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Nachrichten, Randnotizen und Kurioses v4

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WENN ich es richtig verstehe, so entfällt sowohl die scheiße entlohnte PiA-Zeit und die Fälle, sowie der Prüfungsmurks mit den Insitutionen, weil man direkt nach dem Studium die Approbationsprüfung ablegen könnte. Das ist schon deutlich besser.
Das ist auf jeden Fall richtig, nur ist das natürlich nicht gleichwertig mit der Approbation nach Ausbildung - afaik kannst Du damit halt auch "nur" in Kliniken unter Anleitung arbeiten. Also Therapeutendasein ohne die Weiterbildung ist weiterhin nix. Aber ich steck da schon ne Weile nicht mehr drin, kann mich irren.
Weil es sich keiner ans Bein binden will und Psychoanalytiker generell sehr verschrobene Menschen sind.
Das ist jetzt schon fast OT aber ich werd nie verstehen, warum PA v.a. in den USA nach wie vor so einen Riesenstellenwert bzw Ansehen hat. Komplett seltsam. Das kann doch echt nur Popkultur sein, oder?

Was den Rest angeht: das ist jetzt auch eher anekdotisch, aber ich bin häufig auf die Haltung gestoßen, dass langfristig die Therapieschulen "vereint" gehören. Immer wieder gehört dass Patienten eben teils auf Elemente der VT, teils auf Elemente der TP, teils auf Elemente der Schematherapie mehr ansprechen und man das idealerweise in der Therapie auslotet - kannste aber halt auch nur, wenn Du das alles offiziell intus hast, und die Abrechnung ist eben zumindest offiziell schwierig.


20 Einheiten beim Beispiel schwerer Depression auf ein Jahr zu strecken ist schon sportlich. Aber davon ab: kannst ja mal die "Rastertherapie" von Spahn googlen.

Kostenübernahme ist weiter ein Thema, und mWn wird das zunehmend erschwert. Glaube da gibts mittlerweile den Kunstgriff, Leute zur probatorischen Sitzung (Erstgespräch? Hab den Begriff grad nicht parat, wie immer es heißt, die Stunde, von der Praxen glaub ~2 im Monat anbieten müssen) zu bugsieren und dann zu argumentieren, dass ja Erstversorgung stattgefunden habe, also keine Not besteht. Ist ja eh pervers, das Verfahren Menschen, die eh schon im Handeln durch psychische Leiden eingeschränkt sind, zuzumuten, aber gut, same old song.
 
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GeckoVOD

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Das ist auf jeden Fall richtig, nur ist das natürlich nicht gleichwertig mit der Approbation nach Ausbildung - afaik kannst Du damit halt auch "nur" in Kliniken unter Anleitung arbeiten. Also Therapeutendasein ohne die Weiterbildung ist weiterhin nix. Aber ich steck da schon ne Weile nicht mehr drin, kann mich irren.
Ich kenne mich auch nicht in der Tiefe aus, aber das ergäbe doch wenig Sinn? Als Psychologe kannst du doch schon immer "unter Anleitung" arbeiten, die Approbation ist doch nur noch für die Abrechnung und den Kauf eines Kassensitzes da, weil dadurch der Eintrag in das Facharztregister und die Kammerzulassung erfolgt. Weiterhin verschiebt sich der Fokus von erzwungener Supervision auf erzwungene Intervision (bis zu einem gewissen Grad) sowie dem Zwang sich kontinuierlich weiterzubilden.

Das ist jetzt schon fast OT aber ich werd nie verstehen, warum PA v.a. in den USA nach wie vor so einen Riesenstellenwert bzw Ansehen hat. Komplett seltsam. Das kann doch echt nur Popkultur sein, oder?

Was den Rest angeht: das ist jetzt auch eher anekdotisch, aber ich bin häufig auf die Haltung gestoßen, dass langfristig die Therapieschulen "vereint" gehören. Immer wieder gehört dass Patienten eben teils auf Elemente der VT, teils auf Elemente der TP, teils auf Elemente der Schematherapie mehr ansprechen und man das idealerweise in der Therapie auslotet - kannste aber halt auch nur, wenn Du das alles offiziell intus hast, und die Abrechnung ist eben zumindest offiziell schwierig.
Ich habe so halb durch die Prüfung meiner Frau "mitgelernt", bzw. aus Laieninteresse und wegen beruflicher Notwendigkeit diverses mitgelesen und diskutiere auch gern mit den Leuten da. Komplett fachfremd bin ich jetzt nicht, aber ich finde sowohl PA als auch VT sehr "interessant". VT scheint irgendwie den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, die ganze Empirie hinter der Therapie / Ansätzen der Therapie finde ich als Sozialwissenschafter echt gewagt. Da wird häufig irgendwas gemacht und dann als Erfolg verbucht, weil die Klienten sechs Monate später nichts mehr haben zu scheinen. Es gibt zwar deutliche Hinweise, dass sich dann bei bspw. Phobien die Ausprägung ändert und andersartig wieder auftritt, aber so richtig kritisch gewürdigt wird das selten. Psychoanalytiker wirken auf mich meist so, als ob sie ganz viel Theorie haben, aber Empirie was für andere ist. Es ist ein bißchen so wie die Empfehlung Sinupret bei Schnupfen zu nehmen. Wenn die Behandlung dann vorbei ist (die Packung leer), dann geht's dir i.d.R. auch besser. Überspitzt zu beidem ausgedrückt, nicht dass ich meine TP wäre jetzt der heilige Gral.

20 Einheiten beim Beispiel schwerer Depression auf ein Jahr zu strecken ist schon sportlich. Aber davon ab: kannst ja mal die "Rastertherapie" von Spahn googlen.

Kostenübernahme ist weiter ein Thema, und mWn wird das zunehmend erschwert. Glaube da gibts mittlerweile den Kunstgriff, Leute zur probatorischen Sitzung (Erstgespräch? Hab den Begriff grad nicht parat, wie immer es heißt, die Stunde, von der Praxen glaub ~2 im Monat anbieten müssen) zu bugsieren und dann zu argumentieren, dass ja Erstversorgung stattgefunden habe, also keine Not besteht. Ist ja eh pervers, das Verfahren Menschen, die eh schon im Handeln durch psychische Leiden eingeschränkt sind, zuzumuten, aber gut, same old song.
Ich ahne übles und hab keinen Bock auf Artikel mit seiner Fratze als Symbolbild. Es ist eher so für "in der Regel" gemeint, so ich es beobachten konnte. Schwere Depressionen werden meist in der Ambulanz in der Diagnostik wirklich eingehend geprüft und nicht mehr nur von Psychotherapeuten alleine, so mein Eindruck. Bei Abspracheunfähigkeit kommt sowieso die Geschlossene mit Stabilisierung, dann erst enger und später weiterer Taktung, aber das wäre nicht so der "normale" Fall. Ich erahne allerdings worauf es abstellt, zukünftig wird es wahrscheinlich mehr Drehtür-Patienten geben, die Einweisung - Suche - Einweisung - Suche - n+1 - Therapieplatz kriegen.

Ansonsten braucht es wahrscheinlich sowieso Medikamente, weswegen es dann wieder Fachärtze für das Rezept braucht, also ist der Ablauf auch wieder anders. Glaube hier ist immer die Prüfung, ob das Medikament denn nicht ausversehen den Suizid bedingt, weil die Motivation wieder da ist.

Prinzipiell aber trotzdem, ich sehe jetzt nicht in der Unwilligkeit die langen Schlüssel rauszuballern das Problem. Wenn die Anlaufstellen für die Schnellversorgung sofort reagieren können, dann wären die schweren Depressionen auch früher vermeidbar. Das Wenn ist aber schon nicht gegeben und das ist deutlich gruseliger. Die Häufigkeit, mit der mir berichtet wird, dass schon wieder die Geschlossene zu über 120% Belegung hat, hat sich in den letzten zwei Jahren gefühlt vervierfacht.
 
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Joa eine Versorgung, die dem Bedarf eh schon nicht gerecht wird, nochmal mit dem Dampfhammer angehen. Das wirds richten.

Jeder 3. hat eine psychische Erkrankung? Eine psychische Erkrankung die man behandeln müsste?

Kann das überhaupt sein?
Ich mein... Wie viele PsychologInnen bräuchte man um das überhaupt zu stemmen?
 
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Hm also eine Prävalenz von ~30% hab ich noch von vor 10 Jahren im Kopf, klingt für mich jetzt also weder neu noch weit hergeholt.

e: hab jetzt leider nix primäres zur Hand, aber

und hier von 2013(!)
Insgesamt sei die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren nicht „psychisch kränker“ geworden, versicherte Wittchen beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) im November 2012. Die Gesamtprävalenz von einem Drittel liege sogar ein wenig unter der in der EU mit 38,2 Prozent.
:ugly:
 
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haschischtasche

Ährenpenis
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Jeder 3. hat eine psychische Erkrankung? Eine psychische Erkrankung die man behandeln müsste?

Kann das überhaupt sein?
Ich mein... Wie viele PsychologInnen bräuchte man um das überhaupt zu stemmen?
Naja, da gehst du irgendwie im Gegensatz zu körperlichen Krankheiten davon aus, dass jede psychische Erkrankung irgendwas chronisches ist.
Wenn man sich auferlegt die alle zu behandeln, dann wären es ja weitaus weniger. Der Anteil der Menschen mit 'ner Psychose oder Dysthymie die man praktisch nicht rausbekommt egal was man an Ressourcen reinsteckt, der ist verhältnismäßig klein.

Auf der physischen Seite geht die Prävalenz praktisch näher Richtung 100% als 30%, aber da hat sich (zumindest in den letzten 100 Jahren oder so) auch nie jemand gefragt "Wie viele Ärzte bräuchte man um das überhaupt zu stemmen?"
 
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Jeder 3. hat eine psychische Erkrankung? Eine psychische Erkrankung die man behandeln müsste?

Kann das überhaupt sein?
Ich mein... Wie viele PsychologInnen bräuchte man um das überhaupt zu stemmen?
Die Definition einer Erkrankung ist IMO ja erstmal, dass durch den Zustand ein gewisser Leidensdruck entsteht. Das heißt noch nicht, dass das notwendigerweise zu behandeln ist bzw. dass man ohne Behandlung gar nicht mehr funktionieren kann. Und ich denke eher so bei 50% der Menschen, die ich etwas näher kennenlerne, dass ne Therapie für gewisse Punkte vielleicht ne ganz gute Idee wäre. :deliver:
 
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Ich glaub bei den meisten Leuten wär die beste Therapie einfach ihren Job oder Partner zu kündigen und sich was anderes zu suchen.

Natürlich nicht wenn die schwere Depression, Stress-Belastungsstörung oder was auch immer schon da ist, dann ist zu spät (und der Job erledigt sich dann meist auch von allein....).
 

GeckoVOD

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Weil du Doppelzitat hast, der nix anzeigt (danke für nichts Admins!!!!111111): Ja, fick mich, meine Unkenntnis. Sehr interessant, weil es scheinbar auch von Studenten und Niedergelassenen noch nicht verstanden wird. Ja, dann ist die Reform und der Studiengang ein mutiger Schritt in eine Richtung, der mit dem Tempo quasi geologisch belegbar sein wird, wenn der Gletscher sich ausweitet, in paar Jahrzehnten.
 
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Ich habe so halb durch die Prüfung meiner Frau "mitgelernt", bzw. aus Laieninteresse und wegen beruflicher Notwendigkeit diverses mitgelesen und diskutiere auch gern mit den Leuten da. Komplett fachfremd bin ich jetzt nicht, aber ich finde sowohl PA als auch VT sehr "interessant". VT scheint irgendwie den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, die ganze Empirie hinter der Therapie / Ansätzen der Therapie finde ich als Sozialwissenschafter echt gewagt. Da wird häufig irgendwas gemacht und dann als Erfolg verbucht, weil die Klienten sechs Monate später nichts mehr haben zu scheinen. Es gibt zwar deutliche Hinweise, dass sich dann bei bspw. Phobien die Ausprägung ändert und andersartig wieder auftritt, aber so richtig kritisch gewürdigt wird das selten. Psychoanalytiker wirken auf mich meist so, als ob sie ganz viel Theorie haben, aber Empirie was für andere ist. Es ist ein bißchen so wie die Empfehlung Sinupret bei Schnupfen zu nehmen. Wenn die Behandlung dann vorbei ist (die Packung leer), dann geht's dir i.d.R. auch besser. Überspitzt zu beidem ausgedrückt, nicht dass ich meine TP wäre jetzt der heilige Gral.
Die Theorie bei VT hat sicher auch hier und da mal seltsame Auswüchse, aber bei PA ist das Grundkonstrukt halt schon recht wild. In Frankreich haben die wohl noch recht lang (bis in die frühen 2000er) als Psychotest gehabt "male einen Baum"...wenn die Krone dann nach rechts geneigt war hattest du Problem A, war sie nach links geneigt Problem B und war er besonders groß oder klein halt Probleme C/D...ja nee is klar :mond:
 
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