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Backup medium

FORYOUITERRA

TROLL
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was ist besser für ein datenbackup zu gebrauchen, an welches man höchstwahrscheinlich ziemlich lange nicht mehr drangehen wird:

usb stick, sd karte oder externe festplatte?
oder gibt es noch alternativen? (keine cloud).

edit: handelt sich so um maximal 200gb daten.
 
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Wenn es wirklich "sicher" sein soll: Kombinationen aus mehreren Speichermedien oder ein RAID (5?), wo mehrere Festplatten dieselben Informationen speichern und ein Ausfall aller Platten gleichzeitig sehr unwahrscheinlich, falls kein Feuer o. Ä, die Daten zerstört.

Wenns schnell und dreckig gehen soll: Externe HDD, parallel auf ein oder zwei Sticks alles sichern. Sollten nicht unbedingt irgendwelche Billig(st)heimer über Ebay sein, wo es gar keine Erfahrungen gibt.
 

parats'

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Lto bänder, ist allerdings etwas kostenintensiv..
 
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SSDs und damit auch USB-Sticks sind für eine Datenlagerung (langfristig) nicht optimal.
Bänder funktionieren, sind aber teuer und allgemein unpraktisch. HDDs funktionieren, verlieren aber auch irgendwann die Daten.
Warum nicht cloud? Verschlüsselter container, einmal auf eine HDD im Schrank und einmal in die cloud. Dank Verschlüsselung kann keiner was damit anfangen, auch wenn die cloud-Anbieter ein Datenleck hat.

Wenn es nur mäßig wichtige Daten sind dann sind 2 HDDs natürlich einfacher. Daten draufpacken, die HDDs in 2 verschiedene Schränke im Keller packen, idealerweise in 2 verschiedenen Häusern, fertig.
 

FORYOUITERRA

TROLL
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blu-ray oder ähnliche formate fallen raus, da ich aktuell kein optischeslaufwerk mehr in meinem pc eingebaut habe. zum aktuellen stand kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sich in den nächsten jahrzehnten da etwas dran ändert.

cloud fällt raus, weil ich gerne autark archivieren würde.

mit den daten kann nur ich etwas anfangen. es geht somit nur um archivierung, eine zusätzliche verschlüsselung braucht es nicht notwendig.

bandlösungen stehen in keinem kosten/nutzen verhältnis.

letztendlich weiß ich halt nicht, ob die lebenszeit einer hdd unter den üblichen umwelteinflüssen tatsächlich höher ist als die lebenszeit von flashspeicher (und welchen flashspeicher?!). doppelt speichern macht natürlich bei beiden formaten sinn.
 
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Externe HD. Pro GB ist nichts billiger (Medium selbst), es ist wiederverwendbar und ein HD plus externe Hülle kostet wohl bei gegebenem Rechner auch am wenigsten an Nebeninvestitionen. Haltbar sind einigermaßen gute HDs auch um die 10 Jahre bei Freilandhaltung mindestens. Hab z.B. seit knapp 10 Jahren bald einen Doppelpack WD Velociraptoren im Rechner, und deren SMART-Werte sind immer noch blendend.

Cloud ist Mist wenn man Autarkie mag. Deswegen setze ich auch auf meinen eigenen Server.
 
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Gegenbeispiele aus meiner Praxis:
CD - ROMs gebrannt 1999 und 2000, sind bei mir teilweise schon 2014 ausgefallen, trotz trockener Lagerung im dunkeln und keiner Kratzer, wobei es auch nicht die teuersten sondern "normale" Rohlinge waren.
Externe USB2 5 Terrabyte Platte nachdem sie 2 Jahren nicht angeschloßen war im Arsch.
250MB Stick nichtmehr lesbar nach 5 Jahren.
HDD die > 1 Jahr ohne Strom war aus altem Rechner komplett unbrauchbar

Überleg dir was es für Daten sind und was du in Zukunft damit machen willst.

Sollen Sie wirklich halten würdeich mich Peeping Tom anschließen:
https://www.amazon.de/dp/B078J89XGD/ref=sspa_dk_detail_0?psc=1&pd_rd_i=B078J89XGD
und lieber 3 Kopien als 2 und nicht am Rohling sparen.
 
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Cloud mit (für den Fall auch gerne übertriebener) Verschlüsselung wäre halt eindeutig die simpelste Lösung.

Die sind besser auf sämtliche Katastrophenfälle vorbereitet als du es als Privatnutzer jemals sein könntest, und sicherheitstechnisch für den Fall "einfach ablegen" auch entspannt genau so sicher wie ein Panzerschrank im Keller.
 
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Shihatsu

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Autark archivieren? Hast du dir Gedanken zur Überprüfung der Datenintegrität gemacht? Hast du 2 Backupmedien an verschiedenen Orten sicher gelagert? Ganz ehrlich, wer es sicher haben will und nicht gerade IT-Fachmann ist: Goto Wolke. Ich sichere autark. Aber ich arbeite auch für einen IT-Service Provider dessen Kerngeschäft genau das ist.
 
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Nimm 2 USB Sticks und einmal im Jahr neu beschreiben.
Für mehr brauchst professionelle Hilfe. Und Festplatten einlagern is eine scheiss idee.
 
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Wieso gehen eure externen Fetsplatten und USB sticks denn kaputt?
Ich nutze meine zum Teil seit über 10 Jahren und es funktioniert alles einwandfrei.
 
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Es geht wahrscheinlich eher darum, dass die Chance auf einen Datenverlust für das Backup wichtiger Daten "zu groß" ist, auch wenn es sich nur um ein paar % handelt und zu 96% alles gut gehen kann. Wir haben letztens erst etliche Rohlinge entsorgt, die noch aus WinAmp-, Kazaa- und eMule-Zeiten stammten (yeah, Herr der Ringe in mieser Quali auf 6 CDs ^^) und die waren alle noch lesbar obwohl die teils fast 20 Jahre im Stapel auf einer Rolle im Regal standen, kein stabil temperierter Schrank im Keller, kein Schutz vor Sonnenlicht, nix. Aber selbst 'ne Fehlerquote von unter 5% ist wohl indiskutabel für alles was den Namen "Backup" verdient.
 
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Mich würde da eher interessieren was diese "wichtigen" Daten sind, bzw welche Menge das sein soll?

Ich verstehe Fotos und Videos die persönlich wichtig sind und daher speichere ich die mittlerweile auf der Amazon Cloud und verteilt auf Festplatten. Die bietet Prime Kunden unbegrenzt Platz für Photos. An sich hab ich mir auch mal vorgenommen einfach eine Auswahl von Bildern klassisch auszudrucken, aber schiebs immer vor mir her...

Und sonst ist der Rest doch nicht so groß. Zumindest bei mir?
 

Shihatsu

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Die Datenmenge hat nichts mit der Datenintegrität oder Datensicherheit zu tun - das ist erstmal unabhängig voneinander. Daher meine Gegenfrage: Warum interessiert dich was und wieviel das ist? Entweder es ist Backup-Relevant (=Es tut SEHR weh die Daten für immer zu verlieren, sei es finanziell, emotional oder whatever) oder eben nicht. Und wenn es das - egal was und wieviel - ist sollte man es verschlüsselt in die Cloud schieben (während der Verschlüsselung auf Datenintegrität achten, Container dann hashen und haswert in der Cloud vergleichen) oder wirklich Ahnung haben von dem was man tut. Nichts ist schlimmer als ein fehlgeleiteter Backup-Prozess der zu Datenverlust führt.
 
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Die Datenmenge hat nichts mit der Datenintegrität oder Datensicherheit zu tun - das ist erstmal unabhängig voneinander. Daher meine Gegenfrage: Warum interessiert dich was und wieviel das ist? Entweder es ist Backup-Relevant (=Es tut SEHR weh die Daten für immer zu verlieren, sei es finanziell, emotional oder whatever) oder eben nicht. Und wenn es das - egal was und wieviel - ist sollte man es verschlüsselt in die Cloud schieben (während der Verschlüsselung auf Datenintegrität achten, Container dann hashen und haswert in der Cloud vergleichen) oder wirklich Ahnung haben von dem was man tut. Nichts ist schlimmer als ein fehlgeleiteter Backup-Prozess der zu Datenverlust führt.

Manche Medien scheiden ggf. halt aus wenn es größere Datenmengen sind. Sagen wir es sind z.B. die Pläne als 3D Zeichnungen vom Haus. Da ist säurefreies Papier + Bankschließfach halt eine sinnvolle Option und hält länger als digitale Medien. Außerdem kann man eine Zeichnung auch in Zukunft noch lesen.

Generell:
Wenn man irgendwelche properitären Formate hat sind die evtl. in Zukunft nichtmehr zu lesen. Das sollte man auch bedenken. Habe auf der Arbeit schon technische Zeichnungen auf einer VAX gehabt. Das war "interessant" die Sachen zu kriegen. Das ist ein 30 Jahre altes System und nichtmal ein halbes Menschenleben.
 
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Die Datenmenge hat nichts mit der Datenintegrität oder Datensicherheit zu tun - das ist erstmal unabhängig voneinander. Daher meine Gegenfrage: Warum interessiert dich was und wieviel das ist? Entweder es ist Backup-Relevant (=Es tut SEHR weh die Daten für immer zu verlieren, sei es finanziell, emotional oder whatever) oder eben nicht. Und wenn es das - egal was und wieviel - ist sollte man es verschlüsselt in die Cloud schieben (während der Verschlüsselung auf Datenintegrität achten, Container dann hashen und haswert in der Cloud vergleichen) oder wirklich Ahnung haben von dem was man tut. Nichts ist schlimmer als ein fehlgeleiteter Backup-Prozess der zu Datenverlust führt.

Naja in erster Linie sind es tatsächlich Fotos als Erinnerung. Aber da kann ich zumindest aus meiner Perspektive damit Leben, dass ich die unverschlüsselt bei Prime hochgeladen habe.
Wenn ich mir gerade so meine Dropbox anschaue liegen da so ein paar Ordner
  • Privat
    So paar Sachen von der Familie, Steuer und Lohnabrechnungen. Wovon mir aber nichts wirklich unverzichtbar erscheint, weil ich es entweder noch schriftlich habe, nachfordern könnte oder wahrscheinlich nie mehr brauchen werde
  • Job
    Alte Bewerbungen etc. und paar Sachen von Projekten die ich behalten habe. An sich auch nichts unverzichtbares
  • Uni
    Meine Diss, die Paper in Latex etc. Kursmaterial usw. Wäre schon etwas tragischer, wenn es weg ist, aber an sich auch egal, weil entweder published oder wird nie wieder verwendet
  • Progammieren
    Alte codes von der Uni etc pp. Auch eher nice to have
  • Diverses

Deswegen interessiert mich ja konkret, um was es geht. Ich sehe eigentlich nicht das irgendwas von dem oben genannten wirklich sensitive ist oder so wertvoll, dass es jemand hacken würde.
 

Shihatsu

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Manche Medien scheiden ggf. halt aus wenn es größere Datenmengen sind. Sagen wir es sind z.B. die Pläne als 3D Zeichnungen vom Haus. Da ist säurefreies Papier + Bankschließfach halt eine sinnvolle Option und hält länger als digitale Medien. Außerdem kann man eine Zeichnung auch in Zukunft noch lesen.

Generell:
Wenn man irgendwelche properitären Formate hat sind die evtl. in Zukunft nichtmehr zu lesen. Das sollte man auch bedenken. Habe auf der Arbeit schon technische Zeichnungen auf einer VAX gehabt. Das war "interessant" die Sachen zu kriegen. Das ist ein 30 Jahre altes System und nichtmal ein halbes Menschenleben.
Naja, wie alt ist TIF? 50 Jahre oder so? Aber du hast natürlich Recht, wo es Sinn macht ist ein "hardcopy" Backup natürlich vorzuziehen. Ich hab sowas auch (Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Stammbaumkrams, Grundbucheinträge, Kaufverträge Autos & Häuser, ...), aber das ersetzt kein Backup und keine Backupstrategie.
Naja in erster Linie sind es tatsächlich Fotos als Erinnerung. Aber da kann ich zumindest aus meiner Perspektive damit Leben, dass ich die unverschlüsselt bei Prime hochgeladen habe.
Wenn ich mir gerade so meine Dropbox anschaue liegen da so ein paar Ordner
  • Privat
    So paar Sachen von der Familie, Steuer und Lohnabrechnungen. Wovon mir aber nichts wirklich unverzichtbar erscheint, weil ich es entweder noch schriftlich habe, nachfordern könnte oder wahrscheinlich nie mehr brauchen werde
  • Job
    Alte Bewerbungen etc. und paar Sachen von Projekten die ich behalten habe. An sich auch nichts unverzichtbares
  • Uni
    Meine Diss, die Paper in Latex etc. Kursmaterial usw. Wäre schon etwas tragischer, wenn es weg ist, aber an sich auch egal, weil entweder published oder wird nie wieder verwendet
  • Progammieren
    Alte codes von der Uni etc pp. Auch eher nice to have
  • Diverses

Deswegen interessiert mich ja konkret, um was es geht. Ich sehe eigentlich nicht das irgendwas von dem oben genannten wirklich sensitive ist oder so wertvoll, dass es jemand hacken würde.
Niemand redet hier von "hacken". Ich rede von Kontrollverlust über die eigenen Daten wenn man sie in Public clouds hochlädt. Würde ich deshalb nie machen. Und ersetzt auch in keinster Form ein Backup.
Ich habe einen Arsch voll Kinderfotos und Filme. Die sind neben meinen Cryptowallets und der elektronischen Form der Hardcopy da oben das Zeug was zu backuppen ist. Als richtig zu backuppen. Und das sind mitlerweile eher 6 als 5 TB. Aber Art und Menge sind, nochmal ganz deutlich, völlig irrelevant wenn es um Backup geht. Ein Backup ist etwas das man kontrolliert. Das man regelmässig testet. Dessen Verfügbarkeit und Datenintegrität sichergestellt wird. Wenn dir deine Daten egal sind, kopier sie halt irgendwo hin und sei glücklich das du sie redundant hast. Aber nenn das bitte nicht Backup ;)
 
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Also scheinbar haben wir wohl andere Ansprüche, das kann ich ja verstehen, da du auch einen anderen IT Background hast. Aus meiner 0815 User Perspektive kann und will ich nicht soviel Zeit investieren wie du, bzw. fehlt mir einfach das Know how. Imho ist das auch verständlich, oder?

Die Frage des Platzes wenn du jetzt schon von 5 oder 6 TB sprichst, ist dann irgendwie auch eine Geldfrage, weil ich erst mal so viel Cloud Space brauche. Ich zahle schon für 1 TB 99 € bei Dropbox oder bei Google Drive ebenso 99€ oder ~20€ für 100GB. Was anderes kenne ich ad hoc gerade nicht. Da fand ich die Variante bei Amazon Prime mit unbegrenztem Platz für die Bilder schon ganz knorke, weil ich das eh schon bezahle.

Ich bin ja offen für Vorschläge und Alternative, aber irgendwie muss es was zwischen deiner Lösung und meiner geben, auch wenn ich mit meiner gerade ganz zufrieden bin, selbst wenn du sie nicht back up nennen würdest.
 
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lmao Shi, "solange du deine Daten nicht nach ISO39284729 zertifiziert aufbewahrst nennst du es nicht 'Backup!!!111schaum'".

Jedes grosse DAX Unternehmen hat mittlerweile einen Grossteil ihrer Daten in irgend einer Cloud, aber deine Kinderfotos, nein die würde ich also NIEMALS einem Cloudanbieter anvertrauen!

Ganz abgesehen davon, dass 1 schönes Fotoalbum wohl > 6TB Fotos sind.

@Benrath:
  • Daten in die Cloud kopieren/schieben (z.B. Dropbox)
  • Daten in einen verschlüsselten Container in einer Cloud kopieren/schieben (z.B. eine vhd mit bitlocker auf dropbox mounten)
  • auf einen lokalen Datenträger (externe HDD) oder besser NAS kopieren (mit RAID verlierst bei einem Diskausfall nicht gleich dein ganzes Backup, plus es kann Alarms senden wenn ne Disk ausfällt etc.)
  • eine dedizierte Cloud-Backup Lösung verwenden (siehe z.B. https://www.mount10.ch/)
Am Ende alles eine Frage des Geldbeutels. Verschlüsselung birgt immer das Risiko, dass du am Ende selber nicht mehr ans Backup kommst, weil du den Key nicht sauber weggesichert/aufbewahrt hast. Regelmässige Restore-Tests macht natürlich kein Homeuser, daher birgt ein USB-Stick schon ein gewisses Risiko, dass dieser seit deinem letzten Backup gestorben ist und gleichzeitig auch noch deine Disk hops geht.

Archivieren ist dann nochmal eine andere Geschichte. SSDs werden eher nicht empfohlen (lohnt sich auch preislich nicht), HDDs können halt irgendwann ausfallen. Einmal pro Jahr DiskFresh laufen lassen könnte aber helfen. Wenns also wirklich ohne Cloud sein soll, würde ich wohl M-DISC BD-R empfehlen. Erschwinglich und bis auf weiteres sicher gut unterstützt.

Was aber für Offsite (sprich Cloud) sprechen würde: Wenn deine Hütte abfackelt, nutzt dir auch der tollste Backup- und Archivierungsprozess zuhause nichts. Wenn also schon die ganze Mühe, dann auch diesen Punkt nicht vergessen.
 

Shihatsu

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Ich geh mal auf deinen Post ein, aber gleichzeitig sei dir gesagt: Ändere deinen Ton, das hier ist nicht das OT, und leg mir vor allem keine Übertreibungen in den Mund, das tut nicht not.
Natürlich ist Datenhaltung in der Cloud en vogue, aber nein, die Unternehmen verzichten nicht auf eine vernünftige Backupstrategie nur weil sie Daten in der Cloud haben. Das was du da erzählst ist schlichtweg hahnebüchener Unsinn. Die beiden Themen "Datenhaltung inder Cloud" und "Backupstrategie auf Konzernebene" haben nichts, aber auch wirklich garnichts, miteinander zu tun.
Und ja, ich würde meine Fotos niemals unverschlüsselt auf Dropbox oder ähnliches ablegen, da ich a) keine Kontrolle über die Daten habe und b) das auch viel zu viel ist. Aber auch das ist etwas das mit Backup nichts zu tun hat.
Also ich verstehe wirklich nicht was deine ersten 2 Absätze sollen, ausser mich ad hominem anzugreifen. Traurig, denn danach schreibst du ja durchaus sinnvolles..
 
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Sorry, wurde von deiner manchmal sehr belehrend wirkenden Art und deinem Anspruch an Privatnutzer in Sachen IT getriggert.

Da mich die Corporate Diskussion aber dennoch interessiert. Wenn die Live-Daten der Unternehmen also in der Cloud liegen in Form von Servern, die bei Amazon laufen (sei das ne Windows Server VM als Fileserver oder Object Storage auf S3 und Archive auf Glacier), die ihre Mails bei Microsoft o365 hosten und die noch maximal ihre High-Security Server und ihr AD lokal haben, wo machen die wohl ihre Backups zukünftig hin? Ziehen sie die auf nen lokalen Backup-to-Disk und brennen dann WORMs? Oder macht man das dann auch gleich in der Cloud, weil die neue DC Strategie besagt, dass man keine dicken Netapp Schränke mehr im Rechenzentrum betreibt?

Bzgl. Dropbox: Man muss seine Daten ja nicht dort ablegen. Mann kann sie auch dahin kopieren. Gibt's ja genügend Tools. Dann ist es durchaus ein valables offsite Backup und sofern lediglich Dokumente und nicht die ganze Lossless CD-Sammlung mit drauf muss, mit 2GB(?) auch gleich noch gratis dazu. Und es muss ja nicht Dropbox sein, gibt ja mittlerweile genügend Unternehmen in DE und CH, welchen man durchaus mehr Vertrauen schenken kann. Für den 0815 User sicher keine schlechte Lösung. (Sehe dass du auf der letzten Seite Cloud empfohlen hast, wir reden da allenfalls auch aneinander vorbei). Dass 6TB Cloudspeicher für Kinderfotos zu teuer ist, ist klar, aber mein Argument war ja, dass wenn DAX Unternehmen ihre Daten und allenfalls Backups in der Cloud lagern und damit die "Kontrolle darüber verlieren", du deine Kinderfotos wohl auch dahin packen könntest.

Wie machst du denn nun dein Backup/Archivierung? Das hast du uns noch nicht verraten.

Ich stelle bei der Diskussion gerade fest, dass meine RAW Fotos bei einem RAID-Controller Ausfall meines NAS' wohl weg wären. Muss ich mir Gedanken machen :top:
 

Shihatsu

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Wo die Corps ihre Daten sichern hängt ganz davon ab welche Datenklassifizierung diese Daten kassieren, und für für wie lange sie dieser unterliegen. Du hast mit allen Beispielen recht - sie machen das alles.
Beispiel: Steuerlich relevante Dinge, Jahresabschlüsse, Kaufstrategien, Emailpostfächer auf CxO-Ebene gelten als Klasse 1: sowohl zu archivieren als auch zu schützen, und das ganze bei kurzer Zugriffszeit. Also gibt es 2 Backups, einmal auf WROM-Band (meistens halt Magneten) und einmal auf nem besonders geschützen Fileserver - von dem wird dann meist auch rollierend das Band aktualisiert.
Dann gibts das ganze "normale" interne Zeugs, sprich Office, Fileserver, etc pp - das haben die meisten Großen inhouse weil schneller, die Mitleren gehen schon massiv in die Cloud. Hier wird Datenverfügbarkeit sowohl inhouse als auch in der Cloud mittles massivem Mirroring erreicht, Backups und wiederherstellzeiten klassisch auf "billigem" Band, demensprechend langsam.
Die kleinen gehen auf Gedeih und Verderb in die Cloud - und oftmals ists der richtige Weg.

Was die Cloud für Backups angeht: Public cloud kann man machen, aber dann nicht Dropbox oder ähnliches, sondern verschlüsselter Container auf nem AWS, Azure oder whatever, mit Strategie (rollierend, redundant, Kalendarmässig, was man auch immer mag - aber man sollte sich Gedanken drüber machen!). Dropbox, Googlefotos etc pp sind gut für Datenverfügbarkeit, aber grottenschlecht für Datensicherheit. DAX-Konzerne gehen übrigens fast grundsätzlich in die Telekom-Wolke oder eben zu MS oder Amazon - und die steht dann selber wieder in der Telekom-Wolke (Genauer: in den selben 3 Rechenzentren). Das steht für Privatanwender aber nicht zur Debatte, das gibts nicht in so kleinen Scheibchen.

Ich habe 2 Platten, die die wichtigen Dinge enthalten, die werden monatlich gewechselt. Eine liegt hier, eine auf der Arbeit im Giftschrank. Darauf kommt wöchentlich ein Vollbackup mittels rsync und anschliessendem hashing und Vergleich. Dauert so ~10h. Quelle davon ist eine eigene Partition auf dem NAS. Diese wird mit inkrementellen Backups (wiederrum rsync mit hashing) von 2 Ordnern auf dem NAS gefüttert, jede Nacht. Das sind die "wichtigen" Dinge.
Aufs NAS selber fliegen noch die Backups von den Windows-Mühlen hier im Haus (wöchentlich), die sind aber nicht selber im Backup, wenn es mir die Hardware richtig zerballert (Brand oder so) hab ich eh andere Probleme.
Der Rest an Daten wird nicht gebackupt. Was das Raid aufm NAS nicht rettet hat Pech gehabt.
 
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