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Das überzeugt mich erstmal, hab auch das Hörbuch direkt wieder aufgenommen. ;)
 
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Mistborn fand ich auch gut. Die Folgebücher auch. Sonst find ich Sanderson aber recht überbewertet. Elantris fand ich noch ganz nett. Mit Stormlight Archive konnte ich nicht so viel anfangen, mit The Reckoners weniger. Skyward war flach. Rithmatist bescheuert. Andererseits im Nachhinein dann doch absurd wie viel ich von ihm gelesen habe.

In jedem Fall muss man ihm lassen, dass er Bücher raushaut wie kein anderer. Ist halt nicht wie Martin oder Rothfuss, die 5 Jahre pro Buch rumdoktorn und dann einfach ganz aufhören zu schreiben nachdem sie sich in ihrer eigenen Story verloren haben.

Einen Geheimtipp habe ich dann aber doch von ihm. Das ist Firstborn. Schnell gelesen, irgendwo zwischen Kurzgeschichte und Novelle im SciFi, das fand ich super.


Für jeden der sonst noch gerne Fantasy liest habe ich noch als unbekannteres Must Read: "The Lies of Locke Lamora". Ist ne Serie, aber das erste Buch funktioniert auch StandAlone. Die weiteren kann man muss man dann aber nicht mehr unbedingt lesen, da ist das so wie Dune.


Ich bin grad auf der Suche nach moderner aber harter SciFi. Kann da jemand was empfehlen? Mit harter SciFi meine ich mehr oder weniger im Rahmen bekannter Physik, also ohne als Technik verkleidete Magie, wie Überlichtgeschwindigkeit oder Perpetum Mobiles. Kennt da jemand was gutes? Vielleicht im Stil so wie Expanse am Anfang.

Danke Euch für gute Tipps
 
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Benrath

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Miles Cameron - The Plague of Swords (The Traitor Son Cycle #4)
Viertes Buch meiner momentan liebsten Fantasyreihe. Es ist letztlich ein Zwischenteil, der zwischen dem Vorfinale des dritten Bandes und anscheinend dem Finale des fünftes Bandes angesiedelt ist, macht aber dennoch eine gute Figur.
Ich persönlich bin nicht so ein Fan der Epik, sondern mag es lieber, wenn sich Charaktere in kleineren Konflikten durchschlagen müssen, aber die Reihe hat den Übergang gut hinbekommen. Auch in diesem Buch wird der Konflikt noch einmal auf eine höhere Ebene gehoben und bleibt dennoch spannend. Da der fünfte Teil gerade herausgekommen ist, werde ich ihn mir demnächst zu Gemüte führen.

Die Reihe selbst kann ich jedem Fantasyfan ans Herz legen. Sie spielt in einer Welt, die verschiedene historische Reiche und Zeitalter nebeneinander existieren lässt und kunstvoll mit Fantasy und einem sehr passenden Magiesystem vermischt. Man merkt auch, dass der Autor selbst HEMA betreibt, da die Kampfbeschreibungen wirklich ziemlich gut sind.

Bisschen grave digging. Kennt das sonst noch jemand? Was ist denn das erste Buch? Auf Goodreads steht das nur mit polnischen Titel

 

[fN]Leichnam

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Ich bin grad auf der Suche nach moderner aber harter SciFi. Kann da jemand was empfehlen? Mit harter SciFi meine ich mehr oder weniger im Rahmen bekannter Physik, also ohne als Technik verkleidete Magie, wie Überlichtgeschwindigkeit oder Perpetum Mobiles. Kennt da jemand was gutes? Vielleicht im Stil so wie Expanse am Anfang.
Sergej Lukianenko soll ganz gut sein (ist dir aber vielleicht zu abgefahren; Überlichtgeschwindigkeit)
Klassiker: Isaac Asimov (dir evtl. nicht modern genug)
 

GeckoVOD

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Lukianenko ist schon eher die Richtung Magie, sieht man ja an seiner bekanntesten Reihe.

Am ehesten noch Otherland von Tad Williams, das hat aber mit interstellaren Reisen eher nichts zu tun. Ohne zu viel zu Spoilern baut der eine Dystopie und zeichnet die Zukunft des Internets mit VR-Technologie. In dieser Internetversion stoßen Charaktere auf Anomalien und versuchen diese zu ergründen. Dabei gibt es dann schon Fantasy-lastige Teile, die sind aber eher nicht "Erklärung". Langatmig wird es in den späteren Büchern auch ab und zu, aber bleibt überschaubar.

Ansonsten eventuell Frank Schätzing - Limit mit einem Weltraumfahrstuhl als Kernelement. Fand ich ganz okay, hat aber definitiv seine Längen.
 

zimms

StarCraft 2
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[...]


Ich bin grad auf der Suche nach moderner aber harter SciFi. Kann da jemand was empfehlen? Mit harter SciFi meine ich mehr oder weniger im Rahmen bekannter Physik, also ohne als Technik verkleidete Magie, wie Überlichtgeschwindigkeit oder Perpetum Mobiles. Kennt da jemand was gutes? Vielleicht im Stil so wie Expanse am Anfang.

Danke Euch für gute Tipps
Ich werfe einfach mal Three Body Problem in den Raum. Ist wahrscheinlich nicht das, was du dir vorstellst (also kein Expanse). Aber imho gutes Sci-Fi ohne "Magie". Großteils basiert es schon auf bekannter Physik, aber hat schon auch einiges an "was wäre wenn" dabei.
 
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Habe gerade den dritten und letzten Band zum römischen Reich von C.H. Beck Geschichte der Antike gelesen und kann eine klare Empfehlung aussprechen.

Die drei Bände:
- Die römische Republik - Forum und Expansion https://www.amazon.de/Die-römische-...b9-a1ea-e26bc32551e2&pd_rd_i=3406770819&psc=1
- Die römische Kaiserzeit - Die Legionen und das Imperium https://www.amazon.de/Die-römische-...b9-a1ea-e26bc32551e2&pd_rd_i=3406720226&psc=1
- Die Spätantike - der eine Gott und die vielen Herrscher https://www.amazon.de/Die-Spätantik...91852999&sprefix=die+spätantike,aps,95&sr=8-1

Fassen grob den Zeitraum von 400 v.Chr. bis 600 n.Chr zusammen und es gelingt den Autoren auf spannende Art und Weise diesen langen Zeitraum mit seinen vielen Kriegen, Herrschern und Veränderungen einigermaßen greifbar und die großen Linien sichtbar zu machen.
Für mich sind diese Bücher ein Paradebeispiel für (aus meiner Sicht) großartige Literatur: das lesen macht Spaß und bildet.

Ich bin von der Serie so ermutigt, dass ich zu gegebener Zeit auch die drei anderen Bände zur griechischen Antike lesen möchte.
 
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Danke für die Tipps zu SciFi. Von Asimov habe ich viel gelesen und Three Body Problem auch. Fand ich auch beides grundsätzlich gut, nur bei Three Body fand ich die Pseudophysik eher nervig. Da ist mir sogar Magie noch lieber als wenn da ne komplexe Pseudophysik erfunden wird nur damit man so tun kann als ob.

Limit und Otherworlds habe ich gerade beide gekauft. Danke für die Empfehlungen. Für weitere Tipps bin ich dankbar. Mein The Expanse Beispiel war nicht so gut gewählt. Mir geht es vor allem darum, dass ich Bücher in möglichen Zukunftsszenarien der Menschheit lesen möchte. Quasi das Gegenstück zu historischen Romanen. Historisch wären das Bücher gewesen wie Frankenstein, Brave New World oder Snowcrash, auch wenn die aus heutiger Sicht mehr oder weniger dated wirken.

Ich hab schon ein paar aktuelle Sachen in die Richtung gelesen, wie The Circle, Terra Ignota, Qualityland oder Dave, aber die sind alle recht unbekannt und haben mich auch allesamt nicht so überzeugt, dass ich sie weiterempfehlen würde.

Seltsamerweise ist das Genre extrem unterbewirtschaftet und ich verstehe überhaupt nicht warum. Es passiert doch extrem viel gerade. Warum zeigen Schriftsteller denn nicht auf wohin das in 20, 50, 200 oder 500 Jahren führen könnte? Ist das nicht die Hauptaufgabe eines Authors der Gesellschaft da Szenarien aufzuzeigen? Sei es utopisch, distopisch oder auch ne Mischung...
 

Benrath

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The First Law Reihe https://www.goodreads.com/book/show...arch=true&from_srp=true&qid=0wZPXAWBIm&rank=1

Das fand ich gut und spannend. Ähnlich wie Mistborn etc., dass es einen sehr großen geplanten Arc über drei Bücher gibt.
Der ganze Hintergrund wird recht schleppend revealed und nicht komplette aufgeklärt. Das ist teilweise spannend aber auch bischen unbefriedigend am Ende. Paar coole Charaktere und gut lesbar. Gibt scheinbar weitere Arcs in einer späteren Zeit in derselben Welt, aber mal schauen, ob ich mir das noch gebe.
Auf Empfehlung von @TealC hab ich mir nun die zweite Reihe gegeben.

Ich fands cool, auch wenn mich die erste Reihe mehr flashed und ich mehr Bindung zu den Personen aufgebaut habe.
Ohne die erste Reihe gelesen zu haben, fände ich die Bücher auch komisch, weil man viele Sachen nicht verstehen würde.
Bischen wiederholen sich die Charactere schon

Jezal = Young Lion der dann zu Glotka wird
Ninefingers = Gunnar
Ricke / Vick = die komische Sklavin

Im letzten Buch twisted es dann wirklich gut und es ist lange nicht klar wie es ausgeht. Gutes Ende.

Was soll ich jetzt nur als nächstes lesen...
 
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Gestern Abend Mistborn ausgelesen bzw. ausgehört.

Aus meiner Sicht ist Mistborn gegenüber WoT haushoch überlegen. Das ist eine ganz andere Liga. Es kann schon sein dass die Welt von WoT auf den ersten Blick beeindruckender wirkt. Es ist halt viel einfacher eine spektaläre Welt anzudeuten als dann da drin eine logische Geschichte mit guten Characteren zu schreiben die ein befriedigendens Ende hat.
Mistborn hat die viel viel besseren Charactere (in WoT sind viele einfach nur nervig), und ist insgesamt die massiv bessere Geschichte. Was man aber wirklich erst dann merkt wenn man bei beiden Reihen etwas weiter liest. Ich würde empfehlen dem Buch noch eine Chance zu geben, es gibt imo eigentlich keine bessere Reihe.
Naja, war schon ne nette Trilogie - vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch gesteckt, kA -, aber wenn wir schon in Ligen einteilen, dann spielt für mich WoT in einer eigenen. Letztlich ist es wohl eine Frage, welcher Stil einem mehr liegt.
Sanderson ist halt brutal plot-driven. Für mich geht das auf Kosten der Atmosphäre und Immersion: Die Mistborn-Welt wirkt auf mich im Vergleich zu WoT generisch, kahl, lieblos. Man erfährt fast nichts, das nicht für den Plot relevant ist, der sich ja auch fast ausschließlich auf die eine Stadt konzentriert.
Handwerklich ist das schon außerordentlich geschickt und das Ende in der Tat vorzüglich. Mir waren die Twists fast etwas zu trickreich, mehr Puzzle als Story.

Am Ende bin ich wohl auch einfach biased, weil mich das Setting von Anfang an deutlich weniger angesprochen hat und ich deshalb nie auch nur annähernd so tief eingetaucht bin wie in WoT. Auch der Heist-Vibe des ersten Buchs z.B. ist so gar nicht meins.
Unterm Strich ist WoT einfach nochmal zwei Nummern epischer und One Power > Allomancy. :deliver:


Ich werd jetzt erstmal die Oppenheimer-Biographie lesen und in Sachen Fantasy steht die Wahl zwischen Steven Erikson, Tad Williams, nochmal Sanderson oder endlich mal GRRM, wo ich mich durch Serienspoilerei bisher nicht wirklich zu durchringen konnte.
 
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Das ist wohl wirklich geschmackssache, ich hätte bei fast allen Punkten eher das Gegenteil gesagt.

Ich fand die Atmosphäre und Immersion bei Mistborn viel besser, gerade weil es sauberer konstruiert ist. Die WoT Welt ist am Anfang echt cool, aber wird dann immer unglaubwürdiger wärend die Story fortschreitet, weil immer mehr kommt was nicht so direkt Sinn ergibt und eher für die Story da zu sein scheint. Bei Mistborn hat man mit jedem neuen Twist wieder das Gefühl die Welt besser verstanden zu haben, zu sehen warum es Sinn macht.
Den Heist im erstern Band fand ich super weil es sonst so selten in fantasy Geschichten vorkommt (oder wenn es vorkommt dann irgendwann übertrieben wird, wie z.B. Locke Lamora). Hier war es toll gemacht und super in die Welt eingetttet.

und in Sachen Fantasy steht die Wahl zwischen Steven Erikson, Tad Williams, nochmal Sanderson oder endlich mal GRRM, wo ich mich durch Serienspoilerei bisher nicht wirklich zu durchringen konnte.

Hm.
GRRM:
Eigentlich klar der beste. Aber: Es ist halt nicht fertig und er arbeitet schon seit > 10 Jahren am letzte Band. Ob das noch jemals fertig wird kann etwas bezweifelt werden.

Tad Williams:
Ewig her dass ich das gelesen haben. Weiß nur noch dass ich es gut fand, aber ist zu lange her als dass ich da ein sinnvolles Urteil geben kann

Sanderson:
Ich nehme an du meinst Stormlight? Ich fand das hat in den späteren Bänden etwas nachgelassen, aber es ist trotzdem klar zu empfehlen. WIe er schreibt weißt du ja.

Erikson:
Das ist wohl die größte Serie von dem was zur Auswahl ist. Extrem high fantasy unglaublich große und komplexe Welt. Erikson ist bei weitem nicht so wie gut wie z.B. GRRM wenn es darum geht glaubhafte Charactere zu beschreiben - viele Charaktere ähneln sich (was nicht heißt dass sie schlecht sind - einige sind fantastisch z.B. Tehol & Bugg, und insgesamt finde ich sie auch deutlich besser als bei WoT z.b., aber er hat nicht die vielseitigkeit eines GRRM). Und der plot lässt sich auch eher mit "episch" als mit "nachvollziehbar" zusammenfassen, es passiert halt ständig sauviel Zeugs was man niemals erwarten konnte weil man erst hinterher wieder einen neuen Mechanismus der Welt gelernt hat der das was gerade passiert ist ermögicht hat. Dadurch wirken viele Sachen die passieren etwas willkürlich. Aber dafür ist es halt riesengroß und superepisch. Wenn dir eher WoT als Mistborn gefällt, macht es vielleicht am ehesten Sinn das zu nehmen.

Ansonsten werfe ich mal Will Wight in den Raum. Er schreibt keine "gute" Literatur, er schreibt einfach nur was cool ist und ihm Spass macht. Und er schreibt unglaublich viel und schnell, man merkt dass das seine Leidenschaft ist, er ist einfach mit Spass dabei. Die erste Serie ist die travelers gate trilogy, was eigentlich ein guter Einstieg ist. Im ersten Band sind die ersten Seiten noch etwas holprig, man merkt wie wenig Erfahrung er hat. Aber lohnt sich, liest sich leicht und macht einfach Spass. Cradle ist mit 12 Bänden die größte Reihe bisher und hat mir sehr gut gefallen. Mein größter Kritikpunkt wäre dass er manchmal mit Kampfszenen übertreibt. Die sind schon gut und extrem episch (nicht so langweiliges "und er parierte den angriff und führte einen hieb nach rechts aus") aber teilweise doch sehr viel davon. Sehr coole character und einfach locker zu lesen.
 
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Da mir Kampfszenen grundsätzlich nicht viel geben - fand ich schon in Mistborn und WoT zu viel -, werde ich von Wight eher Abstand nehmen. ;)

Das ist wohl wirklich geschmackssache, ich hätte bei fast allen Punkten eher das Gegenteil gesagt.

Ich fand die Atmosphäre und Immersion bei Mistborn viel besser, gerade weil es sauberer konstruiert ist. Die WoT Welt ist am Anfang echt cool, aber wird dann immer unglaubwürdiger wärend die Story fortschreitet, weil immer mehr kommt was nicht so direkt Sinn ergibt und eher für die Story da zu sein scheint. Bei Mistborn hat man mit jedem neuen Twist wieder das Gefühl die Welt besser verstanden zu haben, zu sehen warum es Sinn macht.
Viel lässt sich imo darauf runterbrechen, dass Jordan eher Discovery-Writer und Sanderson hardcore Outliner ist.
Klar fühlt es sich runder an, wenn die Wendungen alle von langer Hand geplant sind. Aber im Tausch gegen die Komplexität von WoT nehme ich gern in Kauf, dass die Story etwas mehr ad hoc verläuft.

Mistborn ist schon sehr gut gemacht, darum werde ich definitiv auch mehr von Sanderson lesen.
Es gibt einfach ein paar Dinge am Setting, gegen die ich biased bin. Vielleicht geben mir auch einfach viele der innovativen Ansätze zu wenig, weil ich zu wenig Fantasy gelesen hab, als dass ich von dem frischen Wind profitieren würde.
Für mich bietet ein etwas klassischerer Ansatz in puncto Magie und Welt da einfach mehr Anknüpfungspunkte.

Der größte Problem für mich war aber wohl, dass die Welt sich für mich nie richtig lebendig angefühlt hat. Die Ausschnitte, die man sieht, waren mir zu klein und zu eng um die Handlung konzentriert. Da gefiel mir die Größe und der Reichtum der Welt von WoT mit seinen zig Ländern und Völkern, tausend Nebenfiguren und Subplots einfach besser. Zwar war auch mir das manchmal etwas zu viel, aber skippen ist immernoch leichter als das, was nicht da ist, zu ersetzen.
Der Reiz von Mistborn ist für mich klar der Plot, die Welt hat bei mir einfach bei weitem keinen so bleibenden Eindruck hinterlassen wie die von HdR, WoT oder GoT.

Btw, als nächstes werde ich wohl Elantris lesen und dann vielleicht irgendwann Stormlight Archive.
 
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Elantris hab ich auch noch nicht gelesen, sollte ich auch mal machen.
Bin aber gerade noch mit Will Wight beschäftigt (The Captain, gerade erst im April erschienen)

Der größte Problem für mich war aber wohl, dass die Welt sich für mich nie richtig lebendig angefühlt hat. Die Ausschnitte, die man sieht, waren mir zu klein und zu eng um die Handlung konzentriert. Da gefiel mir die Größe und der Reichtum der Welt von WoT mit seinen zig Ländern und Völkern, tausend Nebenfiguren und Subplots einfach besser. Zwar auch mir das manchmal etwas zu viel, aber skippen ist immernoch leichter als das, was nicht da ist, zu ersetzen.

Du solltest echt mal Erikson (Malazan book of the fallen) anfangen.
 
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Hab gerade auf Deine Empfehlung hin das erste Buch von Malazan gelesen.

Das ist schon schwere Kost für das Genre. Irgendwann hab ich gar nicht mehr geschnallt was abgeht, dann wurds besser und am Ende dann doch wieder recht verwirrend. Die Handlung scheint mir auch leider mehr durch das scheinbar willkürliche Magiesystem und Off-Grid Charaktere getrieben als jetzt wirklich durch die Handlungen der Leute vor Ort.

Es ist ein solides Werk und ich habs auch gern gelesen bin jetzt aber nicht so sicher, ob ich die Zeit reininvestieren will nochmal 9 Bücher von zu lesen. Ich denke ich geb mir mal noch eins und dann entscheid ich.
 
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Die Handlung scheint mir auch leider mehr durch das scheinbar willkürliche Magiesystem und Off-Grid Charaktere getrieben als jetzt wirklich durch die Handlungen der Leute vor Ort.

Ja, das ist auch der Hauptkritikpunkt den ich genannt hatte.
Der Punkt begleitet einen imo durch die ganze Serie, auch wenn es später besser wird. Es ist nicht willkürlich, man kennt es nur nicht. Im ersten Band z.B. hatte mich das erste Auftauchen von Otataral und dem Azath Haus etwas gestört- das wirkte einfach völlig willkürlich wenn man noch nie davon gehört hatte. Beim weiteren auftauchen dagegen ist es dann kein Problem mehr weil man weiß dass es das gibt.
 

Benrath

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Bin zufällig auf Goodreads über sehr negative Review von wheel of time gestolpert und der Typ hat dann ne Fantasy Empfehlungsliste.


Da wird aber irgendwie nur unbekanntes Zeug empfohlen und am Ende alles mainstreamige wie GOT verrissen. Irgendwie amüsant.

Oder doch etwas zu empfehlen aus der Liste?
 
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Hm interessante Liste, kenne nur wenig davon:

  • Jonathan Strange & Mr. Norrell: klare Empfehlung, sehr gutes Buch. Es ist absolut nicht vergleichbar mit klassischer Fantasyliteratur.​

  • American Gods and Anansi Boys by Neil Gaiman: beides sehr empfehlenswert. Wobei man von Gaiman eigentlich so ziemlich alles lesen sollte. Stardust, Neverwhere, Graveyard book, good omens (zusammen mit Pratchett geschrieben! einfach super), Coraline...​


Mal sehen was er unter disappointments führt:​

  • sword of truth: habe ich nie gelesen, aber viel schlechtes darüber gehört, steht da wohl zurecht :deliver:
  • wheel of time: joa, finde ich auch net so toll wie hier schon erwähnt
  • game of thrones: so heißt die fernsehserie. Das Buch heißt eigentlich song of ice and fire. und gehört absolut nicht unter disappointment. insbesonder seine kritik ist bullshit. das einzige problem an der series ist dass grrm sie nicht fertig schreibt
  • eragon: jo, das ist schwach. habe ich nach den ersten kapiteln aufgehört
  • discworld and good omens: wtf. jetzt hörts aber auf. das ist blasphemie. häresie. das einzige was an discworld schlecht ist sind die allerletzten bände, und das ist einfach nur traurig weil es wahrscheinlich daran liegt dass Terry entweder wegen seiner Krankheit schon zu stark abgebaut hat, oder dass es gleich jemand anders geschrieben hat. Ansonsten ist Sir Terry über jede Kritik erhaben. Alte ich fass es nicht, Terry Pratchett unter disappoinntments führen :mad:
  • Harry Potter: Naja er hat grundsätzlich schon recht mit der Kritik, aber ich glaube sie geht trotzdem etwas vorbei. HP hat einfach eine magische atmosphäre. Rowling ist imo kein besonders guter Autor, aber sie hat eine unglaublich schöne Welt erschaffen.
  • Lord of the Rings: Man muss es halt im Kontext seiner Erschaffung einordnen. Es ist halt die Grundlage moderner fantasy mit vielen Sachen die unendlich kopiert wurde. Ich denke dass es einiges an moderner Fantasy gibt was besser ist, einfach weil das genre Zeit hatte sich zu entwickeln. Aber es deswegen unter disappointments zu führen fühlt sich nicht gut an.

Also von dem was er empfiehlt würde ich das wenige was ich kenne auch ganz klar empfehlen. Ka ob man das auch auf das was ich nicht kenne übertragen kann :deliver:
Auf seine Disappointments würde ich nicht viel geben. Da ist aus meiner Sicht vieles völlig falsch.
 

Das Schaf

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Sword of truth fand ich ganz unterhaltsam.
Stellenweise bissel holprig aber ich hab trotzdem fast alle Bücher der Reihe genossen. Bin da gerade so durchgeflogen durch die Reihe.


Habe mich letztens durch Juli Zeh- über Menschen gequält.
Es war zeitweise echt zäh. Aber schlussendlich hat es auch gelohnt das zu lesen.


Ich lese gerade Michael Connelly und irgendwie find ich's gut.
 
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Bin zufällig auf Goodreads über sehr negative Review von wheel of time gestolpert und der Typ hat dann ne Fantasy Empfehlungsliste.


Da wird aber irgendwie nur unbekanntes Zeug empfohlen und am Ende alles mainstreamige wie GOT verrissen. Irgendwie amüsant.

Oder doch etwas zu empfehlen aus der Liste?
Ich werd bei Gelegenheit in manches von der Liste mal reinlesen. Von dem Fantasy-Zeug kenn ich nichts, scheinen aber größtenteils solide Klassiker zu sein. Gormenghast und Orlando sind literarisch durchaus anspruchsvoll, würde ich aber nie als Fantasy empfehlen, lol.
Hab ein paar Kritiken zu stuff, den ich kenne, mal überflogen (SoI&F, WoT, HdR, Narnia). Seine Kritikpunkte find ich teils nicht unzutreffend, aber er bläst sie halt maßlos auf und disqualifiziert pauschal ab, was andere Leute an den Büchern mögen, ihn aber offenbar nicht interessiert. An sich scheint er eigentlich nicht viel für Genre-Fiction übrig zu haben, weil er ne zu große Schneeflocke ist?
Seine persönlichen Spitzen gegen vermeintlich überbewertete Autoren sind zum Teil einfach unter der Gürtellinie ...


Ich komm grad leider nicht so viel zum lesen/hören und hatte mich jetzt erstmal für GRRM entschieden, da kein Nerv, mich in eine neue Welt reinzufinden. Bin jetzt etwa in der Mitte von Clash of Kings und insgesamt sehr angetan. Die überbordenden Beschreibungen von Jordan und Tolkien vermisse ich kein Bisschen, obwohl Martin leider jtzt schon anfängt, es mit Subplots und Namedropping zu übertreiben. Dank Wiki of Ice and Fire kann ich alle Bran- und Jon-Kapitel überspringen, so dass sich der Frust bisher in Grenzen hält. :deliver:
 
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Benrath

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Der Frust bei GRRM kommt ja irgendwann, wenn man merkt, dass er es nicht zu Ende bringen wird, weil er eben nicht Sanderson ist.
Man mag von Sanderson halten was man will, aber der weiß vermutlich beim ersten Satz einer Reihe wie es irgendwann zu Ende geht und wie seine unterschiedlichen Reihen zusammen hängen.
 
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Am Ende beißt GRRM doch eh ins Gras und ein angeheuerter Coautor verwurstet tausende Seiten mit Notizen in drei weitere Romane ...
Ich geh natürlich gar nicht erst mit dem Anspruch ran, dass ich da was zuende lesen werde - womöglich schaff ich nicht mal die Bücher, die es schon gibt, bevor ich mich was anderem zuwende. Aber aktuell unterhälts auf jeden Fall gut genug.
 

Benrath

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Jo have fun mit den ersten drei bis vier Büchern. Mittlerweile achte ich mehr darauf ob die Serien abgeschlossen sind. Bei Buch und im TV
 
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Das ist übrigens auch so eine Serie die nie fertig werden wird :ugly:
Mittlerweile müssten es mehr als 12 Jahre her sein dass Band 2 erschien. Wobei ich band 2 schon deutlich schlechter fand als band 1.
Ich denke er hat sich irgendwo im plot verrant und weiß nicht mehr wie er das zu ende bringen soll. martin wohl auch.
 

Benrath

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Das ist übrigens auch so eine Serie die nie fertig werden wird :ugly:
Mittlerweile müssten es mehr als 12 Jahre her sein dass Band 2 erschien. Wobei ich band 2 schon deutlich schlechter fand als band 1.
Ich denke er hat sich irgendwo im plot verrant und weiß nicht mehr wie er das zu ende bringen soll. martin wohl auch.

Das ist natürlich ein Abturner. Hab die Bücher auf bei mir auf der GoodReads Liste stehen.

Najo hab auch paar Bücher von NYT Bestsellerlisten gefunden

Bad Blood
Die Geschichte von Theranos. Schon krass wie lange die eigentlich nur heiße Luft hatten und mit anderen Maschinen so getan haben als hätten Sie was.
Und alle haben es gekauft und jeder der widersprochen hat wurde mundtot gemacht.

Baracoon
Die Geschichte des "letztens" aus Afrika gekauften Sklaven, der dann über 90 wurde in Amerika.
Bisschen lustig wie phonetisch seine Sprache dargestellt wird und was der Mann und seine Familie über die Zeit erlebt haben.

Before we were yours
Ganz traurige Geschichte über "Waisen"heime in den USA in den 30-50er. Da gabs wohl eine Frau die letztendlich einfach Kinderhändlerin war.
Teilweise im Krankenhaus die Kinder den Müttern nach der Geburt weggeschnappt hat.
Die Geschichte ist rein fiktional, aber trotzdem bewegend.

Educated
Geschichte einer jungen Frau, aus einer orthodoxen Marmonenfamilie, die es schafft auszubrechen und am Enden einen PhD in Geschichte von Havard bekommt.
Die Situation und das Mindset der Familie ist einfach unreal. Alles Verschwörung der Regierung. Keine Medizin etc.
Die Eltern und ein Bruder einfach cray cray.


Man kann alle Bücher gut weglesen, gut geschrieben und spannend. Also vor allem die beiden letzten.
 
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Update zu meiner GRRM-Experience: Die ersten drei Bücher fand ich bis auf einzelne Längen großartig. Buch 4 enttäuscht leider mit der Auswahl der Plotstränge, was umso Tragischer ist, da die eigentlichen Mainplots imo trotzdem hervorragend gemacht sind. Bin froh, dass ich nicht fünf Jahre auf das Buch gewartet habe und danach nochmal so lange auf das nächste warten muss. :deliver:

[Edit]
Hab jetzt auch Buch 5 durchgehört und fand es wieder deutlich besser als Buch 4. Obwohl ers mit Subplots zum Teil übertreibt, insgesamt fantastische Erfahrung. FU Martin, dass du nicht fertig schreibst! Ich suche jetzt frantically nach irgendwas, das die Leere in meinem Fantasy-Herzen füllen kann :8[:
 
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GeckoVOD

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Walter Moers - Diverse

Ich wurde 'gezwungen' diverse Bücher zu lesen, analog zu @brulu s Hundeblick bei Hesse. Wieder erwarten waren die Bücher tatsächlich unterhaltsam. Wer Moers nicht kennt, er hat mit "Zamonien" eine ähnliche Welt erschaffen, wie es Pratchett mit der Scheibenwelt hatte. Disclaimer, Scheibenwelt mag ich trotzdem mehr, wahrscheinlich aus der Nostalgie heraus. Mir war unklar, dass Moers trotzdem doch sehr gut schreiben kann, hatte ihn als "Werner"-Typen abgestempelt. Tut man ihm immens unrecht.

Erstes Buch: Rumo
Buch über einen Wolpertinger und seine Reise durch Zamonien, in dem er immer wieder Abenteuer erlebt, ist wohl für den Einstieg in die Welt ganz gut. Hatte anfangs leichte Längen, nahm dann aber Fahrt auf, leider mit einigen sehr vorhersehbaren Twists. Anspruch auf Tiefe soll das Buch aber auch nicht haben. Fand's ganz nett, umgehauen hatte es mich noch nicht.

Zweites Buch: Der Schrecksenmeister
Buch über eine Kratze (Katze, die sprechen kann), die einen Pakt mit dem 'Schrecksenmeister' eingeht, bzw. eingehen muss. Kann man sich als Cross-Over zwischen Alice im Wunderland und dem Wunschpunsch von Ende vorstellen. Hat mir sehr, sehr gut getaugt. Buch profitiert davon, dass nicht dauernd die Welt vorgestellt werden muss und die Spannung recht schnell aufgebaut wird. Hab das im Sommer wirklich verschlungen, kam bei mir bei Büchern sehr selten vor. So mit 13 oder 14 hätte ich das mit Sicherheit in einem Go weggeballert, wäre es möglich gewesen.

Drittes Buch: Die Stadt der träumenden Bücher
Relativ abgefahrenes Konzept, es geht um einen poetischen Drachen, der in einer Stadt ankommt, in der Bücher verehrt werden. Unter der Stadt befindet sich ein Labyrinth aus alten Büchern mit mythischen Kreaturen, in das er reinfällt. Hauptcharakter ist echt nervig, aber die Story ziemlich gut und spannend. Auch das war das Lesen wert, kreativ war es alle mal.

Viertes Buch: Die 13,5 Leben des Käpt'n Blaubär
Ja, okay. Ist wohl als Einstieg in die Welt gedacht, man verfolgt den Blaubären von der Reise der Nussschale bis zum Ende seiner Reise durch die Welt. Story ähnelt im Abstrakten Rumo doch sehr. Liest sich okay, aber die Spannung kommt erst gegen Ende und auch da eher kurz. Schon sehr liebevoll geschrieben und könnte auch als Kinderbuch für Einstiegsleser durchgehen - Rumo eher nicht, weil dann doch ziemlich blutig.

Fünftes Buch: Das Labyrinth der träumenden Bücher
bin gerade dabei, Fortsetzung des anderen da oben. Bis jetzt ganz okay, sind aber gerade mal 60 Seiten oder so.

Bücher, die ich sonst so (nochmals) gelesen habe:
Herbert - Der Wüstenplanet, Der Herr des Wüstenplaneten, Die Kinder des Wüstenplaneten
Ohje, hatte ich alle besser in Erinnerung. Das erste Band ist monumental und gut, dann nimmt es rasant ab. So zumindest mein Eindruck. Spätestens bei den Kindern hab ich seitenweise diese Einleitungen mit den Zitaten einfach übersprungen, weil's dann echt zu viel ist.
 
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Das klingt interessant.
Bin ein riesen Fan von Scheibenwelt, ausgerechnet von Moers hätte ich das nicht erwartet.
An welche Altersgruppe richten sich denn die Bücher? Ich kenne ja Käptn Blaubär nur aus der Sendung mit der Maus.
 

GeckoVOD

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18.03.2019
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Schwer zu sagen, mein Tipp wäre bei Blaubär eher so Richtung Ende Grundschule tatsächlich, wobei es mich jetzt nicht gelangweilt hat. Rumo / Schrecksenmeister wäre schon eher ein Jugendbuch, definitiv nichts für kleine(re) Kinder. Vergleichbar mit der Scheibenwelt ist es nicht wirklich, weil Pratchett doch deutlich mehr produziert hat und den Schwerpunkt auf Humor hatte. Ganz so düster und erwachsen wie die Nachtwache bspw. ist keines der Bücher von Moers. Bei Moers würde ich schon eher den Schwerpunkt auf 'modernere' Märchen sehen, wobei auch das Wort etwas an der Materie vorbeigeht.
 
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Mal was leicht anderes gelesen:
Connie Willis, die Oxford time travel serie (Doomsday Book, To Say Nothing of the Dog, Blackout, All Clear).

Die Prämisse ist relativ unsinnig und unlogisch und muss man eben akzeptieren: In Naher Zukunft ist Zeitreisen möglich, und anstatt dass das das größte Dinge aller Zeiten ist was permanent von wissenschaftlern, Militärs und sonstwas für alles mögliche Eingesetzt wird und die Welt in ein massives Chaos stürzt, ist es ein eher unbedeutendes Ding was eigentlich nur von Historikern an Unis eingesetzt wird um sich die Vergangenheit anzusehen. Z.B. in Oxford, und um die Historiker da geht es.
Wie gesagt, völlig unsinnige Prämisse, aber sie ist ziemlich leicht zu akzeptieren. da es eben nur um die Historiker in Oxford (bzw. das was sie in der Vergangenheit in tun) geht. Das ergibt dann eine Mischung aus science fiction und historischer Roman, wobei der historische Roman dominiert. Im Gegensatz zu vieler klassischer scify/fantasy hat das dann auch nichts mit gut gegen böse, epischen helden etc. zu tun. Stattdessen mehr mit den historischen details, dem Schicksal der einzelnen charakteren etc.

Aus meiner sehr laienhaften Sicht exzellent recherchiert mit vielen interessanten Details, sehr schön und lebendig geschrieben Charakteren, einigen interessanten Wendungen und sehr gutem Schreibstil. Klare Empfehlung.
 
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