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Eure Nachrichtenquellen

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Zwei Aufhänger
Esken hat sich übrigens meines Erachtens sehr achtbar geschlagen gemessen an meinen Erwartungen, hat sich aber auch einen Haufen Klöpse geleistet die sich wohl am ehesten mit mangelnder politischer Erfahrung (oh the irony) erklären lassen. Nowabo wiederum … gibt's den noch?
Von der Esken habe ich nur ein einziges mal was mitbekommen und zwar als sie auf einmal auf dem Säuretripp war, die Diskussion um institutionellen Rassismus bei der Polizei 1:1 auf Deutschland zu übertragen, was ich als linksgrünversifter Gutmensch für, äh, eher schräg befunden habe - diplomatisch ausgedrückt. Ich folge aber seit ca. zwei Jahren keinem deutschen Medium mehr regelmäßig, da die dt. Innenpolitik irgendwann zu dumm und zu langweilig war um sich näher damit zu beschäftigen. Seitdem beziehe ich meine News von ORF und NZZ. Nachdem sich das grade aber wieder ändert wollte ich mal in die Runde fragen wo das bw.de-Volk seine Nachrichten bezieht. Viele scheinen ja diese dödelhaften Talkrunden da zu schauen, aber wie man an meiner Formulierung schon erahnen kann bin ich da nicht so der Fan davon. Viel zu zeitintensiv, insbesondere für den Gehalt, der geboten wird.

Ich suche also ein gescheites, qualitativ hochwertiges Nachrichtenportal, das mich über deutsche Innenpolitik gut informiert. Wyrde mir auch ein Bezahlabo leisten. Bitte um Vorschläge.


Naja, das war halt das Überbleibsel des "richtigen" Jugoslawiens. Serbien (und damit primär Milosevic) hat davon geträumt, den Laden wieder allein in den Griff zu bekommen. Als der Kosovoeinsatz lief, war die Geschichte eigentlich schon durch. Aber formal haste natürlich recht.

@Maggus: https://www.sueddeutsche.de/politik/markus-soeder-cdu-csu-armin-laschet-kanzlerkandidatur-1.5274626

aber paywall. bei interesse am interview pn, hab n abo.
Die SZ hatte ich vor ca. zehn Jahren mal eine Weile als Print abonniert. Damals gefiel mir natürlich ihre Anti-CSU-Einstellung. :deliver: Wobei ich den Wirtschaftsteil eher schlimm in Erinnerung hatte - warum Marc Beise noch niemand die Gesichtshaut abgezogen hat ist auch was, was mal noch geklärt werden muss. Wie ist das denn heute?

Danach habe ich lange Zeit Online gelesen, wurde mir dann aber zu dumm, da endlos mit irgendwelchen pseudointellektuellen Sexstories zugemüllt zu werden.

ORF mag ich echt gerne. Sehr übersichtliche HP ohne großen Schnickschnack, was es erlaubt, ohne große Scrollerei die Überschriften zu den relevanten Themen zu scannen. Wenn ich das mal mit tagesschau.de vergleiche, wo die Startseite im Prinzip aus einem riesigen Foto besteht. :aaaa: Außerdem berichten die sehr solide über Parlamentssitzungen. Strukturierte Artikel, wo jede Partei einen Absatz kriegt. Hätte gerne was vergleichbares für D.
 
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Ich informiere mich im wirklich sehr überwiegenden Teil über die öffentlichen-rechtlichen (in D):
ARD
ZDF
WDR
(sowohl TV als auch internet)
Rest mal so nebenbei ohne Nennung von Seiten/Portalen. Das ist einfach zu unspezifisch.

Ich beziehe keine Tages- oder Wochenzeitung oder Wochenmagazin.
 
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Derzeit meistens tagesschau.de und tagesspiegel.de sowie Tagesspiegel Checkpoint (Newsletter). Gelegentlich die Seiten von FAZ, Süddeutsche und Zeit, wenn ich grad mal wieder ein Probeabo am Start hab. Selten mal den Spiegel für bestimmte Artikel oder Interviews, die mich interessieren.
Seit der Pandemie hab ich angefangen öfter mal bei ein paar Leuten aus Twitter reinzuschauen und lese dann ab und zu verlinkte Artikel, die nicht hinter Paywall sind.

Früher hab ich noch oft Zeitungen in Cafés gelesen - dann auch meistens Tagesspiegel, Süddeutsche, Zeit, seltener FAZ -, aber das fällt aktuell natürlich weg.

[Edit]
Höre tatsächlich ab und zu noch in die Lage der Nation rein (Podcast). Früher ganz gern als Nachrichten-Zusammenfassung gehört, heute bin ich von ausufernden Meinungspassagen und der leicht schleimigen Art schneller genervt und Skipper höchstens noch durch.
 
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Gustavo

Doppelspitze 2019
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Dir Strolch sollte man wohl erst mal etwas Zucht und Ordnung(spolitik) näherbringen, insofern ist die FAZ eindeutig Pflichtlektüre. :deliver:


Im Ernst: Ich fühle mich ehrlich gesagt von den deutschen Medien nur so mittelmäßig informiert. Habe auch noch kein Medium gefunden, wo ich mich so umfassend informiert fühle, dass ich es alleine nutzen würde. So wie es momentan aussieht schaue ich ein oder zweimal pro Tag auf Spon, Welt, Zeit, FAZ und Süddeutsche und picke mir raus, was mich interessiert. Ist aber mühsam, gebe ich zu.
 
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Wie würdest du so allgemein die Ratio von frei vs Paywall bei den interessanten Sachen einschätzen?

Ich habe in den letzten Jahren fast alle größeren Zeitungen als Probeabo durch und bin leider nie irgendwo hängen geblieben. Dabei gefällt mir eigentlich die Idee regelmäßig ne Zeitung ins Haus zu kriegen.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Wie würdest du so allgemein die Ratio von frei vs Paywall bei den interessanten Sachen einschätzen?

Ich habe in den letzten Jahren fast alle größeren Zeitungen als Probeabo durch und bin leider nie irgendwo hängen geblieben. Dabei gefällt mir eigentlich die Idee regelmäßig ne Zeitung ins Haus zu kriegen.

Ich habe das Gefühl das meiste was tatsächlich gut ist landet bei vielen hinter der Paywall. Ist allerdings auch so, dass vieles davon dann aus der physischen Ausgabe stammt, an die ich über die Bibliothek doch rankomme. Bei der SZ ist die Ratio definitiv unter aller Sau, bei den anderen gemischt mäßig. Der Spiegel hat in letzter Zeit immer mehr Sachen hinter die Paywall gesteckt, FAZ hat manchmal auch gute Sachen außerhalb. Bei der Welt habe ich ironischerweise das Gefühl, die schlechtesten Sachen sind hinter der Paywall weil das viel clickbait für Welt-Leser ist.
 

GeckoVOD

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Hatte die letzten Jahre:

- zwei lokale Zeitungen via e-Paper
- SZ+
- diverse in- und externe Newsletter der Verbände (so 20+)

alles über Arbeit. Täglichen Corona-Update-Shit lesen (müssen) hat mir erstmal gelangt und brauche ich auch für die tägliche Arbeit gottseidank nicht mehr. Aktuell genügt mir daher Google News Feed (angepasst) und nordbayern.de / Br.de und der öffentliche Bereich der Tageszeitungen dick aus.

Früher hatte ich mal wirklich intensiv Calibre genutzt, um mir da paar Zeitungen zu saugen. Kommt ja dick was bei rum, ziemlich noice für E-Reader / Tablet. Evtl. mach ich das wieder.
 
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zeit, faz, spon, sueddeutsche, kicker, tagesschau, spektrum, u.w., sowie div. polittalks und magazine in den ör. darüber hinaus noch ein paar ausländische blätter.
 
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Dir Strolch sollte man wohl erst mal etwas Zucht und Ordnung(spolitik) näherbringen, insofern ist die FAZ eindeutig Pflichtlektüre. :deliver:
Du meinst als Kompensation für die linksgrüne Propaganda von der NZZ? :troll:

Scheine ja nicht der einzige zu sein, der das dt. Medienangebot oft eher so mittelgut findet. Lest ihr denn auch ausländische Medien?
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Du meinst als Kompensation für die linksgrüne Propaganda von der NZZ? :troll:


Das Westfernsehen ist, ganz wie es sich für den Kapitalismus gehört, doch vollständig auf vom Zuschauer gewünschtes Idpol-Bashing umgeschwenkt und kümmert sich nicht mehr um die Wirtschaft. Immer nur "trans" hier und "gender" da, aber was ist mit der harten Hand des Staates, der dem Markt die guten und richtigen Regeln (Sparsamkeit, Verrechtlichung, Schuldenbremse) aufzwingt, welche er braucht, um perfekt zu funktionieren? :deliver:


Scheine ja nicht der einzige zu sein, der das dt. Medienangebot oft eher so mittelgut findet. Lest ihr denn auch ausländische Medien?


Kenne ehrlich gesagt kein ausländisches Medium, das ordentlich über die Situation in Deutschland berichtet. Lese die NYT, aber dann wirklich für US-Nachrichten. Die zweimal im Quartal "wir haben jemandem aus dem Berlin-Büro aufs flache Land geschickt, um Reportagen zu schreiben" Artikel zu Deutschland kann man sich sparen.
 
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pinko

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Die NYT ist schon sehr gut, lese da auch gerne mal was, wenn ich mich über US-Themen informieren will.
Allgemein hat man halt nur begrenzt Zeit jeden Tag, insgesamt stecke ich ich zwischen 30 und 60 Minuten ins Informieren, meist in der U-Bahn oder kurz vorm Aufbruch in die Arbeit.

Was ich sonst so lese: Zeit, FAZ, SZ+ (wg. München und den oft wirklich guten Interviews und Reportagen), spon.
Alles online, habe mir zuletzt im Jahr 2007 eine gedruckte Zeitung gekauft.

Ansonsten höre ich gelegentlich Podcasts. Aus Dtl. "Das Politikteil" und "OK, America" von Zeit.de, "The daily" und "Post reports" von drüben. Ideal in der U-Bahn. Früher hab ich fanatisch viel Radio gehört, das ist durchs Internet und Podcasts weniger geworden.

TV schau ich nicht.
 
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hab ne news aggregator app und da basler zeitung, the guardian, bbc news, zeit, faz und stuttgarter zeitung gefaved. nzz geht natürlich auch immer :deliver:
 
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Berliner Zeitung für die Lokalnachrichten seit Jahren. Für nen allgemeineren Überblick lese ich in der SZ.
Wenn ich mich in etwas vertiefen will, kommt's drauf an. Sich "mal schnell" einen Überblick über die Seriösität einer Quelle zu verschaffen kostet halt Zeit, wenn es nicht gerade riesengroße Lettern und Bauernsprech sind.

Nutze zur Zeit kein kostenpflichtiges Angebot, überlege hin und wieder mal, ein (kleines) Digitalabo abzuschließen.
 
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  • The Economist -- weltweit, liberal, pragmatisch. Old-school im positiven Sinne ("die Zeitung" hat eine Meinung [oder nicht], nicht der Autor). Mein einziges privates Paid Abo.
  • Financial Times -- Abo über die Firma. Geschichten wie Wirecard bestätigen Qualität und Relevanz.
  • Reddit, Facebook -- als Leads zu Links diverser Medien
  • Bild, Spiegel, Handelsblatt, SZ, Tichys Einblick als deutsche Medien, wo ich öfter etwas lese für einen breiten Überblick
 

parats'

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Wie ich beim lesen von Xantos Post schon so einen Kommentar gesehen habe.
 
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wo bleibt denn Kritiker?
Warte auf so nice drops wie:
RT Deutsch, Reitschuster, Rubikon, Epoch Times, KenFM, Nachdenkseiten, SchrangTV, Gunnar Kaiser, Privatinvestor TV, Danielle Ganser, Fair Talk, NuoViso... (hab ich was vergessen? Wie hieß der eine Typ der in Thailand rumgammelt?)
 
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Kommt drauf an ob ich in der Stimmung bin mich emotional zu ritzen und mir unfassbare Dummscheisse antun will, die man nur noch mit ordentlich Hass ertragen kann, dann lese ich Spiegel, Zeit, Süddeutsche und wenn ich so richtig in die aller tiefsten Abgründe menschlicher Endverblödung blicke will noch die Jugendmagazine wie jetzt, ze.tt oder sowas wie Vice.

Wenn ich meinen Blutdruck niedrig halten möchte und einfach nur vernünftige, zustimmungsfähige Meinungen lesen will, greife ich zur NZZ. Das ist aber langweilig, man liest es, nickt alles ab, denkt sich „stimmt alles ganz genau“ und fertig. boooring.
 
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Guter Punkt. NZZ habe ich in der Aufzählung vergessen. Wäre mein drittes Abo nach Economist und FT, wenn ich nicht so geizig wäre dabei.
 
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wo bleibt denn Kritiker?
Warte auf so nice drops wie:
RT Deutsch, Reitschuster, Rubikon, Epoch Times, KenFM, Nachdenkseiten, SchrangTV, Gunnar Kaiser, Privatinvestor TV, Danielle Ganser, Fair Talk, NuoViso... (hab ich was vergessen? Wie hieß der eine Typ der in Thailand rumgammelt?)
Immer wieder erstaunlich, wie sich die kritiker von kritiker besser im kritikermilieu auskennen als kritiker. Fragen!!!

Ich les kaum noch Nachrichten, weil ich inzwischen alles weiß
 
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Ich suche also ein gescheites, qualitativ hochwertiges Nachrichtenportal, das mich über deutsche Innenpolitik gut informiert. Wyrde mir auch ein Bezahlabo leisten. Bitte um Vorschläge.
Ich leiste mir ein FAZ-Abo. Vermutlich würde ich noch die SZ dazunehmen wenn es mir nicht zu teuer wäre und ich ohnehin schon für die FAZ kaum richtig Zeit habe.
Ist schon in Ordnung. Aber man kennt halt mit den Jahren seine Pappenheimer und weiß zu welchen Themen man welche Autoren nicht einmal mehr überfliegen muss. Lange Interviews und detaillierte Artikel mag ich da trotzdem.
Ansonsten sind Financial Times, NYT, Guardian und Independent einen Blick wert. Dezidiert nicht: The Economist.

edit: Die taz war zu Deniz Yücel-Zeiten noch großartig. Jetzt sind die Perlen leider selten geworden, aber es gibt sie noch … allerdings immer noch der gleichen Handvoll Autoren.
 
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pinko

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Habe gerade mal Tichys Einblick angeschaut. Um Gottes Willen. Wer das ernsthaft liest, disqualifiziert sich als Mensch. Die Hälfte aller Schlagzeilen besteht aus total schlauen rhetorischen Fragen. Beispiele:

Wutwelle gegen „allesdichtmachen“: Sollen jetzt „Feindeslisten“ angefertigt werden?
Schauspieler kritisieren die Bundesregierung - ist auch das schon verboten?

Das sieht ehrlich gesagt schlicht nach RT aus. Desinformation, "wird man ja wohl noch denken dürfen"-Scheiße. Sollen und dürfen die Leute da natürlich schreiben, aber wer das als differenzierten Journalismus wahrnimmt, hat einen Dachschaden.

Sorry, anders kann ich es nicht ausdrücken. Würde das nicht mal for teh lulz lesen.
 
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Nachrichtenquellen suche ich garnicht, die suchen und finden mich weil ich VIP bin. Ne mal im Ernst, man wird ja sowas von zugeschüttet dieser Tage da kannste schon gar kein Bock mehr drauf kriegen. Alleine durch Freunde, Radio, Fernseh, Youtube oder einfach mal im E-Mail kucken >bums haste schon die News die dir ins Gesicht geklatscht wird. Klickste auch nur eines an, kannste sicher sein das dir die nexten 10 Vorschläge wieder was mit dem zu tun haben wird.
 
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Habe gerade mal Tichys Einblick angeschaut. Um Gottes Willen. Wer das ernsthaft liest, disqualifiziert sich als Mensch. Die Hälfte aller Schlagzeilen besteht aus total schlauen rhetorischen Fragen. Beispiele:

Wutwelle gegen „allesdichtmachen“: Sollen jetzt „Feindeslisten“ angefertigt werden?
Schauspieler kritisieren die Bundesregierung - ist auch das schon verboten?
Es ist extrem stark von den Autoren abhängig. Die haben ja keine Redaktion in dem Sinne, sondern sind eher wie ein Blog.

Autoren, die ich da lese:
Zittelmann - https://www.tichyseinblick.de/autoren/rainer-zitelmann/
Tipi - https://www.tichyseinblick.de/autoren/ismail-tipi/
Broder - https://www.tichyseinblick.de/autoren/hmbroder/
Steinhöfel - https://www.tichyseinblick.de/autoren/joachim-steinhoefel/

Viel vom Rest ist tatsächlich schlecht und auch schlechter geworden. In Teilen tatsächlich RT-Style und Verschwörungstheorien, gerade bei Themen wie Klimawandel, wo weniger inhaltliches Argument als "richtige" Position zählt um als Autor angenommen zu werden.

Achgut.com kann man auch noch nennen.

Die beiden Medien sind halt ein bisschen Sammelbecken für vernünftige und weniger vernünftige Positionen, die in den meisten anderen Medien (Ausnahme am ehesten Welt und Focus) nicht vorkommen.

Nur das Lesen sollte man natürlich nicht. Mir ist ein breites Spektrum wichtig. Deswegen lese ich ja auch Spiegel, Gustavo und ab und zu sogar TAZ. :elefant:

Wie man den Economist nicht gut finden kann, entzieht sich aber meinem Verständnis. Zu vielen Themen alternativlos, gerade außenpolitisch und wirtschaftlich.
 

parats'

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Im Bereich der Immobilien definitiv, da ist er mir bisher auch fast ausschließlich aufgefallen.
 

Gustavo

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Habe gerade mal Tichys Einblick angeschaut. Um Gottes Willen. Wer das ernsthaft liest, disqualifiziert sich als Mensch. Die Hälfte aller Schlagzeilen besteht aus total schlauen rhetorischen Fragen. Beispiele:

Wutwelle gegen „allesdichtmachen“: Sollen jetzt „Feindeslisten“ angefertigt werden?
Schauspieler kritisieren die Bundesregierung - ist auch das schon verboten?


Was mich an sowas wie Tichys Einblick stört ist hauptsächlich, wie paranoid der Kram dort immer ist. Wir stehen immer kurz vor der Katastrophe, Deutschland kurz vor der Gesinnungsdiktatur, mittelfristig steuern wir immer auf Islamisierung/Verlust des Abendlandes/Ethno-Bürgerkrieg zu. Die Leute reden sich selbst ein, sie würden faktenbasiert argumentieren, weil ihre politischen Gegner gefühlsbasiert argumentieren (dieser Teil stimmt ja häufig genug auch), aber sobald es um Flüchtlinge oder Ausländer oder Islam geht spielen Fakten eigentlich keine Rolle mehr, weil sie NULL eingeordnet werden. Da wird derselbe Deppenfang betrieben, den man früher von den Schlagzeilen bzgl. "Steuerverschwendung" kannte: Klingt "Millionen für Fahrradweg, den nie jemand benutzt" schlecht? Klar. Macht es für den Staatshaushalt insgesamt einen Unterschied: Nein. Kann man natürlich trotzdem anprangern, aber summiert sich halt auch nicht daran, dass Deutschland sich abschafft.
 
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Tichys Einblicke kannte ich bisher gar nicht. Danke, jetzt ist mein Tag versaut. :|
 

Benrath

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Ich nutze jetzt tatsächlich viel Twitter auch wenn viel Müll dabei ist. Auf der anderen Seite sieht man doch zwischendurch interessante Sachen. Man darf sich nur sich zu sehr in den Antworten auf Tweets verlieren. Das ist wie das Kommentare lesen bei ZON oder Welt. Es ist zwar lustig, aber eigentlich waste of time.

Vielleicht hat hier ja jemand Empfehlungen wem man folgen sollte
 
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Twitter ist keine Nachrichtenquelle.

Ich sehe hier viele Welt-Leser. Warum eigtl? Inhaltlich, didaktisch und vom Schreibstil her ist das doch vergleichbar mit Bild? Cringe jedes Mal wenn ich da über einen Artikel stolpere, weil ich nicht schnell genug weggeklickt habe. Insbesondere Texte zur Außenpolitik sind unterirdisch und lassen wenig Sachverstand vermuten.
 

Benrath

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Twitter ist keine Nachrichtenquelle.

Wieso?

Ich sehe hier viele Welt-Leser. Warum eigtl? Inhaltlich, didaktisch und vom Schreibstil her ist das doch vergleichbar mit Bild? Cringe jedes Mal wenn ich da über einen Artikel stolpere, weil ich nicht schnell genug weggeklickt habe. Insbesondere Texte zur Außenpolitik sind unterirdisch und lassen wenig Sachverstand vermuten.

Wo siehst du die? Ich würde die Seite nie direkt ansteuern, aber im News Feed kommen häufig Artikel von der Welt und ich klicks manchmal, wenn ich mich wegen der Kommentare amüsieren möchte.

Ich guck auch mal ab und an auf Bild oder Blick. Man muss doch wissen was außerhalb der Blase passiert. Und Blick ist noch mein Fenster in Schweiz, ob wieder ne Kuh oder ein Traktor im Appenzell umgefallen ist.
 

Gustavo

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Ich sehe hier viele Welt-Leser. Warum eigtl? Inhaltlich, didaktisch und vom Schreibstil her ist das doch vergleichbar mit Bild? Cringe jedes Mal wenn ich da über einen Artikel stolpere, weil ich nicht schnell genug weggeklickt habe. Insbesondere Texte zur Außenpolitik sind unterirdisch und lassen wenig Sachverstand vermuten.

Die Welt hat ihren Finger imho sehr gut auf dem Puls derjenigen, die rechts von der Mitte der Union stehen. Welt ist imho von allen großen Zeitungen die, die am meisten clickbait betreibt und deshalb auch der beste Gradmesser für das Befinden ihrer Leser ist. Würde mir allerdings nie im Leben die Welt am Kiosk kaufen.
 
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Ich habe lange Jahre das tagesaktuelle Geschehen auf Welt+Zeit verfolgt, habe die inzwischen aber schon eine ganze Weile ersatzlos abgedreht.
Letztendlich ist unheimlich viel von dem was da berichtet wird doch nur irrelevanter Kram: Irgend ein Minister muss mal wieder beim Handeln gesehen werden. Die Opposition kommt zu dem Schluss, dass sowohl Ansatz als auch Durchführung der Reglierungsbeschlüsse völlig falsch sind. Der Verein zur Verbreitung rotmütziger Gartenzwerge in deutschen Vorgärten fordert mehr rotmützige Gartenzwerge in deutschen Vorgärten.
Der Nachrichtenwert ist nahe Null, nichts von dem ist in irgendeiner Form tiefgründig oder interessant und liest sich, als könnten die Autoren schon morgen durch GPT-3 ersetzt werden.
…und im Zweifelsfall gibts doch nen Thema im Comm :|

Geblieben sind bei mir für politische Themen salonkolumnisten.com und starke-meinungen.de, ansonsten slowernews.com und ein ganzer Blumenstrauß an Tech-Blogs für Zeug, das mich interessiert.
 
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Primär FAZ, NZZ, Welt und Cicero. Vor Jahren hatte ich mal den Spiegel abonniert, aber da hatte ich dann irgendwann keine Zeit zum Lesen und hab ihn abbestellt, seitdem scheint er sich aber auch ziemlich negativ entwickelt zu haben, schade eigentlich :/

Und jeden Sonntag den "Beyond the Obvious"-Podcast von Daniel Stelter. Kann ich sehr empfehlen, wenn man sich auch nur etwas für Wirtschaft interessiert. Stelter ist auch sehr pragmatisch - mir manchmal sogar etwas zu pragmatisch - und vermeide die sonst in den Wirtschaftswissenschaften üblichen Grabenkämpfe.
 
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