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DMCA, Kopierschutz und unsere Zukunft

Wiseguy3

Guest
Ich habe gerade einen sehr interessanten Artikel gelesen, der uns alle angeht. Bis heute wusste ich nicht, wie sehr Kopierschutz bereits in aktuelle Geräte und Computer integriert war. Dieser Artikel macht mich wütend.

Hat jemand mehr Informationen zu diesen Themen bzw weiß, wo man sich diesbezüglich engagieren kann?

Hier noch ein paar Auszüge, für unsere lesefaulen User (die dies alles aber umso mehr angeht!).

Nachzulesen auf:
http://www.heise.de/ct/01/04/064/default.shtml

Pioneer New Media Technologies, von denen das kürzlich angekündigte aufzeichnungsfähige DVD-Laufwerk für Apple stammt, sagt: "Der Großteil der Consumer-Anwendungen im Bereich Recordable DVD liegt in der Bearbeitung und Verwaltung von Heimvideos sowie der Verwaltung von digitalen Fotos." Man vermeidet mit äußerster Sorgfalt die Verwendungszwecke "Fernsehprogramme zeitversetzt betrachten" (time-shifting) oder "Video-Streams aus dem Internet aufzeichnen", weil die Hersteller und Vertriebsfirmen verzweifelt verhindern möchten, dass diese Möglichkeit auf dem Markt verfügbar wird. Obwohl dies hundertprozentig legal ist, laut Betamax-Entscheidung des amerikanischen Supreme Courts.

Die Firma Streambox entwickelte Software, mit der man RealVideo-Streams auf Festplatte speichern konnte; sie wurde von Real auf Verletzung des DMCA verklagt und nahm das Produkt vom Markt.

Laut Nomura Securities werden die Verkaufszahlen für DVD-Recorder die für Videorecorder im Jahre 2004 oder 2005 überholen und im Jahre 2005 auch die Verkäufe von DVD-Playern ohne Aufzeichnungsfähigkeit [1]. Dann haben so gegen 2010 nur noch wenige Verbraucher Zugang zu einem Recorder, mit dem sie ein Fernsehprogramm kopieren, es zeitlich versetzt abspielen oder die Kinder im Auto anschauen lassen können. Hat irgendjemand etwas zu diesem Wandel in der Sozialstruktur zu sagen? Finden wir das gut oder schlecht? Haben wir bei diesem Thema überhaupt etwas zu sagen?
(...)
Es ist falsch, wenn Unternehmen, die Produkte mit Kopierschutz herstellen, dem Verbraucher die damit verbundenen Einschränkungen nicht offen mitteilen. Zum Beispiel die Friede-Freude-Eierkuchen-Webseiten von Apple, auf denen im Januar das neue schreibfähige DVD-Laufwerk angekündigt wurde [2]. Sie laufen fast über von wunderbaren Infos dazu, wie man seine eigenen DVDs mit seinen eigenen DV-Aufzeichnungen erstellen kann.

Was still und leise unter den Tisch fällt, ist, dass man damit keine Audio- und Videodaten aufzeichnen oder zeitversetzt ansehen kann, auf die die größeren Gesellschaften das Copyright besitzen. Auch wenn dies rechtlich erlaubt ist, lässt die Technologie es nicht zu. Wir erfahren nicht, dass wir keine eigenen Zusammenstellungen von Videoausschnitten verschiedener Künstler machen können, so wie mit unserem CD-Brenner. Wir erfahren nicht, dass wir unsere eigenen gebrannten Scheiben nicht kopierschützen können; dieses Recht haben die großen Hersteller für sich selbst vorbehalten.
(...)

Tragbare MiniDisc-Recorder von Sony werden nur mit digitaler Eingangsbuchse ausgeliefert, nie mit digitaler Ausgangsbuchse. Der Sound kommt rein - kommt aber nur in analogem Format und niedriger Qualität wieder raus. Intel macht Reklame für die wunderbare TCPA (Trusted Computing Platform Architecture). Liest man zwischen den Zeilen , so stellt sich heraus, dass die ganze Geschichte lediglich dazu dient, Ihnen als Benutzer bei Ihren Computeraktivitäten über die Schulter zu schauen, damit irgendwelche Dritte quer durchs Internet entscheiden können, ob man Ihnen "trauen" kann - Ihnen, dem PC-Besitzer.

Bei TCPA geht es nicht darum, herauszufinden, ob man seinem eigenen PC trauen kann (zum Beispiel bei möglichem Virusbefall) - diese Funktion ist nicht vorgesehen. Mit TCPA können Plattenfirmen herausfinden, ob Sie Software installiert haben, mit der Sie MP3-Dateien kopieren können, oder irgendwelche freie Software, mit der Sie die mickrigen Kopierschutzsysteme der Plattenfirma umgehen können.

Intel forciert HDCP (High Definition Content Protection), ein Hochgeschwindigkeits-Hardware-Chiffrierverfahren, das sich nur im Kabel zwischen dem Computer und dem Normal- oder LCD-Monitor abspielt. Das einzige verschlüsselte Signal ist das, das der Benutzer sich gerade ansieht. Warum ist es dann verschlüsselt? Damit der Benutzer nicht kopieren kann, was er sich ansieht! Wird am Kabel herumgebastelt, so schraubt der Video-Chip das Signal auf "analoge Videorecorder-Qualität" herunter.

Intel forciert auch SDMI und CPRM (Content Protection for Recordable Media), mit denen sich Ihre eigenen Speichermedien (Laufwerke, Flash-RAM, Zip-Disks etc.) mit den Film- und Plattengesellschaft verschwören und Ihnen (dem Besitzer des Computers und der Speichermedien) die Möglichkeit nehmen, etwas auf diesen Medien zu speichern und später wieder abzurufen. Stattdessen können dann manche gespeicherten Daten nur mit den in die Extraktionssoftware eingebauten Einschränkungen wieder abgerufen werden - Einschränkungen, die weder der Gerätebesitzer noch der Gesetzgeber in der Hand haben, sondern die zwischen den Film- und Plattenfirmen und den Hardware- und Softwareherstellern ausgehandelt werden.
 

Wiseguy3

Guest
Wäre übrigens nett, wenn der Thread sticky gemacht würde - denn der ist meiner Meinung nach wirklich _wichtig_ .
 

Observator

Guest
Dachte auch nicht, dass das schon so schlimm wäre.

Eigentlich ist doch fast jeder der darüber etwas informiert ist gegen solche DRM Technologien die man versucht uns aufzuzwingen, Bespiel TCPA/Palladium.
In dieser Hinsicht fände ich es auch im Sinne des Technik Forums, dabei zu helfen, die, die noch nichts oder wenig davon wissen darüber zu informieren durch Festsetzen eines threads darüber.
 

[For]Hood2

Guest
sag jetzt nicht du hörst jetzt erst davon?

letztendlich läuft dies alles auf "Big Brother" hinaus, TCPA und Co ist einzig und allein darauf hin ausgelegt die Rechte des einzelnen Users zu beschneiden. "Wir" sollen uns sicher fühlen, allerdings bestimmt die Softwareindustrie was sicher ist und damit "wir" uns noch sicherer fühlen erlauben wir IHNEN auf unseren PC herum zuwühlen. Gebe Gott oder wer auch immer IHNEN nicht die Erlaubnis dazu. Das Deutsche Datenschutzgesetz ist unsere einzige Hoffnung und es ist egal welche Platform man nutzt. Denn DEN CHIP auf den Mainboard wird es spätestens bei der übernächsten Generation geben.

Ich hoffemal für mich selber das ich ein wenig zu schwarz sehe. Intel hat sowas ja schonmal versucht. Es liegt nur an den UNS, ob wir IHNEN glauben und uns damit zum Narren halten lassen oder ob wir einfach sochle Produkte nicht kaufen. Wie aus den Artikel selbst für den dümmsten ersehbar ist, wird der stinknormale User verarscht. Aufklärung ist somit die wichtigste Waffe unsererseits, damit es nicht soweit kommt.

Bin das erstemal deiner Meinung:

-Wäre übrigens nett, wenn der Thread sticky gemacht würde - denn der ist meiner Meinung nach wirklich _wichtig_ .-

#2
 

Wiseguy3

Guest
Also ich werde in Zukunft beim Kauf jedes Erweiterungsteils, jedes Mainboards, jedes CD Players usw. solange den Verkäufer ausquetschen, bis er mir schriftlich gibt, welche Chips da drin sind und welche nicht. Ausserdem werde ich mich vorher beim Hersteller erkundigen und dem notfalls ne Mail schicken.

Ausserdem werde ich alle meine Bekannten darauf aufmerksam machen. Nur durch die Kunden kann an dieser Entwicklung etwas geändert werden. Wenn der Papi von ner vierköpfigen Familie ins Elektrogeschäft geht und den neuesten DVD Player _nicht_ kauft, weil da wieder irgendwas drin ist, _müssen_ die Hersteller reagieren.
 

killerchicken_inaktiv

Guest
Original geschrieben von Wiseguy
Ausserdem werde ich mich vorher beim Hersteller erkundigen und dem notfalls ne Mail schicken.

und du glaubst wirklich der hersteller wird die wahrheit sagen?
 

The_Company

Guest
Da es aber niemanden interessiert, werden in 4 Jahre alle Palladium auf ihrem Rechner haben und superstolz sin, weil Windows 2007 nicht abstürzt. Vielleicht sind sie etwas verwundert, dass Kazaa nicht mehr läuft, aber das liegt bestimmt nur am neuen Windows.
 

och_muh2

Guest
Ich habe viele Entwicklungen locker gesehen (Napster, P3 Code, Würmer, DoS etc.) aber das wird vieles in Schatten stellen wenn es wirklich so zum tragen kommt wie man es sich denkt.
TCPA wird dann die PC Geschichte komplett verändern, im negativen Sinne.

Später werde ich mal noch schriftliche Artikel einscannen aus der c't. Die sind mindestens genauso interessant.
 

Asta Khan_inaktiv

Guest
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html




Ich seh schon die Zeiten kommen, wo wir unseren Kindern erzählen, wie es früher war, als man mit seinem Computer noch machen durfte, was man selber wollte. 8[
Wobei es eigentlich doch genügend Leute geben müsste, die sich gegen so eine Entwicklung wehren....eigentlich...
 

Observator

Guest

Warnung: Lang!

Ich seh schon die Zeiten kommen, wo wir unseren Kindern erzählen, wie es früher war, als man mit seinem Computer noch machen durfte, was man selber wollte. 8[
Wobei es eigentlich doch genügend Leute geben müsste, die sich gegen so eine Entwicklung wehren....eigentlich...
Das meine ich auch.
Allerdings gilt für diese Leute, dass
a)sie noch gar nichts darüber wissen
oder
b)glauben, das würde eh gehackt werden .

(Ich spreche hauptsächlich über TCPA/Palladium...)
Zu b) : Das ist nicht so!
Jegliche bisherigen Software Kopierschutz oder DRM Mechanismen sind knackbar, weil die Software auf der Festplatte verändert und beim Laufen beobachtet werden kann und deren Funktionen dupliziert oder verändert.
Bestehende Software kann jeder PC User verändern(z.B. mit Hilfe eines cracks), Hardware aber nicht.

Hardwarebasierte DRM Systeme, im Gegensatz zu Softwarebasierten, haben, wenn die Entwickler keine entsprechenden Fehler machen, das Potential praktisch nicht knackbar zu sein.

Es ist vergleichbar mit dem DVD region code System in DVD Laufwerken. Die meistens einzige Möglichkeit das abzuschalten oder zu umgehen ist, die Firmware des DVD-Laufwerkes(~des Laufwerks BIOS/Betriebssystem) auszutauschen durch eine gehackte Version.
Das geht aber nur, weil das so vorgesehen ist, dass man die Firmware ändern kann. Bei TCPA/Palladium und auch sonstigem DRM Systemen wird es voraussichtlich keine solche Möglichkeit geben, mit der der Schutz offensichtlich ausschaltbar ist!
 

Wiseguy3

Guest
Verdammt guter Text.

Ich bin gerade dabei, diesen Thread ein paar Freunden von mir zu mailen. Wie wärs mit nem Crosspost auf Warcraft.de - da gibts doch auch ein Technikforum. Dort erreicht es auch die Leute, die wahrscheinlich momentan schon am meisten von dieser Thematik betroffen sein werden - XP User mit Filmen und Mp3s en masse auf der Platte.

Was mich wieder zum leidigen Thema bringt:
Sollte der ganze Mist tatsächlich durchgesetzt werden bleibt nicht viel übrig, als sich in die Welt der restlichen Betriebssysteme zurückzuziehen und zu beten, dass man nicht auf irgendwelche Dokumente angewiesen sein wird, die auf TCPA/Palladium oder sonstige DRM Technologien angewiesen sind.

Ich hätte dazu _wirklich gern_ die Meinung von überzeugten Windows XP Usern. Nicht aus Häme oder was weiss ich. Ich würde nur gern wissen, wie sie sich die Zukunft vorstellen und ob sie mit den oben genannten Technologien leben könnten.

Mir persönlich ging es schon zu weit mit der "Aktivierung" von XP. Das schlimme ist nur, dass ich täglich zusehen muss, wie Microsoft Systeme in Banken, Firmen und anderen für die Gesellschaft wichtigen Einrichtungen installiert werden. Dazu noch die offensichtliche Vormachtstellung von Intel/AMD auf dem Desktop Markt und mir wird richtig schlecht. :(
 

The_Company

Guest
Der erste vollkommene Palladium-ähnliche Hardware-geschützte PC steht schon bei den Kiddies in den Wohnzimmern:

X-Box
 

Lesaew

Guest
und dieser PC(!?) läuft schon auf linux(umgebaut natürlcih)
 

Wiseguy3

Guest
Sicher ist Palladium in die Hardware integriert, wenn es funktionieren soll. Und auf der X-Box wird es das wohl schon sein.

PS: Weasel - meinst du das ernst mit "X-Box läuft auf Linux" ?!
 

Busta_inaktiv

Guest
nein, er meint "Linux läuft auf XBox" ölö ;)

http://xbox-linux.sourceforge.net/

"Die Chip-basierte Plattform, auf der unter anderem Microsoft ein verlässlicheres Betriebssystem mit Hilfe der Softwarekomponente Palladium aufbauen will und deren Fundamente bereits von vielen Hardwarebauern ohne Wissen der Kunden in Rechner gelegt werden"

Palladium IST nur Software
http://www.heise.de/ct/03/02/003/

och_muh wollte doch die entsprechenden Artikel aus der c't scannen, da ist nochmal ein vernünftiger Überblick drin
 

Wiseguy3

Guest
Ja, Busta - sicher ist Palladium so gesehen nur Software, die aber auf eine Hardware aufsetzen wird.

http://anti-dmca.org/take_back/
Auch ne gute URL.

Übrigens bin ich sehr gespannt, ob sich eine Lösung durch Kryptographie finden wird. Man müsste eigentlich Inhalte nur so verschlüsseln, dass sie nicht sinnvoll signiert werden und dadurch "unbrauchbar" gemacht werden können. Also zum Beispiel in Form einer gigantischen Textdatei oder Datenbank.
Solange Inhalte noch nicht semantisch/heuristisch oder auf irgendeine Art, die tatsächliches Verständnis der Daten erfordert, analysiert werden können, sehe ich da eine Lücke.

Der Partner entschlüsselt die Informationen dann einfach und hat die Daten, die er eigentlich wollte.

Allerdings fällt mir jetzt schon auf, dass das zu einfach wäre - ich hab da sicher etwas übersehen.
 

Observator

Guest
signiert = kryptographisch unterschrieben,

icon2.gif
PGP User wissen mehr. :cool:

Ein hash wird generiert und dieser wird mit dem private key verschlüsselt, wenn er sich mit dem public key wieder entschlüsseln lässt müssen die Daten von denen der hash berechnet wurde wirklich von dem Besitzer des private keys kommen wenn der hash übereinstimmt.


Computer wird gestartet,..., TCPA TPM Chip prüft, ob das Betriebssystem von M$ signiert ist, wenn nicht, verweigert es den Dienst.
Das Betriebssystem(Palladium) ist tatsächlich von signiert und übernimmt jetzt die Kontrolle über den Computer. Von da an bestimmt es was der User darf - welche Programme er ausführen kann und was diese Programme dann dürfen.
Alle Daten auf die der User keinen unkontrollierten Zugriff haben soll (z.B. eine mp3 die er sich nur noch einmal anhören darf bevor er seine Lizenz dafür erneueren muss) werden verschlüsselt auf der Festplatte gespeichert.
 

The_Company

Guest
Original geschrieben von Weasel
und dieser PC(!?) läuft schon auf linux(umgebaut natürlcih)
Falsch.

Auf einer normalen X-Box läuft kein Linux. Nur auf einer gemoddeten X-Box läuft Linux.

Und das auch nur, weil jemand eine Schwachstelle gefunden hat, die es bei der X-Box 2 vermutlich nicht mehr geben wird.
 

Wiseguy3

Guest
Original geschrieben von Imperator
signiert = kryptographisch unterschrieben,

Ist mir schon klar - nur nehme ich an, dass in den Anfangszeiten von Palladium noch nicht sämtliche Daten signiert werden, sondern nur relevante. Verschlüssle ich ein Mediendokument und "tarne" es, als ein anderes, könnte es sein, dass das Betriebssystem es nicht unbedingt signieren will. So könnte man es also in Tauschbörsen freigeben.

Aber wie gesagt, das ist nur ein schwacher Lichtschimmer - erstens wird es sicher nicht so leicht sein und zweitens ist das alles spätestens vorbei, sobald alles signiert wird, was sich auf TCPA/Palladium whatever Systemen befindet.
 
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Ich kann beide Seiten verstehen. Die Industrie will dass JEDE (!) erbrachte Leistung bezahlt wird. Das heisst Windows nutzen gibts nurnoch wenn man Windows auch bezahlt. Office nutzen gibts nurnoch wenn man Office auch bezahlt. Eigentlich sind die User dann mit einer "Pay-Per-Use" - Abrechnung noch sehr gut bedient. Leute die Office/Windows/WasWeissIch viel benutzen die zahlen viel, wer nur gelegentlich den PC benutzt bezahlt wenig.

Wenn man ehrlich ist hat man nur Angst das das verwöhnte "ich krieg hier alles umsonst"-Leben vorbei ist. Man kauft nur die Hardware und hackt/crackt/shared usw. die gesamte Software sowieso. Als Autohersteller würdichs mir auch nicht gefallen lassen wenn man 50% (nicht dran aufhängen! is nur IRGENDEINE Zahl) meiner Produktion benutzt ohne zu bezahlen.

Wer MP3s hören will muss die halt kaufen, wer Filme schaun will muss die halt kaufen und wer XYZ machen will muss XYZ halt bezahlen. So einfach is das.

Es wird IMMER Möglichkeiten geben sich am Standard vorbeizumogeln, wenn alles Hardwaregeschützt ist dann werden Firmen die genau damit werben dass sie auf Ihren Chips KEINE beschränkungen haben irre Nachfrage erleben und Maybe is das die Entwicklung die Linux braucht um Windows als Standard zu verdrängen. Wenn alle "Kiddies" nämlich in zukunft mit Linux anfangen weil Windows was "kostet" - dann werden das die Unternehmer, Abteilungsleiter oder Chefs sein die in der nächsten Generation entscheiden dass Linux und nicht Windows in Ihrer Bank/Fabrik/Büro installiert wird - und die Industrie WEISS das. Sie wird "uns" soviel zumuten wie sie kann und soviel Freiheit geben wie sie muss, sie lebt nämlich von uns, und nicht umgedreht.
 
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lobbyisten aus der film/musik-branche spenden nunmal ne ganze menge an parteien (man koennte es cross-donations nennen. gespendet wird an jede partei, damit jede sich im fall des wahlerfolges bei der firma dankbar zeigen darf) und es duerfte ziemlich schwierig sein dagegen was zu erreichen. ganz zu schweigen davon, dass nen altenheim mehr technische kompetenz inne haben duerfte als die meisten politischen institutionen - die weichen sowas wie privates kopierrecht auf wie es die firmen wollen aber an sinnvollen und simplen sachen wie den dialer/spam-problemen scheitern sie klaeglich.
 

Wiseguy3

Guest
Original geschrieben von www.ungosu.de
Wenn man ehrlich ist hat man nur Angst das das verwöhnte "ich krieg hier alles umsonst"-Leben vorbei ist. Man kauft nur die Hardware und hackt/crackt/shared usw. die gesamte Software sowieso. Als Autohersteller würdichs mir auch nicht gefallen lassen wenn man 50% (nicht dran aufhängen! is nur IRGENDEINE Zahl) meiner Produktion benutzt ohne zu bezahlen.
Ich kaufe grundsätzlich jede Software, die ich benutze, wenn sie kostenpflichtig ist. Ich kaufe mir CDs von Künstlern, die ich mag. Ich schaue mir Filme im Kino oder auf DVD an - gekauft, oder ausgeliehen.

Ich bin wahrscheinlich er einzige von euch, der keinen Filesharing Client auf meiner Kiste hat.
Trotzdem habe ich Angst vor der Entwicklung.
Da geht es um meine Privatsphäre und vor allem über Informationen, die über mich bekannt sind.
Ich habe Ahnung davon, wie es in Marketingabteilungen zugeht. Ich weiss, wie "sorgsam" Unternehmen mit den Daten ihrer Kunden umgehen. Ich weiss, wie sicher Onlinebanking ist bzw. die Arten, wie man sich dafür anmeldet.
Wenn man sich die aktuelle Umgangsweise mit Kundendaten auf eine Zukunft projiziert vorstellt, in der exponentiell mehr Informationen über die Kunden bekannt sind, dann ist das ÜBEL.
Permission Marketing und auf den Kunden zugeschnittene Produkte sind eine Sache - von Leuten im Laden nicht mehr bedient zu werden, weil der Kundennutzen für das Unternehmen zu gering ist eine andere.

Ich sage euch, wenn Unternehmen den kompletten Überblick über ihre Kunden haben, über ihre Gewohnheiten, dann werden einige von euch zu Personen zweiten oder dritten Grades. Dann heisst es nicht mehr "Der Kunde ist König.", sondern "Nur der profitable Kunde wird bedient.".

DRM und TCPA sind ein Schritt in diese Richtung.
 

Wiseguy3

Guest
Original geschrieben von www.ungosu.de
Es wird IMMER Möglichkeiten geben sich am Standard vorbeizumogeln, wenn alles Hardwaregeschützt ist dann werden Firmen die genau damit werben dass sie auf Ihren Chips KEINE beschränkungen haben irre Nachfrage erleben und Maybe is das die Entwicklung die Linux braucht um Windows als Standard zu verdrängen. Wenn alle "Kiddies" nämlich in zukunft mit Linux anfangen weil Windows was "kostet" - dann werden das die Unternehmer, Abteilungsleiter oder Chefs sein die in der nächsten Generation entscheiden dass Linux und nicht Windows in Ihrer Bank/Fabrik/Büro installiert wird - und die Industrie WEISS das. Sie wird "uns" soviel zumuten wie sie kann und soviel Freiheit geben wie sie muss, sie lebt nämlich von uns, und nicht umgedreht.
Sorry, aber da liegst du einfach falsch. Die Industrie würde uns gar keine Freiheit geben, wenn sie könnte. In einer Zukunft mit Megakonzernen (lol, das ist mittlerweile keine Zukunft mehr) und unfähigen staatlichen Kontrollorganismen sind international arbeitende Unternehmen ihre eigenen Kontrollorgane. Bricht ein sowieso schon zu starkes Oligopol mit Kartellen zusammen und der grösste Markanteil wird in einem grossen Konzern vereinigt, hat das entscheidende Auswirkungen auf den Nutzen der Kunden - keine positiven, übrigens.

Dein Argument, dass es immer einen Weg gibt, um sich "vorbeizumogeln" ist sicher (hoffentlich) richtig. Allerdings bin ich jetzt 22 Jahre alt, habe eine Firma, einen Steuerberater und vielleicht in den nächsten Jahren ein Kind. Ich bin darauf angewiesen mein Geld _legal_ zu verdienen. Als Kind kannst du mal eben ein Programm knacken, einen Seriencode klauen oder 50GB Divx Movies auf ner Lan ziehen. ICH kann das nicht.
Sollte bei mir irgendwann man die Steuerprüfung auftauchen, dann sitze ich im Knast bei sowas oder bezahl mich dumm und dämlich.
Und so wird es dir auch gehen in ein paar Jahren. Es geht nicht darum, was alles möglich ist, sondern darum, ob es auch erlaubt ist. So weh mir das tut - das Gesetzt hindert mich daran, gewisse Dinge zu tun, die mir _sehr_ viel Geld einsparen oder einbringen würden.

Für mich ist das die Einkommen/Umsatzsteuer und was weiss ich noch - für dich sind das die Beträge, die du für MusikCDs oder DVDs ausgeben müsstest.

Wenn es "nur" um Unterhaltungsmedien gehen würde, wäre es fast noch ertragbar. Aber es geht um Informationsträger an sich. Word Dokumente, PDF Dateien, Excel Sheets - Quellcode, Sitzungsprotokolle usw.
Was ist, wenn in einer Zukunft mit DRM und Palladium ich irgendwo sitze mit meinem Linux PC und Opensource Software und mit einem Kunden Dateien austauschen will. Bei ihm läuft nur Word und bei mir läuft OpenOffice. Wir haben keine Möglichkeit, Daten auszutauschen, weil sein Betriebssystem keine nicht signierten Daten zulässt.
Klasse - mir geht der Auftrag flöten und der Typ muss sich einen anderen Anbieter suchen. Am besten jemanden, der mit Microsoft Software arbeitet, die ne hübsche Stange Geld gekostet hat. Das kann dann nur ein grosses Unternehmen sein, das bereits vor der ganzen Palladium Geschichte Geld hatte.
Weisst du, wie sich sowas nennt? Das nennt man "Markteintrittsbarrieren". Fest etablierte Unternehmen haben gegenüber Newcomern Vorteile, die es ihnen ermöglichen einen Markteintritt von Newcomern effektiv zu verhindern.
Zu was führt das? Zu geringeren Innovationsanreizen für die etablierten Unternehmen, da sie weniger Konkurrenz zu fürchten haben. Das äussert sich in einem geringeren Nutzen für die Kunden.

Ausserdem wird die Wirtschaft geschädigt - es gibt weniger Möglichkeiten für Neueinsteiger. Studenten, die direkt von der Uni kommen _können_ sich garnicht mehr dafür entscheiden, ihre eigene Firma aufzumachen, weil sie die Lizenzgebühren für die dafür notwendige Software nicht bezahlen können.
Natürlich könnten sie einen Kredit bei den Banken aufnehmen - die freuen sich natürlich auch und werden mit dem Geld der Studenten auch prima wirtschaften (sorry, kleiner Gag eines Wirtschaftsstudenten).

Ich hoffe du siehst worauf ich hinaus will: sollte Innovation in Zukunft mit enormen Pseudokosten für Lizenzen und Patente verbunden sein, werden sie sich nur noch grosse Unternehmen leisten können. Mal dir selbst aus, was ohne 2 Typen in ner Garage passiert wäre, die den ersten Desktop PC gebaut haben. Lustigerweise wäre nichtmal Microsoft in so einer Umgebung gross geworden, sondern an Patentrechten und Lizenzgebühren verreckt.


Um es nochmal zusammenzufassen: diese Entwicklung geht zu weit. Sowas darf nicht unbeachtet bleiben und man muß sich _jetzt_ dagegen wehren. Die Industrie ist zu stark, die Etablierung von Microsoft Systemen in die Industrie schon viel zu weit gegangen, Intel und AMD Prozessoren sind schon in viel zu vielen PCs. Das einzige, was diese Unternehmen davon abhält, TCPA und Konsorten einzuführen, sind unsere Verfassungen und Gesetzbücher.

Und wir selbst.
 

BadASS~Ripley

Guest
Original geschrieben von www.ungosu.de
Ich kann beide Seiten verstehen. Die Industrie will dass JEDE (!) erbrachte Leistung bezahlt wird. Das heisst Windows nutzen gibts nurnoch wenn man Windows auch bezahlt. Office nutzen gibts nurnoch wenn man Office auch bezahlt. Eigentlich sind die User dann mit einer "Pay-Per-Use" - Abrechnung noch sehr gut bedient. Leute die Office/Windows/WasWeissIch viel benutzen die zahlen viel, wer nur gelegentlich den PC benutzt bezahlt wenig.

Wenn man ehrlich ist hat man nur Angst das das verwöhnte "ich krieg hier alles umsonst"-Leben vorbei ist. Man kauft nur die Hardware und hackt/crackt/shared usw. die gesamte Software sowieso. Als Autohersteller würdichs mir auch nicht gefallen lassen wenn man 50% (nicht dran aufhängen! is nur IRGENDEINE Zahl) meiner Produktion benutzt ohne zu bezahlen.

Wer MP3s hören will muss die halt kaufen, wer Filme schaun will muss die halt kaufen und wer XYZ machen will muss XYZ halt bezahlen. So einfach is das.

Es wird IMMER Möglichkeiten geben sich am Standard vorbeizumogeln, wenn alles Hardwaregeschützt ist dann werden Firmen die genau damit werben dass sie auf Ihren Chips KEINE beschränkungen haben irre Nachfrage erleben und Maybe is das die Entwicklung die Linux braucht um Windows als Standard zu verdrängen. Wenn alle "Kiddies" nämlich in zukunft mit Linux anfangen weil Windows was "kostet" - dann werden das die Unternehmer, Abteilungsleiter oder Chefs sein die in der nächsten Generation entscheiden dass Linux und nicht Windows in Ihrer Bank/Fabrik/Büro installiert wird - und die Industrie WEISS das. Sie wird "uns" soviel zumuten wie sie kann und soviel Freiheit geben wie sie muss, sie lebt nämlich von uns, und nicht umgedreht.

Sorry, aber das ist imho nicht korrekt.
Natürlich geht es hier vorgeblich um die Interessen und den Schutz der User :rofl: ABER die einzigen die profitieren werden, sind die grossen Konzerne.

Zitat von www.againsttcpa.com

Die Konsequenzen:
Damit sich das Ausmaß jeder für sich selbst und seine eigene Situation ausmalen kann, haben wir diesen Abschnitt sehr generell gehalten. Es sollte aber ein leichtes sein, anhand dieser Punkte die für sich selbst daraus resultierenden Einschränkungen zu bestimmen.

Die informelle Selbstbestimmung ist nicht mehr existent, man kann keine Daten mehr
nach eigenem Willen speichern, kopieren, erstellen, programmieren, ... Sowohl für private als auch für Firmen
Der freie Zugang zum EDV/Software Markt ist für Nicht-Konzerne völlig unterbunden, der Markt wie wir Ihn heute kennen völlig zerstört
Einschränkung des Eigentumsrechts an gekaufter Hardware
Die Meinungsfreiheit und das freie Wort im Internet sind endgültig beseitigt
Das Recht auf Privatsphäre bei der EDV Nutzung ist Geschichte
Die Nationale Unhabhängigkeit der einzelnen Staaten ist nun völlig in der Hand der Amerikaner
Die Welt bricht digital in zwei [entzwei ist hier wohl gemein - hegemonie] (Staaten die sich gegen TCP aussprechen)

Diese Seite ist allgemein sehr empfehlenswert. Fände ich gut, wenn BroodWar.de sich auch daran beteiligen kann *wink@admins*
 
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die entwicklung geht einfach in die falsche richtung. es gibt einfach drei ansichten:

a, im sinne der industrie
- gesetze sollen so gemacht sein, dass sich der kunde maximal und fuer jede kleinigkeit ausquetschen laesst

b, im sinne der anarchisten
- kein copyright kein garnix, informationen frei fuer alle

c, im sinne der allgemeinheit
- das copyright soll gerade stark genug sein, dass es sich fuer die industrie lohnt, etwas zu produzieren aber es soll wenn die industrie ihren anteil eingesteckt hat dem kunden moeglichst uneingeschraenkte verwendung erlauben

nachteil von a, das system ist zwar toll fuer die industrie aber eigentlich sollte unser rechtssystem fuer die buerger gemacht sein und nicht fuer diejenigen die sie ausbeuten

nachteil von b, wenn es fuer die industrie keinen nutzen gibt, wird auch nichts neues produziert und es gibt nix was frei fuer alle waere

die industrie wird niemals freiwillig von a, abruecken (waere ja auch bloed wenn sie das machen wuerden) und die politiker sind viel zu abhaengig um sich eindeutig fuer c, einzusetzen.


mich wuerde es ja echt mal interessieren was passieren wuerde, wenn nen milliardaer dem's auf's alter zu langweilig wird nen "verein fuer ein faires copyright" gruenden wuerde mit der zielsetzung, dem kunden rechte wie die privatkopie gesetzlich zu garantieren und in diesen verein nen kapital von 200 mio investieren wuerde. dieser verein wuerde dann zu jeder wahl an jede partei eine spende von (ner viertel million * prozente-der-letzten-wahl) spenden falls sich diese partei positiv fuer die rechte der buerger am copyright eingesetzt hat. waere interessant, wie die parteien darauf reagieren wuerden und was die industrie dann machen wuerde um das zu kontern. wahlspenden von firmen sind nunmal bestechung in reinstform und nichts weiter.
 

CrashOverwrite2

Guest
Original geschrieben von Wiseguy
Dann heisst es nicht mehr "Der Kunde ist König.", sondern "Nur der profitable Kunde wird bedient.".

Ich seh den Fehler darin nicht.

Oder ist unser Wiseguy ein selbstloser Kommunist, der gern kostenlos arbeitet?
 

CrashOverwrite2

Guest
Original geschrieben von Wiseguy
Als Kind kannst du mal eben ein Programm knacken, einen Seriencode klauen oder 50GB Divx Movies auf ner Lan ziehen. ICH kann das nicht.
Sollte bei mir irgendwann man die Steuerprüfung auftauchen, dann sitze ich im Knast bei sowas oder bezahl mich dumm und dämlich.

Die Steuerprüfung hat mit oben genannten wenig am Hut.

Außerdem ist auch es auch dir möglich einen nicht angegebenen also völlig privaten PC zu nutzen und damit auf ne Lan gehn und Zeug saugen.
 

och_muh2

Guest
Manche Leute gehen eben mit 22 nicht mehr auf LAN's, weil sie erwachsen sind.
Und manche sind es eben nunmal nicht.
 

The_Company

Guest
Original geschrieben von CrashOverwrite
Oder ist unser Wiseguy ein selbstloser Kommunist, der gern kostenlos arbeitet?
Wenn jemand eine Arbeit durch Geld motiviert wird, wird er sie immer nur gut genug machen um das Geld zu bekommen. Wenn jemand durch die Arbeit motiviert ist, die er tut, dann wird er immer nach Perfektion streben.

Das ist der Grund, warum Windows immer abstürzt und warum die besten Professoren nicht für reiche Unternehmen arbeiten.

Und es ist auch der Grund, warum ich gerne kostenlos an der Software arbeite, an der mir was liegt.
 

CrashOverwrite2

Guest
Original geschrieben von och_muh
Manche Leute gehen eben mit 22 nicht mehr auf LAN's, weil sie erwachsen sind.
Und manche sind es eben nunmal nicht.

da war nicht sein Argument
es war von können die rede und nicht von wollen

Original von Company
Wenn jemand eine Arbeit durch Geld motiviert wird, wird er sie immer nur gut genug machen um das Geld zu bekommen. Wenn jemand durch die Arbeit motiviert ist, die er tut, dann wird er immer nach Perfektion streben.

Das ist der Grund, warum Windows immer abstürzt und warum die besten Professoren nicht für reiche Unternehmen arbeiten.

Und es ist auch der Grund, warum ich gerne kostenlos an der Software arbeite, an der mir was liegt.

das trifft sicherlich oft genug zu, es gibt aber menschen die gerne arbeiten und dabei auch noch geld verdienen. => gute arbeit für geld

Aber darum gehts hier auch nicht.

Ein Unternehmen hat kein Interesse an nicht zahlungswilligen "Kunden", das war so, das ist so und das bleibt so bis wir kein Geld mehr brauchen. TCPA hilft den Unternehmen bei dieser Selektion.

Ich hab mir jetzt die Artikel durchgelesen und bin nicht begeistert von TCPA. Glaube aber dass es evtl verboten wird oder sich nicht durchsetzen wird.
TCPA zeigt einerseits mehr Sicherheit auf, andererseits stellt es den größten Unsicherheitsfaktor jeher dar.
 

Wiseguy3

Guest
Original geschrieben von ViperDK


c, im sinne der allgemeinheit
- das copyright soll gerade stark genug sein, dass es sich fuer die industrie lohnt, etwas zu produzieren aber es soll wenn die industrie ihren anteil eingesteckt hat dem kunden moeglichst uneingeschraenkte verwendung erlauben
Der Fehler der Platten/Medienindustrie bzw Hollywood ist momentan, dass sie nicht realisiert, worin die Vorteile von DVDs oder Kinos gegenüber Divx und Mp3s liegen. Wenn die Medien attraktiver wären, würde keine Sau sich den Mist aus dem Netz mit beschissener Qualität besorgen.
Die Medienindustrie steht momentan kurz vorm Abgrund und statt rückwärts den Berg wieder runterzugehen, bleibt sie lieber vorn stehen, weil die Aussicht da so schön ist.
CDs sind zu teuer, DVDs ebenfalls. Kino ist zu teuer. Man muss diese Medien mit Zusatzeigenschaften ausstatten, damit sie wieder interessanter für Kunden werden. Man muß eine emotionale Bindung erzeugen.

Es fehlt bei File Sharing Programmen neben einem guten Song ein kleiner Button, auf dem steht "dieser Song hat mich glücklich gemacht, ich zahle dem Künstler 1 Euro dafür".

Ich persönlich spende zum Beispiel meinem Lieblingsinternetradio monatlich 20 Euro oder mehr, damit die Jungs online bleiben können. Sie machen hammergeile Musik und das 24/7. Das ganze wär mir wahrscheinlich noch mehr wert, wenn ich wüsste, dass sie dringend Geld brauchen.
Das ist übrigens eine alternative Geschäftsform der Zukunft:
Ein Produkt, was die Kunden glücklich macht bei gleichzeitig völlig transparenter Finanzierung.
Wenn man weiss, dass das Unternehmen so und soviel Geld braucht, um seine Dienstleistung aufrecht zu erhalten, dann gibt man denen etwas, wenn die Dienstleistung gut ist. Paypal kommt übrigens dem kleinen Button, den ich oben erwähnte, ziemlich nahe.
 

Wiseguy3

Guest
Original geschrieben von CrashOverwrite

Ein Unternehmen hat kein Interesse an nicht zahlungswilligen "Kunden", das war so, das ist so und das bleibt so bis wir kein Geld mehr brauchen. TCPA hilft den Unternehmen bei dieser Selektion.
So ist es leider nicht. Es geht nicht nur um nicht zahlungswillige Kunden, sondern auch um Kunden, die zwar zahlen wollen, aber für das Unternehmen nicht besonders profitabel sind.

Zum Beipiel ist jemand, der bei einem Unternehmen nur einmal z.B. ein sehr billiges Produkt kauft weniger interessant für ein Unternehmen, als jemand, der monatlich ein teureres nach Hause schleppt.
Der Nutzen des einzelnen Kunden für das Unternehmen ist das, wonach sich in Zukunft alle Unternehmen orientieren werden.

Es ist zum Beispiel für eine Bank völlig unrentabel, einem Fünfzigjährigen Mann eine umfangreiche Beratung zu irgendwelchen Aktienpakten zukommen zu lassen, wenn sie weiss, dass er sowieso lieber Sparbücher mag und eh kein besonders hohes monatliches Einkommen hat.

Weiss ein Unternehmen, dass du ein Kunde bist, der auf seine Rechte pocht und ab und zu mal den Support in Anspruch nimmt, der ihm zusteht, dann bist du ebenfalls weniger rentabel, als jemand, der einfach etwas kauft und bei Fehlern seinen Mund hält und den Fehler bei sich selbst sucht.

Nochmal zum Bankenbeispiel: es gibt mittlerweile jetzt schon in Banken standardisierte Daten über Kunden, die Auskunft darüber geben, ob:

Der Kunde Geländewagen mag oder Sportwagen, wie sein Charakter ist (eher risikofreudig oder bodenständig) und diverse andere _sehr_ persönliche Sachen.
Es ist nicht ok, wenn der Sachberater, der mir gegenüber am Tisch sitzt, sämtliche Fakten über meine gescheiterte Ehe weiss und daher seine Gesprächstechnik anpassen kann.

Ich habe selbst 2 Jahre als Telefonagent gearbeitet und kann euch garantieren, dass man mit der richtigen Technik einen nicht zu verachtenden Einfluss auf eine ungeschulte Person haben kann - allein durch die Art, wie man das Gespräch führt. Aber das führt hier zu weit. TCPA und Palladium haben nicht direkt mit dem gläsernen User zu tun, aber sind wie ich bereits sagte ein weiterer Schritt dahin.
 

CrashOverwrite2

Guest
ok dem kann ich nur zustimmen

ich glaube eh, dass es jedem schlecht werden würde, wenn wir wirklich wüsste, was "die" alles von uns wissen...

Etwas wie "Staatsfeind Nr.1", "Minority Report" und "1984" sind wohl nicht nur Fiktion.
 
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@wise: ich bin 25 und hab ebenfalls ne eigene firma, nen steuerberater, nen rechtsanwalt etc., nur btw.

Ich sage auch lediglich dass ich den standpunkt der industrie verstehen kann, nicht dass ich ihn gutheisse. ich glaube auch nicht dass es dazu kommt dass die grosskonzerne alle macht ansich reissen werden. schwimme nicht mit im mainstream und hab das rückgrat dafür einzustehen. ein kunde dem du ein angebot in "open office" erstellst dem druckst du das eben aus - oder schickst es ihm in einem format welches keinen beschränkungen unterliegt - ein betriebssystem was mehr beschränkt als es erlaubt wird sich eh nicht durchsetzen daher steht nicht zu befürchten dass unter Windows2010 "NUR" noch .doc anzeigbar ist und alles andere nicht.
 

Wiseguy3

Guest
Böh ich sollte anderes Posts lesen, bevor ich auf sie antworte.
Ich denke, dass sich PDF schon zu sehr verbreitet hat, um noch von .doc verdrängt zu werden.
 
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naja, wenn beide partner word haben ist das wohl sinniger als pdf. wenn man aenderungen machen und die versionen mitspeichern will, geht das mit word recht bequem. bei pdf gibt es zwar glaub ich so ne moeglichkeit auch, aber dafuer muss man sich dann nen pdf programm kaufen, das kaum nen mensch hat. die bafoeg unterlagen(pdf) beispielsweise lassen sich auch schoen am pc ausfuellen aber als ich die aenderungen spiechern wollte um auf nem andern pc auszudrucken kam der stinkefinger - mit dem acrobat reader kein speichern moeglich. word hat seine macken aber es sagt mir nicht nachdem ich nen dokument ausgefuellt habe, dass ich ne andere version kaufen muss damit ich was speichern kann.
 
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