• Liebe User mit web.de oder gmx.de E-Mail-Adressen: Bitte ändert eure Adressen, da wir nicht garantieren können das E-Mails vom Forum an euch ankommen. Genaueres dazu im Feedbackforum

DrachenLord zu Gefängnisstrafe verurteilt

Mitglied seit
07.04.2003
Beiträge
21.593
Reaktionen
655
Da hast du schon recht und ich würde auch nicht von "Staatsversagen" reden. Andererseits hat der Fall eine dicke Lücke aufgezeigt, die wohl nicht so einfach zu schließen ist.

Ja, das stimmt wohl. Aber genau diese Erkenntnis ist wichtig, man kann halt nicht jede Strafbarkeitslücke schließen, weil es dann unter Umständen auf völlig überbordende Regelungen hinausläuft. Das Strafrecht ist halt nicht die Antwort für jede Art von sozialen Problemen.

Aber mal aus juristischer Perspektive: Wie und wann hätte man den Lord denn überhaupt mit einem Betreuer ausstatten oder gar einweisen lassen wollen?

Das ist jetzt nicht wirklich mein Gebiet, ich weiß nur, dass die Kriterien extrem streng sind und sich stA und Richter öfters darüber aufregen, dass so manche ihrer "Kunden" nicht eingewiesen werden, obwohl sie offensichtlich einen Dachschaden haben und immer wieder Straftaten begehen. Am häufigsten sind das Fälle von Beschaffungskriminalität. Da sieht man dann absolute Zombies im Gerichtssaal, die ganz offen sagen, dass sie nach der Verhandlung halt wieder klauen gehen, weil sei Stoff brauchen.

Er war nicht selbstgefährdend i.S. der typischen Merkmale, über sein sonstiges Verhalten in den Sozialsystemen kann man nur Annahmen treffen. Wenn er rechtzeitig auf Rechnung und co. reagiert und selbst nicht bei Psychologen/Psychiatern vorstellig wird, bzw. von irgendeinem Amt abhängig ist, wird man in der Situation nur wenige Optionen haben.
Aus ehrlichem Interesse: Darfst mich gerne korrigieren.

Ne, das ist wohl einfach so wie du sagst, also alles richtig soweit. Ich fände halt nur, dass das ein Fall wäre, in dem die Schwelle irgendwie überschritten sein müsste. Ich spreche beim Drachenlord auch nicht direkt von Einweisung, aber so eine Art konstante Betreuung durch einen Sozialpädagogen/Therapeuten oder so würde ihm sicherlich helfen.
 
Mitglied seit
26.02.2005
Beiträge
19.385
Reaktionen
2.872
drachenlard, im fraenkischen gefaengniss. der sabel steht zum fritieren bereit
 

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
940
Reaktionen
390
Ne, das ist wohl einfach so wie du sagst, also alles richtig soweit. Ich fände halt nur, dass das ein Fall wäre, in dem die Schwelle irgendwie überschritten sein müsste. Ich spreche beim Drachenlord auch nicht direkt von Einweisung, aber so eine Art konstante Betreuung durch einen Sozialpädagogen/Therapeuten oder so würde ihm sicherlich helfen.
Die letzte Station wäre wahrscheinlich das Jugendamt gewesen, wenn es denn überhaupt hätte tätig werden müssen, das irgendwas hätte reißen können. Selbst da, Sozialarbeiter haben nur eingeschränkte Möglichkeiten als Erziehungsbeistand irgendwas zu melden, letztlich müsste das Amt reagieren und ihn in eine Wohngruppe oder ähnlichem unterbringen, kann der Mensch vor Ort leider meist nicht entscheiden, sondern ist auf die Kette angewiesen. Klassischer Drehtürklient, selbst mit hoher Motivation der zuständigen aus dem Apparat. Unterm Strich halt sehr traurig für ihn, auch wenn der Troglodyt durch seinen Charakter jegliches Mitleid im Keim erstickt.
 
Mitglied seit
27.06.2014
Beiträge
1.649
Reaktionen
382
Ort
Hamburg
Ich stimme hier Lobo zu. Er ist kein Jurist und mag da nicht alles richtig argumentieren, aber was die Richterin da zu seiner beruflichen Betätigung sagt ist absurd und erinnert mich an die Täter-Opfer-Umkehr a la "er hätte ja nicht die Mohammed-Karikatur malen müssen" oder "sie hätte ja nicht so kurze Röcke tragen müssen".

Und ich finde schon, dass das jahrelange Mobbing ein mildernder Umstand sein muss und der konkrete Typ, der auf die Fresse bekommen hat, sich nicht so leicht von der gesamten Hater-Gruppe distanzieren kann.

Wenn jahrelang irgendwelche rechten dudes jemanden belästigen und bedrohen würden, dürfte sich auch nicht nach Jahren dann der eine, der auf die Fresse bekommt, darauf zurück ziehen, dass es in der einen einzelnen Situation eine übertriebene Reaktion sei.
 
Mitglied seit
16.08.2010
Beiträge
4.139
Reaktionen
155
Ich stimme hier Lobo zu. Er ist kein Jurist und mag da nicht alles richtig argumentieren, aber was die Richterin da zu seiner beruflichen Betätigung sagt ist absurd und erinnert mich an die Täter-Opfer-Umkehr a la "er hätte ja nicht die Mohammed-Karikatur malen müssen" oder "sie hätte ja nicht so kurze Röcke tragen müssen".

Und ich finde schon, dass das jahrelange Mobbing ein mildernder Umstand sein muss und der konkrete Typ, der auf die Fresse bekommen hat, sich nicht so leicht von der gesamten Hater-Gruppe distanzieren kann.

Wenn jahrelang irgendwelche rechten dudes jemanden belästigen und bedrohen würden, dürfte sich auch nicht nach Jahren dann der eine, der auf die Fresse bekommt, darauf zurück ziehen, dass es in der einen einzelnen Situation eine übertriebene Reaktion sei.
Mir erscheint das urteil auch irgendwie hart, aber man sollte auch nicht vergessen, dass er zum Zeitpunkt der Verhandlung bereits auf Bewährung war (ich glaube auch wegen Körperverletzung).

Davon ab frage ich mich allerdings auch, ob der fette Oger überhaupt voll schuldfähig ist? Finde es recht eindeutig, dass er geistig eingeschränkt ist. Der gehört doch eher in ne Anstalt als in ein Gefängnis.
 
Mitglied seit
26.02.2005
Beiträge
19.385
Reaktionen
2.872
Mir erscheint das urteil auch irgendwie hart, aber man sollte auch nicht vergessen, dass er zum Zeitpunkt der Verhandlung bereits auf Bewährung war (ich glaube auch wegen Körperverletzung).

Davon ab frage ich mich allerdings auch, ob der fette Oger überhaupt voll schuldfähig ist? Finde es recht eindeutig, dass er geistig eingeschränkt ist. Der gehört doch eher in ne Anstalt als in ein Gefängnis.
eher betreutes wohnen
 
Mitglied seit
11.09.2002
Beiträge
4.492
Reaktionen
99
Wie wird denn die Sachbeschädigung am Haus von Hr. Winkler bewertet?
Ich meine:
- da kommen ganz oft irgendwelche Leute vor das Haus - das ist soweit erlaubt.
- die beleidigen bzw. stören dann Hr. Winkler durch rumbrüllen oder ähnlichem - das ist meines Wissen nach schon nicht mehr erlaubt, oder?
- die zerstören Scheiben, schmieren rum etc. - das ist ganz sicher nicht erlaubt

Wenn so etwas öfters vor kommt dann muss die Polizei doch etwas dagegen tun?! Wenn in irgend einer Stadt ein Haus XY (warum auch immer) immer wieder angegriffen wird, dann wird das irgednwann 24/7 überwacht. Warum konnte hierbei also so viel so unbestraft passieren?

Ansonsten das was Heator sagt: strafrechtlich kann man niemanden belangen der auf öffentlichem Grund steht und nichts weiter macht. Und wenn der dann angegriffen wird, dann ist das keine Notwehr.
Aber durch die oben genannten Gründe kann man es schon teilweise Verstehen, dass Hr. Winkler irgendwann abdreht. Das würde jedem hier im Forum nicht anders gehen (mal abgesehen natürlich, dass wir anders damit umgehen würden).
 
Mitglied seit
03.04.2005
Beiträge
6.640
Reaktionen
658
Gab's da nicht mal so einen fall wo ein hells angel irgend einen polizisten durch die tür erschossen hat und der umstand, dass er dachte es steht ein verfeindeter rocker davor der ihn umbringen will war dann zumindest mildernd oder sogar ganz strafvereitelnd? Hab das ganze nicht mehr wirklich im kopf. Aber da kann man imo dann auch vorhergegangene morddrohungen als mildernde umstände geltend machen.
Da ging es um eine angenomme Notwehrsituation. Die Polizei hat sich in einer Nacht-und Nebel-Aktion an der Haustür des Herren - legaler Waffenbesitzer und zumindest zum fraglichen Zeitpunkt nicht vorbestraft - zu schaffen gemacht, um eine Festnahme oder Hausdurchsuchung vorzunehmen. Der feine Herr ist dadurch wach geworden, hat deutlich hörbar eine Warnung abgegeben, dass er schießen würde, wenn die Leute sich nicht verpissen und dann, nachdem keinerlei Reaktion erfolgt ist, durch die Haustür gefeuert und dabei einen Polizisten tödlich getroffen.

Sehe jetzt nicht, wie die beiden Fälle vergleichbar sein sollen.
 

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
940
Reaktionen
390
Was ist es denn sonst?
Lobo sieht nur das Cybermobbing, nicht das ganze Bild: Auf den ersten Blick wirkt es schon unethisch dem Lord die "Arbeit" verbieten zu wollen. Allerdings war das primär lange ein Hobby, er war sonst wohl kaum bis gar nicht erwerbstätig. Wirklich Geld verdienen war nur möglich, weil es diese Anti-Fans gibt, die ihn überhaupt "relevant" gemacht haben. Das wiederum erzeugt eine seltsame co-Abhängigkeit der beiden Parteien, die einen wollen ihn Mobben, der andere erlangt erst durch diese Relevanz und zwar nicht nur monetär, sondern auch durch sein konstruiertes Selbstbild. Das ist hochgradig problematisch, muss man wohl nicht erklären.

Davon losgelöst gibt es auch einige Unbeteiligte, die in diese Spirale reingesogen werden: Seine Nachbarn, bzw. die Gemeinde, sowie die komplette Exekutive der Region, teilweise ja des ganzen Freistaats, wenn man sich vor Augen hält, was das für ein Aufwand wegen einer Person ist. Verhältnismäßigkeit wahren ist eigentlich unmöglich und parallel wirdt das Leben von deutlich mehr Personen extrem negativ beeinflusst. Ist das jetzt die Schuld des Lords? Denke eher nicht. Dass sich Frust bei ihm aufbaut, geschenkt, dafür braucht's keinen Abschluss in Psychologie um das zu kapieren.

Nun zu dem was Heator meinte: Aus der Juristenbrille hast du da kaum Möglichkeiten etwas effektives zu machen, neue Straftatbestände zu erfinden, oder wirklich noch mehr Ressourcen in das Problem zu versenken, wenn es wirklich nur singulär ist - wie, warum und wirklich? Wenn man das möchte, dann nur aus Sicht der Unbeteiligten (meine Meinung), aber auch hier wieder der Punkt der Verhältnismäßigkeit. Warum sollen es die Nachbarn / die Dörfer außenrum akzeptieren, dass da eine massive, dauerhafte Polizeipräsenz aufgebaut wird (die auch bezahlt werden muss, schlanker Staat und so), weil der Typ einfach nicht nachgibt?

Man kann nur dem helfen, der diese Hilfe annimmt. Auf dem Weg von erstem Mobbing bis jetzt hätte man intervenieren können, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Troll auch Hilfe akzeptiert. Völlig egal wie, durch Hilfestellung im Alltag oder Therapie zur Stabilisierung des Egos - auch unabhängig von seinem damaligen Hobby "YouTube". So wie sich die nicht-Lobo-Berichte lesen hat er aber genau das immer wieder abgelehnt ,darüber hinaus die Polizei runtergelassen und auch eine Abwehrhaltung gegenüber seinen direkten Nachbarn eingenommen. Sicherlich mögen die nicht immer freundlich gewesen sein, aber wer hätte bei der Situation früher oder später nicht die Schnauze voll?

Es gibt halt leider keine Handhabe den Lord zu irgendeiner Hilfestellung zu zwingen, noch wäre es ohne weiteres "gut" so was erzwingen zu können. Nur weil jemand kognitiv beeinträchtigt ist, folgt daraus nicht das Recht diesen fremdzusteuern, bspw. über Einweisungen oder zuweisung eines Betreuers - das wäre nämlich in erster Linie diskriminierend. Es gibt gute Gründe, warum man nur in Extremsituationen eingreifen kann, etwa wenn Selbstgefährdung vorliegt, oder real Spannungen mit Sozialsystemen vorliegen - die nicht vorlagen.

Bleibt also die Lenkung über Sanktionen, wenn es ausartet und das hat man wohl versucht. Er war vorbestraft, es sammelten sich da diverse Tatsbestände an, von denen die Gewalt gegenüber Fremden nur einen Teil ausmachte. Eine gewisse Anrechnung der Situation schien ja im Urteil inkludiert gewesen zu sein, außerdem wurden und werden seine Anti-Fans neben den Prozess auch verfolgt und sanktioniert. Also daher: Wo ist das Staatsversagen? Warum sieht Lobo nur das eine Urteil, nicht die ganze Kette der Ereignisse? Ist schon White Knight per excellence und trägt nichts zum Diskurs bei, irgendwie der Klassiker, anders kenn ich den nicht.

Inb4: Ja, die Anti-Fans / Hater sind das Problem und sind alles Hurensöhne. Trotzdem, man kann's übertreiben. Traurig ist die Situation und irgendwo tut er mir leid, aber halt nur bedingt. Es ist ein Trugschluss alles bemitleiden zu müssen, wundert mich ehrlich gesagt, dass es bei dir so was auslöst.
 
Mitglied seit
07.04.2003
Beiträge
21.593
Reaktionen
655
Was ist es denn sonst?
Das was GeckoVOD sagt. Gemobbt zu werden IST seine Arbeit, etwas anderes seinerseits hat keinen monetären Wert. Würde es die Haider nicht geben, würde der Lord 0,000 verdienen. Insofern hat die Richterin da mE den absolut richtigen Impuls gesetzt. Solange er weiter in die Öffentlichkeit drängt, wird das Spiel auch weitergehen und dafür trägt er ebenfalls Verantwortung.
 
Mitglied seit
27.06.2014
Beiträge
1.649
Reaktionen
382
Ort
Hamburg
Lobo sieht nur das Cybermobbing, nicht das ganze Bild: Auf den ersten Blick wirkt es schon unethisch dem Lord die "Arbeit" verbieten zu wollen. Allerdings war das primär lange ein Hobby, er war sonst wohl kaum bis gar nicht erwerbstätig. Wirklich Geld verdienen war nur möglich, weil es diese Anti-Fans gibt, die ihn überhaupt "relevant" gemacht haben. Das wiederum erzeugt eine seltsame co-Abhängigkeit der beiden Parteien, die einen wollen ihn Mobben, der andere erlangt erst durch diese Relevanz und zwar nicht nur monetär, sondern auch durch sein konstruiertes Selbstbild. Das ist hochgradig problematisch, muss man wohl nicht erklären.
Das mag unsere Einschätzung sein. Aber selbst wenn er damit nichts verdienen würde, so ist es sein Recht, zu streamen & YT-Videos zu veröffentlichen. Auch wenn das als Hobby geschähe. Oder wenn er der Illusion unterläge, dass er auch ohne die Hater Geld damit verdienen könnte.

Davon losgelöst gibt es auch einige Unbeteiligte, die in diese Spirale reingesogen werden: Seine Nachbarn, bzw. die Gemeinde, sowie die komplette Exekutive der Region, teilweise ja des ganzen Freistaats, wenn man sich vor Augen hält, was das für ein Aufwand wegen einer Person ist. Verhältnismäßigkeit wahren ist eigentlich unmöglich und parallel wirdt das Leben von deutlich mehr Personen extrem negativ beeinflusst. Ist das jetzt die Schuld des Lords? Denke eher nicht. Dass sich Frust bei ihm aufbaut, geschenkt, dafür braucht's keinen Abschluss in Psychologie um das zu kapieren.
Kausalität =/= Schuld.

Analogie: Der Schutz von Hamed Abdel-Samad vor Islamisten kostet den Staat auch Geld. Die Schuld dafür liegt aber nicht bei Abdel-Samad, sondern bei denen, die ihn bedrohen. Auch wenn kausal ursächlich für die Drohungen eben ist, dass er den Islam kritisiert.

Nun zu dem was Heator meinte: Aus der Juristenbrille hast du da kaum Möglichkeiten etwas effektives zu machen, neue Straftatbestände zu erfinden, oder wirklich noch mehr Ressourcen in das Problem zu versenken, wenn es wirklich nur singulär ist - wie, warum und wirklich? Wenn man das möchte, dann nur aus Sicht der Unbeteiligten (meine Meinung), aber auch hier wieder der Punkt der Verhältnismäßigkeit. Warum sollen es die Nachbarn / die Dörfer außenrum akzeptieren, dass da eine massive, dauerhafte Polizeipräsenz aufgebaut wird (die auch bezahlt werden muss, schlanker Staat und so), weil der Typ einfach nicht nachgibt?
Ich verstehe wirklich nicht, wieso man ein "pragmatisches" Nachgeben vor Unrecht so gut finden soll. Mit der Logik könnten dann ja auch rechte Spasten dafür sorgen, dass irgendwo eine Dönerbude geschlossen werden muss. Oder dass doch bitte alle Juden in eine Stadt umziehen sollen, weil man sie da effizienter schützen kann. Oder dass doch endlich keine MIniröcke mehr getragen werden.

Wer glaubt, dass die Hater ihren Mist ausschließlich wegen dem Drachenlord machen & sich nicht sonst andere Opfer suchen würden, liegt mMn auch falsch.

Ich glaube auch nicht unbedingt, dass man da neue Straftatbestände braucht. Aber man könnte eben diejenigen, die ihn vor Ort belästigen, am oberen Ende der Skala bestrafen. Und zumindest mal einige der schlimmsten Bedrohungen online nachverfolgen und ernst nehmen und dann daraus Exempel statuieren. Das Vorgehen gegen "Hate Speech" ist doch an anderer Stelle ach so wichtig, warum nicht hier?

Man kann nur dem helfen, der diese Hilfe annimmt.
Hilfe im Sinne von "Lebenssituation verbessern" ja -- das ist ein Privileg, was die Gesellschaft niemandem geben muss.
Schutz vor Bedrohungen und dauernder Belästigung vor Ort ist aber ein Recht, das muss sich der Drachenlord nicht durch "vernünftiges Verhalten" verdienen.
Auf dem Weg von erstem Mobbing bis jetzt hätte man intervenieren können, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Troll auch Hilfe akzeptiert. Völlig egal wie, durch Hilfestellung im Alltag oder Therapie zur Stabilisierung des Egos - auch unabhängig von seinem damaligen Hobby "YouTube". So wie sich die nicht-Lobo-Berichte lesen hat er aber genau das immer wieder abgelehnt ,darüber hinaus die Polizei runtergelassen und auch eine Abwehrhaltung gegenüber seinen direkten Nachbarn eingenommen. Sicherlich mögen die nicht immer freundlich gewesen sein, aber wer hätte bei der Situation früher oder später nicht die Schnauze voll?
Haben wir da tatsächlich gute, verlässliche Infos über die Dynamik? Hat die Polizei ihm ernsthaft geholfen, oder ihn auch nicht ernst genommen und gesagt, er solle halt nicht mehr streamen etc?

Bleibt also die Lenkung über Sanktionen, wenn es ausartet und das hat man wohl versucht. Er war vorbestraft, es sammelten sich da diverse Tatsbestände an, von denen die Gewalt gegenüber Fremden nur einen Teil ausmachte. Eine gewisse Anrechnung der Situation schien ja im Urteil inkludiert gewesen zu sein, außerdem wurden und werden seine Anti-Fans neben den Prozess auch verfolgt und sanktioniert.
Wie wurden denn seine Hater bisher sanktioniert? Gab es da Urteile für Bedrohungen? Schmerzhafte Strafen für diejenigen, die vor Ort Mist gemacht haben?
 
Mitglied seit
23.07.2014
Beiträge
3.349
Reaktionen
56
in deuschen großstädten sammeln intensivtäter aktenordnerweise straftaten an. so sehr sie sich auch bemühen - für gefägnisstrafen will es nie reichen.
auch deutsche justiz: schickt nen stabilen deutschen für fast 3 jahre in den knast, ohne das der jemals ne asoziale straftat verübt hat.

leider hat er kein geld für top anwälte oder familie, die zeugen bedroht.
 
Mitglied seit
28.07.2006
Beiträge
3.285
Reaktionen
200
Das Drachengame ist ein Meme und nicht "nur" Cybermobbing.

ich frage mich was der Drachenlord bei rechtskonservativen, VTlern auslöst.
Irgendwas muss es sein, die Empathie und Solidaritätsbekundungen sind ja eindeutig.

Ist es das Übergewicht, die Einsamkeit, der Hass der einem von allen Seiten entgegenschlägt, oder ist es die Tatsache dass sich der Lord offensichtlich auch nicht in der modernen Welt zurechtfindet? Warum soviel Mitgefühl? 🤔
 
Mitglied seit
23.07.2014
Beiträge
3.349
Reaktionen
56
Das Drachengame ist ein Meme und nicht "nur" Cybermobbing.

ich frage mich was der Drachenlord bei rechtskonservativen, VTlern auslöst.
Irgendwas muss es sein, die Empathie und Solidaritätsbekundungen sind ja eindeutig.

Ist es das Übergewicht, die Einsamkeit, der Hass der einem von allen Seiten entgegenschlägt, oder ist es die Tatsache dass sich der Lord offensichtlich auch nicht in der modernen Welt zurechtfindet? Warum soviel Mitgefühl? 🤔
dumm? hab ich doch grad geschreibt. es kann nicht sein dass rainer raingeht und achmed rumläuft
 
Mitglied seit
28.07.2006
Beiträge
3.285
Reaktionen
200
dumm? hab ich doch grad geschreibt. es kann nicht sein dass rainer raingeht und achmed rumläuft
du bezeichnest die zutiefst kaputte Persönlichkeit von Rainer Winkler als

stabilen deutschen

Worauf begründet sich dein Zerrbild, wenn nicht auf jeder Menge Mitgefühl. ;)
Die Hater sind auch deutsche aber die sollten deiner Meinung nach ins Gas, weil alles Hurensöhne, am Deutschsein kann es also nicht allein liegen.
Irgendwas wird bei dir beim Anblick dieser armen Wurst hart getriggert.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
33.801
Reaktionen
2.803
So, aus dem OT kopiert - bitte achtet auf euren Ton, manche Beiträge sind nicht ganz Com-kompatibel, aber um den Sinn nicht zu entstellen bleiben sie drin.
 
Mitglied seit
11.07.2021
Beiträge
46
Reaktionen
16
Keine Ahnung wie das rechtlich aussieht, aber Typen die bis Buxtehude anreisen, um einen geistig Zurückgebliebenen zu mobben, haben aufs Maul verdient.
Platinraute. Menschen die in Gruppen auf einen am Boden liegenden treten sind einfach nur widerwärtig.
 
Zuletzt bearbeitet:

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
940
Reaktionen
390
- Recht auf Arbeit / Hobby
- Recht auf Schutz / Schutz anderer "Mobbing"opfer
- Vorgehen gegen Hate Speech
- Fragliche Rolle der Polizei / Justiz
- Strafen gegen Hater

Erstmal Danke für's Rausteilen, finde den Fall tatsächlich auf abstraker Ebene aus diversen Gründen ziemlich interessant.
An Xantos: Ich bin nicht 'wirklich' informiert über das Game, bzw. diese behinderte Historie, da es mir zu doof ist Primärquellen anzuschauen, das TLDR ist eigentlich immer "einer behinderter als der andere". Allerdings bekomme ich aus relativer regionaler Nähe sehr häufig Informationen dazu im Newsfeed via Nordbayern.de / inFranken / Neue Presse usw. usf., weil's zumindest lokal beschränkt teilweise krasse Wellen schlug. Daher auch meine Meinung, dass Lobos Sicht sehr einseitig ist und ziemlich aus dem Elfenbeinturm stammt.

Ich hab mal deine Punkte in eigenen Worten summiert, als gedankliche Stütze für eine Antwort. Ja, du hast recht, auf den ersten Blick wirkt Lobos Antwort genau richtig, allerdings, wie erwähnt, sind da viele Faktoren. Ich stimme zu, wenn du sagst, Mr. Winkler hat ein Recht auf Schutz, diese Leute sind Bauern und er sollte seine Videos produzieren dürfen. Ich sehe auch, warum man vorschnell zum Schluss kommen könnte, die Justiz hätte hier wenig getan, wobei ich eher den gegenteiligen Eindruck habe. Auf Nordbayern.de gab's ein paar wirklich gute (seitenlangen) Reportagen über den Fall, zudem gibt's eine relativ gute Doku von Funk (wobei die ähnlich wie Lobo ist und etwas älter).

Die "Haider" wurden schon verfolgt und sogar relativ intensiv. Wenn meine Erinnerung nicht trügt dürfte das härteste Urteil 4 Jahre Gefängnis für den Organisator des Swattings sein, daneben gab's eine Latte an Bewährungsstrafen, Bußgelder, Sozialauflagen und den üblichen Platzverweisen (mit und ohne Warngeldern), sowie die Sperrung des Ortes. Wir reden immer noch über die Präsenz von Hundertschaften und einem medialen Shitstorm, der sogar den damalige Innenminister zum Mikrofon gezwungen hat. Zugegeben, teilweise war das schon amüsant (CSU Siff im Sibbermobbing-Slang), im Großen und Ganzen aber ziemlich unfassbar. Je länger das alles dauerte, desto mehr wurde auf Herrn W. eingewirkt sich irgendeine Art von Hilfe zu holen - erst nett und verständnisvoll, später mit strengerem Ton. Daneben gibt's halt einfach kaum Wiederholungstäter, die man direkt wegsperren könnte, die Masse an diesen geistigen Nullnummern scheint ins Unendliche zu gehen. Mies, ist aber so.

Laut den Artikeln, die mir im Kopf rumschwirren, war eines der vielen Problemen, dass der Lord die Polizei sehr häufig ungerechtfertigt/umsonst geholt und selbst beschimpft hat - laut aktuellem Urteil sind das 50++ Fälle, was an sich schon eine Hausnummer ist, bei gleichzeitigem Leugnen, er hätte das getan (es fehlt also die Einsicht, komplett). Die zwei anderen Fälle, die da untersucht wurden, waren eigentlich nur Situationen, die er ohne objektive Gefahrenlage extrem eskaliert hat.
Jetzt könnte man schon sagen, es ist nicht primär seine Schuld und er mag sich insgesamt bedroht gefühlt haben, weswegen eine Übersprungshandlung stattfand. Das mag sein. Fakt ist, dass er, so laut Reportagen der größeren Tageszeitungen hier, einen erheblichen Beitrag zur Eskalation geleistet hat und zwar nicht singulär . Wiederholt, immer wieder, nach mehrfacher Ermahnung nicht so, sondern anders zu handeln - es wurde also angerechnet, wie sich der Fall entwickelt hat.
Und hier wird imo Lobo etwas schizophren: Auf der einen Seite (gehe ich mit) ist es - sachte ausgedrückt - bevormundend und arrogant ihm den Lebensunterhalt zu verbieten. Man kann ihm auch Sympathien zugestehen. Auf der anderen Seite, wenn ich ihm all das zuspreche, so auch den Grundskill nicht mit Steinen zu werfen, Pfefferspray zu sprühen, oder Taschenlampen auf Köpfe zu schlagen (v.a. weil die anderen jetzt auch nicht gerade kognitiv fit und erwachsen wirken). Entweder er ist so erwachsen mit der Polizei zu kooperieren, oder er kann es - aus welchen Gründen auch immer - einfach nicht. Wenn letzteres der Fall ist, so scheint zumindest das Gericht zu denken, muss man intervenieren. Zunächst hat er eine Bewährungsstrafe bekommen und ihm wurde klar gemacht, wo die Grenze ist. Die hat er dann hart (Stein + Taschenlampe) und weich (50+ Beleidigungen gegen Beamte, plus wohl diverses anderes) überschritten. Und nun? Ja, dann muss es leider Folgen haben. Zumindest hat er jetzt die flüchtige Chance einer Therapie im Vollzug und die Eröffnung anderer Perspektiven. Auch wenn das bevormundend wirkt.

Wenn man nicht in schwammigen Abstrakten argumentieren möchte, dann sieht man auch den Unterschied zum "Minirock" aka. Victim Blaming: Klar, man kann ihn wegclicken usw. usf. Die Polizisten vor Ort halt beispielsweise leider nicht. Man könnte auch argumentieren irgendwelche Juden sollen irgendwo hinziehen - ja, nein, auch unpassender Vergleich. In solchen Fällen kann man wenigstens klar die Gruppe der Gefährder mit begrenztem Aufwand isolieren und strafrechtlich verfolgen. Es ist absehbar, wann und wie solche Fälle enden.
Hier wären alle Maßnahmen wirklich krass (bzw. imo waren sie das auch). Was hätte man tun sollen, Polizeistation mit 4+ Beamten vor die Haustür setzen, oder wie? Und die hätten dann was bei Besuchen gemacht, das nicht eh geschehen ist? In 95%+ der Fälle ist wohl nichts strafrechtlich relevantes passiert, das nicht in einem Platzverweis geendet hätte.
Versteh mich nicht falsch, jeder Fall ist unentschuldbar dumm, aber deswegen kann man niemand direkt wegsperren oder andersweitig "spürbar" sanktionieren. Der Fall ist in so vielen Dimensionen ein "Systemsprenger", das es schon fast schmerzt.
 
Mitglied seit
16.08.2010
Beiträge
4.139
Reaktionen
155
Ich vermute ja auch, dass sich Rainer bis heute im moralischen Recht sieht und eben keinerlei Einsicht zeigt. Er sieht sich selbst doch irgendwie als so eine Art Kreuzritter und Vigilant gegen Mobbing, seine körperlichen Angriffe auf die "Häider" als gerechtfertigt. Anders lässt sich doch so was hier nicht erklären:

Oder sein Vergleich mit den verfolgten Juden.

Er streamt übrigens wohl immer noch. Und es lungern immer noch Spastis vor seinem Haus rum...
Damit sich da was ändert, benötigt er ganz dringend psychologische Betreuung. Sonst macht er nach seiner Haftstrafe einfach direkt so weiter.
 
Mitglied seit
27.06.2014
Beiträge
1.649
Reaktionen
382
Ort
Hamburg
Danke für das sachliche, interessante Post, GeckoVOD.

In der Tat einige neue Infos für mich -- bspw war mir nicht klar, wie oft er selbst mit der Polizei aneinander geraten ist.
Interessant wäre, wie hilfreich die Polizisten insb. am Anfang für ihn waren -- also ob sie ihn ernst genommen haben.
Aber natürlich kann ich da jetzt nicht einfach annehmen, dass das nicht so gewesen sei.

Aber wäre es dann nicht konsequenter, man hätte ihm eben in der Interaktion mit der Polizei Grenzen gesetzt & dort "eskaliert", anstatt das dann in die Bewertung einer Köperverletzung mit einfließen zu lassen? Andererseits naütrlich verständlich, dass das gesamte Bild gewürdigt wird.

Zumindest kommt mir die Urteilsbegründung unelegant vor, und auch dass der vorgeschlagene Deal war, dass er aufhört mit Streamen/Videos.

Interessant wäre auch, ob die 4 Jahre für den Swatter ein Outlier sind (da ist die Strafe ja auch nicht für das Mobben, sondern für den Missbrauch), oder ob es auch für andere Mobber, die vor Ort randaliert oder im Internet gedroht haben, ernsthafte Konsequenzen gab.
 

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
940
Reaktionen
390
Zumindest kommt mir die Urteilsbegründung unelegant vor, und auch dass der vorgeschlagene Deal war, dass er aufhört mit Streamen/Videos.

Es gibt da eigentlich eher nur Auszüge aus der Begründung, die vollständige habe ich jedenfalls nicht gelesen, noch interessiert's mich großartig. Die größeren Artikel zitieren sowieso ihn, "die Opfer", die Beamten und seinen Bewährungshelfer. Gibt ein rundes Bild und dann passt das Zitat auch recht gut rein. Außerhalb des Kontexts kann ich natürlich auch alles verzerren.

Interessant wäre auch, ob die 4 Jahre für den Swatter ein Outlier sind (da ist die Strafe ja auch nicht für das Mobben, sondern für den Missbrauch), oder ob es auch für andere Mobber, die vor Ort randaliert oder im Internet gedroht haben, ernsthafte Konsequenzen gab.

Findet man wenig, ich bezweifle es, denn die meisten standen dann wohl eher nur rum. Kennt man ja, dicke Hose und dann nicht runterlassen und so was. Kurzes "site:nordbayern.de Drachenlord" auf Google findet dutzende Artikel (!) mit "Verstöße gegen das Hygienegesetz + Bußgeld" oder "Verstoß gegen Versammlungsgebot + Bußgeld".
Zwischen den Zeilen sieht man aber, dass halt gemacht wurde, was so gerade noch ging. Typische Schlagzeilen war "Idiot hatte Gras dabei" (ggnore in Bayern), oder "getuntes Auto" (vorerst Schein weg + Bußgeld). Ansonsten fand ich auf die Schnelle noch eine Woche Jugendarrest + Sozialstunden wegen Körperverletzung.
 

Celetuiw

StarCraft: Brood War
Mitglied seit
01.04.2008
Beiträge
1.247
Reaktionen
62
Aber mal aus juristischer Perspektive: Wie und wann hätte man den Lord denn überhaupt mit einem Betreuer ausstatten[...]?

Ich kenn mich dahingehend ein klein bisschen aus, da ich recht viele Anträge mitverfolgt habe für meine Leistungsempfänger die schon derbe einen an der Klatsche hatten.

Ohne Spezifika zu beantworten zu können prüft das Amtsgericht ob
- eine glaubhafte Eigen oder Fremdgefährdung im Alltag von der Person ausgeht, da die Person nicht zurechenbar ist (eine Eskalation wie die bestrafte KV hat damit ma nix zu tun)
- die Person nicht in der Lage ist, gewisse Aspekte Ihres Lebens eigenverantwortlich zu regeln. Da geht es aber um die Unfähigkeit (aus psychischen oder kognitiven Gründen), Dinge zu machen die zu machen sind, wie z.b. Rechnungen bezahlen, dem Amt Unterlagen einreichen etc bla bla. Generell planmäßiges, gesteuertes aber "unvernünftiges" oder gar auch "sittenwidriges" Verhalten zählt nicht dazu. Sonst bräuichte jeder kriminelle nen Betreuer.
- eine Verwahrlosung der Person droht, die nicht (kognitiv oder psychisch) in der Lage ist ihre Alltäglichen Belange zu regeln. Das muss schon sehr drastisch sein, wie Heator schon schilderte gibts auch absolut Hoffnungslose Drogies, die auch keinen Betreuer bekommen.

Das alles setzt erstmal auch voraus, dass die zu betreuende Person zumindest im großen und ganzen einer Betreuung zustimmt, i.d.R. weil sie sich eine Unterstützung (auch meist nur für Teilaspekte des Lebens wie "Behördengänge" oder "Finanzen") wünscht.

Das eine dem Grunde nach immer noch zurechenungsfähige und geistig halbwegs klare Person wie der Lord gegen Ihren Willen einen Betreuer bekommt, ist eigentlich ausgeschlossen.

€: @Shihatsu grad erst gesehen dass du irgendwo den fred dupiliziert hast. Schieb meinen Post doch bitte ins Com, danke.
 
Mitglied seit
06.12.2003
Beiträge
5.188
Reaktionen
60
Hier wären alle Maßnahmen wirklich krass (bzw. imo waren sie das auch). Was hätte man tun sollen, Polizeistation mit 4+ Beamten vor die Haustür setzen, oder wie? Und die hätten dann was bei Besuchen gemacht, das nicht eh geschehen ist? In 95%+ der Fälle ist wohl nichts strafrechtlich relevantes passiert, das nicht in einem Platzverweis geendet hätte.
Ja. Es hätte in der Art gehandelt werden müssen, das sich nicht ein einziger dorthin traut um ihn zu belästigen. Und ja, in Gruppen dorthin fahren und vor dem Haus rumlungern ist Belästigung. Der Staat war also zu schwach. Er konnte offenkundig nicht mehr frei und unbefangen dort leben und sein Ding machen. Komplett kacke und maximal behindert von allen (!) die da mitgemacht haben. Absoluter Abschaum.
 

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
940
Reaktionen
390
Ja. Es hätte in der Art gehandelt werden müssen, das sich nicht ein einziger dorthin traut um ihn zu belästigen. Und ja, in Gruppen dorthin fahren und vor dem Haus rumlungern ist Belästigung. Der Staat war also zu schwach. Er konnte offenkundig nicht mehr frei und unbefangen dort leben und sein Ding machen. Komplett kacke und maximal behindert von allen (!) die da mitgemacht haben. Absoluter Abschaum.
Dann werde mal konkret, was genau du gemacht hättest, damit das abnimmt. Benrath oder Boot sagten es in einem anderen Topic treffend, Probleme benennen alleine ist keine Kunst. Immer vor Augen halten, dass wir hier von einem 42-Mann-Dorf am Arsch der Welt reden, dessen Gemeinde entsprechend ausgerüstet ist und Verstärkung regelmäßig aus Erlangen, wenn nicht gar auch aus Nürnberg und Würzburg anfordern muss. Auch nicht zu vernachlässigen, die Leute die dort antanzen, werden im Regelfall auch eher gerade dem Teenageralter entwachsen sein, in Berichten jedenfalls lese ich eher die Wörter "Azubi" oder "Jugendliche" oder "Studenten". Der Rest der kommt ist zwar älter, dafür aber noch irrationaler (eigentlich meine ich geistig behindert) und entsprechend fraglich ist deren Reaktion auf egal was sie vor Ort finden.

Um's nochmal zu betonen: Bis dato haben die wohl Personendaten erfasst und direkt Platzverweise ausgesprochen, bei mehrmaligen Auftauchen dann erhebliche Bußgelder verteilt. Wenn sie sonst Hebel gefunden haben, wurden auch die eingesetzt: Siehe die Anzeigen wegen BTM, "Tragen von gefährlichen Gegenständen" oder das einbehalten von Autos & Motorrädern, wenn da nur minimale Verstöße merkbar waren. Das hat mit Sicherheit im Einzelfall schon gut gewirkt, nur gibt es halt Massen an Leuten, die trotzdem kommen. Will man ja auch gesehen haben, paradoxerweise scheinen die Maßnahmen selbst ja auch Teil des Spektakels zu sein.

Daher nochmal: Konkret, was willst du tun? Mauer ums Kaff mit Personenkontrolle? Schränkt die Freizügigkeit der Bewohner auch ein. Feste Stationen im Landkreis (auch das wurde btw bei "ortsfremden Nummernschildern" gemacht, mit mäßigen Erfolg)? Mit welchem Personal? Wen fischt du wo raus? Wie lange sollen so Aktionen dauern? Wie groß ist der Überwachungsraum, wenn auch Friedhof und umliegende Wälder Treffpunkte sind?
Welche Polizeiaufgaben lässt du dafür leiden, wenn du nur begrenzte Mittel hast? Diese Frage insbesondere im Bereich Prävention im Netz: Stellst du dir vor, dass da 2-3 Staatsanwälte der Cybercrime Bayern YouTube-Kommentare ermitteln, dafür dann aber Betrug, Pädophilie und Drogenhandel vernachlässigen?

Dem gegenüber nochmal: Der Typ hat 50+ Anzeigen wegen Beamtenbeleidigung und hatte den Anspruch die Justiz für sich selbst auszunutzen, wenn es denn ginge. Irgendwo ist dann auch mal Schluss.

Warum mich das btw so interessiert: Wir haben seit Ende des Lockdowns in meiner Stadt ähnliche Probleme mit Massenaufläufen von Idioten, die tatsächlich bis zu 200 km für "Saufm (c)" oder "Rumprotzen mit Autos" anreisen. Gab erst Party Hotspots mit steil steigender Inzidenz, während alles außenrum wieder grün wurde, später dann halt extreme Lärmbelästigung in der Innenstadt. So richtig greifbar sind die Idioten kaum, jede Maßnahme hat eher die Gastro, die Bewohner und 0815 Touris härter getroffen. Kann da schon mit den Dorfbewohnern sympathisieren und mir fehlt etwas das Mitleid mit dem Lord, wenn er das jahrelang befeuert.
 
Mitglied seit
28.07.2006
Beiträge
3.285
Reaktionen
200
Er konnte offenkundig nicht mehr frei und unbefangen dort leben und sein Ding machen.


genau, das Drachengame verfolgten zu hochzeiten Millionen Menschen, lass nur 1% der Kids Bock haben da hinzufahren sind wir bei 10k+.
Die willst du alle einsperren? :rofl:

Echt mal, guten morgen, das Internetzeitalter mit riesigem mobilisationspotential ist da.
Wenn du so abgehst wie der Lard wirst du NIRGENDWO! mehr frei und unbefangen dein Ding machen können, Treibe Handel damit.
Du hast einfach nicht die leiseste Ahnung was riesige Communitys alles zu leisten im Stande sind. Egal wo er hinzieht, er würde gedoxt und und es würde geleaked innerhalb von Tagen.

Hier ein kleines Beispiel:


Was denkst du dir? Ne Hundertschaft 24/7 vor seinem Haus? Das zahlst du dann aber schön aus eigener Tasche.
Das ist so unglaublich fucking naiv.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
06.12.2003
Beiträge
5.188
Reaktionen
60
genau, das Drachengame verfolgten zu hochzeiten Millionen Menschen, lass nur 1% der Kids Bock haben da hinzufahren sind wir bei 10k+.
Die willst du alle einsperren? :rofl:
Ok und wenn ich und meine 10000 homies zu dir kommen um dich zu vergewaltigen gilt das auch? guten morgen, das Internetzeitalter mit riesigem mobilisationspotential ist da. Treibe Handel damit. Wenn du halt deinen süßen Hintern auf OnlyFans so präsentierst und klare Andeutungen machst, sorry, aber selber Schuld ne.

Ne Hundertschaft 24/7 vor seinem Haus
Wenn das notwendig ist, ja. Das Recht darf auch vielen Spastis nicht weichen. Und genau dafür sollten ja auch Steuern gezahlt werden.


Daher nochmal: Konkret, was willst du tun? Mauer ums Kaff mit Personenkontrolle? Schränkt die Freizügigkeit der Bewohner auch ein. Feste Stationen im Landkreis (auch das wurde btw bei "ortsfremden Nummernschildern" gemacht, mit mäßigen Erfolg)? Mit welchem Personal? Wen fischt du wo raus? Wie lange sollen so Aktionen dauern? Wie groß ist der Überwachungsraum, wenn auch Friedhof und umliegende Wälder Treffpunkte sind?
Welche Polizeiaufgaben lässt du dafür leiden, wenn du nur begrenzte Mittel hast? Diese Frage insbesondere im Bereich Prävention im Netz: Stellst du dir vor, dass da 2-3 Staatsanwälte der Cybercrime Bayern YouTube-Kommentare ermitteln, dafür dann aber Betrug, Pädophilie und Drogenhandel vernachlässigen?
Das sind einige Behauptungen von dir. Und es ist auch ein wenig unfair von mir nun im Detail ausgearbeitete Einsatz- und Verfahrenspläne einzufordern weil "Kritik ja so einfach ist", ach was, big thought. Ich entnehme dem, dass du meinst, der Staat (Polizei + Staatsanwaltschaft) sei vollständig überfordert bzw. Grenzüberfordert. Dann müsste diese Logik der totalen Überlastung ja egal wo gelten, ist dem tatsächlich so.
 
Mitglied seit
07.04.2003
Beiträge
21.593
Reaktionen
655
Wenn das notwendig ist, ja. Das Recht darf auch vielen Spastis nicht weichen. Und genau dafür sollten ja auch Steuern gezahlt werden.

Der Begriff Verhältnismäßigkeit sagt Dir was? Es ist nicht Aufgabe des Staates jeden Vollidioten vor den Konsequenzen seiner Dummheit zu schützen, erst Recht soweit es sich nicht um strafbare Handlungen handelt.

Ok und wenn ich und meine 10000 homies zu dir kommen um dich zu vergewaltigen gilt das auch? guten morgen, das Internetzeitalter mit riesigem mobilisationspotential ist da. Treibe Handel damit.

Ist das der schlechteste Vergleich 2021? Vielleicht, könnte gut sein :deliver:
Der Großteil der Pilger da macht halt eben genau nichts. Es ist nicht verboten eine öffentliche Straße aufzusuchen.

Wenn du halt deinen süßen Hintern auf OnlyFans so präsentierst und klare Andeutungen machst, sorry, aber selber Schuld ne.

Wer sich selbst in die Öffentlichkeit stellt, schränkt sein Persönlichkeitsrecht selbst ein und hat nicht denselben Anspruch auf Privatsphäre wie eine Person, die nicht in der Öffentlichkeit steht. Bundesverfassungsgerichtsrechtsprechung seit kA 40 Jahren? kA wie man Sympathien mit dem Typen haben kann. Das ist Abschaum auf beiden Seiten des Zauns.
 

GeckoVOD

Moderator
Mitglied seit
18.03.2019
Beiträge
940
Reaktionen
390
Das sind einige Behauptungen von dir. Und es ist auch ein wenig unfair von mir nun im Detail ausgearbeitete Einsatz- und Verfahrenspläne einzufordern weil "Kritik ja so einfach ist", ach was, big thought.
Ja, passt ins Bild. So einfach ist das. Es ist eben nicht unfair da mehr zu fordern, irgendwo musst du ja bessere Pläne haben, wenn du zu dem Schluß kommst, es handle sich um versagen. Und ich glaube eben nicht, dass die Justiz hier überfordert war, sondern eher, dass es schon früh unverhältnismäßig viel war, das da getan wurde, um eine Person zu schützen, die immer wieder selbst fraglich beteiligt war.

Also bitte das Versagen aufzeigen, gemacht wurde nämlich:

- generelle Streifen
- zeitnahe Reaktion auf Anzeigen (15+ tägliche Anfahrten)
- Erfassung von Personendaten über 10 Jahre hinweg
- Erfassung "fremder Nummernschilder" im Umkreis, über Wochen
- Versammlungsverbote, wenn wieder irgendein Schanzenfest angekündigt wurde, schon deutlich VOR Corona
- Versammlungs- und Durchfahrverbote für das Kaff, auch VOR Corona mit Kontrollen
- Auflaufen von Hundertschaften, mehrfach

Bei diesen Punkten, ich wiederhole mich, wurden alles verfolgt was _irgendwie_ ging. Das war nicht nur ein böses Winken mit dem Finger oder so was.

- Ermittlungen wegen Betrug u.ä. in harten Fällen
- dutzende Prozesse gegen den Lord und seine Haider, sobald da wieder mal was relevantes passierte

Wohlgemerkt waren das keine regionalen Initiativen der Kommune alleine, das lief häufig über Landratsamt, Cybercrime-Zentralstelle und bis ins Innenministerium des Freistaats. Wtf, wo ist da versagen, wo ist da das einknicken? Pressemitteilungen über die Maßnahmen finden sich hier regional mindestens einmal die Woche, zumindest gefühlt. Eventuell kriegt man das nicht mit, wenn man sich über Lobo und Haider-Chans bildet. Und ich bin nichtmal wirklich "nah" an Emskirchen, das ist sogar für mich 1.5h Fahrt und dennoch liest man es teils sogar in der SZ oder dem Merkur monatlich.

Dir ist schon bewusst, dass zunächst über milde Mittel eskaliert wurde und dann sukzessiv das Personal und die Maßnahmen verschärft wurden. Anders machst du das bei anderen Hotspots auch nicht. Fahnen gestrichen hat da keiner. kA was du erwartest, paar hundert Festnahmen und Haftstrafen pro Monat für Leute, die auf der Straße stehen und glotzen, weil das ja mit einer Morddrohung gleichsetzbar wäre? Glaube du hoffst da auf einen Polizeistaat - "a really random hill to die on", um's mit Rick & Morty zu sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Celetuiw

StarCraft: Brood War
Mitglied seit
01.04.2008
Beiträge
1.247
Reaktionen
62
Wer sich selbst in die Öffentlichkeit stellt, schränkt sein Persönlichkeitsrecht selbst ein und hat nicht denselben Anspruch auf Privatsphäre wie eine Person, die nicht in der Öffentlichkeit steht. Bundesverfassungsgerichtsrechtsprechung seit kA 40 Jahren?
Das ist m.E. das Kernargument auf da man mehr abstellen muss. Grundsätzlich bin ich bei xantos, dass der Rechtstaat grds nicht zurückweicht nur weils viel Aufwand ist. Halte ich aber hier für nicht den Punkt, gründe wie oben bei heat und gecko.
Wenn der Lord aus finanziellen Interessen bewusst seine Person (auch intim!) öffentlich macht, kann er nicht im gleichen Maße auf die Privatsphäre abstellen wie du und ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben