Wo die Corps ihre Daten sichern hängt ganz davon ab welche Datenklassifizierung diese Daten kassieren, und für für wie lange sie dieser unterliegen. Du hast mit allen Beispielen recht - sie machen das alles.
Beispiel: Steuerlich relevante Dinge, Jahresabschlüsse, Kaufstrategien, Emailpostfächer auf CxO-Ebene gelten als Klasse 1: sowohl zu archivieren als auch zu schützen, und das ganze bei kurzer Zugriffszeit. Also gibt es 2 Backups, einmal auf WROM-Band (meistens halt Magneten) und einmal auf nem besonders geschützen Fileserver - von dem wird dann meist auch rollierend das Band aktualisiert.
Dann gibts das ganze "normale" interne Zeugs, sprich Office, Fileserver, etc pp - das haben die meisten Großen inhouse weil schneller, die Mitleren gehen schon massiv in die Cloud. Hier wird Datenverfügbarkeit sowohl inhouse als auch in der Cloud mittles massivem Mirroring erreicht, Backups und wiederherstellzeiten klassisch auf "billigem" Band, demensprechend langsam.
Die kleinen gehen auf Gedeih und Verderb in die Cloud - und oftmals ists der richtige Weg.
Was die Cloud für Backups angeht: Public cloud kann man machen, aber dann nicht Dropbox oder ähnliches, sondern verschlüsselter Container auf nem AWS, Azure oder whatever, mit Strategie (rollierend, redundant, Kalendarmässig, was man auch immer mag - aber man sollte sich Gedanken drüber machen!). Dropbox, Googlefotos etc pp sind gut für Datenverfügbarkeit, aber grottenschlecht für Datensicherheit. DAX-Konzerne gehen übrigens fast grundsätzlich in die Telekom-Wolke oder eben zu MS oder Amazon - und die steht dann selber wieder in der Telekom-Wolke (Genauer: in den selben 3 Rechenzentren). Das steht für Privatanwender aber nicht zur Debatte, das gibts nicht in so kleinen Scheibchen.
Ich habe 2 Platten, die die wichtigen Dinge enthalten, die werden monatlich gewechselt. Eine liegt hier, eine auf der Arbeit im Giftschrank. Darauf kommt wöchentlich ein Vollbackup mittels rsync und anschliessendem hashing und Vergleich. Dauert so ~10h. Quelle davon ist eine eigene Partition auf dem NAS. Diese wird mit inkrementellen Backups (wiederrum rsync mit hashing) von 2 Ordnern auf dem NAS gefüttert, jede Nacht. Das sind die "wichtigen" Dinge.
Aufs NAS selber fliegen noch die Backups von den Windows-Mühlen hier im Haus (wöchentlich), die sind aber nicht selber im Backup, wenn es mir die Hardware richtig zerballert (Brand oder so) hab ich eh andere Probleme.
Der Rest an Daten wird nicht gebackupt. Was das Raid aufm NAS nicht rettet hat Pech gehabt.