Man muss sich doch mal überlegen, was so ein Programm tut: Es schaufelt Daten aus dem Hauptspeicher, damit andere Programme ihn wieder belegen können.
Und was macht Windows? Dasselbe, nur dass Windows nur dann Daten aus dem Hauptspeicher schaufelt, wenn andere Programme auch wirklich Platz brauchen.
Wenn Windows ne Zeit lang nach hl2 ruckelt, dann liegt das daran, dass hl2 so viel RAM verbraucht hat, dass die Dateien, die gebraucht werden um Fenster und Menüs darzustellen aus dem RAM gekickt und in die Auslagerungsdatei auf der Festplatte verfrachtet wurden. Von dort müssen sie erst mühselig wieder ins RAM geladen werden. Dabei werden die hl2-Daten, die dort noch liegen, überschrieben. Ein "RAM Recovery Tool" würde direkt nach dem Beenden von hl alle hl-Daten aus dem RAM löschen. Performancemäßig macht das keinen Unterschied, dank hls RAM-Fresserei wurden während der Laufzeit des Games trotzdem die windows-Menüs in die Swap-Datei ausgelagert.
So ein Tool liefert also erstmal keinen Vorteil. Aber es kann durchaus Nachteile bieten. Z.B. wenn man Firefox schließt, aber ein paar Minuten später wieder öffnet. Normalerweise liegen dann die meisten FF-Dateien noch im RAM, und das Fenster öffnet sich ziemlich schnell. Ein übereifriges "RAM recovery tool" hat bis dahin aber schon alle firefox-Dateien aus dem RAM gelöscht, sodass sie wieder neu von der Festplatte geladen werden müssen. Toll.
Die c't hat vor 2-3 Monaten mal sehr, sehr viele "Registry Tweaks" und "System optimizer" getestet. Ernüchterndes Ergebnis: Nichts, aber auch gar nichts, und auch kein Programm hat Performanceverbesserungen nach sich gezogen.
Hoffe geholfen zu haben..
Smarty
PS. Natürlich läuft die RAM-Verwaltung nicht genau so, wie ich hier geschrieben habe. Ich denke aber, den Kern trifft es und erklärt einem Laien erstmal anschaulich, warum diese RAM-Tools absoluter Käse sind: Die Speicherverwaltung von WinXP ist ordentlich!