklich starke Spieler ab und erinnert an die 80er.


Gruppe Q12

Hamilton (32), Donaldson (32), Craigie, Hicks, Evans, Chandler, Page, Ross

Eine Gruppe mit viel Erfahrung (Hamilton, Hicks) und viel jungen Talenten - Donaldson sollte das machen. Anscheinend hat er gelernt, dass man durchaus längerfristig auf einem Niveau spielen kann.


Gruppe Q13

J. Robertson (32), Milkins (32), Carty, Jiahui Mui, Georgiou, J. White, Kakovskiy

Jimmy Robertson sollte das Ding holen, Milkins dürfte auf langer Strecke nicht genug Aufwind haben. Mit Carty hat die Gruppe einen interessanten Nachwuchsspieler. Außerdem ist hier Jimmy White, Jimmy ist immer gut.


Gruppe Q14

Selt (32), Maflin (32), Walker, Vahedi, Taylor, O'Connor, D. Jones, Keogan

Die erste Frage war, warum Selt überhaupt noch gesetzt ist, der war doch eingebrochen? Maflin sollte das machen, ob des schwachen restlichen Feldes.

Gruppe Q15

Brecel (32), Wenbo (32), O'Brien, Lawler, Bulman, Burden, Stefanow, Rees

Eine absolut dreiste Seeding-Regelung: Wenbo und Brecel sind in etwa gleich stark und könnte auch das Finale einer Tour sein. Wird definitiv sehr sehenswert, außer Lawler oder o'Brien grätschen mit dem oldie-Bonus jemand weg.


Gruppe Q16

McManus (32), Carter (32), R. Williams, Hugill, Yize, Heathcote, Hirani, Hull

Muss man auch nicht viel sagen, Allister Carter sollte (HOFFENTLICH) jeden vom Tisch rasieren. McManus kann wohl kämpfen, aber für das Kaliber Carter braucht es normal deutlich mehr. Gegen Ende der Saison zumindest. Der Captain ist der Sieger der Herzen.

Hauptrunde:

Allister Carter, Luca Brecel, Liang Wenbo, Ryan Day und Joe Perry (evtl. Dott) gehören in das Crucible - über den Rest lässt sich streiten. In anderen Worten, vom Rest erwarte ich mir in erster Linie Kanonenfutter, v.a. im Kontext der eher schwierigen Trainingssituation.

Die Qualifier werden übrigens übertragen:
https://wst.tv/how-to-watch-the-qualifying-rounds/

Eurosport (omfg)
und angeblich auch Matchroom, aber zweifelhaft in Deutschland. Scheiß Eurosport.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Saison 19/20

Corona hat stark gewütet, aber auch vorher fühlte sich die Saison etwas antiklimatisch an. Es mag an mir liegen, aber Barry Hearns Politik der vielen Turniere zeigt langsam, aber sicher einen Effekt: Übermüdung. Häufig waren Turniere von eher mageren Erstrunden (Grinds) gezeichnet, wobei auch im späteren Verlauf viele Kracher fehlten. Vielmehr wurden die meisten Turniere auf einer B-Form gewonnen, oder von ein- oder zwei Spielern mit kurzfristiger Höhe dominiert. Praxis zahlt sich immer mehr aus, der Kampf wird immer härter.

Der Favorit: Mr. Shiny Shoes

Klarer Gewinner der Saison ist Judd Trump. Er hat die perfekte Mischung aus (relativer) Jugend (Energie), Erfahrung, bestialischem Talent, Kaltschnäutzigkeit und vor allem Durchhaltevermögen. Analog zu Selby vor fünf Jahren muss man einiges auffahren, um ihm den Rang abzulaufen. Sechs Titelgewinne sind eine Hausnummer, ein neuer Rekord. Mit dem International Championship, der World open und der PTC hat er gleich drei der Premier Events geholt, dazu noch die drei eher kleinen: German Masters, Northern Ireland Open und die Gibraltar Open garantieren ihm neue 12 Monate, selbst wenn er im Crucible herausfliegen sollte. Egal wann, egal wo, das nächste Jahr kann er theoretisch Eier schaukeln. Noch krasser ist die Phase der Dominanz, wenn man zwei Jahre zurück geht: dann sind es schon zehn (!) Ranglistentitel. Wenn da mal nicht einer die nächsten 4-5 Jahre die Quote o'Sullivans toppt...


Der Mürrische: Maguire

Zu den überraschenden Siegern der Saison gehört Stephen Maguire. Als das Trio Murphy, N. Robertson und Maguire anfing Titel zu holen, wurde der Schotte als der beste Spieler gehyped, passend zum Abstieg von Hendry und Davis, sowie der "Flaute" von Higgins, o'Sullivan und MJ Williams. Doch daraus wurde nichts, ein paar wenige Titel, der Abstieg in die Top 32 und eher verhaltene Resultate. Allein einige gute Resultate waren genug, um nicht vollends abzusacken. Und hier ist er wieder, nach Jahren der erste Gewinn und dann gleich ein Kracher: Die Tour Championship und der Coral-Bonus von 150.000 Pfund katapultieren den Schotten weit im Ranking nach oben, sogar an die Pforte der Top 8. Schön, hoffentlich geht das weiter, MJ Williams zeigte, wie das geht!

Etwas weniger Scheiße: Selby

Obwohl ich Selby-Fan bin, die letzten zwei Jahre hat er eher schlecht bis ultraschlecht gespielt. Zumindest für die Verhältnisse des erfolgreichsten Spielers der letzten zehn Jahre. Diese Saison fand er zumindest in Teilen wieder zu seiner Stärke und gewann zwei der vier Home Nation Turniere, womit er noch einen Rekord einsackte. Ich hoffe das ist nicht das typische Plateau, dass nach der Erfolgsphase für so ein Kaliber kommt, eher der Vorbote, dass er sich wieder an die Spitze der Tabelle kämpfen möchte. Das taktische Spiel hat er nicht verlernt und auch die Breaks kommen noch.


Kurs halten: Gilbert

David Gilbert, seines Zeichens bis vor zwei Jahren auch Teilzeitbauer, wurde unter dem Coaching von Terry Griffiths auf einmal zu einem der Stars des Spiels. Auch diese Saison spielt er weiterhin auf unglaublich konstantem Niveau, verliert nie die erste Runde. Ab dem Viertelfinale ändert sich das mit präziser Genauigkeit, sodass es fast schon leid tut. Gerade das 1-9 gegen Selby in der English Open war der sonstigen Turnierperformance wirklich nicht gerecht. Ich drücke dem Sympathen die Daumen, dass er auch mal im Finale die Form hält.


Noch so einer: Yan Bingtao

China schickt den neuen Klon nach Ding und Wenbo ins Rennen: Bingtao. Nach nur zwei Jahren als Profi ewinnt Bintao mit 19 als zweitjüngster Spieler einen vollwertigen Ranking Title gleich zu Start der Saison. Gratulation, aber irgendwie doch profillos. Das dürfte der Vorbote der Schmiede Chinas sein, die wohl den ein- oder anderen Titelaspiraten mit Schema-F-Spiel produzieren wird.

Geht ja doch: Holt

Michael Holt spielt seit gefühlt 20 Jahren in der Elite des Sports und gehört zu den Spielern, die man einfach irgendwoher kennt. Natürlich fliegt er häufig früh raus, aber dann hat er wieder einen Höhenflug und zeigt Breakbuilding und Matchhärte auf dem Niveau der Top 8. Ähnlich wie Ryan Day oder Ricky Walden rechnete man sicherlich 15 Jahre mit einem Titel für den Spieler, aber es wurde nichts. Bis dieses Jahr: Das ansonsten langweilige Shoot Out produzierte den ersten Titel für Holt. Schön.

Masters wird Namen gerecht: Bingham

Ähnlich zu dem Finale zwischen Higgins und MJW zeigte der Januar ein nostalgisches Duell zwischen Carter und Bingham. Beide Sieger der Herzen und beide hätten es für das Lebenswerk mehr als verdient. Letztendlich geht der 10-8 Sieg für Bingham völlig in Ordnung, jetzt fehlt nur noch die UK Championship für die Tripple Crown.


[x] Noch ein Minzblatt? Murphy und Allen

Mittlerweile etwas alt, aber doch noch zu gebrauchen sind der Engländer Murphy und der Ire Allen. Beide sind in den Season Rankings ziemlich weit oben, beide gewannen einen Titel. Freut mich für die beiden, dass sie auf einmal wieder die Elite abziehen können. Nur etwas kontinuierlicher, und man könnte fast wieder mitfiebern.

Verlierer

Wie hart das Gewerbe geworden ist, sieht man wenn man die Rankings anschaut. vor ein paar Jahren kämpfte sich Ding selbst wieder aus den Top16, was aber eher seiner Selektion der Turniere geschuldet ist. Ronnie o'Sullivan wird in ein paar Monaten ein ähnliches Schicksal erleiden, die Strategie des "manchmal bin ich halt auch da" funktioniert für ihn dieses Jahr kaum, so wie letztes Jahr auch. Letztes Jahr waren wenigstens Titel drin, dieses Jahr biss er sich an Trump die Zähne aus. Prinzipiell begrüßenswert, mal gucken was daraus wird. Eventuell wieder etwas mehr Wettbewerb.

Allerdings gibt es auch überraschende Spieler: Marco Fu, Martin Gould, Zhang Anda, Sam Baird, David Grace und Michael White setzen die Formkrise fort und versanden sehr nahe an den Rängen, die das Aus für die Main Tour bedeuten. Mit Hull und McLeod sind sogar zwei Titelträger ganz ausgeschieden, die hohen Setzplätze sind definitiv keine Sicherheit mehr - gerade für die alte Garde: Ebdon, McManus, Doherty, Dale und o'Brien werden ähnlich harte Kämpfe führen müssen. Zumindest um McManus und Doherty wäre es enorm schade - verständlich wäre aber auch das freiwillige Ausscheiden, der Stress ist sehr hoch.


Sonstige

N. Robertson, J. Higgins, MJW, Ding: Alle noch da, alle spielen noch solide, aber irgendwie doch nicht an der Spitze. Hätte ich mir mehr erwartet, aber alles noch in Ordnung. Zumindest der Australier hat seinen obligatorischen Moment mit dem Titelgewinn bei dem World Grand Prix.

2020: Lukas Kleckers ist wieder auf der Tour
2022, April: Lukas Kleckers spielt auf der Challenge Tour

nunja, so isses halt leider.
 

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Qualifier: Ergebnisse

Q1:

Joe Perry verliert und mit Jamie Clarke qualifiziert sich Kanonenfutter. Da ich nichts aus der Gruppe gesehen habe, kann ich mir dazu keine Meinung bilden.

Q2:

Jackson Brown setzt sich gegen ein paar größere Namen durch, allen voran gegen Ryan Day. Anscheinend ist Brown der feste Trainingspartner von Mark Allen und hat etwas gelernt.

Q3:
Wider Erwarten setzt sich Tom Ford ohne weitere Probleme in einer Gruppe durch, die er hat sowieso gewinnen müssen. Gerard Greene spielte relativ solide und scheint sich langsam wieder an seine Form von vor 15 Jahren zu erinnern. Auch nicht schlecht.

Q4:
Ken Doherty kann nicht an den Erfolg von der letzten Saison anknüpfen und rettete sich gerade eine Runde weiter. Da sah es noch so aus, als ob er sich in der offiziellen Liste als Profi hätte halten können, tatsächlich wurde er von außen überholt und muss nächste Saison in die Q-School (außer ich übersehe etwas). Mark King setzt sich klar durch und zieht ins Crucible ein.

Q5:
Die erste erfreuliche Überraschung: Martin Gould kam aus dem Nichts und fabrizierte durch die Bank gute Breaks und potentes Safe-Spiel. Graeme Dott war der Einzige, der über die Distanz etwas hat machen können, nur langte es letztendlich nicht. Das war eine durchaus würdige Begegnung. Mit Gould dürfte auch der erste Spieler dabei sein, der mit seiner Form ins Achtelfinale einziehen könnte.

Q6:
Wie erwartet war es ein Duell zwischen Walden und Stevens, wobei Stevens deutlich die Nase vorne hatte. Schade für Walden, aber umso besser für Stevens.

Q7:
Natürlich McGill. zzzz

Q8:
Dale macht Dale-Dinge und fliegt raus, einfacher Gewinn für Un-Nooh. Nach Gould der mit Abstand konstanteste Spieler.

Q9:
Und wieder eine Überraschung: Alexander Ursenbacher spielte in den letzten drei Jahren Aufzug auf und aus der Main Tour, dazwischen sorgte er für den ein oder anderen Eklat, als er gesetzte Spieler überfuhr. So auch hier, in seinem ersten Frame toppte er sein High Break und setzte mit einer 141 ein Zeichen. Verdienter Sieg, nur fraglich, ob der Schweizer das fortsetzen kann.

Q10:
Wie angekündigt: Slessor kann ab und zu einen Gang nach oben schalten, sah man beispielsweise in Siegen gegen die Königsklasse der alten PTC. Auch hier setzte er sich in einer eher farblosen Gruppe erstaunlich stark durch.

Q11:
Es ist offiziell, auch Michael White kann sich nächste Saison für die Q-School anmelden, da er nur eine Runde weiter kam. Das langt nicht für den Klassenerhalt. Der Thai Saengkham setzt sich durch.

Q12:
Donaldson gegen Hamilton, wie vorhergesagt. Nur hat Hamilton gewonnen, das sah ich nicht kommen. Dafür gibt Hamilton aber auch gleich einen Walk Over im Crucible, weil er gesundheitliche Probleme hat.

Q13:
Auch hier eine positive Überraschung: Ashley Carty war neben Xiao Xintong einer der stärksten Nachwuchsspieler und ist bekannt für schnelle und sehr hohe Breaks in der Amateurszene. In seiner jetzigen Saison wird er sich zwar nicht als Profi halten, kann aber ins Crucible einziehen. Dafür musste er "nur" Milkins in einem Bo19 besiegen. Auch ein guter Erfolg.

Q14:
Selt hat das Spiel mehr gewonnen, als es Maflin verlor.

Q15:
Brecel setzt die Abwärtsspirale gekonnt fort und fliegt früh raus. Ansonsten sah man einen formschwachen Wenbo, der sich mehr oder weniger über die Ziellinie stolperte, das Spiel war einfach noch viel zu unrund. Dennoch ein 140er Break als Kür.

Q16:
Carter ist raus, die WM ist offiziell vorbei und scheiße. Dafür gewinnt ein Heathcote, wer auch immer das sein soll. Was für ein Unfug.




Ro32: Vorhersage

Trump 10 - 6 Ford

Trump spielt einfach eine Klasse höher als Ford, wobei Ford auf kurzen Distanzen nicht zu verachten ist. Sechs Frames für Ford, da Trump wohl anfangs etwas geflasht sein dürfte, er ist ja erstmals Titelträger.

Bingtao 10 - 7 Slessor

Könnte genau so umgedreht sein. Bingtao ist eine klassische chinesische Maschine, wenig Spielwitz, enorme Technik und gedrillt ohne Ende. Slessor hat meiner Einschätzung nach reale Chancen, da der Druck auf dem Chinesen enorm sein dürfte. Andererseits ist man von Slessor auch Einbrüche epischen Ausmaßes gewohnt. Ergebnis wurde gewürfelt.

Maguire 9 - 10 Gould

Das erste Highlight der WM: Maguire hat den letzten Titel der Saison völlig verdient geholt und dürfte daher ziemlich befreit spielen. Andererseits hat mich Gould im Qualifier ziemlich beeindruckt und kann auf ähnlich große Erfahrung zurückgreifen. Kann in beide Richtungen gehen, ich hoffe auf Gould, freue mich aber für beide.

Higgins 10 - 4 Stevens

Higgins gonna Higg.

Gilbert 10 - 3 Maflin

Gilbert spielt einfach sehr, sehr viel stärker und hat auch drei Jahre Dauererfolg im Rücken. Maflin ist eher einer gegen unkonstante.

Lisowski 10 - 8 McGill

Meine Hoffnung, aber wahrscheinlich gewinnt es das rote Frettchen dann doch wieder. Ist so sein Markenzeichen interessante Spieler totzugrinden, um dann gegen irgendeinen rauszufliegen.

Allen 10 - 2 Clarke

Zwei Frames, weil Allen ab und zu mal geistig abwesend sein wird.

MJW 10 - 7 McManus

McManus wird sich wehren, aber MJW dürfte der formstärkere Spieler sein.

Bingham 10 - 4 Carty

Ich hoffe auf einen Upset, aber Bingham dürfte Carty trotz allen Talents aus dem Crucible werfen.

Junhui 10 - 3 King

Als ob.

o'Sullivan 9 - 10 Un-Nooh

Hier auch wieder ein Teil Hoffnung: Sullivan spielt im Crucible früher oder später echt unter Druck, den er sich selbst macht. Un-Nooh spielt aber ziemlich rasant, wenn er vorher schon gut spielte. Und das hat er. Dürfte eine knappe Kiste werden.

Selby 10 - 6 Brown

Eigentlich klar für Selby, aber auch Selby spielt eher unkonstant und erst recht in den ersten Runden.

Murphy 10 - 6 Saengkham

Murphy wird ein paar Runden brauchen, aber über die Distanz aktuell einfach zu gut sein.

Hawkins 9 - 10 Ursenbacher

Ursenbacher hat mich beeindruckt und schon andere Kaliber geschlagen. Eventuell nimmt er genug Wind mit, auch hier eine sehr, sehr enge Kiste.

Robertson 10 - 4 Wenbo

Wenbos aktuelle Form wird nie im Leben gegen Robertson langen, der spielt einfach viel zu konstant. Sobald Wenbo die selben Fehler zeigt, wird er einfach abgefertigt, Robertson kann Break Building. Vier Frames, weil auch Wenbo alle fünf Frames mal 70 punkte aus dem Nichts macht. Könnte spannender sein, wenn sich Wenbo zusammereißt.



Wer Bock auf ein Tippspiel?
Wenn nicht kommentier ich hier einfach weiter, einfach nur um Sabel und Misfit zu ärgern.
 

pinko

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Ich lese das hier mit großem Interesse, sobald die WM läuft, poste ich auch mehr.

Tippspiel können wir gern machen. Bin ab morgen ein paar Tage nicht online, daher hier einfach mal meine ausgewürfelten Ergebnisse.

Trump 10 - 5 Ford
Bingtao 8 - 10 Slessor
Maguire 10 - 8 Gould
Higgins 10 - 4 Stevens
Gilbert 10 - 4 Maflin
Lisowski 10 - 7 McGill
Allen 10 - 3 Clarke
MJW 10 - 4 McManus
Bingham 10 - 4 Carty
Junhui 10 - 2 King
o'Sullivan 10 - 8 Un-Nooh
Selby 10 - 5 Brown
Murphy 7 - 10 Saengkham
Hawkins 10 - 6 Ursenbacher
Robertson 10 - 5 Wenbo

Finde es extrem schwierig - es gab halt monatelang keine Turniere. Wird auch sicher mehr Upsets geben, als ich getippt hab.
 

USS Endrox 2.6

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Dann rate ich mal so ins Blaue:

Trump 10 - 3 Ford
Bingtao 8 - 10 Slessor
Maguire 9 - 10 Gould
Higgins 10 - 5 Stevens
Gilbert 10 - 3 Maflin
Lisowski 10 - 9 McGill
Allen 10 - 3 Clarke
MJW 10 - 5 McManus
Bingham 10 - 3 Carty
Junhui 10 - 3 King
o'Sullivan 10 - 5 Un-Nooh
Selby 10 - 3 Brown
Murphy 10 - 8 Saengkham
Hawkins 10 - 8 Ursenbacher
Robertson 10 - 8 Wenbo

Hab die Liste einfach von Piko kopiert, wenn was fehlt ist er Schuld. :mond:
 

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Die nächste Runde, da sich die Ro16 mit der Ro32 überlappt.

Trump 13 - 7 Bingtao
Higgins 13 - 8 Maflin
Maguire/Gould 13 - 11 K. Wilson
McGill 13 - 8 Clarke
MJW 12 - 13 Bingham
Ding 13 - 11 o'Sullivan
Selby 13 - 9 Saengkham
Hawkins 13 - 12 N. Robertson
 

pinko

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Trump 13 - 8 Bingtao
Higgins 13 - 7 Maflin
Maguire/Gould 13 - 11 K. Wilson
McGill 13 - 10 Clarke
MJW 13 - 12 Bingham
Ding 10 - 13 o'Sullivan
Selby 10 - 13 Saengkham
Hawkins 12 - 13 N. Robertson

Ich will Selby leiden sehen. :birb:
 

USS Endrox 2.6

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Dann mach ich auch mal :catch:

Trump 13 - 9 Bingtao
Higgins 13 - 12 Maflin
Maguire/Gould 12 - 13 K. Wilson
McGill 13 - 7 Clarke
MJW 11 - 13 Bingham
Ding 8 - 13 o'Sullivan
Selby 13 - 12 Saengkham
Hawkins 10 - 13 N. Robertson
 

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Exaktes Ergebnis: +3
Richtiger Gewinner: +1

Hoffe auf den zweiten Platz, dann wohl das drölfte Jahr in Folge. Möge der Zwischenstand beginnen.

Trump 10 - 6 Ford
+1
Bingtao 10 - 7 Slessor
+3
Maguire 9 - 10 Gould
+1
Higgins 10 - 4 Stevens
+1
Gilbert 10 - 3 Maflin
0
Lisowski 10 - 8 McGill
0
Allen 10 - 2 Clarke
0
MJW 10 - 7 McManus
+1
Bingham 10 - 4 Carty
+1
Junhui 10 - 3 King
+1
o'Sullivan 9 - 10 Un-Nooh
0
Selby 10 - 6 Brown
+3
Murphy 10 - 6 Saengkham
0
Hawkins 9 - 10 Ursenbacher
0
Robertson 10 - 4 Wenbo
+1

Gecko: 13

Trump 10 - 5 Ford
+1
Bingtao 8 - 10 Slessor
0
Maguire 10 - 8 Gould
0
Higgins 10 - 4 Stevens
+1
Gilbert 10 - 4 Maflin
0
Lisowski 10 - 7 McGill
0
Allen 10 - 3 Clarke
0
MJW 10 - 4 McManus
+1
Bingham 10 - 4 Carty
+1
Junhui 10 - 2 King
+1
o'Sullivan 10 - 8 Un-Nooh
+1
Selby 10 - 5 Brown
+1
Murphy 7 - 10 Saengkham
+1
Hawkins 10 - 6 Ursenbacher
+1
Robertson 10 - 5 Wenbo
+3

Pinko: 12

Trump 10 - 3 Ford
+1
Bingtao 8 - 10 Slessor
0
Maguire 9 - 10 Gould
+1
Higgins 10 - 5 Stevens
+3
Gilbert 10 - 3 Maflin
0
Lisowski 10 - 9 McGill
0
Allen 10 - 3 Clarke
0
MJW 10 - 5 McManus
+3
Bingham 10 - 3 Carty
+1
Junhui 10 - 3 King
+1
o'Sullivan 10 - 5 Un-Nooh
+1
Selby 10 - 3 Brown
+1
Murphy 10 - 8 Saengkham
0
Hawkins 10 - 8 Ursenbacher
+1
Robertson 10 - 8 Wenbo
+1

Endrox: 14
Gecko: 13
Pinko: 12

Yeay.
 

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Ro32 - Recap

Trump 10 - 8 Ford

Trump spielt sehr solide, Tom Ford hält sehr dagegen. Habe kaum einen Frame bewusst gesehen, sah aber ziemlich stark von beiden aus.

Bingtao 10 - 7 Slessor

Seelenloses, antrainiertes Spiel schlägt den Newcomber, der sehr frustriert war. Slessor hat unterm Strich das Spiel deutlicher verloren, als es Bingtao gewonnen hat. In der zweiten Session zeigte sich zudem, wie nerven"schwach" der Chinese ist. Der Sieg hätte deutlicher ausfallen müssen.

Maguire 3 - 10 Gould

Martin Gould setzt seine Formstärke aus den Qualifiern fort und überfährt einen etwas mies gelaunten Maguire. Schade für den Schotten, sehr viele Chancen haben sich ihm nicht geboten. Sehr starke Performance von dem Engländer aus den hinteren Reihen.

Higgins 10 - 5 Stevens

Stevens eher schwach, Higgins ziemlich souverän. Keine Brillianz am Tisch, aber eine gute erste Runde für den Schotten.

Gilbert 8 - 10 Maflin

Maflin spielte aus dem Nichts so stark wie noch nie, der Gewinn geht klar. Gilbert hat etwas zerfahrener gespielt, als er es sonst tut, das war genug. Dennoch sehenswertes Spiel.

Lisowski 9 - 10 McGill

Der rothaarige Gnom aus Schottland grindet, der Engländer schaut dabei zu.

Allen 8 - 10 Clarke

Nicht gesehen, aber wtf Allen, was tust du?

MJW 10 - 5 McManus

Siehe Higgins.

Bingham 10 - 7 Carty

Bingham erdrückt den Newcomer mit Erfahrung, der Newcomer schafft es streckenweise zurückzuschlagen. Bingham lässt sich nichts anmerken, sehr, sehr solides Auftreten, erinnert an 2015.

Junhui 10 - 9 King

Ungewohnt schwache Leistung von Ding gepaar mit ungewohnt starken Einsteigern und Breakbuilding von King. Mit so viel Druck hat der Chinese wohl nicht gerechnet, daher geht das Ergebnis in der Höhe klar. War zeitweise wirklich eng für das Monster aus China.

o'Sullivan 10 - 1 Un-Nooh

In der Höhe so nicht erwartet. Sullivan erstickt Un-Nooh mit Centuries und rasanten Breaks. Definitiv eine Ansage und die beste Leistung der Vorrunde.


Selby 10 - 6 Brown

Oh meine Fresse, das Spiel war grauenvoll. Brown schwankt zwischen nervösem Break Building und teilweise extrem guten Safes, teilweise aber total geflukten Safes. Auf der anderen Seite Selby, der zumindest in der ersten Session überzufällig häufig Splits um wenige Millimeter verpasste. Das erlaubte Browns eher destruktiv wirkendes Spiel. Allerdings sah Selby nie wirklich in Gefahr aus.

Murphy 7 - 10 Saengkham

Saengkham überraschend stark, Murphy mit ungewöhnlichen Fehlern. Ergebnis geht (leider) klar.

Hawkins 10 - 6 Ursenbacher

Mit Bingham und Sullivan die stärkste Performance: Hawkins lässt nichts anbrennen, obwohl Ursenbacher phasenweise bärenstark spielte. Man merkte zumindest nicht, dass Ursenbacher generell ums Überleben auf der Tour kämpft - das Spiel hatte Klasse. Dennoch keine Hürde für Hawkins. Auch eine Ansage.

Robertson 10 - 5 Wenbo

Also wirklich nicht, Robertson hatte es viel zu einfach. Wenbo Licht an/ Licht aus.



Predictions, Erklärt

Trump 13 - 7 Bingtao

Trump spielt grundsolide und sucht einen Gegner. Noch ist nicht zu erkennen, wie stark er wirklich spielt, so wirklich getestet wurde er noch nicht. Auch Bingtao kann ihn nicht testen, da der viel zu sehr mit dem Druck eines Anfängers kämpft. Selbst wenn Bingtao bis zur letzten Session führen sollte, sollte sich Trump eigentlich ohne Probleme durchsetzen. Wahrscheinlich anfangs ein enges Spiel, mit mehr Zeit wird Bingtao mehr und mehr Fehler machen.



Higgins 13 - 8 Maflin

Higgins dreht in Turnieren immer erst langsam hoch, mit Maflin wird er einen härteren Brocken haben. Maflin wird aktuell von seiner ersten Runde getragen, doch Higgins ist strategisch ein anderes Kaliber. Higgins startete eher verhalten in die erste Session, drehte das Ergebnis aber fast heute Nachmittag. Mit einem Maximum. In der nächsten Session sollte er dominieren.


Gould 13 - 11 K. Wilson

Auch Gould hatte noch keinen wirklichen Gegner, was allerdings bei seiner Form keine Rolle spielte. Viele Fehler hat er nicht gemacht. Sechs an der Zahl in 13 Frames. Wilson ist allerdings ein Kämpfer, wenn dieser seine Form wahrt, dann dürfte das die erste richtige Probe für Gould werden. Den sehe ich allerdings schon fast im Halbfinale, bei der aktuellen Leistung. Er hat ja nichts zu verlieren.


McGill 13 - 8 Clarke

Dieses Match geht mir am Arsch vorbei.

MJW 12 - 13 Bingham

Kracher Nummer 1 der ersten Runde. Bingham hat gezeigt, dass er Aspirationen hat. Außerdem liegen ihm große Namen, während MJW schon die ganze Saison eher so rumdümpelt. Und mit Saison meine ich zwei Jahre seit seinem Titelgewinn. Trotzdem eine sehr enge Kiste, weil MJW wohl völlig gelöst spielen wird.


Ding 13 - 11 o'Sullivan

Wieder ein erhofftes Ergebnis. Ding kann sehr, sehr viel mehr, vor allem im Defensiven Bereich. Ding ist ein Spieler, der Sullivan jederzeit den Wind aus den Segeln nehmen kann und ist "normal" von wenig beeindruckt. Könnte hinhauen. Realistisch ist aber eher ein 13 - 8 für Sullivan.

Selby 13 - 9 Saengkham

Der Thai spielt aktuell sehr stark, Selby ist noch auf seinem C bis B-Niveau. Er hat deutlich mehr Raum nach oben, auch wenn das noch nicht gefordert worden ist. Wahrscheinlich wird der Thai bis zur dritten Session führen, oder zumindest nicht weit hinten sein. Nach hinten raus ist aber Selbys stärke, v.a. wenn Session 2 und 3 am gleichen Tag sind.

Hawkins 13 - 12 N. Robertson

Potential für den dritten Kracher der Runde. Hawkins läuft mit seinem A-Spiel auf und hat Luft nach oben. Robertson hat gegen Ende der Saison zugelegt und ruft meist in Sheffield vieles von seinem Können ab. Wenn beide auf dem höchsten Niveau spielen, dann sehe ich trotzdem Hawkins etwas weiter vorn. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen spielt der sowieso erst am Limit, wenn er im Crucible steht. Ausgenommen das Finale, da versagt er dann, aber das ist okay.
 

pinko

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Higgins hat es heute echt liegenlassen. Wobei Maflin gegen Ende auch richtig nervenstark war. Bin zwiegespalten, hätte es dem John nochmal gegönnt, aber Maflin hat das ruhig und kontrolliert zu Ende gespielt.
 

Gelöschtes Mitglied 683837

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Saengkham spielt wahnsinnig stark, hätte ich auf die Distanz nicht erwartet. Mal schauen, ob sich Selby nochmal steigert, etwas Luft ist noch. Aber ansonsten schon irres Spiel bisher. Erst Schlagabtausch, jetzt 2,5 Stunde Safe-Duell.

Ich frage mich auch, wie zur Hölle es Saengkham schafft bei den effektvollen Stößen NIE einen Kick zu fangen. Sollte mal ein paar Mark in sein Stellungsspiel investieren. Andererseits siehts dann nicht mehr so spektakulär aus 8[
 

pinko

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Sehr starker Endspurt von O'Sullivan gerade eben. Nun gegen MJW, das wird ein Fest. (Bin natürlich für Williams.)

Edit:
Im Vergleich zu Ding vs. Ronnie ist das andere Match so ein unfassbares Gekrüppel. Wollen die bis 3 Uhr spielen?
 
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Da ich die nächsten Tage nicht da sein werd hau ich zumindest des Viertelfinale noch raus.

Trump 13 - 10 K. Wilson
Maflin 13 - 11 McGill
MJW 11 - 13 o'Sullivan
Selby 13 - 9 N. Robertson
 

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Trump 13 - 11 K. Wilson
Maflin 10 - 13 McGill
MJW 10 - 13 o'Sullivan
Selby 13 - 11 N. Robertson
 

pinko

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Trump 13 - 9 K. Wilson
Maflin 10 - 13 McGill
MJW 10 - 13 o'Sullivan
Selby 13 - 12 N. Robertson
 

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Guest
Die nächste Runde, da sich die Ro16 mit der Ro32 überlappt.

Trump 13 - 7 Bingtao
+1
Higgins 13 - 8 Maflin
0
Maguire/Gould 13 - 11 K. Wilson
0
McGill 13 - 8 Clarke
+1
MJW 12 - 13 Bingham
0
Ding 13 - 11 o'Sullivan
0
Selby 13 - 9 Saengkham
+1
Hawkins 13 - 12 N. Robertson
0

Trump 13 - 8 Bingtao
+1
Higgins 13 - 7 Maflin
0
Maguire/Gould 13 - 11 K. Wilson
0
McGill 13 - 10 Clarke
+ 1
MJW 13 - 12 Bingham
+1
Ding 10 - 13 o'Sullivan
+3
Selby 10 - 13 Saengkham
0
Hawkins 12 - 13 N. Robertson
+1
Ich will Selby leiden sehen. :birb:

Dann mach ich auch mal :catch:

Trump 13 - 9 Bingtao
+1
Higgins 13 - 12 Maflin
0
Maguire/Gould 12 - 13 K. Wilson
+1
McGill 13 - 7 Clarke
+1
MJW 11 - 13 Bingham
0
Ding 8 - 13 o'Sullivan
+1
Selby 13 - 12 Saengkham
+3
Hawkins 10 - 13 N. Robertson
+1



Gecko: 13 + 2 = 15
Pinko: 12 + 8 = 20
Endrox: 14 + 8 = 22



Yeay, und letzter.

Ansonsten startet MJW ja großartig :ugly:
 

pinko

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Ich würde es ihm so gönnen. Wenn er das Ding holt, raste ich aus.
Denke aber, dass Trump gewinnt.
 

Gelöschtes Mitglied 683837

Guest
Achtelfinale - Review

Trump 13 - 11 Bingtao

Trump spürt in diesem Spiel den Fluch des Crucible im Nacken: Als erstmaliger Titelverteidiger besagt die Tradition, dass er früher oder später scheitern wird. Entsprechend fahrig war die erste Session, in der er im Hintertreffen war und Bingtao solider spielte. Bingtao wiederum ist zu jung und verlor ab der zweiten Session konsequent allen Vorsprung, bis Trump uneinholbar weg war. Die dritte Session war nur noch reine Formsache, auch wenn der Chinese ob der großen Differenz freier und wieder besser spielen konnte. Verdientes Resultat, auch wenn die Höhe nicht gerade für Trumps Turnierchancen spricht.

K. Wilson 13 - 9 Gould

Martin Gould konnte seine Form nicht wirklich in das Achtelfinale tragen. Wilson spielte solide, aber auch nicht überragend oder gar dominant. Hier ein verpasster Split, dort eine schlechte Ablage und Wilson führte nach der ersten Session deutlich, wahrscheinlich auch zu deutlich. Ein trotzdem netter Ausblick für Gould, der zeigte, dass er wieder Fahrtwind aufgenommen hat. Wenn er mit der Form weiter macht, könnte es in den kommenden Monaten wieder für Halbfinale und die Top32 langen. Den Grundstein hat er gelegt.

Maflin 13 - 11 Higgins

Higgins mit ungewohnter Jojo-Form während des ganzen Matches, in dem viel gefordert wurde. Unüblich auch die Spielstärke von Maflin, der bis vor der WM maximal eine Session in dieser Art und Weise spielen konnte: Extrem gutes taktisches Spiel, starke Long Pots und stärkeres Break Building. Der Schotte wirkte etwas überfahren und konnte seinen Grind zu selten wirksam an den Mann bringen. Dennoch eines der schöneren Maximum-Breaks im Kampf der zweiten Session. Maflin wohl bis dato stärkstes Spiel führt ihn völlig verdient ins Viertelfinale. Die Hoffnung bleibt, dass er nicht nur so einen der stärksten Spieler der letzten fünf Jahre ausgekontert hat, nur um dann am rothaarigen Goblin zu scheitern. Leider scheint das Stand Jetzt genau so zu passieren: McGill grindet und spielt farblosen Snooker.

McGill 13 - 12 Clarke

Schön für den Amateur, der es durch das Achtelfinale noch ein Jahr auf die Tour schafft. Ansonsten grauenvolles Spiel, das wirklich nicht in ein Achtelfinale gehört. Um Gottes willen, wie zerfahren und eklig.

MJW 13 - 11 Bingham

Über drei Sessions hinweg wirkte das nicht gerade wie ein Achtelfinale, viel mehr wie ein Training unter zwei Kollegen. Das wirkt trügerisch, das Niveau war durchaus sehr hoch: Viele hohe Breaks, starke Safety-Duelle und meist nur wenige Fehler pro Frame. Bei genauerer Betrachtung hat Bingham kaum Fehler gemacht, die haben ihm aber sofort die Frames gekostet. Es waren zwei verschossene Farben vom Spot und das war es dann auch schon. Extrem starke Leistung von MJW.

ROS 13 - 10 Ding

Der erste Frame beschreibt etwas den Verlauf des Spiels: Total zerfahren. Sullivan gewinnt ein paar am Stück, dann Ding. Beide spielen für sich, in der Zeit in der sie Frames holen, extrem konstant. Dann verliert einer der beiden etwas die Konzentration, der andere gewinnt sie wieder und der Frame ist vorbei. Mid Session zu Mid Session fühlte sich häufig etwas einseitig an, da einer S-Klasse-Spiel zeigte, der andere erst gegen Ende der Session wieder auftaute. Großartige Einzelleistung mit nur wenigen taktischen Momenten, die aber immer noch sehr gut waren. Komisches Match, schnell und extrem talentiert, verdienter Gewinner.

Selby 13 - 12 Saengkham

Nicht nur durch das Ergebnis das spannestene Spiel, meiner Ansicht nach auch das stärkste Spiel in der Runde. Beide spielten sehr lange auf Augenhöhe, Saengkham erinnerte dabei vom Stil an einen jungen Murphy. Unglaubliches Lochspiel rettete immer wieder das Break, in dem die Position fast hoffnungslos verloren war. Eindeutig stärkere Longpot gegen deutlich stärkeres Stellungsspiel, immer wieder geprägt von wirklich komplexen Safes. Hier und da ein schnelles Century, dann wieder Frames mit 45 Minuten Spieldauer, die allerdings bei weitem nicht so zerfahren oder verschlampt waren, wie des englischen Gnoms. Eng von Anfang bis Ende. Hätte es Saengkham sogar gegönnt, wenn er die Form hätte wahren können.

Robertson 13 - 9 Hawkins

Vom Charakter ziemlich ähnlich zu der Veranstaltung zwischen MJW und Bingham: Die Spieler liesen sich den Druck nicht so sonderlich anmerken, zeigten auf dem Tisch aber hochklassiges Snooker. Im Gegensatz zu Bingham spielte Hawkins aber mit merklich mehr kleinen Fehlern, die Robertson auch fast immer konsequent ausnutzte. Beide hatten noch Luft nach oben, allerdings nicht mehr viel. In jedem anderen Turnier wäre das ein akzeptables Halb- oder sogar vollwertiges Finale gewesen.



Zum aktuellen Geschehen:

McGill 7 - 1 Maflin

Maflin hätte ich es ob seiner Leistung gegen Higgins gegönnt. Weiß nicht, warum McGill auf einmal wieder gewinnt, aber den möchte ich wirklich nicht allzu häufig auf dem TV sehen. Echt langweiliges Snooker und er hat eine Ausstrahlung eines Schwamms. Egal wer gegen Trump oder Wilson darf, das sind aktuell klassen Unterschiede. Die obere Hälfte des Grids fühlt sich wirklich deutlich schwächer als die untere an. Wer auch immer hier durchkommt - sollte sich der Status Quo fortsetzen - hat die besseren Karten am ersten Tag. Und mit "wer auch immer" meine ich höchstwahrscheinlich Trump.

MJW 6 - 2 ROS

Sah jetzt nur die zweite Hälfte der ersten Session, aber meine Fresse. Ich glaube ROS ist gerade etwas pissed, weil er wirklich tight spielen muss, damit MJW nichts locht. Fast jeder Pot sitzt und er macht da übelst gemählich rum, als ob es ihn überhaupt nicht kratzt, dass das schon das Viertelfinale gegen den wohl formstärksten Spieler der letzten Woche ist. Dabei spielt ROS schon wirklich stark, zwei etwas lose Splits, eine halbwegs verschossene lange und eine verkickte Pink führen zu vier hohen Breaks mit Körpergymnastik der Extraklasse. Und wieder spielt MJW so wie vor zwei Jahren: Irgendwie mit Körperklaus und hochkarätigen Bällen nah am Ban vorbei. Woher auch immer solche Showeinlagen kommen, "der Nackte" / "der Hundemann" zeigt wo der Barthel den Most holt.
 

pinko

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Hier ein bisschen Pornographie:

Ich liebe diesen Kerl.

@McGill: Ich hab gestern Abend die letzte Session seines Matches geschaut. Gott, war das dröge. Er hat schon gut gespielt, aber es gibt nen Unterschied zwischen gutem Defensivspiel und massivem Gekrüppel, bis der Gegner zerbricht. Dass er jetzt über Maflin drüberfährt, ist eher weniger überraschend, im Halbfinale ist dann aber (hoffentlich) Schluss. Keinen Bock auf BO35 mit dem Schwammkobold.

Edit:
Und da fährt Selby über Robertson drüber. Robertson konnte nie Druck aufbauen, Selby v.a. defensiv wie früher.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gelöschtes Mitglied 683837

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Wilson 17 - 12 McGill
Selby 17 - 14 o'Sullivan
 

pinko

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Wilson 17 - 15 McGill (falls du es noch zählst, war unterwegs)
Selby 14 - 17 o'Sullivan
 

Gelöschtes Mitglied 683837

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Finale werd ich mir wahrscheinlich eh nicht oder nur in Auszügen geben. Tatsächlich ist Selby - Sullivan das einzige halbwegs wertige Match, das noch so kommen wird. McGill vs Wilson war heute wieder sehr McGillig.
 

USS Endrox 2.6

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falls du es noch zählst, war auch unterwegs:
Wilson 12 - 17 McGill
Selby 15 - 17 o'Sullivan
 

Gelöschtes Mitglied 683837

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Natürlich zählt es.
Sullivan vs. Selby war ja eher verwachsen, zu viele Fehler von beiden. Erinnert an das Finale 2014, in dem Selby auch gerade so irgendwie noch ein 3-5 geholt hat, obwohl er deutlich schwächer spielte. Mal schauen, ob sich die Geschichte wiederholt. Wenn sich das Niveau nicht bessert, ist es wirklich antiklimatisch.
 
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Durch home office bin ich auch aktiver Gucker des Turniers, finde das für nebenbei ganz hervorragend! Ich mag die Qualität der Spiele aber auch, ehrlich gesagt. Klar ist es cool, hin und wieder mal ein Century zu sehen, aber das Gekrüppel ist mir irgendwie lieber. Es tut der Spannung deutlich besser imo; kein Break ist sicher, fast jeder Frame hat auch ne Runde safety duelle. Ich seh lieber ein 45-44 mit keinem Break über 30 als abwechselnde Centuries ohne Interaktion zwischen den Spielern.
Klar, dann geht es mehr um Nervenstärke als tatsächliche Snookerkunst, aber vielleicht bin ich dafür dann doch zu sehr Pleb, hab selber noch nie Snooker gespielt. :ugly:
 

pinko

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Defensivduelle finde ich schon auch super, es müssen nicht immer die High Breaks sein. Unter Gekrüppel verstehe ich eher, wenn Spieler unfreiwillig defensiver werden, weil sie einfach nicht zu ihrem Spiel finden.
 
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Jo das verstehe ich und finde es auch schade. Hatte das Gefühl bei Shawn Murphy, dem ich eigentlich gerne zugucke, und der irgendwann einfach gar keine Bälle mehr versucht hat zu lochen. Hat das auch was mit dem Klima zu tun? Rolf Kalb hat grad was von 80% Luftfeuchtigkeit gesagt, ich dachte aber die haben ne Klimaanlage in der Arena. Oder mit dem Ausschluss des Publikums? Kann mir schon vorstellen, dass es gerade für die Newcomer einfacher ist, die Nerven so im Griff zu behalten und ein Vorteil der alten Hasen fällt etwas weg.
 

Gelöschtes Mitglied 683837

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Jo das verstehe ich und finde es auch schade. Hatte das Gefühl bei Shawn Murphy, dem ich eigentlich gerne zugucke, und der irgendwann einfach gar keine Bälle mehr versucht hat zu lochen. Hat das auch was mit dem Klima zu tun? Rolf Kalb hat grad was von 80% Luftfeuchtigkeit gesagt, ich dachte aber die haben ne Klimaanlage in der Arena. Oder mit dem Ausschluss des Publikums? Kann mir schon vorstellen, dass es gerade für die Newcomer einfacher ist, die Nerven so im Griff zu behalten und ein Vorteil der alten Hasen fällt etwas weg.

Rolf Kalb sagt viel, wenn der Tag lang ist. Versteh mich nicht falsch, insgesamt finde ich ihn als Person sympathisch, aber er selbst hat offensichtliche Lücken im Verständnis des Spiels, oder nimmt die falschen Aspekte aus den Berichten der eigentlichen Kommentatoren. So ziemlich alle nicht-Spieler haben diese Fehler, sei es Phil Yates oder dieser komische Gel-Typ, der für iTV4 herumtanzt. Die Briten haben den Vorteil, dass es durch Profis ergänzt wird, Yates und Fouls etwa, oder J. White und der Gel-Typ.

Luftfeuchtigkeit ist in erster Linie für dein Körpergefühl behindert, da muss die Spannung passen, ansonsten ist es schwer. An zweiter Stelle schwitzt man einfach, was zu feuchten Händen führen kann. Wenn mit feuchten Händen das Queue geführt wird, dann fühlt sich das wie ein einsetztendes ABS an und man tendiert zum Verreißen des Stoßes und/oder spielt zu langsam oder zu schnell. Deswegen siehst du auch häufig, dass Spieler ihre Queues mit einem Handtuch abwischen, oder im Pool Handschuhe anhaben, um die Reibung zu reduzieren.
Theoretisch schlägt die Luftfeuchtigkeit natürlich auch auf das Tuch und die Spannung der Banden an. Das führt dazu, dass Bälle nach einem Stoß früher mit dem Gleiten aufhören und zu rollen anfangen - was die Laufbahn und die Wirkung vollständig verändern kann. Im Falle von verzogenen Banden stoßen die Kugel stärker oder schwächer ab, die Kommentatoren sagen dann "Big Bounce". Meiner Ansicht nach ist das hohe Theorie, die Tische auf der Main Tour sind immer beheizt und ziemlich gut klimatisiert. Zudem werden die teilweise nach jeder Session neu bezogen und die Banden justiert. Fehler kommen vor, aber bei den Bedingungen können Profis spätestens nach 1-2 Frames damit umgehen. Selbst auf Bauerntischen kann man als halbwegs normaler Amateur schon die krassesten Schwächen vorhersehen und passt das Spiel an.

Das fehlende Publikum ist interessant, ich frage mich wen das nervt und wem es nützt. Denke den erfahrenen Profis macht das nichts aus, ob die Newcomer darunter leiden ist ein anderes Blatt. Fraglich ist eher wer in diesem Turnier ein Newcomer ist. Carty, Brown und Clarke könnten dazu zählen, aber selbst die haben mehrere dutzend Exhibitions und Turniere hinter sich. Wahrscheinlich auch zu vernachlässigen. Imo, bei Brown zumindest, zählt eher das, was Pinko als Gekrüppel meinte: Brown hatte derb viel Glück bei seinen verschossenen Bällen, die das Bild extrem schwer machten. Man unterschätzt schnell mal die kleinen Breaks von Selby gegen Brown, da war extrem viel Stellungsspiel und Können dahinter; das Match durfte ich übrigens mangels Alternativen von Kalb hören. Der hat das auch nicht so wirklich rausgestellt.

Ähnlich finde ich das Spiel von McGill. Der ist gut, aber er spielt teilweise schon wirklich sehr auf Matchhärte wie früher ein Peter Ebdon. Er spielt eher langatmig und bei kleinsten Unsicherheiten macht er das Spiel bewusst zäh. Das hat eine andere Dimension als das Spiel von Selby oder Higgins - wenn die auf Defensiv schwenken, dann bleibt es meist doch ansehnlich, oder zumindest spannend. Dazu wirkt McGill halt auf mich noch wie ein toter Fisch. Auch hier nicht falsch verstehen, es gibt gute Gründe warum McGill die Indian Open gewann. Es gibt aber auch Gründe, warum ich seinen Shoot-Out Titel als den mit Abstand langweiligsten der zehnjährigen Serie erlebt habe und die Serie kann echt selten enttäuschen.
 

pinko

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O'Sullivan steht heute bisher völlig neben sich.
 

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Über den wird ja aktuell viel geschrieben, weil er sich auch viel Mühe gibt, dass das passiert. Der Mann muss unglaubliche Probleme mit seinem Selbstwert haben. Er baut gefühlt seit zwei Monaten medial darauf hin, dass er verlieren wird. Erst pöbelt er nach Hamiltons Kampfansage gegen Hearn wieder auf Hearn ein und droht mit Rücktritt von der WM. Aber nicht so wirklich, geschenkt, die zwei sind sich halt nicht grün. Dann zieht er über die Amateure her, nachdem er letztes Jahr gegen einen Amateur verloren hat. Gestern kündigte er dann an, er würde 15-3 oder 15-2 gegen Selby verlieren. MJW habe auch sein Spiel eher verloren, als er das gewonnen hat. Sein Talent ist wirklich ohnegleichen, aber dieser Typ ey... und die Fans, die das auch noch feiern.
 

pinko

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Ich schau ihm gerne bei der Arbeit zu, aber als Typ ist er einfach ein Spacken. Wird sich auch nicht mehr ändern.
 

Gelöschtes Mitglied 683837

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Da ist jemand angefressen :x
Hoffe auf beide Spieler in A-Form morgen, dann kann das noch ein dicker Kracher werden. Andererseits können sie auch beide sucken, werd wohl höchstens versetzt zum schauen kommen :(
 

pinko

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Ajo, warum nicht. Sollten aber noch mehr Leute als drei am Start sein.
 

pinko

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Das wird heute hoffentlich in beiden Matches noch richtig dramatisch. McGill vs. Wilson ist schon mal auf dem Weg.
Ronnie hat sich heute Mittag gerade noch so gerettet, entweder er rastet jetzt aus oder Selby grindet das zu Ende.

Edit:
Großartige letzte Session im ersten Semi grade. Jeder Fehler wird instant mit einer Clearance oder zumindest einem hohen Break bestraft. McGill wirkt nen Tick stärker.
 
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pinko

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Völlig irre.

Alter, was passiert da.

Und jetzt der Fluke. Leck mich doch am Arsch.
 
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