Keine Frage
Ein Topic nach meinem Geschmack
Grafikerin? Kommt eigentlich nur das 15" Zoller PowerBook in Frage, und zwar mit Superdrive und 1GB RAM.
Begründungen allgemein:
- Dies ist ein Gerät, welches zu den Ausbildungskosten gezählt werden muss. Heute wird man kein Grafiker ohne Computer. Daher gar nicht erst die Sinn-Frage nach einem guten Gerät aufkommen lassen, es ist ein Muss.
- Da dies Gerät sie während der GANZEN AUSBILDUNG begleitet, was wohl zwischen 3 und 5 Jahren dauern wird, braucht man POWER. Und zwar nicht nur ein Computer, der heute und in einem halben Jahr von der Leistung her ok ist, sondern eben auch in 3 oder 4 Jahren durchaus gute Leistung bringt. Nimm also ja kein LowEnd-Gerät! Anfangs scheint die Maschine als ein Overkill (zu gut für die Bedürfnisse), dies ändert sich aber im Laufe der Zeit.
- Das Gerät wird täglich während mehreren Stunden gebraucht. Daher muss es immer einwandfrei laufen und nur ein Minimum an Wartung benötigen.
Soweit die ersten Anforderungen/Begründungen.
Begründungen, wieso gerade 15" PowerBook:
- Ein Laptop muss mobil sein. Mit einem 17" Screen sehe ich da bereits einige Komplikationen. Wenn die Maschine wirklich tragbar sein soll, dann darf sie nicht grösser sein als 15", weil man sie sonst nur schlecht verstauen und ohne Gefahr auf Defekte mitnehmen kann. Daher scheidet der 17" aus.
-Bei einem kleineren Screen kommt das Problem auf mit der zu kleinen Arbeitsfläche. Als Grafiker hast du komplexe Programme mit mehreren Werkzeugleisten, welche links und rechts am Rand bereits Platz beanspruchen. So schrumpft die effektive Arbeitsfläche, wo man das Objekt in Arbeit sieht, drastisch. Mit einem Screen unter 15" wird das Ganze zu knapp. 12" PowerBook weg.
- Grafik bedeutet Photoshop, Illustrator, Indesign, Webdesign-Programme allgemein, Animationsprogramme, etc. Das bedeutet: richtig hardware-hungrige Anwendungen kommen zum Einsatz. Als (angehender) Profi entscheiden auch kleine Leistungssteigerungen über einen guten "Workflow": wenn man für jeden Drecks-Filter und jede Operation schon nur zwei Sekunden warten muss, kann das die Inspiration, die Kreativität und das allgemeine Arbeitsempfinden empfindlich beeinflussen. Unbefriedigte Gefühle gegenüber der Maschine bis hin zum totale "Kreativitätsstaus" (ähnlich dem Schreibstau) sind die Folgen. Daher entscheiden eben auch die Sekunden, die eine schnellere (teurere) Maschine einspart. Grad bei Animationen sind wir jedoch nicht im Sekundenbereich; vielmehr önnen hier die Berechnungszeiten Minuten oder Stunden betragen! Daher das besser ausgestattete PowerBook mit G4 1.25GHz (statt „nur“ 1GHz) und einer wirklich guten Notebook-Graphikkarte, die Radeon 9600 mit 64MB DDR RAM
- Als Profi hast du nie nur ein Programm am Laufen. Vielmehr sind da Photoshop, Layout-Software, Protokollierungsapplikationen und weitere Helfer GLEICHZEITIG offen. Zudem hat man schnell Dateien mit einigen Dutzend, wenn nicht einigen Hundert MByte Grösse. Daher ist viel RAM unausweichlich; 1GB ist für die meisten Anwendungen genug. --> RAM Upgrade von Anfang an.
- Wo mit grossen Datenmengen gearbeitet wird, fallen grosse Datenmengen an, welche ge-Backup-et werden müssen. Was eignet sich da besser als ein DVD-Brenner mit momentan 4,7GB Kapazität? Vergiss den einfachen CD-Brenner, mit 700MB kannst grad knapp eine grössere Photoshop Datei speichern. --> DVD-Brenner, in Apple-Sprache "Superdrive". Zudem sind die 80GB Platten zwar nicht nur beim PowerBook möglich, aber sie sind da drin. 80GB ist im Moment die Notebook-Festplatte (2,5“ Formfaktor) mit der grössten Kapazität.
- Das PowerBook bietet moderne Schnittstellen: ein PCMCIA-Karten Slot für Erweiterungen (Stichwort Zukunft), USB 2.0, FireWire 800 (Stichwort Zukunft), FireWire 400, Bluetooth (Stichwort Zukunft), 1000Mbit Netzwerkkarte, WiFi 802.11g mit 54Mbit/sec (Stichwort Zukunft). Kurz: Top-Ausstattung.
Wieso Apple? Begründungen:
-Zwei Punkte sind von einem gebildeten Standpunkt her unanfechtbar: Stabilität des Systems und SICHERHEIT des Systems sind bei MacOS X nicht schlagbar im Bereich der Computer für das "gemeine" Volk. Klar gibt es *nix/sun/solaris/was-weiss-ich - Lösungen, die stabiler sind als ein G4 mit MacOS X. Diese Maschinen sind jedoch erstens nicht portabel und zweitens für Privatpersonen ungeeignet, da zu teuer und aufwändig zum benützen. Deshalb bleibt das PowerBook unerreicht. Wer was anderes behauptet, ist nicht gebildet (darum die Erwähnung am Anfang).
- Wusstest du, dass es KEINEN einzigen Virus für MacOS X gibt? Gibt keinen. No Joke! Erstens ist es schwieriger, einen Virus für Unix zu schreiben als für Windows; Zweitens ist der Marktanteil der Macs zu gering, als dass der Aufwand lohnen würde. Daher ist Antivirensoftware total unnötig (<-- gilt nur für Macs!); die macht den Computer eh nur langsamer. Ok, es gibt sogenannte Makro-Viren, die in MICROSOFT Word und MICROSOFT Excel-Dateien versteckt sein können. Dies ist die einzige „virale Bedrohung“, die aber durch entsprechende Funktionen in der Mac-Version von Microsoft Office eliminiert sind. Immerhin wird das Verschulden von Microsoft selber korrigiert.
- Soll niemand kommen mit Kompatibilität: die ist seit jeher gegeben. Word, Excel, PowerPoint, Bildformate wie jpg/bmp/tiff/eps/etc, Videoformate wie avi/mpg/mov/etc., Sound wie mp3/ogg/aac/aiff/wave/etc. ALLES PLATTFORMÜBERGREIFEND. File-/Printersharing mit WindowsXP/2k/ME/98/95, Linux und anderen Plattformen seit MacOSX kein Problem.
Dies für den Anfang, für weitere Ausführungen kann ich dir meine Bankkontonummer geben..
Um einen fairen Vergleich mit WinXP-Lösungen zu machen:
Evtl. ist ein Win-Notebook ebenbürtig, kann schon sein (ich bin da überhaupt nicht voreingenommen und schaue regelmässig die Konkurrenzprodukte an). Dazu wird auf jeden Fall ein Intel Centrino Prozessor benötigt mit mindestens 1,5GHz Taktung. Die P4 und Athlon-Varianten sind nicht annähernd so leistungsfähig wie ein G4 oder ein Centrino! zudem ist der Stromverbrauch des G4 geringer und damit die entwickelte Hitze kleiner und die Akkulaufzeit länger! Weiter müsste ein Win-Laptop eine Grafikkarte haben mit eigenem Speicher, nicht so ein Shared-Memory Scheiss, wo alles ins Stocken gerät, auch bei 2D-Anwendungen! Auch ein Nvidia-Chip, so z.B. Geforce Go 440, kann NIEMALS mit den ATI Chips mithalten, weder bei stationären Maschinen (wo Nvidia lächerliche Karten macht Punkto Lärm/Preis/Leistungsaufnahme), und bei Mobilen Computern schon gar nicht. Ein Win-Laptop mit 1GB DDR-RAM sollte mittlerweile kein grösseres Problem mehr sein.
Als evtl. ebenbürtig bezeichne ich also ein Windows-Notebook mit folgenden Eigenschaften:
- 1.5GHZ Centrino CPU
- 1GB DDR-RAm
- Grafikkarte mit eigenem Speicher, Grössenordnung ATI Radeon 9600 mit 64MB DDR-Speicher
- FireWire-Port mit 6PIN (!!), was eh keines hat. Und FireWire 800 schon gar nicht.
- 54Mbit wireless lan; gibt’s noch nicht oder erst seit ganz kurzem
- PCMCIA Kartenslot
- ansonsten ähnliche/gleiche Ausstattung wie PowerBook
Ein WindowsXP-Laptop mit diesen technischen Eigenschaften wird aber mindestens soviel kosten wie das PowerBook. Zudem möchte ich dann noch Akkulaufzeit, Gewicht und Langlebigkeit vergleichen (wo das PowerBook wiederum kaum schlagbar ist, insofern man nicht eines der Alu-Books der ersten Revision gekriegt hat). Leider wird es kein Windows-Laptop mit so wenig Wartungserfordernissen wie ein PowerBook geben... „Microsoft sei Dank“. Daher insgesamt Sieg auf der ganzen Linie für das PowerBook 15“.
Ende (endlich...)
Und nun kommt ihr Windows-Jünger und windet euch

Ich heisse berechtigte Einwände herzlich willkommen und lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber bitte verifiziert euren Quatsch, bevor hier Noob-Talk losgeht. Thx.
Gruss, Eat_no_Fish!