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Autoberatung: Zugfahrzeug

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In naher Zukunft muss ein Zugfahrzeug her. Geländegängig, grosszügig mit der Anhängelast von 2.5to oder mehr und 4+ Plätze. Komfort egal. Verbrauch nebensächlich da wenige KM zu absolvieren sind. Unterhalt wird teuer, zu teuer sollte es nicht werden wenn möglich.
Gibts hier jemand, der sich mit dieser Fahrzeugkategorie auskennt?

Momentan hätte ich einen LR Discovery auf dem Schirm, die scheinen sich in der 3. Gen gut gemausert zu haben. Auffallend viele Range Rover sind auf dem Markt. Ob das einen Grund haben könnte:ugly:

Andere Verdächtige:
Pajero, Landcruiser, Jeep, Kia Sorento, Rexton.

Budget: max. 7.5k CHF, das wird ein Betriebswagen, also runtergerokt bis zum Exitus.

Inputs zu NoGo Modellen?
Inputs zu Geheimtipps?
Anstösse zu Range Rover vs Discovery3?
 
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Nimm was japanisches. Landy/RR solltest du schrauben können. Vier Plätze ginge ja auch ein Pickup: L200 gibt's als 2+2 günstig, hat den ganzen Schnickschnack wie Sperren und Untersetzung an Bord, darf ohne Auflastung 3to an den Haken nehmen.
 
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Nimm was japanisches. Landy/RR solltest du schrauben können. Vier Plätze ginge ja auch ein Pickup: L200 gibt's als 2+2 günstig, hat den ganzen Schnickschnack wie Sperren und Untersetzung an Bord, darf ohne Auflastung 3to an den Haken nehmen.
L200 ist der Pajero mit Brückenaufbau, richtig? Die Pajeros gehen hier eher überteuert. Leider. Abgesehen vom Rost sind die sehr zuverlässig?
Meine Frau hat gewisse Vorbehalte ggü Pickups. Ich muss gestehen, ich bezüglich Rost bei Occasionen ehrlichgesagt auch.
Wie viel vom Schrauben ist beim Disco 3 Klischee? Die RR haben bekanntlich do viele Gimmicks verbaut, dass immer wenigstens eines davon fuktioniert :rolleyes:
 
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Nicht ganz, teilt sich die Baugruppe, L200 ist der mit Ladefläche, der mit Kabine ist der Pajero Sport. Der normale Pajero ist ausgelaufen, hatte aber Einzelradaufhängung während der L200 hinten Blattfederung hat daher mehr Anhängelast.

Und solide Gebrauchtwagenpreise nervt zwar, aber hat ja Gründe warum z.B. die G-Klasse so absurd teuer ist, robust, zuverlässig und gefragt.
 

parats'

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Ein älterer Ranger Raptor von Ford würde sich noch anbieten.
 
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Ein Pajero oder ein Landcruiser wäre meine erste Wahl. Oder dann ein Dieselsaurier wie ein Patrol. Solche Fahrzeuge sind aber sehr gesucht weil Hipsterafrikareisende die Dinger gerne wollen (Landcruiser) oder quasi ausgestorben(Patrol). Und dann für einen 30y alten Nissan 7.5k raushauen? Ich weiss nicht.
Im Allgemeinen: Pickups und Rost: eher unbegründete Angst oder real?
Oh, ein Ford. Danke @parats' mag meinen Mondi gerne :top:
 
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Sind halt Arbeitstiere, die nicht immer geschont werden. Aber da du jetzt Pickup speziell ansprichst: Ladefläche oder was meinst? Oberflächenrost an den Achsen z.B. sieht halt nicht so geil aus, aber ist im Prinzip scheiß egal, die sind so massiv, das du das nicht miterlebst, das die durch sind. Vorher gehen Motor und Getriebe über den Jordan. Ansonsten ist der Unterboden ja schön offen, einmal im Jahr bisschen Rostumwandler und Grundierung wenns irgendwo losgeht und du hast mit 20min/Jahr Arbeitsaufwand Ruhe. Und das Ding soll ja bei dir auch arbeiten, wenn ich die 2.5to und wenig KM richtig versteh? Da ist eh ein bisschen mehr Pflege und Wartung kein Fehler wenn er länger halten soll.
 
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Sind halt Arbeitstiere, die nicht immer geschont werden. Aber da du jetzt Pickup speziell ansprichst: Ladefläche oder was meinst? Oberflächenrost an den Achsen z.B. sieht halt nicht so geil aus, aber ist im Prinzip scheiß egal, die sind so massiv, das du das nicht miterlebst, das die durch sind. Vorher gehen Motor und Getriebe über den Jordan. Ansonsten ist der Unterboden ja schön offen, einmal im Jahr bisschen Rostumwandler und Grundierung wenns irgendwo losgeht und du hast mit 20min/Jahr Arbeitsaufwand Ruhe. Und das Ding soll ja bei dir auch arbeiten, wenn ich die 2.5to und wenig KM richtig versteh? Da ist eh ein bisschen mehr Pflege und Wartung kein Fehler wenn er länger halten soll.
@Pickups
Ich traue den Ladeflächen irgendwie nicht. Üble Hohlräume oder täusche ich mich?
Kosmetik, also Flugrost und Konsorten, schert mich kein Bisschen. MFK muss einfach durch und gut ist. Ich bin kein Autofreak, unser "gutes" Auto ist ein alter Mondeo den ich als Lacktotalschaden gekauft habe. Für mich ist er wie neu :ugly:

Es gibt grob zwei Szenarien:
Wir haben atm zwei Autos. Erwähnten Mondeo umd einen Fiat 600. Wir brauchen den kleinen für meinen Arbeitsweg und den grossen als Familienkutsche. Künftig kommt Hänger als Anforderung hinzu. Mondi aufrüsten mit AHK ist raus weil der Kombi zwar gut und günstig läuft, im Gelände aber zu schnell ansteht und zu wenig zieht.

Variante 1:
Wir ersetzen den Mondi mit einem Zugfahrzeug/Familienkutsche. Nehmen also beim Kauf etwas mehr in die Hände, haben dann dafür ein Fahrzeug mit Doppelnutzung. Dafür eignet sich ein Discovery/Grand Pajero/Jeep. Weniger aber ein Pickup. Weil, nun ja. Ich bin schon hardboiled Landei, aber mit dem dicken Rednecktruck in den Parkhäusern der Stadt rumkurven. Nö :ugly:

Variante 2:
Wir kaufen für wenig Geld ein Workhorse und lösen Wechselschilder mit dem Mondi. Da kann die Arbeitskarre so abgeranzt sein wie sie will. Aber ich fürchte, im Endeffekt noch immer die teurere Lösung?

Was ist mit den Nissan Pickups mit 2.5l Turbodiesel krumm? Die gibts verdächtig günstig :hum:
 
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Ein Bekannter schwört auf den Defender und die schrubben damit sogar richtig Kilometer (Transportfahrzeug für Unfall-Kfz). Aber wie YNC schon sagt, du musst auch selber ein bisschen schrauben können.

Ich war auch sehr überrascht, da dem Auto nun nicht ein wartungsarmes Image anhängt.
 
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Ein Bekannter schwört auf den Defender und die schrubben damit sogar richtig Kilometer (Transportfahrzeug für Unfall-Kfz). Aber wie YNC schon sagt, du musst auch selber ein bisschen schrauben können.

Ich war auch sehr überrascht, da dem Auto nun nicht ein wartungsarmes Image anhängt.
Ein Defender in gutem Zustand ist, wie alle diese military-grade Klassiker (Puch, Landcruiser...), bestimmt eine Bank. Ein ehem. Arbeitskollege hat sich auch einen Defender neu aufgebaut. Der hatte wortwörtlich jede Schraube und jedes Teil auf der Werkbank. Wenn man die Macken kennt und über genügend Zeit/Geschick (und Inoxschrauben statt verzinkte. Verdammte Frevlerkonstrukteure) ist das ein Lebensprojekt. Für mich aber utopisch.

Etwas schrauben liegt schon drin, bin aber Maschinenmechaniker, nicht KFZler. Hab weder Lift noch Grube und ehrlichgesagt auch nicht das Vertrauen und die Lust, an Bremsanlagen rumzuwerken.

Wie sieht es z.B. bei einem Discovery aus: ist da oft Komfortkrams hinüber umd man sucht und tauscht oft oder geht da viel am Lebendigen kaputt, sprich der 2.7t Wal liegt erstmal am Strand?

Was ist von Jeep, Ssang Yong und vom Kia Sorento zu halten? Vernunftsfahrzeuge oder teure Gebrauchte? Hab schon beides zur Genüge gehört...
 

parats'

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Etwas schrauben liegt schon drin, bin aber Maschinenmechaniker, nicht KFZler. Hab weder Lift noch Grube und ehrlichgesagt auch nicht das Vertrauen und die Lust, an Bremsanlagen rumzuwerken.

Hebebühnen kann man ja ggf mieten.
Generell sollte man aber durchaus etwas mutiger sein mit rein mechanischen Reparaturen. Wir reden hier nicht von einer Rakete, sondern von relativ simplen mechanischen Verbindungen. Motorraum ist ein anderer Punkt, der aber ohnehin öfter mal Spezialwerkzeug erfordert. Als ob ich mal richtiges Schweißen gelernt hätte. Ich habe mir von einem Facharbeiter im Freundeskreis die Grundlagen für einfache Arbeiten zeigen lassen und dann ein paar Versuche an Schrott durchgeführt. Als ob ich heute für Roststellen in die Werkstatt fahre. :ugly:

P.s. Bühne > Grube.
 
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Hebebühnen kann man ja ggf mieten.
Generell sollte man aber durchaus etwas mutiger sein mit rein mechanischen Reparaturen. Wir reden hier nicht von einer Rakete, sondern von relativ simplen mechanischen Verbindungen. Motorraum ist ein anderer Punkt, der aber ohnehin öfter mal Spezialwerkzeug erfordert. Als ob ich mal richtiges Schweißen gelernt hätte. Ich habe mir von einem Facharbeiter im Freundeskreis die Grundlagen für einfache Arbeiten zeigen lassen und dann ein paar Versuche an Schrott durchgeführt. Als ob ich heute für Roststellen in die Werkstatt fahre. :ugly:

P.s. Bühne > Grube.
Bühne>Grube, schon klar. Aber Du glaubst gar nicht was man an Landmaschinen alles repariert, wenn man gar nichts hat. :catch:
Aber vielleicht hast Du recht, etwas mehr Mut wäre angezeigt. Schweissanlage steht ja da :ugly:
Freue mich auf einen Carrosseriebeitrag von Dir im DIY :top2:
Faktor Zeit macht mir aber schon Sorgen. Wenn ich mir da Land Rover Foren kurz ansehe und die Dudes dort auf Verdacht mal eben die ganzen Bremsleitungen und den Kabelbaum kpl. erneuern. Ich hab noch einen Job daneben :catch:
 
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@DuffTheSame: der 2.5 di von nissan ist halt ... eher meh. und zur ladefläche: kaufst dir nen bottich herculiner und nen pinsel und dann ist an der front ruhe. habe ich mittlerweile sogar auf der motorhaube meines outlanders, weil durch den wald sauseln über schotter immer wieder steinschlag und damit rost auf der motorhaube ein problem war.

aber jetzt vielleicht nochmal zum einsatzzweck: warum >2.5to und allrad? pferdeanhänger, holz machen, baustoffe? was ist hier das usecase?

ansonsten: wenn der mondeo noch top ist, behaltet doch den als familienkarre. kann dir aus erfahrung sagen, dass die dinger im arbeitseinsatz leiden und im gelände hast du gerne stolligeres schuhwerk, was auf der bab echt zum kotzen ist, von ausgeschlagenen spurstangenköpfen und kram gar nicht angefangen (was dich auf dem feldweg nicht die bohne interessiert, >100km/h aber maximal nervig ist).

kia sorento kann man machen, vom rexton würde ich die finger lassen: formal zwar daimler-motoren, aber mit haufen customkram durch ssangyong. nope. jeep natürlich masterrace, der rubicon ist ein traum: aber nicht als arbeitspferd (ist ein bisschen wie mit dem SL500 holz holen gehen), lackieren konnte chrysler irgendwie nie, egal ob dodge oder jeep, alles echte rostteufel.

falls statt 2,5to auch 2to noch geht, würde ich subaru in die waageschale werfen: outback 2.5 hat ganz gut dampf, 2to darf er an den haken nehmen, ist im unterhalt günstig, wäre halt nen otto - hat untersetzung und einen formidablen allrad (um den 2.0d nen bogen machen). dazu halt die typische subaru-qualität. das problem bei den günstigen japanern als gebrauchtwagen ist oft, dass die nicht nur auf material gefahren wurden, sondern alle nen wartungsstau vor sich herschieben: mindset, hat nicht viel gekostet, da investiere ich jetzt auch nicht viel in die wartung. und das killt eben die autos, ölwechsel mal auslassen und den filter nochmal verwenden und solche spässe.

tldr; falls pferdeanhänger eindeutig l200. falls baustoffe/holz mit weniger tonage und gleichzeitig auch als familienkutsche verwendbar: outback.
 
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@YesNoCancel
Danke für den Input

Usecase:
Da muss ich vielleicht etwas ausholen:
Wir übernehmen einen Bauernhof. Stall bleibt vorläufig am Wohnort, Ackerland und Ökonomiegebäude sind zu einem grossen Teil im Tal. Paar Kilometer und 300HM sind nicht die Welt, auf Dauer aber eher Auto+Hänger als Traktorenaufgabe. Insbesondere weil sich ersteres deutlich besser mit meinem Weg zur Arbeit kombiniert. Morgens eine Fahrt mit dem Hänger in die Scheune, dann mit Fhz oder Rad zur Arbeit. So der Plan. Respektive ein möglicher Plan.
Anforderungsbenchmark ist tatsächlich der Viehanhänger/Pferdeanhänger. Mit Ach und Krach könnte das gehen mit 2to, ev sogar ohne Allrad. Die Überlegung von 2.5to ist, dass die Freiheit etwas grösser ist auch einmal einen Hänger auszuleihen (gerade den 2er Pferdeanhänger würden wir nicht beschaffen). Fürs ganz Grobe haben wir den Traktor. Also Feldbetrieb ist nicht mit dem Auto geplant. Wenn wir jetzt aber ein Arbeitswagen kaufen, dann bestimmt gröberer Einsatz als wenn wir ein schickeres Zugfhz kaufen. Insofern auch ein bisschen Rückkopplung in den Anforderungen.

@Rost
Vielleicht mache ich mir da echt einen zu grossen Kopf. Geht in paras Richtung: ich habe wohl zu stark Schiss, weil ich von Autospenglerei einfach null Plan habe :/

@Subaru
Schwiegereltern fahren einen Forester. Theoretisch gefällt mir der, praktisch werd ich nur halb warm damit. Und irgendwie werden die Bauernferraris hier eher teuer gehandelt.

@Benziner
Überhaupt kein Ausschlusskriterium, im Gegenteil. Kurzstrecke ist ein Thema und bei halbmodernen (Turbo)Diesler, ggf mit PF bin ich skeptisch. Bei einem Traktormotor à la Patrol weniger :catch: ...

@Jeep
Wrangler/Rubicon fällt ins Beuteschema der Hipster, ergo teuer, und ist nicht unbedingt ein Zugfahrzeug. Ich hätte eher auf einen Cherokee geschielt. Any thoughts?

Weiteres Fragezeichen:Schalter oder Automat? Persönlich mag ich Schalter. Gerade wenn auch noch eine Untersetzung an Bord ist. Viele schwören beim Hängerbetrieb auf Wandler...

Die Wechselnummerstrategie ist grundsätzlich interessant. Nur fällt ein Fahrzeug mehr zur Wartung an.
Beispiel Spurstangen ausgeschlagen: Kriegt das ein Autolaie mit Landmaschinenerfahrung und Mechanikerausbildung hin? Mit Zeit und Webtutorials z.B? Rost: wenn ich einen abgeranzten Pajero/L200 habe, kriege ich da mit Blech und Geduld einiges hin oder ist das eher Sache für aufwändige Ersatzformteile und Profischweisser?
 
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grundsätzlich, je älter das auto, je mehr kriegst du noch selber hin. deswegen ja auch sowas wie einen pajero, die baureihe ist quasi 30 jahre alt, wurde zwar immer wieder "kampfwertgesteigert" :ugly: aber im prinzip ist der ganze unterbau immer noch erste generation wechsel leiterrahmen > selbsttragende karosserie. wenn du so die suv fahrzeuge ab 2017 mal anschaust mit ihrem gewirr an stabi-gelenk-gummilager-overkill, dann würde ich sagen, wenn du da ohne erfahrung rangehst, kannst du gleich nochmal geld investieren um das fahrwerk vermessen und einstellen zu lassen, ergo, dann lieber gleich nen günstigen schrauber suchen.

rost: also wenn du keinen wert auf große optik legst und metallerfahrung hast: go for it. da kann nix schief gehen, ein bisschen ist rost halt wie krebs, wenn er mal drin steckt, ja, dann kannst du halt symptome kurieren, aber weg kriegst du ihn nicht mehr. außer du betreibst wirklich unfassbaren overkill, der sich max. für oldtimer lohnt. aber ganz ehrlich: wenn halt mal irgendwo was durch ist (das ist dann die autogeneration 20 jahre+), schweissbrenner und blech einschweissen, grundierung drauf: das ist wirklich keine raktenwissenschaft.

relevanter ist da, motor/getriebe muss gut sein, wenns da mal anfängt, wirds zeitaufwendig und die kiste fällt eine gewisse zeit aus, elektronik am besten so wenig wie geht, irgend ne nackte basisausstattung ohne keyless-go und bluetooth-modul und komfortsystemen mit dem rattenschwanz an steuersystemen am bus.

falls diesel: dann halt am besten einen der euro4 generation, pumpedüse von vw/audi mit ihrem "offenen" (aka nicht vorhandenen) partikelfilter ist kurzstreckentauglich, steckt in überraschend vielen autos (mitsubishi, jeep, chrysler, dodge ...).

benziner ist natürlich noch besser, weil der im winter schneller auf temperatur kommt: pumpedüse kann schon mal sein, dass du trotz 20km landstraße nicht auf die 90° temp kommst und dir die scheiben nicht frei werden. davon abgesehen: kein turbo, ist schon wieder was, was nicht kaputt gehen kann. zumal gerade die japanischen/us-benziner oft uralte motoren sind, die man teils seit den 70er mit kleinen kniffen aktuell gehalten hat, was du am verbrauch merkt (saufen alle mehr als neue triebwerke), aber sind eben derartig ausgereift und robust, dass die 300.000km fressen.

benziner mit 2.5 - 3to: das könnte halt etwas kniffeliger werden. das ist die größenordnung 3l hubraum v6, dafür ist der markt schon ziemlich klein: wobei ich mich da spezifisch in der schweiz nicht auskenne, deutschland ist da halt dieselland gewesen. aber pajero sport 3.0 v6 ist ne macht und zieht 2.8to unaufgelastet, aber da was zu finden ist schon verdammt tricky.

wandler vs handschalter: geschmackssache, schenkt sich von der robustheit nicht wirklich was. gerade mit untersetzung den oft derartig kurz übersetzten ersten gängen kannst du da auch mit 2-3to butterweich rangieren. prinzipiell bin ich da aber mittlerweile automatik-liebhaber: das ist einfach entspannter. hier muss man halt gucken, dass die wandler oft spezielle getriebeöl-intervalle haben, die du tunlichst a) einhalten und b) von einer spezialwerkstatt ausführen lassen solltest. das ist echt ne wissenschaft nahe des voodoos für sich. wenn das dein wald- und wiesenschrauber macht, enjoy the hakelige schaltvorgänge bis getriebeschäden :ugly:
 
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Ach verdammt. Ich war anfangs am Punkt, da habe ich alles ausser Leiterrahmen ausgeschlossen. Weil haltbar und baujahrbedingt auch immer brav mit den robusten Sachen, was Motor und Peripherie, angeht ausgerüstet. Aber irgendwann kam ich etwas davon weg, weil ich einfach eine Scheissangst vor Carosseriearbeiten habe. Und es irgendwie contraintuitiv scheint, 7.5k in einen ABS-freien Saurier aus den 90er zu versenken.
Meinen Mondeo habe ich ausgesucht, weil er einer der letzten grossen Kombis ist, den es mit annehmbarem Benzinmotor und ohne Schnickschnak was Elektronik angeht gibt. Schon die vierte Generation davon graust mich bereits beim Anschauen. Bei den Traktoren fahren wir ähnliches. Der älteste kommt aus den 60er, der jünste hat BJ84 und irgendwie mag ich das Gefühl, das ich zur Not alles ausser die Zahnräder mit genügend Stunden auf einer Fräsmaschine und einem Jahresvorrat an Gusselektroden repariert kriege.
Es wird unausweichlich. Ich fürchte ich kaufe sowas
oder
(wtf, 99PS und 5to Anhängelast :ugly: )
Danke jedenfalls schon jetzt einmal für das Gedankensparring. Ich melde mich später nochmal ausführlich zu den Einzelpunkten.
 
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