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Entwicklung Energiemarkt

parats'

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Wenn es dann auch nicht mehr für Nahrungsmittel reicht, einfach mal den Gürtel enger schnallen. :rofl2:

Und Eon hat aktuell wohl sein Neukundengeschäft für Gaslieferverträge vorerst ausgesetzt. Wir reden hier vom größten Energieversorger Deutschlands. :eek:
€: leider nicht alles einsehbar, aber man erahnt es ja. Hätte doch jemand die Bürokraten in Brüssel nur gewarnt, dass eine Energiebörse unklug werden könnte.
 
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Das Schaf

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Wenn es dann auch nicht mehr für Nahrungsmittel reicht, einfach mal den Gürtel enger schnallen. :rofl2:

Und Eon hat aktuell wohl sein Neukundengeschäft für Gaslieferverträge vorerst ausgesetzt. Wir reden hier vom größten Energieversorger Deutschlands. :eek:
€: leider nicht alles einsehbar, aber man erahnt es ja. Hätte doch jemand die Bürokraten in Brüssel nur gewarnt, dass eine Energiebörse unklug werden könnte.
Was willst du damit sagen?
(Außer dass du Bild Journalisten auf Twitter zitierst)
 

parats'

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Was willst du damit sagen?
(Außer dass du Bild Journalisten auf Twitter zitierst)
Mir geht es um den Ausschnitt von Barley bei Plasberg und nicht um die Aussage des tweets dazu (unabhängig von wem die nun ist).
Sie möchte sagen, dass man steigenden Energiekosten in Form von einer energetischen Sanierung entgegen tritt.
Leider vergisst Frau Barley, dass wir eine Eigentumsquote von 43% haben und demnach 57% zur Miete wohnen. Als Mieter habe ich keinen Einfluss auf die energetische Sanierung und selbst wenn mein Vermieter sanieren sollte, so werden Kosten anteilig als Modernisierung auf die Miete umgelegt. Was ich also an Energiekosten spare, kommt anteilig per Mieterhöhung auf mich zu.
Steigende Energiekosten treffen die unteren Einkommensgruppen am stärksten und die Eigentumsquote wird dort wohl ebenfalls am niedrigsten sein.
Diese Frau hat in keinster Weise das Kernproblem verstanden - die verfehlte Energiepolitik der EU und Deutschlands die genau zu den aktuellen Problemen führt.

Ich finde solche Aussagen einfach nur vermessen, wenn man bedenkt, dass sie knapp zwei Legislaturperioden im BT saß und seit 2019 in Brüssel sich am Futtertrog der Steuergelder monatlich den Bauch voll schlägt.
 
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Erstens geht es wohl kaum um schwarze Gesellschaften imaginärer oder reeller Natur, in der er es ihr besser ginge, sondern nunmal um den wahrgenommenen Status Quo, der ihr Leben definiert. Dass PoC/Menschen mit Migrationshintergrund auch in Deutschland schlechter repräsentiert/weniger privilegiert sind als weiße, (gebürtige) Deutsche, überrascht jetzt genau wen? Und wegen meiner lebt sie in einer der besten Gesellschaften für Migrant*innen - für nicht-Migrant*innen hat diese Gesellschaft trotzdem noch um einiges mehr übrig.
Und große Menschen sind statistisch kleinen gegenüber bevorteilt, Intelligente gegenüber weniger intelligenten usw. Alles wahr, kann man auch gerne drüber reden. Trotzdem ist es nicht zielführend, den jeweils anderen Teil der Gesellschaft erstmal schön zu beleidigen, ich weiß auch ehrlich gesagt nicht wie das dem Abbau von Vorurteilen dienlich sein soll. Am Ende haben wir dann lauter kleine Grüppchen die sich gegenseitig angiften.

@Gustavo
IDPOL in dieser extremen Auffassung ist ja überhaupt erst der Grund, warum sie meint, dass so eine Denke und Ausdrucksweise gerechtfertigt ist. Ich sehe nicht, wie man das voneinander trennen kann. Es ist nun mal gesellschaftsspalterisches Gift.



Ich muss aber auch allgemein sagen, dass ich doch ein wenig erstaunt bin, wie wenig dieser Satz manche tangiert. Ich hab von Kindesbeinen an beigebracht bekommen (ja selbst im Nazi-Osten), dass man abwertende Begriffe tunlichst nicht im Kontext zur Hautfarbe eines Menschen oder einer Menschengruppe setzt. K.A., vielleicht ist das irrational, aber für mich ist das ein ziemlich rotes Tuch. Sehe auch nicht inwiefern uns das weiter bringt.
 
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Und Eon hat aktuell wohl sein Neukundengeschäft für Gaslieferverträge vorerst ausgesetzt. Wir reden hier vom größten Energieversorger Deutschlands. :eek:
€: leider nicht alles einsehbar, aber man erahnt es ja. Hätte doch jemand die Bürokraten in Brüssel nur gewarnt, dass eine Energiebörse unklug werden könnte.

ich hoffe ja tatsächlich auf einen blackout, der hoffentlich nicht zu krass wird, aber einen schuss vor den bug braucht es imho recht deutlich.
 

parats'

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Das hoffe ich nicht. Ein Blackout in Europa wäre so ziemlich das schlimmste was passieren könnte. Durch das riesige Verbundnetz reden wir hier nicht von 15 Minuten Stromausfall, sondern unter Umständen von einem Tag. Das kommt halt dabei raus, wenn Volkswirte, Juristen und ungelernte Studienabbrecher Energiepolitik betreiben. :rofl2:
Die EU hat leider an vielen Ecken Geld gespart für Umspannungswerke und sollte es mal eng werden hilft uns ja noch der Lastabwurf italienischer und französischer Betriebe mit hohem Energiebedarf.
 
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genau deswegen brauchen wir das. wir waren die letzten 2-3 jahre diverse male knapp am blackout, gibt da schöne dokus dazu, auch vom ccc: und passiert ist nix, außer das wir noch mehr kraftwerke vom netz nehmen.
 

parats'

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Naja, ehrlicherweise nimmt nur Deutschland Kraftwerke im nennenswerten Maß vom Netz.
Frankreich hat gerade gestern nochmal 30mrd Investitionen in die Atomenergie angekündigt (die Mission in Mali wird also wohl länger dauern). Der +/- 0,2Hz Korridor bei 50hz ist bei der Größe des Verbundnetzes halt echt eng.
 
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Wo genau informiert man sich denn, wenn man als Laie mal etwas genauer Bescheid wissen möchte über diesen ganzen technischen Kram, auch und gerade so Geschichten wie Verbundnetze. Vorletztes (?) Jahr gab es ja dieses Problem, dass das europäische Stromnetz in zwei Teile "zerbrochen" ist, weil die Netzspannung (?) nicht mehr identisch war? Würde solche Sachen gerne mal genauer checken, ohne jetzt den Anspruch zu haben direkt Vollexperte zu werden.
 

parats'

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Was genau willst Du denn wissen? Wenn es um die Aufarbeitung alter Störungen geht, dann wäre wohl einer der Lobbyverbände ganz hilfreich -> https://www.bdew.de/online-magazin-zweitausend50/schwerpunkt-netze/stoerfall-im-netz/ - das wäre der wohl bekannteste Fall der letzten Jahre.
Ansonsten wird man wohl um ein paar Grundlagen der Physik und Elektrotechnik nicht herum kommen, um zu verstehen, dass Strom nicht einfach nur aus der Steckdose kommt. :deliver:
Viel hat man sich aber durch Verordnungen (bspw. Gaspreise an der Börse), fehlende Investitionen (Umspannwerke, Netzausbau) oder technischen Aufbau (*) selbst eingebrockt. Auf nationaler Ebene hat man die sogenannte bürgerliche Energiewende den Energieriesen geopfert und damit beerdigt.
Ob Inselnetze im Verbund geschaltet am Ende besser gewesen wären, kann man so direkt nicht sagen, aber jedenfalls hätte das den einen oder anderen Politiker nochmal nachdenken lassen, bevor man die Energiewende, so wie sie aktuell vollzogen wird, beschließt. Dezentrale Netze haben auch ihre Nachteile, keine Frage. Sauber gebaut erlauben sie aber eben auch Autonomie und das rund um die Uhr.

*Die Einspeisung erfolgt idR. auf den Ebenen Höchst-/Hochspannung und wird auch nur von Höchst nach Niederspannung durchgegeben aber nicht umgekehrt (zumindest nicht nennenswert). Photovoltaik arbeitet im Bereich der Mittel-/Niederspannung und Windkraft im Bereich der Mittelspannung. Wenn Du dir das Wiki Schaubild dazu anguckst, dann siehst Du, wie weit die Grenzen der Nieder-/Mittelspannung sind.
1634138365703.png

€: Vielleicht noch was zum Umspannwerk: https://blog.ednetze.de/wie-funktioniert-ein-umspannwerk/
oder https://www.50hertz.com/Portals/1/D...npublikationen/Broschuere_Stromkreuzungen.pdf
Umspannstationen, die das Mittelspannungsnetz mit dem Niederspannungsnetz verbinden, werden auch Ortsnetzstationen genannt. Sie versorgen die Haushalte mit 230/400 Volt. Im Zuge der Energiewende kommt ihnen eine neue Bedeutung zu, da sie nicht nur Strom in die Haushalte bringen, sondern umgekehrt auch Strom aus Solaranlagen von den Haushalten in das Mittelspannungsnetz übertragen.
 
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parats'

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Wenn es dann auch nicht mehr für Nahrungsmittel reicht, einfach mal den Gürtel enger schnallen. :rofl2:
Na zum Glück hat der ÖR seine Preise angezogen, damit solche Kommentare auch zukünftig die eigenen Energiekosten tragen. Immerhin fängt er sich gegen Ende halbwegs wieder ein, auch wenn das mit dem ständigen "noch mehr Geld auf Probleme werfen" nicht dauerhaft funktionieren wird.

 
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Das Schaf

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Na zum Glück hat der ÖR seine Preise angezogen, damit solche Kommentare auch zukünftig die eigenen Energiekosten tragen. Immerhin fängt er sich gegen Ende halbwegs wieder ein, auch wenn das mit dem ständigen "noch mehr Geld auf Probleme werfen" nicht dauerhaft funktionieren wird.

vielleicht können wir das ja rausteilen.
Aber mich würde jetzt ernsthaft ausführlich interessieren was dich a) so krass stört (ausser dass es teurer wird) und b) was denn deine Idee wäre das in den Griff zu kriegen.
 

parats'

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Was mich stört ist die Selbstverständlichkeit von Menschen die in der Gehaltsliste jenseits des Medianeinkommens liegen und davon reden, dass man doch entweder nur mal seine Bude sanieren, etwas bedachter mit der Heizung umgehen soll oder es generell berfürworten, dass ein anziehen der Energiekosten jetzt aber auch mal nötig ist, damit der letzte Depp versteht, dass fossile Energieträger doof sind.
Komischerweise hört man sowas immer aus den Ecken, die sowieso schon dermaßen fest an der Zitze des goldenen Kalbs saugen. Ich finde sowas einfach erbärmlich und es zeigt wie wenig Empathie diese Menschen besitzen. Hohe Energiekosten treffen, wie oben geschrieben, die ärmsten am stärksten. Ob ich da jetzt noch ein Energiegeld drauf werfen muss, nur damit die nächsten Erhöhungen das wieder wegsaugen weiß ich nicht, es löst die Probleme nicht.

Man könnte der Energiebörse den Rücken kehren was das Gas betrifft und wieder langfristige Lieferantenverträge abschließen, mit Russland. Dazu die Regelung kippen, dass Gazprom aktuell die Pipelines nicht voll nutzen darf und einfach mal Länder wie Polen ignorieren, die vor allem an den Transitgebühren interessiert sind.
Dazu finde ich den Vorstoß von mittlerweile 10 EU Ländern begrüßenswert, dass Atomenergie als grüne Energie von der EU eingestuft werden soll und damit unter den green deal fällt. Den Atomausstieg werden wir hier wohl nicht absagen können, aber mir persönlich wäre ein Kohleausstieg viel eher in den Sinn gekommen. Der Trassenausbau für das starke Nord/Süd Gefälle hängt aktuell an der klassischen NIMBY Fraktion - also seit gut 5 Jahren schon. Es tut sich einfach nichts in diesem Land.
Was die Politik hinkriegt ist eine absolut dämliche Neuauflage für die Einspeisevergütungen von privaten PV Anlagen. Damit auch der letzte Bürger mal so gar keinen Bock auf das rumgepimmel mit einer PV Anlage auf dem Dach hat.
 
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Gustavo

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Was mich stört ist die Selbstverständlichkeit von Menschen die in der Gehaltsliste jenseits des Medianeinkommens liegen und davon reden, dass man doch entweder nur mal seine Bude sanieren, etwas bedachter mit der Heizung umgehen soll oder es generell berfürworten, dass ein anziehen der Energiekosten jetzt aber auch mal nötig ist, damit der letzte Depp versteht, dass fossile Energieträger doof sind.
Komischerweise hört man sowas immer aus den Ecken, die sowieso schon dermaßen fest an der Zitze des goldenen Kalbs saugen. Ich finde sowas einfach erbärmlich und es zeigt wie wenig Empathie diese Menschen besitzen. Hohe Energiekosten treffen, wie oben geschrieben, die ärmsten am stärksten. Ob ich da jetzt noch ein Energiegeld drauf werfen muss, nur damit die nächsten Erhöhungen das wieder wegsaugen weiß ich nicht, es löst die Probleme nicht.

Das ist doch dümmliches Stammtischgeschwätz. Katarina Barley könnte in der "freien Wirtschaft" (tm) nun mit absoluter Sicherheit mehr verdienen als sie als Politikerin verdient. Ich kann dir jetzt nicht genau sagen, was Katarina Barleys politische Ansichten bzgl. dieser Verteilungsfragen sind, aber es ist einfach penetrant sich ein Thema rauszupicken, die Lenkungswirkung völlig zu ignorieren und "kann denn nicht einmal einer an die Armen denken???" zu schreiben. Die finanzielle Position "der Armen" (tm) wird nicht primär durch den Energiepreis bestimmt, sondern durch das Bündel ALLER staatlichen Maßnahmen, die sich auf sie auswirken. Und wenn Barleys Position nicht völlig anders ist als die ihrer Partei, dann wäre ihre Einstellung für die meisten "Armen" sicherlich mit Wohlstandsgewinnen verbunden, auch wenn das höhere Energiepreise bedeuten würde, während die politische Linie, für die du dich hier andauernd aussprichst, ganz sicher mit Wohlstandsverlusten verbunden wäre*.




*mal durchgerechnet, was der Strompreis wäre, wenn die CO2-Externalitäten komplett eingepreist wären?
 

parats'

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Das ist doch dümmliches Stammtischgeschwätz. Katarina Barley könnte in der "freien Wirtschaft" (tm) nun mit absoluter Sicherheit mehr verdienen als sie als Politikerin verdient.
Das würde ich bezweifeln, hast du dazu mal einen Datensatz der die These stützt?

Ich kann dir jetzt nicht genau sagen, was Katarina Barleys politische Ansichten bzgl. dieser Verteilungsfragen sind, aber es ist einfach penetrant sich ein Thema rauszupicken, die Lenkungswirkung völlig zu ignorieren und "kann denn nicht einmal einer an die Armen denken???" zu schreiben.
Ihre Position dazu kenne ich ebenfalls nicht. Aber hier geht es doch um keine Verteilungsfrage. Ausgangslage bei Plasberg waren die steigenden Strompreise und KB hat sich dazu entsprechend geäußert. Das ihre Aussage für mehr als die Hälfte der Menschen nichts bringt und für den anderen Teil auch finanziell stemmbar sein muss, klammert sie leider aus. Dir sagt doch auch keiner, dass du bei zu hohen Steuern einfach weniger verdienen sollst.
Davon aber mal abgesehen, steigt der Strompreis ja nicht, weil die Politik damit eine Lenkungswirkung erzielen will. Auslöser sind 10 Jahre verkorkste Energiepolitik gepaart mit nun unangenehmen Seiteneffekten. Die EEG Umlage und CO2 Zertifikate gibt es nicht erst seit 2021. Neu seit 2021 sind die 25€/t für primäre Energieträger wie Heizöl, Gas und Kraftstoff. Ist halt doof, wenn die die meisten Haushalte mit Gas/Heizöl ihre Heizung betreiben und nicht einfach so auf was klimafreundliches wechseln können. ;)

Die finanzielle Position "der Armen" (tm) wird nicht primär durch den Energiepreis bestimmt, sondern durch das Bündel ALLER staatlichen Maßnahmen, die sich auf sie auswirken.
Absolut richtig. Aber löst sich das Grundproblem dadurch denn nachhaltig?
Ich bin mir nicht sicher, ob man steigende Kosten durch einfach noch mehr Umverteilung auf ewig ausgleichen kann. Was kommt denn nach dem Energiegeld? Das Energiegeld II?

Und wenn Barleys Position nicht völlig anders ist als die ihrer Partei, dann wäre ihre Einstellung für die meisten "Armen" sicherlich mit Wohlstandsgewinnen verbunden, auch wenn das höhere Energiepreise bedeuten würde, während die politische Linie, für die du dich hier andauernd aussprichst, ganz sicher mit Wohlstandsverlusten verbunden wäre*.
Was ist denn meine politische Linie die mit Wohlstandsverlusten verbunden wäre?
Bist Du der Meinung das ein höherer Strompreise für die Energiewende und zur Bekämpfung des Klimawandels nötig ist?

mal durchgerechnet, was der Strompreis wäre, wenn die CO2-Externalitäten komplett eingepreist wären?
Nein. Da du aber so fragst, hast du sicherlich eine Studie für Deutschland parat, die mir einen kW/h Preis nennen kann.
 
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Gustavo

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Das würde ich bezweifeln, hast du dazu mal einen Datensatz der die These stützt?

Dümmlicher Trollversuch. Schau halt auf ihren Lebenslauf, meine Güte.

Ihre Position dazu kenne ich ebenfalls nicht. Aber hier geht es doch um keine Verteilungsfrage. Ausgangslage bei Plasberg waren die steigenden Strompreise und KB hat sich dazu entsprechend geäußert. Das ihre Aussage für mehr als die Hälfte der Menschen nichts bringt und für den anderen Teil auch finanziell stemmbar sein muss, klammert sie leider aus. Dir sagt doch auch keiner, dass du bei zu hohen Steuern einfach weniger verdienen sollst.
Davon aber mal abgesehen, steigt der Strompreis ja nicht, weil die Politik damit eine Lenkungswirkung erzielen will. Auslöser sind 10 Jahre verkorkste Energiepolitik gepaart mit nun unangenehmen Seiteneffekten. Die EEG Umlage und CO2 Zertifikate gibt es nicht erst seit 2021.


Natürlich ist das eine Verteilungsfrage, so wie alles andere auch. Der Strompreis setzt sich zu 3/4 aus staatlichen Maßgaben zusammen. Da steigt der Preis natürlich nur mit Zustimmung der Politik, wie soll es denn sonst sein? Ich sage ja nicht, dass die Politik die Steigerung aktiv herbeiführt, aber sie könnte sie natürlich lockerst (über-)kompensieren, indem sie am staatlich festgesetzten Teil des Preises dreht. Das wurde ja bereits mit der Deckelung der EEG-Umlage gemacht und das ginge auch noch sehr viel stärker. Nur wäre das dann natürlich Geld, was man aus dem Staatshaushalt zahlen müsste, dementsprechend müsste man es irgendwo einsparen oder irgendwem wegnehmen, womit wir direkt bei der Umverteilung sind.



Absolut richtig. Aber löst sich das Grundproblem dadurch denn nachhaltig?

Ich bin mir nicht sicher, ob man steigende Kosten durch einfach noch mehr Umverteilung auf ewig ausgleichen kann. Was kommt denn nach dem Energiegeld? Das Energiegeld II?


Das ist etwas konfus, die hohen Kosten entstehen doch hauptsächlich durch Umverteilung. Unsere Stromkosten sind doch nicht deshalb höher als anderswo weil hier die Stromerzeugung so viel teurer ist. Du ersetzt nur eine Art von Umverteilung durch eine andere, wenn du beispielsweise ein Energiegeld einführst. Ohne Umverteilung keine Lenkungswirkung.


Was ist denn meine politische Linie die mit Wohlstandsverlusten verbunden wäre?

Bist Du der Meinung das ein höherer Strompreise für die Energiewende und zur Bekämpfung des Klimawandels nötig ist?


Du weißt nicht was deine eigene politische Ansicht ist? Und ja, ich denke dass höhere Strompreise in der Tat momentan nötig sind. Nicht notwendig, nicht hinreichend, aber du kannst ein komplexes System nun mal nicht einfach vom einen Tag auf den anderen umkippen, also brauchen wir irgendwelche Lenkungswirkungen. Dafür bietet sich der Strompreis an, in Verbindung mit einem Energiegeld, das umverteilt von denen die viel Strom verbrauchen zu denen die wenig Strom verbrauchen. Soziale Härten kann man immer noch auf anderem Wege ausgleichen, dafür muss man nicht den Strompreis für alle möglichst niedrig halten, weil du damit massenhaft negative Externalitäten produzierst.


Nein. Da du aber so fragst, hast du sicherlich eine Studie für Deutschland parat, die mir einen kW/h Preis nennen kann.

Das ist Mittelstufen-Arithmetik, wofür brauchst du da eine Studie? Selbst wenn wir von 160 Euro pro Tonne ausgehen hieße das, dass das so viel wäre wie die komplette EEG-Umlage und die CO2-Bepreisung endet ja nicht beim Strom.
 

parats'

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Dümmlicher Trollversuch. Schau halt auf ihren Lebenslauf, meine Güte.
Der Lebenslauf würde mir dann deine These bestätigen? Ich glaube da spielen noch ein paar Faktoren mehr mit rein. Aber gut, lassen wir es einfach als Behauptung stehen.

Natürlich ist das eine Verteilungsfrage, so wie alles andere auch. Der Strompreis setzt sich zu 3/4 aus staatlichen Maßgaben zusammen. Da steigt der Preis natürlich nur mit Zustimmung der Politik, wie soll es denn sonst sein? Ich sage ja nicht, dass die Politik die Steigerung aktiv herbeiführt, aber sie könnte sie natürlich lockerst (über-)kompensieren, indem sie am staatlich festgesetzten Teil des Preises dreht. Das wurde ja bereits mit der Deckelung der EEG-Umlage gemacht und das ginge auch noch sehr viel stärker. Nur wäre das dann natürlich Geld, was man aus dem Staatshaushalt zahlen müsste, dementsprechend müsste man es irgendwo einsparen oder irgendwem wegnehmen, womit wir direkt bei der Umverteilung sind.
Die 3/4 stimmen soweit ich weiß, für die Daten zu Beginn des Jahres 2021. Seit dem hat sich beim Einkauf aber ziemlich was geändert, denn Strom und Gas werden an der Energiebörse gehandelt.

Das ist etwas konfus, die hohen Kosten entstehen doch hauptsächlich durch Umverteilung. Unsere Stromkosten sind doch nicht deshalb höher als anderswo weil hier die Stromerzeugung so viel teurer ist. Du ersetzt nur eine Art von Umverteilung durch eine andere, wenn du beispielsweise ein Energiegeld einführst. Ohne Umverteilung keine Lenkungswirkung.
Die direkten Kosten der Stromerzeugung dürften in D höher liegen als beispielsweise im Nachbarland Frankreich. Der Mix aus den primären Energiequellen bestimmt halt den Preis.

Du weißt nicht was deine eigene politische Ansicht ist? Und ja, ich denke dass höhere Strompreise in der Tat momentan nötig sind. Nicht notwendig, nicht hinreichend, aber du kannst ein komplexes System nun mal nicht einfach vom einen Tag auf den anderen umkippen, also brauchen wir irgendwelche Lenkungswirkungen. Dafür bietet sich der Strompreis an, in Verbindung mit einem Energiegeld, das umverteilt von denen die viel Strom verbrauchen zu denen die wenig Strom verbrauchen. Soziale Härten kann man immer noch auf anderem Wege ausgleichen, dafür muss man nicht den Strompreis für alle möglichst niedrig halten, weil du damit massenhaft negative Externalitäten produzierst.

Ich kenne meine politische Ansicht sehr gut, du scheinst sie aber auch zu kennen und da liegen unseren Ansichten wohl über Kreuz, also?
Prinzipiell habe ich kein Problem mit dem Energiegeld (oder wie es dann auch immer heißen wird). Aber du wirst doch kaum abstreiten können, dass der Hebel dagegen am Ende das verfügbare Einkommen ist. Damit erziele ich natürlich den gewünschte Effekt, dass die, die es sich leisten können auch umrüsten. Aber wie viele bleiben auf der Strecke, weil sie zur Miete wohnen und aufs Auto angewiesen sind; wenn energetische Sanierung und Elektrofahrzeug keine Option sind.

Das ist Mittelstufen-Arithmetik, wofür brauchst du da eine Studie? Selbst wenn wir von 160 Euro pro Tonne ausgehen hieße das, dass das so viel wäre wie die komplette EEG-Umlage und die CO2-Bepreisung endet ja nicht beim Strom.
Na dann hau in die Tasten. ;)
 
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Die direkten Kosten der Stromerzeugung dürften in D höher liegen als beispielsweise im Nachbarland Frankreich. Der Mix aus den primären Energiequellen bestimmt halt den Preis.

Dir ist schon klar das Frankreich auf Atomenergie setzt und diese mitnichten "günstig" ist.
Zumindest wenn man mal alle Faktoren mit einbezieht die teilweise der Steuerzahler (also wir alle) trägt. Eigentlich sollte das fast unter Allgemeinbildung fallen. Hier der erste Random Google Link.

Ist Atomenergie billig?

Tatsächlich fallen für Atomstrom deutlich höhere Kosten an als bekannt. Sogenannte verdeckte Kosten. Denn Atomstrom erscheint nur deshalb billiger als Ökostrom, weil die massive Förderung der Kernkraft durch die Steuergelder meistens nicht berücksichtigt wird.


Es ist schon ein wenig verlogen was du da von dir gibst. Du regst dich doch in Wirklichkeit auf, weil ganz konkret du (Eigenheimbesitzer) in Barleys Forderung zur Kasse gebeten würdest.
Aber anstatt einfach mal ehrlich, die Eier in der Hose zu haben und wie ein echter Stammtischbauer loszupoltern: "das zahl ich nicht, die da oben können mich mal" bringst du dich hier lieber als Beschützer "der Armen" in Stellung, wohlgemerkt als FDP Wähler :uglyup:

Wo du eigentlich genau wissen solltest, dass "die Armen" hier von Barley weder gemeint sind noch angesprochen werden. Denn die wenigsten "Armen" dürften ein Haus ihr eigen nennen.
Zeig mir doch mal "den Armen" der ein Eigenheim besitzt und und die Möglichkeit hat neue Fenster einzubauen oder für bessere Dämmung zu sorgen :rofl: Soooooo arm kann der ja wohl irgendwie nicht sein oder?
Aber warte lass mich raten am Ende meinst mit "den Armen" einfach dich selber, du ärmster ;)
 

parats'

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Ich bin Eigenheimbesitzer? Wäre mir neu. Ich bin mit absoluter Überzeugung Mieter und werde das sehr wahrscheinlich auch immer bleiben.
Erster random google Link zu deinem Atomstrom.
Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn man zuerst Kohle und Gas beerdigt hätte, aber da darf man sich bei Fr. Merkel bedanken.
Ansonsten hast Du deine Antwort schon im Quote*, da ich bereits schrieb, dass der Energiemix den aktuellen Preis bestimmt.
Den Punkt zur Eigentumsquote und der Möglichkeit energetischer Sanierung als Mieter hast Du nicht verstanden oder überlesen?

*Deine Lesekompetenz scheint mal wieder nicht ideal zu sein. Ich dachte eigentlich, dass die letzten derails im Tech- und hier im Comm-Forum zu einer Besserung führen. Unterhalte dich doch lieber wieder über Herdenimmunität. ;)
€: hör auf den Mann. Der Post ist exakt 10 Tage alt.
An deinem Leseverständnis musst du noch arg arbeiten. ODer du trollst. Da ich dich bei letzterem bannen würde, tippe ich einfach auf fehlende Intelligenz. Verpiss dich aus meinem thread.
 
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Meine Kompetenz zu erkennen, dass Barley hier offensichtlich Eigenheimbesitzer und nicht "die Armen" adressiert, ist vorzüglich. 🤓
 
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Der Lebenslauf würde mir dann deine These bestätigen? Ich glaube da spielen noch ein paar Faktoren mehr mit rein. Aber gut, lassen wir es einfach als Behauptung stehen.


Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim BVerfG wird man nicht mal eben so. Du kannst ja von ihr als Politikerin halten was du willst, aber Fakt ist, dass bei den Juristen die Selektionsmechanismen früh ablaufen und sie da offensichtlich sehr gut abgeschnitten hat. Nun war sie jetzt auch noch Bundesjustizministerin. Mit dem CV findet sich garantiert eine Großkanzlei, die mit Kusshand deutlich mehr zahlen würde als man als EU-Parlamentarier verdient.


Die 3/4 stimmen soweit ich weiß, für die Daten zu Beginn des Jahres 2021. Seit dem hat sich beim Einkauf aber ziemlich was geändert, denn Strom und Gas werden an der Energiebörse gehandelt.


Das ist wahr, aber trotzdem bleibt der Strompreis maßgeblich durch die staatlichen Maßnahmen bestimmt. Dazu kommt, dass wir bei den Änderungen im Jahr 2021 mutmaßlich von Konjunktureffekten auszugehen haben. Meines Wissens ist die Annahme nicht, dass es irgendwelche strukturellen Gründe gibt, die einen solchen Preissprung rechtfertigen würden, aber das ist ehrlich gesagt nur was ich lese, ich habe von dem Markt selbst keine Ahnung.


Die direkten Kosten der Stromerzeugung dürften in D höher liegen als beispielsweise im Nachbarland Frankreich. Der Mix aus den primären Energiequellen bestimmt halt den Preis.


Sie liegen in der Tat höher. Der Unterschied ist aber marginal, weil wir wie gesagt von Faktoren reden, die sich nur auf einen Drittel des Preises beziehen. Bei diesem Drittel kostet die Erzeugung in Frankreich ungefähr 80% dessen, was sie in Deutschland kostet. Insofern ist der Unterschied insgesamt ziemlich klein.


Ich kenne meine politische Ansicht sehr gut, du scheinst sie aber auch zu kennen und da liegen unseren Ansichten wohl über Kreuz, also?
Prinzipiell habe ich kein Problem mit dem Energiegeld (oder wie es dann auch immer heißen wird). Aber du wirst doch kaum abstreiten können, dass der Hebel dagegen am Ende das verfügbare Einkommen ist. Damit erziele ich natürlich den gewünschte Effekt, dass die, die es sich leisten können auch umrüsten. Aber wie viele bleiben auf der Strecke, weil sie zur Miete wohnen und aufs Auto angewiesen sind; wenn energetische Sanierung und Elektrofahrzeug keine Option sind.

Der Lenkungseffekt soll aber keineswegs nur über Umrüstung erzielt werden, sondern auch über geringeren Stromverbrauch. Wenn die Theorie ist, dass der größte Teil des Stromverbrauchs gezielt Erfolg und dem Endverbraucher hohen Nutzen bringt, dann würde das in der Tat mit Härten für Bezieher niedriger Einkommen einhergehen. Die Theorie scheint aber zu sein, dass eine Menge Strom letztendlich einfach verschwendet wird. Ich kann nicht beurteilen ob das stimmt aber a priori unplausibel kommt es mir jedenfalls nicht vor, dass man durch einfache Verhaltensänderungen durchaus eine Menge Strom sparen könnte. Die ganzen RCT-Experimente mit sichtbaren Stromzählern legen das afaik zumindest nahe. Vielleicht kann @Benrath dazu was sagen? Meines Wissens ist die Theorie jedenfalls nicht, dass man Bezieher von niedrigen Einkommen dazu anhalten will, energetische Sanierungen zu veranlassen. Wenn überhaupt vielleicht über Anreize, jwd zu wohnen, aber da dürfte der CO2-Preis jetzt nicht die ganz große Rolle spielen.


Na dann hau in die Tasten. ;)

Warum sollte ich dir deine Arbeit abnehmen? Entweder du weißt es (dann dürfte dir klar sein dass ich recht habe) oder du weißt es nicht (dann verstehe ich nicht warum du hier diskutierst).
 

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim BVerfG wird man nicht mal eben so. Du kannst ja von ihr als Politikerin halten was du willst, aber Fakt ist, dass bei den Juristen die Selektionsmechanismen früh ablaufen und sie da offensichtlich sehr gut abgeschnitten hat. Nun war sie jetzt auch noch Bundesjustizministerin. Mit dem CV findet sich garantiert eine Großkanzlei, die mit Kusshand deutlich mehr zahlen würde als man als EU-Parlamentarier verdient.
Da halte ich nach wie vor dagegen. Wenn wir von Ressorts wie dem BMWi oder BMG sprechen, dann gab es in den letzten Jahren genug Beispiele und ich würde dir sofort zustimmen. Shoutout an Pofalla, Gabriel, Bahr etc. Pp..
Aber hey, wir haben hier ja surfende Anwälte (@HeatoR), vielleicht kann jemand mal seine Einschätzung einbringen, wie nützlich eine Barley für eine Großkanzlei in der freien Wirtschaft sein kann. Ich bin immer bereit meine falsche Einschätzung zu korrigieren.

Das ist wahr, aber trotzdem bleibt der Strompreis maßgeblich durch die staatlichen Maßnahmen bestimmt. Dazu kommt, dass wir bei den Änderungen im Jahr 2021 mutmaßlich von Konjunktureffekten auszugehen haben. Meines Wissens ist die Annahme nicht, dass es irgendwelche strukturellen Gründe gibt, die einen solchen Preissprung rechtfertigen würden, aber das ist ehrlich gesagt nur was ich lese, ich habe von dem Markt selbst keine Ahnung.
Es kommt halt vieles zusammen. Der Liberalisierung des Energiemarktes war einer der größten Fehler. Vor vielen Jahren hat selbst ein Wladimir Putin, der hier denke ich eher auf der Gewinnerseite steht, gesagt, dass die EU sich damit in eine Sackgasse bringen wird. Mein letzter Stand ist, dass Russland seine noch aktiven Verträge erfüllt und aktuell unter spot Preis liefert. Man hätte natürlich auch vor dem Atomausstieg erstmal aus Kohle/Gas aussteigen können, aber so ist es jetzt halt. Optionen hat die Politik noch um Druck vom Gaspreis zu nehmen, aber ich bezweifel, dass sie diese nutzen werden.
Sie liegen in der Tat höher. Der Unterschied ist aber marginal, weil wir wie gesagt von Faktoren reden, die sich nur auf einen Drittel des Preises beziehen. Bei diesem Drittel kostet die Erzeugung in Frankreich ungefähr 80% dessen, was sie in Deutschland kostet. Insofern ist der Unterschied insgesamt ziemlich klein.
Das stimmt stand jetzt. Wenn dann aber Ende 2022 das letzte AKW vom Netz ist (Ende 2021 gehen 3 von 6 schon vom Netz), wir alle Entschädigungen gezahlt haben und dann noch auf teurer Kohle sitzen, können wir uns ja nochmal unterhalten. :)

Der Lenkungseffekt soll aber keineswegs nur über Umrüstung erzielt werden, sondern auch über geringeren Stromverbrauch. Wenn die Theorie ist, dass der größte Teil des Stromverbrauchs gezielt Erfolg und dem Endverbraucher hohen Nutzen bringt, dann würde das in der Tat mit Härten für Bezieher niedriger Einkommen einhergehen. Die Theorie scheint aber zu sein, dass eine Menge Strom letztendlich einfach verschwendet wird. Ich kann nicht beurteilen ob das stimmt aber a priori unplausibel kommt es mir jedenfalls nicht vor, dass man durch einfache Verhaltensänderungen durchaus eine Menge Strom sparen könnte. Die ganzen RCT-Experimente mit sichtbaren Stromzählern legen das afaik zumindest nahe. Vielleicht kann @Benrath dazu was sagen? Meines Wissens ist die Theorie jedenfalls nicht, dass man Bezieher von niedrigen Einkommen dazu anhalten will, energetische Sanierungen zu veranlassen. Wenn überhaupt vielleicht über Anreize, jwd zu wohnen, aber da dürfte der CO2-Preis jetzt nicht die ganz große Rolle spielen.
Da lese ich jetzt natürlich viel Konjunktiv.
Im Endeffekt scheiden sich da dann aber auch die Geister und jeder bleibt auf seiner Position, für die er mehr Fantasie entwickeln kann. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Sanierung sind aber eben für die meisten keine Option, da sie entweder Mieter sind oder kein Geld übrig haben (oder haben wollen). Mir fehlt die Fantasie für den Hebel über die Verhaltensänderung. Wer nicht daheim arbeitet wird ohnehin nur maximal 2/3 des Tages in der Wohnung verbringen und davon auch nochmal schlafen müssen. Wer zu Hause arbeitet der kommt ohnehin nicht drum herum. Aber hey, in Tzuis Umfeld haben die Hartzer auch crypto miner. :top2:

Und ja, vielleicht hat @Benrath mehr insights.
 
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Benrath

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puh nachdem ich jetzt zwei mal gehighlited wurde. Ich hab jetzt nix konkretes nur meine Erinnerung, dass die Nachfragelastizität nach Energie eher unelastisch ist, sprich die Leute ihr Verhalten nur langsam anpassen. Smartmeter schien mal der heiße Shit, aber irgendwie hört man nie was davon. Muss jetzt auch sagen, dass ich persönlich kaum jemals über das Geld beim Strom und Heizen denke, sondern eher nur generisch an die Umwelt.

Da es mich gerade interessierte find ich auch eher Studien die sagen low price elacitiy besonders short run
Model results show that no price elasticity is existent on the coldest days, and therewith days with highest peak demand for electricity. Significant price elasticity can only be observed in some other periods, with estimates between -0.011 and -0.075. However, this price elasticity does not contribute to lower peak demand and in conclusion, does not affect the need for transmission grid capacity.

Energy goods are shown to be price inelastic both in the short and long-term.


Residential electricity demand is almost inelastic in the short-term.
 

parats'

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Smartmeter gibt es ja schon länger, gerade in der Industrie. Privat haben die sich bisher nicht durchgesetzt, was wohl vor allem an den laufenden Kosten* liegt. Die Installation stellt der Netzbetreiber, die laufenden Kosten trägt halt der Kunde.
Eigentlich schade, denn für das Bewusstsein des eigenen Verbrauchs wären sie eigentlich super. Für bestimmte Konstellationen gilt afaik seit 2021 aber eine Pflicht.

*Ein bisschen german angst wird da auch mitgespielt haben. Also Angst vor Missbrauch der Leistungsdaten oder gezieltes abschalten aus der Ferne.
 
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Dir ist schon klar das Frankreich auf Atomenergie setzt und diese mitnichten "günstig" ist.
Zumindest wenn man mal alle Faktoren mit einbezieht die teilweise der Steuerzahler (also wir alle) trägt. Eigentlich sollte das fast unter Allgemeinbildung fallen. Hier der erste Random Google Link.



Ich weiß, dass es besser wäre diesen Teilbeitrag zu ignorieren, aber ich schaffe es einfach nicht.
Der Artikel ist so UNGLAUBLICH dumm.
Da wird eine Zahl von 200 Milliarden an Förderung in den Raum geworfen für Kernkraft. Da sind z.B. auch Forschungsreaktoren etc. mit bei.
Für die Erneuerbaren sind wir da auch schon - EEG machts möglich. Nur wird das für die Erneuerbaren noch weiter gehen.
Von der Förderung abgesehen - um die realen Preise für den Strom zu ermitteln habe ich an anderer Stelle mal länglicher beschrieben was man wirklich tun müsste, daher hier nur die Kurzform:

1. Kohle + Gas: da müssten die realen Preise für die CO2 Folgen benannt und aufgeschlagen werden --> damit wären Kohle und Gas zum Verstromen oder Heizen recht schnell extrem teuer. Achja und die Ewigkeitskosten für die Kohlebergwerke nicht vergessen.
2. Kernkraftwerke: Hohe Baukosten für neue und deutlich sicherere KKW, Lagerkosten für Atommüll, Faktor für (Umsiedlung von Menschen + Reinigung der Umwelt nach einem GAU) multipliziert mit Eintrittswahrscheinlichkeit nahe 0 --> damit wäre Atomstrom deutlich teurer als jetzt (aber schätzungsweise mit 4 zusammen immer noch das günstigste hier aus der Liste)
3. Erneuerbare Energien: hier kommen die EEG Kosten, die zusätzliche Infrastruktur (wie Stromtrassen die benötigt werden aber auch große rotierende Massen im Netz als kurzfristiger Puffer bei großer spontaner Netzentnahme sowie spezielle Synchronmotoren als Phasenschieber um entsprechend Blindleistung regional bereit zu stellen) + die Kosten für Regelmäßige Blackouts (da Wind und Sonne die Stromversorgung nicht immer leisten können und keine Speicherkapazitäten vorhanden sind) --> Die Kosten für die europäische Wirtschaft bei Blackout wären enorm + was ist der Wert der Menschen die durch solche Blackouts sterben würden? So oder so hoffe ich mal, dass niemand so etwas ernsthaft in Betracht zieht
4. Erneuerbare Energien + Gaskraftwerke als Puffer: die gleichen Kosten wie bei 3 aber ohne die Blackouts - dafür kommen die Kosten für das CO2 vom Gas noch oben drauf + zusätzlich der Bau neuer Gaskraftwerke die im Hot-Standby Betrieb gehalten werden müssen dann --> das wird den Strompreis auch deutlich erhöhen

Zusammenfassend: real betrachtet wird es egal wie man es dreht und wendet deutlich teurer.

Achja: Deutschland geht natürlich gerade einen noch deutlich einfacheren Weg: Kohle abbauen und kein Gas aufbauen, Reg. Energien weiter ausbauen (aber viel zu wenig), Infrastruktur sehr halbherzig (auch wegen NIMBY an den Trassen + weil keiner die "Windkraftmonster" in Sichtreichweite will) und ansonsten Prinzip Hoffnung + Augen zu und durch. Oh und natürlich: wir werden bei Engpässen Strom teuer aus dem Ausland importieren. Also aus Westen Atomstrom und aus Osten Kohlestrom. Und wenn wir Überschuss haben verkaufen wir billig an die Benelux-Länder, die können dann die Gaskraftwerke drosseln und bekommen die Leistung quasi geschenkt. Ist schon von Vorteil wenn die RWE auch dort Kraftwerke hat...
 
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Wenn ich ehrlich bin habe ich weder den Artikel noch deinen Post gelesen. (Wie ich schrieb, war das der erster random google hit :))

Da ich seit ca. 20 Jahren höre dass Atomkraft, wenn man alle Kosten mit einbezieht (vor allem natürlich die der Endlagerung) zur teuersten Stromproduktionsart gehört, denke ich aber schon dass da was dran sein müsste.

Kann natürlich auch alles grüne Propaganda und gekaufte grüne Lobby Experten sein die dies behaupteten. who knows alles ist möglich 🤷‍♂️

edit: doch gelesen, ja lol, die CO2 und Klimakrisenkosten einpreisen, auf einmal sind alle zu kleinen Umweltschützern geworden, das hat in den 70ern als die Meiler hochgezogen wurden, niemanden interessiert.:angel:

Ich kenn die TED Talks über moderne Atomkraftwerke (teilweise im Mini Format), interessante Idee aber Zukunftsmusik und mit Sicherheit nicht der Klimakrisenretter... ist halt wie FDP: Alle Probleme auf eine irgendwann entwickelte Technik abzuschieben. Dann können wir jetzt schön weiter mit nem SUV durch die Innenstädte heizen ->Irgendwann kommt ja bestimmt der große CO2 Wäscher und macht alles wieder sauber. :mond:

Zusammenfassend: real betrachtet wird es egal wie man es dreht und wendet deutlich teurer.

Und wo ist genau das Problem?
Hier im Forum wird wohl keiner Geldsorgen haben, 100-200€ im Monat mehr für Energie tut wohl keinem wirklich weh.
Und bevor hier wieder jemand die "denkt doch endlich mal einer an die Geringverdiener" Karte zieht
Ja, für die muss eben ein Ausgleich geschaffen werden, much Rocketsience, i know
 
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@volta: Du stellst das schon etwas sehr beschönigend dar.
1. Große Kosten bezogen auf das Stromnetz stehen uns so oder so bevor, selbst wenn man primär auf Atomstrom setzen würde. Das Betreiben der Netze wurde ja per Gesetz ausgelagert, aber wirklich in Instandhaltung wurde da nicht investiert. Klar wird das beim Ausbau von Erneuerbaren mehr, aber durch die Dezentralität gibt es imo auch Einsparpotenzial.
2. Gas-Kraftwerke brauchst du beim Betreiben von AKWs doch genauso. AKWs sind Grundlast, die können dir kurzfristige Schwankungen null ausgleichen.
3. Versuch mal ein Unternehmen zu finden, welches gegen GAU versichert; selbst bei Eintrittswahrscheinlichkeit nahe Null. Entweder wird es dann extremst teuer oder es ist Augenwischerei und am Ende trägt wieder die Gemeinschaft. Ist aber auch eine rein akademische Diskussion: Alleine die Baukosten sind doch mittlerweile so enorm, dass das überhaupt nicht mehr wirtschaftlich ist.

Es wird aber in der Tat deutlich teurer werden, das hätte aber auch jedem klar sein sollen, wurde von der Politik aus Schiss aber ungenügend kommuniziert. Das nervt mich an allen Parteien durch die Bank weg: Mag ja sein, dass das nachdem es einmal läuft wieder preislich gut machbar ist, aber der Wandel wird enorm teuer sein und das hätte man auch so benennen sollen. Dann hätte man gesellschaftlich auch darüber diskutieren können, wie man das abfängt. Jetzt kommt das aber für alle so plötzlich.
 

Benrath

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@volta: Du stellst das schon etwas sehr beschönigend dar.
2. Gas-Kraftwerke brauchst du beim Betreiben von AKWs doch genauso. AKWs sind Grundlast, die können dir kurzfristige Schwankungen null ausgleichen.

Ist das immer noch so, habe auch gegenteiliges gehört, dass man die mittlerweile recht schnell hoch und runterfahren kann
 
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Tzui, deine Art ist wie immer unglaublich nervtötend dabei. Wenn du dich mit der Thematik nicht auskennst, dann lies doch mit, denk dir deinen Teil und poste nicht.

@Benrath: Ich bin nicht in den neusten Entwicklungen drin, aber afaik ist das schon immer noch so. Es stimmt, dass die die Regelfähigkeit von AKWs im Laufe der Entwicklung verbessert wurde, aber Spitzenlast wird man damit qua Wirkungsweise nicht abdecken können, höchstens Mittellast (was früher von Kohle übernommen wurde). Das Hochfahren von AKWs wurde früher immer in Tagen gemessen; selbst wenn das in die Stunden verbessert wird: Bei Spitzenlast reden wir von Minuten. Das wird niemals funktionieren. Außer da sind wirklich bahnbrechende Entwicklungen komplett an mir vorbeigezogen.
 

parats'

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@Benrath: Ich bin nicht in den neusten Entwicklungen drin, aber afaik ist das schon immer noch so. Es stimmt, dass die die Regelfähigkeit von AKWs im Laufe der Entwicklung verbessert wurde, aber Spitzenlast wird man damit qua Wirkungsweise nicht abdecken können, höchstens Mittellast (was früher von Kohle übernommen wurde). Das Hochfahren von AKWs wurde früher immer in Tagen gemessen; selbst wenn das in die Stunden verbessert wird: Bei Spitzenlast reden wir von Minuten. Das wird niemals funktionieren. Außer da sind wirklich bahnbrechende Entwicklungen komplett an mir vorbeigezogen.
Das ist auch mein letzter Stand. Entwicklungen sind hier auch eher beim Thema Abfall und Verwertung dessen zu sehen.
China hat seit ein paar Wochen einen Prototypen eines Thorium-Flüssigsalz-Reaktor, das dürfte die Abfallprodukte von Leichtwasser-Reaktoren nochmal in ein anderes Licht rücken. Ob und wann sowas wirklich reif für den breiten "Markt" ist, weiß ich aber auch nicht.
 

Benrath

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@tzui in der Form wollen wir dein "Tzui erklärt die Welt" alle nicht lesen (Modansage) und Artikel posten, die du nicht mal ansatzweise gelesen hast und auch noch damit prahlen wollen wir auch nicht lesen.
 
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Das man Gaskraftwerke braucht auch wenn man auf Atomstrom setzt ist Richtig.

Aber nicht vergleichbar mit der Menge die benötigt wird wenn man auf Erneuerbahre Energien setzt.
Da man im ersten Fall nur die Netzschwankungen auf verbraucherseite Ausgleichen muss, da Atomkraftwerke berechenbar sind.
Im Zweiten Fall gleicht man die Netzschwankungen auf Erzeugerseite aus, was bei Wind + Sonne bedeuted, dass es möglich sein muss die Gesamte Last kurzzeitig zu übernehmen falls diese nicht liefern können.
 

Benrath

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Das man Gaskraftwerke braucht auch wenn man auf Atomstrom setzt ist Richtig.

Aber nicht vergleichbar mit der Menge die benötigt wird wenn man auf Erneuerbahre Energien setzt.
Da man im ersten Fall nur die Netzschwankungen auf verbraucherseite Ausgleichen muss, da Atomkraftwerke berechenbar sind.
Im Zweiten Fall gleicht man die Netzschwankungen auf Erzeugerseite aus, was bei Wind + Sonne bedeuted, dass es möglich sein muss die Gesamte Last kurzzeitig zu übernehmen falls diese nicht liefern können.
Naja wie oft soll das vorkommen, dass im gesamten Netzgebiet kein Windchen weht und nirgends die Sonne scheint? Es gibt auch andere Speicherwerke (Stauseen) und afaik gibts auhc was PV Energie wenn es bewölkt ist.
 
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Atomkraft hat einige große Probleme, und die Gesamtkosten sind wesentlich höher als im üblicherweise angegebenen kWh, das sollte klar sein.
Z.B. die gigantischen Forschungs und Entwicklungskosten die da reingeflossen sind, das Endlagerproblem. Und wenn man jetzt die Zeit zurück drehen würde, und sich überlegen ob man wirklich auf Atomkraft setzt oder lieber gleich in erneuerbare investiert, ich könnte mir gut vorstellen dass erneuerbare gewinnen.

Das Problem ist nur, der Zug ist längst abgefahren. Wir haben bereits Milliärden investiert (ich behaupte einfach mal das lag viel am Militärischen Nutzen von Kernkraft den es bei Wind und Solar eher weniger gibt), und wir haben bereits das Endlagerproblem. Das in die Forschung investierte Geld kriegen wir nie wieder zurück, und das Problem an den Endlagern ist eher die Überhaupt zu bauen und dann ewig zu sichern, ob sich die Menge noch ein bisschen erhöht ist eher weniger relevant.

Und unter dem Gesichtspunkt ist der übereilte Abschied von Atomkraft, insbesondere das abschalten von funktionierenden Anlagen die ja auch schon teuer gebaut wurden, einfach Wahnsinn. Denn aktuell ist die Alternative eben nicht Solar und Wind. Klar wäre super wenn wir Solar und Wind mit dem gleichen Aufwand erforscht hätten wie die letzten zig Jahre bei Atomkraft und damit eine super Alternative hätten. Haben wir aber nunmal nicht, die aktuelle Alternative lautet Kohle und Gas. Und da ist Atom im Momentanen Zustand einfach unendlich überlegen was den Einfluss auf das Klima, aber auch auf die Gefährdung von Menschen angeht. https://ourworldindata.org/grapher/death-rates-from-energy-production-per-twh
 
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Naja wie oft soll das vorkommen, dass im gesamten Netzgebiet kein Windchen weht und nirgends die Sonne scheint? Es gibt auch andere Speicherwerke (Stauseen) und afaik gibts auhc was PV Energie wenn es bewölkt ist.
Warscheinlich fast nie, aber wenn es auch nur 3 Tage alle 2-3 Jahre ist, kann dass richtig übel in die hose gehen.

Schon alleine alle lifte die steckenbleiben würden, dürften schon für einiges kopfzerbrechen sorgen. Und wenn ein Rechenzentrum nicht wieder strom bekommt bevor die Notstromversorgung der Diesel ausgeht...

Ps. Das Netz kannst du nicht mit halber Last betreiben. Entweder du hast Strom oder nicht.
D.h. auch wenn PV - Anlagen noch bewölkt Strom erzeugen, kannst du nicht einfach das Netz mit halber last laufen lassen.
Und Speicher sind im Netz immer eingerechnet. Bei allen brauchst du diese, um die Spannung aufrechtzuerhalten.

Diese Speicher werden heute normalerweise in der Nacht mit billigem Atomstrom und Kohle gefüllt und am Tag angezapft.

Mit erneuerbahrer PV und Windanlagen würde es gleich funktionieren. Aber mit der eröhen Schwierigkeit das es ganze Monate lang passieren kann das weniger Wind weht, Sonne scheint als der normale Jahresschnitt. Was die Speicher entlehrt.
Und um in diesem Fall die Netzstabilität aufrecht zu erhalten musst du diese Zeit überbrücken können.
 
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@Myta: Stimme komplett zu, dass man die bestehenden AKWs bis an ihr Lebensende hätte laufen lassen sollen (eventuell mit ein paar Upgrades sogar etwas länger). Damit hätte man sich die Überbrückungszeit perspektivisch und entspannt gestalten und den immensen Strukturwandel besser unterstützen können. Vielleicht kommt da ja politisch noch was, ich glaube es nicht.
Wie es einige jetzt versuchen AKWs dahingehend zu pushen, dass sogar neue gebaut werden, das wiederum erschließt sich mir nicht.

@Kenne: Das erscheint mir jetzt empirisch nicht gedeckt, was du behauptest bzw. kein prinzipielles Problem.
1. Es gibt auch bei den erneuerbaren diese, die sehr stabil liefern und damit Grundlast ersetzen können, z.B. Wasserkraftwerke und Offshore-Windanlagen.
2. Wenn Wind weht und die Sonne scheint, wird dafür umso mehr Energie erzeugt, als wir überhaupt benötigen. Wenn wir die Speicherpotentiale deutlich hochschrauben erhöht das also die Zeiten, die wir überbrücken können. Da kann man den Bedarf auch ganz gut ausrechnen.
3. Wir haben immer noch ein europäisches Verbundsnetz; diese Ausfälle müssten also alle Speicher aufbrauchen und Europaweit sein. Dann sind wir schon in Wahrscheinlichkeiten eines Super-GAUs.

Die wahrscheinlichste Ursache, warum es zu großflächigen Ausfällen kommen wird, ist unsere marode Infrastruktur.
 

Benrath

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Also auch wenn ichs doof finde, aber kannst du deine Aussagen auch irgendwie untermauern.

Ich hab nen Kollegen aus dem Referat für erneuerbare Energien gefragt, der sich da wenig Sorgen macht. Tage mit 0 gäbe es quasi nicht und sonst sei es eher super selten. Das deckt sich in etwa mit dem was ticor sagt.

Ich geh ja mit dass das Ausbalancieren zwischen recht fixem Angebot und volatiler Nachfrage einfacher ist als wenn das Angebot auch volatil ist. Aber das Angebot ist mit erneuerbaren Energien nicht erratisch volatil und auch ausgleichbar. Beides ist nicht umsonst.

hier sieht man es eigentlich auch ganz gut. die rote Linie wird wohl nicht immer durch inländische Produktion erreicht.
1634306829641.jpeg



@Myta können wir uns den Strohmann, dass man die bestehenden zu früh abgeschaltet hat nicht mal langsam sparen. In jeder Diskussion muss das von dir, Xantos oder ka wem kommen. Da sind wir uns glaub ich alle einig, dass man das was schon da waren wohl hätte länger nutzen sollen.
 
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parats'

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3. Wir haben immer noch ein europäisches Verbundsnetz; diese Ausfälle müssten also alle Speicher aufbrauchen und Europaweit sein. Dann sind wir schon in Wahrscheinlichkeiten eines Super-GAUs.
Wenn es keine Störung zwischen einzelnen Knotenpunkten (auch bei n-1) gibt. Schaut man sich den Brand vor 1,5j in Osteuropa an, dann waren die zügigen Lastabwürfe der Retter in der Not, wofür sie natürlich auch gedacht sind. Einer meiner Hauptkritikpunkte ist das fahren auf Sicht beim Ausbau der Infrastruktur. Je mehr EE in den Energiemix kommen desto größer werden Schwankungsbreiten, was ja prinzipiell bei der Größe des Netzes nicht schlimm ist. Am Ende hat natürlich alles soweit geklappt und die Kopplung der aufgetrennten Netze geschah mehr oder minder reibungslos.
 
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@Kenne: Das erscheint mir jetzt empirisch nicht gedeckt, was du behauptest bzw. kein prinzipielles Problem.
1. Es gibt auch bei den erneuerbaren diese, die sehr stabil liefern und damit Grundlast ersetzen können, z.B. Wasserkraftwerke und Offshore-Windanlagen.
2. Wenn Wind weht und die Sonne scheint, wird dafür umso mehr Energie erzeugt, als wir überhaupt benötigen. Wenn wir die Speicherpotentiale deutlich hochschrauben erhöht das also die Zeiten, die wir überbrücken können. Da kann man den Bedarf auch ganz gut ausrechnen.
3. Wir haben immer noch ein europäisches Verbundsnetz; diese Ausfälle müssten also alle Speicher aufbrauchen und Europaweit sein. Dann sind wir schon in Wahrscheinlichkeiten eines Super-GAUs.

Die wahrscheinlichste Ursache, warum es zu großflächigen Ausfällen kommen wird, ist unsere marode Infrastruktur.
Ich lebe schon über 12 Jahre in der Schweiz und habe meine Infos nicht aus einem einzelnen Artikel und nicht spezifisch über Deutschland.

Aber ich gehe davon aus das Deutschland so ziemlich in die gleichen Probleme hat wie die Schweiz.

Falls du dich wirklich in das Thema einlesen willst:
Unten bei den Dokumenten kannst du dir die Studien zur Schweiz ansehen.

Ansonsten
1.
Wasserkraft ist so zimlich überall ausgebaut. Heisst an den 4% wird sich nichts gross ändern.
Windkraft hat noch einiges an Potential aber wie Solar halt eben nicht berechenbar.

2. Das ist korrekt.
Doch, genau hier liegt der Hund begraben. Bei einer Stromversorgung, bei der es vorkommen kann das halt einen Monat lang nur 50% der Durchschnittsleistung geliefert wird. Musst du dies mit Stauseen und Pumpspeicherkraftwerken ausgleichen. Ausgehend davon das schon jetzt die Wasserbestände von Schweizer Pumpspeicherkraftwerken im Winter auf 10% fallen und Deutschland ein Haupt-Abnehmer ist gehe ich davon aus Das hier Schlicht die Speicherkapazitäten fehlen.

3. Das europäische Netz ist aber auf ein Deutschland ausgelegt mit dem jetzigen Energiemix. Wenn du dir die Fehlenden Kapazitäten aus dem Ausland hohlen willst verschiebst du das Problem halt einfach in andere Länder, und ob die dann die nötigen Kapazitäten gebaut haben, um das zu tun, weiss niemand.


@Benrath
Das Problem besteht konkret im falle eines Wind- Sonnenarmen Winters gefolgt von einigen Tagen richtiger flaute in der Deutschland einen Grossteil seiner Energie aus dem Ausland beziehen muss. Dafür ist das Europäische Netz nicht ausgelegt.

Soll nicht heissen das es unmöglich wäre diese Speicherkapazitäten zu bauen. Aber da es schon bei den Trassen scheitert, will ich nicht wissen wie lange es braucht um Täler unter Wasser zu setzen. Und das bis 2030.

Die Schweiz ist ja auch bei ihrer eigenen Energiewende, aber hier hat man sich bis 2050 Zeit gegeben und das bei einfacherer Ausgangslage.
 
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Ich hab Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik studiert, ich hab mich schon sehr viel mit der Thematik beschäftigt. Ich stimme ja mit dir überein, dass die jetzige Infrastruktur noch nicht darauf ausgelegt ist, alles mit Erneuerbaren zu versorgen, d.h. für mich aber nicht, dass das grundsätzlich nicht machbar ist. Muss halt entsprechend gesamteuropäisch angegangen werden.
Bezüglich Wasserkraft gibt es z.B. durchaus noch Potenzial was Gezeitenkraftwerke angeht; nicht in GER aber in Skandinavien durchaus. Bezüglich Speicherung gibt es auch Alternativen zu flächenmäßig viel Platz einnehmenden Pumpspeichern, z.B. Elektrolyse. Die Erneuerbaren haben da den Vorteil zu klassischer Verstromung von Kohle und Atom, dass man vieles deutlich dezentraler regeln kann.

@parats: Bin voll bei dir, dass man das in den Planungen entsprechend berücksichtigen muss und eine Umstellung von den fossilen eine Mammutaufgabe wird. Das kritisiere ich ja auch an allen Parteien, btw. inklusive den Grünen, dass die Schwere in der allgemeinen Bevölkerung nicht deutlich gemacht wird. Ist alles machbar, aber nur wenn sich alle der Probleme bewusst sind und das gemeinsam angehen.
 
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